Dart

Ratgeber Dart


Ratgeber Dart


Den meisten von uns begegnen sie das erste Mal in Kneipen oder Bars, in denen man sich einen schönen Abend machen möchte - die Dartscheiben. Immer größer jedoch wird der Trend sich auch in den eigenen vier Wänden ein kleines Spielparadies einzurichten, was häufig vor allem die Männerherzen höher schlagen lässt.

Je nach verfügbarem Platz, Budget und Geschmack kann man sich von Brettspielen, über Konsolen, bis hin zu eigenen Billardtischen einmal neu ausstatten. Wer aber keinen separaten Raum nur zum Spielen hat, sondern auch Wert darauf legt, dass die Spielzeuge nach der Nutzung wieder verstaut werden können, muss die Auswahl auf weniger raumgreifende Spiele begrenzen.

Eine Dartscheibe kann zu jeder Zeit an fast jedem Ort problemlos angebracht und ebenso so schnell wieder abmontiert werden. Alles, was man benötigt, ist natürlich die Dartscheibe selbst, einen stabilen Untergrund, wo man sie aufhängen kann und die Dartpfeile, mit denen es hohe Punkte zu erzielen gilt.

Das Ziel ist rund

Für den Laien ist eine Dartscheibe lediglich eine runde Scheibe, die mit Zahlen versehen ist und auf die mit kleinen Pfeilen geworfen werden kann. Derjenige, der sich dem Spiel aber schon einmal angenommen hat, weiß, dass nicht nur die Zahlen alle unterschiedliche Bedeutungen und natürlich auch Wertigkeiten haben, sondern auch ihre Anordnung ein ganz bestimmtes System in sich begründet.

Die unterschiedlichen Bereiche von den Zahlen 1 bis 20 verteilen sich durcheinander um den Mittelpunkt herum. Der Mittelpunkt hebt sich besonders durch zwei ineinander liegenden Kreisen ab, die bei Treffern extra hohe Punkte versprechen. Der äußere Kreis ist der Single Bull, der 25 Punkte zählt. Innerhalb dieses Kreises liegt das Bull’s Eye und wird mit den höchsterzielbaren Punkten, nämlich 50, gewertet.

Nimmt man sich eine gewöhnliche Uhr zur Hand kann man die Anordnung der Zahlen einfach erklären. Bei 12 Uhr beginnend sind die Segmente um den Mittelpunkt wie folgt verteilt:

20 - 1 - 18 - 4 - 13 - 6 - 10 - 15 - 2 - 17 - 3 - 19 - 7 - 16 - 8 - 11 - 14 - 9 - 12 - 5.

Ein englischer Zimmermann hat diese Reihenfolge einmal festgelegt um Ungenauigkeiten zu bestrafen und zufällige Treffer möglichst auszuschließen. Um die hohen Scores zu erlangen, muss man also äußerst treffsicher sein und beim Werfen stets konzentriert vorgehen. Da meist neben einer zweistelligen Zahl eine einstellige folgt, wird jede noch so kleine Ungenauigkeit sofort mit einer geringen Punktezahl geahndet.

Die gesamte Scheibe ist darüber hinaus am äußeren Rand noch mit einem schmalen Ring gekennzeichnet (Triple), der bei Treffen dieses Bereiches den dreifachen Wert des Feldes ermöglicht.

Treffsicherheit

Neben sehr viel Übung und präzisen Würfen hängt die erreichte Punktzahl beim Dart natürlich auch von der Beschaffenheit der Dartpfeile ab. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen, die bei kleinsten äußerlichen Veränderungen oder anderem Material sofort Auswirkungen auf den Wurf haben können.

Hier wird zwischen Steel- und Softdarts unterschieden.

- Steeldarts
Wie der Name schon verrät, bestehen die Steeldarts an ihrer Spitze aus Metall. Die Spitze wird in dem sogenannten Barrel eingesteckt oder gedreht. Da dieses meist aus einer
Nickel-Wolfram-Legierung besteht, ist der Pfeil insgesamt recht schwer und kann gerade wegen des Gewichtes und dem schmalen Körper eine schnelle Geschwindigkeit erreichen. Beim Werfen mit Steeldarts müssen die Pfeile (anders als beim Spielen mit Softdarts) solange in der Scheibe stecken bleiben, bis ein Rechner die Punkte zusammengezählt hat

- Softdarts
Verwendet man beim Darten sogenannte Softdarts, besteht die Spitze des Pfeils aus Kunststoff. Vor allem beim Darten an Automaten, wie man es aus vielen Spielhallen oder Kneipen kennt, werden die Punkte sofort gezählt, sobald der Automat die Spitze des Pfeils registriert hat. Vor allem für Anfänger, Einsteiger oder Gelegenheitsspieler soll diese Variante das Spielen erleichtern, da das Gefühl, wie man einen Pfeil am besten werfen sollte, erst trainiert werden muss und das Erfolgserlebnis natürlich größer ist, wenn die Punkte eines vielleicht wieder abfallenden Pfeils trotzdem gewertet werden.

Dartzubehör

Da sich der Dartpfeil aus verschiedenen Bereichen zusammensetzt, kann sich jeder Spieler individuell seine eigenen Pfeile zusammenstellen. Sieben Bereiche gibt es zu unterscheiden, die alle jeweils einzeln ausgesucht und bestellt werden können.

Tips oder Points sind die Spitzen am Pfeil, die entweder aus Stahl oder Kunststoff angefertigt werden. Nur die Stahlspitzen sind in verschiedenen Längen und Ausführungen erhältlich. Um zu gewährleisten, dass die Pfeile auch in der Scheibe stecken bleiben um hohe Punkte zu erzielen, empfiehlt es sich eher mit abgerundeten als mit spitzen Steelpoints zu spielen. Durch abgerundete Darts verhindern Sie auch eine zu schnelle Abnutzung der Dartscheiben. Die Barrels sind der Teil am Pfeil, in den die Spitze eingedreht oder aufgesteckt wird und man den Pfeil zum Werfen anfasst.

Ein kleiner Gummiring, der als O-Ring bezeichnet wird, wird auf das Gewinde von Aluminium- und Karbon-Shafts aufgesetzt und verhindert, dass sich die Shafts beim Spielen lösen. Dadurch wird gewährleistet, dass die Stabilität des Darts erhalten bleibt.

Um dem Pfeil eine bessere Stabilisierung der Flugbahn zu geben und den Schwerpunkt weitestgehend nach hinten zu verlagern, kann man seinen Dart mit einem sogenannten Shaft versehen. Diese gibt es in vielen Variationen.

Hat man sich für einen Nylon-Shaft entschieden, muss man wissen, dass diese, um den Flight daran befestigen zu können, mit einem Zwischenstück, dem Collar, ausgestattet werden müssen. Mit Hilfe des Collars wird das Ende des Nylon-Shafts zusammengedrückt und Sie können dann den Flight mit dem Shaft fest verbinden.

Als letzter Bestandteil des Darts gehört der Flight mit in die Ausrüstung. Auch diese können in unterschiedlichen Materialien wie Polyester oder Nylon erworben werden. Viel ausschlaggebender für deren Funktion ist aber ihre Form. Die größte Stabilität liefern sie, wenn sie sehr fest und besonders dick sind. Da der Pfeil nicht ins Trudeln gerät, verbessert sich die Flugbahn.

Um Ihren Pfeil vor aufeinander folgenden Pfeilen zu schützen, empfiehlt es sich, den Dart am Ende mit einem Protector zu versehen. Dieser wird auf die Flights aufgesetzt und verhindert, dass weder der Flight selbst noch auch gegebenenfalls der Shaft ruiniert wird.

Um sich auch auf solche Situationen einzustellen, egal ob als Profi oder zu Hause beim nächsten Match gegen den Nachbarn, kann man sich hier bestens ausstatten.
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