Turnen

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Ratgeber Turnen


Aktualisiert: 27.09.21 | Autor: Online-Redaktion

Ratgeber Turnen


Turnen ist der Oberbegriff für einen großen Bereich des Sports. Turnen ist vielen Erwachsenen noch aus dem Kindergarten und dem Schulsport bekannt. Die bekanntesten Disziplinen des Turnens sind das Bodenturnen und das Geräteturnen. Das organisierte Turnen geht in Deutschland auf den „Turnvater“ Friedrich Ludwig Jahn zurück, der das Turnen zu einer gesellschaftlichen Betätigung für alle Bevölkerungsschichten machte. Beim Turnen werden unterschiedliche Fähigkeiten wie Fitness, komplexe Leistungsbereitschaft und bewegungsspezifische Merkmale gefördert.

Zum Turnen zählen neben dem Geräte- und Bodenturnen das Trampolinturnen, im weiteren Sinne auch die Gymnastik, die mit dem Turnen in enger Verbindung steht, rhythmische Sportgymnastik, Aerobic, Akrobatik, Rhönradturnen, Voltigieren (turnerische und akrobatische Übungen auf dem Pferd), Seilspringen und allgemein Turnspiele. Zum klassischen Geräteturnen bei Männern zählen Boden, Ringe, Barren, Sprung, Pauschenpferd und das Reck. Bei Frauen gibt es Sprung, Boden, Schwebebalken und den Stufenbarren.

Das Turnen erlebt nicht nur in der Schule sondern auch im Freizeit- und Breitensport eine Renaissance. Im Rahmen das „alternativen Turnens“ werden Inhalte, Geräte, Übungen und Organisationsformen aus dem Bereich des klassischen Turnens wieder interessant. Zum alternativen Turnen werden die Formen des Hindernis-, Erlebnis- und Abenteuerturnens gezählt.

Für das Turnen – egal ob klassisch oder alternativ – werden in der Regel Turngeräte und Turnzubehör gebraucht. Daher sind Turner besonders oft in Turnvereinen organisiert, um entsprechende Geräte gemeinsam zu nutzen.

Turngeräte

Turngeräte sind in der Regel größer und schwerer als beispielsweise Gymnastikgeräte für den Hausgebrauch. Daher werden Turngeräte vor allem in Turnhallten oder teilweise auch draußen verwendet. Es gibt eine Vielzahl von Turngeräten. Kletterturngeräte wie Sprossenwände sind leiterförmige Sportgeräte, die in der Regel an einer Zimmer- oder Hallenwand befestigt werden. Sie erfreuen sich vor allem bei Kindern einer hohen Beliebtheit. Oft sind Sprossenwände ausfahrbar, damit sie von beiden Seiten be-, über- und durchklettert werden können.

Sprossenwände sind zwischen 210 und 260 cm groß und verfügen über neun bis 16 Sprossen. Damit an einer Sprossenwand gymnastische Übungen vollführt werden können, ist die oberste Sprosse immer etwas vorgesetzt. Dadurch werden Übungen durch Hängen ermöglicht. Häufig ist der Abstand zwischen den obersten Sprossen etwas größer als beim Rest. Dadurch wird das Durchsteigen der Sprossenwand ermöglicht. Gefertigt werden Sprossenwände in der Regel aus Kiefernholz. Die Sprossen allerdings sind aufgrund der höheren Belastung aus Eschenholz gefertigt, das fester und zäher ist.

Ein weiteres beliebtes Gerät aus dem Bereich Geräteturnen ist der Schwebebalken. Der Schwebebalken ist eines der klassischen Turngeräte im Mehrkampf der Frauen. Der Schwebebalken für den Wettkampf besteht aus einem fünf Meter langen und zehn Zentimeter breiten Holzbalken. Zum Teil können auch andere Materialien verwendet werden. Der Balken befindet sich ca. 1,2 Meter über dem Boden und ruht auf Stützen. Seit 1936 ist das Turnen auf dem Schwebebalken olympisch.

Die typischen Übungen auf einem Schwebebalken sind u.a. Sprünge, Halteteile sowie Überschläge vorwärts und rückwärts und Drehungen. Zu den modernen Übungen auf dem Schwebebalken im Geräteturnen gehören heute u.a. Flickflacks, Saltos (vorwärts und rückwärts), Handstand-Drehungen und Rondat – eine Radwende, die aus dem Bodenturnen übernommen wurde.

Auch außerhalb des Wettkampfsports übt der Schwebebalken sowohl für Kinder als auch für Erwachsene einen gewissen Reiz aus. Der Schwebebalken fördert das Gleichgewichtssinn, die Standfestigkeit und Trittsicherheit auf einer schmalen Fläche und vermittelt darüber hinaus ein Gefühl für die sichere Bewegung in der Höhe. Schwebebalken in verschiedenen Höhen laden Kinder und Erwachsene zu Balancierübungen, Überspringen, Überklettern, Schwingen oder Durchkriechen ein. Durch das ständige ausprobieren und überwinden von Ängsten bietet der Schwebebalken immer wieder neue Herausforderungen und vielseitige Übungen. Allgemein werden auf dem Schwebebalken die Geschicklichkeit, Sicherheit und die Beweglichkeit trainiert. Dabei werden auch die Haltung korrigiert und Muskeln und Sehnen gekräftigt.

(Gymnastik-)Reifen gehören zu den ältesten Spielzeugen und Turngeräten der Welt und sind in vielen Kulturen zu finden. Sie dienen u.a. der Förderung der Geschicklichkeit. Früher gab es Reifen ausschließlich aus Holz, die per Hand einzeln gefertigt wurden. Seit den 1950er Jahren werden die meisten Reifen aus einem Kunststoffrohr gefertigt. Die bekannteste Form ist sicherlich der Hula-Hoop-Reifen.

Eine heute fast vergessene Spielart mit einem Reifen ist das sogenannte Reifentreiben. Das Reifentreiben sieht zwar einfach aus, erfordert aber sehr viel Übung und Geschick, denn der Reifen muss fortwährend aufrecht erhalten bleiben und sich vorwärts bewegen. Zum Treiben des Reifens wird in der Regel ein kleiner Stock oder eine kleine Stange verwendet, an denen früher zur Zierde noch eine kleine Holzkugel befestigt wurde. Allerdings kann der Reifen auch ohne Stock durch leichte Vorwärtsschläge mit der flachen Hand an der oberen Krümmung getrieben werden. Eine weitere Herausforderung stellt die Kurventechnik an den Reifentreiber dar. Hier spielt vor allem die Beine-Hand-Augen-Koordination eine wichtige Rolle.

Das Reifentreiben ist heute jedoch fast in Vergessenheit geraten. Allerdings eigenen sich Reifen nicht nur dazu, sondern auch zu weiteren Spiel- und Sportarten. Am bekanntesten ist wohl die Geschicklichkeitsübung, in der man einen leichten Gymnastikreifen um die Hüfte kreisen lässt. Die Übung setzt sich aus dem hawaiianischen Wort für Tanz (Hula) und dem englischen Wort für Reifen (Hoop) zum Hula Hoop zusammen. In Varietés und Zirkussen sieht man heute noch viele Artisten mit Duzenden von Reifen um Hals, Bauch, Beine und Arme jonglieren.

Zu den weiteren Übungen mit dem Reifen gehören u.a. Staffelwettläufe, bei denen der Reifen gleichsam als Staffelstab eingesetzt wird. Sprünge durch den Reifen, das Werfen von Gegenständen in oder durch den Reifen sind nur einige der Spielmöglichkeiten mit einem Reifen, die vor allem Kinder ansprechen. In der rhythmischen Sportgymnastik spielt der Reifen ebenfalls eine bedeutende Rolle. Darüber hinaus werden Gymnastikreifen auch zum sportlichen Workout verwendet, da das Training mit dem Reifen das Herz-Kreislauf-System unterstützt, die Rumpfmuskulatur stärkt, den Fettstoffwechsel anregt und allgemeine die Koordinationsfähigkeit von Kindern und Erwachsenen verbessert. Im Fitnessbereich wurden diverse Übungen mit dem Gymnastikreifen entwickelt, die Elemente aus Aerobic, Yoga, Tanz, Pilates und Bodyworkout miteinander kombinieren. Die verschiedenen Hula-Hoop-Techniken sind auch für Kinder schnell und leicht zu erlernen.

Reck und Barren sind Turngeräte die sich nicht für die eigenen vier Wände eignen, es sei denn, man verfügt über eine eigene Turnhalle. Ein Reck ist eine einzelne Stange, während ein Barren aus zwei parallelen Stangen besteht. Barren findet man fast ausschließlich in Turnhallen von Sportvereinen bzw. im Bereich der Schulsports. Recks in verschiedenen Höhen findet man dagegen häufig auch auf Spielplätzen. Sie können auch leicht im eigenen Garten aufgebaut werden und laden zum spielen und klettern ein. Bei der Anschaffung sollte unbedingt auf das maximale Nutzungsgewicht geachtet werden. Wenn Kinder am Reck turnen ist das Nutzungsgewicht meist nicht relevant, wenn jedoch Teenager oder Erwachsene am Reck turnen, kann das maximale Nutzungsgewicht schnell überschritten werden.

Zubehör zum Turnen und Gymnastik

Es gibt eine Vielzahl von Zubehör im Bereich Turnen und Gymnastik. Turn- und Gymnastikmatten zählen wohl zum wichtigsten Zubehör in diesen Bereichen. Dabei handelt es sich in der Regel um relativ dünne Schaumstoffmatten, die das Ausführungen von Übungen am Boden erleichtern. Solche Matten kommen ebenfalls beim Yoga und beim Pilates zum Einsatz.

Für das Geräteturnen eignen sich diese Matten eher weniger, weil sie zu dünn sind, um Sprünge oder Stürze effektiv abzufedern. Für solche Zwecke sollten Weichbodenmatten verwendet werden, da sie dicker sind als Turn- und Gymnastikmatten. Dadurch können sie Stürze und Sprünge besser abfedern und so das Verletzungsrisiko insbesondere beim Geräteturnen deutlich mindern. Vor allem bei Klettergeräten nehmen Weichbodenmatten dem Gerät eine gewisse Gefährlichkeit.

Turngeräte


Das Turnen ist besonders bei jungen Mädchen beliebt und ein großer Teil der Kinder üben diese Sportart auch außerhalb des Schulunterrichts aus. Sicher werden sich auch viele Erwachsene an die eine oder andere Turnstunde zurückerinnern. Turnen, wie wir es heute kennen, stellt ein forderndes Ganzkörpertraining dar. Der Körper muss durch eine Vielzahl an Übungen Leistung, Kraft, Ausdauer und Muskeldehnung beweisen. Aus diesen Gründen sieht man vielen Turnern und Turnerinnen ihr Hobby auch körperlich an.

Auch beim Turnen kann zwischen verschiedenen Disziplinen unterschieden werden. Es gibt das Turnen am Boden und das Geräteturnen. Turner und Turnerinnen müssen nicht nur über ausgezeichnete Koordination und Körperbeherrschung verfügen. Die akrobatischen Leistungen, die von Hochleistungsturnern an manchen Geräten vorgezeigt werden, erfordern auch Mut und Überwindung.

Das Turnen an Geräten muss allerdings nicht immer als Olympia Disziplin verfolgt werden. Besonders Kinder mit ihrem starken Bewegungsdrang, ihrer Neugier und Experimentierfreudigkeit probieren sich gerne an verschiedensten Turngeräten aus. Für diesen Zweck wurde eine Vielzahl an Turngeräten entworfen, die robust und möglichst sicher sind. Wackelige Halterungen, herausstehende Nägel oder splitterndes Holz sind Anzeichen, bei denen man als Käufer schnell das Weite suchen sollte. Sie bringen Kindern mehr Schaden als Nutzen.

Es werden Turngeräte für den Garten und für die Wohnung angeboten. Je nachdem, wie viel Platz vorhanden ist, kann man seinem Kind sogar ganze Turngerät Landschaften bauen. Dies ist sicher auch davon abhängig, wie ernsthaft das Kind sein Hobby ausübt. An Materialien werden in der Regel Holz, Aluminium oder Stahl und Plastik eingesetzt. Wichtiger als das Material selbst ist allerdings die Stabilität und entsprechende Robustheit des Geräts. Die Vielzahl an unterschiedlichen Turngeräten erschwert die Auswahl erheblich. Daher soll Ihnen dieser Ratgeber einen kleinen Einblick in die Welt der Turngeräte geben und als Kaufratgeber dienen.

Kletter-Turngeräte

Aufgrund ihrer Masse-Gewicht Relation sind die meisten Kinder begabte Kletterer. Doch sie müssen nicht einmal geschickt sein, um sich an den vielen Möglichkeiten zu erfreuen, die es an Turngeräten in diesem Bereich gibt.

Schaukeln

Eine Schaukel ist schnell an einem Türpfosten montiert. Die Montage selbst erfordert in der Wohnung zwar kaum Platz, zum Schwingen muss dieser allerdings vorhanden sein. Deshalb werden Schaukeln in den meisten Fällen im Freien angebracht. Die Sitzfläche besteht für gewöhnlich aus Plastik oder splitterfreiem, behandelten Holz. Die Seile sind entweder aus Naturmaterialien geflochten oder aus Polyesterfäden. Polyester hat den Nachteil, dass es recht rutschig ist und in Seilform keinen guten Griff gewährleistet.

Zudem werden Trapezschaukeln angeboten. Sie unterscheiden sich von gewöhnlichen Schaukeln dadurch, dass sie anstelle einer Sitzfläche eine Stange zwischen den beiden Seilen haben. Dadurch ist eine Trapezschaukel vielseitiger einsetzbar, unter anderem für Kunststücke und akrobatische Übungen.

Ringe

Ringe lassen sich sehr unterschiedlich verwenden. Es gibt eine Reihe an Turnübungen, die mit ihnen durchzuführen sind. Man kann sie allerdings auch als Kletterutensil oder zum Schaukeln verwenden. Die Ringe sind meist aus Metall oder Holz geformt. An der Griffstelle erleichtert ein rutschfester Gummiüberzug das Festhalten. Dieser Gummigriff ist allerdings nicht für Übungen oder professionelles Geräteturnen geeignet. Das Arbeiten mit Ringen erfordert bereits viel Körperkraft-und Spannung. Sie sind auch für Fitnessübungen (Erwachsener) geeignet.

Sprossenwände

Eine Sprossenwand ist das Kletterutensil schlechthin. Sprossenwände können direkt an einer Wand montiert oder frei an einem Gestänge aufgestellt werden. Erstere Variante eignet sich besonders für die Nutzung innerhalb eines Zimmers, da sie weniger Platz benötigt. Sprossenwände sind sehr einfach zu erklimmen. Sie schulen relativ gefahrlos die Koordination und wecken die erste Begeisterung für das Klettern. Sprossenwände sind aber nicht nur für Kinder ideal. Es werden auch spezielle Modelle für Erwachsene angeboten, mit deren Hilfe Kraft und Balance trainiert werden können.

Klimmzugstangen

Während die meisten Erwachsenen bereits mit einem Klimmzug Mühe haben, können die meisten Kinder sich noch relativ mühelos an einer Stange entlanghanteln. Im Zusammenspiel mit einer Kletterlandschaft kann auch eine Klimmzugstange Spaß machen. Als Einzelgerät ist sie allerdings eher für effektives Muskelaufbautraining erwachsener Personen gedacht.

Erlebnislandschaften

Erlebnis- oder Kletterlandschaften benötigen viel Platz. Dafür liefern sie ein Rundum-Angebot. Meist sind eine Kletterwand, Ringe, ein Kletterseil und noch verschiedene Kletterstangen zu einem kompakten Abenteuerspielplatz zusammengefasst. Diese Landschaften, auch Kletterdschungel genannt, gibt es in verschiedenen Ausführungen und Größen. Je umfangreicher sie sind, desto mehr Platz nehmen sie in der Regel ein.

Reck und Barren

Ein Reck ist eine einzelne Stange, ein Barren besteht aus zwei parallelen Stangen. Während ein Barren meist nur im Schulunterricht oder speziell für Turner verwendet wird, sieht man Recks als Doppelreck mit zwei verschieden hohen Stangen oft auf Kinderspielplätzen. Reckstangen können auch leicht im Garten angebracht werden und nehmen nicht viel Platz ein. Die an zwei Balken montierte Reckstange besteht meist als beschichtetem Stahl, um eine gewisse Stabilität zu gewährleisten. Beim Erstehen eines Recks sollte unbedingt auf das maximale Nutzungsgewichtgeachtet werden. Für Kinder ist dies meist nicht relevant. Hängen sich Erwachsene oder Teenager an die Stange, kann beispielsweise eine Höchstbelastung von 100kg schnell überschritten werden.

Matten

Matten werden in verschiedene Kategorien unterteilt:

Die Turn-oder Gymnastikmatte ist eine dünne Matte, die meist aus Schaumstoff besteht. Sie erleichtert das Ausführen von Turnübungen auf dem Boden, da sie weicher ist als etwa Parkett- oder Laminatboden. Sie ist aber zu dünn, um wirklich zu schützen. Zu ihnen zählen auch Yogamatten. Derartige Matten eignen sich daher besonders für diverse Fitness- und Entspannungskurse.

Die Weichbodenmatte ist ein Schutzutensil. Sie ist dicker als eine Turnmatte und verringert damit die Verletzungsgefahr bei Stürzen. Weichbodenmatten können idealerweise unter den Turngeräten angebracht werden. Vor allem Klettergeräten wird dadurch eine gewisse Gefährlichkeit genommen.

Sportmatten sind härter als Weichbodenmatten, federn und schützen aber deutlich mehr als Gymnastikmatten. Sie sind auch dicker. Diese Mattenart wird meist bei der Ausführung von Kampfsportarten wie Judo verwendet. Auch sie eignen sich als Schutzmatten. Der Fall ist jedoch härter als auf einen Weichboden.

Steckmatten sind Schaumstoffplatten, die wegen ihrer Form rasch miteinander verbunden werden können. Dadurch kann man in kürzester Zeit einen fitness-und sportgeeigneten Boden erstellen. Sie federn kaum und werden deshalb meist für Kampfsportarten eingesetzt, in denen nicht geworfen wird. Für Turner sind diese Matten wenig geeignet. Bei punktuellem Druck geben sie zu stark nach und bei einem Sturz schützen sie zu wenig.

Zubehör

Neben den Geräten selbst muss auch Montagezubehör mitgeliefert werden. Viele Stangen- und Klettersysteme kommen bereits ohne Schrauben und Bohren aus. Die Geräte werden stattdessen zwischen Boden und Decke oder einem Türpfosten verspannt. Ist das nicht der Fall, sollte man darauf achten, dass die passenden Schrauben inbegriffen sind. Dübel und Werkzeuge müssen in der Regel zugekauft werden, sind also nicht im Lieferumfang enthalten.

Für die richtige Inspiration gibt es Bücher, die Übungen und Anleitungen für ein korrektes Turnen am Gerät beschreiben. Diese sind nicht nur für Sportlehrer geeignet, sondern auch alle Hobbyturner, die das Maximum an Nutzen und Spaß aus ihren Geräten herausholen wollen. Ältere Kinder können sich bereits selbst Ideen holen und kleine Kinder von ihren Eltern angespornt werden. Zu diesen Anleitungsbüchern werden zudem Anatomiebücher angeboten, die insbesondere für Erwachsene interessant sind.

Zubehör für Turnen


Turnen ist ein riesiger Teilbereich des Sports. Neben klassischen Disziplinen zählen auch alternative Disziplinen zu dem Bereich. Gerätturnen und Bodenturnen sind die bekanntesten Disziplinen im Turnen. Das Wort leitet sich ursprünglich von „Turnier“ ab, das schon im Mittelalter verwendet wurde, um sportliche Auseinandersetzungen zu beschreiben.

Klassische Disziplinen sind Gerätturnen und Trampolinturnen. Aber auch Gymnastik, Rhönradturnen, Aerobic, Turnspiele, Akrobatik, Rhythmische Sportgymnastik, Rope Skipping und Voltigieren gehören zum Turnen. Zum Alternativen Turnen zählt das Hindernisturnen, das Erlebnis- und Abenteuerturnen, geselliges Turnen und auch Bewegungslandschaften.

Das Gerätturnen

Turnen bedeutet, sich vielseitig zu bewegen und eine Vielfalt von Körperübungen zu beherrschen. Technik und Haltung sind beim Gerätturnen das A und O. An Turngeräten werden nach einer bestimmten Technik Bewegungen ausgeführt. Für diese Bewegungen gibt es bestimmte Bewertungskriterien. Bei dieser Art des Turnens werden verschiedene Geräte verwendet:

- Reck
- Barren
- Pauschenpferd
- Ringeturnen
- Boden
- Stufenbarren
- Schwebebalken
- Bock
- Kasten
- Pferd
- Sprungtisch

Beim Gerätturnen wird zwischen Breitensport und Leistungssport unterschieden. Beim Breitensport spielt der Wettkampf nur eine Nebenrolle, beim Leistungssport ist der Wettkampf das Ziel des Trainings. Das Gerätturnen ist die Basis-Sportart vieler Vereine in Deutschland.

Pflicht und Kür

Bei Wettkämpfen im Geräteturnen gibt es einen Pflicht- und einen Kür-Teil. Bei der Kür hat der Sportler selbst die Wahl: Aus diversen Übungen stellt er eine eigene Reihenfolge zusammen. Die Übungen müssen den internationalen Wertungsvorschriften im Gerätturnen (Code de Pointage, CDP) entsprechen.

Die P-Übungen beschreiben die Pflichtübungen eines Wettbewerbs. Eine Folge von Elementen wird vorgegeben, die der Turner in dieser Reihenfolge absolvieren muss.

Das Reck

Das Reck ist ein Turngerät, das seit 1896 olympisch ist. Es besteht aus einer Stange und zwei senkrechten Stangen, an denen die Reckstange montiert ist. Typische Übungen sind zum Beispiel der Felgaufschwung oder die Riesenfelge. Wenn auch Sie am Reck turnen möchten, haben Sie die Wahl: Sie können entweder einen Verein in Ihrer Nähe aufsuchen, oder sich ein mobiles Reck für Zuhause kaufen. In der Schule wird besonders in den Klassen fünf bis sieben mit dem Reck gearbeitet. Körperspannung, Stützkraft und Haltekraft können so trainiert werden. Häufig helfen kleine Kasten oder Kastenteile, sich am Reck aufzuschwingen und die Übungen zu absolvieren.

Der Barren

Wie das Reck ist auch der Barren ein Turngerät, das schon viele Kinder in ihrer Schulzeit kennenlernen. An den zwei parallelen Holmen, die je 350 cm lang sind, lassen sich allerhand Übungen absolvieren. So lässt sich die Körperspannung und das Stützschwingen erlernen. Voraussetzung sind allerdings Grunderfahrungen im Bereich Kippbewegungen.

Das künstliche Pferd

Auch das Pauschenpferd gehört zum Turnen dazu. Als Pauschen werden die Griffe bezeichnet, die sich an dem Gerät mit der pferdeähnlichen Form befinden. Schon vor 600 Jahren wurde an ähnlichen künstlichen Pferden geübt. Damals wurde das Turngerät von Soldaten genutzt, sie lernten so das Auf- und Absitzen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich dann das Voltigieren. Am Pauschenpferd werden Übungen des klassischen Geräteturnens durchgeführt. Dazu zählt zum Beispiel der Pferdsprung.

Der Schwebebalken

Der Schwebebalken ist beim Turnen besonders beliebt. Auf dem fünf Meter langen und zehn Zentimeter breiten Holzbalken lassen sich allerlei Übungen absolvieren. Seit 1936 ist das Turnen auf dem Schwebebalken eine olympische Disziplin. Flickflack, Salto und Handstandübungen werden häufig am Schwebebalken durchgeführt.

Tipps zum Turnen

Wer turnen möchte, sollte nicht mit den schwierigsten Übungen beginnen. Damit sich keine Angst aufbaut und Berührungsängste entstehen, lohnt sich der Besuch eines Turnvereins. Zwar lernen wir schon in der Schule das Turnen kennen, doch im Laufe der Jahre geraten die meisten Übungen in Vergessenheit. Im Turnverein wissen die Sportler, wie sie Hilfe- und Sicherheitsstellungen richtig geben können. Auch sind weiche Matten vorhanden, damit Sie sich beim Misslingen einer Übung nicht verletzten.

Ohne Aufwärmen geht nichts

Auch beim Turnen gilt: Jede Übungsstunde sollte mit Aufwärmen beginnen. Denn unser Organismus ist nicht sofort in der Lage, Höchstleistungen zu bringen. Damit er von der Ruhe- in die Belastungsphase schalten kann, muss er sich aufwärmen. Dann wird der Stoffwechsel hochgefahren, die Muskulatur durchblutet und die Gelenke und Bänder werden auf Belastung vorbereitet. Deshalb sind Dehnübungen ein wichtiger Bestandteil dieser Phase. Das Aufwärmen steigert die Leistungsfähigkeit und das Verletzungsrisiko sinkt.

Gemeinsames Turnen

Obwohl Sie beim Turnen nicht wie beim Fußball oder Handball auf Ihre Mannschaft angewiesen sind, ist es ein Sport, in dem die Gemeinschaft zählt. Dies beginnt bereits beim Geräteaufbau, die häufig zu schwer sind, um sie alleine zu bewegen. Die Geräte sollten vollständig aufgebaut und abgesichert sein, bevor das Turnen beginnt. Und auch dann geht es gemeinschaftlich weiter, denn Hilfe- und Sicherheitsstellungen kann der Turner selbst nicht übernehmen. Viele Übungen lassen sich ohne Hilfestellungen auch nicht erlenen. Auch haben Sie so jemanden an der Seite, der Ihre Übungen kritisieren und wichtige Tipps zur Verbesserung geben kann.

Effekte des Turnens

Zusammenarbeit, Kraft, Kondition, Koordination und Körperspannung werden beim Turnen trainiert. Beim Turnen wird neben einer hohen Beweglichkeit auch Kraft erfordert. Für alle Bereich gibt es bestimmte Übungen, die Sie gezielt trainieren können. Hier helfen Übungsvideos oder der Turnverein weiter. Übungen richtig absolvieren zu können, erfordert jedoch Geduld. Doch geben Sie die Hoffnung nicht auf – viele Übungen können erst nach einer Reihe von Vorübungen absolviert werden. Die Freude über den Erfolg einer gelungenen Übung ist dann natürlich umso größer.

Raus aus den Turnschuhen

Turnschuhe gibt es in allen erdenklich Varianten – doch zum Turnen sind sie dennoch nicht geeignet. Besonders Jogging- oder Crosstrainingschuhe sind für diesen Sportbereich nicht zu gebrauchen, da sie nicht flexibel genug sind. Turn- und Gymnastikschuhe sind dagegen sehr flexibel und zum Turnen bestens geeignet. Diese Schuhe sind auch besonders bequem und auch schon für den kleinen Geldbeutel zu haben. Da sie sich Ihrem Fuß anpassen und durch die dünne Sohle fühlt es sich beim Tragen fast an, als würde man auf Socken laufen. Aus diesem Grund werden die Schläppchen nicht nur im Sportbereich, sondern auch als Hausschuhe eingesetzt.

Wenn auch Sie dem Turnen verfallen sind, finden Sie in Turnvereinen Gleichgesinnte. Besonders sinnvoll ist es auch, Ihre Kinder schon früh an das Thema heranzuführen. So können sie ihrem Alter entsprechende Übungen spielerisch erlernen, andere Kinder kennenlernen und sich sportlich betätigen. Auch Eltern-Kind-Turnen werden häufig angeboten, wo Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Übungen erlernen können.


Unser Team besteht aus RedakteurInnen, deren umfangreiches Wissen auf jahrelanger journalistischer Erfahrung im E-Commerce beruht. Wir recherchieren mit Begeisterung alle Informationen zu den unterschiedlichsten Themen und fassen diese für Sie übersichtlich in unseren Ratgebern zusammen.


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