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Fahrradanhänger (582 Ergebnisse aus 71 Shops)

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Verschiedene Sicherheitseinrichtungen machen den Fahrradanhänger tauglich für den Straßenverkehr. Dazu gehören Reflektoren oder eine LED-Beleuchtung. Ebenso sind Vorkehrungen im Innenraum gemeint, um beispielsweise mitfahrende Kinder mit einem 5-Punkt-Gurt zu sichern.

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Sie suchen nach dem richtigen Fahrradanhänger?

Unser Ratgeber unterstützt Sie bei der Wahl eines passenden Fahrradanhängers.

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Wissen kompakt

Ob Kind oder Kegel: Mit einem Fahrradanhänger können Sie Nachwuchs, Hund, Einkauf oder Camping-Ausrüstung sicher und entspannt per Drahtesel durch die Stadt oder im Gelände befördern.

Die Transport-Alternative mit Muskelkraft und Frischluft ist nicht nur bei Ausflügen in die Natur beliebt, auch für alltägliche Erledigungen hat sich das Gespann aus Fahrrad und Anhänger immer häufiger auf den Straßen bewährt.

Fitness, Umweltfreundlichkeit, Kostenersparnis oder Nachhaltigkeit – für den Transport mit dem Fahrrad gibt es viele gute Gründe. Zur ältesten Variante des Fahrradanhängers, dem Lastenanhänger, haben sich in den letzten 30 Jahren besonders Kinderanhänger und Modelle für den Hundetransport gesellt.

Wissenswert
Die Idee vom autofreien Leben

Der Amerikaner Alan Scholz entschied sich für ein Leben ohne PKW. Vor rund 35 Jahren suchte er nach einer Möglichkeit, sowohl Kinder als auch Taschen zum Supermarkt per Fahrrad zu transportieren. Er entschied sich, einen passenden Radanhänger zu bauen. Sein Unternehmen Burley ist noch heute einer der Marktführer auf diesem Gebiet

Sowohl Modell als auch Ausstattung der Anhänger orientieren sich daran, wofür Sie diesen einsetzen möchten. Kriterien für die Auswahl des passenden Fahrradanhängers haben wir im nachfolgenden Kaufberater zusammengestellt.
 


Kaufberater

Wesentliche Kriterien, die Sie bei der Auswahl eines idealen Fahrradanhängers unterstützen, haben wir in diesem Abschnitt für Sie gesammelt.
Bedenken Sie für den Kauf eines idealen Fahrradanhängers vor allem folgende Gesichtspunkte:
 
  • Legen Sie fest, wofür Sie den Anhänger nutzen wollen.
    Die einzelnen Produkttypen sind für unterschiedliche Anwendungsbereiche ausgelegt. Die Bauweise richtet sich danach, ob Sie mit Kindern oder Hunden fahren oder Gepäck für eine Bergtour verstauen. Einige Radanhänger bauen Sie mit wenigen Handgriffen zum Handwagen, Kinderwagen oder zum Joggen um.
     
  • Die Kapazität des Anhängers wählen Sie nach Größe und Gewicht Ihrer Fracht aus.
    Fahrradanhänger gibt es in diversen Abmessungen. Die einzelnen Modelle sind zudem für unterschiedlich hohe Belastungen ausgelegt.
     
  • Beachten Sie die Bauweise des Anhängers für die alltägliche Handhabung und das Fahren mit dem Fahrradanhänger.
    Die gewählte Spurbreite des Anhängers passen Sie an die Wege an, auf denen Sie hauptsächlich unterwegs sind sowie an Geschwindigkeit und Traglast. Das Kupplungs- und Deichselsystem sollte optimal zum Zug-Fahrrad passen. Federungen schaffen Komfort für Mitfahrer.
     
  • Wählen Sie stabile und strapazierfähige Materialien.
    Wer häufig bei schlechtem Wetter unterwegs ist, benötigt wasserfeste Abdeckungen. Schwere Lasten transportieren Sie ideal auf einem robusten Gestell.
     
  • Achten Sie auf die sichere Ausstattung des Anhängers.
    Damit der Radanhänger auch im Straßenverkehr unterwegs sein darf, benötigt er Beleuchtungsvorrichtungen. Gurte oder Schutzsysteme sichern Insassen und Fracht während der Fahrt.
     

Fahrradanhänger-Typen

Sind Sie mit dem Fahrrad, Kind und Hund im Großstadt-Dschungel unterwegs? Oder geht es mit dem Trekking-Bike und Gepäck auf Bergpisten? Die Produkttypen der Fahrradanhänger unterscheiden sich maßgeblich nach ihrem Anwendungsgebiet. 

Auf den Punkt!
  • Mit Transportanhängern befördern Sie Gepäck, Einkauf oder schwere Lasten.
  • Kinderanhänger sind mit notwendigen Sicherheitsvorrichtungen und nützlichen Features für die Personenbeförderung ausgestattet.
  • Hundeanhänger sind speziell für den Transport der Vierbeiner ausgerüstet.
Fahrradanhänger bestehen aus 1 oder 2 Rädern, Deichsel und Kupplung, einer Art Ladefläche und gegebenenfalls einem Aufsatz.
 
Einige Anhängervarianten kombinieren mehrere Transportmöglichkeiten. Mit sogenannten Transportern befördern Sie unter Beachtung von Sicherheitsauflagen wahlweise Kinder, Hunde oder Lasten. Teilweise werden auch Lastenfahrräder mit Fahrgastzellen oder Laderäumen als Fahrradanhänger klassifiziert.

Berücksichtigen Sie bei der Wahl des passenden Typs, wie schwer Ihre Fracht ist. In den Produktdetails weisen die Hersteller für jedes Anhängermodell die maximale Belastbarkeit in Kilogramm (kg) aus. Gemeint ist damit das Gewicht, welches Sie zusätzlich auf den Anhänger laden dürfen. 

Die Abmessungen richten sich nach der Größe der Lasten oder Insassen und sind in der Regel in Zentimetern (cm) angegeben. Den gesetzlichen Rahmen zu Maßen und Zuladung gibt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) vor.

Informationen zur zulässigen Belastung und zu vorgeschriebenen Abmessungen lesen Sie in unserem FAQ-Bereich: „Was muss ich bei der Nutzung von Fahrradanhängern im Straßenverkehr beachten?“

Transportfahrradanhänger sind ideal, um Einkäufe, Gepäck oder schwere Frachten mit dem Fahrrad zu befördern. Die Transportmodelle unterscheiden sich maßgeblich danach, für welche Gegenstände sie geeignet sind und welche Wege Sie damit fahren.
Auf den Punkt!
  • Lastenanhänger nutzen Sie für kürzere Strecken mit schweren oder sperrigen Gegenständen.
  • Reiseanhänger sind ideale Begleiter für längere Fahrradtouren mit Gepäck in die Berge oder ins Grüne.
  • Fahrrad-Trolleys sind die praktische Variante für die Stadt.
Um auf kürzeren Strecken schwere Gegenstände oder auch sperrige Ladung zu befördern, bieten Lastenanhänger durch ihre stabile Bauweise die besten Voraussetzungen. Getränkekästen, große Einkaufskisten, Gartenbedarf oder Baumaterialien, aber auch Arbeits- oder Sportgeräte verstauen und befördern Sie auf diesen Modellen unkompliziert.
 
Varianten der Lastenanhänger unterscheiden sich in der Beschaffenheit ihrer Ladeflächen, die sich jeweils für bestimmtes Transportgut eignen. Die gängigsten Ladeflächen sind:

 
  • Kasten
    Die Ladefläche ist durch einen stabilen Kasten begrenzt, den Sie vielseitig beladen können. Anhänger mit Kastenladefläche, auch Kastenwagen, lassen sich leicht als Handwagen umbauen. Je nach Material tragen sie zwischen 30-200 kg und kosten zwischen 45-400 €. 

 
  • Pritsche
    Die Ladefläche ist nach allen Seiten hin offen, mit flacher, robuster Bodenplatte und gegebenenfalls leichter Vertiefung. Dadurch eignen sich Pritschen-Anhänger insbesondere für sperrige Gegenstände, die größer als die Ladefläche sind. Die Ladung müssen Sie gegebenenfalls mit Spanngurten zusätzlich sichern. Radanhänger mit Pritsche sind mit 40-80 kg belastbar und kosten zwischen 150-550 €.

 
  • Reling
    Die Reling, eine zaunähnliche Begrenzung, umläuft die Ladefläche und dient der Ladungssicherung. Mit dieser Variante transportieren Sie schwere Gegenstände, die nicht umkippen sollen, etwa Getränkekisten oder Bierfässer. Die Reling ist fest verbaut oder lässt sich abmontieren. Bei abgebauter Reling nutzen Sie den Anhänger wie einen Pritschenwagen. Fahrradanhänger mit Reling tragen Lasten von 45-90 kg und kosten zwischen 60-270 €.

 
  • Textilplane
    Die Ladefläche besteht aus einem Metallgestell und ist durch Planen aus Kunststoff-Fasern, beispielsweise Nylon, eingefasst. Alternativ ist eine herausnehmbare Tasche vorhanden. Manche Hersteller bieten die Anhänger mit textilem Aufsatz zusätzlich mit verstärkter Bodenplatte an, so können Sie auch spitze oder kantige Gegenstände transportieren ohne die Plane zu beschädigen. Die Textilien reduzieren das Gesamtgewicht des Anhängers, trotzdem ist die Ladung gesichert und gestützt. Kleine Gepäckstücke oder leichte Gegenstände, die der Fahrtwind sonst erfassen könnte, sind so gut zu befördern. Diese Anhänger tragen Gewichte zwischen 40-60 kg und kosten zwischen 50-300 €. 

 
  • Transportbox
    In einem Korbaufbau, der direkt mit dem Gestell verbunden ist, befindet sich eine herausnehmbare Transportbox. Dadurch müssen Sie den Anhänger zum Ausladen nicht kippen oder alle Gegenstände einzeln entnehmen. Die Beschaffenheit der Box entscheidet über das Transportgut: Kunststoffwannen eignen sich, um Gartenabfälle, Sand oder auch Flüssigkeiten zu transportieren. In Klappboxen können Sie kleine Gegenstände wie Werkzeug oder Baumaterial befördern. Wird die Transportbox nicht benötigt, können Sie sie einfach zusammenklappen und verstauen. Lastenanhänger mit Transportboxen sind je nach Ausführung für Belastungen von 40-150 kg geeignet. Sie erhalten sie zu Preisen von 45-300 €.
Bedenken Sie

Einige Lastenanhänger sind für Belastungen von 200 kg oder 400 kg ausgelegt. Nach Empfehlungen des Bundesministeriums für Verkehr sollten ungebremste Fahrradanhänger jedoch nur mit einem maximalen Gesamtgewicht von 40 kg auf öffentlichen Straßen gefahren werden. Für gebremste Modelle ist eine Gesamtmasse von höchstens 80 kg empfehlenswert.

Näheres zu rechtlichen Bestimmungen für Fahrradanhänger haben wir in unserem FAQ-Bereich zusammengestellt: „Was muss ich bei der Nutzung von Fahrradanhängern im Straßenverkehr beachten?"

Reisefahrradanhänger eignen sich, um viel Gepäck auf einer Fahrrad-Tour mitzunehmen. Anders als typische Lastenanhänger sind Reiseanhänger für das Fahrrad so konstruiert, dass sie auch längere Touren im Gelände gut überstehen:
 
  • Geringes Eigengewicht
    Reiseanhänger besitzen dank leichten Aluminium-Gestellen und textilen Aufsätzen ein geringeres Eigengewicht als Lastenanhänger.
     
  • Wasserabweisende Materialien
    Reiseanhänger bestehen in der Regel aus wasserabweisenden Materialien, die das Gepäck auch bei Regen schützen.
  • Ergonomische Form
    An den runden Kanten gleitet Wind gut ab. Der so reduzierte Luftwiderstand erleichtert Touren auf längeren Strecken.

Reiseanhänger unterscheiden sich nach der Bauweise in 2 Typen, die sich jeweils für bestimmte Strecken und Lasten eignen:
 
  • Einspur-Anhänger
    Einspurer folgen dem Fahrrad spurtreu. Sie nutzen die Anhänger, um Gepäck bei schneller Fahrten und auf schmalen Wegen zu transportieren. Einspur-Reiseanhänger sind wendige, stabile Leichtgewichte mit guter Kurvenlage. Sie tragen Lasten zwischen 25-35 kg und kosten 50-550 €.
     
  • Zweispur-Anhänger
    Zweispur-Reiseanhänger bieten ein großes Packvolumen und die Sicherheit, dass der Anhänger auch bei hoher Belastung sicher auf der Straße liegt. Sie befördern ein maximales Gewicht von 40-80 kg. Diese Modelle kosten zwischen 80-400 €.

Erfahren Sie im Kapitel Spurbreite mehr darüber, wie sich die Anordnung der Räder an der Hängerachse auf Fahrverhalten und Handhabung auswirkt.

Wer einen Fahrradanhänger insbesondere in der Stadt nutzt, um den Wocheneinkauf oder die Büroutensilien zu befördern, findet im Fahrrad-Trolley den idealen Begleiter. Fahrrad-Trolleys, auch als Fahrradshopper bezeichnet, sind Kombinationen aus Fahrradanhängern und Reise-Trolleys. 
 
Fahrrad-Trolleys verfügen über kleine Laufräder und eine L-förmige Ladefläche, wodurch das Modell sehr schmal ist. Die Ladung lässt sich mit Clip-Verschlüssen, Haken zum Einhängen oder Gurten sichern. Einzelne Hersteller bieten zudem passende Transporttaschen an, die sich solo auch als Tragetaschen verwenden lassen. 
 
Mit einfachen Handgriffen koppeln Sie den Trolley vom Zug-Fahrrad ab und nehmen ihn direkt mit in den Fahrstuhl, Supermarkt oder öffentlichen Nahverkehr. Auch kleinere Touren im Gelände oder Bordsteinkanten meistern Sie mit diesen Anhängern. 


Die Trolleys können Sie mit Gewichten von 22-40 kg belasten. Für die Shopper zahlen Sie etwa 130-230 €.
 


Kinderanhänger
Ob auf ausgiebigen Radtouren oder Alltagswegen in den Supermarkt oder zur Kita: Wer entspannt mit Kindern und Rad unterwegs sein möchte, findet in einem Kinderfahrradanhänger ein geeignetes Transportmittel. 

Im Vergleich zu Fahrradkindersitzen schneiden Kinderanhänger bei vielen Sicherheitstests besser ab: Im Gegensatz zum Fahrrad kippen Anhänger wegen des tiefen Schwerpunkts nicht so leicht um. 

Bedenken Sie
Für die Mitnahme von Kindern im Fahrradanhänger gelten gesetzliche Beschränkungen.
In Kinderanhängern dürfen Sie Babys und Kleinkinder bis zum Alter von maximal 7 Jahren befördern. Für Kinder mit Behinderung entfällt diese Altersbegrenzung. Es ist erlaubt, maximal 2 Kinder gleichzeitig auf dem Fahrrad mitzunehmen. Die Anhänger dürfen nur von Personen gezogen werden, die mindestens 16 Jahre alt sind.

Die einzelnen Modelle unterscheiden sich maßgeblich nach:

  • Bauweise
  • Geeigneter Altersgruppe
  • Sicherheit
  • Maximalbelastung
     
Auf den Punkt!


Kinderanhänger mit Fahrgastzelle

Kinderfahrradanhänger mit einer Fahrgastzelle sind ein klassisches Anhänger-Modell. In Fahrgastzellen sind Kinder vor Regen, Sonne und Stößen geschützt, gleichzeitig erhalten Sie einen Blick ins Freie.

In einer Kabine aus Textilien mit eingebauter Sitzfläche finden je nach Ausführung 1 oder 2 Kinder Platz, zusätzlich können Sie in der Regel Gepäck verstauen.

Bedenken Sie

Es ist nicht ratsam, Fahrradanhänger mit 2 Sitzen einseitig zu belasten: Der Schwerpunkt eines Anhängers sollte immer mittig liegen, auch wenn Sie nur 1 Kind transportieren. Sind flexible Sitzvorrichtungen oder Gurtsysteme im Inneren eines Doppelsitzers angebracht, kann das Kind in der Mitte sitzen und so sicher mitfahren. Dies reduziert die Kippgefahr des Anhängers.

In den Anhängern fahren Kinder in einem Alter von ca. 6 Monaten bis 7 Jahren mit. Vor allem kleinere Kinder sollten Sie mit zusätzlichen Stützsystemen transportieren, um deren Sicherheit und Fahrkomfort im Anhänger zu erhöhen.

Fahrgastzellen-Anhänger können Sie je nach Ausführung mit einem Gewicht von 34-80 kg belasten. Beachten Sie bei der Zuladung das Eigengewicht der Anhänger, welches zwischen 11-18 kg liegen kann. Sobald der Anhänger eine Zuladung über 40 kg zulässt, werden zusätzliche Bremsen empfohlen.

Beispiel

Weist der Hersteller eine maximale Belastbarkeit von 40 kg aus und Sie wollen ein Kind mit ca. 25 kg befördern, sollte der Radanhänger ein Eigengewicht bis maximal 12 kg besitzen, wenn Sie zusätzlich etwas Gepäck darin befördern.

Kinderfahrradanhänger mit Fahrgastzelle kosten zwischen 90-1.200 €. Eine Ausnahme bilden fest vorn am Fahrrad verbaute Fahrgastzellen, diese Kombinationen kosten 2.500-4.300 € und halten Belastung bis 100 kg stand.

Bei der Wahl der Sitzkabinen-Abmessungen richten Sie sich nach der Größe der mitfahrenden Kinder. Hersteller weisen die Maße des Innenraums in der Regel in cm oder mm aus.
 

Bedenken Sie

Im Innenraum des Fahrradanhängers benötigen Kinder ausreichend Kopffreiheit.

Der Abstand zwischen Kopf und dem oberen Kabinenrahmen sollte mindestens 10 cm betragen, damit im Falle eines Unfalls und Überschlagen des Anhängers das Verletzungsrisiko geringer ist. Diese Kopffreiheit sollte auch bei Tragen eines Fahrradhelms gewährleistet sein.

Die Anhänger mit Sitzkabine sind nicht nur am Fahrrad, sondern auch als Buggy oder Kinderwagen einsetzbar und transportieren die Kleinen auch beim Joggen, Inline-Skaten, Wandern oder sogar Skifahren.

Über zusätzliche Nutzungsvarianten der Fahrradanhänger informieren wir Sie ausführlich im Kapitel Umbaumöglichkeiten.


Kinderanhänger mit Kindersitz

Diese Anhänger sind mit 1 oder 2 Sitzen ausgestattet, welche auf einer in der Regel einspurigen Achse angebracht sind. Die Sitze verfügen über Vorrichtungen zum Festhalten sowie über ein Gurtsystem. Bei einigen Ausführungen können Sie zusätzlich Gepäck verstauen.

Diese Modelle eignen sich erst für Kinder von ca. 2-7 Jahren, da die Kinder darin selbstständig sitzen müssen und sich meist keine zusätzliche Stützsysteme montieren lassen.

Anhänger mit Kindersitzen besitzen oftmals ein hohes Eigengewicht von ca. 15-18 kg. Sie sind meist auch als Doppelsitzer lediglich mit 37 kg belastbar. Diese Produkttypen kosten zwischen 350-550 €.

 


Nachläufer

Nachläufer sind Anhänger, bei denen Kinder auf einer Art halbiertem Kinderfahrrad mitfahren. Diese Modelle sind Lernhilfe zum Radfahren und Transportmittel in einem: Das vordere Laufrad ersetzt eine Deichsel, an welcher der Lenker fest befestigt ist. Daran können sich die Kinder festhalten, während sie auf dem Fahrradsattel sitzen. Der Fahrer des Zug-Fahrrads behält die volle Kontrolle über den an der Deichsel befestigten Anhänger. Die Tretbewegung des Kindes sorgt nur für eine leichte Beschleunigung.

Shopping Tipp

Erweiterte Varianten des Nachläufers sind Trailer-Systeme, also komplette Kinderfahrräder, die mit einer sogenannten Tandemstange oder Tandemkupplung am Zug-Fahrrad befestigt sind.

Die Zugsysteme sind für Kinder im Alter von ca. 5-9 Jahren ausgelegt. Das Eigengewicht der Nachläufer beträgt ca. 9 kg, weshalb sie eine maximale Zuladung von 35 kg tragen. Diese Radanhänger erhalten Sie für 150-1.200 €.
 


Hundeanhänger

In Hundefahrradanhängern transportieren Sie Ihre Vierbeiner stressfrei und geschützt auf ausgiebigen Fahrradtouren, zum Tierarzt oder durch die Stadt. Darin befördern Sie beispielsweise ältere Hunde oder Welpen, die schnell ermüden.

Bedenken Sie

Große Hunde und Rassen wie Collies oder Huskys, die sehr viel Auslauf brauchen, sollten nur unter entsprechend harten Bedingungen (beispielsweise Altersschwäche, Krankheit oder aufgrund besonders langer Ausfahrten) im Anhänger transportiert werden. Selbst zu laufen ist für sie immer noch die gesündeste Art der Fortbewegung.

Hundeanhänger besitzen zumeist 2 Laufräder und 1 textilen Aufbau, ähnlich dem von Kinderfahrradanhängern mit Fahrgastzelle. In den Anhängern für Mops, Labrador oder Beagle ist – statt einer Sitzbank – eine stabile Bodenwanne vorhanden. Zur Sicherung während der Fahrt können Sie die Hunde in der Kabine anleinen.

 
Die passenden Maße des Anhängers sind abhängig von Größe, Anzahl und Gewicht der Tiere, die Sie im Anhänger mitnehmen möchten. Von XS bis XL gibt es für jeden Vierbeiner das richtige Maß. Der Hund benötigt Bewegungsfreiheit: Der Innenraum hat eine ideale Größe, wenn die Tiere aufrecht stehen und sitzen können und die Möglichkeit haben, sich hinzulegen.
Shopping Tipp
Sie suchen eine praktische Transportmöglichkeit für Ihren kleinen Vierbeiner, ein Radanhänger ist jedoch zu groß?
Nutzen Sie Hunde-Transportboxen aus Textilien für den Gepäckträger. Die Box befestigen Sie auf dem Gepäckträger und an der Hinterrad-Nabe und erhalten dadurch eine etwas größere Sitzfläche für den Vierbeiner. Diese Produkte eignen sich für kleine Leichtgewichte. Bei Nutzung der Boxen haben Sie allerdings weniger Gepäckstauraum am Rad.
Hundeanhänger haben ein Eigengewicht von ca. 11-18 kg tragen ein Zusatzgewicht von 25-80 kg. Sie kosten zwischen 80-650 €. 
 
 

Spurbreite

Die Spurbreite, auch Spurweite genannt, gibt den Abstand zwischen den Rädern des Fahrradanhängers an. Sie ist abhängig von der Anordnung der Laufradachse. Liegt die Achse im Verhältnis zum Zug-Fahrrad längs zur Fahrbahn, ist das Modell einspurig, bei einer Querachse zweispurig.
Auf den Punkt!
  • Einspurer folgen dem Zug-Fahrrad aufgrund der Bauweise spurtreu, eignen sich für leichte Fracht und ermöglichen Fahrten mit höheren Geschwindigkeiten.
  • Zweispurer besitzen eine große Ladefläche, tragen hohes Gewicht und liegen dank der 2 Laufräder sehr stabil auf der Straße.
Die Spurbreite ist ein Indiz für die Breite des Fahrradanhängers. Hersteller geben diesen Wert in cm oder m an. Gängige Spurweiten sind 0,5-1,00 m. Eine maximale Breite des Anhängers von 1 m ist nach Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) gesetzlich vorgeschrieben.

Die Spurweite hat Einfluss auf:
 
  • Handhabung
    Überlegen Sie vorab, welche Wege Sie mit dem Radanhänger meistern wollen. Anhänger mit einer Spurbreite von über 0,8 m passen nicht mehr durch jede Tür oder durch diverse Verkehrspoller.
  • Fahreigenschaften
    Je breiter die Spur, desto mehr Kippsicherheit verspricht der Anhänger.
  • Kapazität
    Je größer die Achsbreite, desto mehr Ladefläche sowie Stauraum bietet der Anhänger.
Bedenken Sie

Die Spurweite hat Auswirkungen darauf, welche Beleuchtung und Reflektoren Sie am Fahrrad befestigen müssen: Je größer die Spurweite, desto auffälliger muss der Anhänger im Straßenverkehr gekennzeichnet werden.

 
 
Einspurer
Einspurer besitzen eine Längsachse, auf der sich die Ladefläche, Sitze oder eine Fahrgastzelle befinden. Am hinteren Ende ist ein einzelnes Laufrad montiert. Einspurer haben somit eine besonders geringe Spurweite und sind entsprechend schmal.
 
Aufgrund der Bauweise folgen sie dem Fahrrad in der Spur, bilden also keinen Winkel zum Zug-Fahrrad beim Abbiegen oder in Kurven. Die Einspur-Anhänger bestehen selbst aus leichten Materialien, weshalb sie sich auf längeren Touren gut ziehen lassen. 
Wissenswert

Dank der Leichtbauweise eignen sich Einspur-Anhänger für hohe Geschwindigkeiten und Fahrradtypen, an die Sie keine Gepäckträger montieren können, beispielsweise vollgefederte Mountainbikes oder Rennräder. Aus diesem Grund nutzen auch Fahrradkuriere Einspurer. 

Sie eignen sich hauptsächlich für leichte Fracht, da das Gewicht der Ladung lediglich auf dem Laufrad als auch auf dem Hinterbau des Fahrrads lastet. 

Bedenken Sie
Beladen Sie Einspur-Anhänger nicht bis zur Höchstlast, wenn Sie hohe Geschwindigkeiten fahren. 
Das vom Hersteller angeführte Maximalgewicht der Ladung sollten Sie bei Einspur-Anhängern nicht ausreizen und keinesfalls überschreiten. Die Modelle verfügen über keine eigene Bremse. Ist der Anhänger bei schneller Fahrt zu schwer, schiebt er den Fahrer bei kritischen Bremsmanövern gar von der Straße.
Einspurer haben einige kleinere Tücken, die man bereits vor dem Kauf kennen sollte: Da der Anhänger nur auf 1 Rad läuft, braucht es für das Ankuppeln, Schieben, Parken und Rangieren des beladenen Anhängers etwas Übung. Beim Abstellen des Gespanns kann der Anhänger kippen, daher besitzen manche Modelle einen eigenen Ständer.
 

Zweispurer

Zweispur-Anhänger verfügen über eine Querachse und 2 Laufräder. Die Last der Ladung wird bei diesen Modellen auf die beiden Laufräder verteilt und liegt nicht primär auf dem Hinterbau des Zug-Fahrrads. Dadurch trägt der Anhänger besonders schwere Lasten zuverlässig. Die Spurweite gibt zudem die Breite der Ladefläche vor und ist ein Indiz dafür, ob beispielsweise 1 oder 2 Kinder im Anhänger Platz finden. 
 
Zweispurer sind im Gegensatz zu Einspurern deutlich kippsicherer, da 2 Laufräder mehr Stabilität verleihen und der Schwerpunkt des Anhängers deutlich tiefer liegt. Da diese Modelle dadurch zusätzliche Sicherheit bieten, eignen sie sich besonders für den Transport von Hunden oder Kindern.
 

 

Umbaumöglichkeiten

Fahrradanhänger können Sie nicht nur hinter das Fahrrad spannen, sondern auch ohne das Rad transportieren. Einige Modelle können Sie vielseitig einsetzen - beispielsweise in der Einkaufszone, im Park oder in Lagerräumen. Kinder oder Hunde können Sie so vor sich herschieben oder sie zum Laufsport mitnehmen. Hersteller liefern jeweils ein passendes Fahrradset für den Umbau direkt mit oder Sie bestellen dieses als Zubehör.

Mit wenigen Handgriffen wird aus Ihrem Fahrradanhänger ein: 
Shopping Tipp

Unabhängig davon, für welchen Zusatz-Umbau Sie sich entscheiden: Achten Sie bei Ihrer Kaufentscheidung darauf, dass Sie den Umbau schnell und einfach vornehmen können. Im Idealfall lässt sich die Montage ohne Werkzeuge durchführen.

 
 
Handwagen
Sie möchten Ihre Fracht nach dem Transport mit dem Fahrrad nicht direkt auskippen oder den Anhänger an Ort und Stelle entladen? Ein Lastenanhänger mit Handwagen-Funktion erleichtert Ihnen den Transport der Ladung auf Wegen, die Sie nicht mit dem Rad erreichen, etwa einen Lagerraum oder eine Baustelle. Ist der Handwagen mit einem Stützfuß ausgerüstet, stellen sie ihn auch ohne Zug-Fahrrad sicher ab.
 
Als Handwagen können Sie die meisten Lastenanhänger mit Hochdeichsel nutzen. Dazu koppeln Sie den Anhänger vom Zug-Fahrrad ab, gegebenenfalls bringen Sie einen Handgriff an, falls dieser nicht vormontiert ist. Anhänger mit Tiefdeichsel bauen Sie mit wenigen Handgriffen zum Handwagen um: In der Regel drehen Sie die Deichsel um die eigene Achse.

Weitere Informationen über unterschiedliche Befestigungssysteme der Fahrradanhänger lesen Sie in unserem Ratgeber im Kapitel Deichseln.

 
 
Buggy
Vom Rad in die Fußgängerzone: Mit wenigen Handgriffen bauen Sie sogenannte Buggy-Modelle in einen Kinderwagen um. Diese wandelbaren Kinderfahrradanhänger mit Fahrgastzelle eignen sich, um mit dem Rad in die Stadt oder den Park zu fahren sowie einkaufen oder spazieren zu gehen.
 
Auch manche Hundeanhänger funktionieren Sie zum Buggy um. Das ist eine praktische Funktion, wenn Sie Ihren Vierbeiner zum Tierarzt bringen möchten, aber nicht bis zu dessen Tür mit dem Rad vorfahren können.
Bedenken Sie

Der Buggy sollte nicht breiter sein als Haus- oder Wohnungseingänge, die Sie häufig mit dem Anhänger durchqueren. Standardmäßig sind Türen ca. 80 cm breit.

Buggy-Sets für den Umbau beinhalten und 1 oder 2 Vorderräder, die Sie statt der Deichsel vorn am Anhänger befestigen. Sie können diese Räder einfach zusätzlich mitnehmen oder Sie wählen ein Modell, bei dem die Räder bereits montiert sind und Sie diese lediglich umdrehen müssen. Zudem wird in der Regel ein Schiebegriff mitgeliefert. 

Shopping Tipp

Bei einigen Radanhängervarianten ist der Haltebügel vormontiert und lässt sich variabel nach vorn oder hinten klappen. Das erhöht die Sicherheit des Anhängers beim Fahrradfahren, da der eingeklappte Griff weniger Angriffsfläche für Hindernisse bietet.

Sinnvoll ist es, wenn der Buggy zusätzlich über eine Feststellbremse verfügt. So stellen Sie den Wagen sicher ab, ohne zu befürchten, dass er davon rollt – etwa an Abhängen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln.
 

 
Jogger
Etwas für die eigene Fitness tun und mit den Kindern viel an der frischen Luft unterwegs sein – mit einem Fahrradanhänger lassen sich diese beiden Aktivitäten gut unter einen Hut bringen. Das gilt nicht nur für das Radfahren: Auch Joggen oder Inline-Skaten ist mit Kind oder Hund im Anhänger möglich.
 
Mit Jogging-Sets bauen Sie den Fahrradanhänger in einen sogenannten Jogger um. Die Umbau-Sets umfassen einen Haltegriff und ein zusätzliches Laufrad, welches Sie vorn am Anhänger statt der Deichsel montieren.

Achten Sie beim Umbau der Anhänger zum Joggen und Inline-Skaten auf folgende Sicherheitsmerkmale: 
 
  • Fester Geradeauslauf
    Das im Umbau-Set mitgelieferte Rad sollte die selbe Größe von 20″ (Zoll) haben, wie auch die beiden festmontierten Räder. Dadurch bleibt der Jogger sicher in der Spur und rollt auch mit zügigem Laufschritt oder hohem Fahrtempo auf den Inline-Skates zuverlässig. Bodenunebenheiten bringen den Wagen dann nicht so leicht nicht ins Schwanken.

 
  • Handbremse
    An Hängen können Sie den Jogger mit einer Handbremse manuell verlangsamen und werden nicht durch dessen Eigengewicht mitgezogen. Handbremsen sind vormontiert oder Sie rüsten diese nach.

 
  • Sicherungsbänder
    Spezielle Sicherungsbänder am Schiebbügel sorgen zusätzlich dafür, dass der Jogger an Hängen nicht aus der Hand gleitet.
Die grundlegenden Ausstattungselemente eines Fahrradanhängers bestimmen maßgeblich, wie gut er sich jeweils für bestimmte Zwecke und auch für das Fahrrad selbst eignet.
 
Zur Basis-Ausstattung zählen:
Der Fahrradanhänger Ihrer Wahl sollte auch zu Ihrem Fahrrad passen: Anhänger haben unterschiedliche Befestigungssysteme, die Sie ausgehend von der Beschaffenheit des Fahrradrahmens wählen sollten. 

Das Verbindungsstück zwischen Fahrrad und Anhänger ist ein Kupplungs-Deichselsystem. Am Fahrrad wird eine passende Halterung für die Kupplung montiert, in die eine Kupplung einrastet. Die Kupplung ist an der Deichsel, also einer Art Stange, am Anhängers befestigt.
Wissenswert

Kupplungen sind elastische Gelenke, durch die Anhänger und Fahrrad zwar fest verbunden, aber als Gefährt trotzdem beweglich sind: Das flexible Bauteil sorgt dafür, dass der Winkel von Fahrrad und Anhänger nicht kleiner als 40° ist und unterbindet so ein Berühren von Fahrrad und Anhänger bei Kurvenfahrten oder Abbiege-Manövern. Sie dienen außerdem als Kippschutz.

Die Bauweisen der Kupplung und ihrer Halterung unterscheiden sich maßgeblich danach, zu welchem Deichselsystem sie passen. Als gängige Systeme haben sich Kupplungen an Hoch- und Tiefdeichsel durchgesetzt:
 
  • Hochdeichsel
    Die Kupplungshalterung wird an der Sattelstütze oder am Sitzrohr des Fahrrads angebracht. Dadurch ist die Montage nicht vom Hinterbau des Fahrrads abhängig, der Anhänger passt also an viele Radmodelle. Anhänger, die geringes Gewicht tragen, oder Trolleys für die Stadt verfügen in der Regel über Hochdeichseln, da diese für leichte Frachten eine optimale Straßenlage bieten, sich leicht abkoppeln lassen und anschließend als Handwagen einsetzbar sind. Während des Bremsvorgangs mit Radanhänger wird das Hinterrad leicht angehoben. Der Bremsweg von Anhängern mit Hochdeichseln ist länger als von Modellen mit Tiefdeichseln.
  • Tiefdeichsel
    Die jeweilige Kupplungshalterung für eine Tiefdeichsel müssen Sie an das jeweilige Fahrrad anpassen, denn die Halterung wird am hinteren Fahrradrahmen oder der Achse montiert. Tiefdeichsel-Anhänger finden Einsatz für die Personen- und Hundebeförderung oder für den Transport schwerer Ladung, da 
Shopping Tipp

Für den Transport besonders schwerer Lasten im Fahrradanhänger gibt es Systeme mit einer extra langen Tiefdeichsel, die auch als „langer Arm“ bezeichnet wird.

Eine Zusammenfassung der Eigenschaften von Hoch- und Tiefdeichsel bietet die nachfolgende Tabelle:

 

Hochdeichsel Tiefdeichsel
Kippsicherheit +
Bremsweg  +
Spurtreue  +
Straßenlage bei hohem Gewicht +
Straßenlage bei niedrigem Gewicht +
Abkopplung  +
Handwageneinsatz  +
Montage  +

Achtung!

Aus Sicherheitsgründen beschränken einige Hersteller die Lebensdauer bestimmter Deichselmaterialien, beispielsweise Aluminium. Entsprechende Warnhinweise finden sich entweder an Schildern oder Aufklebern direkt an der Deichsel oder in der Bedienungsanleitung des Deichsel- und Kupplungssystems. 

Für fast jeden Rahmen- und Hinterrad-Typ haben Hersteller passende Lösungen. Manche Deichseln sind beispielsweise höhenverstellbar, wodurch Sie diese einfacher an das Zug-Fahrrad anbauen können.

Ausführliche Informationen zur Befestigung des Fahrradanhängers lesen Sie in unserem FAQ-Bereich: Wie wird ein Fahrradanhänger am Fahrrad befestigt?

 
 
Federungen
Wer beim Fahren mit einem Fahrradanhänger Wert auf Komfort legt, greift idealerweise auf ein Modell mit Federung zurück. Federungen übernehmen die Funktion von Stoßdämpfern und schützen Ihre Fracht vor Erschütterungen und die Insassen vor eventuellen Verletzungen (beispielsweise an der Wirbelsäule). Kopfsteinpflaster, kleinere Bordsteinkanten, Schotterpisten oder unwegsames Gelände befahren Sie so bequemer. Ebenso profitieren Sie als Fahrradfahrer, da Stöße von der Federung am Anhänger abgedämpft werden und sich nicht so leicht auf das Fahrrad übertragen.
 
Federungen sind elastische Bauteile, die Radachsen und Aufbau des Anhängers verbinden. Für Fahrradanhänger gibt es 2 typische Federungsarten:
 
  • Elastomer-Federungen 
    Elastomer-Federungen stehen senkrecht zwischen Achsen und Aufbau und sind meist aus flexiblem, spiralförmig gedrehtem Metall gefertigt. Sie können zusätzlich mit einer Kunststoffschicht überzogen sein. 
  • Blattfederungen 
    Blattfederungen bestehen aus einzelnen Metallscheiben, die übereinandergelegt sind – ein ähnliches Prinzip wie von Blätterteig. Bei Blattfederungen stellen Sie das Gewicht der Ladung oder Insassen ein und passen so die Stärke der Federung an.

Wägen Sie ab, ob Sie mit viel oder eher wenig Gewicht unterwegs sind: Bei hohen Lasten ist eine Federung sinnvoll, da sie das Fahren erleichtert und die Lebensdauer von Achse und Gestell verlängert. Bei leichter Ladung können auch weniger stark aufgepumpte Reifen etwas mehr Komfort bieten. Da es sich bei einer Federung um ein zusätzliches Bauelement handelt, sind gefederte Fahrradanhänger kostspieliger als ungefederte Modelle. Die Federung verlagert zudem den Schwerpunkt des Radanhängers nach oben. Dadurch neigt der Anhänger insbesondere mit leichter Fracht eher dazu, die Spur zu verlassen.
Nicht alle Habseligkeiten haben in einer Fahrgastzelle oder auf einem Sitz des Anhängers Platz. Verfügt ein Anhänger über zusätzlichen Gepäckstauraum, kann darin allerlei verstaut werden, was Sie nicht bei den Insassen transportieren wollen.
 
Der Stauraum kann beispielsweise durch eine textile Abtrennung zwischen Fahrgastzelle und Gepäckbereich entstehen oder eine zusätzlich eingehängte Tasche am hinteren Teil des Anhängers sein. Das Gepäckfach kann ein weiteres Innenleben haben und mit Getränkehaltern oder Netztaschen ausgestattet sein. So müssen Sie darin nicht lange nach einzelnen Utensilien suchen. Wer weiteren Stauraum benötigt, kann zudem auf Anhänger-Gepäckträger oder Konsolen zurückgreifen.
 

Räder
Die Anhänger verfügen in der Regel über Speichenlaufräder mit Luftbereifung. Meist werden Schläuche mit Autoventilen darin verwendet, die Sie wie gewohnt mit Luft aufpumpen können.
 
Die Laufräder der Anhänger haben meistens einen Durchmesser von etwa 20″ (Zoll). Bei Kinderanhängern ist dies der Standard. Bei Lasten- oder Hundeanhängern können die Räder auch Größen von 12″ oder 16″ haben. Kleinere, meist zusätzliche Räder am Anhänger dienen der Stabilität. Diese können teilweise auch Mäntel aus Vollgummi besitzen. Für die Verwendung eines Fahrradanhängers als Buggy ist das oft ausreichend. Bei Modellen, mit denen Sie auch joggen möchten, empfehlen sich ebenfalls Laufräder von 20″.

An Fahrradanhänger, die über Umbaumöglichkeiten verfügen, können Sie die Räder oftmals mit einfachen Handgriffen montieren.
Shopping Tipp

Abnehmbare Rädern sollten sowohl im an- als auch im abgebauten Zustand am Fahrradanhänger gesichert sein. Eine optimale Sicherung ist beispielsweise durch Splinte oder ein Einrasten der Radaufhängung in passende Vorrichtungen gewährleistet.

 
 

Sicherheit

Der Radanhänger, den Sie täglich nutzen, sollte Insassen sowie Ladung sicher befördern. Die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) gibt entsprechende Sicherheitsvorschriften vor. Beispielsweise müssen alle Fahrradanhänger, die im Straßenverkehr genutzt werden, über eine vorschriftsmäßige Beleuchtung verfügen.

Weitere Informationen zu Vorschriften der StVZO haben wir im FAQ-Bereich zusammengestellt: Was muss ich bei der Nutzung von Fahrradanhängern im Straßenverkehr beachten? 

Die Sicherheitsausstattung der Anhänger ist weitestgehend optional. Insbesondere kann sie jedoch das Verletzungsrisiko mitfahrender Personen oder Tiere verringern. Weitere Ausrüstung vermeidet einseitige Belastung oder gibt der Fracht notwendigen Halt.

Zur Sicherheit tragen folgende Elemente bei:
 
Recherche Tipp

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) hat eine Checkliste zur Sicherheit von Kinderfahrradanhängern zusammengestellt, an der Sie sich ebenfalls orientieren können.

Fahrradanhänger sind mit speziellen Schildern und Hinweisen versehen, die Auskunft über die normgerechte Produktion sowie Sicherheit und Bedienung geben.

Näheres zu Hinweisschildern am Anhänger erfahren Sie in unserem FAQ-Bereich: „Mit welchen Kennzeichen sollte ein Fahrradanhänger versehen sein?“

 
 
Bremsen
Je mehr Gewicht ein Fahrradanhänger hinter sich her zieht, desto länger ist auch der Bremsweg des Gespanns. Gerade, wenn Sie bei hohen Geschwindigkeiten zügig stoppen müssen, sollte auch der Anhänger schnellstmöglich zum Stillstand kommen. Sie können dies entweder durch passende Bremsen am Zug-Fahrrad gewährleisten oder durch Bremsen am Anhänger selbst.

Es gibt folgende Bremsvorrichtungen für Fahrradanhänger:
 
  • Auflaufbremse
    Ab einem Gesamtgewicht des Radanhängers und seiner Ladung von mehr als 40 kg werden eigene Bremsen empfohlen. Befördern Sie auf Anhängern also vorrangig schweres Gut, sind diese idealerweise mit Auflaufbremsen ausgestattet. Diese Bremsen sind vormontiert und lassen sich nicht nachrüsten. Auflaufbremsen greifen, wenn das Fahrrad abbremst: Der Hänger läuft auf, die Deichsel bewegt sich also in einem Schub nach vorn Richtung Hinterrad. Die bei diesem Stoß freigesetzte Kraft wird mittels Hydraulik oder Mechanik an Zylinder weitergeleitet und löst den Bremsmechanismus aus. Beim Anfahren wird die Deichsel wieder in die Normalposition gebracht und Sie können weiterfahren.

 
  • Feststellbremse
    Damit der Anhänger beim Beladen, Ein- und Aussteigen oder Abstellen des Gespanns nicht kippt oder sich selbstständig macht, lässt er sich mit einer Feststellbremse sichern. Meistens ist diese Bremsvorrichtung am unteren Gestell des Anhängers verbaut und lässt sich durch einen Druckmechanismus auslösen. Die Bremsen sind entweder vormontiert oder lassen sich nachrüsten. Beispielsweise werden Feststellbremsen auch in Umbausets für die Nutzung des Anhängers als Jogger oder Buggy mitgeliefert.

 
  • Handbremse
    Beim Joggen oder Inline-Skaten können die umgebauten Anhänger gut Fahrt aufnehmen. An Hängen oder in Gefahrensituationen können Sie die dabei wirkenden Kräfte nicht immer aus eigener Anstrengung überwinden, um den Wagen zum Stillstand zu bringen. Aus diesem Grund bieten Hersteller zusätzliche Handbremsen an, mit denen Sie den Anhänger mit einem Handgriff abbremsen können. Die Bremsen sind als Scheibenbremsen konstruiert: Betätigen Sie die Bremse, schließen sich die Bremsschuhe an der Felge des Laufrades und bremsen so den Anhänger ab. Die Bremsen bauen Sie nach bei Bedarf an oder ab.
Bei Dämmerlicht und im Dunkeln müssen sowohl das Fahrrad als auch der Fahrradanhänger für andere Verkehrsteilnehmer gut zu sehen sein. Die entsprechende Beleuchtung sowie Reflektoren tragen maßgeblich zur Sichtbarkeit und damit zur Verkehrssicherheit bei. 
Wissenswert

Die verkehrsrechtlich vorgeschriebene Beleuchtung richtet sich nach der Breite des Anhängers: Je breiter dieser ist, desto mehr Lichttechnik wird benötigt. Diese muss vorne, hinten und an der Seite des Anhängers angebracht werden.

Damit Sie den Radanhänger im Straßenverkehr problemlos nutzen können, muss dieser mit 1-2 Reflektoren vorn und hinten sowie 2 gleichmäßig angebrachten Speichen-Rückstrahlern ausgerüstet sein. Hinten muss am Anhänger zudem ein rotes Rücklicht montiert sein, ab einer Breite von 0,8 m zudem eine nach vorn wirkende Lampe für weißes Licht auf der linken Seite. Die Lampen dürfen mit Dynamo, Akku oder Batterie betrieben werden. Zusätzliche Sichtbarkeit schaffen reflektierende Konturen des Anhängers.
 

Fangband

Sollte die Kupplung des Fahrradanhängers einmal nicht greifen, kann die Deichsel durch ein Fangband gehalten werden. Es sorgt dafür, dass die Deichsel in diesem Fall nicht auf die Straße fällt, sich auf dem Untergrund verhakt und den Anhänger so zum Kippen bringt. Das Sicherungsband ist zwischen Kupplungshalterung und Deichsel montiert und damit sowohl am Fahrrad als auch am Anhänger befestigt.
 

Gurte und Sicherungssysteme

Je nach dem, für welchen Anwendungsbereich Sie einen Fahrradanhänger gewählt haben, gibt es notwendige Sicherungssysteme: 
 

Gurt-Systeme für Kinder

Kinderanhänger müssen über ein Gurtsystem verfügen, welches am Gestell befestigt ist und mitfahrende Kinder während der Fahrt auf dem Sitz sichert. Ab zirka 25 mm Breite gelten Gurte als sicher. Die Gurtverschlüsse dürfen sich nicht allzu leicht öffnen lassen, damit die Kleinen sie nicht aus Versehen während der Fahrt lösen. Die Gurte sollten sich so einstellen lassen, dass die Insassen in ihrer Sitzposition fixiert sind, falls der Anhänger tatsächlich einmal umkippen sollte. Bei Anhängern mit 2 Sitzen ist es wichtig, dass mit den vorhandenen Gurten auch eine mittige Sitzposition möglich ist. So vermeiden Sie eine ungleichmäßige Beladung und verringern die Kippgefahr. 
 
Gurtsysteme gibt es in 2 Formen:
 
  • 3-Punkt-Gurt-Systeme
    Diese Gurte gehören zur Standard-Ausrüstung der Kinderanhänger. Der Gurt liegt dabei auf den Schultern des Kindes und wird zwischen den Beinen gesichert. Die Grundform gleicht einem Ypsilon, weshalb Sie auch häufig auf den Begriff „Y-Gurt“ stoßen können.
  • 5-Punkt-Gurt-Systeme
    Am Y-Gurt ist zusätzlich ein Beckengurt angebracht. Dieser sorgt für mehr Stabilität. Viele Gurte sind gepolstert und sorgen für zusätzlichen Komfort für die Kinder.
Hunde müssen im Anhänger angeleint oder angegurtet transportiert werden, damit sie nicht unerwartet auf die Straße springen. Hundeanhänger sollten daher die folgenden Sicherheitssysteme verfügen: 
 
  • Sicherheitsgurte, um die Vierbeiner anzuschnallen
  • Karabinerhaken am Gestell oder am Boden, an denen Sie eine Leine befestigen können
  • Kurzleinen, an die der Hund je nach Sitzposition und Größe angeleint werden kann
 

Ladungssicherung

Ladung sollte im Lastenanhänger nicht hin- oder her rutschen, damit sich der Schwerpunkt des Anhängers nicht so leicht verändert und der Hänger weiterhin stabil auf der Straße liegt. Zwar sollten die Anhänger bereits durch den Hersteller möglichst kippsicher konstruiert sein, eine zusätzliche Sicherung der Ladung wirkt diesem Szenario allerdings entgegen. Dazu sollte der Radanhänger über passende Ösen für Spanngurte verfügen. Spanngurte können Sie als Zubehör erwerben.
Tipp

Damit während der Fahrt leichtere Fracht nicht verloren geht, verstauen Sie die Ladung unter Planen, passenden Deckeln für Transportboxen oder in fest angebrachten Taschen.

Bestimmte Ausrüstung an Gestell und Rädern des Fahrradanhängers tragen zur Sicherheit bei. So schützen Vorrichtungen davor, an Hindernissen hängen zu bleiben und das Verletzungsrisiko der Mitfahrer bei Unfällen zu reduzieren.
 
Die Schutzsysteme können folgende Komponenten umfassen:

 
  • Abgerundete Ecken und Kanten
    Eine kompakte und abgerundete Form verhindert, dass sich der Anhänger beispielsweise an Büschen oder an Hindernissen auf der Straße verhakt.
  • Gestellhöhe
    Das Gestell des Anhängers sollte nicht tiefer sein als die Höhe einer PKW-Stoßstange. Das verhindert, dass sich ein Anhänger im Falle eines Unfalls unter das Auto schiebt. Eine Mindesthöhe des Gestells von 30-40 cm ist somit sinnvoll.
  • Radeingriffsschutz
    Ein Schutz durch Bügel oder Verkleidungen über den Rädern kann Kinder oder Hunde davon abhalten, die Speichen zu berühren. Verstärkungen über den Rädern am Aufbau des Radanhängers tragen zudem dazu bei, dass die Räder nicht aus dem Anhänger herausstehen und so Angriffsfläche für Barrieren wie Schilder, Poller oder Straßenlaternen bieten.
  • Überrollschutz
    Das Gestell des Fahrradanhängers ist maßgeblich für die Sicherheit der Kinder bei Unfällen verantwortlich. Bei vielen Anhängern ist das Gestänge als Überrollkäfig konstruiert oder es sind zusätzlich Überrollbügel befestigt. Die Insassen sind im Falle eines Überschlags so besser geschützt, da sich das Gefährt nicht so leicht verformt.
  • Sicherheitsbügel
    Die Sicherheitsbügel fungieren als Aufprallschutz. Stangen, die an allen Seiten des Anhängers montiert sind, verringern zusätzlich das Verletzungsrisiko bei Unfällen, da sie Stöße von außen abfangen. 
 

Wimpel
Die Sichtbarkeit des Fahrradanhängers im Straßenverkehr verbessert sich durch einen Wimpel an einer Fieberglasstange. Radanhänger liegen aufgrund ihrer tiefen Bauweise unterhalb der Augenhöhe von Autofahrern. Die kleinen dreieckigen Fähnchen, die in Signalfarben wie rot, gelb oder auch neonorange in die Höhe ragen, tragen maßgeblich zu einer besseren Wahrnehmung des Fahrradanhängers im Straßenverkehr bei. Passende Fahnenhalter sind entweder bereits montiert oder Sie erwerben sie als Zubehör.
Aus welchem Material Ihr Fahrradanhänger hergestellt ist, entscheidet maßgeblich darüber, wofür Sie ihn nutzen können und wie lange Sie daran Freude haben. Berücksichtigen Sie dabei die Werkstoffe der einzelnen Komponenten:
 
 

Gestell

Anhängergestelle bestehen aus robusten Werkstoffen wie Stahl oder Aluminium. Beide Varianten sind solide und fangen Erschütterungen oder Stöße ab. Stahl ist dabei besonders stabil und massiv. Aluminium ist das leichtere Material, kann sich bei großer Krafteinwirkung jedoch schneller verbiegen als Stahl. Wie belastbar die Modelle sind, hängt maßgeblich von der Konstruktion des Anhängers ab. Im Zweifelsfall hält Stahl mehr Gewicht aus. Modelle aus Aluminium sind etwas kostenintensiver. Die Eigenschaften im Überblick:

 
Stahl Aluminium
Leicht +
Stabil +
Belastbar +
Preisgünstig +


 

Am Gestell können zusätzlich Kappen aus Kunststoff angebracht sein, die scharfe Kanten abdecken und Hindernissen keine Angriffsfläche bieten.
 
 
Boden
Radanhänger mit Bodenwannen aus Textilfasern überzeugen durch ein geringes Eigengewicht. Schwere Bodenwannen aus Kunststoff oder Metall haben hingegen den Vorteil, dass der Boden sehr robust und stoßsicher ist. Das ist etwa bei Hundeanhängern von Vorteil, die den Boden zerkratzen oder zerbeißen könnten. Ein fester Boden schützt zudem gut vor Nässe oder Spritzwasser und lässt sich leichter reinigen. Besteht der Boden aus Textilien oder Kunststoff, können Anhänger oftmals einfacher zusammengeklappt werden. 

Für Lastenanhänger sind Metall-Ladeflächen für schwere Fracht zu bevorzugen, da sie mehr Gewicht standhalten. Boden aus (beschichtetem) Holz kann unter Umständen splittern. Kunststoff ist robust, wird jedoch schneller spröde. 

Nachfolgend sind die Vor- und Nachteile der einzelnen Materialien in Bezug auf die relevanten Eigenschaften nochmals übersichtlich dargestellt:
 
Textilien Kunststoff Metall Beschichtetes Holz
Leicht + +
Robust + + +
Strapazierfähig +
Wasserdicht + + +
Belastbar + +
Preisgünstig  + +
Pflegeleicht + + +
Geräuscharm +
Faltbar + +
 
 
Der Aufbau oder Aufsatz des Fahrradanhängers besteht in der Regel aus Textilfasern sowie Kunststoffplanen. Zusätzlich sind als Verstärkungen vereinzelt Hartplastik oder Metall verarbeitet. 
 
Die Kabinen für Kinder sowie Hunde bestehen meist aus Nylongewebe. Besonders strapazierfähig ist Nylon in sogenannten Oxford-Gewebeverbindungen. Zusätzliche Beschichtungen mit Polyurethan (PU) erhöhen die Witterungsbeständigkeit. Besonders atmungsaktiv und zugleich wind- und wasserdicht sind Gewebe oder Beschichtungen aus Polytetraflurethylen (PTFE, bekannte Handelsnamen sind Teflon oder Gore-Tex-Membran). 

Eine Übersicht über die Eigenschaften der Aufsatz-Materialien bietet die nachfolgende Tabelle:
 
Nylon Oxford PTFE PU-Beschichtung
Atmungsaktiv + + +
Pflegeleicht + + + +
Preisgünstig +
Strapazierfähig + + +
UV-Schutz + +
Wasserdicht + + +
Winddicht + +

Zusätzlich zum textilen Gehäuse besitzen Anhänger mit Fahrgastzellen in der Regel Fenster. Die transparenten Kunststoffplanen bestehen in der Regel aus Polyvinylchlorid (PVC). 
Bedenken Sie
Ist PVC elastisch verarbeitet, enthält der Stoff in der Regel Weichmacher (Phthalate). 
Einige dieser chemischen Stoffe können gesundheitsgefährdend sein. Hersteller, die sich bei der Materialauswahl nach der sogenannten REACH-Verordnung der europäischen Union richten, verwenden registrierte, unbedenkliche Stoffe.
Neben den Werkstoffen selbst kommt es auf deren Verarbeitung oder Behandlung an. Dabei erhöhen folgende Komponenten die Strapazierfähigkeit sowie Witterungsbeständigkeit des Fahrradanhängeraufsatzes: 

 
  • Gewebedichte
    Dicht gewebte Textilien sorgen für einen zusätzlichen Schutz vor Feuchtigkeit. Je höher eine Gewebedichte, desto größer ist auch die Wassersäule und die Materialien sind zunehmend wasserfest. Dichte Fasern schützen zudem vor Wind und Auskühlung der Insassen.
  • Imprägnierung
    Textilfasern, die mit einer Substanz behandelt bzw. bei der Herstellung durchtränkt wurden, bieten einen Schutz vor Feuchtigkeit sowie vor UV-Strahlung, teilweise auch vor Knittern des Materials oder Fäulnis. Dadurch bleiben Insassen oder Ladung auch bei Regen trocken und das Material altert nicht so schnell. 
  • Verstärkung
    Doppellagig verarbeitete oder zusätzlich mit Kunststoffplanen vernähte Textilien sind sehr viel strapazierfähiger und robuster. Solche Verstärkungen erhöhen die Materiallebensdauer besonders an Reibungspunkten zwischen Stoffaufsatz und Metallgestell.
 
 
Innenraum
Im Innenraum des Aufsatzes sind in der Regel Sitz- und Stützpolster vorhanden. Sie bestehen meist aus Polyurethan-Schaum (PUR). Der PUR-Schaum ist atmungsaktiv und sorgt für eine stabile, elastische Form. Die Polster können Sie größtenteils herausnehmen und waschen, je nach Bezug auch bei einer höheren Temperatur. Polsterbezüge bestehen aus Nylon oder Baumwolle. Unter Umständen kann im Sommer ein Baumwollbezug angenehmer sein, da der Stoff Schweiß besser aufnimmt, die Polyesterfasern knittern allerdings nicht so leicht und nehmen weniger Feuchtigkeit auf. 
 
Baumwolle Polyester (Nylon)
Atmungsaktiv +
Heiß waschbar +
Knitterfest +
Preisgünstig +
Schnelltrocknend +


 

Gurtverschlüsse und ähnliche Befestigungsvorrichtungen sind zumeist aus Hartplastik oder auch Metall. Metall kann etwas stabiler sein, was von Vorteil, wenn Sie Hunde anleinen oder Lasten sichern wollen.
 
 

Zusatzausstattung

Fahrradanhänger können mit nützlichen Erweiterungen ausgerüstet sein, welche die Handhabung erleichtern oder zusätzlich Komfort für die Insassen schaffen. Praktische Elemente sind beispielsweise:
 
 
Diebstahlsicherung
Absicherungssysteme schützen Ihren Fahrradanhänger vor Diebstahl: Der Anhänger kann über eine abschließbare Kupplung verfügen. Auf diese Weise ist der Anhänger mit dem Zug-Fahrrad fest verbunden, kann also nicht einfach ausgehängt und entwendet werden. 
Shopping Tipp

Denken Sie zusätzlich darüber nach, den Anhänger mit passenden Fahrradschlössern zu sichern. Passende Fahrradschlösser finden Sie in unserem Preisvergleich.

Für den Fall, dass der Fahrradanhänger auch im Auto mit auf die Reise gehen soll oder Sie den Anhänger platzsparend zu Hause lagern wollen, sind klappbare oder faltbare Modelle ideal. Mit wenigen Handgriffen ist ein faltbarer Anhänger auf ein geringes Packmaß reduziert und lässt sich gut im Kofferraum oder Schrank verstauen.
 

Fenster

Fensterscheiben erlauben einen Blick in den Radanhänger und bieten den Insassen einen Blick ins Freie. Gleichsam schützen die Scheiben vor Wind oder Spritzwasser. Fensterscheiben können zusätzlich getönt sein. Allerdings bedeutet eine getönte Scheibe nicht, dass gleichzeitig UV-Schutz besteht. Hersteller weisen dies gesondert aus.
Shopping Tipp

Ist Ihnen ein Schutz vor gefährlicher Sonneneinstrahlung und Hitze besonders wichtig, nutzen Sie ein Modell, das mit einem Sonnenschutz ausgestattet ist.

Ein Insektengitter bietet Schutz vor Ungeziefer und kleinen Steinchen, die während der Fahrt aufgewirbelt werden. Gleichzeitig ist durch das Netz die Belüftung des Innenraums sichergestellt. Daher eignet sich ein Moskitonetz besonders für Kinder- oder Hundeanhänger.
 

Öffnung

Je nach Produkttyp können Fahrradanhänger über verschiedene Öffnungsformen der Fahrgastzelle oder Ladefläche verfügen:
 

  • Heckklappe
    Besonders bei Lastenanhängern ist eine Klappe am Anhängerheck nützlich, um Ladung leicht abzukippen.
     
  • Funktionale Öffnung
    Bei Reiseanhängern oder Kinderanhängern ist es praktisch, wenn Sie an mehreren Stellen auf unterschiedliche Fächer des Anhängers zugreifen können. So müssen Sie nicht lange in einem großen Fach nach bestimmten Utensilien suchen und erschweren es Kindern, an Ladung zu kommen, welche sie während der Fahrt nicht anfassen sollen.
  • Mehrfacheinstieg
    Um Kindern oder Hunden den Einstieg in den Anhänger aus unterschiedlichen Positionen zu erleichtern, empfehlen sich zusätzliche Öffnungsvorrichtungen an der Seite oder am Heck des Anhängers.
Bei vielen Fahrradanhängern besteht der Aufsatz aus wasserabweisenden Materialien. Vor Spritzwasser oder leichtem Nieselregen sind Insassen oder Fracht darunter gut geschützt. Wer aber bei stärkerem Regen unterwegs ist, kann den Fahrradanhänger mit einem Regenverdeck ausstatten. Dieses ziehen oder rollen Sie einfach über den Anhänger und befestigen es am Gestell. Dank der festen Kunststoffplane gelangt kein Wasser hindurch. Bei Kinder- oder Hundeanhänger sind Regenverdecke in der Regel durchsichtig.
 
Lastenanhänger sollten über passende Regenplanen für offene Ladeflächen verfügen, damit die Ladung nicht nass wird oder sich der Laderaum mit Wasser füllt. Auch passende Deckel für Transportboxen können Schutz bieten.
Bedenken Sie

Nasse Textilien sind schwerer als trockene. Durch das Zusatzgewicht des Wassers erhöht sich das Gesamtgewicht des Anhängers und verändert die Fahreigenschaften. Ein Regenschutz trägt somit zur Sicherheit bei: Am Regenverdeck fließt überschüssiges Wasser einfach ab.

Um die Insassen des Anhängers vor Sonneneinstrahlung zu schützen, gibt es getönte Planen sowie blickdichte oder reflektierende Textilabdeckungen. Die blickdichte Variante spendet zusätzlich Schatten und verhindert ein Aufheizen. Bei getönten Varianten ist auch weiterhin der Blick ins Freie gewährleistet. Ein Sonnenschutz ziehen Sie für gewöhnlich einfach über die Fenster des Fahrradanhängers.


Zubehör

Sie fragen sich, wie Sie den Fahrradanhänger für Ihre Zwecke ideal ausrüsten können? Für die Fahrrad-Begleiter gibt es jede Menge praktisches Zubehör, das zusätzlichen Stauraum schafft, Sicherheit bietet oder den Anhänger für andere Sportarten ausrüstet. Zum Zubehör, dass Sie für viele Modelle erwerben können, zählen beispielsweise:
 
Shopping Tipp

Sie sind auf der Suche nach Ersatzteilen oder bestimmten Kupplungen? Auf unserem Portal finden Sie eine umfassende Auswahl an Zubehör für Fahrradanhänger.

 
 
Luftpumpe
Mit voll aufgepumpten Reifen überstehen Fahrradanhänger Fahrten über Bordsteine, Ecken, spitze Steinchen oder gar Glasscherben besser. Bei schlechter aufgepumpten Reifen verändern sich die Fahreigenschaften. Ideal aufgepumpte Räder können auch als Stoßdämpfer fungieren. 
Wissenswert

Optimal aufgepumpt sind Räder mit einem Luftdruck von etwa 2-3 bar. Die Laufräder vieler Anhänger sind mit Autoventilen ausgestattet. Sie können sie also an jeder Tankstelle aufpumpen. 

Bei manchen Radanhängern ist die Luftpumpe im Lieferumfang dabei. Es empfiehlt sich jedoch auch, eine Luftpumpe anzuschaffen, die mit den Ventilen von Anhänger und Fahrrad kompatibel ist. Mit einer Standpumpe, die über unterschiedliche Ventil-Adapter und eine Luftdruck-Anzeige verfügt, sind Sie gut aufgestellt. Einfache Modelle sind schon ab 11 € erhältlich.
 

Schutzplanen
Wenn Sie den Anhänger hauptsächlich draußen abstellen, genügt ein Regenschutz oft nicht: Regenverdecke für Kinder- oder Hundeanhänger werden nur in Fahrtrichtung am Anhänger angebracht, da hier während der Fahrt die meiste Nässe auftrifft. Zur sicheren Aufbewahrung empfehlen sich Schutzabdeckungen oder Faltgaragen, mit denen Sie den ganzen Anhänger verhüllen. Die Abdeckungen sind aus blickdichten und wasserfesten Materialien gefertigt. Sie halten auch Sonnenstrahlen ab, welche die Farbe der Textilien am Anhänger unnötig ausbleichen können. Außerdem erschweren die Abdeckungen unbefugte Zugriffe auf das Innenleben des Radanhängers.
 
 

Sitz- und Stützsysteme

Der Anhänger sollte grundsätzlich für Alter und Größe der Mitfahrer ausgelegt sein. Wenn Babys ab 6 Monaten oder Kleinkinder im Alter von bis zu 2 Jahren im Fahrradanhänger mitgenommen werden, benötigen Sie zusätzliche Sitz- und Stützsysteme. 
 

  • Sitzschalen 
    Kleinkinder im Alter von rund 2-3 Jahren fahren am besten in Sitzschalen: Die Vertiefung im Sitz verhindert, dass die Kinder während der Fahrt zu stark hin- und her rutschen.
  • Babyschalen 
    Experten empfehlen die Mitnahme von Babys erst ab einem halben Jahr. Solange die Kinder noch nicht allein sitzen können, eignen sich Babyschalen, Liegesitze oder sogenannte Sitzhängematten, also stark gespannte, dickere Stoffbahnen, als Sitze. Diese Vorrichtungen helfen dabei, spürbare Erschütterungen für die Kleinen zu verringern und sie während der Fahrt zu stützen. 
  • Verstellbare Kopfstützen
    Gerade vom gleichmäßigen leichten Schaukeln des Anhängers und auf längeren Touren werden Kinder schnell müde. Rutscht der Kopf während des Schlafens zur Seite, bieten passend verstellbare Kopfstützen sicheren Halt. Manche Vorrichtungen erlauben auch eine Liegeposition des Kindes im Anhänger. Damit es richtig gemütlich wird, können Sie auch kuschelige Decken für die Babysitze in passender Größe erwerben.
Shopping Tipp

Mit Sitzverkleinerern erzielen Sie ein ähnliches Ergebnis wie mit Babyschalen. Darüber hinaus stabilisieren Polsterungen im Rückenbereich die Wirbelsäule.


Ständer
Um den Anhänger ohne Fahrrad aufzustellen, können Sie ihn mit einem Ständer ausrüsten. Auch das Be- und Entladen des abgekoppelten Fahrradanhängers ist leichter, wenn er sicher auf einem Ständer steht. Den praktischen Stützfuß montieren Sie direkt an der Kupplung oder aber am Gestell des Anhängers.
Manchmal bietet die Ladefläche nicht ausreichend Platz. In diesem Fall können Sie zusätzlichen Stauraum schaffen:
 
  • Gepäckträger
    Auf manche Transportanhänger lassen sich Gestänge montieren, auf die Sie zusätzliches Gepäck schnallen können. Spanngurte helfen dabei, die Ladung zu sichern.
  • Taschen
    Bei einige Anhängern können Sie Taschen am Gestell oder je nach Modell am Schiebegriff einhängen, die zusätzlich Platz für Ladung bieten.
  • Konsolen
    In diesen Ablagen finden kleinere Gegenstände wie Schlüssel und Portemonnaie oder auch Getränke Platz. Besonders praktisch sind Konsolen, wenn der Anhänger auch zum Joggen genutzt wird.
Achtung!
Überladen Sie den Fahrradanhänger nicht, wenn Sie weiteren Stauraum nutzen!
Der zusätzliche Stauraum bietet sich an, wenn die Ladung nicht im Anhänger transportiert werden kann. Er dient nicht, um insgesamt mehr Gewicht zu transportieren. Achten Sie darauf, für welches Gewicht der Anhänger ausgelegt ist, um die Sicherheit und eine lange Lebensdauer des Anhängers zu gewährleisten.
 
 
Ski-Set
Damit Sie auch im Schnee mit dem Fahrradanhänger sportlich unterwegs sein können, bieten einige Hersteller Ski-Sets an. Die Räder werden einfach durch Ski ersetzt. 

Passende Umbau-Sets umfassen neben den Ski und passenden Halterungen oft noch einen Schiebe- beziehungsweise Haltegriff. Außerdem sind in den Sets oft Gurte enthalten, die Sie sich um den Rumpf schnallen können, um den Anhänger hinter sich herzuziehen. An manche Modellen lassen sich unter die kleinen Vorderräder Schutzkappen montieren, die ein Einsinken in den Schnee verhindern. 
 

Wandergurt

Sie wollen mit dem Fahrradanhänger wandern gehen? Als Buggy oder Jogger umgerüstet, kann der Anhänger grundsätzlich auch mit auf die Wandertour. Ein kleines Detail macht den Ausflug dann perfekt: Statt den Anhänger vor sich herzuschieben oder mit dem Fahrrad zu ziehen, können Sie ihn mit einem Wandergurt hinter sich herziehen. Das hat nicht nur einen guten Trainingseffekt, es vereinfacht zum Teil das Vorankommen auf den Wanderwegen und Sie haben außerdem noch beide Hände frei.


Wenn Sie nicht selbst den Anhänger ziehen wollen, gibt es sogar passende Wandergurt-Systeme für Hunde. Diese dienen vorrangig dazu, Ihren Vierbeiner zu trainieren. Die Systeme bestehen aus einem verstellbaren Geschirr und Stangen, die statt der Deichsel vorne an den Anhänger montiert werden.
Achtung!
Wenn der Hund Kinder im Anhänger ziehen soll, dann ausschließlich unter sehr strenger Aufsicht!
Achten Sie unbedingt darauf, dass in diesem Fall keine Kleinkinder mitfahren und Sie stets die Kontrolle über die Situation haben. Überanstrengen Sie den Hund nicht mit der Aufgabe.


Nachgefragt von A-Z – Sie fragen, wir antworten.

Welche Vorschriften für Fahrradanhänger gelten und Wissenswertes zur Verwendung können Sie in diesem Kapitel erfahren. Nachfolgend haben wir für Sie häufige Fragen beantwortet, die andere Käufer von Radanhängern gestellt haben.

Erhalten Sie in unserem FAQ-Bereich wichtige Antworten zu den Themenbereichen
 
Bedarf
Belastung
Diebstahlschutz
Fahrrad

Hunde

Kinder

Pflege

Preis

Sicherheit

Vorschriften

Bedarf


Ein Fahrradanhänger ist nützlich, wenn Sie mit dem Fahrrad Lasten oder Personen transportieren möchten. Dieser Anhänger trägt Lasten, die zu schwer für das Fahrrad selbst sind oder gestalten die Fahrradfahrt mit Gepäck sowie Insassen angenehmer: Sie ziehen alles bequem im Anhänger hinterher.

Mit dem Anhänger transportieren Sie:

 
  • Sperrige Lasten 
    Kleine Möbelstücke, Werkzeuge, Gartengeräte, Baumaterialien oder die Sportausrüstung, die auf dem Fahrrad keinen Platz oder Halt hätten, verstauen Sie im Radanhänger ideal.
  • Gepäck
    Besonders auf Fahrradtouren im Gelände oder im Straßenverkehr durch die Stadt befördert sich Gepäck oder Einkauf im Anhänger angenehmer: Das Gewicht rollt im Anhänger mit und erleichtert somit die Fahrt.
  • Kinder 
    Anders als auf Kindersitzen nehmen Sie auch bis zu 2 Kinder bequem im Anhänger per Rad mit – und zwar besonders sicher und trocken. Zudem können Sie die Anhänger für die Kleinen praktisch umbauen, beispielsweise in einen Kinderwagen.
  • Hunde
    Insbesondere große Vierbeiner haben Sie kaum Platz auf einer Vorrichtung direkt am Fahrrad. Vor allem auch auf langen Touren können Sie Ihren Hund nicht immer an einer Leine neben dem Fahrrad führen, wenn Leinenzwang herrscht. In einem Fahrradanhänger können sie diese jedoch gut transportieren.

Welcher Anhänger sich ideal für Ihre Zwecke eignet, erfahren Sie in unserem Ratgeber im Kapitel Fahrradanhänger-Typen.


Belastung

Wie viel Gewicht ein Anhänger aushält, ist abhängig von seiner Konstruktion. Das Bundesministerium für Verkehr empfiehlt eine Maximalbelastung von 80 kg, wenn der Anhänger über eine Bremse verfügt. Modelle ohne Bremse sollten nur bis 40 kg belastet werden. Es gibt auch Lastenanhänger, die bis zu 400 kg tragen. Sie sollten jedoch nach aktueller Rechtslage besser nicht im öffentlichen Straßenverkehr damit fahren.
Shopping Tipp

Wer gerne Berge und steile Hänge mit dem Fahrrad erklimmt, sollte zusätzlich auf ein geringes Eigengewicht des Radanhängers achten. Den Anhänger bewegen Sie mit eigener Muskelkraft. Bei starker Steigung kann Ihnen jedes zusätzliche Kilo die Fahrt erschweren.

Ausführliche Informationen zur Belastbarkeit der einzelnen Fahrradanhänger-Typen lesen Sie in unserem Ratgeber.

Diebstahlschutz

Um den Anhänger vor Diebstahl zu schützen, können Sie ihn mit einer abschließbaren Kupplung ausstatten.
Auch mit einem Fahrradschloss kann der Anhänger an das Fahrrad angeschlossen werden. Sichern können Sie ihn zusätzlich, indem Sie den Anhänger am Gestell an einen fest verankerten Gegenstand anschließen.

Mehr Informationen zur Diebstahlsicherung eines Fahrradanhängers erfahren Sie in unserem Kaufberater.

Greift eine Versicherung für Fahrradanhänger?
Fahrräder können über eine Fahrradversicherung gegen Diebstahl versichert werden oder sie sind über die Hausratversicherung mitversichert. Nach gängiger Versicherungspraxis gelten Fahrradanhänger als loses Zubehör und haben daher keinen Versicherungsschutz in diesem Rahmen. Sie müssen bei Vertragsabschluss gesondert angegeben werden. Sprechen Sie daher direkt mit Ihrer Versicherung oder Ihrem Versicherungsberater.

 

Fahrrad

Welches Fahrrad ist für Fahrradanhänger geeignet?
Fahrradanhänger können Sie mit sehr vielen Fahrrädern nutzen, es gibt allerdings auch Ausnahmen oder Einschränkungen. Manche Hersteller untersagen für ihre Räder den Anhängerbetrieb ganz.
 

Recherche Tipp

Wer sich unsicher ist, ob das eigene Rad zur Mitnahme eines Fahrradanhängers genutzt werden kann, sollte zunächst einen Blick in die Betriebsanleitung des Fahrrads werfen. Dort finden sich Angaben zur maximalen Gesamtmasse (in kg), die das Fahrrad ziehen kann.

Wesentliche Voraussetzungen sind:
 

  • Leistungsfähige Bremsen am Zug-Fahrrad
    Viele Anhänger besitzen keine zusätzliche Bremse und müssen daher vom Fahrrad mit abgebremst werden. Geeignete Bremsen dürfen keine zu großen Bremsverzögerungswerte aufweisen. Scheibenbremsen oder hydraulische Bremsanlagen erzielen oft gute Werte. Anhänger können über eine eigene Auflaufbremse verfügen, die im Zweifelsfall mitbremst. Werte, die einer gesetzlichen Prüfung standhalten, sind gemäß der Norm DIN 79100-2:
     
  • Stabiler Fahrradrahmen
    Ein solider Rahmen hält einer Zusatzbelastung durch einen Anhänger besser stand als Leichtbaurahmen. Rennräder oder Mountainbikes eignen aufgrund ihrer leichten Bauweise daher in der Regel nicht für das Ziehen schwerbeladener Anhänger.
     
  • Anpassung an den Fahrer
    Idealerweise sind Rahmen, Sattel- und Lenkereinstellungen an den Fahrer angepasst. So führen auch längere Strecken mit dem Anhänger für den Fahrer nicht zu gesundheitlichen Problemen.


Wer Personen im Anhänger befördert, kann das Zug-Fahrrad auch mit einem Rückspiegel ausrüsten.
 

Bedenken Sie

Das Fahrrad sollten Sie regelmäßig warten, um dessen Funktionen zu gewährleisten.
Prüfen Sie daher regelmäßig, ob Radlager sauber und Reifen aufgepumpt sind. Wechseln Sie zudem abgefahrene Bremsbeläge und prüfen Sie die Funktionsfähigkeit der Sicherheitsvorrichtungen am Rad, um auch im Dunkeln für die anderen Verkehrsteilnehmer gut sichtbar zu sein.

Wie wird ein Fahrradanhänger am Fahrrad befestigt?
Fahrradanhänger sind mit einer Kupplung mit dem Fahrrad verbunden. Die Kupplung wird an das Fahrrad montiert und die Deichsel des Anhängers wird anschließend eingehängt. Es gibt unterschiedliche Kupplungstypen, die sich danach unterscheiden, welche Deichsel der Anhänger besitzt:

Informationen zu den verschiedenen Deichseln der Fahrradanhänger lesen Sie in unserem Ratgeber im Kapitel Grundausstattung.

Tipp

Bauen Sie die gleiche Kupplung an weitere Fahrräder und nutzen Sie den Anhänger so flexibler.
Im Lieferumfang des Radanhängers ist meist nur eine Kupplung enthalten. Bauen Sie eine weitere passende Kupplung für ihr Modell an ein anderes Rad, können Sie an dieses den Anhänger einfach einhängen, ohne das ganze System neu zu montieren.
 

Befestigung bei Tiefdeichsel-Anhängern

Die Deichsel mit Kupplung wird bei diesem Typ auf Achs-Höhe des Fahrrads seitlich unten am Fahrradrahmen, am Hinterbau oder an der Achse selbst befestigt. Diese Art findet oft bei Kinder- und Hundeanhängern Anwendung.

Bedenken Sie

Kupplungen mit Tiefdeichsel sollten an den Hinterbau des Fahrrads angepasst sein.
Nicht jede Kupplung, die am hinteren Teil des Fahrrads verbaut werden soll, passt auch tatsächlich. Um sich viel Mühe beim Anbau zu sparen, sollten Sie die Beschaffenheit des hinteren Rahmens genau prüfen.

Die einzelnen Hersteller sind bei den Lösungen, Kupplungssysteme an Tiefdeichseln von unterschiedlichen Fahrrad- und Rahmentypen zu befestigen, sehr innovativ. Die folgenden 2 Varianten sind die gängigsten:
 

  • Achskupplungen
    Diese Kupplungen befestigen Sie an der Achse des Fahrrads mit dem hinteren Schnellspanner. So lassen sie sich unabhängig vom Rahmen an der Nabe verbauen. Sie können mit Gelenken aus Metall, Kunststoff oder Elastomeren ausgestattet sein, um die Beweglichkeit des Anhängers zu gewährleisten.
     
  • Klemmkupplungen
    Bei Klemmkupplungen bleiben Deichsel und Kupplungselement verbunden und Sie befestigen diese zusammen am unteren Rahmenrohr, der sogenannten Kettenstrebe. Zwischen Rahmen und Klemmring befestigte Adapter können zusätzlich genutzt werden, damit das Kupplungssystem sicher am Fahrrad hält. Bei stabilen Fahrradrahmen halten diese Systeme besser als an dünnen Rahmenrohren.
Shopping Tipp

Hinterradständer sind bei den meisten Tiefdeichsel-Kupplungssystemen im Weg. Manche Hersteller bieten deshalb teils höhenverstellbare Ständer oder auch Stützfüße an, die an Kupplungen oder Deichsel gebaut werden können. So können Sie das Gespann trotz Tiefdeichsel sicher abstellen.

Befestigung bei Hochdeichsel-Anhängern

Kupplungen mit Hochdeichsel finden sich hauptsächlich bei Lastenanhängern. Vor allem für Anhänger, die für leichtere Frachten vorgesehen sind wie Fahrrad-Trolleys für die Stadt, eignen sich die Hochdeichsel-Systeme. Für Hochdeichseln gibt es 2 typische Befestigungsarten:
 

  • Sitzstreben des Fahrradrahmes
    Die Kupplungshalterung montieren Sie hierbei an den beiden hinteren Sitzstreben des Fahrradrahmens. Die Kupplung befindet sich dort, wo die Halterungsstangen zusammenlaufen. Sie können sie an fast allen Fahrrädern anbringen, die hinten einen klassischen Dreieck-Rahmenbau haben.
     
  • Sattelstütze
    Hochdeichsel-Befestigungen können Sie unkompliziert an- und abbauen: Die Halterung für die Kupplung montieren Sie an Sattelstütze oder am Sitzrohr des Fahrrads. Dadurch sind die Systeme fast mit jedem Rad kompatibel. Passende Adapter, ob aus Metall, Gummi oder elastischen Kunststoffen, helfen bei der Befestigung. Die Deichsel wird einfach an der Halterung eingehängt und gesichert.


 

Fahrpraxis

Wie fahre ich am besten mit einem Fahrradanhänger?
Das Fahrradfahren mit einem Anhänger unterscheidet sich vom gewohnten Fahrgefühl. Für die erste Fahrt empfiehlt sich eine Übungsstrecke, auf der möglichst niemand gefährdet wird. Üben Sie auf einem großen, freien und im Idealfall nicht von Kraftfahrzeugen befahrenen Gelände, beispielsweise auf einem leeren Parkplatz. Stellen Sie am Fahrrad einen niedrigen Gang ein.

Tipp

Das Fahren mit dem Kinderanhänger kann erstmal ohne die Kinder geübt werden, aber ein ähnlich schwerer Gegenstand vermittelt Ihnen schon einmal das Gefühl für die Zusatzlast.

Wir haben einige Tipps für das Meistern typischer Fahrmanöver für Sie zusammengestellt:
 

  • Aufsteigen
    Setzen Sie die Füße nacheinander auf die Pedale und versuchen Sie, das Gleichgewicht zu halten. Der Schwerpunkt des Fahrrads verändert sich und Sie gleichen die Eigenbewegungen des Anhängers mit Ihrem Körper aus. Nutzen Sie bei Schwankungen einen Fuß zum Abstützen.
     
  • Geschwindigkeit erhöhen
    Fahren Sie zunächst langsamer als gewohnt los, erhöhen Sie nach und nach die Geschwindigkeit. So erhalten Sie ein Gefühl für die Schubkraft des Anhängers, wenn dieser in Fahrt ist.
     
  • Bremsen
    Bremsen Sie bei langsamer Fahrt vorerst leicht, anschließend auch einmal stärker und bei höherem Tempo. Beachten Sie, dass der Bremsweg mit Fahrradanhänger länger ist. Je schneller Sie fahren, desto schneller rollt auch der Anhänger und benötigt mehr Zeit, um zum Stillstand zu kommen. Fahren Sie mit dem Anhänger einen kleinen Abhang hinunter und üben Sie dabei das Bremsen. Der Anhänger hat noch zusätzlich Schub, wenn er einen Hang hinab gleitet und der Bremsweg verlängert sich entsprechend.
     
  • Kurven fahren
    Fahren Sie erst weitwinklige Kurven. Bremsen Sie vor einer Biegung leicht ab und lenken Sie je nach Form rechts oder links ein, im Scheitelpunkt beschleunigen Sie. Achten Sie auf den Winkel zwischen Fahrrad und Anhänger und fahren Sie engere Kurven. Bei zu hohen Geschwindigkeiten in einer Kurve kann der Anhänger seitlich ausbrechen.

  • Hindernisse
    Lernen Sie Abstände richtig abzuschätzen, um sicher zwischen Hindernissen hindurch zu fahren. Als Richtwert kann die Breite des Lenkers oder auf beiden Seiten nach außen gestreckte Ellenborgen helfen. Sein Sie vorsichtig bei Anhängern, die nicht mittig laufen.
     
  • Wendemanöver
    Sie wenden am besten, indem Sie dazu eine Linkskurve fahren. Tiefdeichseln sind links am Fahrrad angebracht und können dem Hinterrad so beim Wenden nicht in die Quere kommen.
     
  • Insassen
    Ein wenig mehr Eigenbewegung kann im Anhänger entstehen, wenn sich die Insassen bewegen. In dem Fall müssen Sie eventuell etwas mehr mit dem Körper dagegen steuern.  Wer mit Kindern fährt, sollte seinen persönlichen Fahrstil anpassen. Meiden Sie unebene Strecken und reduzieren Sie die Geschwindigkeit.
Achtung!

Das Gespann hat größere Abmessungen als ein einzelnes Fahrrad.
Bleiben Sie daher auf Verkehrsinseln nur dann stehen, wenn Sie einschätzen können, dass diese lang und breit genug für Sie und Ihren Radanhänger sind. Während des Abbiegens sollten Sie darauf achten, mit Ihrem großen Gespann nicht den kompletten Radweg zu blockieren.
 

Wo darf ich mit einem Fahrradanhänger fahren?
Anhänger dürfen wie Fahrräder auf entsprechend ausgeschilderten Radwegen fahren. Auf der Straße fahren dürfen Sie nur, wenn der Radweg nicht vorhanden ist, es keine Benutzungspflicht für den Radweg gibt oder dieser nicht befahrbar ist.
Zudem müssen Sie den Radweg mit Fahrradanhänger nicht nutzen, wenn dieser durch zu enge Verkehrspoller oder eine Schranke für das Gespann nicht erreichbar ist. Das Fahren auf dem Gehweg ist verboten.
 

Tipp

Besonders auf schmalen Wegen kann es mit Anhängern eng werden, vor allem, wenn Ihnen noch jemand entgegenkommt. Versuchen Sie daher selbst, immer auf der richtigen Straßenseite zu fahren, um dieses Risiko zu minimieren. Auch die meisten Unfälle entstehen dadurch, dass Radfahrer auf der falschen Seite unterwegs sind.

Hunde

Unter welchen Umständen ist ein Fahrradanhänger für Hunde sinnvoll?
Hunde sollten in der Regel alleine laufen, denn ausgedehnte Spaziergänge und Touren aus eigener Kraft sind für sie gesund. Gerade für junge Hunde, deren Knochenbau und Muskeln sich noch entwickeln, ist viel Auslauf wichtig. Sinnvoll ist ein Hundeanhänger in folgenden Fällen:
 

  • Lange Touren
    Verfügt ihr Hund nicht über genügend Ausdauer, um auch lange Fahrradtouren durchzuhalten, kann er im Anhänger entspannen. Das kann bei kleinen, älteren oder auch kranken Hunden durchaus der Fall sein. Hunde können zudem Muskelkater bekommen.
     
  • Transport zum Tierarzt
    Der Anhänger kann helfen, wenn Sie ihren Hund liegend transportieren wollen. Er ist gleichzeitig vor Wind und Wetter geschützt.
     
  • Leinenzwang
    In der Stadt oder Nationalparks dürfen Sie Hunde nicht immer ohne Leine mitnehmen. Im Anhänger nehmen Sie den Hund sicherer mit, als wenn Sie ihn an einer Leine neben dem Rad laufen lassen.
Bedenken Sie

An warmen Tagen kann es im Fahrradanhänger für Hunde sehr heiß sein.
Prüfen Sie regelmäßig die Temperatur im Inneren des Anhängers. Machen Sie außerdem Pausen, lüften Sie den Anhänger gut durch und schließen Sie während der Fahrt nur das Moskitonetz. Nehmen Sie außerdem genügend Wasser für Ihren Hund mit.
 

Wie kann sich der Hund am besten an den Fahrradanhänger gewöhnen?
Nicht jeder Hund lässt sich einfach in einen Fahrradanhänger setzen und fährt entspannt mit. Einige Hunde benötigen etwas Gewöhnung. Hilfreich für die Übung ist es, wenn Hunde eine Basis-Ausbildung haben und schon einmal auf Kommandos wie „Sitz“, „Platz“ und „Beifuß“ hören.

Einige Tipps für die einzelnen Gewöhnungsetappen:
 

  • Aufbau abmontieren
    Verwenden Sie zunächst nur den Aufbau, um mit dem Hund zu trainieren. Die gleichzeitige Bewegung in der Kabine während der Fahrt kann ihn sonst zunächst erschrecken.
     
  • Leckerlies und Belohnungen
    Setzen Sie positive Signale, wenn ihr Hund mit dem Anhänger interagiert. Das motiviert und er bekommt keine Angst vor dem Gefährt.
     
  • Feststellbremse
    Achten Sie darauf, dass die Feststellbremse des Hundeanhängers angezogen ist, wenn der Hund mit dem kompletten Radanhänger übt. So rollt der Anhänger nicht plötzlich los, wenn der Hund hineinspringt.


So können Sie Ihren Hund an den Hundefahrradanhänger gewöhnen:
 

  1. Locken Sie ihn mit Leckerlies in das Innere der Kabine.
  2. Geben Sie das Kommando „Bleib“ und üben Sie, dass Ihr Hund im Anhänger verweilt und erst herauskommt, wenn Sie ihn auffordern.
  3. Schließen Sie das Moskitonetz, später auch das komplette Verdeck, während der Hund im Anhänger ist.
  4. Wenn Ein- und Aussteigen sowie Verbleiben im Fahrradanhänger-Aufbau gut funktionieren, montieren Sie den Aufbau wieder an das Gestell und üben mit Ihrem Vierbeiner erneut das Ein- und Aussteigen beziehungsweise Sitzenbleiben im Anhänger.
  5. Schieben Sie den Anhänger samt Hund vorsichtig. Loben Sie Ihren Hund, wenn er im Anhänger ruhig bleibt.
  6. Fahren Sie mit dem Hund im Anhänger. Üben Sie auf wenig befahrenen Wegen mit möglichst geringer Ablenkung für den Hund und steigern Sie nach und nach die Länge Ihrer Fahrradtouren. So kann er sich langsam an die Tour im Fahrradanhänger gewöhnen.


 

Kinder

Müssen Kinder im Fahrradanhänger einen Helm tragen?
In Deutschland besteht keine Helmpflicht für Radfahrer, auch nicht für Kinder. Es wird allerdings empfohlen, dass vor allem Kinder im Straßenverkehr einen Helm tragen sollen.

Mit einem Helm reduziert sich das Risiko von Kopfverletzungen bei einem Unfall. Wichtig ist, dass das Kind in Fahrradanhängern mit Fahrgastzelle auch mit Helm genügend Kopffreiheit hat.

Weitere Informationen zur Bauweise und typischer Ausstattung der Kinderanhänger lesen Sie in unserem Kaufberater.

Welche Kleidung sollte mein Kind im Fahrradanhänger tragen?
Im Kinderfahrradanhänger ist keine spezielle Kleidung notwendig, da Kinder im Anhänger vor Wind und Wetter geschützt mitfahren. Passen Sie die Kleidung des Kindes wie gewohnt an die Wetterverhältnisse an. Da sich das Kind jedoch - ähnlich wie in einem Buggy - nicht selbst bewegt, sollten Sie darauf achten, dass es an kalten Tagen entsprechend wärmer angezogen ist oder es gegebenenfalls mit einer Decke vor der Kälte schützen.

Kann das Fahren im Fahrradanhänger zu gesundheitlichen Schäden bei Kindern führen?
Dass die Mitnahme im Fahrradhänger unter Umständen gesundheitliche Folgen für Kinder haben kann, ist nicht ausgeschlossen. Während der Fahrt wirken auf die kleinen Mitfahrer Beschleunigungskräfte, die insbesondere durch hohe Geschwindigkeiten auf unruhigen Untergründen oder das Überfahren von Bordsteinkanten verstärkt wirken. Das zeigte eine Untersuchung der Universität Wuppertal.
 

Wissenswert

Im Gegensatz zum Fahrradfahrer sehen Kinder im Fahrradanhänger nicht, wann sie mit Muskelanspannung Erschütterungen ausgleichen müssen.

Schlecht für die Wirbelsäule ist etwa, wenn Kinder gekrümmt im Anhänger sitzen. Die Wirbelsäule kann so ihre Funktion als natürlicher Stoßdämpfer nicht gut erfüllen. Abhilfe schaffen Sitz- und Stützsysteme, die entsprechend Komfort für die Kinder im Kinderanhänger bedeuten. Kopfstützen und Polster an den Sitzen oder auch Sitzschalen sorgen ebenso wie richtig eingestellte Gurt-Systeme dafür, dass die Kinder sicher und komfortabel im Anhänger sitzen.

Außerdem kann der eigene Fahrstil dazu beitragen, die Erschütterungen im Radanhänger zu verringern: Vermeiden Sie unebene Strecken oder befahren Sie diese nur in geringem Tempo. Zusätzlich werden Stöße durch eine Federung abgemildert.

Ausführliche Informationen zur sicheren Ausstattung von Kinderfahrradanhängern haben wir Ihnen in unserem Kaufberater im Kapitel Sicherheit zusammengestellt.

Wie können Babys sicher im Fahrradanhänger transportiert werden?
Auch die Kleinsten können Sie im Fahrradanhänger mitnehmen. Babys und Kleinkinder sollten Sie stets nur in geeigneten Babyschalen bzw. -sitzen oder Stütz-Systemen transportieren. Erschütterungen für die Kinder sollten Sie bereits durch den Fahrstil reduzieren. Eine Federung des Anhängers und nicht zu hart aufgepumpte Reifen tragen ebenfalls zum sicheren und komfortablen Transport bei.
 

Wissenswert

Kleinkinder können im Radanhänger den Knochen- und Muskelapparat nicht so nutzen, wie der Fahrer im Sattel. Erschütterungen durch eine Bodenwelle oder ein Schlagloch fangen Kinder nicht so einfach ab und bleiben den wirkenden Beschleunigungskräften ausgesetzt. Insbesondere in einer schiefen Sitzposition können die Stöße sich schadhaft auswirken.

Wie befestige ich eine Babyschale im Fahrradanhänger?
Der Einbau einer Babyschale in einen Anhänger ist abhängig vom Modell des Anhängers bzw. der Babyschale selbst. Eine typische Schale in einem Kinderanhänger mit Fahrgastzelle für 2 Kinder befestigen Sie wie folgt:
 

  1. Entfernen Sie den Bezug der Babyschale.
  2. Befestigen Sie die einzelnen Spanngurte an den vorgesehenen Aussparungen an der Babyschale.
  3. Platzieren Sie die Babyschale auf der rechten, fahrbahnabgewandten Seite auf der Sitzfläche des Anhängers.
  4. Führen Sie die Spanngurte nach Vorgabe des Herstellers durch Ösen und Gurtschlaufen sowie am Gestell des Anhängers entlang. Beginnen Sie unten, dann in der Mitte und anschließend oben. Die Spanngurte führen Sie stets hinter vorhandenen Sicherheitsgurten entlang.
    Für das Verlegen des oberen Spanngurtes müssen Sie je nach Modell die Heckklappe des Anhängers öffnen, um ihn am hinteren Gestell entlang zu führen.
  5. Sind die Spanngurte richtig positioniert, zurren Sie diese fest und prüfen Sie den festen Sitz der Schale.
  6. Befestigen Sie den Bezug der Babyschale.
Recherche Tipp

Genaue Informationen zur Montage finden Sie in der Gebrauchsanleitung des Herstellers von Fahrradanhänger bzw. Babyschale.

Pflege

Wie reinige und warte ich einen Fahrradanhänger am besten?
 

  • Metall-, Holz oder Kunststoffladeflächen
    Lastenanhänger mit Metall-, Holz oder Kunststoffladeflächen können Sie mit einem Handfeger reinigen und gegebenenfalls feucht nachwischen.
     
  • Gestell
    Das Gestell reinigen Sie mit lauwarmen Wasser und leichten Reinigungsmitteln.
     
  • Felgen
    Der Untergrund, auf dem die Bremsbelege greifen, darf nicht mit schmierenden Mitteln bearbeitet werden. Das verringert die Bremseigenschaften.
     
  • Anhänger mit textilem Aufbau
    Radanhänger mit textilem Aufbau reinigen Sie innen am besten mit dem Staubsauger oder wischen sie mit einem feuchten Tuch ab. Polster und Bezüge können Sie oftmals sogar in der Waschmaschine bei niedrigen Temperaturen waschen. Beachten Sie dazu die Herstellerinformationen. Lassen Sie die Textilien nach der Reinigung gut trocknen. Nutzen Sie möglichst kein heißes, sondern lauwarmes Wasser. Heißes Wasser kann das Material der Fensterscheiben beeinträchtigen. Sie können nach der Reinigung auch ein Imprägnier-Spray – beispielsweise für Outdoor-Jacken mit hoher Wassersäule - verwenden, damit das Material wasserabweisend bleibt.
Achtung!

Heißes Wasser und scharfe Reinigungsmittel reagieren unter Umständen mit dem Material des Anhängers. Reinigungsmittel, die fettlösend sind, dürfen nicht mit gefetteten Teilen wie Radnaben oder Deichsel- und Kupplungssystemen in Verbindung kommen. Achten Sie darauf, dass in diese Bauteile sowie in Bremsen oder Federungen kein Wasser hineinläuft.

Überprüfen Sie regelmäßig die Funktionstüchtigkeit des Radanhängers:

  • Reifen können leicht Verschleiß aufweisen (defekte Lager, Achten, abgefahrene Mäntel)
  • Das Deichsel-System und die Kupplung bzw. Fangbänder müssen einwandfrei funktionieren
  • Schrauben, Muttern und Schnellspanner müssen richtig angezogen sein
  • Vergewissern Sie sich, dass Gurtschnallen oder Karabinerhaken richtig schließen
  • Prüfen Sie, ob Handbremse und Feststellbremse richtig fassen bzw. ob die Auflaufbremse funktioniert
Recherche Tipp

Ausführliche Informationen zur Reinigung Ihres Fahrradanhängers können Sie in der Regel in der mitgelieferten Gebrauchsanleitung des Herstellers nachlesen.

Wo verstaue ich den Fahrradanhänger am besten?
Trockene und gut belüftete Räume eignen sich gut, um Anhänger dort abzustellen. Das können beispielsweise Carport, Treppenhaus oder Garage sein.

Bedenken Sie

Eine hohe Luftfeuchtigkeit am Aufbewahrungsort kann zu Bildung von Schimmel an textilen Aufbauten führen.

Wer keine Möglichkeit hat, seinen Fahrradanhänger drinnen abzustellen, kann auch passende Schutzplanen erwerben. Achten Sie darauf, dass diese Faltgaragen groß genug sind, damit der Anhänger ausreichend belüftet ist.

Faltbare Modelle erleichtern das Verstauen. Manche Anhänger können einfach zusammengeklappt und auch in kleinen Wohnungen, Fluren oder engen Garagen oder Kellerräumen ein sicheres Plätzchen finden.
 

Mehr Informationen zu Schutzplanen und Faltfunktion erhalten Sie in unserem Kaufberater.

Wie kann ich meinen Fahrradanhänger von Schimmelpilzbefall befreien?
Schimmelflecken auf den Textilien des Fahrradanhängers können Sie mit schwach alkoholhaltigem Reiniger, Bleichmittel auf Sauerstoffbasis oder auch Teebaumöl lösen. Je nach Stärke des Befalls bietet es sich auch an, die Textilien abzunehmen und bei einer niedrigen Temperatur mit einem Hygiene-Spüler zu waschen. Beachten Sie dazu auch die Anleitung des Herstellers.
 

Tipp

Schimmelpilze bilden sich am Radanhänger durch eine fehlerhafte Lagerung, beispielsweise eine hohe Luftfeuchtigkeit und schlechte Belüftung. Lagern Sie den Anhänger an einem trockenen Ort und vermeiden Sie so die Bildung der Schimmelflecken.

Wie lässt sich der Fahrradanhänger reparieren?
Nicht für jede Reparatur am Fahrradanhänger müssen Sie zum Fachmann, einige Probleme können Sie selbst beheben:
 

  • Kupplung
    Beschädigte Teile an einer Kupplung sollten Sie besser nicht selbst reparieren. Immerhin ist die Kupplung ein wichtiges Bauteil, das Ihr Zug-Fahrrad und den Anhänger verbindet und einwandfrei funktionieren muss. Allerdings können Sie den Kupplungsadapter als Ersatzteil bei den meisten Herstellern einfach nachkaufen, inklusive passender Anbau-Anleitungen.
     
  • Risse in Textilien
    Bei Rissen in der textilen Abdeckung können Sie sich an den Hersteller wenden und unter Umständen passende Reparatur-Sets mit Textil-Flicken erhalten.
     
  • Platten
    Einen platten Reifen können Sie selbst reparieren. Flickzeug oder auch einen neuen Fahrrad-Schlauch können Sie einfach nachkaufen. Die kleinen Räder werden wie ein Fahrrad-Reifen geflickt.


So flicken Sie Ihren Reifen:

  1. Bauen Sie den Reifen vom Anhänger ab. Beachten Sie dazu gegebenenfalls die Informationen vom Hersteller.
  2. Lassen Sie die gesamte Luft vom Reifen ab. Schrauben Sie alle Muttern und Ventilkappen vom Ventil ab, damit der Schlauch später durch das Loch in der Felge passt.
  3. Drücken den Mantel etwas zusammen, damit er sich leichter ablösen lässt.
  4. Beginnen Sie auf einer Seite des Laufrades, den Mantel abzulösen.
    Nutzen Sie dafür keine spitzen Gegenstände, sondern zwei sogenannte Mantelheber. Ein Mantelheber wird mit der flachen Seite unter den Mantel geschoben und in der Speiche festgehakt. Mit dem zweiten Mantelheber ziehen Sie vorsichtig zwischen dem entstandenen Spalt zwischen Mantel und Felge und lösen den Mantel dadurch langsam aus der Felgenkammer heraus.
  5. Wiederholen Sie den Vorgang mit den Mantelhebern auch auf der anderen Seite des Laufrades.
    Nun halten Sie den Mantel in den Händen. Prüfen Sie sorgfältig, ob im Profil des Mantels spitze Gegenstände stecken, die den Platten verursacht haben und entfernen Sie diese gegebenenfalls. Ist der Mantel sehr stark beschädigt oder abgefahren, nutzen Sie einen neuen.
  6. Lösen Sie den Schlauch aus der Felge. Drücken Sie zum Schluss das Ventil durch das Ventilloch in der Felge.
    Jetzt können Sie den Schlauch flicken. Nutzen Sie dazu die Anleitung auf Ihrem Flickzeug. Oder Sie benutzen einen neuen Fahrradschlauch. Schrauben Sie von diesem die Ventilkappe und die Ventilschraube ab.
  7. Stecken Sie den heilen Mantel an einer Seite der Felge wieder komplett in die Felgenkammer. Sie können einen Mantelheber zu Hilfe nehmen und mit dessen flacher Seite den Mantel hinter die Felge in die Kammer drücken.
  8. Stecken Sie das Ventil des heilen Fahrradschlauches in das Ventilloch in der Felge und legen Sie den Schlauch anschließend in den Zwischenraum von Mantel und Felgenkammer.
  9. Stecken Sie nun die andere Seite des Mantels in die Felgenkammer.
    Passen Sie auf, dass kein Stück des Schlauches zwischen Felge und Mantel eingeklemmt ist. Andernfalls haben Sie gleich wieder einen Platten.
  10. Befestigen Sie die Ventilschraube am Ventil. Drehen Sie diese nicht zu fest, lassen Sie etwa 1-2 mm Platz zur Innenfelge, da so Erschütterungen dem Schlauch nichts anhaben können
  11. Befestigen Sie das Rad wieder am Anhänger.
  12. Pumpen Sie den Reifen mit Luft auf. Etwa 2 bar Luftdruck sind für die Fahrradanhänger-Reifen optimal. Schrauben Sie zum Schluss die Ventilkappe auf. Schon kann die Fahrt wieder losgehen.


 

Preis

Wie viel kostet ein Fahrradanhänger?
Der Preis eines Fahrrad-Anhängers hängt vom Produkttyp ab, für den Sie sich entscheiden. Auch das Material, die Größe sowie die Zusatzausstattung und Umbaumöglichkeiten können Auswirkungen auf den Preis des Anhängers haben.

Lastenanhänger finden Sie in einer Preisspanne von ca. 45–550 €.

Reiseanhänger kosten je nach Modell zwischen 50–550 €.

Kinderfahrradanhänger können ca. 90–1.200 € kosten.

Hundefahrradanhänger können Sie zu Preisen von ca. 80–650 € erwerben.

Informieren Sie sich ausführlich über die Grundausstattung sowie Zusatzausstattung für Fahrradanhänger und überlegen Sie anschließend, welche Abstriche Sie machen möchten.

Sicherheit

Was macht einen sicheren Fahrradanhänger aus?
Damit sich beim Unfall kein Insasse des Fahrradanhängers verletzt, sollte der Anhänger über die notwendige Sicherheitsausstattung verfügen.

Ein sicherer Fahrradanhänger sollte folgende Merkmale aufweisen:
 

  • Kippsicherer Kupplungs- und Deichsel-Mechanismus
    Dieser verhindert, dass der Anhänger auch während eines Sturzes des Zug-Fahrrads nicht umfällt.
     
  • Formstabiles Gestell
    Bei Überschlägen schützen das Gestänge wie ein Überrollkäfig, verbiegt sich also durch die Krafteinwirkung nicht.
     
  • Seiten-Aufprallschutz
    Dieser mildert seitliche Stöße ab.
     
  • Schutzbügel und -kappen
    Durch abgesicherte Ecken und Kanten bleibt der Anhänger nicht so leicht an Hindernissen hängen.
     
  • Sicherungssystem
    Sicherheitsgurte sowie Sitz- und Stützsysteme für kleinere Kinder halten die Insassen sicher im Sitz.
     
  • Eine verkehrssichere Ausstattung
    Beleuchtung, Wimpel, Signalfarben und Reflektoren erhöhen die Sichtbarkeit im Straßenverkehr.
     
  • Spurtreue
    Das Eigengewicht des Anhängers spielt für die Straßenlage eine wesentliche Rolle, wenn Sie sehr leichte Fracht sicher transportieren. Ein schwerer Anhänger mit breiterer Spur liegt durch seinen tiefen, mittigen Schwerpunkt besser auf der Straße als beispielsweise einspurige Leichtgewichte.

Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie im Kaufberater unter dem Gliederungspunkt Sicherheit.

Ist ein Fahrradanhänger oder ein Kindersitz sicherer bei Unfällen?
Mit einem Kindersitz haben die Eltern mehr Nähe zum Kind und auch die Fahreigenschaften des Rades werden nicht so sehr beeinträchtigt wie mit einem Fahrradanhänger, was die Unfallgefahr etwas verringern kann. Crashtests beweisen, dass jedoch im Falle eines Unfalls die Kinder im Anhänger besser geschützt sind als im Kindersitz.

Beim Aufprall mit einem PKW kann das Anhänger-Gestell die Kinder schützen: Viele Modelle sind mit Überrollkäfigen ausgestattet, die sich auch beim Überschlagen des Anhängers nicht so leicht verbiegen. Schutzbügel an den Seiten dämmen einen Aufprall. Das massive Gestell verleiht Fahrradanhängern allerdings ein höheres Gewicht. Mit Fahrrad und Kindersitz kommen Sie schneller zum Stehen als mit Radanhänger.

Fällt ein Kind aus dem Anhänger, so ist die Fallhöhe sehr viel geringer, als wenn es vom Fahrrad-Kindersitz rutscht. Beim Fahrradsturz kippt das Kind im Kindersitz mit um, im Anhänger bleibt es meist sicher sitzen. Viele Anhängerkupplungen sind so konstruiert, dass der Anhänger nicht kippen kann.

Recherche Tipp

Der Allgemeine Deutsche Automobil Club (ADAC) hat einen Kinderanhänger und einen Fahrradkindersitz auf Fahrverhalten und Sicherheit sowie auf Handhabung und Komfort getestet. In puncto Sicherheit schneidet der Anhänger deutlich besser ab.

Wie können Fahrradanhänger im Straßenverkehr besser von Autofahrern gesehen werden?
Fahrradanhänger sind grundsätzlich sehr viel niedriger als das Fahrrad gebaut, von dem sie gezogen werden. Damit liegen sie unterhalb der Augenhöhe von Autofahrern. Um Autofahrern rechtzeitig aufzufallen, sollten sowohl Anhänger als auch Zug-Fahrrad mit entsprechender Beleuchtung, Rückstrahlern und Seitenreflektoren ausgestattet sein.

Besonders wichtig ist das Anbringen eines Wimpels an einer kleinen Fahnenstange am Anhänger: Der Wimpel befindet sich auf Augenhöhe des Autofahrers.
 

Tipp

Auch die Farbe eines Fahrradanhängers trägt zur Sicherheit im Straßenverkehr bei: Anhänger in Signal-Farben wie etwa rot, gelb, orange oder auch pink werden von anderen Verkehrsteilnehmern schneller wahrgenommen als graue oder schwarze.

Zur Sichtbarkeit kann es außerdem beitragen, wenn der Anhänger insgesamt hoch liegt und der Aufbau nicht unterhalb einer normalen PKW-Stoßstange beginnt, sondern erst in 30-40 cm Höhe.

Weitere Hinweise zur Sicherheit eines Fahrradanhängers haben wir in unserem Kaufratgeber zusammengestellt.

Mit welchen Kennzeichen sollte ein sicherer Fahrradanhänger versehen sein?
Hersteller sind verpflichtet, ihre Anhänger mit einem Typenschild auszuweisen. Vorschriftsmäßig ist es an gut sichtbarer Stelle angebracht und aus einem haltbaren Material gefertigt.

Darauf müssen die Hersteller folgende gesetzlich vorgeschriebenen Angaben machen:

  • Name und Anschrift des Herstellers oder seines gesetzlichen Vertreters
  • Rahmennummer, Typ und Baujahr des Modells
  • Nutzlast, Gesamtmasse und ggf. Angaben zur Stützlast
  • Bei Anhängern für Kinder zusätzlich Mindestalter und maximale Größe (Körpersitzhöhe) der beförderten Personen
  • Bestätigung, dass der Anhänger mit den Vorschriften der StVZO übereinstimmt


Jedem Anhänger muss eine Montage- und Bedienungsanleitung in deutscher Sprache beigelegt sein. Zusätzlich geben Hersteller Bedienungs- und Sicherheitshinweise:

  • Hinweise zu Gefahren durch nachträgliche Anbauten oder Veränderungen, insbesondere an der Anhängerkupplung
  • Belehrungen zu verändertem Fahr- oder Bremsverhalten
  • Für Kinderanhängern zusätzlich Empfehlungen für Sitzposition, Anlegen von Sicherheitsgurten oder Tragen von Schutzhelmen


Weitere Sicherheitskennzeichnungen sind:

  • Prüfnorm DIN EN 15918
    Europaweit gelten für alle zweispurigen Fahrradanhänger und deren Befestigungssysteme dieselben sicherheitstechnischen Anforderungen und zugehörigen Prüfverfahren nach der genannten DIN-Prüfnorm.
     
  • GS-Siegel
    GS steht für „Geprüfte Sicherheit“. Das Siegel bescheinigt, dass der Anhänger den gesetzlichen Anforderungen für Produktsicherheit entspricht.
     
  • TÜV-Zertifizierungen
    Prüfungen der Technischen Überwachungsvereine (TÜV) werden auf privatwirtschaftlicher Basis durchgeführt, die Prüfmerkmale sind dabei nicht ausschließlich durch Gesetze vorbestimmt. Die Prüfer treffen Aussagen zu Qualität und Sicherheit der Fahrradanhänger:
     
  • Schadstoffgeprüft
    Der Hinweis belegt, dass über gesetzliche Anforderungen hinaus chemische Prüfungen zur Feststellung des Schadstoffgehalts verwendeter Materialien durchgeführt wurden.
     

Vorschriften

Was muss ich bei der Nutzung von Fahrradanhängern im Straßenverkehr beachten?
Regelungen zur Zulässigkeit von Fahrradanhängern im Straßenverkehr leiten sich aus Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) ab. Es gibt darin keine eigenständigen Zulassungsbestimmungen für Anhänger, die Regelungen für Kraftfahrzeuge sind daher grundlegend.

Die maximalen Maße für Fahrradanhänger im Straßenverkehr laut StVZO sind:
 

  • Länge 200 cm
  • Breite 100 cm
  • Höhe 140 cm


Nur Spezialanhänger zum Transport von Sportgeräten dürfen auch eine Länge 400 cm aufweisen.

Die lichttechnische Ausrüstung des Fahrradanhängers ist nach § 22a StVZO definiert und richtet sich maßgeblich nach der Breite des Anhängers. Sie benötigen Rückstrahler, die nach vorn und hinten wirken sowie ein rotes Rücklicht, ab einer Breite von 0,8 m zusätzlich ein weißes Vorderlicht und Seitenstrahler.
 

Weitere Informationen zu Beleuchtung und Reflektoren am Fahrradanhänger finden Sie in unserem Ratgeber im Kapitel Sicherheit.

Als rechtliche Orientierung wird zudem das „Merkblatt für das Mitführen von Anhängern hinter Fahrrädern“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Wohnungswesen aus dem Jahr 1999 herangezogen, in welchem wesentliche Anforderungen für Fahrradanhänger zusammengefasst sind. Das betrifft insbesondere Vorschriften zum Gesamtgewicht und zur Kennzeichnung des Anhängers.

Nach den Vorgaben des Merkblattes liegt die zulässige Gesamtmasse ungebremster Anhänger bei maximal 40 kg, bei gebremsten Modellen bei höchstens 80 kg. Die zulässige Gesamtmasse ergibt sich aus der maximalen Belastbarkeit und dem Eigengewicht des Anhängers: Ermitteln Sie das Leergewicht des Anhängers anhand der Herstellerinformationen, um festzustellen, mit wieviel zusätzlicher Beladung Sie den Anhänger belasten dürfen.

Achtung!

Bei Überladung können Anhänger leichter kippen, die Fahreigenschaften verändern und sowohl eigene Achse und Gestell als auch das Zug-Fahrrad beschädigen.

Personen dürfen Sie im Fahrradanhänger nur auf entsprechenden Sitzen transportieren. In der Straßenverkehrsordnung (StVO) sind Transport- und Altersbestimmungen geregelt.

Ab welchem Alter und wie lange dürfen Kinder im Fahrradanhänger mitfahren?
Ein Mindestalter dafür, ab wann Kinder im Fahrradanhänger transportiert werden dürfen, ist gesetzlich nicht vorgegeben. Experten empfehlen, dass Babys ab frühestens ab 6 Monate im Anhänger mitfahren sollten. Es ist ratsam, die Kinder in geeigneten Sitzsystemen zu transportieren, wenn sie noch sehr klein sind. Es gibt passende Stützsysteme und Babyschalen für Fahrradanhänger, die Kinder vor Erschütterungen und Stößen schützen.

Kinder über 7 Jahre dürfen Sie laut Straßenverkehrsordnung (StVO) nicht mehr im Anhänger mitnehmen. Ein Verstoß gegen die Altersbeschränkungen zur Mitnahme von Kindern auf dem Fahrrad wird mit einem Bußgeld bestraft. Die Altersbeschränkung gilt nicht, wenn die mitfahrende Person eine Behinderung hat.

Wer darf im Fahrradanhänger transportiert werden?
Es dürfen Kinder bis 7 Jahre bzw. Personen mit Behinderung im Fahrradanhänger transportiert werden. Generell dürfen nur maximal 2 Personen im Fahrrad-Anhänger transportiert werden. Es ist nicht zulässig, dass bei zwei Kindern im Fahrrad-Anhänger auch noch ein drittes Kind im Kindersitz auf dem Fahrrad mitfährt. Verstöße gegen diese Auflagen der StVO werden mit einem Bußgeld geahndet.

Wer darf den Fahrradanhänger ziehen?
Fahrradanhänger dürfen im Straßenverkehr nur von Personen auf dem Fahrrad gezogen werden, die mindestens 16 Jahre alt sind. Bei Zuwiderhandlung gegen die Bestimmungen der StVO droht eine Geldstrafe.

Darf ich mit dem Fahrradanhänger ins Ausland reisen?
Es gibt länderspezifische Regelungen. Wer mit dem Fahrradanhänger ins Ausland reisen möchte, muss sich vorab über geltende Bestimmungen informieren.

So ist beispielsweise das Fahren mit Fahrradanhänger in Kroatien oder Tschechien verboten. In Luxemburg benötigt man eine Erlaubnis. In Österreich gibt es konkrete Regelungen für Anhänger und Zug-Fahrrad, die in der Österreichischen Fahrradverordnung niedergelegt sind. Beispielsweise gilt hier auch eine Helmpflicht für Kinder unter 12 Jahren, auch bei der Beförderung des Kindes im Fahrradanhänger. In der Schweiz müssen Anhänger mit Reflektoren ausgestattet sein und dürfen ein maximales Gesamtgewicht von 80 kg haben. In Italien sind es sogar nur 50 kg.

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