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Das Material entscheidet über Tragekomfort, Gewicht und Eigenschaften. Schuhe aus Gore-Tex sind atmungsaktiv, wind- und wetterfest. Schuhe aus Naturmaterialien, wie Leder, sind hingegen bei schwitzenden Füßen geeignet.

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Das Wandern ist (nicht nur) des Müllers Lust – aktuellen Umfragen zufolge möchten rund 18 Millionen Deutsche nicht auf einen erholsamen Wanderurlaub verzichten und auch in der Freizeit werden Ausflüge in die Natur gerne per pedes zurückgelegt.

Der richtige Wanderschuh sorgt dafür, dass auch die Bewältigung längerer Strecken fußbettschonend zurückgelegt werden kann. Leichtwanderschuhe eignen sich insbesondere für kürzere Wanderungen mit geringerem Höhenanstieg – ihre knöchelfreie Höhe erlaubt ein flexibles Bewegen des Sprunggelenkes. Sie erinnern optisch an gewöhnliche Freizeit-Turnschuhe, sind aber mit einer stabileren Sohle ausgestattet, welche Schritte auch auf unebenem Grund ideal abfedert. Gerade für weniger befestigte Strecken oder steilere Anstiege empfehlen sich die etwas höher geschnittenen Wanderstiefel, die den Knöchel bereits zuverlässiger stabilisieren. Zudem sind sie aus robusteren Materialien gefertigt, sodass sie auch auf felsigem Untergrund bestehen können.

Wer sich in luftige Höhen begeben will und ausgedehnte Bergtouren plant, ist jedoch mit dem Kauf professioneller Alpinwanderschuhe am besten beraten. Diese sind speziell für das Bergwandern und sogar leichte Kletterpartien konzipiert und bieten dem Fuß ausreichend Stabilität für einen festen Tritt.

Sämtliche Modelle sind hierbei sowohl fürDamen als auch für Herren erhältlich.

Obermaterial
Modelle aus synthetischen Obermaterialien wie Gore Tex oder Texapore verfügen über idealste Eigenschaften: Sie sind wasserabweisend, winddicht und dabei dennoch atmungsaktiv und erfordern dabei meist nur einen geringen Pflegeaufwand. Die Vorzüge der genannten Materialien werden in Produktbeschreibungen häufig als eine sogenannte Wetterschutzmembran bezeichnet.

Optisch als besonders hochwertig erscheinen Wanderschuhe aus Wildleder (= Nubuk) – das naturbelassene Material aus Kalbs- oder Rinderhäuten ist jedoch gerade für einen Einsatz bei Wind und Wetter besonders pflegeintensiv. Um eine zumindest bedingte Wasserresistenz der Schuhe zu erreichen, sollten sie regelmäßig mit speziellen Pflegesprays imprägniert werden.

Auch Wanderschuhe aus unterschiedlichsten Synthetik-Gemischen sind weit verbreitet. Hier ist es wichtig, auf eine gute Atmungsaktivität eines Modells zu achten, sodass auch bei längeren Strecken ein optimaler Tragekomfort gewährleistet ist. Gerade für Leichtwanderschuhe wird häufig auch Textilfaser als Obermaterial verwendet.

Material der Schuhsohle
Ein charakteristisches Merkmal hochwertiger Wanderschuhe ist vor allem auch ihre in der Regel hochprofilierte Schuhsohle – hier gilt: je unebener die gewählten Strecken, desto wichtiger ist diese Eigenschaft für eine bestmögliche Trittsicherheit. Auch synthetische Materialien wie EVA gewährleisten einen hohe Rutschsicherheit, Abriebfestigkeit und Wasserdichte. Aber auch Wanderschuhe mit altbekannten Gummisohlen verfügen über eine gute Bodenhaftung und Wasserresistenz.

Innenfutter
Für eine ideale Atmungsaktivität ist insbesondere die Wahl des Innenfutters maßgeblich – Wanderschuhe, die mit Polyester gefüttert sind, schneiden hier bei sinnvollen Gemischen überraschend positiv ab. Empfehlenswert sind zudem Innenfutterstoffe aus Mesh – letztere sind sehr luftdurchlässig und garantieren einen hohen Tragekomfort auch an warmen Tagen.

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Ratgeber

Wissen Kompakt

Trotz seiner jahrtausendealten Tradition hat das Wandern bis heute nicht an Aktualität und Beliebtheit eingebüßt. Im Gegenteil: Viele wissen, dass Wandern über Stock und Stein abseits des Alltagstrubels sehr erholsam für Geist und Seele ist. Die immer stärker beschleunigte Gesellschaft hat Wandern so in den letzten Jahren wiederentdeckt und zum Freizeittrend gemacht. 
 
Nicht nur zum Abschalten vom stressigen Alltag eignet sich das Wandern optimal. Es ist ebenso gut für die Gesundheit: Wer regelmäßig lange Strecken zu Fuß zurücklegt, verbessert seine Blutdruckwerte und seine Herzfrequenz − auch die Ausdauerfähigkeit steigt merklich. 
Wissenswert
Wandern verbrennt fast so viele Kalorien wie Joggen. 
 
Wer die Natur genießen und dabei auch noch Gewicht reduzieren möchte, kommt beim Wandern auf seine vollen Kosten: Etwa 350 kcal pro Stunde verbrennen Sie mit einer leichten Wanderung, im Gebirge sogar etwa 550 kcal.
 
Der Anteil der Fettverbrennung am gesamten Stoffwechsel ist mit 40–60 % sogar doppelt so hoch wie beim Joggen. 

Doch egal ob Gletscherbesteigung, Jakobsweg, Urlaub in den Alpen oder der sonntägliche Ausflug in den heimischen Wald: Ohne richtiges Schuhwerk werden Sie das Wandern nicht ungehindert genießen können. Nicht nur durch zusätzliches Reisegepäck sind Ihre Füße einer höheren Belastung ausgesetzt – auch schwieriges Gelände kann ohne passende und stabile Schuhe zur Herausforderung werden, wenn nicht sogar zum Sicherheitsrisiko. 

Damit Sie in jeder Situation einen festen Tritt haben, Ihre Füße blasenfrei bleiben und die Gelenke ausreichend geschützt sind, benötigen Sie Wanderschuhe, die zu Ihren individuellen Bedürfnissen passen. In unserem Kaufberater geben wir Ihnen die wichtigsten Informationen, damit Sie die idealen Wanderschuhe finden.
 


Kaufberater

Damit Sie den Wanderschuh finden, der optimal auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist, haben wir die wichtigsten Informationen über die unterschiedlichen Modelle für Sie zusammengetragen. 
Erfahren Sie in unserem Kaufberater mehr zu den Themen
 
Bedenken Sie für den Kauf eines idealen Wanderschuhs vor allem folgende Gesichtspunkte:
 
  • Machen Sie sich Gedanken darüber, welche Art von Belastung Ihr Wanderschuh wirklich aushalten muss.
    Wandern Sie beispielsweise in leichtem Gelände, werden Sie keine schweren und steifen Bergstiefel benötigen. Für eine Bergtour hingegen sollten Ihre Stiefel ausreichend Stabilität bieten. Für eine möglichst angenehme Wanderung können Sie bei der Auswahl des richtigen Modells nach folgender Faustregel vorgehen: So fest wie nötig und so leicht wie möglich.
     
  • Orientieren Sie sich für die Wahl des Schuhwerks an Ihrer geplanten Streckenlänge. 
    Planen Sie lediglich eine Tagestour auf gut ausgebauten Wegen, empfehlen sich einfache Multifunktionsschuhe. Für längere Reisen sind Wanderstiefel dagegen die bessere Wahl. 
     
  • Für Reisen mit schwerem Gepäck benötigen Sie eine feste Schuhsohle. 
    Damit Ihr Fuß auch mit einem randvollen Rucksack als Gepäck ausreichend stabilisiert wird, sollten Sie Wanderschuhe mit besonders fester Sohle wählen. Hier bieten sich insbesondere Trekkingstiefel an.
     
  • Für Wanderungen auf feuchten oder nassen Böden ist das richtige Material unverzichtbar. 
    Die in vielen Wanderschuhen verarbeiteten Gore-Tex-Membranen halten im Gegensatz zu Leder Wasser zurück, sind aber gleichzeitig atmungsaktiv: Feuchtigkeit aus dem Schuhinneren kann aus-, Wasser aber nicht eintreten. Der Fuß bleibt damit trocken, das Schuhklima auch bei langen Wanderungen angenehm.
     


Wanderschuh-Modelle

Wanderschuhe lassen sich in 6 Kategorien mit unterschiedlichen Einsatzgebieten einteilen: 

 
Kategorie Aktivität Einsatzgebiet
A Freizeit, Walking, Alltag Leichtes Gelände, ausgebaute Wege
AB Leichte Wanderungen Hochalmregion, Mittelgebirge, ausgebaute Wege
B Anspruchsvolle Wanderungen Mittelgebirge, Steigen, unbefestigte Wege
BC Anspruchsvolles Trekking Hochgebirge, Klettersteige, unbefestigte Wege
C Harte Trekkingtouren Hochgebirge, Geröll, Klettersteige, freies Gelände
D Steigeisenfestes Wandern Gletscher, Eisklettern, freies Gelände 

Wie Sie die richtige Schuhgröße finden, haben wir für Sie in unserer FAQ Wie finde ich die passende Wanderschuhgröße? zusammengefasst. 

In die genannten Kategorien lassen sich folgende Wanderschuh-Modelle einordnen: 

Auf den Punkt!
Multifunktionsschuhe eignen sich am besten für befestigte Wege, gutes Wetter und wenn Sie wenig bis kein Gepäck mit sich führen.  
 
Sollten Sie regendichte Schuhe benötigen, mit leichtem Gepäck reisen und auch abseits der Wege wandern, sind Leichtwanderstiefel eine gute Wahl. 
 
Für Gebirgstouren im Mittelgebirge empfehlen sich feste Wanderstiefel. Diese gewährleisten Stabilität, falls Sie etwas mehr Gepäck tragen, und sind zudem wetterfest.
 
Haben Sie sehr schweres Gepäck dabei und bewegen sich überwiegend abseits der Wege, sollten Sie zu stabilen und wetterfesten Trekkingstiefeln greifen. 
 
Wenn Sie ein erfahrener, trittsicherer Wanderer sind und bei gutem Wetter im Gelände wandern und klettern wollen, sind Approachschuhe mit ihrer speziellen Sohle eine gute Wahl. 
 
Benötigen Sie ausreichend Halt für anspruchsvolle Wanderungen im Hochgebirge, sollten Sie Bergstiefel mit Steigbügelaufnahme wählen, die Ihnen auch mit viel Gepäck Stabilität und Rutschfestigkeit bieten. 
 
Sie wollen einen Gletscher besteigen? Die isolierten Expeditionsstiefel mit Kipphebelbindung geben Ihnen auch in eisigen Höhen den nötigen Halt. 
Multifunktionsschuhe – die leichten Halbschuhe für kürzere Wanderungen
Multifunktionsschuhe eignen sich für das leichte Gelände. Sie zählen zur Kategorie A der Wanderschuhe.
 
Ein Vorteil der Schuhe ist das geringe Gewicht, das durch das meist textile Obermaterial erzielt wird. Ein Schnellschnürsystem erleichtert zudem das Einsteigen in die Schuhe. Hierbei müssen Sie lediglich einen Clip ein- oder aushaken, wenn Sie die Schuhe an- bzw. ausziehen möchten.  
 
Außerdem verfügen Multifunktionsschuhe über eine sehr gute Dämpfung, deshalb sitzen sie besonders bequem. Trotzdem besitzen diese Modelle eine gut profilierte Sohle und sorgen damit auch bei Matsch für ausreichende Rutschfestigkeit.
Shopping Tipp

Achten Sie beim Kauf Ihrer Multifunktionsschuhe auf ein selbstreinigendes Sohlenprofil – damit sparen Sie sich eine Menge Arbeit.

An ihre Grenzen stoßen Multifunktionsschuhe allerdings bei starkem Regen. Mit einer Gore-Tex-Ausstattung der Außenseite sind Ihre Schuhe zwar wasserdicht. Dennoch kann Wasser leicht in die niedrig geschnittenen Halbschuhe hineinlaufen. Nasse Füße sind bei längeren Touren bei starkem Regen so möglicherweise die Folge. 

Mehr Informationen zu den Materialien finden Sie in der gleichnamigen Rubrik unseres Ratgebers.

Wegen des halbhohen Schnitts sind Ihre Knöchel nicht vor Stößen wie etwa von Steinkanten geschützt. Zudem können Sie auf unebenen Untergründen schneller umknicken als vergleichsweise mit knöchelhohen Wanderstiefeln. 
 
Der Preis für Multifunktionsschuhe beträgt ca. 20 € – 200 €. 
Pro
  • Sehr gute Dämpfung
     
  • Griffige Sohle
     
  • Bequemer Sitz
     
  • Wenig Gewicht
Contra
  • Kaum Seitenstabilisierung
     
  • Kein Knöchelschutz
Approachschuh – der Bergschuh für leichte Klettereien
Leichte Bergschuhe oder auch Approachschuhe eignen sich optimal für leichtes Klettern oder zum Sichern. Sie zählen als Kombination der Kategorien A und B.
 
Da Approachschuhe Halbschuhe sind, eignen sie sich nicht für den Einsatz auf einem Gletscher oder in überwiegend feuchten Gebieten, da Wasser oder Schnee durch den niedrigen Schaft in die Schuhe gelangen kann.
Achtung!
Nur für erfahrene Kletterer geeignet
 
Approachschuhe bieten keinen Knöchelschutz und sind daher mit Vorsicht zu tragen. Wenn Sie beim Klettern nicht geübt und ausreichend trittsicher sind, können Sie damit leicht umknicken oder sich an hervorstehenden Felskanten verletzen.  
Die harten, verwindungssteifen Sohlen sind grob profiliert und mit beinahe klebrigen Noppen ausgestattet – so bieten sie sicheren Halt auf unebenen Felsen.
 
Der Preis für Approachschuhe liegt bei etwa 100 € – 200 €.
Pro
  • Fester Halt 
     
  • Bequemer Sitz
Contra
  • Kein Knöchelschutz
Leichtwanderstiefel – die hohen Wanderschuhe für ausgedehnte Tagestouren
Gute Leichtwanderstiefel tragen sich so angenehm wie ein Turnschuh, bieten Ihren Füßen jedoch weitaus mehr Halt. Sie sind eine Kombination der Wanderschuhkategorien A und B. 
 
Die festeren Sohlen der Stiefel bieten auch bei einer höheren Belastung, wenn Sie beispielsweise Gepäck tragen, stabilen Halt und dämpfen dennoch ausreichend. Somit sind Leichtwanderstiefel für Tagestouren optimal.
 
Die höheren Schäfte der Leichtwanderstiefel erschweren zwar ein zügiges Anziehen, bieten jedoch mehrere Vorteile gegenüber den halbhohen Multifunktionsschuhen: 
 
  • Ihre Füße sind vor Regen geschützt.
    Wasser kann nur schwer von oben in die Schuhe hineinlaufen, weil die Schäfte passgenau mit den Knöcheln abschließen.
     
  • Ihre Knöchel können in unebenem Gelände nicht so leicht umknicken.
    Die steifen Schäfte stabilisieren Ihre Knöchel zuverlässig.
     
  • Sie verletzen sich nicht an hervorstehenden Felskanten.
    Durch die knöchelhohen Schäfte werden Stöße gedämpft.
     
Trotz des Knöchelschutzes eignet sich dieser Schuh-Typ weniger gut für längere Strecken in weglosem, felsigem Gelände. Die Sohlen des Leichtwanderschuhs sind nicht für diese Art der Belastung ausgelegt und nutzen sich schneller ab. 
 
Dieses Modell können Sie zu einem Preis von etwa 40 € – 250 € kaufen.
Pro
  • Nahezu wasserdicht
     
  • Knöchelschutz
     
  • Bequemer Sitz
     
  • Gute Dämpfung
Contra
  • Ungeeignet für schwieriges Gelände
     
  • Ungeeignet für lange Wanderungen abseits der Wege
Wanderstiefel – für einen sicheren Tritt im Mittelgebirge
Wanderstiefel lassen sich von Leichtwanderstiefeln durch ein Kriterium abgrenzen: Stabilität. Daher sind diese Stiefel in die Kategorie B der Wanderschuhe einzuordnen.
 
Die harten, verwindungssteifen Sohlen sind für eine hohe Belastung ausgelegt und ermöglichen Ihnen auch mehrtägige Wanderungen mit Gepäck, ohne Ihre Füße zu überstrapazieren. Eine Zwischensohle sorgt für eine gute Dämpfung.
Wissenswert

Verwindungssteifigkeit bezeichnet den Widerstand eines Körpers gegen dessen ungewollte Verdrillung. Eine verwindungssteife Sohle behält also auch in sehr unebenem Gelände ihre Form und schützt somit Ihren Fuß vor übermäßiger Belastung. 

Mit festeren und höheren Schäften werden Ihre Knöchel besser gestützt, sodass Sie auch anspruchsvolles Gelände sicher überwinden können. Die hohe Schockabsorptionsfähigkeit der Wanderstiefel bedingt jedoch eine feste Sohlenverarbeitung. Dadurch sind die Sohlen der Wanderstiefel weniger flexibel und lassen sich etwas schwieriger abrollen. 
 
Die Preisspanne für Wanderstiefel umfasst rund 120 € – 260 €.
Pro
  • Guter Knöchelschutz
     
  • Hält hoher Belastung stand
     
  • Verwindungssteife Sohle
Contra
  • Weniger komfortabel als Leichtwanderstiefel
Trekkingstiefel – für Touren mit schwerem Gepäck abseits der Wege
Trekkingstiefel sind für sehr lange Wanderungen mit schwerem Gepäck konzipiert. Sie stellen eine Kombination der Wanderschuhkategorien B und C dar.
 
In der Regel verfügen Trekkingstiefel über abriebfeste Sohlen und sind mit Geröllschutzrändern aus Gummi ausgestattet. Diese schützen das Obermaterial vor Beschädigungen.
 
Hinzu kommen im Mittelfußbereich integrierte Abrollhilfen, damit die Fußballen beim Wandern − durch zu starke Druckbelastung beim Aufkommen der Füße − so wenig wie möglich beansprucht werden. Für mehr Halt im Schnee oder Matsch haben die Sohlen ein tiefes Profil.
 
Daher sind die Sohlen aufgrund ihrer Festigkeit zwar schlechter gedämpft als die der Wanderstiefel, im Gegenzug aber wesentlich stabiler in unwegsamem Gelände. Hohe und stabile Schäfte sichern auch fernab der Wanderwege Ihre Knöchel.
 
Trekkingstiefel bieten Trittsicherheit auch mit schwerem Gepäck in schwierigem Gelände, sind aber aufgrund der Steifigkeit weniger bequem. Sie kosten etwa 110 € – 350 €.
Pro
  • Optimaler Knöchelschutz
     
  • Hält hohen Belastungen stand
     
  • Verwindungssteife Sohlen
Contra
  • Weniger komfortabel als Leichtwanderstiefel
Bergstiefel – für mehrtägige Touren im Hochgebirge
Bergstiefel – oft auch Alpinstiefel genannt – gehören zu den stabilsten Wanderschuhen und zählen zur Kategorie C. Sie eignen sich somit optimal für Wanderungen mit schwerem Gepäck in anspruchsvollem Gelände und im Hochgebirge. Eine zusätzliche Isolierung bewahrt vor kalten Füßen. 
Achtung!
Die falsche Passform ist gesundheitsgefährdend.
 
Gerade für den Einsatz an Klettersteigen ist es unverzichtbar, dass Ihre Bergstiefel ideal sitzen. Wenn sie zu klein sind und die Durchblutung der Füße einschränken, drohen in kalten Regionen, auf Schnee oder Eis Erfrierungen. Sind sie zu groß, zu instabil oder zu weit können Sie umknicken und sich dadurch schwer verletzen.
 
Lassen Sie sich beim Anprobieren Ihrer Bergstiefel daher viel Zeit und gehen Sie keine Kompromisse ein.  
Die meisten Bergstiefel verfügen über Kipphebel oder Körbchen zur Anbringung von Halbautomatik-Steigeisen. Die stabilen Schäfte unterstützen den Fuß und geben ihm beispielsweise auf Klettersteigen festen Halt. Allerdings bietet der Schuh dadurch auch weniger Tragekomfort.
 
Auch die sehr harten Sohlen gewährleisten eine sehr gute Stabilität. Diese sind in der Regel vorne leicht nach oben gewölbt, sodass Sie mit Ihren Bergstiefeln auch längere Strecken zurücklegen können und die Abrollbewegung Ihrer Fußballen nicht eingeschränkt wird. Die groben Sohlenprofile der Bergstiefel sind tief und sorgen so dafür, dass Sie auch auf Schnee und Matsch einen sicheren Tritt haben.
 
Bergstiefel erhalten Sie für etwa 200 € – 600 €.
Pro
  • Optimaler Knöchelschutz
     
  • Für hohe Belastungen geeignet
     
  • Für Halbautomatik-Steigeisen geeignet
Contra
  • Weniger komfortabel als Trekkingstiefel
Expeditionsstiefel – für lange Wintertouren und Gletscher
Expeditionsstiefel begleiten Sie sicher auf langen Wintertouren und Gletschern – mit ihrer effektiven Isolierung können sie auch in Höhen von 3.000 bis 3.500 m zum Einsatz kommen, ohne dass Ihre Füße frieren müssen. Sie gehören zur Wanderschuh-Kategorie D.
 
Die äußerst harten Sohlen mit minimaler Dämpfung ermöglichen die Nutzung eines Automatik-Steigeisens. Aufgrund der groben Profilierung ist auch das Klettern auf Eis möglich. 
 
Hohe Schäfte, oft mit Gamaschen ausgestattet, schützen Ihre Knöchel und verhindern das Eintreten von Wasser und Schnee. Falls am Ende des Tages trotzdem Feuchtigkeit eingedrungen sein sollte, können Sie die separaten Innenschuhe herausnehmen und einzeln trocknen.
Wissenswert

Gamaschen – auch Beinlinge oder Stulpen genannt – sind Kleidungsstücke, die an die Wanderschuhe anschließen und teilweise über die Beine gezogen werden, um sie zu schützen.

Der Preis für Expeditionsschuhe liegt bei etwa 350 € – 800 €.

Pro
  • Effektive Isolierung
     
  • Für Expeditionen auf Eis geeignet
     
  • Steigeisenfeste Sohlen
Contra
  • Minimale Dämpfung


Materialien

Die aus unterschiedlichen Materialien gefertigten Wanderschuh-Modelle können Sie passend zu Ihren individuellen Bedürfnissen und Anforderungen kaufen.
Achtung!
Sparen Sie nicht am falschen Ende.
 
Viele Wanderverletzungen gehen auf schlecht verarbeitetes Schuhwerk aus ungeeigneten Materialien zurück. Harmlose Blasen, aber auch Knöchelverstauchungen oder Brüche können dadurch entstehen. 
Daher sollten Sie unbedingt auf die Qualität Ihrer Schuhe achten und dabei bedenken: Gute Wanderschuhe sind nicht unbedingt günstig – halten dafür aber umso länger und schützen Ihre Gesundheit.
Die genaue Funktion der jeweiligen Wanderschuhe hängt von den verwendeten Materialien und deren Verarbeitung ab. Jedes Material besitzt Vor- und Nachteile für die unterschiedlichen Einsatzzwecke.
 
Außenschuh 
Grundsätzlich lassen sich die Obermaterialien der Wanderschuhe in 2 Typen unterteilen: Synthetik und Leder
 
Synthetik 
Ein großer Vorteil von Wanderschuhen aus synthetischen Materialien wie Mesh oder Cordura ist deren geringes Gewicht – sie eignen sich daher hervorragend für Tageswanderungen in einfachem Gelände. Teilweise werden Synthetik-Wanderschuhe an Stellen, die eine hohe Stabilität fordern, mit Ledereinsätzen verstärkt. Schuhe aus Synthetik trocknen besonders schnell. 
 
In der Regel sind Wanderschuhe aus synthetischem Obermaterial zusätzlich mit einer wasserabweisenden Gore-Tex®-Membran ausgestattet, die gleichzeitig atmungsaktiv ist. 
 
Synthetisches Material verschleißt in der Regel schneller als Leder.
 
Leder 
Wanderschuhe aus Leder zeichnen sich durch hohe Stabilität und Langlebigkeit aus. Häufig wird dabei Nubuk-, Velours- oder Rauleder verwendet. Das samtartige Nubukleder ist dabei etwas flexibler als das sehr steife Rauleder, das vorwiegend für Bergstiefel verwendet wird. Raues Veloursleder ist sehr offenporig und biegsam. 
 
Durch Wärme wird Leder formbar. So passen sich Ihre Lederschuhe langsam während des Tragens an Ihre Fußform an. Wanderstiefel aus Leder sind daher meist auch bei längeren Wanderungen sehr bequem.
 
Obwohl Leder sehr strapazierfähig ist, müssen Sie es regelmäßig pflegen. Grund hierfür sind die natürlichen Materialeigenschaften des Leders: Es saugt bereits bei normalem Tragen ohne weitere äußere Beanspruchungen Luft- und Fußfeuchtigkeit auf. Während des Trocknens verliert Leder jedoch stets etwas mehr Fett- und Feuchtigkeitsanteile als es zuvor aufgenommen hat. Dadurch wird Leder schnell brüchig, wenn Sie es nicht regelmäßig mit passender Schuhcreme und Wachs pflegen. 

Genauere Informationen zum Thema Schuhpflege haben wir für Sie in unseren FAQs für Sie zusammengefasst: Wie pflege ich meine Wanderschuhe richtig?

Innenfutter 
Je nachdem, ob Sie durch die Wüste wandern oder einen Gletscher besteigen wollen, sollten Ihre Wanderschuhe atmungsaktives bzw. wasserdichtes Innenfutter besitzen. Das Innenfutter sollte die Funktionen des Obermaterials 
Folgende Materialien werden als Innenfutter für Wanderschuhe verwendet: 
 
  • Nylon 
    Das textile Futter aus Synthetik macht den Schuh leicht – allerdings sollte das Obermaterial dann atmungsaktiv sein, da Nylon Wärme staut. Häufig wird zur Erhöhung der Atmungsaktivität des Futters auch ein Nylon-Leder-Mischgewebe verwendet.
     
  • Leder 
    Da sich Leder an die Form Ihres Fußes anpasst, sorgt es als Innenfutter für einen angenehmen Tragekomfort. In überwiegend heißen Regionen eignet es sich vor allem deshalb, weil es Wasser aufnehmen kann. Allerdings ist Leder kaum wasserabweisend und hält die Füße nur bei kleinen Regenschauern trocken. 
     
  • Gore-Tex®-Membran 
    Mithilfe einer Gore-Tex®-Membran (GTX) kann keine Feuchtigkeit von außen ins Innere des Schuhs dringen. Gleichzeitig unterstützt die Membran den Feuchtigkeitstransport aus dem Inneren des Schuhs nach außen und wärmt die Füße zugleich mehr als Leder. So bleiben die Füße auch bei schweißtreibenden, schwierigen Touren und in kälteren Gefilden länger trocken und warm. Das macht GTX zu einem idealen Innenfutter für Touren im Schnee oder auf nassem Grund. Ein Nachteil: Die Füße schwitzen schneller, was in Kombination mit den falschen Wandersocken zu unerwünschter Blasenbildung führen kann. 

Detaillierte Informationen über Wandersocken finden Sie in der Rubrik Zubehör.  


Passform

Eine wesentliche Grundvoraussetzung für eine sichere und angenehme Wanderung ist, dass Ihre Schuhe richtig passen. Für einen optimalen Tragekomfort und Ihre eigene Sicherheit dürfen die Schuhe weder drücken noch zu locker sitzen. Die Zehen sollte etwa 1 cm – 1,5 cm Luft haben und die Ferse muss im Stand gut in der Fersenschale des Schuhs liegen. 
 
Die Größen der Wanderschuhe fallen anders aus als die Ihrer Straßenschuhe. Verlassen Sie sich beim Kauf daher nicht nur auf Ihre normale Schuhgröße, sondern prüfen Sie die Passform der Wanderschuhe genau. Grundsätzlich gilt: Wanderschuhe lieber eine halbe bis ganze Nummer größer als die normale Schuhgröße bestellen. 
Achtung!
Eine schlechte Passform gefährdet Ihre Sicherheit.
 
Mit einem schlecht sitzenden Wanderschuh können Sie durch ein instabiles Laufgefühl schnell umknicken oder die Blutzufuhr der Füße verringern, wodurch insbesondere in kalten Regionen schnell kalte Füße oder auf Gletschern sogar Erfrierungen die Folge sein können. Auch Blasen können entstehen und die weitere Wanderung erschweren.

Da sich die Fußformen von Männern und Frauen unterscheiden können, wählen Sie idealerweise das entsprechende Herren- oder Damenmodell der Wanderschuhe. Herrenschuhe sind meist etwas breiter geschnitten, während die Modelle für Damen in der Regel für etwas schmalere Füße ausgelegt sind.

In unserer FAQ-Sammlung geben wir unter der Frage Wie finde ich die passende Wanderschuhgröße? Tipps, wie Sie die ideale Passform finden. Wie Sie Ihre Füße vor Druckstellen und Blasen bewahren, erfahren Sie unter der Frage: Wie kann ich meine Wanderschuhe einlaufen?


Zubehör

Damit Ihnen Ihre Wanderung möglichst viel Freude bereitet und Ihre Wanderschuhe optimal sitzen, sind 2 Zubehörartikel sinnvoll:
 
Wandersocken
Neben passenden Wanderstiefeln sind spezielle Wandersocken unverzichtbarer Bestandteil Ihrer Wanderausrüstung. Gute Wandersocken dämpfen Ihren Fuß an den richtigen Stellen und minimieren sowohl die Geruchs- als auch Blasenbildung um ein Vielfaches. Spezialfasern sorgen zudem dafür, dass die Füße trocken bleiben. 
Shopping Tipp
Wählen Sie Socken aus einem Wolle-Synthetik-Gemisch.
 
Baumwolle nimmt Feuchtigkeit gut auf, gibt sie jedoch schlecht wieder ab. Die vollgesogenen, nassen Socken scheuern dann auf der aufgeweichten Haut – Blasen können entstehen. Socken aus Synthetik leiten Feuchtigkeit sehr gut ab, lassen den Fuß jedoch unnötig stark schwitzen und sind für ihre besonders starke Geruchsbildung bekannt.
 
Am besten eignen sich daher Wandersocken aus einem Wolle-Synthetik-Mix, der die guten Eigenschaften beider Materialien vereint.
Wandersocken erhalten Sie zudem passend zum vorherrschenden Klima Ihrer Wanderregion:
 
  • Wandersocken für den Winter
    Selbst mit gut isolierten Wanderstiefeln ist es bei kalten Temperaturen sinnvoll, spezielle Wandersocken für den Winter anzuziehen. Oft auch als Thermosocken bezeichnet, schützen sie Ihre Füße durch isolierende Materialien wie beispielsweise 3M™Thinsulate™ zuverlässig und vor allem dauerhaft vor Kälte. Meist sind Winterwandersocken kniehoch, um auch Ihre Waden zu wärmen. 
     
  • Wandersocken für den Sommer
    Für Wanderungen im Sommer oder in warmen Regionen empfehlen sich Wandersocken aus speziellen Synthetikfasern wie Coolmax®, welche die Körperfeuchtigkeit besonders rasch absorbieren. Ein Baumwollanteil im Gewebe wiederum unterstützt eine geringere Geruchsentwicklung. 

Worauf Sie beim Kauf von Wandersocken noch achten sollten, finden Sie in unserer FAQ: Welche Wandersocken sind ideal für mich?

Schnürsenkel
Bei häufiger Nutzung Ihrer Wanderschuhe kann es vorkommen, dass Sie nach einiger Zeit die Schnürsenkel ersetzen müssen. Dadurch stellen Sie sicher, dass die Schuhe weiterhin optimal sitzen und sich angenehm tragen.
 
Ideal sind reißfeste Schnürsenkel, z.B. aus Polyester, die wasserabweisend sind. Je nach Wanderschuhmodell eignen sich flache oder runde Exemplare, deren richtige Länge sich nach den im Schuh vorhandenen Loch- oder auch Ösenpaaren richtet. 

In unserer FAQ-Sammlung geben wir Ihnen Tipps, wie Sie die passenden Schnürsenkel auswählen: Wie finde ich Schnürsenkel in der richtigen Länge? 


Nachgefragt von A-Z 

Haben Sie noch Fragen zur Verwendung von Wanderschuhen? Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um Wanderschuhe haben wir in unserem FAQ-Bereich für Sie zusammengetragen. 

Kauf

Um den idealen Wanderschuh für Ihre Bedürfnisse zu finden, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:
 
  • In welchem Gelände werde ich wandern?
    Je nach Untergrund, auf dem Sie wandern möchten, eignen sich verschiedene Wanderschuh-Modelle. So können Sie beispielsweise auf gut ausgebauten Wanderwegen ohne große Steigungen bequeme Multifunktionsschuhe tragen, während Sie für eine Tour mit schwerem Gepäck abseits der Wege stabile Trekkingstiefel wählen sollten. 
     
  • Wie lange möchte ich wandern?
    Sind Sie mehrere Tage unterwegs, sollten Ihre Wanderschuhe Ihnen ausreichend Stabilität und Tragekomfort bieten. Für kurze Wanderungen hingegen reichen einfache Multifunktionsschuhe oder Leichtwanderstiefel aus.
     
  • Wie viel Gepäck habe ich dabei?
    Für Wanderungen mit schwerem Gepäck benötigen Sie sehr stabile Wanderschuhe mit festen, weniger gut gedämpften Sohlen. Diese sind zwar nicht so bequem wie leichte Wanderschuhe, bieten Ihnen aber einen besseren Halt und mehr Trittsicherheit auch bei hoher Belastung. Ohne oder mit nur leichtem Gepäck können Sie hingegen gut gedämpfte Schuhe mit flexibleren Sohlen wählen. 
     
  • Welches Klima herrscht in meiner Wanderregion vor?
    Planen Sie lange Wanderungen bei kalten Temperaturen oder auf Gletschern, benötigen Sie gut isolierte Wanderschuhe. Möchten Sie hingegen in warmen Klimaregionen wandern, sollte Ihr Schuh besonders atmungsaktiv sein.

Ausführlichere Informationen über die verschiedenen Wanderschuhe haben wir für Sie in unserer Ratgeber-Rubrik Wanderschuh-Modelle zusammengetragen.  

Um die richtige Größe Ihrer Wanderschuhe zu finden, sollten Sie sich grundsätzlich Zeit für die Anprobe der Schuhe nehmen. Empfehlenswert ist ein Probegehen von etwa 30 min. Zudem sollten Sie folgende Tipps beachten, um Wanderschuhe mit der idealen Passform zu wählen:
 
  • Machen Sie die Schuhanprobe nachmittags oder abends.
    Die Füße eines Menschen schwellen im Laufe des Tages immer etwas an. Daher sollten Sie Ihre Schuhe zu einem Tageszeitpunkt anprobieren, an dem Sie bereits einige Aktivitäten hinter sich haben. Am besten eignet sich der späte Nachmittag oder der frühe Abend.
     
  • Die Füße sollten ausreichend Platz im Wanderschuh haben.
    Sollte der Schuh beim Probetragen drücken, ist er definitiv zu klein. Lassen Sie Ihren Füßen etwas Freiraum, um Druckstellen und Blasenbildung zu vermeiden. Insbesondere vor dem großen Zeh sollte genügend Platz sein. Als Richtwert gilt hier die Breite eines Fingers bzw. 1 cm – 1,5 cm. 
     
  • Der Wanderschuh darf nicht zu locker sitzen.
    Damit Sie immer einen sicheren Tritt haben und nicht umknicken oder stürzen, darf der Wanderschuh nicht zu locker sitzen. Ihr Schuh sollte stets an der Ferse gut sitzen und den Knöchel ausreichend stabilisieren, aber Ihren Zehen so viel Platz geben, dass sie nicht anstoßen. Ist das der Fall, haben Sie Ihre optimale Schuhgröße gefunden.
     
  • Machen Sie ein paar Übungen während der Anprobe.
    Nicht immer bietet sich die Möglichkeit, die Schuhe vor dem Kauf direkt im Gelände auszuprobieren. Einige wichtige Wandersituationen lassen sich leicht für die Anprobe simulieren, indem Sie Treppen hinauf- und hinabsteigen, sich auf die Zehenspitzen stellen und nach einem kurzen Sprint ruckartig bremsen.
     
  • Probieren Sie die Schuhe mit den richtigen Socken an.
    Idealerweise tragen Sie für die Anprobe bereits passende Wandersocken, da diese mitunter etwas dicker als normale Socken sind. 

Detaillierte Informationen über Wandersocken finden Sie in der Rubrik Zubehör unseres Ratgebers.  

Modelle

Die Grundregel lautet hier: Je schwieriger das Gelände, desto höher sollte der Schaft des Wanderschuhs sein. Dieser schützt Ihren Knöchel vor dem Umknicken und hervorstehenden Felsen. Außerdem können Regen und Schnee dank des hohen Schafts nur schwer in den Schuh gelangen. 
 
Halbschuhe sollten Sie nur tragen, wenn Sie ausschließlich bei gutem Wetter und auf befestigten Wegen wandern. 

Mehr Informationen zu den verschiedenen Wanderschuh-Modellen finden Sie in unserem Ratgeber. 

Da sich die Füße Ihres Kindes noch im Wachstum befinden, sind gut sitzende Schuhe sehr wichtig – ansonsten besteht die Gefahr, dass sich Fehlstellungen entwickeln. 
Wissenswert

In der Regel benötigen Füße 16 Jahre, bis ihre Form vollständig entwickelt ist. Bis dahin sind sie viel weicher als ausgewachsene Füße und können deshalb durch eine falsche Schuhform negativ beeinflusst werden.

Wanderschuhe für Kinder sind möglichst leicht, um die Füße nicht durch ein zu hohes Gewicht auf Dauer zu belasten. Zudem sind sie speziell für die schmalen Kinder-Füße konzipiert. Da Kinder weniger wiegen und in der Regel nicht viel Gewicht tragen, sind harte Wandersohlen unnötig. Im Gegenteil: Diese könnten sich negativ auf das Abrollverhalten des Fußes auswirken. Die Sohlen der Kinder-Wanderschuhe sollten daher ausreichend flexibel sein.

Recherche Tipp

Einen allgemeinen Überblick über passende Kinderschuhe bietet Ihnen die Website www.rund-ums-baby.de

Die Wahl zwischen Halb- oder Schaftschuh hängt vom Gelände ab, auf dem Sie mit Ihrem Kind wandern wollen. Ein Schaft stabilisiert nicht nur den Knöchel, sondern schützt ihn auch vor Verletzungen durch hervorstehende Felsen und verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit bzw. Schmutz ins Schuhinnere. Daher sollten Sie einen Schuh mit hohem Schaft wählen, wenn Sie auf unwegsamem Gelände oder bei Nässe unterwegs sind. Ohne Schaft haben die Kinderfüße jedoch mehr Bewegungsfreiheit, sodass Sie einen niedrigen Schuh für leichte, kurze Wanderungen bevorzugen sollten.  

Shopping Tipp
Kaufen Sie Ihrem Kind einen Allrounder.
 
Da Ihr Kind schnell wieder aus den Wanderschuhen herauswachsen wird, sollten Sie möglichst einen Schuh kaufen, der in verschiedenen Situationen einsetzbar ist. 

Pflege

Sorgfältige Pflege verlängert die Lebensdauer guter Wanderschuhe. Folgende Punkte sind für die Pflege besonders wichtig:
 
  • Imprägnierung
    Alle guten Wanderschuhe sind mit einer wasserabweisenden Imprägnierung ausgestattet. Diese hält aber nur für eine begrenzte Zeit und muss in regelmäßigen Abständen erneuert werden. Wenn Ihre Schuhe über eine Gore-Tex®-Membran verfügen, ist eine Imprägnierung des Obermaterials besonders wichtig, um die Funktion der Membran dauerhaft zu erhalten und sie nicht durch zu tief eindringende Feuchtigkeit zu beschädigen. 
     
  • Lederwachs
    Leder wird spröde und hart, wenn Sie es über längere Zeit nicht wachsen. Dadurch kann es leicht reißen. Auch seine Atmungsaktivität lässt nach. Regelmäßiges Wachsen beugt diesen Vorgängen vor und erhöht die Lebensdauer Ihrer Wanderschuhe.
     
Wanderungen bedeuten für Ihre Wanderschuhe stets eine intensive Beanspruchung des Materials. Für eine hohe Haltbarkeit der Schuhe ist eine gute Reinigung und regelmäßige Pflege daher wichtig. Dies gilt vor allem, wenn die Schuhe aus Leder gefertigt sind oder auch teilweise aus Synthetik bestehen.

Damit Ihre Lederschuhe wasserfest bleiben, sollten Sie diese regelmäßig mit speziellen Pflegesprays imprägnieren. Das steigert nicht nur Ihren Komfort auf Wanderungen, sondern verlängert auch die Lebensdauer der Schuhe.

Alle wichtigen Informationen über die Obermaterialen der Wanderschuhe haben wir im Kapitel Materialien für Sie zusammengetragen.  

Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie zur Reinigung und Pflege der Wanderschuhe vorgehen:
 

Reinigung
Bevor Sie Ihre Schuhe mit Pflegemitteln behandeln, müssen Sie diese zuerst wie folgt reinigen.
 
So reinigen Sie Wanderschuhe: 
 
  1. Entnehmen Sie das Fußbett, damit es durchlüften und trocknen kann.
    ⇒ Nach längerer Nutzungsdauer können Sie das Fußbett austauschen, damit die Sohle auch weiterhin gut gedämpft bleibt.
     
  2. Entfernen Sie die Schnürsenkel.
    ⇒ Dadurch kommen Sie auch an schwierige Stellen heran.
     
  3. Reinigen Sie Ihre Schuhe mit einer Bürste und warmem Wasser. 
    ⇒ Empfehlenswert ist ein spezielles, auf das Material abgestimmtes Schuhreinigungsmittel. Jetzt sollten Ihre Schuhe von Schmutz befreit und noch ein wenig feucht sein. 
     
  4. Lassen Sie die Schuhe vor dem nächsten Gebrauch gut trocknen.
    ⇒ Wenn Sie den Trockenvorgang beschleunigen wollen, stopfen Sie ihre Schuhe mit Küchentüchern (kein Zeitungspapier) aus.
Tipp

Benutzen Sie bei besonders kalkhaltigem Leitungswasser destilliertes Wasser zur Reinigung, um unansehnliche Kalkflecken auf den Wanderschuhen zu vermeiden.

Pflege
Wenn Leder austrocknet, verliert es seine Flexibilität und wird schnell brüchig. Deswegen ist es notwendig, dass Sie Wanderschuhe aus diesem Material regelmäßig mit Wachs und Imprägnierspray behandeln. 
 
Schuhe, die ganz oder zum Teil aus Synthetik bestehen, lassen sich bedeutend leichter pflegen: Es genügt, sie zu reinigen und mit einem entsprechenden Spray gegen Feuchtigkeit zu imprägnieren.
Wissenswert

Schuhe mit Gore-Tex®-Membran (GTX) benötigen keine besondere Pflege. Da sich die GTX-Membranen 2 Schichten unterhalb des Obermaterials befinden, kommen Sie nicht an diese heran. Der Zustand Ihrer GTX-Membranen hängt direkt mit dem Zustand der äußersten Schuhschicht zusammen. Wird diese gut gepflegt, behält die Gore-Tex®-Membran auch weiterhin ihre Funktion.

Für die Pflege Ihrer Wanderschuhe aus Leder gibt es ein breites Angebot an Wachscremes und -emulsionen. Verzichten Sie jedoch auf Pflegefette und -öle, die das Leder weich machen und so seine Stabilität mindern. Für Glattleder eignen sich Cremes mit hohem Wachsanteil. Wild-, Velours- und Nubukleder allerdings verlieren durch das viele Wachs ihre Optik und müssen entweder mit einer Bürste wieder aufgeraut oder direkt mit einer Wachsemulsion gepflegt werden. Emulsionen enthalten weniger Wachs – die Schicht hält jedoch auch weniger lang.  
 
Nachdem Sie Ihre Wanderschuhe aus Leder gereinigt haben, gehen Sie zur Pflege wie folgt vor:
 
  1. Tragen Sie das Wachs mit einem Tuch auf die Schuhe auf und reiben Sie es gründlich ein. 
    ⇒ Damit sich das Wachs gut verteilen lässt und besser einwirkt, können Sie es mit einem Föhn erwärmen, damit es flüssiger wird. Alternativ können Sie das Wachs auch mit der Hand auftragen. Die Körperwärme lässt das Wachs schmelzen.
     
  2. Lassen Sie das Wachs für etwa 5 min –15 min einziehen.
     
  3. Entfernen Sie die überschüssigen Wachsreste mit einem trockenen, weichen Tuch. 
    ⇒ Rauen Sie gegebenenfalls Rauleder mit einer Bürste auf. Bei Glattleder ist das nicht nötig.
     
  4. Sprühen Sie die Schuhe anschließend mit einem Imprägnierspray ein, solange diese noch feucht sind. 
    ⇒ In diesem Zustand sind die Lederporen weiter geöffnet und die Imprägnierung kann tiefer ins Material einziehen, was die Haltbarkeit verlängert.
     
  5. Lassen Sie Ihre Wanderschuhe nach dem Imprägnieren am besten über Nacht stehen. 
    ⇒ Die Imprägnierung ist in der Regel erst nach 24 Stunden vollständig eingezogen.
Tipp

Ist die Wachsschicht auf Ihren Schuhen zu dick, verlieren diese ihre Atmungsaktivität. Tragen Sie das Wachs daher in dünnen Schichten auf und schmieren Sie notfalls nach.

Reinigen sollten Sie Ihre Schuhe idealerweise direkt nach der Wanderung, vor allem, wenn sie schmutzig geworden sind. Für die nachfolgende, regelmäßige Lederpflege und Imprägnierung gibt es Zeiträume, in denen Sie diese durchführen sollten. 
 
  • Leder wachsen
    Wenn Ihre Wanderschuhe aus Leder bestehen, sollten Sie diese bei häufiger Nutzung alle 3–4 Monate wachsen. Sollten Sie Ihre Schuhe nur 1-mal im Jahr tragen, genügt auch eine anschließende Wachsbehandlung.
     
  • Imprägnieren
    Wie lange die Imprägnierung hält, hängt vor allem von der Region ab, in der Sie vorzugsweise wandern, aber auch von der Qualität des Imprägniersprays. Wenn Sie regelmäßig wandern, sollten Sie die Schuhe etwa alle 1–2 Monate imprägnieren. 

Alle Informationen, die Sie zur Pflege Ihrer Wanderschuhe benötigen, haben wir in der Frage: Wie pflege ich meine Wanderschuhe richtig? für Sie zusammengefasst. 

Knarzende Wanderschuhe deuten meist auf sprödes Leder hin. In diesem Fall sollten Sie die Oberfläche Ihrer Schuhe unbedingt mit Wachs behandeln

Alle Informationen, die Sie über die Pflege Ihrer Wanderschuhe benötigen, finden Sie in der Frage: Wie pflege ich meine Wanderschuhe richtig?

Das Knarzen kann aber auch bei neu gekauften Schuhen auftreten. Dies liegt häufig daran, dass sie noch nicht eingelaufen sind. Sobald Sie die Schuhe einige Male getragen haben und das neue Material geschmeidiger geworden ist, sollte das Geräusch verschwinden. 
 

Schnürung

Wanderschuhe können nur dann den vollen Tragekomfort bieten, wenn Sie richtig geschnürt sind. Ansonsten können selbst mit idealer Passform und guten Wandersocken Blasen oder Druckstellen entstehen. 
Beachten Sie grundsätzlich Folgendes für eine optimale Schnürung: 
 
  • Achten Sie darauf, dass die Zunge des Schuhs immer genau mittig sitzt.
    So vermeiden Sie Druckstellen durch die Schnürung. 
     
  • Schnüren Sie Ihre Schuhe nach 15–30 min Wandern erneut. 
    Sobald der Schuh getragen wird, erwärmt und weitet er sich. Häufig sitzt er dann nicht mehr optimal. 

     
Zudem gibt es unterschiedliche Schnür-Techniken, mit denen Sie den Schuh an Ihre Fuß-Form und verschiedene Wandersituationen anpassen können. Folgende sind empfehlenswert:

 
  • 2-Zonen-Schnürung
    Die meisten guten Wanderschuhe besitzen sogenannte Tiefzughaken. Diese unterteilen die Schnürung in die Spann- und die Schaft-Zone. Sie bieten die Möglichkeit, die erste Zone (Spann) anders zu schnüren als die zweite (Schaft). Dafür führen Sie die Schnürsenkel von oben nach unten durch die Tiefzughaken, überkreuzen sie mittig und verdrehen sie 2-mal, bevor Sie die Schnürsenkel festziehen. Somit fixieren Sie die Schnürung der ersten Zone und können die obere Zone anders schnüren. Wenn Sie bergauf gehen, schnüren Sie die Spann-Zone beispielsweise etwas lockerer, sodass Sie mehr Bewegungsfreiheit haben. Sollten Sie aber bergab wandern, ist eine festere Schnürung der Schaft-Zone angenehmer. So rutscht der Fuß im Schuh nicht zu stark nach vorne. 
     
  • Flaschenzug-Schnürung
    Diese Schnürtechnik verhindert, dass Ihre Ferse im Schuh rutscht und somit aufreibt. Für diese Schnürung führen Sie die Schnürsenkel direkt durch die Tiefzughaken, ohne sie vorher zu überkreuzen. Danach fädeln Sie das jeweilige Ende des Schnürsenkels durch die gegenüberliegende Verbindung der Tiefzughaken. Durch das Festziehen wird der Fuß tiefer in den Schuh gedrückt und die Ferse fixiert. Danach schnüren Sie am Schaft wie gewohnt über Kreuz.
     
  • Schnürung zur Anpassung der Schuhweite
    Drückt Ihnen der Schuh am Spann, können Sie durch die Schnürung die Schuhweite anpassen. Führen Sie den Schnürsenkel dafür an der entsprechenden Stelle nicht über Kreuz, sondern auf der gleichen Seite durch die Ösen bzw. Haken. Es entsteht dadurch sozusagen ein Schnürsenkel-Rechteck und der Schuh kann sich an dieser Stelle weiten. Danach können Sie wie gewohnt über Kreuz weiterschnüren.
     
Sollten Sie einen Ersatz für Ihre alten Schnürsenkel benötigen, sollten Sie erst deren Länge messen. So passen auch die neuen Exemplare optimal zu Ihren Schuhen. 
 

Sollte es Ihnen nicht mehr möglich sein, die Länge Ihrer alten Schnürsenkel zu messen, können Sie sich an der Anzahl der Ösenpaare Ihrer Wanderschuhe orientieren:
 

Lochpaare Schnürsenkel-Länge (Zoll) Schnürsenkel-Länge (Metrisch)
4 23 – 28 " 60 – 70 cm
5 28 – 35 " 70 – 90 cm
6 35 – 43 " 90 – 110 cm
7 43 – 51 " 110 – 130 cm
8 51 – 55 " 130 – 140 cm
9 55 – 71 " 150 – 180 cm
Ab 10  71 " 180 cm

Shopping Tipp

Sollten Sie nur noch Schnürsenkel finden, die entweder zu lang oder zu kurz sind, kaufen Sie lieber die längeren Exemplare – im Nachhinein können Sie diese immer noch selbst kürzen.  

Es kann vorkommen, dass neue Schnürsenkel nicht mehr in der Länge vorhanden sind, die Sie benötigen. In diesem Fall empfiehlt es sich, längere Schnürsenkel zu kaufen und sie daraufhin auf die gewünschte Länge zu kürzen
 
Allerdings können abgeschnittene Schnürsenkel schnell ausfransen. Um das zu vermeiden, benötigen Sie neben einer Schere einen sogenannten Schrumpfschlauch aus Kunststoff.
Shopping Tipp

Schrumpfschläuche finden Sie auf unserem Portal in der Kategorie Heißluftgebläse. Es gibt sie in fast allen Farben und Größen. Zur optischen Aufwertung Ihrer Schuhe können Sie eine Farbe auswählen, die zu Ihren Schuhen passt.

So kürzen Sie Ihre Schnürsenkel: 
 
  1. Nehmen Sie eine scharfe Schere und kürzen Sie die neuen Schnürsenkel auf die Länge Ihrer alten Modelle. 
     
  2. Schneiden Sie ein Stück von einem passenden Schrumpfschlauch ab.
     
  3. Schieben Sie es über das Schnürsenkelende. 
    ⇒ Der Schrumpfschlauch sollte nun so über dem Schnürsenkel liegen, dass er exakt mit dessen Ende abschließt. 
  4. Erhitzen Sie das Schrumpfschlauchstück mit einem Feuerzeug oder Heißluftföhn.
     
  5. Drehen Sie das Schnürsenkelende währenddessen langsam über der Wärmequelle.  
    ⇒ Da der Schrumpfschlauch aus Kunststoff besteht, wird er durch die Hitze schmelzen und sich beim Abkühlen nahtlos mit dem Schnürsenkel verbinden – so kann dieser nicht mehr ausfransen. 
  6. Wiederholen Sie den Vorgang, bis alle Schnürsenkelenden durch einen Schrumpfschlauch geschützt sind.
     

Sicherheit

Je nachdem, mit welcher Intensität und in welchem Gelände Sie wandern, können Modelle mit mangelnder Qualität ernstzunehmende Verletzungen verursachen. Auch Blasen sind häufig das Resultat schlecht verarbeiteter Schuhe und können Ihnen den Wanderurlaub durch mangelnden Tragekomfort schnell erschweren. 
 
Achten Sie daher beim Kauf von Wanderschuhen nicht vorrangig auf einen sehr günstigen Preis, sondern auf qualitative Materialien, eine gute Verarbeitung und eine optimale Passform der Schuhe.

Mehr Informationen über die optimale Passform und die Materialien eines Wanderschuhs erhalten Sie in den gleichnamigen Rubriken unseres Ratgebers. 

Im Hochgebirge ist das Gelände oftmals sehr felsig und uneben. Sie könnten umknicken oder sich an scharfen Felskanten verletzen. Ein knöchelhoher Schaft schützt Ihre Knöchel zuverlässig vor diesen Gefahren und bietet zugleich einen Schnee- und Regenschutz. 

Wenn Sie eine Wanderung im Hochgebirge planen, ist möglicherweise ein Bergstiefel der ideale Wanderschuh für Sie. Informieren Sie sich dazu in unserer Rubrik Bergstiefel.

Um mit Ihren Wanderschuhen immer trittsicher unterwegs zu sein, sollten die Sohlen je nach Untergrund unterschiedliche Eigenschaften haben:
 
  • Verwindungssteifigkeit
    Je verwindungs- oder auch torsionssteifer eine Schuhsohle ist, desto widerstandfähiger ist diese gegen eine Verdrillung um ihre Längsachse. Eine gute Verwindungssteifigkeit der Sohle ist dann wichtig, wenn Sie vor allem in anspruchsvollem, felsigem Gelände wandern oder sich an verschneiten Gebirgshängen entlang bewegen. 
     
  • Profilierung
    In anspruchsvollem Gelände ist ein tiefes und grobes Profil notwendig: Gerade im alpinen Gelände, in dem eventuell noch Schnee zu überwinden ist, werden Sie maximalen Halt benötigen. Andererseits ist ein zu tiefes Profil in ebenem Gelände nicht besonders angenehm zu tragen, da es die Wanderung erschweren kann. 
     
  • Dämpfung
    In leichtem Gelände und auf befestigten Wegen ist eine gute Dämpfung zu empfehlen. Die Sohle muss in leichtem Gelände nicht zusätzlich stabilisiert werden. Daher sollten Sie sich für Schuhe entscheiden, in denen Sie bequem laufen können. Reisen Sie mit schwerem Gepäck und abseits der Wege, sollte die Sohle stabiler und damit auch weniger gedämpft sein. Eine verminderte Dämpfung bedeutet zwar, dass die Schuhe weniger bequem sind, dafür aber mehr Halt und Trittsicherheit gewährleisten. 
Shopping Tipp

Achten Sie beim Kauf eines Schuhs mit harter Sohle auf die Abrollhilfe: Mit ihr können Sie trotz geringer Dämpfung noch komfortabel gehen. 

Tragekomfort

Damit Ihre Wanderschuhe für die lange Tour gut vorbereitet sind, empfiehlt es sich, diese zuvor einzulaufen. Mit folgenden Tipps können Sie Ihre neuen Schuhe einlaufen: 
 
  • Tragen Sie die Schuhe zeitweise in Ihrer Wohnung. 
    So können Sie Ihre Füße über kurze Zeiträume an die Wanderschuhe gewöhnen und sie ausziehen, sobald sie unbequem sein sollten. 
     
  • Machen Sie kurze Spaziergänge oder erledigen Sie Ihre Einkäufe in den neuen Wanderschuhen.
    So passen sich die Schuh schrittweise an Ihre Füße und die Belastung an.
     
  • Gehen Sie im Regen oder auf einer nassen Wiese spazieren, wenn Ihre Wanderschuhe aus Leder bestehen.
    Durch die Feuchtigkeit wird das Leder weich und kann sich schneller an Ihre Füße anpassen.
Wie lange es dauert, bis sich die Schuhe ausreichend an Ihre Füße angepasst haben, hängt oft vom Material ab. Sobald Sie sich einigermaßen an Ihre Schuhe gewöhnt haben, können Sie mit den ersten mehrstündigen Wanderungen beginnen, auch in anspruchsvollem Gelände. 
 
Selbst bei Hochtourenstiefeln mit einem gut abschließenden Schaft ist es möglich, dass Schnee während des Wanderns in das Innere des Schuhs dringt. In diesem Fall empfiehlt sich das Tragen einer Trekkinghose. Diese haben in der Regel einen Gummizug am Beinabschluss. So kann die Hose nicht mehr hochrutschten, sobald sie einmal über dem Schuh befestigt wurde. 
Shopping Tipp

Ein großes Angebot an Trekkinghosen finden Sie auf unserem Portal. 

Wandersocken sollten idealerweise aus einem Wolle-Synthetik-Mix bestehen, damit eine starke Schweiß- und Geruchsbildung vermieden wird. Zudem können Sie zwischen Sommer- und Winterwandersocken wählen – je nach Klima Ihrer Wanderregion. 

Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber in der Zubehör-Rubrik Wandersocken.

Für einen idealen Tragekomfort der Socken beachten Sie generell folgende Punkte: 
 
  • Wählen Sie die richtige Größe. 
    Wandersocken sollten möglichst exakt am Fuß anliegen, ohne dabei einzuengen oder Falten zu bilden. Gut sitzende Modelle liegen dabei wie eine zweite Haut über dem Fuß, damit sich bei langen Touren keine Blasen bilden. 
     
  • Socken ohne Naht tragen sich besonders angenehm.
    Jede Naht ist eine potenzielle Druckstelle, die zur Entstehung von Blasen beitragen kann. Kaufen Sie daher vorzugsweise Wandersocken, die nach dem Rundstrickverfahren gefertigt worden sind.  
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