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Reis & Hülsenfrüchte

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Ratgeber Reis & Hülsenfrüchte


Reis und Hülsenfrüchte

Reis gilt als gesunder Kohlenhydrat-Lieferant, sättigt über einen langen Zeitraum und ist doch so simpel in der Zubereitung. Auch preislich gesehen gibt es kaum ein Lebensmittel, das die kleinen Körner schlagen könnte. Wenn wir an Reis denken, denken wir meist an das fertig duftende Endprodukt, dass frisch gegart auf dem Teller liegt. Doch woher kommt der Reis eigentlich, was gibt es für Unterschiede in den Sorten und was hat es mit den neuen Powerfoods Quinoa, Bulgur und Co. auf sich? Wir bieten Ihnen nachfolgend die wichtigsten Fakten, die man über Reis wissen sollte.
 

Die Herkunft

Die meisten Menschen denken bei Reis automatisch an China – und dieses Klischee ist gar nicht so falsch, denn der Ursprung der Reiskultivierung begann irgendwo zwischen Südchina und dem alten Indien. In Europa ist Reis vergleichsweise noch jung auf dem Markt, denn in Afrika und eben Asien wird das kleine Korn schon seit Jahrtausenden zubereitet.
 

Bei der Herstellung gibt es verschiedene Varianten, wobei der Nassreisanbau noch die gängigste Methode ist. Hier ist auch noch zu unterscheiden, ob der Reis noch von Hand angepflanzt wird, wie es in Teilen Asiens bis heute üblich ist, oder ob automatisierte Methoden die Ernte erledigen. Für den Nassreisanbau wird jede Menge fließendes Wasser benötigt. Die Felder werden dafür zunächst gepflügt – in Asien wird dies noch mit einem Wasserbüffel erledigt – und anschließend wird gesät. Das viele Wasser sorgt dafür, dass sich Schädlinge und Unkraut nicht ansetzen können. Der Reis hingegen hat durch das Wasser keine Probleme, da er eine Art Belüftungssystem für seine Wurzeln kreiert hat. Vor der Ernte wird das Wasser dann abgelassen, die Reispflanze wird anschließend gedrescht, getrocknet und gereinigt und ist dann für den Verzehr bereit. Nassreis ist übrigens die einzige Kulturpflanze, die problemlos über Jahre hinweg als Monokultur angebaut werden kann.
 

Die verschiedenen Reissorten

Bei Reis denkt man automatisch erst einmal an die weißen, länglichen Körner, die man so gut zu Fleisch und Fisch servieren kann. Dabei ist Reis in den vielfältigsten Varianten erhältlich, die einem bei genauerer Betrachtung auch bekannt vorkommen könnten.
 

Grundsätzlich kann zunächst festgehalten werden, dass Reis in drei Sorten unterteilt wird: Langkorn-, Mittel-, und Rundreiskorn. Am häufigsten in privaten Haushalten verwendet werden der Basmati- und Jasmin Reis. Basmati Reis ist dabei der typische langkörnige Reis, der durch seine lockere Beschaffenheit überzeugt. Jasmin Reis hingegen ist leicht süßlich und kann dank seiner klebenden Masse auch mit Stäbchen gegessen werden. Alternativ gibt es auch noch Natur-oder Vollkornreis für eine noch höhere Ballaststoffzahl, Sushi-Reis, Risotto, Paella-Reis, Wild Reis, Schwarzer Reis oder auch Milchreis, um nur ein paar der bekanntesten Sorten zu nennen. Der Milchreis bildet jedoch die Ausnahme und wird als einzige Sorte mit Milch zubereitet und nicht mit Wasser.
 

Das Super-Food: Quinoa und Co.

Als Alternative zum Reis kann man auch zu Couscous oder anderen Power-Körnern greifen, die sowohl warm als auch kalt ein Genuss sind. Eine Variante, die besonders bei Veganern beliebt ist, ist Süßgras Hirse – diese ist glutenfrei und besonders kalorienarm. Bulgur ist ebenfalls ein Power-Lieferant und macht einen dank zahlreicher Ballaststoffe lange satt. Couscous ist ein echtes Allroundtalent und kann sowohl süß mit Rosinen oder Zimt als auch herzhaft mit Humus oder anderen Gewürzen serviert werden. Couscous wird ebenfalls nur mit heißem Wasser aufgekocht und zieht dann ohne jegliches zutun gut durch – ein kleiner Tipp für den Feinschmecker: Ein Löffel Butter zu dem heißen Couscous geben, das macht ihn besonders aromatisch und zart.
 

Derzeit besonders angesagt und hochgelobt ist Quinoa. Diese Kornart wächst in Südamerika und ist nahezu unverwüstlich. Ob Hitze, Regen oder andere Wetterkapriolen, Quinoa ist sehr robust und dennoch geschmacklich ein Highlight. Diese Variante ist ebenfalls besonders bei Vegetariern und Veganern beliebt, doch auch Fleisch-Esser können sich mit dem Korn jede Menge Gutes tun. Es gehört nämlich zu den gesündesten Lebensmitteln überhaupt und liefert dem Körper alle neun essentiellen Aminosäuren.
 

Wie kocht man Reis richtig?

Reis kochen ist eigentlich nicht schwer. Dennoch können sich ein paar Fehler einschleichen, die den Geschmack verderben können. Zunächst einmal ist es ratsam, den Reis vorher zu waschen. Auch abgepackt können noch Verunreinigungen an den Körnern kleben, zudem wird überflüssige Stärke entfernt. Langkornreis sollte vor dem Kochen bestenfalls eingelegt werden, damit es sich mit Wasser vollsaugen kann. So bleibt der Reis besonders fluffig und klebt nicht aneinander. Bei Milchreis, Risotto und Paella ist hingegen das Gegenteil der Fall – hier sollte man vorher nicht waschen oder einweichen, da der Reis ja am Ende richtig klebrig und cremig sein soll.
 

Generell wird Reis in einer 2:1 Methode mit Wasser gekocht. So sagt man: Eine Tasse Reis auf zwei Tassen Wasser. Dennoch sollte man darauf achten, dass man nicht zu viel oder zu wenig Wasser nimmt, da der Reis ansonsten matschig werden und an Geschmack verlieren könnte, oder aber anbrennt und von innen noch hart bleibt. Am einfachsten ist es, den Reis in kochendes Wasser zu legen und anschließend nur noch quellen zu lassen. Eine große Hitzezufuhr ist demnach nicht mehr nötig – hier liegt die Kraft in der Ruhe.
 

Wie gesund ist Reis?

Als Kohlenhydratlieferant ist Reis nahezu unschlagbar. Er enthält sehr wenig Fett, dafür viel Reisstärke, die wiederum die komplexen Kohlenhydrate liefern. Damit macht Reis lange satt, bläht nicht auf und wird vom Körper langsam verarbeitet. Reis gilt als sehr bekömmlich und besitzt einen niedrigen glykämischen Index. Dieser spielt bei Krankheiten wie Herzprobleme, Diabetes oder auch Krebs eine Rolle. Zusätzlich enthält Reis wichtige Aminosäuren, die wiederum für die Erstellung von Eiweiß im Körper zuständig sind.

Reis wird auch bei Sportlern oder bei Diäten gerne gegessen, da er dank Kalium entwässernd wirkt und Eisen enthält. Sogar Calcium, Zink und Mangan sind in den kleinen Körnern enthalten. Mit Reis kann man also sowohl abnehmen, sich gesund ernähren und lange satt bleiben – damit kann man den kleinen Körnern aus Asien den Titel „Superfood“ ohne Zweifel anerkennen. Egal ob nun Milchreis, Paella oder Linsen – gesunde Kohlenhydrate sind wichtig für den Körper und sorgen dafür, dass wir leistungsstark und satt sind. Wer sich unsicher ist, welche Variante für einen am besten ist, sollte sich einfach durchprobieren – hier kann man nichts falsch machen und im Zweifel entdeckt man neue Lieblingsgerichte.

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