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Ratgeber

Ratgeber Hochdruckreiniger



Mit dem Beginn des Frühjahres werden Gartenmöbel geputzt, die Terrasse von Moos befreit oder das Auto auf Hochglanz gebracht. Dabei sind neben verschiedenen Utensilien oftmals auch aggressive und umweltbelastende Reiniger nötig. Es geht jedoch auch einfacher: Mit Wasser. Ein Hochdruckreiniger bietet für viele Reinigungsvorgänge eine unkomplizierte und gleichermaßen effektive Lösung.

Egal, ob zur Beseitigung von Unkraut in den Ritzen der Terrasse, zur Reinigung von Dachrinnen oder zur Entfernung von Schmutz an Gartenzäunen, moderne Hochdruck-Reinigungsgeräte sind flexibel einsetzbar. Durch den Einsatz von passendem Zubehör können die Geräte speziell auf das gewünschte Einsatzgebiet ausgerichtet werden.

Dabei bietet der Hochdruckreiniger im Vergleich zu anderen Reinigungsgeräten viele Vorteile. Zum einen sind die Betriebskosten sehr gering, da die meisten Geräte ohne zusätzliche Reinigungsmittel verwendet werden können. Zum anderen arbeiten Hochdruck-Reinigungsmaschinen besonders gründlich und entfernen sogar Schmutz, der sich über Jahre hinweg festgesetzt hat.

Durch den Verzicht auf chemische Zusätze ist ein Hochdruckreiniger besonders umweltschonend. Mit Hilfe des umfangreichen Zubehörs lässt sich das Gerät zudem für fast alle Reinigungsarbeiten einsetzen. Egal, ob im Garten, am Auto oder am Haus, es gibt fast keine Flächen, die ein Hochdruckreiniger nicht reinigen kann.

Worin sich die verschiedenen Ausführungen unterscheiden und welche Kritierien für den Kauf wichtig sein können, entnehmen Sie dem folgenden Ratgeber.

Wie funktioniert ein Hochdruckreiniger?


Bei einem Hochdruckreiniger handelt es ich um ein Gerät, welches Gegenstände und Flächen mit Wasserdruck reinigt. Die meisten Geräte verfügen über einen integrierten Wassertank und müssen lediglich an das Stromnetz angeschlossen werden. Eine Hochdruckpumpe erzeugt einen hohen Wasserdruck, der mit einer großen Baranzahl aus der Düse austritt. Dank spezieller Düsen reinigt ein Hochdruckreiniger wahlweise punktgenau oder flächendeckend. So ist das Gerät besonders flexibel einsetzbar.

Hochdruckreiniger werden in verschiedene Klassen eingeteilt, die sich auf den zu erreichenden Wasserdruck beziehen. Geräte der unteren Klasse erreichen einen Wasserdruck von bis zu 100 bar. Die Mittelklasse bilden Geräte mit einem Wasserdruck von bis zu 200 bar. Professionelle Geräte, auch Industriereiniger genannt, verfügen über einen Wasserdruck jenseits der 2000 bar.

Das richtige Modell - die Kaufkriterien


Um Ihnen die Wahl des richtigen Hochdruckreinigers zu erleichtern, folgen einige der wichtigsten Kaufkriterien, die Sie bei Ihrer Auswahl berücksichtigen sollten.

Die Leistungsaufnahme

Bei diesem Wert handelt es sich um die Leistungsfähigkeit des Motors, der für den Druckaufbau in der Pumpe zuständig ist. Geräte mit einer hohen Leistungsaufnahme, auch Anschlussleistung genannt, erreichen eine bestimmte Reinigungskraft mit einer langsamen Drehzahl. Damit ist der Hochdruckreiniger langlebiger und arbeitet zudem energiesparender. In der Anschaffung sind Geräte mit einer hohen Anschlussleistung meist etwas kostspieliger, was sich jedoch aufgrund einer längeren Lebensdauer und konstanten Reinigungswirkung auszahlt. Für den privaten Gebrauch empfiehlt sich ein Hochdruckreiniger mit einer Anschlussleistung von mindestens 1,9 kW.

Die Wassertemperatur

Viele Hochdruckreiniger arbeiten mit kaltem Wasser. Geräte im gewerblichen Bereich, wo es um das Lösen von besonders starken Verschmutzungen geht, empfiehlt sich jedoch ein Heißwasser-Hochdruckreiniger. Diese Geräte verfügen über eine integrierte Wasserheizung, welche das eingefüllte Wasser vor dem Reinigungsvorgang erhitzt.

Der Vorteil: Schmutzmoleküle werden bei Wärme instabil, so dass das heiße Wasser den Schmutz besonders gut löst. Sollten Sie tatsächlich die Beseitigung besonders hartnäckiger Verschmutzungen anstreben, ist ein Heißwasser-Reiniger eine gute Wahl. Möchten Sie jedoch lediglich Haus, Terrasse oder Auto reinigen, sollte ein Kaltwassergerät Ihren Ansprüchen genügen.

Das Material der Pumpe

Mit steigendem Wasserdruck nimmt auch die Materialbelastung für die Pumpe zu. Gerade wenn Sie ein Gerät mit einem hohen Pumpendruck verwenden möchten, lohnt es sich, das Augenmerk auf das Pumpenmaterial zu richten.

Als besonders robust gelten Messing- oder Aluminiumpumpen. Zwar ist die herkömmliche Pumpe aus Kunststoff eine preiswerte Alternative, gerade im Winter kann gefrierendes Wasser jedoch zum Platzen der Pumpe führen. Sollten Sie also ein besonders langlebiges und zuverlässiges Gerät suchen, greifen Sie am besten zu einer Messingpumpe.

Die Reinigungskraft

Die Reinigungskraft eines Hochdruckreinigers hängt auf der einen Seite vom Pumpendruck und auf der anderen Seite von der geförderten Wassermenge ab. Es gilt: je mehr Wasser gefördert wird, desto besser ist das Reinigungsergebnis, da von der geförderten Wassermenge auch die Schwemmleistung zum Abtransport des Drecks abhängt. Zudem gilt: je höher der Druck, desto besser das Ergebnis.

Möchten Sie die Fördermenge eines Hochdruckreinigers in Erfahrung bringen, hilft Ihnen ein Blick in das Datenblatt. Für den privaten Gebrauch reichen Werte zwischen 400 und 600 Litern pro Stunde aus.

Um die Reinigungskraft eines Gerätes zu beurteilen, reicht jedoch nicht nur die Kenntnis über die Förgermenge aus. Wichtig ist zudem, dass der Wasserdruck in einem korrekten Verhältnis zur Fördermenge steht. Ein Hochdruckreiniger, der viel Wasser bei einem geringen Druck fördert, hat in etwa die Reinigungswirkung eines Gartenschlauches. Für den privaten Gebrauch empfiehlt sich ein Gerät mit einem Wasserdruck von 100 bis 160 bar. In Kombination mit einer Fördermenge von 400 bis 600 Litern pro Stunde ergibt sich ein optimales Verhältnis, welches auch hartnäckigen Schmutz zuverlässig beseitigt.

Tank für Reinigungsmittel

Sollte die Reinigungsleistung nicht ausreichen, bieten viele Hochdruckreiniger auch die Möglichkeit, spezielle Reinigungsmittel einzufüllen. Besonders im gewerblichen Bereich kann es sinnvoll sein, auf diese Funktion zurückzugreifen.

Die Reinigungsmittel werden in einen kleinen Zusatztank gegeben und anschließend vom Gerät automatisch zusammen mit dem Wasser ausgegeben. Sie haben die Möglichkeit, die Wahl des Reinigers speziell auf den Einsatzbereich anzupassen. So sind im Fachhandel neben fettlösenden Mitteln auch Reiniger zur Beseitigung von Moos, Kalk oder Eiweiß erhältlich.

Möchten Sie Ihren PKW zu neuem Glanz verhelfen, können Sie auf einen speziellen Schaumreiniger zurückgreifen, der nicht nur den Schmutz entfernt, sondern gleichzeitig auch den Fahrzeuglack versiegelt. So erledigen Sie mehrere Arbeitsschritte binnen kürzester Zeit.

Regulierbarer Pumpendruck

Besonders, wenn Sie den Hochdruckreiniger flexibel einsetzen wollen, ist ein regulierbarer Pumpendruck von einem unschätzbaren Vorteil. Während Sie bei hartnäckigen Verschmutzungen auf die volle Leistung zurückgreifen können, kommt bei empfindlichen Oberflächen ein verringerter Pumpendruck zum Einsatz. Vor allem bei lackierten Flächen wie Garagentoren, Zäunen oder Gartenmöbeln kann ein zu hoher Wasserdruck zu Beschädigungen führen. Auch Ihr PKW sollte mit einem geringeren Wasserdruck gereinigt werden.
Mit einem regulierbaren Pumpendruck haben Sie also die Möglichkeit, nahezu jede Fläche gründlich und effektiv mit dem Hochdruck-Reinigungsgerät zu reinigen.

Mit einem Hochdruckreiniger erhalten Sie also ein universell einsetzbares Gerät, welches Ihnen die Reinigung von Haus und Hof deutlich erleichtert.

Produktvarianten

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      Interessante Themen

      Wichtige Merkmale

      Produkttyp

      Bei Hochdruckreinigern lässt sich zuallererst zwischen Heißwasser- und Kaltwasser-Modellen differenzieren. Heißwasser-Geräte arbeiten entsprechend mit erhitztem Wasser und erzielen daher oftmals eine noch bessere Reinigung. Sie werden insbesondere im industriellen Bereich genutzt. Der Nachteil bei diesen Modellen ist, dass sie im Anschaffungspreis deutlich teurer ausfallen und daher von Privatanwendern kaum genutzt werden.

      Kaltwasser-Hochdruckreiniger erzielen ebenso sehr gute Reinigungsergebnisse. Außerdem können manche Geräte an die Warmwasserleitung angeschlossen werden und somit auch mit erwärmtem Wasser arbeiten. Allerdings muss hierbei strikt die von Hersteller angegebene Höchsttemperatur beachtet werden, da es sonst zu Schäden an der Dichtung kommen kann.

      Pumpendruck

      Der Pumpendruck zeigt den zulässigen Maximaldruck an, welchen die Pumpe des Hochdruckreinigers erzeugen kann. Grundsätzlich sind für den privaten Gebrauch 100 bis 160 bar mehr als ausreichend. Wichtiger ist es, dass der Pumpendruck am Geräte präzise eingestellt werden kann. Ein Druck von bereits 100 bar kann bei manchen Flächen bereits zu hoch sein und diese entsprechend beschädigen.

      Fördermenge

      Die angegebene Fördermenge ist neben dem Pumpendruck ein wichtiger Leistungsparameter des Geräts. Sie gibt an, wie viel Liter Wasser pro Stunde das Gerät bewältigen kann. Für den Privatgebrauch gelten 350 – 600 Liter pro Stunde als ausreichend.

      Reinigungsmitteltank

      Durch Putzmittel kann die Reinigungsleistung erhöht werden. Je größer der Reinigungsmitteltank ausfällt, desto seltener muss dieser nachgefüllt werden.

      Max. Zulauftemperatur

      Die maximale Zulauftemperatur gibt bei einem Hochdruckreiniger an, wie heiß das Wasser maximal sein darf, damit vom Hersteller noch ein einwandfreier Betrieb gewährleistet wird.

      Schlauchlänge


      Für die Reinigung von größeren Räumlichkeiten ist ferner die Reichweite beziehungsweise der Aktionsradius des Geräts interessant. Diese Punkte sind unter anderem von der Schlauchlänge abhängig. Je größer diese ausfällt, umso flexibler ist das Modell. Jedoch sollte man darauf achten, dass bei längeren Schläuchen eine Schlauchtrommel vorhanden ist. Diese erleichtert die Handhabung des Geräts.

      Antrieb

      Bei Hochdruckreinigern wird zwischen unterschiedlichen Antriebs-Arten unterschieden. Gängig für den Hausgebrauch ist insbesondere ein Elektro-Antrieb. Die Motoren gelten als wartungsarm, allerdings ist die Handhabung der Geräte durch die Stromkabel oftmals etwas unflexibel.

      Mehr Spielraum bieten Modelle mit einem Akku-Antrieb. Eine interessante Lösung sind zudem die Hochdruckreiniger mit einem Hybrid-Antrieb. Diese ermöglichen es, sowohl auf Akkuversorgung wie auch Netzspannung zurückzugreifen.

      Die besonders leistungsstarken Hochdruckreiniger sind für gewöhnlich mit einem Benzin- oder Diesel-Motor betrieben.

      Features

      Die Features eines Hochdruckreinigers bestimmen zusätzlich seinen Mehrwert. Für einen besseren Bedienkomfort ist es wichtig darauf zu achten, dass bei einem Elektro-Modell eine Kabelaufwicklung vorhanden ist. Generell erleichtert ein Handgriff den Transport und die Handhabung.

      Zusätzliche Aufsätze können das Reinigungsergebnis optimieren. Ein Dreckfräser eignet sich zur Beseitigung von sehr hartnäckigem Schmutz. Es handelt sich hier um einen Punktstrahl, der durch seine schnelle Rotation hocheffizient reinigt. Eine Waschbürste ermöglicht auch eine gezieltere Reinigung.

      Die Beschaffenheit des HD-Schlauchs (Hochdruckschlauches) ist mit entscheidend. Dieser ist einer sehr hohen Belastungen ausgesetzt und sollte demnach sehr stabil ausfallen. Bei vielen Modellen ist dieser durch Stahlgewebe verstärkt. Zudem ist oft ein Knickschutz vorhanden. So kann das Wasser stets mit konstantem Druck austreten.

      Modelle mit einem wassergekühlten Motor haben den Vorteil, dass es bei diesen noch seltener zu Überhitzungen kommt.