Aquarien

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Ratgeber Aquarien


Aktualisiert: 05.06.2018 | Autor: Magnus Raab und Dinah Wuttke

Wissen kompakt

Die Aquaristik ist ein facettenreiches Hobby, das sich bereits seit Langem großer Beliebtheit erfreut und entsprechend viele Anhänger hat: Rund 2 Millionen Süß- oder Meerwasseraquarien stehen in deutschen Haushalten.

Die Faszination der Aquaristik lässt sich einerseits dadurch erklären, dass das Hobby eine direkte Beobachtung einer spannenden und farbenprächtigen Unterwasserwelt mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Wasserbewohnern ermöglicht. Andererseits besitzen Aquarien auch eine sehr beruhigende Wirkung – so wirkt das Betrachten der anmutigen Fische, der flinken Krebse und der sich leicht wiegenden Wasserpflanzen ungemein entspannend. 

Dank eines Aquariums können Sie das Verhalten der Fische studieren, eigene Zuchterfolge realisieren oder sich schlichtweg an der Farbenpracht seines Aquariums erfreuen.

Wissenswert

Erste Aquarien fanden sich etwa im 8 Jahrhundert v. Chr. in China – sie dienten vor allem der Fischzucht. Belege für die Haltung von Zierfischen in dieser Region gibt es für das frühe Mittelalter. In Europa wurde 1851 auf der Weltausstellung in London erstmals ein Wasserbecken präsentiert, dass heutigen Aquarien bereits sehr ähnlich ist.

Aufgrund des stetig wachsenden biologischen, chemischen und technischen Fortschritts konnte der künstliche Lebensraum an die Bedingungen der jeweiligen Fische, Krebse oder Pflanzen angepasst werden und die Lebensdauer der Wasserbewohner ließ sich auf ein Maximum steigern. So finden sich inzwischen viele Aquarien in verschiedenen Ausführungen und unterschiedlichen Formen, die beispielsweise mit automatisierten Pumpen, Filteranlagen und Heizstäben ausgestattet sind.

In unserem Kaufberater helfen wir Ihnen, zwischen den vielen verschiedenen Aquarien-Typen zu wählen und Ihr ideales Modell zu finden. Wir haben die wichtigsten Informationen und Kaufkriterien für Sie zusammengetragen.


Kaufberater

Um das richtige Aquarium für Ihre Ansprüche – und natürlich die der Fische – zu finden, sollten Sie sich vor dem Kauf gründlich informieren und sich Ihrer eigenen Anforderungen bewusst werden. Um Ihnen dies zu erleichtern, haben wir für Sie die wichtigsten Kriterien für die Kaufentscheidung zusammengestellt und erläutert.

Bedenken Sie für den Kauf vor allem folgende Gesichtspunkte:

  • Überlegen Sie sich, welcher Aquarien-Typ für Sie infrage kommt.
    Je nachdem, ob Sie Meerwasser- oder Süßwasserfische halten möchten, kommen verschiedene Aquarien-Varianten für Sie in Frage. Sie haben außerdem die Wahl zwischen zahlreichen Bauformen.

  • Das Beckenvolumen ist ein maßgeblicher Faktor für den Fischbesatz und auch den Pflegeaufwand.
    Je nach Größe des Beckens eignet sich das Aquarium mehr oder weniger für die gewünschte Art und Anzahl Fische. Auch der Aufwand zur Aufrechterhaltung der Wasserqualität wird dadurch bestimmt. Zusätzlich sollten Sie sich überlegen, wie groß Ihr Aquarium für die Platzierung an Ihrem gewünschten Standort ungefähr sein darf.

  • Wägen Sie ab, ob für Sie eher ein Komplettset infrage kommt oder Sie die wesentlichen Ausstattungselemente individuell auswählen möchten.
    Eine gute Variante für Aquarieneinsteiger sind sogenannte Komplettaquarien, in denen neben dem Becken auch Filter sowie Heiz- und Leuchtelemente bereits enthalten sind. Für Hobbyaquarianer mit mehr Erfahrung bietet es sich eher an, Becken und weiteres Zubehör einzeln zu erwerben, um somit ein auf die eigenen Anforderungen abgestimmtes und leistungsstärkeres Aquarium zu erhalten.


Aquarien-Typen

Vor dem Kauf stehen Sie zunächst vor der Frage, welcher Aquarien-Typ für Sie geeignet ist. Im Handel angebotene Becken unterscheiden sich in ihren Bauformen, sodass Sie für Ihren Standort das passende Modell auswählen können. 

Je nach Form eignen sich die verschiedenen Aquarien eher mehr oder weniger für die Haltung einer großen Fischvielfalt, da die Bauform auch den Lebensraum der Wasserbewohner bestimmt. 

Sie haben die Wahl zwischen folgenden Modellen:

Eckaquarien

Ungenutzte Ecken eignen sich als idealer Platz für Eckaquarien. Mit diesen Modellen nutzen Sie vorhanden Raum optimal aus und können ihn optisch aufwerten.

Eckaquarien haben eine dreieckige Form und meist eine leicht gebogene Frontscheibe. Durch diese Bauform ist jedoch meist weniger Platz im Wasserbecken und die Innengestaltung kann sich als schwieriger erweisen. Große Fische fühlen sich hier möglicherweise aufgrund des geringeren Platzangebotes weniger wohl.

Preislich beginnen einfache Eckaquarien ohne Unterschrank bei ca. 350 €. Mit Unterbau kann der Anschaffungspreis bis zu rund 1.100 € betragen.

Kugelaquarien

Das Kugelaquarium besitzt – wie der Name schon verrät – eine runde Form und wird auf einem Tisch oder Regal platziert. Es eignet sich nicht für die Haltung von Fischen, sondern wird hauptsächlich für das sogenannte Aquascaping verwendet.

Wissenswert

Aquascaping ist die Gestaltung einer Unterwasserlandschaft.

Aquascaping ist ein Gestaltungsmotiv von Aquarien, das keine Fische beinhaltet. Hier wird lediglich eine Minilandschaft mit Pflanzen, Steinen und anderen Dekorationselementen im Wasserbecken gestaltet.

Früher diente ein Kugelaquarium häufig noch der Haltung von 1 oder 2 Goldfischen – dies ist aber inzwischen tierschutzrechtlich untersagt, da die Größe der Kugel in der Regel zu klein ist und die Bewegungsfreiheit der Fische zu stark einschränkt.

Besonders große Kugelaquarien über 50 l können Sie auch für kleine Garnelen und andere wirbellose, kleinwüchsige Tiere nutzen.

Der Preis für ein Kugelaquarium beginnt bei etwa 25 € und reicht je nach Größe und Ausstattung bis zu ca. 500 €.

Nanoaquarien

Ein Nanoaquarium oder auch Nanocube ist ein Miniaquarium, das meist eine Würfelform hat. Aber auch als rechteckige Variante ist es erhältlich.

Nanoaquarien haben aufgrund ihrer geringen Größe auch eine entsprechend kleinere technische Ausstattung – Filter und Beleuchtung sind platzsparend verbaut. 

Besonders kleine Nanoaquarien eignen sich nur für Aquascaping oder Lebewesen wie Zwerggarnelen, kleine Krebse und Schnecken, die größeren Modelle über 54 l auch für die Haltung von wenigen, kleinen Fischen.

Der Vorteil ist hierbei, dass Sie ein solch kleines Becken an verschiedenen Orten Ihres Hauses platzieren können und keinen großen Stellplatz dafür benötigen. Je nach Bedarf können Sie auch die Platzierung verändern, was bei einem großen Aquarium etwas schwieriger ist. Allerdings kann die Wasserqualität bei solch kleinen Aquarien schnell „kippen“, so dass hier besondere Sorgfalt in der Wasserpflege nötig ist.

Der Preis für ein Nanoaquarium liegt zwischen 25 € und 400 €.

Nanoaquarien haben meist nur ein Volumen von 10 l bis 60 l (Liter). Mehr Informationen zum Beckenvolumen finden Sie in der gleichnamigen Rubrik unseres Kaufberaters. 

Panoramaaquarien

Panoramaaquarien sind mit einer gewölbten Frontscheibe ausgestattet, haben aber ansonsten eine längliche, halbkreisförmige oder dreieckige Bauform. Durch diese Scheibenform wirkt das Aquarium noch tiefer und bietet einen umfassenden Einblick in die Unterwasserwelt. Je nach Größe eignet sich diese Bauform auch für die meisten Fischarten.

Der Preis für ein komplettes Panoramaaquarium ohne Unterschrank liegt bei etwa 300 € bis 500 €, mit Unterbau kann es bis zu rund 1.700 € kosten – hierbei bestimmen maßgeblich Größe und Ausstattung den Preis.

Rechteckige Aquarien

Ein rechteckiges Aquarium ist der Klassiker unter allen Bauformen. Die meisten Einsteiger wählen dieses Modell, da es keine spitzen oder runden Ecken besitzt und somit einfach zu reinigen ist. Zudem eignet es sich – je nach Wasserart – für die Haltung verschiedener Wassertiere und Pflanzen. 

Es ist ohne Unterschrank in kleiner Ausführung bereits ab etwa 45 € erhältlich und kostet mit dem Möbelstück je nach Ausstattung und Größe bis ca. 5.500 €. Dieser Klassiker ist somit in vielen Preisklassen erhältlich.

Säulenaquarien

Säulenaquarien bieten ein spezielles Design: Im Gegensatz zu den anderen Bauformen ist dieses Modell nicht horizontal, sondern vertikal ausgerichtet, steht also längs. 

Ein Säulenaquarium kann je nach Modell sowohl an der Wand, auf einem Schrank als auch frei im Raum stehen. Es ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich: So ist die Säule entweder rechteckig, rund oder auch fünfeckig geformt, kann komplett von Boden bis Deckel mit Wasser gefüllt sein oder auch nur ein kleineres Wasserbecken sein, dass in einer Säule aus Holz oder Metall eingefasst ist.

Durch die kleinere Wasseroberfläche und die schmale Bauform dieses Typs, die oftmals auch mit einem geringen Beckenvolumen von max. 30 l einhergeht, ist die Bewegungsfreiheit der Fische jedoch eingeschränkt und der benötigte Lebensraum nicht immer gegeben. Dieses Aquarium eignet sich somit – bis auf die wenigen Ausnahmen mit mehr Fassungsvermögen – nicht für eine große Anzahl und Vielfalt an Fischen, sondern eher für kleine Garnelen und Krebse. 

Der Preis für ein Säulenaquarium beträgt in der Regel zwischen rund 30 € und 60 €. Große freistehende Säulen, die ein hohes Volumen bieten, können aber auch ca. 1.000 € kosten.

Wandaquarien

Wandaquarien sind neben den rechteckigen Becken ebenfalls sehr beliebt. Sie werden an der Wand montiert und führen so zu keinem Platzverlust in Ihrem Haushalt. 

Bedenken Sie

Achten Sie darauf, ob Ihre Wand geeignet ist.

Trotz kompakter Bauform können die Aquarien mit Wasser befüllt recht schwer sein. Prüfen Sie daher vor der Montage an der Wand, ob diese für ein Wandaquarium ausreichend stabil ist und genügend Tragkraft bietet.

Meist bestehen Wandaquarien aus einem rechteckigen Becken, das von einem Rahmen umfasst ist. Neben dieser eher klassischen Form erhalten Sie auch Wandmodelle, die aus Halbkugeln bestehen und futuristisch aussehen. 

Handelsübliche Wandaquarien sind meist relativ klein gehalten, da sie eine geringere Tiefe als übliche Aquarien haben. Somit eignen sich diese Modelle nicht unbedingt zur Haltung von Zierfischen, sondern eher für kleine Nanofische, Garnelen und Krebse. 

Shopping Tipp

Neben den Wandaquarien, die Sie im Handel üblicherweise erhalten, gibt es auch Modelle, die in die Wand eingebaut werden und teilweise sogar von beiden Seiten einsehbar sind. Sie bieten somit mehr Tiefe und Bewegungsfreiheit für Zierfische. Diese Wandaquarien müssen jedoch aufwendig geplant werden, da in der Wand dafür eine Aussparung benötigt wird. Meist werden diese Modelle daher in Büros oder Lofts für ein modernes Design der Räume verbaut.

Aquarien zur Montage an der Wand können Sie zu Preisen von 60 € bis 260 € erwerben.


Beckenvolumen

Vor dem Kauf sollten Sie sich Gedanken dazu machen, wo Sie das Aquarium gerne hinstellen möchten und welche Größen bzw. Abmessungen hierfür infrage kommen. 

Die Größe des Beckens beeinflusst zudem folgende Faktoren:

  • Fischbesatz
    Von der Größe ist der Spielraum bei der Auswahl sowie Anzahl der Fische, Pflanzen und der Einrichtung abhängig. So benötigen einige Fischarten eine relativ große Wasseroberfläche, weil sie sich häufig in dieser Region des Beckens aufhalten. Andererseits hängt die Lebensqualität der Fische auch stark vom Beckenvolumen an sich ab, also von der Tiefe des Beckens und von dem Bewegungsfreiraum, den die Fische erhalten. Das deutsche Tierschutzgesetz besagt zudem, dass Aquarien mindestens ein Beckenvolumen von 54 l für die Haltung von Zierfischen aufweisen müssen.
Recherche Tipp

Welche Beckengröße Sie für die verschiedenen Fische benötigen, erfahren Sie unter aquarium-guide.de.

  • Pflegeaufwand
    Grundsätzlich gilt: Je größer das Becken ist, desto einfacher ist auch die Beibehaltung der richtigen Wassertemperatur, des optimalen pH-Wertes und der Wasserqualität. Bei kleineren Aquarien ist es schwieriger, Schwankungen dieser Werte auszugleichen. Allerdings entsteht bei größeren Becken ein etwas höherer Aufwand bei der Reinigung. 
Shopping Tipp

Für Aquaristikeinsteiger bietet sich daher meist ein Beckenvolumen von etwa 100 l an.

Die Größe des Beckens wird mit verschiedenen Wertangaben ausgewiesen: 

  • Beckenmaße
    Die Beckenmaße werden in der Regel in Zentimeter (cm) ausgewiesen. Die meisten Aquarien werden im Handel als 60er-, 80er-, 100er- und 120er-Becken angeboten. Der Zahlenwert gibt die Länge bzw. Breite des Aquariums an. 
  • Beckenvolumen
    Die Angabe des Beckenvolumens erfolgt in Liter (l). Dabei geben die Hersteller größtenteils das Bruttovolumen an – die eigentliche Literanzahl des Wassers verringert sich durch die Einrichtung mit Kies, Pflanzen, Wurzeln und anderem Zubehör. 

Wasserart

Neben der Entscheidung zwischen den verschiedenen Bauformen und der Größe ist auch die Wahl zwischen einem Meerwasser- und einem Süßwasseraquarium ein wichtiges Kaufkriterium. Die Wasserart bestimmt wesentlich die Arten der Fische und Pflanzen, denen im Aquarium ein naturnaher Lebensraum geboten werden kann.

Auf den Punkt!
  • Süßwasseraquarien eignen sich nur für Fische, die in Seen und Flüssen beheimatet sind.
  • Meerwasseraquarien bieten Fischen aus Meeren und Ozeanen, die ohne einen hohen Salzgehalt nicht leben können, den richtigen Lebensraum.

Die Aquarien müssen je nach gewünschter Wasserart unterschiedlich ausgestattet sein.

Shopping Tipp

Für Süßwasseraquarien und Meereswassermodelle gibt es bereits vollständig ausgestattete Komplettsets zu kaufen, die Ihnen die Einrichtung und die Auswahl der richtigen Technik wesentlich erleichtern bzw. abnehmen.

Süßwasseraquarien

Das Süßwasseraquarium ist die gängigste Variante. Dabei handelt es sich dem Namen entsprechend um ein mit Süßwasser gefülltes Aquarium. Süßwasser besitzt einen Salzgehalt von weniger als 0,1 %. Dieser Aquarien-Typ eignet sich sowohl für Kaltwasser- als auch für Tropen- bzw. Warmwasserfische. Üblicherweise wird es als künstliches Biotop für Tropenfische – wie etwa Guppys, Platys oder Neonsalmler – genutzt. 

Zur technischen Grundausstattung eines Süßwasseraquariums gehören 2 oder mehr Leuchtstäbe, die zumeist in der Abdeckung verbaut sind, sowie eine Heizung und ein Filter zur Wasseraufbereitung. Dabei kann die konkrete Ausstattung jedoch variieren, unter anderem je nachdem, welche Temperatur das Süßwasser haben soll.

Es gibt 2 Formen:

  • Warmwasseraquarien
    Tropische Fische bzw. Warmwasserfische sind Tiere, die eine höhere Wassertemperatur benötigen. Diese liegt zumeist zwischen 26 °C und 28 °C, daher sollten diese Wassertemperaturen mit einer Heizung konstant gehalten werden. Warmwasseraquarien sind auch als Tropenaquarien bekannt.
  • Kaltwasseraquarien
    Das zentrale Merkmal von Kaltwasseraquarien im Unterschied zu den Warmwasser-Varianten ist, dass hierbei keine Heizung benötigt wird und sich die Fische schon bei Zimmertemperatur wohl fühlen. Daher sollte die Wassertemperatur in Kaltwasseraquarien etwa zwischen 18 °C und 22 °C liegen. 

Aufgrund der relativ unkomplizierten Technik und der einfachen Pflege eignet sich das Süßwasseraquarium vor allem für Aquaristik-Anfänger. So kann das Leitungswasser, das hier zum Einsatz kommt, relativ einfach gefiltert und aufbereitet werden. Darüber hinaus können Sie viele Fischarten in einem Süßwasseraquarium vergleichsweise einfach halten.

Mehr Informationen zu den einzelnen Ausstattungselementen eines Aquariums erhalten Sie in unserer Rubrik Ausstattung.

Meerwasseraquarien

Ein Meerwasseraquarium ist ein Modell, das mit Salzwasser bzw. mit gereinigtem und mit Meersalz angereichertem Leitungswasser aufgefüllt wird. Während der Salzgehalt in Süßwasseraquarien nur rund 0,1 % beträgt, liegt der Wert beim Meerwasser ungefähr bei 3,5 %. Es ist für die Haltung von Meeresbewohnern, die ohne einen bestimmten Salzgehalt nicht überleben können, vorgesehen. 

Bedenken Sie

Neben dem richtigen Salzgehalt sind vor allem auch eine ausreichende Beleuchtung und eine passende Wassertemperatur entscheidend. 

Die optimale Temperatur in einem Meerwasseraquarium liegt in etwa zwischen 24 °C und 28 °C. Vermeiden Sie zu hohe Temperaturen, da diese das Überleben Ihrer Fische, Anemonen und Korallen gefährden können.

Da Meerwasserfische schon auf geringe Veränderungen der Wasserqualität sensibel reagieren, ist bei der Aufbereitung des Salzwassers große Aufmerksamkeit geboten. Sie sollten bei der Entscheidung für ein Meereswasseraquarium grundsätzlich dazu bereit sein, etwas mehr Geld für eine qualitativ hochwertige Ausstattung auszugeben.

Zu den wichtigsten technischen Ausstattungsmerkmalen von Meerwasseraquarien gehören Strömungspumpen, Eiweiß-Abschäumer sowie Leucht- und Heizelemente. Damit die Meerwasserfische, Wirbellosen und Pflanzen überleben, muss das Leitungswasser zunächst mithilfe spezieller Filter gereinigt und mit einer Meersalz-Mischung aufbereitet werden. Mittels einer Strömungspumpe wird das Wasser mehrmals in der Stunde durchmengt und durch ein präzises Filtersystem, den sogenannten Eiweiß-Abschäumer, von den organischen Abfallstoffen des Salzwassers gesäubert.

Innerhalb der Meerwasseraquaristik werden folgende Aquarien unterschieden, die entsprechend verschiedene Fischarten und Pflanzen beheimaten:

  • Korallenriffaquarium
  • Nordseeaquarium
  • Mittelmeeraquarium

Die Haltung von Meeresfischen erfordert neben einer aufwendigeren Technik Erfahrung und Zeit. Dieser Aquarien-Typ ist daher für Anfänger eher ungeeignet. Wenn Sie jedoch einige fundamentale Grundsätze beachten, sollte Ihnen auch als Einsteiger der Erfolg nicht verwehrt bleiben. 

Die wichtigsten Informationen zu Filtern und Strömungspumpen finden Sie in den gleichnamigen Rubriken unseres Kaufberaters.


Ausstattung

Ein Komplettaquarium ist in der Regel je nach Aquarium-Typ mit einer Auswahl der folgenden Elemente ausgestattet, die Sie aber als fortgeschrittener Aquarist auch selbst zusammenstellen können: 

Abdeckung

Aquarienbecken können entweder geschlossen oder offen sein – je nachdem, ob eine Abdeckung zur Ausstattung gehört. Beide Varianten haben Ihre Vor- und Nachteile:

  • Aquarienbecken mit Abdeckung
    Ein Becken mit Abdeckung ist die gängige Variante. Hierbei sind Beleuchtung und Schläuche direkt im Deckel untergebracht. Zudem findet mit der Abdeckung kaum Luftzirkulation an der Wasseroberfläche statt und der größte Teil vom verdunsteten Wasser tropft vom Deckel kondensiert wieder zurück ins Becken – Sie müssen es also nicht so häufig wieder auffüllen. Gestalterisch sind Sie hier bezüglich der Pflanzen jedoch eingeschränkter, da diese nicht über den Beckenrand reichen dürfen. 
  • Aquarienbecken ohne Abdeckung
    Ein Becken ohne Abdeckung bietet Ihnen die Möglichkeit, Pflanzen auch über die Wasseroberfläche hinaus wachsen zu lassen und somit gestalterisch etwas freier zu sein. Da Beleuchtung und Schläuche jedoch normalerweise in der Abdeckung untergebracht bzw. versteckt sind, müssen Sie hier Alternativen finden. Meist gibt es Beleuchtungslösungen, die von der Decke herabhängen oder mithilfe einer Halterung am Beckenrand befestigt werden. Kabel und Schläuche, die von außen in das Becken hineinführen, sind ohne Abdeckung jedoch nicht so einfach zu verstecken und können somit die Optik stören. Zudem findet ohne Abdeckung an der Wasseroberfläche eine leichte Luftzirkulation statt und das Wasser verdunstet. Somit müssen Sie dieses öfter nachfüllen. 
Tipp

Damit Fische oder andere Tiere nicht aus dem Becken springen oder kriechen, sollte die Wasseroberfläche nicht zu nah an den Beckenrand reichen.

Beleuchtung

Die richtige Beleuchtung des Aquariums ist von zentraler Bedeutung. Licht sorgt für das Wachstum der Pflanzen, die dadurch wiederum Sauerstoff produzieren, der lebensnotwendig für die Fische ist. Neben den biologischen Funktionen setzt die Beleuchtung das Aquarium zudem optisch ansprechend in Szene.

Tipp

Um Ihren Fischen und Pflanzen im Aquarium ein möglichst naturgetreues Leben zu ermöglichen, sollten Sie darauf achten, das Licht regelmäßig ein- und auszuschalten – insgesamt sollte das Licht rund 10 h (Stunden) eingeschaltet sein.

Eine Zeitschaltuhr kann dabei helfen, die Lichtverhältnisse im Aquarium den natürlichen Lichtverhältnissen möglichst anzupassen.

Je nach Konstruktion kann die jeweilige Beleuchtung dabei als Hängeleuchte oder in der Beckenabdeckung angebracht werden. Weil eine Beleuchtung innerhalb der Aquarienabdeckung für ein geschlossenes Bild des Aquariums sorgt, somit keine Technik zu sehen ist und die Abdeckungsbeleuchtung auch vergleichsweise einfach in der Montage und dem Gebrauch ist, bietet sie erhebliche Vorteile gegenüber einer Hängeleuchte. Letztere eignet sich nur für offene Aquarien.

Im Bereich der Aquarienbeleuchtung können verschiedene Lichtquellen zum Einsatz kommen.

Zu unterscheiden sind hier: 

  • Leuchtstoffröhren
    Die klassischste Art der Aquarienbeleuchtung stellen Leuchtstoffröhren dar. Dabei handelt es sich um herkömmliche röhrenförmige Leuchtmittel, die Sie in jedem Baumarkt oder im Online-Shop erwerben können. Diese bringen Sie in der dafür vorgesehenen Halterung in der Aquarienabdeckung an. Im Handel sind 2 unterschiedliche Röhren-Typen erhältlich: Leuchtstoffröhren des Typs T8 haben sich schon jahrzehntelang auf dem Markt und im Aquarium bewährt. Sie haben prinzipiell einen Durchmesser von 26 mm und eine Leistung von etwa 14 W bis 58 W (Watt). Die modernere Variante der Leuchtstoffröhre trägt die Bezeichnung T5 und ist mit einem Durchmesser von 16 mm deutlich dünner als ihr Vorgänger. Bei gleicher Länge wie T8-Röhren kommen T5-Röhren zudem auf eine Leistung von etwa 24 W bis 80 W und weisen dank eines elektronischen Vorschaltgerätes ein flackerfreies Licht auf.
  • LED-Leuchtmittel
    Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich die verschiedenen LED-Beleuchtungssysteme für Aquarien. Diese können je nach Modell sowohl in der Abdeckung angebracht, als Hängeleuchte genutzt oder auch als Aufsetzleuchte verwendet werden. Die Vorteile einer Aquarienbeleuchtung mit LED liegen einerseits in der Leistungsstärke und andererseits vor allem in der Lebensdauer. Mittlerweile sind sogar via Bluetooth ansteuerbare bzw. programmierbare LED-Systeme im Handel erhältlich. Dadurch lässt sich oft auch eine zeitgesteuerte Veränderung der Leuchtintensität einstellen.
  • Metalldampflampen
    Halogen- oder Quecksilber-Metalldampflampen (HQI/HQL) bezeichnen sogenannte Brenner und werden generell als Hängeleuchte eingesetzt. Weil diese Leuchten allerdings starke Hitze erzeugen und gefährliches UV-Licht ausstrahlen, ist eine UV-Schutzschicht bzw. UV-Schutzglas zur Abdeckung erforderlich. Metalldampflampen werden vor allem bei Meerwasseraquarien eingesetzt.
Wissenswert

LEDs lösen Metalldampflampen zunehmend ab.

Wegen der hohen Energiekosten, der Hitzeerzeugung, der Ausstrahlung von UV-Licht und des aufwendigen Lampenwechsels sind Metalldampflampen heute allerdings – auch in der Meerwasseraquaristik – immer weniger verbreitet. LED-Leuchtmittel können die wichtigsten Funktionen für die Beleuchtung von Meereswasseraquarien übernehmen und so den Gebrauch der Metalldampflampen reduzieren.

Filter

Aufgrund der Stoffwechselprodukte von Fischen und Pflanzen fallen im Aquarium schädliche Abfallpartikel an, die herausgefiltert werden müssen. Während natürliche Gewässer zumeist über eine hinreichend große Selbstreinigungskraft zum Abbau solcher Schadstoffe verfügen, kommen in Aquarien Filter zum Einsatz, die diese Aufgabe übernehmen.

Bedenken Sie

Nur eine einwandfreie Filteranlage kann eine Ansammlung schädlicher Abfallstoffe verhindern und so ein biologisches Klima erzeugen, in dem sich Fische und Pflanzen auch wohlfühlen. Es ist daher wichtig, die Funktionsfähigkeit der Filteranlage stets im Auge zu behalten.

Je nach Aquarium-Typ muss ein Filter unterschiedlichen Ansprüchen gerecht werden, daher sind verschiedene Filter-Typen im Handel erhältlich.
Die Filter lassen sich nach ihrer Installationsmethode unterteilen:

  • Innenfilter
    Ein Innenfilter besteht zumeist aus einem Filterbehälter, in dem ein Filterschwamm sowie eine Pumpe enthalten sind. Durch die ansaugende Kraft der Pumpe strömt immer neues Wasser in den Filter. Dort wird es durch den Filterschwamm gepresst und so gereinigt. 

  • Außenfilter
    Ein Außenfilter ist ein Filter, der sich außerhalb des Aquariums befindet und das Becken durch 2 mit dem Aquarium verbundene Schläuche reinigt. Das Wasser fließt durch einen Zulaufschlauch in die unter dem Becken stehende Filteranlage. Das darin vorhandene Filtermaterial reinigt das durchfließende Aquarienwasser. Anschließend wird das gereinigte Wasser mithilfe der Pumpe wieder durch den Ablaufschlauch in das Becken geleitet. 

  • Die Leistung des Filters sollte immer auf das Fassungsvermögen Ihres Beckens abgestimmt sein.

Folgende Richtwerte können Ihnen hierbei eine Orientierung bieten:

Beckenvolumen

Pumpenleistung des Filters

< 55 l

250 l/h

45–110 l

400 l/h

90–150 l

600 l/h

130–240 l

1.000 l/h

> 240 l

< 1.000 l/h

Je nach der Fischart ergeben sich auch verschiedene Anforderungen an das Material, das in den Filter eingesetzt werden soll.

Filter lassen sich somit zusätzlich hinsichtlich ihres Filtermaterials unterscheiden:

  • Mechanische Filter
    Ein mechanischer Filter reinigt das Wasser dahingehend, dass er vor allem gröbere Partikel und Schadstoffe wie zum Beispiel Pflanzenreste, Kot oder Futterreste zurückhält. Mechanische Filter sind dabei meist mit Filterwatte oder Schaumstoff befüllte Filtersäcke, welche eine Siebfunktion übernehmen.

  • Biologische Filter
    Mikroorganismen wie Bakterien und Amöben tragen positiv zur Stickstoffumwandlung bei, indem sie das giftige Ammoniak in Nitrat umwandeln. Diese Millionen Kleinstlebewesen ernähren sich zudem von den Abfallstoffen im Wasser und tragen auf diese Weise zur Reinigung und Filterung bei. Damit sie sich ansiedeln können, sollten Sie für die biologische Filterung des Aquariums ein möglichst großflächiges Substrat verwenden.

  • Chemische Filter
    Gängige chemische Filtermaterialien für Aquarien sind Torf zur Steuerung des pH-Wertes des Wassers, Kunstharz zur Anpassung der Wasserhärte und Aktivkohle zur Filterung von Medikamenten und anderer chemischer Verbindungen aus dem Wasser.

  • Eiweiß-Abschäumer
    Eiweiß-Abschäumer sind spezielle Filtersysteme für Meerwasseraquarien. Diese sind mit einem Reaktions-, Schaum- und Auslaufrohr sowie einer integrierten Pumpe ausgestattet. Das Aquarienwasser wird in das Reaktionsrohr des Abschäumers gepumpt. Dort nehmen erzeugte Luftbläschen beim Aufsteigen Abfallprodukte und Ablagerungen wie Proteine, Phosphate und Farbstoffe auf. Dadurch entsteht Schaum, der im Schaumrohr landet und im Schaumtopf des Abschäumers schließlich aufgefangen und von dem gereinigten Wasser getrennt wird. Das gefilterte Wasser fließt im Auslaufrohr wieder in das Becken.

Was Sie für eine optimale Wasserhärte und den pH-Wert eines Aquariums beachten sollten, erfahren Sie in unserem Fragenbereich: Worauf muss ich hinsichtlich Wasserhärte und pH-Wert eines Aquariums achten?

Heizung

Von besonderer Bedeutung für die Fische und Pflanzen im Aquarium ist die richtige Wassertemperatur. Je nach Fischbesatz bestehen jeweils verschiedene Anforderungen an die richtige Temperatur des Wassers.

Es gibt keinen pauschalen Richtwert für die optimale Wassertemperatur. Je nach Art der Lebewesen ergeben sich hier unterschiedliche Ansprüche. Während bei tropischen Fischarten und Pflanzen eine Aquarienheizung unerlässlich ist, kommen Kaltwasserfische ohne sie aus.

Für Aquarien gibt es verschiedene Möglichkeiten der Beheizung.

Dabei unterscheiden sich folgende Varianten:

  • Heizstäbe 
    Heizstäbe sind die wohl beliebteste und am weitesten verbreitete Art der Aquarienheizung. Das stabförmige Heizelement kann zumeist mittels Saugnäpfen an der Innenseite des Beckens befestigt werden. Dank eines verbauten Thermostats gewährleisten Heizstäbe eine konstante Wassertemperatur.
  • Externe Heizer
    Externe Heizer sind Außenheizungen, die an dem Außenfilter angebracht werden. Sie kommen also nur infrage, wenn auch ein solches Filtersystem vorhanden ist. Während der Filterung wird das Wasser durch den externen Heizer erwärmt und anschließend zurück ins Becken befördert. 
  • Bodenheizung und -fluter
    Bodenheizungen und Bodenfluter sind Silikonheizkabel, die Sie auf dem Aquarium-Grund fixieren. Diese Heizelemente sorgen bei geringem Stromverbrauch vor allem im Bodenbereich des Aquariums für Wärme und darüber hinaus sogar für eine leichte Strömung, was die Freisetzung von Nährstoffen erleichtert. Bodenheizungen und -fluter dienen so insbesondere dem schnellen Wachstum von Pflanzen. Allerdings ist die Montage bzw. Installation etwas komplizierter.
Wissenswert

Pflanzen sind deutlich anpassungsfähiger als die zumeist temperaturempfindlichen Fische. Trotzdem ist auch ihr Wachstum und Wohlbefinden von der Temperatur des Wassers abhängig. So wachsen die meisten tropischen Pflanzen etwa bei Wassertemperaturen von 24° C bis 26° C. Diese liegen über der durchschnittlichen Raumtemperatur, eine Heizung ist daher für das Gedeihen der meisten Pflanzen notwendig.

Welche Temperatur für welchen Aquarien-Typ infrage kommt, erfahren Sie in unserer Themenrubrik Aquarien-Typen

Strömungspumpe

Zusätzlich zur im Filtersystem integrierten Ansaugpumpe können Sie spezielle Strömungspumpen für Ihr Aquarium erwerben. Damit können Sie im Meerwasseraquarium die Strömung des Ozeans imitieren und den Fischen damit einen idealen Lebensraum gewähren. Die Pumpe erfüllt dabei lediglich die mechanische Funktion und dient nicht der Reinigung. 

Achten Sie wie bei den Filtern auf eine ausreichende Pumpleistung.


Materialien

Das Herzstück eines Aquariums ist das Becken, daher sollten Sie auch dessen Material sorgfältig auswählen.

Generell sind Aquarienbecken in Glas- sowie Acrylglas-Ausführungen erhältlich:

  • Glas
    Glas ist deutlich kratzfester als Acrylglas, kann jedoch brechen bzw. Risse bekommen. Zudem werden die benötigten Silikondichtungen mit der Zeit porös. Ein Glasbecken ist recht schwer, lässt sich aber einfacher reinigen als Acrylglas. Außerdem sieht es meist hochwertiger aus. 
  • Acrylglas
    Dieses Material wird umgangssprachlich auch Plexiglas genannt. Es ist etwa 40 % bis 50 % leichter als Glas, bruchsicher und lässt sich biegen. Zudem ist es lichtdurchlässiger und lässt sich einfach thermisch und mechanisch bearbeiten. Allerdings zerkratzt die Oberfläche von Acrylglas recht schnell und darf nicht mit alkoholischen- und Lösungsmitteln gereinigt werden, da die Scheiben ansonsten „blind“ werden können. Acrylglas-Aquarien benötigen somit ein spezielles Reinigungsmittel.

Zubehör

Neben den zentralen Ausstattungskomponenten eines jeden Modells sind darüber hinaus weitere Komponenten empfehlenswert, um es einzurichten und zu pflegen:
  • Folien
    Mit einer bedruckten Folie können Sie die Rückseite Ihres Aquariums verschönern und sie optisch in die Unterwasserwelt integrieren.
  • Kies oder Sand
    Als Aquariengrund eignen sich Sand oder Kies. Sand ist sehr feinkörnig, während Kies eine gröbere Struktur hat. Der Bodengrund bietet zum einen den für das biologische Gleichgewicht nötigen Bakterien Zuflucht und zum anderen den Pflanzen ausreichend Halt. 
  • Lebende Steine
    Ergänzend können in Meerwasseraquarien sogenannte lebende Steine verwendet werden – dabei handelt es sich um Korallenskelette, abgestorbene Muschelschalen und anderes, kalkhaltiges Material, das von zahlreichen Organismen besiedelt ist. Diese Mikroorganismen tragen positiv zur Wasseraufbereitung bei. Für einen spürbaren Nutzen sollten sie rund 10 bis 15 % des Aquarienvolumens mit lebenden Steinen füllen.
  • Pflanzen
    Neben den Wassertieren sind auch Pflanzen ein toller Blickfang in ihrem Aquarium. Sie sind zugleich notwendig, um den lebenswichtigen Sauerstoff für die Fische zu produzieren. Bevor Sie Ihre Pflanzen auswählen, sollten Sie sich informieren, ob die gewünschten Exemplare die Temperatur und Härte des Wassers vertragen und für Ihre Fische geeignet sind. Neben natürlichen Aquarienpflanzen können Sie auch künstliche Pflanzen erwerben, die jedoch nur der Dekoration dienen.
  • Unterschrank
    Weil ein mit Wasser befülltes Aquarium ein hohes Gewicht hat, ist nicht nur die Tragfähigkeit des Bodens, sondern auch die Tragfähigkeit des jeweiligen Unterschranks von großer Bedeutung. Manche herkömmlichen Schränke können diesem Gewicht möglicherweise nicht standhalten. Um zu vermeiden, dass der Unterschrank unter dem Gewicht des Aquariums zusammenbricht, sollten Sie darauf achten, eine entsprechend stabile Konstruktion zu verwenden. Einen solchen können Sie oftmals gleich mit dem Kauf des Aquariums in einem Komplettset erwerben, aber auch nachträglich kaufen.
  • Wasserzusätze und -tests
    Um beispielsweise den pH-Wert des Aquarienwassers zu erhöhen oder zu senken, bieten sich Wasserpflegemittel an. Um die Wasserwerte regelmäßig zu kontrollieren, nutzen Sie am besten sogenannte Tropfentests, die Sie ebenfalls als Zubehör erwerben können.
  • Wurzeln und Steine
    Diese Elemente dienen der Dekoration und bieten den Wassertieren ausreichend Versteckmöglichkeiten. Sie sollten jedoch darauf achten, nur Wurzeln und Steine zu verwenden, die auch ausdrücklich für Aquarien geeignet sind. Manche Steine aus der Natur sind beispielsweise zu kalkhaltig und beeinflussen die Wasserqualität negativ.

Auf unserem Portal finden Sie eine große Auswahl an passendem Zubehör für Aquarien.


Häufige Fragen

Was Sie schon immer zur Verwendung von Aquarien wissen wollten, haben wir an dieser Stelle für Sie zusammengefasst. Unsere FAQ-Sammlungen basieren hierbei auf dem Wissensbedarf anderer Käufer von Aquarien.

Aquarien-Typen

Soll ich mir ein Süßwasser- oder Meerwasseraquarium zulegen?

Grundsätzlich hängt die Entscheidung zwischen einem Süßwasser- und einem Meerwasseraquarium davon ab, welche Fischarten Sie gerne halten, ob Sie eher Pflanzen oder Korallen ansiedeln und welche Atmosphäre Sie mit Ihrem Aquarium ganz allgemein erzeugen möchten. 

Neben der Optik und Atmosphäre spielen bei der Entscheidung zwischen beiden Aquarien-Typen jedoch auch Ihre fachlichen Kenntnisse eine zentrale Rolle. So sind Meereswasseraquarien für Einsteiger weniger geeignet, da sich die Einrichtung und Pflege eines solchen Modells vergleichsweise aufwendig und schwierig gestaltet. Es wird eine Vielzahl an technischen Ausstattungsmerkmalen benötigt, die installiert und bedient werden müssen. Weil Meerwasserfische darüber hinaus bereits auf geringe Veränderungen der Wasserqualität sensibel reagieren, ist bei der Aufbereitung des Salzwassers große Vorsicht geboten. Auch die Haltung von Meeresfischen benötigt somit einiges an Erfahrung. 

Anfängern bieten Komplettsets die beste Einstiegsmöglichkeit.

Um Ihnen die Entscheidung zwischen einem Meerwasser- und Süßwasseraquarium zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Merkmale beider Typen in unserer Rubrik Wasserart zusammengefasst.


Was ist der Unterschied zwischen einem Artaquarium und einem Gesellschaftsaquarium?

Art- und Gesellschaftsaquarien sind verschiedene Haltungs- bzw. Gestaltungsformen. Im Handel angebotene Aquarien können Sie nach Art und Lebensraum der vorgesehenen Fische unterschiedlich gestalten. Sie bestimmen dadurch, welche Lebensbedingungen für die Fische erfüllt werden und für welche Haltungsform sich ein Aquarium eignet.

Einzelne Varianten unterscheiden sich wie folgt:

  • Gesellschaftsaquarien
    Das Gesellschaftsaquarium ist die häufigste Haltungsform, da es sich ideal für Einsteiger eignet. Hier können Sie Fische und Pflanzen mit unterschiedlicher Herkunft gemeinsam halten, die aber ähnliche Ansprüche an Wasserqualität und -temperatur haben. Gesellschaftsaquarien eignen sich jedoch nur für die Haltung von friedfertigen Fischen, die sich auch in ihrem Fressverhalten nicht groß voneinander unterscheiden. 
  • Artaquarien
    Diese Haltungsform dient eher der Züchtung einer bestimmten Fischsorte, die meist spezielle und individuelle Anforderungen an ihren Lebensraum stellt. 
  • Biotopaquarien
    In einem Biotopaquarium halten Sie Fische, Pflanzen und andere Wasserbewohner gemeinsam, die alle aus dem gleichen, natürlichen Lebensraum stammen und gleiche Anforderungen an Temperatur und Wasserhärte haben. 
Wissenswert

Eine Alternative zu Aquarien mit Meerestieren ist das Ornarium. Hierbei handelt es sich um ein pflegeleichtes Mini-Biotop. Darin können verschiedene Wasserpflanzen, Bakterien und Mikroorganismen gehalten werden. Es hat primär eine dekorative Funktion. 

Ausstattung

Was gehört zur Grundausstattung eines Aquariums?

Damit Sie ihr Aquarium vollständig einrichten können und das Wohl Ihrer Fische langfristig sichergestellt ist, wird eine bestimmte Grundausstattung benötigt. 

Zu dieser Grundausstattung gehören das Becken aus Glas oder Acrylglas, eine funktionierende Beleuchtung, eine Filteranlage sowie meist auch eine Heizung. 

Für die erstmalige Einrichtung sollten Sie außerdem an Pflanzen, Kies, Dünger und an Wasseraufbereitungsmittel denken. Zudem sind bestimmte Zubehörartikel wie Wurzeln oder Steine von Bedeutung, damit sich Ihre Fische besonders wohlfühlen.

Wozu diese Ausstattungselemente dienen und was Sie weiterhin an Zubehör für die Einrichtung Ihres Aquariums erwerben können, haben wir für Sie in unseren Themenrubriken Ausstattung und Zubehör zusammengetragen.

Einrichtung

Wie richte ich mein Aquarium ein?

Nach der Auswahl, dem Kauf des Zubehörs und der passenden Platzierung folgt die Einrichtung des Aquariums. Durch die große Auswahl an Fischen, Pflanzen und Steinen im Handel kann dies allerdings eine echte Herausforderung sein.

Daher haben wir die wichtigsten Schritte zur Einrichtung Ihres Aquariums im Folgenden für Sie aufgeführt:

  1. Überprüfen Sie, ob Ihr Aquarium auf einer festen Unterlage steht bzw. sicher befestigt ist.
  2. Reinigen Sie das Modell vor der Einrichtung gründlich mit warmen Wasser und einem Schwamm.
    ⇒ Verwenden Sie keine Reinigungsmittel.
  3. Bauen Sie nun den Bodengrund auf.
    ⇒ Dieser sollte aus einer 2 cm hohen Mineraldünger-Schicht und aus einer mindestens 5 cm hohen Schicht Quarz-Kies oder Sand bestehen.
    ⇒ Achten Sie darauf, dass die letzte Schicht leicht nach hinten ansteigt: So erscheint das Becken am Ende deutlich größer.
  4. Installieren Sie die Technik im Aquarium, also insbesondere die Heizung und den Filter. 
    ⇒ Empfehlenswerte Montageorte sind vor allem die hinteren Ecken, damit Sie die Technik später hinter Pflanzen verstecken können.
  5. Nun dekorieren Sie Ihr Aquarium nach Belieben mit unterschiedlichen Materialien, wie etwa Steine und Holzwurzeln. 
    ⇒ Achten Sie darauf, dass Ihre Einrichtungsgegenstände in jedem Fall kalkfrei sind und keine schädlichen Stoffe ins Wasser abgeben.
  6. Füllen Sie das Modell langsam bis etwa zu ⅓ mit lauwarmen Wasser. Achten Sie hierbei darauf, dass Sie beim Einlassen des Wassers den Bodengrund nicht aufwühlen.
  7. Nun können Sie Ihre Pflanzen einsetzen. 
    ⇒ Verwenden Sie dazu am besten kleinere Pflanzen für den Vordergrund des Beckens und die größeren Exemplare für die hinteren Bereiche.
  8. Füllen Sie das Aquarium weiter bis etwa 3 cm unterhalb der oberen Beckenkante mit Wasser auf.
  9. Schalten Sie die Technik ein. 
    ⇒ Der Filter sollte im Dauerbetrieb laufen. 
    ⇒ Die Beleuchtung schalten Sie etwa für 10 h ein – entweder manuell oder mithilfe einer Zeitschaltuhr. 
    ⇒ In einem warmen Süßwasseraquarium sollten Sie die Heizung auf eine Temperatur von ca. 26 °C bis 28 °C einstellen, während in einem Meeresaquarium je nach Herkunft der Tiere 24 °C bis 28 °C optimal sind. In einem Kaltwasseraquarium sollte keine Heizung laufen.
  10. Schließen Sie die Abdeckung und lassen Sie das Aquarium etwa 2 bis 3 Wochen ruhen, damit sich das Ökosystem stabilisieren kann. Eine längere Eingewöhnungszeit ist hierbei kein Nachteil.
    ⇒ Kontrollieren Sie währenddessen stets die Wasserqualität sowie -temperatur und verwenden Sie gegebenenfalls Wasseraufbereitungsmittel und Flüssigdünger.
  11. Nun können Sie die ersten Lebewesen wie Fische, Krebse oder Garnelen einsetzen und Ihr Aquarium vollständig in Betrieb nehmen.

Geschichte

Seit wann gibt es Aquarien?

Die Liebe der Menschen zu Aquarien reicht weit in die Vergangenheit zurück. Ihre Entstehung basiert auf den Anfängen der Fischzucht und -haltung zur Nahrungsversorgung des Menschen. Der Grundstein der heutigen Aquaristik wurde im alten China gelegt. So stammten die ersten Bücher über die Haltung und Zucht von Fischen aus den Jahren 770–476 v. Chr. 

Die Haltung von Goldfischen als Zierfische wird auf die Zeit der Song-Dynastie (960–1216 n. Chr.) datiert. Die ersten Belege dafür finden sich im 16. Jahrhundert. Darüber hinaus hielten sowohl die alten Ägypter als auch die Sumerer Fische in kleinen Teichen oder Becken, um sie später für ihre Mahlzeiten zu verarbeiten. In kleinen ägyptischen Hausgärten wurden bereits Fische zu Dekorationszwecken in Wasserbecken gehalten.

In Europa ist die Geschichte insbesondere mit dem Aufstieg Großbritanniens zur Seemacht – und mit der damit einhergehenden stärkeren Affinität zur Wasserwelt – verbunden. Die Fischhaltung in mit Wasser gefüllten Glasbehältnissen konnte so erstmals im London des 17. Jahrhunderts belegt werden. Ein durch gusseiserne Rahmen zusammengehaltenes Wasserbecken wurde erstmals 1851 einer breiteren Öffentlichkeit auf der Weltausstellung in London präsentiert, das in seiner Form den heutigen Aquarien sehr ähnelte. Mit fortschreitender Technik nahm die Geschichte des Aquariums im 20. Jahrhundert dann rasant Fahrt auf und es gab immer mehr Becken mit verschiedenartiger Ausstattung zur Haltung unterschiedlicher Wasserbewohner in privaten Haushalten.

Größe

Wie groß muss mein Aquarium sein?

Die „eine“ richtige Größe für ein Aquarium gibt es nicht, sie hängt von mehreren Faktoren ab. 

Bei der Wahl der Größe sollten Sie die folgenden Grundsätze bzw. Aspekte beachten:

  • Stellplatz
    Je größer das Modell ist, desto mehr freien Platz benötigen Sie. Zunächst sollten Sie einen geeigneten Stellplatz für Ihr Aquarium aussuchen und den zur Verfügung stehenden Raum abmessen. So können Sie die maximalen Maße Ihres zukünftigen Aquariums grundlegend festlegen. 
  • Pflegeaufwand
    Je kleiner das Aquarium ist, desto komplizierter ist die Pflege. Für den Einstieg ist ein 100-Liter-Becken zu empfehlen. Es ist in Bezug auf die Wasserwerte leichter zu kontrollieren als ein kleines 60-Liter-Modell. Bei einem größeren Becken kommt allerdings auch ein höherer Aufwand bei der Reinigung und höhere Kosten in der Anschaffung und im Betrieb auf Sie zu.
  • Fischauswahl
    Die Aquariengröße bestimmt maßgeblich die Auswahl an Fischen, die Sie in einem entsprechenden Aquarium halten können.

Um Ihnen die Entscheidung hinsichtlich der für Sie richtigen Größe Ihres Aquariums zu erleichtern, haben wir wesentliche Informationen hierzu in unserer Themenrubrik Beckenvolumen zusammengefasst. Außerdem erfahren Sie in der Rubrik Aquarien-Typen das Wichtigste zu den verschiedenen Bauformen.

Pflege

Was muss ich bei der Aquarienpflege beachten?

Damit Sie an Ihrer eigens geschaffenen Unterwasserwelt auch in Zukunft viel Freude haben und die Bewohner sich auch langfristig wohl fühlen und Bestand haben, ist eine regelmäßige Pflege nötig. 

Die wichtigsten Punkte haben wir dazu im Folgenden für Sie zusammengefasst:

  • Reinigen Sie die Scheiben Ihres Aquariums regelmäßig von Algen.
    Da sich auch bei guter Wasserqualität und einem guten Standort mit geringem Sonnenlichteinfall Algen und Verunreinigungen an den Aquarienscheiben bilden können, ist eine regelmäßige Reinigung nötig. Hierbei können Ihnen Reinigungswerkzeuge wie Algenmagnete oder Klingenreiniger helfen.
  • Entfernen Sie Verunreinigungen, Abfallstoffe und Pflanzenreste am Bodengrund.
    Am Bodengrund sammelt sich regelmäßig einiges an Schmutz an, unter anderem Pflanzenreste oder Fischkot. Diese Verunreinigungen sollten Sie alle 2 bis 4 Wochen mithilfe eines sogenannten Mulm-Saugers entfernen.
Achtung!

Bei der Reinigung des Bodengrundes können Fische abgesaugt werden.

Wenn Sie den Bodengrund Ihres Aquariums mithilfe eines Mulm-Saugers reinigen, besteht das Risiko, dass Fische oder andere Wasserbewohner durch das Gerät mit abgesaugt werden. Sie sollten daher den Schmutz vom Bodengrund in einen Eimer fließen lassen. Diesen können Sie später nach eventuell abgesaugten Fischen durchsuchen und diese wieder ins Aquarium setzen.

  • Achten Sie darauf, regelmäßig einen Wasserwechsel durchzuführen.
    Um das Wasser von Schadstoffen und Keimen zu befreien, die durch den Filter nicht entfernt werden können, ist ein regelmäßiger Wasserwechsel nötig. Dabei sollte nicht mehr als ein Drittel des Gesamtvolumens an Wasser abgesaugt werden und durch aufbereitetes Leitungswasser ersetzt werden. Weil bei der Reinigung des Bodengrundes mithilfe eines Mulm-Saugers bereits Wasser abgesaugt wird, kann hier ein Wasserwechsel mit der Bodenreinigung ganz einfach verbunden werden.
  • Reinigen Sie regelmäßig den Aquarium-Filter.
    Damit ein Filter seine Reinigungsaufgabe wahrnehmen kann, ist es nötig, dass dieser selbst auch regelmäßig gesäubert wird. Daher sollten Sie den Filter etwa 1-mal im Monat vom Strom nehmen und von sämtlichen angesammelten Schmutzresten befreien.


Worauf muss ich hinsichtlich Wasserhärte und pH-Wert eines Aquariums achten?

Damit Sie für Ihre Fische die optimalen Lebensbedingungen erzielen können, sind Härte und pH-Wert des Wassers ebenfalls wichtige Kriterien. 

Grundsätzlich gibt der pH-Wert den Säuregrad des Wassers an. Typischerweise liegen die pH-Werte eines Aquariums zwischen 5,5 und 8,5. Die obere Grenze dieses Wertebereichs ist dabei eher bei Meereswasseraquarien zu finden. Der pH-Wert entscheidet maßgeblich über das Überleben Ihrer Fische und Pflanzen. Er muss deshalb regelmäßig kontrolliert und den jeweiligen Bedingungen Ihrer Fische angepasst werden.

Doch nicht nur der pH-Wert spielt in diesem Zusammenhang für das Wohlbefinden Ihrer Fische im Aquarium eine wichtige Rolle, sondern auch die Härte des Wassers. Während manche Fischarten zum Überleben eher weiches und saures Wasser benötigen, bevorzugen andere Fischarten wiederum eher hartes und leicht alkalisches Wasser. Die meisten Zierfische vertragen eher mittelhartes Wasser, viele Lebendgebärende kommen besser mit hartem bis mittelhartem Wasser zurecht, insbesondere wenn sie aus Nachzuchten stammen. Besondere Ansprüche an die Wasserqualität stellen hingegen Fische aus dem südamerikanischen oder südasiatischen Raum, die weiches und leicht saures Wasser benötigen.

Recherche Tipp

Da unterschiedliche Fischarten auch unterschiedliche Ansprüche an die Härte des Wassers haben, ist es hilfreich, sich bei den Wasserwerken über die Wasserhärte zu informieren. Online können Sie den Härtegrad Ihrer Stadt ganz bequem auf der Website wasserhärte-deutschland.de überprüfen.

Grundsätzlich wird bei der Wasserhärte im Aquarium folgendermaßen unterschieden:

  • Gesamthärte
    Prinzipiell wird der Wert der Gesamthärte (GH-Wert) anhand des Gehalts an Kalk und Magnesium im Wasser bestimmt. Gemessen wird die Gesamthärte in Grad Deutscher Härte (°dH). Bei einem hohen Anteil an Magnesium- und Kalksalzen wird Wasser dabei im Allgemeinen als hart bezeichnet, bei einem niedrigen Gehalt als weich. 
Wissenswert

Der GH-Wert hat einen direkten Einfluss auf das Wohl Ihrer Fische.

Der GH-Wert beeinflusst wesentlich die organischen Lebensfunktionen der Wasserbewohner, wobei allerdings je nach Fischart spezifische Anforderungen bestehen können. Bei Süßwasseraquarien sollte der GH-Wert jedoch grundsätzlich zwischen 6 °dH und 16 °dH liegen.

  • Karbonhärte
    Der Wert der Karbonhärte (KH-Wert) gibt wiederum den Anteil an Hydrogenkarbonaten an, der im Wasser festgestellt werden kann. Weil diese Salze als Stabilisierung des pH-Wertes fungieren und so beispielsweise einen raschen Säuresturz verhindern können, hat auch die Karbonhärte eine wichtige Bedeutung für das Wohl Ihrer Fische. Auch die Karbonhärte wird in Grad deutscher Härte gemessen. Der KH-Wert sollte bei Süßwasseraquarien möglichst nicht unter 3 °dH sinken. Grundsätzlich sollten Sie die Wasserhärte und den pH-Wert in Ihrem Aquarium regelmäßig untersuchen und gegebenenfalls durch spezielle Wasserzusätze oder Enthärtungsfilter stabil halten, um große Schwankungen zu vermeiden und das Wohl Ihrer Fische nicht zu gefährden. 

Stellplatz

Wo soll ich mein Aquarium aufstellen?

Diese Frage sollten Sie sich in jedem Fall schon vor dem Kauf stellen.

Denn der Ort, an dem Sie Ihr Aquarium aufstellen, ist in vielerlei Hinsicht von Bedeutung:

  • Platz
    Nach dem zur Verfügung stehenden Platz bestimmt sich maßgeblich auch die maximale Größe und die Bauform. 
  • Statik
    Außerdem sollten Sie sich über die Tragfähigkeit des Bodens informieren. Erkundigen Sie sich also, wie viel Liter das Aquarium fassen darf bzw. wie schwer es sein darf, damit der Boden dies auch aushält. Generell ist der Boden in der Mitte eines Zimmers weniger tragfähig als am Rand.
  • Standort
    Das Aquarium sollte zudem nicht an einem Ort stehen, an dem es direkt der Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Denn diese sorgt für eine vermehrte Algenbildung und eine Erhöhung der Wassertemperatur.
  • Ästhetik
    Sie sollten außerdem beim Aussuchen des Aufstellungsortes überlegen, wo das Aquarium besonders gut zur Geltung kommen könnte. Neben allen Sicherheitsaspekten ist so auch die Ästhetik ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl des geeigneten Stellplatzes. 

Über Magnus Raab

Neben meinem theoretisch veranlagten Politik- und Wirtschaftsstudium haben mich immer schon Praxisthemen interessiert, vor allem Verbraucherthemen. Seit 2016 schreibe ich deshalb für billiger.de und unterstütze Sie mit hilfreichen Informationen beim Kauf.



Über Dinah Wuttke

Nach Stationen im Hörfunk, in der Pressearbeit und im Marketing bin ich seit einigen Jahren begeisterte Online-Redakteurin. Auf billiger.de helfe ich Ihnen mit wichtigen Tipps und nützlichen Informationen, das passende Produkt zu finden.


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