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Autokindersitze (1.482 Ergebnisse aus 50 Shops)

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Bei Kindersitzen gibt es unterschiedliche Produkttypen. Je nach Sitz-Umgebung und Alter des Kindes wird zwischen Autokindersitz, Babyschale oder einfacher Sitzerhöhung unterschieden.

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Die Klassifizierung von Autokindersitzen erfolgt in Körpergewichtsklassen. Einzelne Normgruppen sind: Klasse 0 für ein Körpergewicht von 0 bis 10 kg und einem Alter von 0 bis 1 Jahr (Sitzart Babyschale). Klasse I für 9 bis 18 kg und 1 bis 4,5 Jahre (Sitzart Kindersitz). Klasse II für 15 bis 25 kg und 3,5 bis 7 Jahre (Sitzart Sitzerhöhung oder Kindersitz). Klasse III von 25 bis 36 kg und 7 bis 12 Jahre (Sitart Sitzerhöhung). Mitwachsende Sitze sind: Klasse 0+ von 0 bis 13 kg und 0 bis 2 Jahre (Babyschale). Klasse 0/I von 0 bis 18 kg und 0 bis 5 Jahre. Klasse I/II von 9 bis 25 kg und 1 bis 7 Jahre. Klasse I/II/III von 9 bis 36 kg und 1 bis 12 Jahre und Klasse II/III von 15 bis 36 kg und 3,5 bis 12 Jahre.

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Sitzbefestigung
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Kindersitze können mit unterschiedlichen Systemen im Auto befestigt sein. Die einfache Gurtbefestigung funktioniert in fast jedem Automodell. Die neueren Systeme erleichtern den Einbau und sorgen für noch mehr Sicherheit beim Fahren.

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Ein Kindersitz kann in gefährlichen Situationen zum Lebensretter werden. Allerdings unterschätzen Eltern oftmals die Relevanz der Sitze und gefährden damit das Leben ihrer Kinder. Um die Sicherheit ihrer Kinder zu gewährleisten, sollten sich Eltern vor dem Kauf unbedingt über die gängigen Sicherheitsvorschriften informieren.


Das Gewicht und Alter des Kindes spielt bei der richtigen Wahl des Sitzes eine entscheidende Rolle. Eltern sollten unbedingt darauf achten, dass der Sitz von amtlichen Prüfstellen getestet und gegebenenfalls mit einem Prüfsiegel ausgezeichnet.

Seit 1993 sind Fahrzeugführer in Deutschland dazu verpflichtet, Kleinkinder und Kinder bis zum 12. Lebensjahr ordnungsgemäß in einem Autokindersitz mitzunehmen. 3 Abstufungen differenzieren unterschiedliche Sitztypen je nach Gewicht und Alter des Kindes.

0 und 0+ fasst die erste Altersgruppe zusammen. Säuglinge und Kleinkinder bis 13 kg müssen in so genannten Babyschalen, welche entgegen der Fahrtrichtung fixiert werden, gesetzt. Die rückwärts gerichtete Schale schützt die empfindlichen Körperstellen des Kindes. Der Kopf- Hals- und Rückenbereich wird durch die Schale rundum gesichert. Der Sicherheitsfaktor ist bei diesen Modellen sehr hoch, darum sollte man nicht zu früh zu anderen Sitztypen wechseln.

Für Kinder mit einem Gewicht von 9 bis 18 kg (bis ca. 4 Jahre) gibt es zwei unterschiedliche Systeme zur Befestigung des Kindes. Gewichtsklasse I offeriert einerseits das Hosen- oder Fangkörpersystem, die beide ihre Vor- und Nachteile haben. Mit einem Hosenträgersystem ist das Kind bei einem Frontunfall besser geschützt gegenüber anderen Systemen. Ein Nachteil ist allerdings, dass das Kind sehr schnell schwitzt. Der Hosenträgergurt sollte stets straff anliegen, sodass bei einem Unfall das Kind nicht zusätzlich durch den Gurt verletzt wird. Der Fangkörper dämpft im Falle eines Aufpralls die Geschwindigkeit ab und schützt die sensiblen Körperpartien.

Die Gewichtsklassen II und III umfassen 15-25 kg (ca 1 ½ bis 7 Jahre) beziehungsweise 22-36 kg (6-12 Jahre). Bei Kindern dieser Gewichtsklasse ist der Kopf- Hals- und Rückenbereich bereits vollständig ausgeprägt, sodass hier der Bedarf einer Sitzerhöhung besteht. Viele Sitze sind zusätzlich mit Rücken- bzw. Schlafstützen ausgestattet, welche die Fahrt für das Kind noch bequemer machen.

Kombi-Kindersitze sind zwar sehr praktisch, da der Sitz je nach Gewicht und Größe umfunktioniert werden kann, jedoch sollte man beachten, dass während des Wachstums des Kindes die Körperproportionen und die Bedürfnisse in diesem relativ langen Altersabschnitt von Kind zu Kind variieren kann.

Sicherheit
Es gibt mehrere Typen von Sicherheitstypen, welche mit unterschiedlich vielen Punkten an die Karosserie befestigt ist. Der Dreipunktgurt verankert das Gurtband an drei Punkten. Mit einer IsoFix-Funktion kann der Sitz je nach Hersteller und Fahrzeugtyp in die Karosserie fixiert werden.

Ausstattung
Der Kindersitz ist mit mehreren Features ausgestattet. Ein Seitenaufprallschutz ist vor allem bei einem Seitenaufprall ein wichtiger Sicherheitsfaktor. Manche Sitze verfügen außerdem über die Funktion Liegeposition, die es ermöglicht den Sitz nach hinten zu neigen und dadurch die optimale Schlafposition für das Kind zu schaffen. Ein Kopfstück erhöht den Komfortfaktor für das Kind auch während längeren Autofahrten. An sonnigen Tagen kann ein Sonnenverdeck das Kind vor den gefährlichen UV-Strahlen schützen, da die Haut besonders in jungen Jahren sehr gefährdet ist.

Einbau
Der Kindersitz kann sowohl gegen als auch in Fahrtrichtung eingebaut werden. Experten empfehlen das Kind bis zum 4. Lebensjahr entgegen der Fahrtrichtung zu setzen. Sobald das Kind Gewichtsklasse II erreicht, darf die Sitzposition gewechselt werden. Wird der Sitz über einen Isofix im Auto fixiert, kann dies auf unterschiedliche Arten erfolgen. Der Vorteil dieser Technik ist die einfache Bedienung beziehungsweise unkomplizierte Anbringung des Sitzes.

Sie suchen einen sicheren Autokindersitz für Ihren Nachwuchs?

Wichtige Informationen zu Autokindersitzen finden Sie in unserem Ratgebertext.

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Wissen Kompakt

Kindersitze bieten Ihrem Kind während der Autofahrt sicheren Halt und dienen als unabdingbarer Unfallschutz. Sie sind dabei grundsätzlich so konzipiert, dass sie Kräfte von außen, die beispielsweise durch eine unerwartete Bremsung oder einen abrupten Aufprall entstehen, ideal abfangen und Ihr Kind so im Ernstfall zuverlässig schützen.

Seit 1993 unterliegen Autofahrer nach § 21 StVZO (Straßenverkehrsordnung) der gesetzlichen Pflicht, Kinder unter 12 Jahren und einer Körpergröße von 150 cm mit Hilfe eines „amtlich genehmigten und für das Kind geeigneten Rückhaltesystems“ im Auto zu sichern. Wer dagegen verstößt, muss ein Bußgeld zahlen, das sich auch nach der Anzahl der nicht gesicherten Kinder richtet. Ab 2 Kindern gibt es sogar zusätzlich Punkte im Flensburger Verkehrszentralregister. 

Das alles hat absolut seine Berechtigung, denn seit der Einführung des Gesetzes ist die Zahl der bei einem Autounfall getöteten Kinder stark zurückgegangen. In knapp 83 % aller Verkehrsunfälle bewahren Autokindersitze die Kleinen unterwegs sogar gänzlich vor Verletzungen. Jedoch nur, sofern der Sitz richtig passt und sicher befestigt ist.

Recherche Tipp

Ein interessanter Artikel der Zeit Online warnte bereits 2012, dass Montage und Passform für die Sicherheit unabdingbar sind.

Nehmen Sie also Babys oder Kinder mit auf die Reise, müssen Sie für einen zuverlässigen Schutz im Ernstfall einen Autokindersitz wählen, der ideal zur Größe Ihres Nachwuchses und der unterstützen Befestigungsart in Ihrem Auto passt. Welche unterschiedlichen Sitzsysteme im Handel erhältlich sind und was darüber hinaus für einen idealen Kauf wichtig ist, haben wir nachfolgend in unserem Kaufberater für Sie zusammengefasst.
 

Kaufberater

Einen optimalen Kindersitz für Ihre individuellen Bedürfnisse zu finden, ist nicht unbedingt leicht. Worauf Sie beim Kauf eines Autokindersitzes achten sollten und welche verschiedenen Modelle es gibt, haben wir in unserem Kaufberater zusammengetragen. 

Erfahren Sie in unserem Kaufberater mehr zu den Themen

Bedenken Sie für den Kauf eines idealen Autokindersitzes vor allem folgende kaufentscheidende Aspekte:
 

  • Wählen Sie den passenden Autokindersitz-Typ passend zum Alter bzw. zur Körpergröße Ihres Kindes.
    Je nach Alter bzw. motorischer Entwicklung Ihres Kindes eignen sich unterschiedliche Modelle. Während eine Babyschale für Neugeborene und Babys vorgesehen ist, eignet sich ein klassischer Kindersitz für kleine Kinder, die bereits sitzen können. Sitzerhöhungen sind eine Alternative für ältere Kinder, die bereits den anderen Modellen entwachsen sind.

  • Eine ideale Passform des Kindersitzes ist unabdingbar.
    Nur Sitze, die ideal an Größe und Körpergewicht angepasst sind, garantieren das nötige Höchstmaß an Sicherheit.

  • Das unterstützte Befestigungssystem Ihres Fahrzeuges bestimmt die benötigte Montagevorrichtung eines Kindersitzes.
    Gerade Isofix hat sich mittlerweile immer mehr in Richtung eines etablierten Standards entwickelt. Achten Sie darauf, dass der Autokindersitz Ihrer Wahl kompatibel zum unterstützten Befestigungssystem Ihres Automobilherstellers ist.
Shopping Tipp
Europäische Prüfnormen sorgen für ein Höchstmaß an Sicherheit für Autokindersitze.
Achten Sie darauf, dass der Autokindersitz den aktuell gültigen Prüfnormen ECE R 44/04 oder R 129 (i-Size) entspricht. Eine entsprechende Kennzeichnung finden Sie in unseren Produktdetails sowie anhand eines Aufklebers oder Aufnähers am Kindersitz.


Autokindersitz-Typen

Autokindersitze unterscheiden sich nach ihrer Bauform. Hierbei eignen sich die einzelnen Modelle jeweils für einen bestimmten körperlichen Entwicklungsstand des Kindes. 

Auf den Punkt!
  • Babyschalen sind für Neugeborene und Babys geeignet. Sie bieten nur eine leichte Liegeposition. Sie sind also eine gute Wahl, wenn Ihr Kind noch nicht sitzen kann.

  • Für Kinder, die bereits älter und der Babyschale entwachsen sind sowie bereits gut sitzen können, sind klassische Kindersitze mit Rückenlehne die richtige Wahl. 

  • Sitzerhöhungen eignen sich nur für größere Kinder, die nicht mehr in einen Kindersitz passen. Sie besitzen weder einen Kopfteil noch Seitenaufprallschutz. Daher gewährleisten Sie für Kleinkinder keine Sicherung im Falle einen Unfalls. 

Die einzelnen Autokindersitz-Typen gibt es zudem jeweils in verschiedenen Gewichts- bzw. Größenklassen, damit Ihr Modell eine optimale Passform für das Kind gewährleistet.

Welche Größe das Modell für Ihr Kind haben sollte, erfahren Sie in der Themenrubrik Größe.

Babyschalen

Neugeborene und Babys, die noch nicht selbstständig sitzen können, werden in einer sogenannten Babyschale bzw. Babywanne im Fahrzeug gesichert. In der Regel befestigen Sie die Babyschale auf der Rückbank. Sie können sie jedoch häufig auch auf dem Beifahrersitz transportieren. Meist handelt es sich bei Babyschalen um sogenannte Reboarder, also rückwärtsgerichtete Autokindersitze.

Achtung!
Im Falle eines Unfalls birgt ein aktivierter Airbag ein großes Verletzungsrisiko für das Kind.
Auf dem Beifahrersitz dürfen Sie Ihr Kind nur dann in der Babyschale transportieren, wenn sich der Beifahrerairbag des Fahrzeugs abschalten lässt. Ist dies nicht der Fall, muss Ihr Kind unbedingt hinten sitzen.

Ein besonderer Vorteil von Babyschalen: Viele Modelle sind meist mit bestimmten Kinderwagen-Typen kombinierbar und bieten so eine ideale Transportmöglichkeit beim schnellen Einkauf mit Ihrem Baby.

Da Babyschalen in der Regel über einen eigenen kleinen 3-Punkt- oder 5-Punkt-Gurt für den kleinen Mitfahrer verfügen, kann Ihr Kind zudem sowohl während der Autofahrt als auch auf der Tour mit dem Kinderwagen ideal und komfortabel in der Schale gesichert werden.

Jedoch gibt es – besonders je größer die Babys werden – das Manko eines geringeren Sitzkomforts durch die leichte Liegeposition der Schalenform. Zudem ist die Wirbelsäule Ihres Neugeborenen noch sehr empfindlich. Daher ist es empfehlenswert, Ihr Kind nur für kurze Erledigungen darin zu transportieren. Mit zunehmendem Alter wird sich Ihr Kind außerdem freuen, etwas aufrechter zu sitzen, sodass es mehr sehen kann und mehr Bewegungsfreiheit genießt. Diese ist in der Babyschale sehr eingeschränkt.

Der Preis für eine Babyschale kann zwischen 20 € und 900 € betragen.
 

Kindersitze

Ist Ihr Kind der Babyschale entwachsen, gibt es die klassischen Kindersitze, die eine aufrechte Sitzposition Ihres Kleinkindes optimal unterstützen. Viele Modelle sind dabei – bis auf einige wenige Ausnahmen – nun nicht mehr für eine Montage entgegen der Fahrtrichtung konzipiert, sondern vorwärtsgerichtet. Sie können sie Rückenlehne an Rückenlehne auf dem Fahrzeugsitz platzieren. 

Dies hat den Vorteil, dass die Kleinsten nun mit der Fahrtrichtung fahren – besonders Kinder mit sensiblem Magen werden dies unter Umständen bereits als angenehmer empfinden. 

Durch eine Kopfstütze, eine Rückenlehne und einen Seitenaufprallschutz ist Ihr Kind mit dem klassischen Kindersitz gut geschützt.

Zudem können Sie zwischen Kindersitzen mit folgenden Sicherungsvorrichtungen wählen:
 

  • Kindersitze mit Hosenträgergurt
    Hierbei handelt es sich um 5-Punkt-Gurte, die Sie beim Anschnallen straffziehen, sodass sie eng am Körper liegen. Das lässt sich normalerweise mit wenigen Handgriffen bewerkstelligen. Ein wichtiges Sicherheitsmanko: Immer wieder gelingt es Kindern, sich selbst aus einem Sitz mit Hosenträgersystem abzuschnallen. Demnach sollten Sie bei dieser Befestigungsvariante vor allem sicherstellen, dass sich Ihr Kind nicht selbstständig befreien kann – beispielsweise durch eine integrierte Kindersicherung. 
     
  • Kindersitze mit Fangkörpersystem
    Autokindersitze mit Fangkörpersystem beugen dem eigenmächtigen Abschnallen Ihres Kindes durch Sicherheitsbügel meist ein wenig besser vor – führen jedoch auch zu einer eingeschränkten Bewegungsfreiheit. In der Regel lässt sich durch den fest verschließbaren Fangkörper nur sehr bedingt auf die individuellen Anforderungen eines Kindes eingehen – hier muss ein Kind sozusagen in die genormte Form passen. Gerade im Sommer kann es bei Kindersitzen mit Fangkörpersystem auf längeren Reisestrecken zudem zu unangenehmer Stauhitze kommen.


Nachteilig ist an einem Kindersitz, dass er nicht so flexibel ist wie eine Babyschale. Sie können den Sitz beispielsweise nicht auf dem Kinderwagengestell montieren und Ihr Kind auch nicht darin herumtragen. Auch der Wechsel zwischen verschiedenen Autos ist mit einem klassischen Kindersitz umständlicher als beispielsweise mit einer einfachen Sitzerhöhung.

Der Preis für einen klassischen Kindersitz beträgt 20 € bis 750 €.
 

Sitzerhöhungen

Neben den komfortablen und sehr auf Sicherheit bedachten Autokindersitzen werden für ältere bzw. größere Kinder auch einfache Sitzerhöhungen angeboten. Diese besitzen weder einen Seitenaufprallschutz noch eine sichere Kopfstütze oder Rückenlehne. Diese Sitze dienen lediglich dazu, dass das Kind erhöht sitzt und somit der normale Sicherheitsgurt des Autos nicht am Hals einschneidet.

Eine zuverlässige Sicherung im Ernstfall ist daher besonders für kleine Kinder nicht gewährleistet. Aus diesem Grund sollten Sie Sitzerhöhungen erst dann verwenden, wenn Ihr Kind allen herkömmlichen Kindersitzen entwachsen ist.

Wissenswert
Die gesetzliche Vorschrift nach § 21 StVZO besagt:
Ihr Kind muss mit einer Sitzerhöhung gesichert werden, bis es ein Körpergewicht von mehr als 36 kg und zugleich das Alter von 12 Jahren oder eine Körpergröße von 150 cm erreicht hat.

Der größte Vorteil der Sitzerhöhung: Sie können sie einfach und bequem in unterschiedlichen PKWs verwenden. Viele nutzen die Sitzerhöhung daher, um befreundete Kinder auch auf kurzen Strecken möglichst sicher zu befördern.

Nachteilig sind jedoch der schlechtere Sitzkomfort im Vergleich zu klassischen Kindersitzen sowie der geringere Schutz.

Eine Sitzerhöhung können Sie bereits für unter 10 € kaufen. Die Preisspanne reicht bis zu 100 €.



Größe

Die körperliche bzw. motorische Entwicklung eines Kindes entscheidet maßgeblich darüber, welcher Autokindersitz-Typ für den Transport im Auto geeignet ist. Beispielsweise ist ein klassischer Kindersitz passend, wenn Ihr Kind bereits gut sitzen kann und nach mehr Bewegungsfreiheit fordert. 

Haben Sie den geeigneten Autokindersitz gewählt, sollten Sie insbesondere das Gewicht und die Körpergröße Ihres Kindes beachten, um das passende Modell zu finden. 

Die Hersteller können den Autokindersitz dabei nach 2 europäischen Normen bzw. Regelungen kennzeichnen:


 

Gewichtsklasse nach ECE R 44/04

Die nachfolgende Tabelle bietet Ihnen einen schnellen Überblick über die verfügbaren Gewichtsklassen nach der inzwischen etwas veralteten ECE R44/04-Norm, die aber nach wie vor gültig ist:

 

Gewichtsklasse Autokindersitz-Typ Unterstütztes Gewicht
0 Babyschale Von Geburt bis max. 10 kg
0+ Babyschale Von Geburt bis max. 13 kg
I Kindersitz 9 – 18 kg
II Kindersitz 15 – 25 kg
III
Kindersitz
Sitzerhöhung
22 – 36 kg

Sogenannte Kombikindersitze oder auch mitwachsende Kindersitze sind oftmals mit 2 Gewichtsklassen zugleich gekennzeichnet, z. B. Klasse II–III. Hier können Sie oft je nach Gewicht und Größe des Kindes den Sitz etwas umfunktionieren und anpassen. Er eignet sich also für eine längere Nutzungsdauer.
 

I-Size nach ECE R 129

Mittlerweile wird vorrangig die Körpergröße als entscheidendes Kriterium für einen Wechsel auf den nächstgrößeren Autokindersitz herangezogen, da Kinder trotz eines gleichen Gewichts eine unterschiedliche Körpergröße haben können und der Sitz somit trotz gleicher Gewichtsklasse zu klein oder groß sein könnte.

Seit 2013 wird daher parallel zu ECE R 44/04 eine neue europäische Norm mit der Bezeichnung UN ECE R 129 entwickelt, in deren ersten Phase bereits die i-Size-Regelung in Kraft getreten ist. Sie betrifft alle Babyschalen und Kindersitze, die mit einem Gurtsystem ausgestattet sind und mit dem Isofix-System befestigt werden. 

Hierbei werden die Autokindersitze von den Herstellern direkt mit dem geeigneten Körpergrößenbereich und auch einer Gewichtsangabe gekennzeichnet. So wird durch die Hersteller sichergestellt, dass eine jeweils möglichst gute Passform des Kindersitzes an den kleinen Körper erreicht wird.

Bedenken Sie

Alle Autokindersitze, die mit i-Size gekennzeichnet sind, müssen gesetzlich bis zu einem Kindesalter von 15 Monaten im Fahrzeug rückwärtsgerichtet befestigt werden.

 

Montageart

Die Sicherheit eines Kindersitzes hängt vor allem davon ab, ob sich ein Sitzmodell zuverlässig in Ihrem PKW fixieren lässt. Eine falsche Montage kann im Ernstfall zu einem unzureichenden Schutz bei einem Aufprall führen und Ihr Kind ernsthaft gefährden. Je nach Modell kann sich die Montageart unterscheiden.

Die zulässige Ausrichtung ist abhängig vom jeweiligen Kindersitz-Modell. Nicht jeder Autokindersitz darf beliebig vorwärts- oder rückwärtsgerichtet in ein Fahrzeug eingebaut werden – die fachgerechte und sichere Montage ist von Modell zu Modell unterschiedlich. Achten Sie auf die für Ihr Modell gültigen Vorschriften bzw. Angaben.

Recherche Tipp
Kindersitze aller Altersklassen müssen normgemäß inklusive Bedienungsanleitung ausgeliefert werden. 
Lesen Sie die Anleitung vor dem Einsatz Ihres neuen Autokindersitzes aufmerksam durch und beachten Sie die darin aufgeführten Sicherheitshinweise und Handlungsanweisungen – insbesondere die Inhaltspassagen zur fachgerechten Montage.
Folgende Montagearten lassen sich unterscheiden: 
 
  • Sicherheitsgurt 
    Für Autokindersitze, die Sie mit einem Fahrzeugsicherheitsgurt befestigen, benötigen Sie keine zusätzliche Isofix-Vorrichtung. Bei der Befestigung haben Sie die Wahl zwischen Beifahrersitz und Rückbank. Beide Plätze eignen sich für die Montage einer Babyschale oder eines Kindersitzes. Bei dieser Montageart führen Sie den Fahrzeugsicherheitsgurt durch die markierte Gurtführung des Autokindersitzes. Oftmals ist diese farblich markiert, damit sie deutlich und leicht zu erkennen ist. 
  • Isofix 
    Isofix-Vorrichtungen sind mittlerweile in vielen PKWs Standard. Damit Sie einen Sitz mit Isofix sichern können, muss in Ihrem Fahrzeug eine entsprechende Vorrichtung vorhanden sein. Diese ist in aller Regel nur auf der Rückbank zu finden. Es handelt sich hierbei um 2 Metallösen, die fest mit dem Fahrzeug verankert sind und in die das Befestigungssystem des Kindersitzes einrastet. Für die Gruppe der Babyschalen und einiger Kindersitz-Modedelle ist hierfür zusätzlich eine Isofix-Basis notwendig, die Sie oft zusätzlich erwerben müssen. Die Isofix-Basis einiger Hersteller können Sie sowohl für die Babyschale als auch für das Nachfolgemodell, den Kindersitz, nutzen. 
Wissenswert
Isofix gilt als besonders sicheres Befestigungssystem für Autokindersitze.
Es entspricht dem Standard ISO 13216, der Verbindungseinrichtungen für Kinderhaltungssysteme regelt. Zudem ist es sehr einfach zu bedienen. Daher hat das Befestigungssystem auch seinen Namen Isofix.

Die nachfolgende Tabelle bietet Ihnen einen schnellen Überblick über die Montagemöglichkeiten Ihres Autokindersitzes:

 

Autokindersitz-Typ Montageort Montageart
Babyschale Gruppe 0 und 0+ Beifahrersitz Rückwärtsgerichtet, Fahrzeugsicherheitsgurt 
Rückbank Meist rückwärtsgerichtet, Fahrzeugsicherheitsgurt oder Isofix (oft nur mit Isofix-Basis möglich)
Kindersitze mit i-Size Rückbank Rückwärtsgerichtet bis zu einem Alter von 15 Monaten (Pflicht), Isofix
Kindersitz Gruppe I Beifahrersitz Vorwärtsgerichtet, Fahrzeugsicherheitsgurt
Rückbank Vorwärts- / rückwärtsgerichtet, Fahrzeugsicherheitsgurt oder Isofix
Kindersitz Gruppe II und III Beifahrersitz Vorwärtsgerichtet, Fahrzeugsicherheitsgurt
Rückbank Vorwärtsgerichtet, Fahrzeugsicherheitsgurt oder Isofix 


 

Wie Sie einen Kindersitz richtig im Auto montieren, erfahren Sie in unserem FAQ-Bereich: Wie befestige ich meinen Kindersitz?



Ergonomie

Um den Kleinsten auch auf längeren Strecken den bestmöglichen Sitzkomfort zu bieten, sollten Sie auch besonderen Wert auf die Ergonomie des Autokindersitzes legen, die durch folgende Merkmale begünstigt wird: 
 

  • Verstellbare Rückenlehnen ermöglichen hierbei die Einstellung einer individuell auf Ihr Kind angepasste Sitz- oder Liegeposition.
    Sitzt Ihr Kind in einem individuell angepassten Neigungswinkel, schützen Sie es damit bereits vorbeugend vor Rückenbeschwerden. Besonderen Komfort bieten die in der Regel biegbaren Kopfstützen, die Ihr Kind auch bei einem kurzen Schläfchen ideal unterstützen.

  • Achten Sie vor allem darauf, dass ein Sitz insgesamt genügend Bewegungsfreiheit bietet. 
    Trotz einer sicheren Gurtführung ist es hier besonders wichtig, dass Ihr Kind nicht durch den Haltegurt eingeschnürt wird und seiner Körpergröße entsprechend ein wenig Beinfreiheit genießen kann. 

  • Auch eine ausreichende Luftzirkulation zwischen Sitzfläche und Kind wirkt sich deutlich auf den Komfort eines Modells aus. 
    Die Kleinen schwitzen deutlich weniger, wenn Sitze mit atmungsaktiven Bezügen ausgestattet sind.                


Materialien

Insbesondere bei Produkten, die Ihr Kind über einen längeren Zeitraum begleiten, ist für viele Eltern vor allem auch der Schadstoffgehalt eines Autokindersitzes ein maßgebliches Entscheidungskriterium. Die Gesundheit des Nachwuchses sollte unter keinen Umständen durch schadstoffbelastete Materialien in Mitleidenschaft gezogen werden. 

Shopping Tipp

Achten Sie beim Kauf darauf, dass Ihr Kindersitz mit dem Siegel Oeko Tex Standard 100 gekennzeichnet ist. Das gewährleistet, dass der Sitz nur aus schadstofffreien Materialen besteht.

Sinnvolle Erkenntnisse liefern hier seit 2011 in regelmäßigen Abständen Produkttests der Stiftung Warentest, die Autokindersitze alljährlich erneut auf potenziell gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe der verbauten Materialien prüfen.

Aktuelle Proben und Testläufe ergeben, dass Kinderautositze nur noch in seltensten Fällen unzulässige Stoffe wie Weichmacher, Flammschutzmittel oder PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) enthalten. Dennoch sind gerade hohe Schadstoffwerte immer noch einer der häufigsten Gründe, die überhaupt zu mangelhaftem Abschneiden von Autokindersitzen in Testdurchläufen führen. 

Recherche Tipp

Bei der Stiftung Warentest finden Sie die Testsieger im Bereich "Geringe Schadstoffbelastung".

Grundsätzlich bestehen Autokindersitze aufgrund ihrer Bauform aus folgenden Materialien:
 

  • Kunststoffkorpus
    Die Schale von Autokindersitzen besteht in der Regel aus Kunststoffgemischen, die extra auf ihre Fähigkeit zur Absorption von Stößen getestet wurden. Im Vordergrund bei den gemäß Norm gefertigten Modellen steht hierbei die maximale Belastbarkeit des Materials im Ernstfall.
     
  • Schaumstoffpolsterung
    Für einen idealen Sitzkomfort sind die meisten Autokindersitze mit unterschiedlichsten Schaumstoffgemischen gepolstert. Die Polsterung wird hierbei von den Herstellern speziell dafür konzipiert, dass Ihr Kind nicht nur möglichst bequem in der Sitzschale mitfährt, sondern auch die Stoßdämpfung im Unglücksfall begünstigt ist.
     
  • Textilbezug
    Alle Sitzmodelle verfügen über einen Textilbezug. Hier gilt: Wählen Sie vorzugsweise Modelle aus Baumwolle oder Baumwollgemischen, da diese eine gute Atmungsfähigkeit besitzen. Von Vorteil sind abnehmbare, waschbare Bezüge, die Sie in der Waschmaschine reinigen können. 


Nachgefragt von A-Z – Sie fragen, wir antworten.

Häufig gestellte Fragen anderer Kunden zum Thema Autokindersitze haben wir in unserem folgenden FAQ-Bereich für Sie beantwortet. 

Fahrtrichtung

Warum sollte mein Kind vorzugsweise rückwärtsgerichtet im Auto mitfahren?

Sogenannte Reboarder oder auch rückwärtsgerichtete Modelle wirken im Ernstfall den extremen Aufprallkräften ideal entgegen – denn im Gegenteil zu vorwärtsgerichteten Kindersitzen wird hier der Kopf des Kindes in Richtung der Kopflehne gedrückt. So kann die Nackenbelastung bei einer abrupten Bremsung sehr gut abgefangen werden.

Zudem ergeben sich folgende Vorteile von Autokindersitzen, die entgegen der Fahrtrichtung montiert sind:

  • Während einer abrupten Bremsung wird Ihr Kind durch die Bremskräfte in den Sitz hineingedrückt.
    Ihr kleiner Mitfahrer ist nach wie vor auch für einen etwaigen weiteren Seitenaufprall, beispielsweise an Leitplanken, durch die Seitenwände des Kindersitzes geschützt.
  • Der Sicherheitsgurt schneidet bei einem Aufprall weniger ein.
    Verletzungen der inneren Organe können hierdurch bei einem Unfall verringert werden.


 

Flugreisen

Muss ich auch auf Flugreisen einen Kindersitz verwenden?

Die Mittel für die Sicherheit von Kindern auf Flugreisen sind ein immer wieder kontrovers diskutiertes Thema.

Kleinkinder bis zu einem Alter von 2 Jahren können auch auf dem Schoß der eigenen Eltern mitfliegen – hier müssen Sie in aller Regel bei den Airlines auch noch keinen eigenen Platz für den kleinen Reisegast mitbuchen.

Grundsätzlich gilt aber: Am sichersten reisen kleine Flugpassagiere in einem geeigneten Autokindersitz. Gerade bei Start und Landung finden Sie hier den besten Halt und können durch die erhöhte Sitzposition zudem besser aus dem Fenster schauen. Hier müssen Sie jedoch beachten: Diese Kindersitze müssen über eine spezielle Zulassung für die Verwendung in Flugzeugen verfügen. Achten Sie auf das vom TÜV-Rheinland vergebene Prüfsiegel „For use in Aircraft“.

Recherche Tipp

Eine gute Übersicht über speziell für Flugreisen zugelassene Autokindersitze für unterschiedlichste Altersklassen finden Sie auf den Internetseiten des TÜV-Rheinland.

Gewicht

Wie lange muss mein Kind im Kindersitz gesichert werden?

Die gesetzliche Vorschrift nach § 21 StVZO besagt: Ihr Kind muss mit einer Sitzerhöhung gesichert werden, bis es mehr als 36 kg wiegt und es das Alter von 12 Jahren oder eine Körpergröße von 150 cm erreicht.

Grundsätzlich gilt: Eine exakte Passform des verwendeten Autokindersitzes ist sehr wichtig. Ab dem Säuglingsalter stehen hier unterschiedliche Modelle zur Verfügung, die Ihren Nachwuchs möglichst sicher durch den Straßenverkehr begleiten.

Mehr Informationen über die richtige Größe Ihres Autokindersitzes finden Sie in der gleichnamigen Themenrubrik.

Laut Gesetz sind die Größe sowie das Alter entscheidende Kriterien für einen Verzicht auf den Kindersitz. Um die Sicherheit Ihres Kindes nicht zu gefährden und Bußgeldsanktionen zu vermeiden, befördern Sie Ihr Kind erst ohne Autokindersitz, wenn es: 
  • Größer als 150 cm oder
  • Mindestens 12 Jahre alt ist.
     

Orientieren Sie sich für den Wechsel zwischen den unterschiedlichen Kindersitz-Typen in erster Linie an den zugehörigen Alters- und Gewichtsklassen eines Modells. Besonders Körpergröße und Gewicht sind maßgebliche Anhaltspunkte für einen Wechsel zum nächstgrößeren Kindersitz, die sich nicht nur am Alter Ihres Kindes festmachen lassen.


Als allgemeine Regel für einen Wechsel gilt:
  • Die Ohren Ihres Kindes erreichen bereits die Seitenpolster des Autokindersitzes.
  • Der Kopf Ihres Kindes beginnt, den Rand der Kopfstütze zu überragen.
  • Das Kind ist in seiner Bewegungsfreiheit zu stark eingeschränkt. 

 

Kauf

Grundsätzlich hängt es immer von Ihren individuellen Anforderungen an einen Autokindersitz ab, ob dieser für Sie geeignet ist.

Auch Testberichte können Sie bei Ihrer Kaufentscheidung unterstützen. Namhafte Testunternehmen führen regelmäßig Tests an aktuellen Kindersitz-Modellen durch. Im Rahmen von Crash- und Qualitätstests werden hier die einzelnen Modelle insbesondere hinsichtlich der relevantesten Kriterien wie Sicherheit oder Material- und Verarbeitungsqualität beleuchtet. Auf unserem Portal finden Sie zudem zahlreiche Nutzerbewertungen der einzelnen Modelle.

Recherche Tipp

Wichtige und brauchbare Testergebnisse liefern Ihnen beispielsweise der ADAC oder auch die Stiftung Warentest. Hier finden Sie außerdem wichtige Informationen zu aktuellen Rückrufaktionen von Modellen mit starken Mängeln.

Zudem sollten Sie die Wahl des passenden Kindersitzes immer an der motorischen Entwicklung, der Körpergröße und dem Gewicht Ihres Kindes ausrichten. 

Welcher Autokindersitz passend für Ihren Nachwuchs ist, können Sie anhand unserer Themenrubriken Autokindersitz-Typen und Größe ermitteln.

Kann ich auch einen gebrauchten Kindersitz kaufen?

Hier sollten Sie vor allem genauestens überprüfen, ob der Autokindersitz Ihrer Wahl bereits in einen Unfall verwickelt war und aufgrund dessen bestehende Unfallschäden aufweist, welche die Sicherheit gefährden können. Grundsätzlich gilt: Vermutlich bleiben hier immer sicherheitsbezogene Zweifel – hier müssen Sie sich als verantwortungsbewusster Elternteil die Frage stellen, ob Sie wirklich dazu bereit sind, ein solches Risiko einzugehen.

Achtung!
Unfallschäden am Sitz müssen nicht zwangsläufig mit bloßem Auge erkennbar sein.
Nach einem Aufprall kann es zu geringfügigen Materialveränderungen, beispielsweise zu Porosität, kommen, die bei einem erneuten Unfall katastrophale Folgen haben könnten.

Darüber hinaus sollte der Sitz inklusive Bedienungsanleitung den Besitzer wechseln. Bei vielen Modellen weisen Hersteller aus Haftungsgründen mittlerweile sogar in der Anleitung auf diesen Umstand hin. Denn nur, wenn der jeweilige Autokindersitz fachgerecht im Fahrzeug montiert wird, kann er den Sicherheitsansprüchen genügen.
 

Wie sicher sind besonders günstige Autokindersitz-Modelle?

Grundsätzlich gilt: Prüfen Sie, ob Ihr Wunschmodell in Testberichten als sicher eingestuft wurde. Leider zeigt die Erfahrung, dass gerade Autokindersitze aus den untersten Preissegmenten hinsichtlich der Sicherheit häufig mangelhaft abschneiden. 

Recherche Tipp

Der ADAC testet regelmäßig Autokindersitze aus allen Preiskategorien. 

Montage

Laut aktueller Verkehrsstatistiken ist die Rückbank der sicherste Platz für einen Autokindersitz. Der Platz im hinteren Teil des Fahrzeuges schwächt die Aufprallkräfte durch den Vordersitz ab. Von Vorteil ist hier zusätzlich noch, wenn der Kindersitz rückwärtsgerichtet ist – das Kind also mit dem Gesicht entgegen der Fahrtrichtung blickt. So wird es im Falle eines Aufpralls tiefer in den Sitz gedrückt, wodurch Rücken- und Nackenmuskulatur sowie Wirbelsäule geschont werden und der Gurt nicht so tief in den Körper einschneidet.
Achtung!
Ein Airbag birgt Verletzungsrisiken. 
Besitzt Ihr Auto einen Frontal- oder Seiten-Airbag, den Sie nicht deaktivieren können, dürfen Sie Ihren Kindersitz nur auf der Rückbank und nicht auf dem Beifahrersitz montieren. Andernfalls drohen erhebliche Verletzungsrisiken – im Extremfall sogar mit Todesfolge. 

Gerade auch beim Ausstieg aus dem Auto ist schnell ein Unfall passiert – daher entscheiden sich viele Eltern für die Platzierung Ihres Kindersitzes auf dem rechten hinteren Sitzplatz, sodass die Kinder direkt auf den Gehweg aussteigen können.
 

Wie befestige ich meinen Kindersitz?

Je nach Modell befestigen Sie Ihren Autokindersitz mit dem Fahrzeugsicherheitsgurt oder dem Isofix-System in Ihrem Auto.

Beachten Sie für eine fachgerechte Montage grundsätzlich folgende Aspekte:
 

  • Die Montage auf dem Beifahrersitz birgt besondere Gefahren.
    Durch den Beifahrer-Airbag ergibt sich im Falle eines Unfalls ein erhöhtes Verletzungspotenzial – insbesondere, wenn Kindersitze hier gegen die Fahrtrichtung montiert werden, kann es bei Frontal-Unfällen schnell zu erheblichen Kopf- oder Nackenverletzungen, Knochenbrüchen oder Brandwunden kommen. Aber auch vorwärts gerichtete Autokindersitze bergen die genannten Gefahren. Schalten Sie daher unbedingt den Airbag aus – wenn Sie sich unsicher sind, ob das in Ihrem Fahrzeug möglich ist, montieren Sie den Autokindersitz lieber auf der Rückbank.
     
  • Der Mittelplatz der Rückbank ist der sicherste Platz für einen Kindersitz.
    Unfall-Statistiken belegen, dass Ihr Kind am sichersten auf dem Mittelplatz der Rückbank mitfährt. Hier sind Verletzungspotenzial und Schweregrad im Ernstfall durchschnittlich am geringsten. Alternativ ist auch der rechte Platz der Rückbank für den Autokindersitz geeignet  – hier können Sie Ihr Kind auf der sicheren Gehwegseite aussteigen lassen.


Fahrzeugsicherheitsgurt

Bei Autokindersitzen, die Sie mit einem Fahrzeugsicherheitsgurt befestigen, haben Sie die Wahl zwischen Beifahrersitz und Rückbank. Beide Plätze eignen sich für die Montage einer Babyschale oder eines Kindersitzes.

Bei dieser Montageart führen Sie den Fahrzeugsicherheitsgurt durch die markierte Gurtführung des Autokindersitzes. Oftmals ist diese farblich markiert, damit sie deutlich und leicht zu erkennen ist. 

Achten Sie darauf, dass sich der Gurt nicht verdreht und richtig fest sitzt. Ziehen Sie ihn gegebenenfalls nach, während Sie den Kindersitz mit einem Knie beschweren und diesen zugleich in den Fahrzeugsitz drücken. So sorgen Sie für eine sichere und feste Montage des Autokindersitzes.
 

Isofix

Auch mit einer Isofix-Vorrichtung montieren Sie einen Autokindersitz schnell und vor allem noch sicherer. Dafür benötigen Sie lediglich ein Fahrzeug, das mit dem Isofix-System ausgestattet ist, und einen entsprechenden Kindersitz bzw. eine entsprechende Babyschale. 

Wissenswert
Isofix gehört mittlerweile zur Standardausstattung vieler Neufahrzeuge.
Die meisten Autos, die in den vergangenen 10 Jahren produziert wurden, besitzen ein Isofix-System.

Einen Kindersitz mit Isofix-System, bestehend aus 2 Metallstangen, befestigen Sie mit nur einem Klick an der Vorrichtung in der Rückbank des Fahrzeuges – das sind 2 Verankerungsösen aus Metall, die fest mit dem Auto verbunden sind.  Zusätzlich wird der Sitz mit einem oberen Haltegurt – dem sogenannten Top Tether – an der Rückenlehne und wahlweise noch mit einem Stützfuß gesichert. 

Für Babyschalen und einige Kindersitz-Modelle benötigen Sie meist eine Isofix-Basis, die auf die gleiche Weise montiert wird und im Auto verbleibt, während Sie die Babyschale abnehmen und für Ihre Erledigungen mitnehmen können. 
 

Unfallfolgen

Muss ich nach einem Unfall direkt einen neuen Autokindersitz kaufen?

Grundsätzlich kann jeder Unfall – auch bereits bei geringer Aufprallgeschwindigkeit – zu Schäden am Autokindersitz führen, die nicht immer sichtbar sind – z. B. in Form von Haarrissen (feine Risse in der Oberfläche von Festkörpern). 

Viele Hersteller bieten in solchen Fällen eine – meist sogar kostenlose – Prüfung des Kindersitzes an und können dabei die Funktionstüchtigkeit fachgerecht einschätzen. Auch der örtliche ADAC ist eine gute Anlaufstelle und liefert neutrale und sachverständige Mängel-Checks.

Im Zweifel ist es empfehlenswert, lieber ein neues und sicheres Modell zu kaufen, um kein Risiko einzugehen.

Shopping Tipp

Einige Hersteller bieten für Ihre Produkte eine lebenslange Garantie, das heißt, im Falle eines Unfalls wird der Kindersitz durch einen neuen ersetzt. Diese gilt allerdings meist nur für den Erstbesitzer. 

Verwendung

Kann ich mein Kind nicht genauso gut auf dem Arm oder Schoß halten?

Ein Kind lediglich auf dem Arm oder Schoß zu halten, ist grob fahrlässig und kann selbst bei geringen Geschwindigkeiten bereits tödlich ausgehen. In keinem Fall ist es möglich, die bei einem plötzlichen Bremsvorgang entstehenden Kräfte mit der eigenen Kraft auszugleichen. Abgesehen von der gesetzlichen Pflicht ist die Verwendung eines Autokindersitzes also für Kinder unter 12 Jahren grundsätzlich ein absolutes Muss.

Recherche Tipp

Wichtige Informationen zur gesetzlichen Kindersitzpflicht finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz.

Wie kann ich meinem Kind den Autokindersitz schmackhaft machen?

Gerade zu Beginn fällt es vielen Kindern schwer, sich an den Transport in der Babyschale oder im Autokindersitz zu gewöhnen. Damit das Kind sich möglichst schnell wohlfühlt, sollte der Autokindersitz ergonomisch sein. So sorgen Sie für einen optimalen Sitzkomfort.

Wichtige Tipps zur bestmöglichen Passform haben wir in unserem Kaufberater unter der Themenrubrik Ergonomie für Sie zusammengefasst.

Zusätzlich hilft es, wenn Sie Ihr Kind mit seinem Lieblingsspielzeug von der Reise ablenken. Viele Eltern vertrauen auch auf die Methode, dass sich einer der Mitreisenden während der Fahrt direkt neben das Kind setzt – so können sie den Nachwuchs in der Regel am besten vom Reisestress ablenken.

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