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Ratgeber Carports


Wissen kompakt

Kennen Sie das: Ihr Auto parkt im Freien und Sie können im Sommer das Lenkrad vor Hitze kaum berühren und im stickigen Innenraum nur schwer Luft holen? Und im Winter müssen Sie morgens mehr Zeit einplanen, um die vereisten Scheiben Ihres Autos freizukratzen? 

Falls Ihr Grundstück es zulässt, kann hier die Errichtung eines Carports Abhilfe schaffen. Ein überdachter Unterstellplatz schont Ihr Auto in vielerlei Hinsicht. So schützt er vor hohen Temperaturen, die der Bordelektronik schaden können. UV-Strahlung, Regen, Hagel und Vogelkot hält er von Ihrem Fahrzeug fern und verhindert daher Ausbleichen, Lackschäden und Rost. Durch die offenen Wände trocknet der Wagen schnell und ist somit noch besser vor Rost geschützt als etwa in einer schlecht durchlüfteten Garage. Auch das lästige Freikratzen im Winter sollte damit der Vergangenheit angehören. 

Ein Carport erhöht also die Lebensdauer Ihres Fahrzeugs und kann außerdem zu einem höheren Wiederverkaufswert beitragen.

Wissenswert

Schon für Pferdekutschen gab es offene Unterstellmöglichkeiten, die sogenannten Remisen. Diese Idee griff der amerikanische Architekt Frank Lloyd Wright auf und entwickelte 1936 eine Überdachung für Autos. Den Begriff Carport leitete er vom französischen Wort porte cochère ab, das auf Deutsch so viel wie Kutscheneinfahrt bedeutet.

Ein Carport kann aber noch mehr: Er bietet die ideale Location für Ihre Sommerparty. Stellen Sie einfach einen Tisch, ein paar Stühle und den Grill in die Einfahrt. Der Rauch zieht über die offenen Seiten ab. Sie feiern im Freien, ohne sich Gedanken über Regenschauer machen zu müssen. Viele Hausbesitzer nutzen einen Carport auch als Terrassendach.

Diese Unterstellplätze müssen nicht teuer sein. Häufig werden sie als Bausatz angeboten, den Sie selbst montieren können. 

Die Bausätze gibt es in den verschiedensten Bauformen und Größen. Sie unterscheiden sich außerdem in den verwendeten Materialien. Welches Modell das Richtige für Sie ist, finden Sie mithilfe unseres Kaufberaters heraus.


Kaufberater

Um Sie bei der Wahl eines Carports zu unterstützen, haben wir im nachfolgenden Ratgeber die wichtigsten Informationen für Sie zusammengetragen.

Bedenken Sie für den Kauf eines idealen Carports vor allem folgende Gesichtspunkte:

  • Wägen Sie ab, welcher Produkttyp für Sie infrage kommt.
    Während Sie freistehende Carports überall aufbauen können, müssen Sie Anlehn-Carports an die Hauswand anschrauben. Allerdings benötigen Anlehn-Modelle weniger Grundfläche. Die Entscheidung für einen Produkttypen sollten Sie vorrangig von den räumlichen Gegebenheiten in Ihrem Grundstück abhängig machen.
  • Erkundigen Sie sich, welche Auflagen für den Bau eines Carports in Ihrer Gemeinde existieren.
    Landesbau-Ordnungen und kommunale Bebauungspläne legen Richtlinien fest, die Sie für den Bau berücksichtigen müssen. Zumeist ist eine Baugenehmigung erforderlich.
  • Messen Sie den verfügbaren Platz für den Carport genau aus. 
    Messen Sie Bodenfläche und Höhe möglichst exakt aus, damit Sie beim Aufbau den festgeschriebenen Abstand zum Nachbarn und zur Straße einhalten. Achten Sie darauf, dass das Dach kein Fenster Ihres Hauses verdeckt. 
  • Beziehen Sie die Witterungsverhältnisse an Ihrem Wohnort in die Kaufentscheidung mit ein.
    Leben Sie in einer Region mit rauem Klima, sollten Sie beachten, wie viel Schnee der Carport tragen kann und wie windbeständig er ist. In Gebirgslagen lohnt es sich, Seitenwände anzubauen, die vor schräg einfallendem Niederschlag und Schneeverwehungen schützen. 
  • Überlegen Sie, wie viel Zeit Sie für die Pflege des Carports aufbringen können und möchten.
    Während Sie Modelle aus Holz regelmäßig mit Holzschutzlasur behandeln müssen, bedürfen solche aus Metall kaum Pflege.

Carport-Typen 

Auto-Unterstände gibt es in verschiedenen Bauformen.

Auf den Punkt!

Freistehende Carports, Anlehn-Carports und Garagen gibt es jeweils in Einzel- oder Doppelausführung. Größere Modelle bieten dabei Platz für 2 Autos, können aber auch der zusätzlichen Beherbergung von Fahrrädern oder Gartengeräten dienen. 

Bevor Sie den Bausatz bestellen, stellt sich jedoch die Frage, ob eine Baugenehmigung vorliegen muss. Hierbei können die Bestimmungen von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich sein. Informieren Sie sich daher bereits vor dem Kauf über gültige Bauvorschriften.

Nähere Informationen dazu erhalten Sie in unserem FAQ-Bereich unter der Frage: Welche Bauvorschriften muss ich für den Bau eines Carports beachten?

Freistehender Carport

Ein freistehendes Modell können Sie, sofern möglich, überall auf Ihrem Grundstück platzieren. Sie benötigen hierfür keine Hauswand oder Mauer zur Befestigung, denn es steht ausschließlich auf Pfosten. Die Seiten sind im Normalfall offen. Meist tragen 2 Pfostenreihen das Dach eines freistehenden Carports – bei Varianten für 2 Autos können es auch 3 sein. Die Pfosten sind am oberen Ende durch waagerechte Pfetten (oder Unterzüge) miteinander verbunden, auf denen die quer dazu verlaufenden Sparren der Dachkonstruktion angeschraubt sind.

Die Dachform freistehender Modelle kann sehr unterschiedlich ausfallen – Sie haben die Wahl zwischen vielen verschiedenen Designs. Dies ist ein Vorteil gegenüber Anlehn-Carports, bei denen die Auswahl eingeschränkt ist.

Weitere Informationen zu den verschiedenen Dachformen erhalten Sie im gleichnamigen Kapitel unseres Kaufberaters.

Da ein freistehender Unterstellplatz nur von oben vor der Witterung geschützt ist, lohnt sich die Installation einer Seitenwand. Vor allem an der Wetterseite, der dem Wind zugewandten Seite, kann eine solche den Stellplatz zuverlässig vor einfallendem Niederschlag oder Schneeverwehungen schützen. Auch eine dichte Hecke kann diese Aufgabe übernehmen.

Ein freistehendes Modell lohnt sich für Sie, wenn Sie genügend Platz zur Verfügung haben. Besteht keine Möglichkeit, den Carport direkt am Haus zu platzieren, müssen Sie einen solchen Unterstellplatz wählen.  

Der Preis für einen freistehenden Carport variiert je nach Größe, Konstruktionsmaterial und Ausstattung. So gibt es sehr günstige Modelle ab 200 €, aber auch Luxus-Modelle über 10.000 €.

Anlehn-Carport 

Ein Anlehn-Carport verfügt in der Regel nur auf 1 Seite über eine Pfostenreihe. Die andere Seite befestigen Sie mittels einer Pfette (Querbalken) an der Hauswand. Zusammen mit der 2. auf der Pfostenreihe befestigten Pfette trägt sie die Dachkonstruktion. Diese finden Sie bei Anlehn-Unterständen meist in Form eines Flach- oder Pultdaches. Somit scheint es, als lehnte sich der Carport an das Haus an. 

Möglich ist auch eine Konstruktion ohne Pfosten, beispielsweise wenn eine Mauer deren Aufgabe übernimmt. Auch zwischen 2 Hauswänden können Sie ein solches Modell errichten. 

Bedenken Sie

Berücksichtigen Sie bei einer Montage an der Hauswand deren Beschaffenheit. So müssen Sie den Carport an einer Lehmziegelwand anders verschrauben als an einer aus Massivstein oder Beton. Wenn Sie sich unsicher bezüglich der richtigen Schrauben und Dübel für Ihre Hauswand sind, holen Sie sich Hilfe bei einem Fachmann.

Durch die feste Verbindung mit der Hauswand sind Anlehn-Carports nicht nur stabiler als freistehende Modelle. Sie bieten durch die feststehende Seitenwand auch mehr Schutz gegen Sturm, Regen oder Schnee. Sofern baulich möglich, sollten Sie ihn auf der windabgewandten Seite des Hauses anbringen. 

Angelehnte Auto-Unterstände lohnen sich für Sie, wenn Ihr Grundstück nicht genügend Platz für ein freistehendes Modell bietet. In Gegenden mit viel Wind, Schnee oder Niederschlag ist ein Anlehn-Carport zu empfehlen, weil er einerseits stabiler steht und andererseits gegen seitlich einfallenden Niederschlag besser geschützt ist. 

Abhängig von Material, Größe und Design variieren Anlehn-Carports stark im Preis. Günstige Modelle kosten nur etwa 200 €, während Sie für teure Ausführungen bis zu 2.500 € bezahlen müssen. 

Bepflanzen Sie die offene Seite Ihres Anlehn-Carports mit Hecken oder Sträuchern, um Ihr Auto noch besser vor Witterungseinflüssen zu schützen. Eine große Auswahl verschiedener Hecken finden Sie in unserem Portal unter der Kategorie Bäume, Sträucher & Hecken.


Größe

Messen Sie vor dem Kauf den Aufstellort aus. Ist die Grundfläche groß genug? Ist der Anlehn-Carport nicht zu lang für die Wand, an der Sie ihn befestigen möchten? Achten Sie außerdem darauf, dass ein solches Modell kein Fenster am Haus verdeckt. Nicht zuletzt sollte auch Ihr Fahrzeug hineinpassen, Sie sollten bequem einfahren und ein- und aussteigen können.

Tipp

In der Zulassungsbescheinigung Teil I Ihres Fahrzeugs finden Sie dessen genaue Größe. In den Feldern 18 bis 20 finden Sie die Angaben zur Länge, Breite und Höhe. Ein ausreichend großer Carport sollte jeweils 1 m länger und breiter sein als das Fahrzeug. Um die benötigte Mindesthöhe des Unterstandes zu ermitteln, messen Sie, wie hoch die geöffnete Kofferraumklappe über dem Boden steht. Sie sollte den Dachstuhl nicht berühren.

Folgende Maße sollten Sie beachten:

  • Breite 
    Behalten Sie sowohl die Dach- als auch die Einfahrtsbreite im Auge. Das Dach sollte immer breiter als die Einfahrt sein, damit Ihr Fahrzeug trotz offener Wände ausreichend gegen Niederschläge geschützt ist. Auch die Pfosten des Carports halten dadurch länger. Achten Sie darauf, dass das Dach nicht auf das Grundstück des Nachbarn ragt. Die Einfahrts- oder Durchfahrtsbreite sollte umso größer sein, je enger die Straße vor Ihrem Haus ist. Je breiter die Einfahrt ist, desto weniger müssen Sie beim Einfahren rangieren. Die Einfahrtsbreite sollte außerdem so großzügig bemessen sein, dass Sie die Autotüren vollständig öffnen können. Bedenken Sie, dass Modelle für 2 Autos doppelt so breit sind wie Einzel-Carports.
  • Länge 
    Der Carport sollte etwas länger sein als Ihr Fahrzeug, damit dieses sicher vor Wind und Wetter geschützt ist. Ein Wohnmobil benötigt eine längere Unterstellmöglichkeit als ein Kleinstwagen. Bringen Sie daher vor dem Kauf unbedingt die genaue Länge Ihres Wagens in Erfahrung. Einige Doppel-Carports bieten mit fast 10 m Länge Platz für 2 hintereinander parkende Kleinwagen. Modelle mit Abstellraum sind ebenfalls länger als Standard-Modelle. 
  • Höhe
    Beim Kauf eines Carports sollten Sie dessen Durchfahrts-, Seiten- und Firsthöhe kennen. Die Durchfahrts-, Einfahrts- oder lichte Höhe ist die Entfernung zwischen dem Boden und der Unterkante des Dachstuhls. Je größer Ihr Fahrzeug ist, desto höher muss diese sein. Die Seitenhöhe gibt die Höhe an den Außenseiten an. Sie ist nicht gleichzusetzen mit der Durchfahrtshöhe. Die First- oder Endhöhe bezieht sich auf den Abstand zwischen dem Boden und dem höchsten Punkt des Daches. Sie finden diese Angabe auch in den Beschreibungen von Flach-, Boden- oder Pultdächern, die streng genommen über keinen First verfügen. Berücksichtigen Sie die Firsthöhe, um keine Fenster Ihres Hauses zu verdecken. 
  • Fläche
    Flächenangaben für Carports und Garagen beziehen sich auf die Grund-, die Dach- und die Nutzfläche. Die Grundfläche entspricht der Fläche, die das jeweilige Modell auf dem Boden einnimmt. Die Größe der Dachfläche müssen Sie wissen, wenn Sie selbst Material für die Dachdeckung besorgen. Bedenken Sie, dass die Dachfläche nie der Grundfläche entspricht, sondern stets größer ist als diese. Das liegt einerseits daran, dass das Dach grundsätzlich etwas über die Trägerpfosten hinausragt. Andererseits bedingen Dachschrägen und -rundungen größere Flächeninhalte. 

In folgender Tabelle können Sie die ungefähren Maße eines Carports für verschiedene Autotypen ablesen. Im Einzelfall können die Maße davon abweichen:

Fahrzeugklasse

Durchfahrtsbreite

Länge

Durchfahrtshöhe

Kleinwagen

3­,00–4,00 m

5,00–7,00 m

2,10–2,40 m

Mittelklassewagen

3­,00–4,00 m

5,00–7,00 m

2,10–2,40 m

Oberklassewagen, SUV

3,50–4,00 m

5,40–9,00 m

2,30–2,50 m

Wohnwagen, Wohnmobil

3,50–4,00 m

5,40–9,00 m

2,70–3,50 m


Statik

Die Statik ist beim Carport-Bau ein wichtiges Kriterium. Bausätze haben den Vorteil, dass ihre Statik bereits überprüft wurde und Sie in dieser Hinsicht nicht selbst tätig werden müssen. Für selbst gebaute Modelle hingegen sollten Sie am besten einen Statiker hinzuziehen, da es im Schadensfall sonst zu versicherungstechnischen Schwierigkeiten kommen könnte.

Weitere Informationen zum Thema Versicherungen lesen Sie in unserem FAQ-Bereich unter der Frage: Wie versichere ich meinen Carport?

Bedeutung für die Statik eines Carports haben das Tragwerk und die Dachform. Die Angabe der Lasten gibt Ihnen einen Hinweis darauf, wie gut die Statik eines Bausatzes ist. 

Tragwerk

Pfosten müssen ausreichend stark sein, um das Dach zu tragen und Wind und Wetter ausreichend Widerstand zu leisten. Da Holz weniger robust ist als Metall, müssen hölzerne Ständer stärker sein als metallene. Metall-Unterstände können daher elegant gestaltet werden, während Holz-Modelle zumeist einen recht rustikalen Anblick bieten. 

Um die nötige Stabilität zu gewährleisten, empfiehlt es sich, ein hölzernes Tragwerk durch Querverstrebungen zu stabilisieren. Hier kommen neben den Pfetten und Sparren der Dachkonstruktion die sogenannten Kopfbänder zum Einsatz. 

Wissenswert

Achten Sie auf Kopfbänder für mehr Stabilität.

Ein Kopfband ist eine kurze diagonale Strebe zwischen Pfosten und Pfette. Kopfbänder verhindern das Umkippen des Carports, indem sie für eine zusätzliche Versteifung sorgen.

Dachform

Überdachungen für Ihr Auto gibt es mit unterschiedlichen Dachformen. Neben den klassischen Varianten Flach-, Pult- und Satteldach können Sie auch zwischen extravaganteren Formen wie Walm- und Bogendach wählen. Innerhalb dieser Typen gibt es einige Unterschiede, die etwa die Dachneigung betreffen. Die Vielfalt der Angebote erleichtert es Ihnen, das auch optisch zu Ihrem Haus passende Exemplar zu finden. 

Bedenken Sie

In manchen Gemeinden ist die Dachform eines Carports im Bebauungsplan vorgeschrieben.

Es existieren 5 Varianten an Dachformen, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen:

Flachdach

Die einfachste Form des Carport-Daches ist das Flachdach, das nahezu waagerecht auf den tragenden Balken aufliegt. Es ist einfach im Aufbau, zeitlos im Design und günstig in der Anschaffung. Flachdächer verschenken keinen Platz in der Höhe und eignen sich daher besonders für Überdachungen, die frei vor oder neben kleinen Häusern stehen sollen.

Wissenswert

Ganz ähnliche Dächer finden Sie manchmal unter der Bezeichnung Walmdach. Dabei handelt es sich jedoch vielmehr um Flachdächer mit abgeschrägten und mit Dachbelag versehenen Rändern – der sogenannten Walmblende.

Durch das geringe Gefälle von höchstens 3° läuft Wasser zwar von einem Flachdach ab. Allerdings können sich in kleinen Vertiefungen der Dachhaut Pfützen bilden. Die Vertiefungen entstehen durch einen fehlerhaften Aufbau oder schlichtweg mit der Zeit durch Material-Ermüdung – wenn etwa das Holz oder der Dachbelag beginnt, nach unten durchzuhängen. Gefrierendes Wasser kann großen Schaden auf einem Flachdach anrichten. Schnee rutscht nicht einfach von einem Flachdach herunter, Sie müssen ihn herunterkehren, wenn die zulässige Schneelast überschritten wird. Ebenso verhält es sich mit Schmutz und Laub. 

Der Stabilität des Carports kommt zugute, dass ein Flachdach dem Wind kaum Angriffsfläche bietet. Allerdings sorgt das geringe Gewicht der Dachkonstruktion dafür, dass die Anprall-Last an den Pfosten gering ausfällt: Durch den fehlenden Druck auf die Pfosten halten diese einem versehentlichen Zusammenstoß mit einem Auto nicht in gleichem Maße Stand, wie etwa ein Satteldach.

Pultdach

Das Pultdach besteht aus einer einzigen geneigten Fläche. Die meisten Anlehn-Carports, die am Haus höher angeschraubt sind als an der Balkenseite, verfügen über ein solches Dach. Dadurch entsteht ein Gefälle, durch welches das Regenwasser von der Hauswand weg abfließen kann. Auf diese Weise vermeiden Sie Staunässe an der Hausmauer. Je steiler die Neigung des Pultdaches ausfällt, desto geringer ist die Gefahr für Wasserschäden

Tipp

Fangen Sie das abfließende Regenwasser auf, indem Sie es mit einer Dachrinne und einem Regenrohr in eine Regentonne leiten. Das Wasser können Sie beispielsweise zum Blumengießen verwenden.

Pultdach-Carports sind ähnlich günstig und lassen sich ebenso einfach aufbauen wie Modelle mit Flachdächern.

Diese Modelle stehen zudem sehr sicher, weil das Haus das gesamte Konstrukt stabilisiert. Für freistehende Modelle gilt das gleiche wie für Unterstände mit Flachdächern: Sie trotzen hohen Windgeschwindigkeiten, Stöße gegen die Pfosten können jedoch ihre Stabilität in Gefahr bringen.

Satteldach

Beim Satteldach handelt es sich um ein herkömmliches Spitzdach, wie Sie es von den allermeisten Einfamilienhäusern kennen. Mit seinem zeitlosen Stil fügt sich ein Auto-Unterstand mit Satteldach harmonisch in die meisten Wohngebiete ein. 

Die weite Verbreitung des Satteldaches kommt nicht von ungefähr, denn diese Dachform birgt viele Vorteile: Da die Neigung der beiden Dachhälften recht groß ausfällt, kann Wasser gut abfließen und Schnee optimal abrutschen. Den Dachstuhl eines Satteldaches können Sie als Stauraum nutzen. 

Allerdings lässt sich ein Carport mit Satteldach etwas schwieriger aufbauen, weil Sie mehr Bauteile miteinander verbinden müssen. Auch der Preis ist höher als bei einem Modell mit Flach- oder Pultdach. Überdachungen mit Satteldach sind oft insgesamt höher, weshalb sie eher für freistehende Autostellplätze geeignet sind. Anlehn-Carports verfügen nie über ein Satteldach, da ein solches aufgrund seiner Höhe Fenster des Hauses verdecken könnte. 

Aus statischer Sicht bringt vor allem das hohe Gewicht von Satteldächern Vorteile. Es sorgt für einen höheren Druck auf die Pfosten und ist somit stabiler, falls ein Auto dagegen fährt. Allerdings hat der höhere Dachaufbau einen größeren Windwiderstand zur Folge.

Walmdach

Ein Walmdach besteht aus 4 schrägen und sich nach oben bis zum First verjüngenden Dachflächen. Es passt daher sehr gut zu Altbauhäusern. Dennoch kommen Walmdächer nur bei wenigen freistehenden Carports vor. Für Anlehn-Modelle eignet sich diese Dachform nicht, weil das Wasser zur Hauswand fließen und diese beschädigen könnte. 

Wie auch beim Satteldach bringt die stärkere Dachneigung Vorteile mit sich: Wasser kann leicht abfließen und Schnee ungehindert abrutschen.

Der Aufbau eines Walmdaches gestaltet sich ähnlich anspruchsvoll wie der von Satteldächern. Preislich bewegen sich Auto-Unterstände mit Walmdach im Mittelfeld. Mit einem Walmdach ist Ihr Unterstellplatz besser gegen Wind geschützt als mit einem Satteldach, da es keine vertikale Angriffsfläche gibt. Durch das hohe Gewicht des Daches stehen die Pfosten auch sicher, wenn Sie versehentlich leicht dagegen fahren sollten. 

Shopping Tipp

Häufig werden Flachdächer mit einer Walmblende fälschlicherweise als Walmdächer angeboten. 

Bogendach 

Ein Carport mit Bogen-, Tonnen- oder Runddach verfügt über Rundbögen an der Vorder- und Rückseite, die durch eine geschwungene Dachfläche miteinander verbunden sind. Sie kommen sowohl in freistehenden als auch in angelehnten Ausführungen vor. 

Der Dachbelag von Carport-Bausätzen mit Bogendach besteht zumeist aus vorgefertigten transparenten Kunststoffplatten, die Sie nur anschrauben müssen. In seltenen Fällen besteht er aus Glas. 

Bogendächer verleihen dem Unterstand ein elegantes Aussehen, sind jedoch vergleichsweise teuer.

Wissenswert

Ein gewölbtes Stufendach besteht aus 2 geneigten Dachhälften, die jedoch unterschiedlich hoch liegen.

Lasten

Ihr Carport sollte verschiedenen Arten von Lasten standhalten können. Dazu gehören die gewöhnlichen Lasten wie Erddruck, Eisdruck, Eislast, Schwingungen, Temperaturwechsel und Wasserdruck, die kaum ins Gewicht fallen. Größere Belastungen stellen Wind und Schnee dar, die vor allem in Gegenden mit rauem Klima recht stark ausfallen können. Im Datenblatt eines Bausatzes finden Sie daher Angaben zu Schneelast und Windlast.

Schneelast

Die Schneelast oder auch Dachlast gibt an, wie viel Schnee das Dach Ihres Carports tragen kann. Die Angabe erfolgt in den Einheiten Kilogramm je Quadratmeter (kg/m2) oder Kilonewton je Quadratmeter (kN/m2).

Beispiel

1 kN entspricht 101,97 kg. Sie können also Werte in kN/m2 ungefähr in die anschaulichere Einheit kg/m2 umrechnen, indem Sie den Wert durch 100 teilen.

Einfache Carports mit Flachdach erreichen nur 0,45 kN/m2, während stabile Modelle mit Sattel- oder Tonnendach auf 1,25 kN/m2 kommen. Einzelne Modelle aus Metall punkten mit einer maximalen Schneelast von über 2,00 kN/m2. 

In Gegenden mit milden Wintern sollte ein Dach mit einer maximalen Schneelast von 0,85 kN/m2 ausreichen. In den Mittelgebirgen und in den Alpen sollten Sie jedoch stabilere Modelle mit mindestens 1,10 kN/m2 wählen, damit Ihr Unterstellplatz den Belastungen während eines strengen Winters standhält. 

Wenn Sie sich unsicher sind, welche Schneelast für Ihre Region empfehlenswert ist, dann richten Sie sich nach der normierten Schneelast-Tabelle für Deutschland. Diese unterteilt Deutschland nach Schneeaufkommen in 3 Teile. Die schneeärmste Zone wird mit der Ziffer 1 bezeichnet, die schneereichste mit der Ziffer 3. 

Die empfohlenen Schneelastwerte für die einzelnen Zonen entnehmen Sie folgender Tabelle:

Schneelastzone

Mindestwert der Schneelast

1

0,65 kN/m²

1a

0,81 kN/m²

2

0,85 kN/m²

2a

1,06 kN/m²

3

1,10 kN/m²

Recherche Tipp

Eine Landkarte mit den einzelnen Schneelastzonen finden Sie auf der Seite Schneelast.info.

Windlast

Die Windlast gibt die maximale Windstärke an, die Ihr Carport unbeschadet überstehen kann. Die Angabe erfolgt im Datenblatt zumeist in Form der Windgeschwindigkeit in Kilometer pro Stunde (km/h) oder in Meter pro Sekunde (m/s), selten auch des Winddrucks in kN/m2. Metall-Modelle verfügen meist über eine Windbeständigkeit von 122 km/h, was in etwa 34 m/s und 70,31 kN/m² entspricht. 

Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Windstärken Ihr Carport aushalten sollte, können Sie sich an der Windlast-Tabelle für Deutschland orientieren. Sie unterteilt das Land in 4 Windlastzonen. Die stärksten Winde herrschen entlang der Nord- und Ostseeküste, daher sollten dort auch die stabilsten Carports gebaut werden. 

Die für die einzelnen Zonen empfohlenen Windlastwerte können Sie der folgenden Tabelle entnehmen:

Windlastzone

Windgeschwindigkeit

Geschwindigkeitsdruck

1

22,5 m/s bzw. 81 km/h

0,32 kN/m²

2

25,0 m/s bzw. 90 km/h

0,39 kN/m²

3

27,5 m/s bzw. 99 km/h

0,47 kN/m²

4

30,0 m/s bzw. 108 km/h

0,56 kN/m²

Wenn Sie in Zone 4 leben, aber keine Angabe zur Windlast Ihres gewünschten Bausatzes finden, dann wenden Sie sich sicherheitshalber an den Hersteller. Die Berechnung der Belastbarkeit eines Gebäudes ist von zu vielen Variablen abhängig, als dass Sie sie selbst vornehmen sollten. 

In der Regel sind Carports aus Metall windbeständiger als solche aus Holz. Holz-Modelle werden stabiler, wenn Sie deren Pfosten mittels Pfostenanker fest in Betonsockel verschrauben. Senkrechte Wände bieten dem Wind mehr Angriffsfläche. Daher sollten sie bei Unterstellplätzen mit Seitenwänden auf eine stabile Konstruktion achten. Dasselbe gilt für Modelle mit Sattel- oder Bogendächern.


Materialien

Die verwendeten Materialien eines Carports haben Auswirkungen auf dessen Stabilität und Langlebigkeit. Grundsätzlich lassen sich die Materialien der Konstruktion von denen der Dacheindeckung unterscheiden. 

Konstruktion

Für die Wahl des Materials sollten Sie die geplante Lage des Unterstellplatzes und die dort herrschenden Witterungsverhältnisse beachten. 

Zur Konstruktion von Carports werden vorrangig 2 Materialarten verwendet:

Holz

Ein beliebter Werkstoff für den Bau von Auto-Unterständen ist Holz, denn dieser vereint viele Vorteile. Der nachwachsende Rohstoff ist leicht, preiswert und lässt sich einfach bearbeiten. Holz-Bausätze können Sie außerdem kostengünstig ohne Hilfe vom Profi aufbauen. 

Allerdings hat Holz auch einen großen Nachteil: Es ist kaum witterungsbeständig. UV-Strahlung zerstört den bräunlich gefärbten Stütz- und Füllstoff des Holzes, dessen Abbauprodukte das Regenwasser schließlich auswäscht. Dadurch bekommt Holz, das längere Zeit der Witterung ausgesetzt war, eine graue Farbe. Darüber hinaus lässt Feuchtigkeit das Holz aufquellen, während trockene Hitze ein Schwinden, also ein Zusammenziehen des Holzes bewirkt. Auf lange Sicht können Risse und Verformungen entstehen. 

Carports bestehen zumeist aus heimischen Nadelhölzern wie Fichte, Kiefer und Lärche: 

  • Fichte
    Fichtenholz ist elastisch und fest. Außerdem verliert es bei Trockenheit wenig Volumen und ist daher formstabil. Im Vergleich zu anderen Nadelhölzern ist es weniger widerstandsfähig gegenüber der Witterung und Schädlingen und bedarf daher einer Imprägnierung. Dafür kostet es vergleichsweise wenig.
  • Kiefer 
    Auch die Kiefer bildet ein festes und elastisches Holz, das sich bei der Trocknung kaum zusammenzieht und nicht reißt. Vor allem der Kern des Kiefernstammes ist sehr fest, weshalb Schädlinge ihn nicht befallen. Hier ist Kiefernholz Fichtenholz überlegen, wobei es ähnlich günstig wie dieses ist.
  • Lärche
    Lärchenholz ist elastischer und stabiler als andere Nadelhölzer. Es ist von Natur aus sehr widerstandsfähig gegenüber Feuchtigkeit, daher lässt es sich optimal im Freien verwenden. Dafür kostet es jedoch relativ viel.

Die verschiedenen Holzarten werden als Voll- oder als Leimholz angeboten. Der Grund liegt in den verschiedenen statischen Eigenschaften.

  • Vollholz
    Vollholz wird im Ganzen aus dem Baumstamm geschnitten. Es ist standsicher und verzieht sich kaum. Allerdings ist es nicht so tragfähig wie Leimholz und kann daher bei tragenden Bauteilen nicht uneingeschränkt Verwendung finden.
  • Leimholz
    Leimholz besteht aus mehreren miteinander verleimten und getrockneten Brettern. Es ist verwindungssteif und tragfähigerer als Vollholz. Durch die Technik der Verleimung lassen sich Bauteile aus Leimholz stark biegen. Daher bestehen Rund- und Einfahrtsbögen meist aus diesem Material. Carports aus Leimholz kosten mehr als Vollholz-Modelle.

Um das Holz wetterfest zu machen, muss es eine spezielle Behandlung erfahren. Folgende Möglichkeiten gibt es:

  • Unbehandelt
    Da unbehandeltes oder naturbelassenes Holz keinerlei Schutz gegen Wind und Wetter bietet, sollten Sie es auf jeden Fall einer Oberflächenbehandlung unterziehen. Der Vorteil an unbehandeltem Holz ist, dass Sie die Form dieser Behandlung selbst wählen können. Das ermöglicht es Ihnen, den Carport farblich etwa an Ihr Wohnhaus anzupassen. Tragen Sie zuerst eine Holzschutz-Grundierung und anschließend eine hochwertige Holzschutzlasur in der Farbe Ihrer Wahl auf. Bausätze mit unbehandeltem Holz sind günstiger als solche mit bereits behandelten Hölzern. Dafür müssen Sie Geld für die Holzbehandlung einplanen. 
  • Geölt
    Holzöl zieht in das Holz ein. Es bildet keine geschlossene Schicht auf der Oberfläche wie etwa Lack. Für eine Verwendung im Außenbereich sollte es Farbpigmente enthalten, damit es das Holz auch vor UV-Strahlung schützt. Die meisten Öle enthalten chemische Bestandteile, um Schädlinge fernzuhalten. 
  • Lackiert
    Ein Lackauftrag schützt das Holz vor UV-Strahlung und Feuchtigkeit. Jedoch hält Lack nicht ewig. Früher oder später platzt und blättert er ab. Untersuchen Sie daher 1-mal jährlich Ihren Carport auf Beschädigungen im Lack und bessern Sie diese gegebenenfalls aus. Alle 2–4 Jahre sollten Sie den Carport komplett neu streichen. Der Nachteil eines vorlackierten Bausatzes ist neben dem höheren Preis die eingeschränkte Farbauswahl. 
  • Imprägniert
    Für die Imprägnierung wird ein Schutzmittel gegen Insekten und Pilze in das Holz eingebracht. Dies geschieht durch Druck (Kesseldruck-Imprägnierung) oder durch ein Bad in der schützenden Substanz (Tauch-Imprägnierung). Zwar bietet die Imprägnierung einen gewissen Schutz vor Schädlingen, es empfiehlt sich aber dennoch, zusätzlich eine Holzschutzlasur aufzutragen. Der Vorteil werkseitig imprägnierter Carports: Sie sparen sich die Grundierung und können durch die Holzlasur die endgültige Farbe des Unterstellplatzes selbst wählen.

Wie Sie einen Holz-Carport wetterfest machen, erfahren Sie in unserem FAQ-Bereich unter der Frage: Wie muss ich meinen Carport pflegen?

Carports aus Holz sind pflegeintensiver als metallene Modelle, da Sie den Schutzanstrich regelmäßig erneuern müssen. Experten empfehlen eine Erneuerung der Schutzschicht alle 2 Jahre. Aber auch bei guter Pflege hält ein Modell aus Holz nicht so lange wie eines aus Metall. Je nach Standort und Witterung können Sie etwa 10 Jahre für die Lebensdauer eines Holz-Carports ansetzen. 

Behandeln Sie alle Holzteile Ihres Carports bereits vor der Montage wie angegeben. So schützen Sie auch die späteren nicht sichtbaren Teile wirksam vor Feuchtigkeit und Schädlingsbefall.

Die Pfosten sollten keinen Kontakt mit dem Erdreich oder dem Boden haben, damit Feuchtigkeit nicht von unten in das Holz eindringen kann. Diese könnte zur Folge haben, dass sich Pilze einnisten, die sich von Teilen des Holzes ernähren – der Pfosten fault dann und verliert seine Tragfähigkeit. Achten Sie daher beim Kauf darauf, dass Pfostenanker aus Stahl im Lieferumfang enthalten sind. 

Um sicherzugehen, dass das Holz Ihres Carports aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt, achten Sie auf das FSC-Siegel. Dieses garantiert nicht nur die Erhaltung der ökologischen Funktionen des Waldes, sondern auch die Rechte der Forstarbeiter und gegebenenfalls der Ureinwohner. Idealerweise achten Sie darauf, dass für Ihren Bausatz heimische Hölzer verwendet wurden. 

Achtung!

Holz mit mehr als 2 mm Dicke gehört nach der DIN 4102 in die Brandschutz-Baustoffklasse B2 (normal entflammbar). Sie dürfen daher unter einem Holz-Carport weder grillen und rauchen noch mit Heizpilzen heizen.

Metall

Carports aus Metall, die häufig über ein Kunststoffdach verfügen, wirken modern, manchmal sogar futuristisch. Daher fügen sie sich stilistisch besonders vorteilhaft in Neubaugebieten ein. Die statischen Eigenschaften von Metall ermöglichen neue Bauweisen und Designs. So gibt es Metall-Modelle mit 1 oder 2 Ständern, die somit wenig Platz am Boden in Anspruch nehmen. Das bringt mehr Flexibilität bei der Platzierung, weil der Unterstand keine ebene Fläche für die Aufstellung der Pfosten benötigt.

Metall ist absolut hitzebeständig, frostsicher, und pflegeleicht. Bei Bedarf lässt es sich einfach feucht abwischen. 

Um Rost müssen Sie sich keine Sorgen machen, denn für Carports verwenden die Hersteller nur folgende Werkstoffe: 

  • Aluminium
    Aluminium kommt in vielen Carports zum Einsatz. Sein Vorteil gegenüber Stahl liegt in dem weit geringeren Gewicht. Das ermöglicht Ihnen, den Unterstand ohne professionelle Hilfe und spezielle Gerätschaften aufzubauen. Aluminium rostet nicht und ist günstiger als Stahl. Dafür ist es nicht ganz so stabil.
  • Stahl 
    Carports aus Stahl sind sehr selten, was am teureren Preis und dem höheren Gewicht des Materials liegen kann. Dennoch haben auch sie Vorteile. Dazu gehört die große Stabilität, die dem Auto-Unterstand ein jahrzehntelanges wartungsfreies Leben bescheren kann. Rost wird durch eine spezielle Oberflächenbehandlung vermieden.

Um die Haltbarkeit von Metallen weiter zu erhöhen, behandeln die Hersteller sie auf unterschiedliche Arten: 

  • Pulverbeschichtung
    Für die Pulverbeschichtung wird ein Kunststoff-Pulver auf das Bauteil aufgesprüht. Anschließend wird das Metall erhitzt. Das Pulver verläuft und verteilt sich gleichmäßig auf dem Objekt. Das so beschichtete Metall ist licht-, wasser-, stoß- und kratzfest und korrodiert nur, wenn die Beschichtung Kratzer aufweist. Die Pulverbeschichtung kommt ohne Lösungsmittel aus und schont somit die Umwelt.
  • Eloxierung
    Eloxieren bedeutet, die Oberfläche eines Werkstoffes künstlich und kontrolliert zu oxidieren – also mit Sauerstoff reagieren zu lassen. Die entstandene oxidierte Schicht schützt das Metall vor Umwelteinflüssen. Sie kann durch Beimengung von Farbstoffen jede gewünschte Färbung annehmen. Eloxiertes Metall ist korrosionsbeständig und kratzfest.
  • Verzinkung
    Für die Verzinkung wird ein Bauteil aus Stahl mit einer dünnen Schicht Zink überzogen. Da Zink seinerseits nicht rostet, schützt er auch den darunterliegenden Stahl wirksam vor Rost.  

Carports aus auf diese Weise behandeltem Metall sehen viele Jahre lang neuwertig aus. Das ist ein großer Vorteil gegenüber Holz-Modellen. Ein Unterstellplatz aus Metall hält länger als 20 Jahre. Viele Hersteller gewähren daher 20 Jahre Garantie.

Dacheindeckung

Die Eindeckung des Daches, auch Dachhaut genannt, schützt den Dachstuhl vor Umwelteinflüssen. Achten Sie besonders bei Modellen aus Holz auf eine hochwertige Eindeckung, da dieses Material weniger witterungsbeständig ist.

Bedenken Sie

Auch die Dacheindeckung ist in manchen Gemeinden im Bebauungsplan vorgeschrieben. So kann es etwa Pflicht sein, das Dach mit dem gleichen Material einzudecken wie das nebenliegende Wohngebäude. Zuweilen ist das Material auch an eine bestimmte Dachform gebunden. Es lohnt sich in jedem Fall, bei der Baubehörde direkt nachzufragen.

Dacheindeckungen von Carports bestehen zumeist aus den folgenden Materialien: 

Begrünung

In einigen Kommunen ist die Dachbegrünung von Nebengebäuden Pflicht. Leider können Sie keine Carports mit Gründächern kaufen, sondern müssen die Begrünung selbst übernehmen. Ziehen Sie dafür einen Fachmann zurate, denn eine Dachbegrünung ist recht aufwendig. Neben Dämmung und Abdichtung müssen Sie geeignetes Substrat und die richtige Vegetation verlegen und pflanzen. 

Die Dachneigung sollte mindestens 2° betragen, damit das Wasser ablaufen kann und keine Staunässe entsteht. Aufgrund seines höheren Gewichts stellt dieser Dachbelag höhere Ansprüche an die Statik des gesamten Bauwerks als andere Dachbeläge.

Wissenswert

Eine Dachbegrünung wirkt sich sowohl im Sommer als auch im Winter positiv auf das Klima im Carport aus: Im Sommer strahlt das Dach weniger Wärme und im Winter weniger Kälte aus. 

Allgemein halten Unterstellplätze mit Dachbegrünung verhältnismäßig lange. Das liegt daran, dass sie aufgrund des schweren Dachbelags robuster gebaut sein müssen. Ein Gründach ist recht pflegeleicht, weil Sie die Pflanzen nicht extra gießen müssen.

Nachteilig ist, dass nicht jeder Carport für eine Dachbegrünung geeignet ist. In der Regel müssen Sie auf preisintensivere Modelle mit höherer Traglast zurückgreifen. Auch der richtige Aufbau des Daches ist teuer – besonders, wenn Sie es von einem Fachmann erledigen lassen. 

Blech

Bleche sind dünn ausgewalzte Metallplatten. Metall gilt als zuverlässig und langlebig. Für Dacheindeckungen werden sie zu Well- oder Trapezblechplatten weiterverarbeitet. Deren wellen- oder trapezförmiger Querschnitt weist eine gute Statik aufgrund einer hohen Steifigkeit und Tragfähigkeit auf. Daher kommen sie meist auf Flach- und Pultdächern zum Einsatz, für die aufgrund der nur geringen Neigung eine stabile Dachhaut besonders wichtig ist. 

Die Bleche bestehen meist aus Aluminium, seltener aus Stahl. Stahlbleche werden in der Regel durch Verzinkung witterungsbeständig gemacht und sind daher ebenso haltbar wie Aluminiumbleche. Beachten Sie, dass Stahl schwerer ist als Aluminium. Dafür verformt er sich nicht so schnell wie Aluminium. 

Bereits auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Blechplatten können Sie schnell verlegen, indem Sie sie einfach auf die Latten aufschrauben. Sie sparen sich also das langwierige Aufbringen einer Dachschalung aus Holzbrettern, wie sie für Dachpappe oder Bitumen-Schindeln notwendig ist.

Ein genereller Nachteil von Metalldächern ist die starke Geräuschentwicklung bei Regen und Hagel – vor allem, wenn Ihr Carport direkt am Haus steht oder sogar mit ihm verbunden ist. Das trommelnde Geräusch überträgt sich dann über die Außenwand bis in den Wohnbereich. 

Bitumen

Das aus Erdöl gewonnene Bitumen findet häufig im Straßenbau Verwendung, wo es im Gemisch mit Gestein als Asphalt den Fahrbahnbelag bildet. Bitumen ist bei Hitze weich und leicht formbar. Fallen die Temperaturen unter 50 °C, härtet es aus. Im festen Zustand ist es wasserabweisend und witterungsbeständig, mit der Zeit wird es allerdings spröde und rissig. 

Bitumen steckt in Bitumen-Schindeln, Dachpappe und Dachplatten. Eine Dachdeckung aus Bitumen ist sehr leicht. Sie können sie daher ohne Berücksichtigung der Statik verlegen. 

Unter den Dacheindeckungen aus Bitumen stehen Ihnen 3 verschiedene Varianten zur Verfügung:

  • Bitumen-Schindeln
    Die meist schwarzen oder roten Bitumen-Schindeln bestehen aus Glasvlies, das in Bitumen getränkt und mit Granulat beschichtet wurde. Ihre Form imitiert Dachziegel oder Schiefer, von denen sie aus der Ferne kaum zu unterscheiden sind. Bitumen-Schindeln sind optisch etwas ansprechender als Dachpappe und halten auch länger als diese. Preislich sind sie deshalb etwas teurer. 
  • Dachpappe
    Dachpappe ist eine feste Pappe. Diese wird mit Bitumen getränkt. Anschließend werden Sand, Kies oder Splitter mit einer Walze aufgebracht. Dadurch erhält sie Abriebfestigkeit und UV-Beständigkeit. Dachpappe ist leicht, flexibel und günstig. Sie können sie einfach mit dem Cutter-Messer oder einer Schere auf die nötige Form zuschneiden. Allerdings hat sie eine kurze Lebensdauer und wirkt optisch wenig ansprechend. Dachpappen-Bahnen müssen Sie überlappend annageln. Die Überlappung macht jedoch nur Sinn, wenn das Dach geneigt ist. Für Flachdächer ist Dachpappe ungeeignet, da Wasser in die Ritzen eindringen kann. 
  • Dachplatten
    Dachplatten aus Bitumen haben meist eine Wellenform (Bitumen-Wellplatte), die sich günstig auf die Stabilität auswirkt. Sie lassen sich ebenso einfach verlegen wie Wellblechplatten. Dachplatten aus Bitumen sind dicker und langlebiger als Dachpappe oder Bitumen-Schindeln, dafür aber auch deutlich teurer.
Dachziegel

Dachziegel sind in der Regel kein Bestandteil von Carport-Bausätzen, sondern Sie müssen sie extra erwerben. Sie sind recht teuer und schwer, punkten aber mit einer zeitlosen, klassischen Optik. Wählen Sie die gleichen Dachziegel aus, die auch schon auf Ihrem Wohnhaus verwendet werden, bildet Ihr Anwesen optisch eine Einheit. Waren die klassischen Dachziegel rot, gibt es heute auch braune, schwarze und sogar blaue Modelle.

Dachziegel bestehen aus gebranntem Ton – einem natürlichen Werkstoff, der seit Jahrtausenden zum Eindecken von Dächern verwendet wird. Sie sind witterungsbeständig und langlebig. Durch einen Anstrich in der gewünschten Farbe können Sie ihre Lebensdauer sogar nochmals verlängern.

Glas

Glas hat den Vorteil, dass es den Bereich unter dem Carport nicht verdunkelt. Das ist insbesondere dann sinnvoll, wenn der Unterstand direkt vor dem Hauseingang stehen soll. 

Für Überkopf-Verglasungen kommt in der Regel Verbundsicherheitsglas (VSG) zum Einsatz, das oftmals in den Frontscheiben von Autos Verwendung findet. Vereinfacht gesagt besteht dieses aus 2 Glasscheiben, die durch eine transparente und reißfeste Folie miteinander verbunden sind. Durch die Folie ist das Material sehr viel bruchsicherer als herkömmliches Glas. Sollte es doch einmal zu Bruch kommen, splittert es nicht. Transparente Dächer lassen sich zwar auch durch Kunststoff herstellen, allerdings sieht Glas hochwertiger aus und hält deutlich länger. 

Der Nachteil: Verbundsicherheitsglas ist recht schwer, was die Installation erschwert und hohe Ansprüche an das Tragwerk des Auto-Unterstandes stellt. Außerdem sind Glasdächer stets im gehobenen Preissegment zu finden.

Kunststoff

Der große Vorteil von Kunststoff ist seine Formbarkeit. Er kommt daher häufig an Bogendächern zum Einsatz, wo die Biegung den Gebrauch von Holz erschwert. Allerdings wird Kunststoff mit der Zeit spröde und brüchig. 

Die am häufigsten verwendeten Kunststoffe für Carport-Dachdeckungen sind die folgenden:

  • Polycarbonat (PC)
    Das transparente Polycarbonat wirkt mit seiner Glasoptik besonders elegant. Es ist leichter, bruchfester und günstiger als Glas und somit die ideale Dacheindeckung für Auto-Unterstände im modernen Design. Die Platten aus PC lassen viel Licht in den Innenraum, zudem sind sie hagel- und frostsicher. Der UV-Schutz mancher PC-Dächer bewahrt die Lackierung Ihres Autos vor dem Ausbleichen. 
  • Polyvinylchlorid (PVC) 
    Polyvinylchlorid ist sehr langlebig und unempfindlich gegenüber Wasser und Sonnenlicht. Es gibt PVC in harter und in weicher Ausführung. Hartes PVC kommt in Kunststoffplatten mit Wellprofil zum Einsatz, die absolut wasserbeständig sind. 

Ausstattung

Verschiedene Ausstattungsmerkmale machen einen Carport haltbarer und benutzerfreundlicher, außerdem erweitern sie den Funktionsumfang. Je mehr dieser Merkmale ein Unterstellplatz besitzt, desto höher ist sein Preis. 

Über folgende Ausstattungsmerkmale können Carports verfügen:

  • Abstellraum
    Ein Abstell- oder Geräteraum ist seitlich oder rückseitig in Carports integriert. Darin können Sie Benzinkanister, Winterreifen und Dachgepäckträger sicher dort verstauen, wo Sie sie benötigen. Ein weiterer Vorteil eines Abstellraumes liegt darin, dass er das Fahrzeug von einer Seite vor Witterungseinflüssen schützt. Beachten Sie, dass ein Modell mit Abstellraum über eine größere Grundfläche verfügt. 
  • Einfahrtsbogen
    Ein Einfahrts- oder Rundbogen ersetzt einen Eckpfosten des Unterstandes. Durch seine nach hinten verlaufende Biegung leitet er den Druck des Daches nach hinten ab. Das sieht nicht nur elegant aus, es hat auch praktische Vorteile: Eine Ecke der Einfahrt bleibt frei, damit Sie leichter einparken können. 
  • Pfostenanker
    Ein U- oder H-Pfostenanker (auch Pfostenschuh, Pfostenträger oder Stützenfuß) ist ein Metallteil, das Sie am Fuß des Pfostens anschrauben. Sein unterer Teil besteht aus einem langen Nagel oder einer langen Schraube, um ihn entweder einzubetonieren oder in den Boden einzustecken, falls dieser fest genug ist. Er entkoppelt den Pfosten vom Boden und schützt ihn vor aufsteigender Feuchtigkeit und somit vor Schimmel. 
  • Regenrinne
    Eine Regen- oder Dachrinne besteht in ihrer einfachsten Ausführung aus 2 v-förmig miteinander verbundenen Holzbrettern. Haltbarer sind Modelle aus Kunststoff oder Metall in der Form eines halben Rohres. 
  • Wand
    Einige Carports verfügen über Rück- oder Seitenwände, die das Fahrzeug zusätzlich vor Witterungseinflüssen schützen. An der Wetterseite angebracht, verhindert eine solche Wand schräg einfallenden Niederschlag und hineinwehenden Schnee. Zu diesem Zweck genügt es, wenn die Wände etwas höher sind als das abgestellte Fahrzeug. Einige dieser Wände sind als halboffener Zaun ausgeführt. Diese unterstreichen die schwerelose Eleganz des Auto-Unterstandes und sind durch die Material-Ersparnis günstig.

Häufige Fragen

Was Sie schon immer über Carports wissen wollten, haben im folgenden FAQ-Bereich für Sie zusammengefasst. Die Fragensammlung wurde anhand des Wissensbedarfs anderer Käufer ermittelt.

Aufbau

Wie baue ich den Carport auf?

Einen Bausatz können Sie im Normalfall ohne professionelle Hilfe aufbauen. Dennoch sollten Sie sich vergewissern, ob Ihr Bausatz für den Selbstbau vorgesehen ist. 

Für die Errichtung sollten Sie mindestens zu zweit sein, denn die einzelnen Bauteile sind zu groß, um sie gleichzeitig halten und zusammenschrauben zu können. 

Die Herangehensweise variiert je nach Produkttyp, Größe, Dachform, Dachbelag und Ausstattung. Entnehmen Sie daher der mitgelieferten Montage-Anleitung, wie der Aufbau im Einzelnen vonstattengeht. 

Bevor Sie beginnen, machen Sie sich Gedanken darüber, wie der Untergrund Ihres Stellplatzes beschaffen sein soll. Auch das Errichten von Betonsockeln oder das Einbetonieren der Pfostenanker sollte spätestens einen Tag vor dem eigentlichen Aufstellen abgeschlossen sein, damit der Beton aushärten kann. 

Für die Montage benötigen Sie folgende Werkzeuge:

  • Akkuschrauber
  • Bohrer verschiedener Größen
  • Bohrmaschine
  • Schraubenschlüssel
  • Schraubzwingen
  • Wasserwaage
  • Zollstock

Die meisten Holz-Modelle errichten Sie folgendermaßen: 

  1. Schrauben Sie die senkrechten Pfosten auf die Sockel auf oder in die Pfostenanker ein. 
    ⇒ Prüfen Sie mit der Wasserwaage, ob die Pfosten lotrecht stehen.
    ⇒ Fixieren Sie die Pfosten vor dem Schrauben gegebenenfalls mit einer Schraubzwinge.
  2. Schrauben Sie die beiden Längsträger (Pfetten) auf die Pfosten auf.
    ⇒ Bei Anlehn-Carports befestigen Sie eine Pfette an der Hausmauer.
    ⇒ Für manche freistehenden Modelle müssen Sie statt der Pfetten erst Querträger auf die gegenüberliegenden Pfosten aufschrauben.
    ⇒ Kontrollieren Sie mit der Wasserwaage, ob die Bauteile waagerecht stehen.
  3. Auf die Pfetten montieren Sie die Querbalken (Sparren), um die Stabilität zu erhöhen.
    ⇒ Bei Bogendächern können diese eine Rundung aufweisen.
    ⇒ Wenn Sie vorher die Querträger montieren mussten, schrauben Sie in diesem Schritt die Pfetten an.
  4.  Nun ziehen Sie die Kopfbänder und gegebenenfalls weitere versteifende Elemente ein.

Sie haben nun den Rohbau fertiggestellt und können zum Dachaufbau übergehen. Dieser fällt je nach Dachform sehr unterschiedlich aus. Im einfachsten Fall schrauben Sie nun nur noch die Wellblech-, Bitumen- oder Kunststoffplatten auf. Für komplizierte Dachkonstruktionen müssen Sie nun etwa Firststiel, Firstpfette, dann Sparren, Dachlatten, Bretter und Dachhaut montieren.


Wo soll der Carport stehen?

In den meisten Fällen bedingen die örtlichen Gegebenheiten den Standort. 

Stellen Sie sich daher vor dem Kauf folgende Fragen:

  • Wo befindet sich die Einfahrt? 
  • Wo ist genügend Fläche für den Unterstand vorhanden? 
  • Lässt das Gefälle den Bau einer solchen Unterstellmöglichkeit zu? 

Außerdem müssen Sie Bauvorschriften beachten, wie etwa den Mindestabstand zum Nachbargrundstück. Wenn es die Gegebenheiten zulassen, ist der Bau des Carports über der bereits bestehenden Einfahrt zu empfehlen, da Sie in diesem Fall den Stellplatz nicht erst befestigen müssen.

Bauart

Welche Alternative zu einem Carport gibt es?

Zu Carports gibt es mit Garagen und Zeltgaragen 2 Alternativen. 

Was Sie über die beiden Produktgruppen wissen müssen, erklären wir Ihnen im Folgenden:

  • Garage
    Garagen sind Gebäude mit geschlossenen Wänden und einem oder 2 Toren. Es gibt Bausatz-Garagen aus Holz, die Sie mit etwas handwerklichem Geschick auch ohne professionelle Hilfe aufbauen können. Eine Garage ist die sicherste Unterstellmöglichkeit für ein Auto, aufgrund des hohen Materialaufwands allerdings auch die teuerste. Einzel-Garagen kosten zwischen rund 1.300 € und 7.300 €, Modelle für 2 Autos 3.700 € bis 5.300 €. 
  • Zeltgarage
    Die Zelt- oder Foliengarage besteht aus einem Metallgerüst und einer Kunststoffplane. Mit Erdnägeln verankern Sie die Zeltgarage fest im Boden. Sie schützt Ihr Auto vor Regen, Wind und Sonneneinstrahlung, außerdem hält sie Katzen und Marder fern. Allerdings ist eine Zeltgarage nicht sturmfest. Zudem kann Schwitzwasser von der Plane auf das Auto tropfen. Da es sich im Grunde genommen um ein Zelt mit leichten Bauteilen handelt, lässt sich eine Zeltgarage einfach auf- und abbauen. Dank dieser Flexibilität erhalten diese Modelle problemlos eine Baugenehmigung. Je nach Größe, Material und Qualität schwanken die Preise für Zeltgaragen zwischen 200 € und 3.000 €.
Tipp

Eine Zeltgarage in gutem Zustand können Sie weiterverkaufen. Daher sollten Sie sie pfleglich behandeln.


Welches ist die bessere Parklösung, eine Garage oder ein Carport?

In einer Garage ist das Fahrzeug besser vor Witterungseinflüssen geschützt. Einbruch und Diebstahl gestalten sich schwieriger und auch Marder haben weniger Chancen ins Innere zu gelangen und Schaden am Fahrzeug anzurichten. Diese Vorteile schlagen sich wiederum in einer Vergünstigung des Versicherungsbeitrages für Teil- oder Vollkaskoversicherungen nieder. Jedoch sind sie durch den höheren Materialaufwand teurer als Carports und aufwendiger aufzubauen. In schlecht durchlüfteten Garagen trocknet das Fahrzeug recht langsam, was im schlimmsten Fall zu Rost führen kann. 

Carports sind hingegen sehr preiswert und gut durchlüftet. Der Aufbau ist im Normalfall schnell erledigt und kann ohne professionelle Hilfe erfolgen. Der Witterungsschutz fällt geringer aus als bei Garagen, weil die offenen Wände Schwankungen der Luftfeuchtigkeit nicht abschwächen und UV-Strahlung sowie Niederschlag an den Seiten eindringen können. Autoversicherer gewähren keine Vergünstigung für Autos, die in Carports abgestellt werden.

Einen Überblick über die Vor- und Nachteile von Garagen und Carports sehen Sie in der folgenden Tabelle:

Eigenschaft

Garage

Carport

Diebstahl

+

-

Witterungsschutz

+

-

Durchlüftung

-

+

Einfacher Aufbau

-

+

Günstige KFZ-Versicherung

+

-

Marderbiss

+

-

Preis

-

+

Baugenehmigung

Wann muss ich eine Baugenehmigung für einen Carport einholen?

Das kommt darauf an, welche Bauvorschriften in Ihrem Bundesland und in Ihrem Wohnort gelten. Selbst wenn der Bau nach der Landesbau-Ordnung genehmigungsfrei ist, könnten kommunale Bauvorschriften eine Baugenehmigung verlangen. Im Bauamt erfahren Sie auch, welche Auflagen Sie beim Bau zu erfüllen haben.

Weitere Informationen zum Thema Bauvorschriften finden Sie in unserem Kaufberater.


Gibt es bauliche Auflagen für einen Carport mit Satteldach?

Tatsächlich gibt es Kommunen, in denen die Dachneigung und der Dachbelag eines Satteldaches vorgeschrieben sind. Im kommunalen Bauamt können Sie nachfragen, ob das auch in Ihrer Gemeinde zutrifft. 

Bauvorschriften

Welche Bauvorschriften muss ich für den Bau eines Carports beachten?

Bevor Sie sich für ein Modell entscheiden, sollten Sie sich informieren, ob dafür bereits ein Baufenster auf Ihrem Grundstück vorgesehen ist. Diese Information können Sie Ihrer Baugenehmigung mit den dazugehörigen Plänen entnehmen. Darüber hinaus legen die Landesbau-Ordnungen der einzelnen Bundesländer fest, in welcher Art und in welchem Umfang Sie derartige Anbauten vornehmen dürfen. 

Informieren Sie sich außerdem in Ihrem Bürgeramt oder Rathaus vor allem über die örtlichen Bauvorschriften. Diese können zum Teil von landesrechtlichen Vorschriften abweichen. Für den Bau eines Carports sind außerdem Brandschutzvorschriften, Umweltschutz- und Denkmalschutzrichtlinien sowie Abstände zur Straße und zum Nachbarn zu beachten. Sogar die Dachneigung und das Dacheindeckungsmaterial können vorgeschrieben sein. 

Achtung!

Halten Sie die Bauvorschriften ein. Bei Missachtung drohen Ihnen Bußgelder und schlimmstenfalls der Abriss Ihres Carports.

Benötigen Sie eine Baugenehmigung, müssen Sie einen Bauantrag ausfüllen. Das Formular bekommen Sie von Ihrer zuständigen Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Dem ausgefüllten Antrag legen Sie verschiedene Anlagen wie Bau- und Lageplan bei. Welche Formulare Sie im Einzelnen einreichen müssen, erfahren Sie im zuständigen Bauamt.

Definition

Was ist ein Carport?

Ein Carport ist laut Duden ein „überdachter, an den Seiten offener Abstellplatz für Autos“. Diese Definition ist jedoch nur teilweise richtig, denn manche Modelle besitzen eine oder mehrere Seitenwände. Anlehn-Carports sind an der Hausseite komplett geschlossen. Alle Unterstände verfügen über mindestens eine offene Seite: die Einfahrt. Garagen sind hingegen an allen Seiten geschlossen. 


Was ist ein Solar-Carport? 

Ein Solar-Carport ist mit Solartechnik auf dem Dach ausgestattet. Mit deren Hilfe produzieren Sie Strom (Photovoltaik) oder warmes Wasser (Solarthermie) für die Nutzung in Ihrem Haushalt. Überschüssigen Strom können Sie ins öffentliche Netz einspeisen und somit Geld verdienen. Sie sparen also nicht nur Geld durch eine geringere Stromrechnung, sondern verdienen auch zusätzlich durch den Verkauf der produzierten Energie. 

Besonders sinnvoll ist ein Solar-Carport, wenn Sie ein Elektroauto besitzen. Der Unterstellplatz erhält eine Ladestation und wird dadurch zur Strom-Tankstelle. Das alles hat seinen Preis: Solche Modelle kosten inklusive Aufbau-Service mehr als 20.000 €. 

Sie können auch Ihren bestehenden Carport aufrüsten. Dazu muss er aber stabil genug sein, um die zusätzliche Last der Solarzellen zu tragen. Außerdem sollte das Dach nach Süden ausgerichtet sein, damit die Solarmodule ausreichend Sonne abbekommen. Steht er längere Zeit am Tag im Schatten, lohnt sich die Aufrüstung nicht.

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, Ihren Auto-Unterstand mit Solarzellen zu versehen, dann informieren Sie sich eingehend über das Thema und ziehen einen Fachmann hinzu. 

Bedenken Sie

Fragen Sie im zuständigen Bauamt nach, ob Solarzellen auf dem Dach Ihres Carports laut Bebauungsplan gestattet sind.


Was ist ein Carport-Kit?

Carport-Kit ist die englische Bezeichnung für Carport-Bausatz. Ein solcher beinhaltet fast alle Teile, die Sie für den Selbstbau benötigen. Nur um das Fundament müssen Sie sich selbst kümmern. Bei preiswerten Modellen müssen Sie manchmal Pfostenanker, Holzlasur und den Dachbelag zukaufen. 

Carport-Bausätze sind sehr günstig, weil die Hersteller sie in großen Stückzahlen produzieren können. Außerdem sparen Sie sich das Geld für den Handwerker. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Sie die Baupläne zumeist aus dem Internet herunterladen können. Auf diese Weise können Sie diese schon vor dem Kauf beim Bauamt einreichen. 

Auf unserem Portal finden Sie eine große Auswahl an Carport-Bausätzen unterschiedlicher Hersteller.


Was ist ein Kopfband?

Das Kopfband ist die kurze diagonal angebrachte Strebe zwischen Pfosten und Pfette. Kopfbänder sorgen für eine zusätzliche Versteifung der Konstruktion und machen sie so widerstandsfähiger gegen Wind.

Design

Welches Design sollte ein Carport haben?

In vielen Gemeinden sind Satteldächer mit einer gewissen Dachneigung vorgeschrieben. Auch Farbe und Beschaffenheit des Dachbelags können vorgegeben sein – häufig müssen diese dem Dachbelag des anliegenden Wohnhauses entsprechen. 

Nur im Rahmen dieser Vorschriften können Sie das Design wählen. Dabei sollten Sie beachten, dass Aussehen und Funktion eines Carports unmittelbar miteinander verbunden sind. So fließt Niederschlag von einem Flachdach schlechter ab als von einem Satteldach, Holz-Modelle sind weniger langlebig als solche aus Metall.

Welche Vor- und Nachteile Material und Bauform besitzen, erfahren Sie in unserem Kaufberater unter den Punkten Statik und Materialien.

Frostschutz

Wie schützt ein Carport vor vereisten Autoscheiben? 

Vereiste Autoscheiben entstehen, indem Kondenswasser auf beschlagenen Scheiben gefriert. Dafür muss die Temperatur der Scheiben unter den Gefrierpunkt sinken. Im Carport kommt es seltener zu vereisten Scheiben, weil sich das Fahrzeug hier langsamer abkühlt. Das ist damit zu erklären, dass die Innenseite des Daches die vom Auto abgegebenen Wärmestrahlen reflektiert, also auf den Wagen zurückwirft. Folglich ist die Chance geringer, dass die Temperatur der Scheiben über Nacht den Gefrierpunkt erreicht. 

Da jedoch mindestens eine Seite des Stellplatzes offen ist, kann es trotzdem zu Vereisungen kommen. Ein vergleichbarer Schutz wie bei Garagen besteht also nicht.

Kauf 

Wie viel kostet ein Carport? 

Der Preis hängt von der Größe, den verwendeten Materialien und der Ausstattung ab. Holz-Modelle sind günstiger als Unterstände aus Metall. Ein Anlehn-Carport aus Holz, das für 1 Auto ausgelegt ist, gibt es schon ab 200 € zu kaufen. Ein kleines freistehendes Modell aus Aluminium kostet rund 800 €, ein großes für 2 Autos kann bis zu 9.000 € kosten. Ein Doppel-Carport aus vorlackiertem Leimholz und mit transparenten Polycarbonat-Platten als Dachbelag schlägt mit bis zu 15.000 € zu Buche.


Wie wird der Carport angeliefert?

Ein im Internet bestellter Bausatz wird meistens durch eine Spedition bis an die Bordsteinkante vor Ihrem Haus geliefert. Die Versandkosten tragen in den meisten Fällen Sie. Das Montagematerial ist in mehrere Kartons verpackt, in diesen finden Sie auch die Aufbauanleitung. 

Material

Wie wetterfest ist ein Carport aus Leimholz?

Leimholz, auch Brettschichtholz genannt, ist generell stabiler als Vollholz. Feuchtigkeitsschwankungen wirken sich generell auf Holz aus: Wenn es trocknet, zieht es sich in Längsrichtung stärker zusammen als in Querrichtung, wodurch Risse entstehen.

Für die Herstellung von Leimholz werden mehrere getrocknete Bretter in Faserrichtung miteinander verleimt. Da sich die Trockenrisse nur bis zur nächsten Schicht Leim ausbreiten können, sind sie weniger tief. Daher bleibt Leimholz länger tragfähig und ist weniger anfällig gegen Verformung als Massivholz. Ein Unterstellplatz aus Leimholz ist somit wetterfester als ein Modell aus Vollholz


Welche Vorteile hat ein Carport aus Holz?

Holz ist ein sehr günstiger Baustoff, weshalb Carports aus Holz weit weniger kosten als Modelle aus Metall. Außerdem ist die Auswahl an Holz-Carports weit größer. Das steigert die Chancen, dass Sie ein Modell finden, dass in Ihrem Ort zugelassen ist und optisch zu Ihrem Haus passt. Ein weiterer Vorteil: Holz ist leicht zu bearbeiten. So können Sie den Unterstellplatz ohne professionelle Hilfe und ohne spezielles Werkzeug errichten. 

Allerdings benötigt Holz viel Pflege und ist nicht so langlebig wie Metall. Auch in puncto Stabilität können Holz-Modelle nicht mit Metall-Unterständen mithalten.

Weitere Informationen zu den Eigenschaften des Materials Holz finden Sie in unserem Kaufberater.

Pflege

Wie muss ich meinen Carport pflegen?

Besteht Ihr Unterstand aus unbehandeltem Holz, sollten Sie ihn mit Holzschutzlasur behandeln. 

Dafür gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Tragen Sie eine Holzschutz-Grundierung auf, um das Holz zu imprägnieren.
  2. Überstreichen Sie die Grundierung mit Holzschutzlasur oder Lack.
    ⇒ Eine Lasur lässt die Holzmaserung durchscheinen.
    ⇒ Lack ist meist blickdicht und schützt das Holz daher besser vor UV-Strahlung. Sie können ihn in vielen verschiedenen Farben kaufen. 
Tipp

Den Lasurauftrag sollten Sie mindestens alle 2 Jahre erneuern. Lack kann im Einzelfall bis zu 4 Jahren halten.

Auch wenn Ihr Carport aus kesseldruckimprägniertem oder vorlackiertem Holz besteht, müssen Sie die Schutzschicht regelmäßig erneuern.

Achtung!

Manche chemische Holzschutzlasuren enthalten Lösemittel, die gesundheitsgefährdende Stoffe abgeben. Holzschutzmittel auf Wasserbasis sind hingegen ungefährlich für Mensch und Umwelt. Allerdings schützen sie das Holz nicht in gleichem Maße vor Feuchtigkeit. Produkte mit dem Umwelt-Zertifikat Blauer Engel enthalten keine gesundheits- und umweltschädlichen Stoffe.

Ein Metall-Carport ist sehr viel pflegeleichter. Alle eingesetzten Beschichtungen sind äußerst robust und halten mindestens 20 Jahre lang. Es genügt, die Bauteile mit einem feuchten Tuch abzuwischen, wenn sie verschmutzt sind. Ist jedoch durch einen unsanften Kontakt mit dem Auto die Zinkschicht eines Stahl-Pfostens beschädigt, sollten Sie die betroffene Stelle regelmäßig mit einem Rostschutzmittel behandeln. 

Sowohl für Holz- als auch für Metall-Carports gilt: Prüfen Sie jedes Jahr alle Schrauben und ziehen Sie diese gegebenenfalls nach. In diesem Zuge können Sie auch das Dach nach Beschädigungen untersuchen.

Versicherung

Wie versichere ich meinen Carport? 

Der Carport wird in der Gebäudeversicherung gegen Brand-, Wasser- und Sturmschäden versichert. Verfügen Sie bereits über eine solche Versicherung für Ihr Wohnhaus, ist der Unterstand in der Regel automatisch mitversichert, wenn er auf demselben Grundstück steht. Das trifft jedoch nicht immer zu. Ist der Carport im Vertrag nicht explizit aufgeführt, müssen Sie ihn unter Umständen gesondert einschließen lassen. 

Bedenken Sie

Um sicherzugehen, ob Ihr Carport über Ihre Gebäudeversicherung mitversichert ist, fragen Sie bei Ihrer Versicherungsgesellschaft nach.

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