Gymnastikbälle

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Ratgeber Gymnastikbälle


Ratgeber Gymnastikbälle


Bei Gymnastikbällen handelt es sich um große Bälle, die als Sitzmöglichkeit dienen, oder zu gymnastischen und sportlichen Zwecken eingesetzt werden. Die Bälle sind aus Gummi oder aus hochwertigem, elastischem Kunststoff gefertigt und werden bis zur gewünschten Größe und Spannkraft mit Luft aufgepumpt. Dadurch sind sie trotz ihrer Größe sehr leicht. Während die Bälle früher hauptsächlich aus Naturkautschuk gefertigt wurden, werden sie heute aus moderneren Kunststoffen, wie zum Beispiel Crylon hergestellt. Gymnastikbälle sind in den unterschiedlichsten Farben und Größen erhältlich. Sie sind generell sehr robust und haben eine große Sprungkraft. Der bekannteste Vertreter seiner Gattung ist wohl der Pezziball. Er unterscheidet sich jedoch hauptsächlich durch seinen Namen von seinen Kollegen. Die Wortmarke geht auf die italienische Firma Ledragomma zurück, die Gymnastikbälle seit 1950 auf den Markt bringt.

Das Fitnessgerät Gymnastikball kommt auf unterschiedlichen Gebieten zum Einsatz. Zum einen wird der Fitness-Ball häufig in der Krankengymnastik und für Reha-Maßnahmen herangezogen. Besonders bei Rückenleiden kommen die großen, bunten Bälle zum Einsatz. Aber auch in der Schwangerschaftsgymnastik und bei der Geburt erweist der Ball sich als erfolgreiches Hilfsmittel. Weitere Anwendungsgebiete finden sich an völlig anderen Orten: zum Beispiel im Büro, zu Hause am Schreibtisch oder im Sportunterricht in der Schule.

Anwendungsbereiche

Wo und wie Sie Gymnastikbälle erfolgreich einsetzen können, und was Sie dabei beachten sollten, erklären wir im Folgenden.

Hilfsmittel für gymnastische Übungen
Eine stabile Rücken- und Bauchmuskulatur ist das A und O für eine aufrechte und gesunde Haltung. Mit Fitnessbällen können diesbezügliche Übungen verstärkt und unterstützt werden. Wegen ihrer gesundheitsfördernden Eigenschaften, besonders, was die Wirbelsäule angeht, werden Gymnastikbälle sehr oft in Physiotherapie, Krankengymnastik und für Reha-Maßnahmen herangezogen. Nach einem Bandscheibenvorfall kann der Ball zum Beispiel dazu dienen, die Genesung zu beschleunigen und die generelle Muskulatur zu stärken.

Doch nicht nur bei der Bekämpfung von Rückenbeschwerden und -erkrankungen erweist sich der Gymnastikball als erfolgreiches Hilfsmittel. Unter professionelle Anleitung lassen sich mit Hilfe des Fitness-Geräts Muskelpartien des gesamten Körpers gezielt trainieren. Durch bestimmte Übungen lassen sich einzelne Muskelpartien im Speziellen ansprechen, was den Ball so beliebt im Einsatz mit Reha-Patienten macht.

Auch der Gleichgewichtssinn lässt sich mit Hilfe von Gymnastikbällen trainieren. Da der Ball naturgemäß rund ist, müssen Sie bei der Benutzung Stabilität mit Ihrem Körper herstellen.

Neben Physiotherapeuten und Krankengymnasten greifen auch Leistungssportler auf die Pezzibälle zurück. Sowohl beim Training, als auch beim eigentlichen Sport verlassen sich Profi-Sportler auf die Effektivität des Balls. In der Rhythmischen Sportgymnastik, die eine olympische Disziplin ist, arbeitet die jeweilige Sportlerin mit unterschiedlichen Hilfsmitteln. So auch mit dem Ball – nur dass es sich in diesem Fall oft um eine etwas kleinere Ausgabe des gängigen Gymnastikballs handelt.

Sitzmöglichkeit
Wenn Sie unter Rückenschmerzen leiden, oder im Laufe eines langen Bürotages immer wieder feststellen, dass Sie auf Ihrem Stuhl in eine ungesunde, zusammengekauerte Sitzhaltung verfallen, dann sollten Sie die Option Gymnastikball einmal für sich heranziehen. Das sogenannte dynamische Sitzen auf dem Ball wirkt sich besonders positiv auf Ihre Rückenmuskulatur und Ihre Bandscheiben aus. Denn um Ihre Balance auf dem Ball zu halten und aufgrund seiner Beweglichkeit verändern Sie Ihre Sitzposition immer wieder ganz automatisch. So können Sie einem Bandscheibenvorfall oder einem chronischen Rückenleiden womöglich vorbeugen, anstatt nur im Nachhinein die Folgen zu behandeln. Auch bei Nacken- und Schulterbeschwerden empfiehlt sich der gezielte Einsatz des Gymnastikballs.

Auch für Kinder eignet sich der Sitzball perfekt als Alternative zum herkömmlichen Schreibtischstuhl. Zusätzlich zu seiner positiven Auswirkung auf die Gesundheit und die Haltung wird er das Herz Ihres Kindes allein aufgrund seiner vielen, bunten Farben höher schlagen lassen. Allerdings sollten Sie beachten, dass es nicht empfohlen ist, den Ball als Dauer-Sitzgelegenheit zu nutzen. Vielmehr sollten Sie ihn im Laufe des Tages immer mal wieder für eine Zeitspanne von 30 bis 90 Minuten verwenden um dann wieder auf einem herkömmlichen Stuhl zu sitzen. Weitere Sicherheitshinweise, sowie Angaben zur richtigen Größe des Gymnastikballes finden Sie weiter unten.

Geburtshilfe
In vielen Krankenhäusern, bei der Arbeit vieler Hebammen und in Geburtsvorbereitungskursen kommt der Gymnastikball ebenfalls zum Einsatz. Als Schwangere können Sie den Ball dazu benutzen, Ihre Muskeln trotz eingeschränkter Bewegungsfähigkeit gezielt zu trainieren. So können Sie dazu beitragen, Ihren Körper auf die Geburt und die anstrengende Zeit danach vorzubereiten und zu stärken. Außerdem können Gymnastikbälle wunderbar für bestimmte Entspannungsübungen herangezogen werden, die Ihnen nicht nur während der Schwangerschaft, aber in dieser Lebensphase ganz besonders, gut tun.

Der Gymnastikball ist zudem ein anerkanntes Hilfsmittel für Geburten. Wenn Sie sich während der Geburt mit gespreizten Beinen auf den Ball setzen, hilft das, um die Geburtswege zu öffnen und die Schwerkraft auszunutzen. Der Partner kann hinter Ihnen stehen oder sitzen und Sie so unterstützen.

Spielball
Über die Einsätze in Krankengymnastik und zur Gesundheitsförderung sind Sie jetzt bestens informiert. Doch wir wollen ein wichtiges Anwendungsgebiet des Gymnastikballs nicht vergessen: den Schulsport. Wie bereits oben beschrieben, haben Gymnastikbälle den Vorteil, dank ihres Materials sehr robust und widerstandsfähig zu sein. Außerdem verfügen sie über eine enorme Sprungkraft. Beim Spiel „Pezzifußball“ oder auch „Elefantenfußball“ hat definitiv die ganze Klasse einen Riesenspaß mit dem großen, wild hüpfenden Gerät. Und trotz seiner Größe ist es oft gar nicht so einfach, ein Tor zu erzielen – probieren Sie es aus!

Sicherheitshinweise
Die größte Gefahr bei der Benutzung von Gymnastikbällen als Sitzgelegenheit oder auch als Sportgerät geht davon aus, dass die Bälle platzen können. Wird die Außenhaut eines Gymnastikballs beschädigt, kann unter Umständen ein Riss entstehen, der die gesamte Luft des Balles sofort entweichen lässt. Als Folge fallen Sie abrupt und sehr schmerzhaft auf den Boden. Um solche Szenarien zu verhindern, sollten Sie beim Kauf eines Gymnastikballs darauf achten, dass er als platzsicher ausgewiesen ist. Wird die Außenhaut eines platzsicheren Balls beschädigt, wird durch eine spezielle Materialmischung und eine dickere Außenhaut das weitere Aufreißen der dieser verhindert. Die Luft aus dem Inneren des Balles entweicht zwar, aber nur langsam. So haben Sie die Möglichkeit, ganz in Ruhe aufzustehen und laufen nicht Gefahr, sich beim Sturz zu verletzen.

Die Hersteller von Gymnastikbällen bezeichnen diese Platzsicherheit als „Anti-Burst-Sicherheit“, kurz „ABS“. Auch die Bezeichnungen „Burst Resistant“ oder „Burst Proof“ sind für Bälle mit Anti-Platz-Material zu finden. Achten Sie beim Kauf also auf Angaben zu diesem Namen. Allerdings sollten Sie auch beachten, dass die Platzsicherheit nur bis zu einer bestimmten Gewichtsbelastung gegeben ist. In der Regel liegt diese Höchstbelastung bei 70 bis 100 Kilogramm.

Außerdem sollten Sie beachten, ob es sich bei der angegeben Belastbarkeit um die statische oder die dynamische Belastbarkeit handelt. Im Falle der statischen Belastbarkeit säße der Benutzer ruhig auf dem Ball, ohne sich zu bewegen. Die dynamische Belastbarkeit hingegen berechnet Bewegung auf dem Ball mit ein. Diese Benutzung entspricht eher der Realität. Der Ball sollte jedoch – egal wie hoch seine Belastbarkeit ist – nicht mit einem Hüpfball verwechselt werden.

Weiterhin sollten Sie beim Kauf des Balles darauf achten, dass keine gesundheitsschädigenden Materialien in die Außenhaut eingearbeitet sind. Hier hilft oft ein einfacher Geruchstest weiter. Gibt der Ball einen unangenehmen Geruch von sich, sollten Sie ihn lieber nicht verwenden. Besonders, wenn Sie den Ball für Ihr Kind anschaffen, sollten Sie sich diesen Punkt zu Herzen nehmen, denn giftige Materialien können zu chronischen Atemwegserkrankungen führen. Zudem kommen Kinder bei der Benutzung des Balles meist auch oral mit dem Oberflächenmaterial in Kontakt. Hier ist also Vorsicht geboten!

Größen
Das wohl wichtigste Kriterium bei der korrekten Benutzung eines Gymnastikballs ist die passende Größe. Diese berechnet sich aus der Körpergröße und Armlänge des Benutzers. Gymnastikbälle, die in der Krankengymnastik oder beim Sitzen zum Einsatz kommen, sind in fünf Standardgrößen (Durchmesser: 45-85 cm) zu haben.

Wenn Sie auf dem Gymnastikball Platz nehmen, sollten Sie beachten, dass Sie mit beiden Füßen fest auf dem Boden stehen. Arme, sowie Beine sollten jeweils einen 90-Grad-Winkel zur Tischplatte beziehungsweise im Kniegelenk bilden.

Beispiel:
Bei einer Körpergröße bis 175 cm und einer Armlänge von 66-80 cm ergibt sich ein durchschnittlicher Balldurchmesser von 65 cm. Für eine Körpergröße von bis zu 185 cm, und einer Armlänge von 81-90 cm würden Sie auf einen Ball mit einem Durchmesser von 75 cm zurückgreifen.

Wenn Sie Sicherheitshinweise und Größenangaben beherzigen, sollten Sie mit Ihrem Gymnastikball viel Freude haben und zufriedenstellende Ergebnisse erzielen!
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