Mineralwasser

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Ratgeber Mineralwasser


Aktualisiert: 14.03.2019

Wissen kompakt

Der menschliche Körper besteht bei seiner Geburt zu 95 % aus Wasser. Im Erwachsenenalter sinkt der Anteil auf immer noch sehr hohe 70 %. Dieses Lebenselixier wird für die verschiedenen Stoffwechselvorgänge im Körper benötigt und dient daneben als Transportmittel, um über den Urin Gift- und Schlackenstoffe aus dem Körper auszuscheiden.

Jeden Tag verliert der Mensch einige Liter an Wasser – zum Beispiel über die Nieren (Urin), den Darm (Stuhl), die Lunge (Atmung) und die Haut (Schweiß). Ernährungsexperten sind sich einig, dass die ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit für den menschlichen Körper extrem wichtig ist.

Zwischen 2 bis 3 l sollte ein erwachsener Mensch täglich an Flüssigkeit zu sich nehmen. Einen Teil davon decken Sie bereits über die Nahrungsaufnahme ab. In flüssiger Form sollten Sie allerdings noch mindestens weitere 1,5 l zu sich nehmen. Falls Sie sportlich sehr aktiv sind, erhöht sich diese Menge dementsprechend.

Zu den beliebtesten Durstlöschern gehört dabei das Mineralwasser. Jeder Bundesbürger trinkt statistisch pro Kopf ca. 150 l pro Jahr Bei der Herstellung bzw. Gewinnung sind bei uns nur beschränkte Behandlungsverfahren erlaubt.

In unserem nachfolgenden Kaufberater finden Sie weitere Tipps und Infos für Ihren Mineralwasserkauf.

Kaufberater

Jedes einzelne Mineralwasser aus den in Deutschland über 500 Brunnen zeichnet sich durch einen einzigartigen Geschmack aus. Im Folgenden finden Sie weitere wichtige Entscheidungskriterien zum Kauf Ihres Getränkes.

Mineralwasser-Sorten

Natürliches Mineralwasser gehört in Deutschland zum einzigen Lebensmittel, das eine amtliche Anerkennung erhält. Vor allem die besondere Reinheit und das Fehlen von Krankheitserregern sprechen für dieses. Quell- und Tafelwasser bedürfen keiner amtlichen Anerkennung. Wohingegen Heilwassern immerhin eine wissenschaftliche Eignung nachgewiesen werden muss.
 

Der Getränkehandel bietet eine Vielzahl an unterschiedlichen Wässern an:
 

  • Natürliches Mineralwasser
    Es stammt aus den unterirdischen Wasservorkommen der verschiedenen Regionen und wird direkt am Quellort abgefüllt. Ob ein Wasser als natürliches Mineralwasser vertrieben werden darf, ist abhängig davon, ob es die Anforderungen des Anerkennungsverfahrens erfüllt, das über 200 geologische, chemische und mikrobiologische Untersuchungen umfasst.
  • Quellwasser
    Ebenfalls der Mineral- und Tafelwasserverordnung unterliegt das Quellwasser, das auch direkt an der Quelle abgefüllt, aber nicht amtlich anerkannt werden muss. Hier werden jedoch geringere Reinheitsanforderungen gestellt als an die natürliche Variante. Quellwasser muss in seiner Zusammensetzung den Anforderungen für Trinkwasser entsprechen.
  • Tafelwasser
    Beim sogenannten Tafelwasser handelt es sich um industriell hergestelltes Wasser, es ist also kein natürliches Produkt. Tafelwasser kann aus einem Gemisch verschiedener Wasserarten bestehen und weitere Zutaten enthalten. Hier sind Mischungen aus Trinkwasser, Mineralwasser, Natursole und Meerwasser unter Zugabe von Mineralstoffen und Kohlensäure erlaubt. Es gibt keine gesetzlichen Vorschriften für die Zusammensetzung und die Mischungsverhältnisse, jedoch müssen die Anforderungen für Trinkwasser eingehalten werden.
  • Heilwasser
    Ein weiteres Wasser, das unterirdischen Wasservorkommen entspringt, ist das Heilwasser. Dieses wird ebenfalls direkt abgefüllt und benötigt eine amtliche Anerkennung. Heilwasser ist kein Lebensmittel, sondern unterliegt dem Arzneimittelgesetz. Es muss daher eine bestimmte Kombination an vorbeugenden, lindernden oder heilenden Wirkstoffen enthalten.
Tipp

Wasser muss nicht unbedingt teuer sein
Die Stiftung Warentest testete 2018 Mineralwasser und kam zu dem Ergebnis, dass es nicht immer nur das teuerste Mineralwasser sein muss: Vier der fünf besten Classic-Mineralwässer gehörten zu den günstigsten im Test.

Inhaltsstoffe

Wichtig ist das breite Spektrum an Mineralstoffen und Spurenelementen, das in abgefülltem Wasser enthalten ist. Diese Inhaltsstoffe regen unseren Stoffwechsel an. Der Gehalt richtet sich u.a. nach dem Ursprung und dem Werdegang des Wassers. Mineralwasser entsteht in einem langen natürlichen Prozess aus Regenwasser. Das Regenwasser fällt als Niederschlag auf den Boden und sickert über einen Zeitraum, der Jahre, Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte betragen kann, durch die verschiedenen Erd- und Gesteinsschichten ins Erdinnere. Auf diesem langen Weg durch das Erdinnere wird das Wasser durch viele unterschiedliche Prozesse gereinigt, gefiltert und mit Mineralstoffen angereichert.

Wie diese Reinigungs- und Filterprozesse ablaufen, ist abhängig von der Beschaffenheit des durchströmten Gesteins. Auf dem Weg in die Erde nimmt das Wasser Mineralstoffe und Spurenelemente auf, die es aus dem Gestein herauslöst oder durch Reaktionen mit dem Gestein austauscht. Hier spielen nicht nur die Fließgeschwindigkeit, sondern auch die Temperatur des Wassers und des Bodens und die Gesteinsart eine entscheidende Rolle für die Beschaffenheit des Mineralwassers.

Besonders in vulkanischen Regionen nimmt das Wasser zudem höhere Mengen an Kohlensäure auf. Kohlensäure kann dem Wasser auch künstlich entweder zugesetzt oder entzogen werden. Ebenso auch Mineralstoffe, um das Wasser etwa für eine bestimmte Personengruppe verträglicher zu machen, etwa natriumarmes Wasser für Säuglinge oder Menschen mit Bluthochdruck. Je nach Herkunft und Werdegang erhält das Wasser seinen charakteristischen Geschmack.

Wissenswert

Mineralbrunnenland Deutschland
Deutschland ist ein regelrechtes Mineralbrunnenland. Es gibt bei uns über 500 verschiedene Mineral- und Heilwasser, die aus den fast 200 verschiedenen Mineralbrunnen, die sich über die gesamte Bundesrepublik verteilen, gewonnen werden. Jedes Mineralwasser ist ein Spiegelbild der jeweiligen Region und der geologischen Gegebenheiten.

Jedes in Deutschland geförderte Mineralwasser hat einen bestimmten Gehalt an Mineralien und Kohlensäure, wodurch auch sein Geschmack geprägt wird. Beispielsweise kommt im Westen Deutschlands häufig Schiefergebirge vor, was das Wasser weich und mild macht. Mineralwässer aus vulkanischen Gebieten enthalten besonders viele Mineralstoffe und auch mehr Kohlensäure als Wasser aus Gebieten mit lockerem Gestein.
 

In Mineralwässern finden Sie vor allem folgende Inhaltsstoffe:
 

  • Mineralien
    Auf dem Etikett ist genau angegeben, in welcher Menge welche Mineralstoffe enthalten sind. Diese Angaben sind gesetzlich vorgeschrieben. Ein Auszug aus der chemischen Analyse listet die charakteristischen Bestandteile des Mineralwassers auf. Angegeben wird meist, wieviel Milligramm (mg) an Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium pro Liter enthalten sind. Diese Zusammensetzung wird bei den verschiedenen Sorten regelmäßig kontrolliert.
  • Kohlensäure
    Kohlensäure entsteht aus dem Gas Kohlenstoffdioxid, das tief aus dem Erdinneren aufsteigt. Es trifft dabei auf das einsickernde Wasser und wird darin gelöst, wodurch sich Kohlensäure bildet. Auf dem Etikett ist der Gehalt an Kohlensäure angegeben. Classic Mineralwasser besitzt 7-8 g Kohlensäure pro l, medium steht hier für einen moderaten Gehalt an Kohlensäure (4-5 g/l). Stilles Mineralwasser enthält weniger als 1 g/l Kohlensäure.
  • Aromen
    Beliebt sind heutzutage auch Mineralwässer mit zugesetzten natürlichen oder künstlichen Aromen. Geschmacksrichtungen wie Pfirsich, Erdbeere, Limette, Ingwer oder Himbeere kennzeichnen diese, im Handel oft als Erfrischungsgetränk, bezeichneten Varianten.
Shopping Tipp

Auf dem Etikett begegnet Ihnen häufig der Begriff „enteisent“. Hierbei wurde dem Mineralwasser mittels Belüftung und Filtration das natürlich vorhandene gelöste Eisen entzogen. Dies geschieht aus rein optischen Gründen, da das enthaltene Eisen das Wasser bei Kontakt mit der Luft verfärben würde. Wasser, dem das Eisen nicht entzogen wird, kann rostbraune Flocken bilden, die sich im Wasser absetzen.

Die Mineral- und Trinkwasserverordnung

Bei in Deutschland gefördertem Mineralwasser legt die Mineral- und Trinkwasserverordnung (MTVO) genau fest, was in einem natürlichen Mineralwasser enthalten sein muss und wie es zu verpacken und zu etikettieren ist. Sowohl durch Brunnenbetriebe als auch durch externe Labore und die Lebensmittelüberwachung werden die Mineralwasserbrunnen regelmäßigen Kontrollen unterzogen.

Mineralwasser muss am Ort der Quelle abgefüllt werden, damit die hohe Qualität auf dem Weg zum Verbraucher gewährleistet ist. Es wird mit leistungsstarken Pumpen aus dem Erdreich ans Tageslicht gefördert. Es gibt aber auch seltene Fälle, in denen das Wasser unter so hohem Druck steht, beispielsweise durch natürliche Kohlensäure, dass es selbstständig nach oben steigt. In diesem Fall ist von einer artesischen Quelle die Rede.

Verpackungsmaterial

Vor einigen Jahrzehnten wurde der Durstlöscher hauptsächlich in Glasflaschen vertrieben. Heute wird die größte Menge jedoch in großen 1,5-Liter-Flaschen aus Kunststoff verkauft. Glasflaschen sind zwar schwerer beim Transport, jedoch unproblematischer bei der Lagerung. Bei der Aufbewahrung in Plastikflaschen können sich Stoffe lösen, die zwar nicht gesundheitsschädlich sind, aber den Geschmack des Wassers verändern können.

Bedenken Sie

Plastikflaschen eher dunkel und kühl lagern
In einigen Mineralwässern hat die Stiftung Warentest beispielsweise Acetaldehyd nachgewiesen, eine Substanz, die bei der Herstellung von Flaschen aus Polyethylenterephthalat (PET) entsteht. Je wärmer, länger oder heller solche Flaschen gelagert werden, desto mehr Acetaldehyd aus dem Kunststoff kann ins Wasser übergehen, was sich negativ auf den Geschmack des Wassers auswirkt.

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