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Ratgeber

Ratgeber Hausnummern

„My home is my castle“ – „Mein Haus ist mein Schloss“, sagte einst nur sinngemäß Sir Edward Coke, ein englischer Richter und Politiker, der im 16. Jahrhundert lebte. Der frühere Generalstaatsanwalt wurde auch dadurch berühmt, dass er die Anklage gegen die Verschwörer des Gunpowder Plots leitete, einen Versuch, König James I. zu töten. Coke meinte mit seinem Ausspruch jedenfalls, dass ein Hausherr das Recht haben sollte, seinen Grund und Boden notfalls mit Waffengewalt zu verteidigen.

Diese Forderung ist nach moderner Rechtslage ein wenig überholt. Heute ist mit dem geflügelten Wort gemeint, dass jeder Hauseigentümer und auch jeder Mieter ein Recht auf Privatsphäre hat. Die eigenen vier Wände stellen einen Rückzugsort dar, indem man tun und lassen kann, was man will – solange man keine Nachbarn beeinträchtigt – und nicht unangemeldet gestört werden sollte.

Viele von uns träumen nicht nur von einer Mietwohnung, sondern von einem kleineren Castle, also einem eigenen Haus mit Garten, sei es in der Stadt oder auf dem Land, in ruhiger Umgebung oder zentral in der Stadt gelegen, in Reichweite von Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, Promenaden und Kulturangeboten. Dort haben die Kinder Platz zum Spielen und die Eltern Raum, um die eigene Kreativität zu entfalten.

Nicht ganz so frei entfalten kann man sich bei den Hausnummern. Wer ein Haus erwirbt, dem wird amtlich eine Hausnummer zugeteilt, entweder von der Stadt oder dem Land. Diese wird in Verzeichnissen wie dem Liegenschaftskataster und dem Grundbuch notiert. Falls das Haus denkmalgeschützt ist oder kommunale Bestimmungen vorliegen, kann es auch Vorgaben über die Art und Gestaltung der Hausnummer geben. Andernfalls hat man die Möglichkeit, die Hausnummer individuell auszusuchen.

Materialien von Schildern

Die Hausnummer ist im Freien angebracht und Wind und Wetter ausgeliefert. Daher sollte sie entsprechend wetterfest sein. Wurden früher die Hausnummern noch auf die Häuser gemalt, so bevorzugt man heute Emaille-Schilder, solche aus Keramik, Schmiedeeisen oder Holz. Zudem gibt es die Möglichkeit, die Hausnummern zu beleuchten, in manchen deutschen Städten ist dies sogar vorgeschrieben.

Grüne oder goldene Hausnummern werden dagegen verliehen.

Geschichte der Hausnummerierung

Früher hatten die Häuser und Höfe Namen, was man heute nur noch von Urlaubspensionen kennt (etwa „Haus Rundblick“). Im 15. Jahrhundert begann man, ein neues System zu entwickeln und den Häusern stattdessen Nummern zu geben. Beispielsweise war das bei den Augsburger Fuggern üblich.

Im 18. Jahrhundert begann die flächendeckende Nummerierung. Wohlgemerkt: Hier ging es nicht um Straßennamen und Hausnummern, sondern zunächst nur um Hausnummern. Das erste Haus in einem Ort erhielt die Nummer 1, ein entsprechend später erbautes die Nummer 501. Diese Art der Nummerierung nannte man Konskriptionsnummerierung. In ländlichen Gegenden werden diese Zahlen teils bis heute verwendet. In Venedig sind alle Häuser eines Viertels nach dem Entstehungsalter nummeriert – hier kann die Suche nach einer Hausnummer für Nicht-Ortskundige entsprechend viel Zeit in Anspruch nehmen.

Die straßenweise Nummerierung

Je größer die Städte wurden, desto schlechter kam man mit dem System der Konskriptionsnummern zurecht. So wurde im 19. Jahrhundert nach und nach die straßenweise Nummerierung eingeführt. Noch heute hat das damals erfundene System Gültigkeit, bei dem die rechte Straßenseite die geraden und die linke Straßenseite die ungeraden Nummern erhielt. Es ist den Grundstücksgrenzen geschuldet, dass nebeneinanderliegende Nummern manchmal nicht einander gegenüberliegen.

Düsseldorf hat übrigens als einzige deutsche Stadt das System vertauscht: Auf der rechten Straßenseite liegen dort die ungeraden und auf der linken Straßenseite die geraden Zahlen. Über Nummerierungen der längsten Theke der Welt ist nichts bekannt.

Darüber hinaus gab es noch die Hufeisennummerierung. Dabei wird – wie der Name schon sagt – in der Form eines Hufeisens vom ersten Haus rechts bis zum letzten Haus links nummeriert. Dies ist in einigen deutschen Städten teilweise noch erhalten.

In den USA weichen die Nummerierungen ab, hier werden oft Zahlen ausgelassen, damit an jeder Querstraße ein neuer 100er-Abschnitt beginnen kann. So entstehen teils sehr hohe Hausnummern. Die höchste Hausnummer liegt indes in Ontario in Kanada, wo die Nummerierung allerdings gar nicht erst bei der Zahl 1 beginnt: Nummer 986.075 Perth-Oxford Road.

Staatliche Bestimmungen

Während wir heute stolz sind auf die attraktiven Hausnummern-Schilder, die an unseren Eigenheimen prangen, gefiel die Nummerierung den Bürgern zu früheren Zeiten gar nicht. Sie fühlten sich kontrolliert und nummeriert, kratzten die Hausnummern häufig ab oder machten sie unkenntlich. Doch spätestens als die Post begann, Hausnummern für ihre Zustellung zu verwenden, hatte sich der Staat durchgesetzt.

Sind in einer Straße bereits alle Hausnummern vergeben und es wird ein Haus dazwischen gebaut, so erhält dieses einen Nummernzusatz: beispielsweise 12a. Früher verwendete man indes die 12 ½, was sich in einigen deutschen Städten ebenfalls noch erhalten hat. Werden große Grundstücke aufgeteilt und bebaut, kann dabei das ganze Alphabet ausgereizt werden.

Dass eine Nummer benötigt wird, ist in § 126 Abs. 3 Baugesetzbuch nachzulesen. Weitere Vorgaben gibt es hier nicht, die genauen Regeln sind Ländersache oder in Einzelfällen auch Angelegenheit der Stadt.

Kuriositäten

Der Kölner Dom hatte einst die Postanschrift 2583 ½. Eine weltweit berühmte Adresse ist die des Weißen Hauses in Washington: 1600 Pennsylvania Avenue. In der Literatur erlangte die Baker Street 221 Berühmtheit, wo der geniale Detektiv Sherlock Holmes gelebt haben soll. Allerdings gab es die Hausnummer zur Erscheinungszeit des Buches nicht, was zeigt, dass die Geschichte und auch der Detektiv ins Reich der Legenden gehören. Noch heute werden in der Literatur gerne reale Straßen und Hausnummern genannt, um die jeweiligen Geschichten anschaulicher zu gestalten.
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