Wärmepflaster (20 Ergebnisse aus 43 Shops)

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Ratgeber Wärmepflaster


Erstellt: 18.10.2018 | Autor: Andrea Schreiner

Wissen kompakt

Wärme kann bei Verspannungen und Muskelschmerzen wohltuend sein. Eine Möglichkeit, die Beschwerden zu lindern, bieten Wärmepflaster. Sie sind rezeptfrei erhältlich und unkompliziert in der Anwendung: Sie kleben sie einfach auf den betroffenen Körperbereich auf, wo sie mehrere Stunden wirken. Dabei machen sie alltägliche Bewegungen problemlos mit und sind so dünn, dass sie optisch kaum auffallen. 

Beliebt sind Wärmepflaster zur Linderung von Beschwerden in folgenden Körperregionen:

  • Nacken
  • Schultern
  • Rücken
  • Bauch

In dem betroffenen Areal fördert Wärme die Durchblutung und kann sich so schmerzlindernd auswirken. 

Um das passende Wärmepflaster zu finden, beachten Sie folgende Hinweise für den Kauf:

  • Wärmepflaster sind in verschiedenen Formen erhältlich. 
    Für unterschiedliche Schmerzpunkte gibt es die Pflaster in jeweils passenden Größen und Formen, zum Teil an die Körperregion angepasst. Während sich beispielsweise abgerundete Produkte gut für den Bauchbereich eignen, sind für Beschwerden am unteren Rücken taillierte Pflaster ideal. 
    Mehr über die Formen
  • Wärmepflaster können unterschiedliche Wirkstoffe enthalten. 
    Die meisten Produkte beinhalten den pflanzlichen Wirkstoff Capsaicin, der die Wärmerezeptoren auf der Haut anregt. Für empfindliche Haut eignen sich Ausführungen auf Basis von Eisenpulver besser, da sie die Haut weniger reizen.  
    Mehr über die Inhaltsstoffe

Kaufberater

Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Aspekte für den Kauf von Wärmepflastern zusammengetragen. Mit unserer Unterstützung finden Sie das Produkt, das Ihren Anforderungen entspricht und die besten Aussichten auf Linderung Ihrer Beschwerden bietet.


Wärmepflaster-Produktbeschreibung

Wärmepflaster entfalten ihre Wirkung, sobald Sie die Schutzfolie entfernen und das Pflaster an der betroffenen Körperstelle aufbringen. Im Unterschied zu herkömmlichen Heftpflastern dienen sie nicht der Wundabdeckung. Stattdessen enthalten die Produkte unterschiedliche Inhaltsstoffe, die Wärme erzeugen und so Beschwerden lindern sollen. Die Inhaltsstoffe sind von einem dünnen Vlies umgeben. 

Shopping Tipp

Im Falle einer Schmerzempfindlichkeit oder Unverträglichkeit gegen Pflaster-Klebstoffe stellen Varianten, die Sie direkt auf ein Kleidungsstück kleben, eine interessante Alternative dar. Diese sind so dünn, dass sie sich ähnlich diskret wie ein Hautpflaster anwenden lassen. 

Die Wärme verteilt sich entweder auf eine durchgehende Fläche oder punktuell auf mehrere Wärmezellen.

Pro Stück kann ein solches Pflaster bis zu 10 € kosten. Häufig werden Packungen verkauft, die mehrere Exemplare enthalten. 


Formen

Um effektiv wirken zu können, sollte das Wärmepflaster nicht nur die richtige Größe aufweisen. Je nach zu wärmendem Körper-Areal unterscheiden sich die Produkte auch in ihrer Form. 

Folgende Pflaster-Formen lassen sich unterscheiden: 

  • Abgerundet
    Pflaster für den Bauchbereich sind meist abgerundet, mittelgroß und so dehnbar, dass sie sich an normale Alltagsbewegungen gut anpassen und dabei nicht ablösen. Auch spezielle Regelschmerz-Pflaster haben meist abgerundete Kanten. Sie sind in ihrer Form auf die weibliche Anatomie abgestimmt.
  • Rechteckig 
    Rechteckige Varianten empfehlen sich vorrangig bei Nacken- und Rückenschmerzen sowie Beschwerden in Armen oder Beinen. An anderen Körperstellen sind sie schwieriger anzuwenden. Schon durch normale Alltagsbewegungen werden sie stark gedehnt und gestaucht, sodass sich schnell ein unangenehmes Ziepen auf der Haut bemerkbar machen kann. Bei intensiven Bewegungen können sie sich unter Umständen sogar vorzeitig ablösen.
  • Tailliert
    Taillierte Ausführungen können den gesamten unteren Rücken abdecken. Für besseren Halt besitzen sie oft noch zusätzliche Klebeflächen für die Taille. 
  • T-förmig
    T-förmige Varianten eignen sich ideal für den Schulter- und Nackenbereich. Sie kombinieren die beiden Körper-Areale, da diese häufig gleichzeitig verspannt sind.

Inhaltsstoffe

Die Vorgänger heutiger Wärmepflaster kamen Ende der 1920er Jahre in den Handel und enthielten ausschließlich Pflanzenextrakte. Im Laufe der Zeit haben sich die Rezepturen immer wieder geändert. 

Heute lassen sich die Inhaltsstoffe in folgende Kategorien unterteilen:

Bedenken Sie

Vor Gebrauch sollten Sie stets die Angaben zu den Inhaltsstoffen auf der Verpackung oder in der Verpackungsbeilage lesen. Halten Sie im Zweifelsfall Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker – insbesondere, wenn Sie zu Allergien neigen.

Wirkstoffe

Es gibt verschiedene Wirkstoffe, die die Wärme- und Schmerzrezeptoren der Haut stimulieren und dadurch die Ausschüttung bestimmter Schmerzbotenstoffe unterdrücken. So können sie eine schmerzstillende Wirkung herbeiführen.

Zu den Wirkstoffen zählen die folgenden:

  • Capsaicin
    Capsaicin ist ein pflanzlicher Wirkstoff aus Cayennepfeffer-Dickextrakt, der aus Chilischoten gewonnen wird. Zunächst fördert die Substanz die Durchblutung. Als Folge breitet sich ein Wärmegefühl aus. Außerdem wirkt es so auf die Schmerzrezeptoren der Haut ein, dass sie weniger Schmerzen rückmelden. Die Wirkung kann einige Stunden nach Verwendung des Pflasters weiter anhalten. 
  • Eisenpulver
    Eisenpulverbasierte Wärmepflaster eignen sich ideal für Personen mit empfindlicher Haut, da sie die Haut weniger reizen als Capsaicin-Varianten. Die Wärmezufuhr wird in diesem Fall extern herbeigeführt. Nach dem Öffnen der Verpackung reagiert das enthaltene Eisenpulver mit dem Sauerstoff der Luft. Die dabei entstehende Reaktionswärme baut sich innerhalb von 30 min auf und wird dann an den Körper abgegeben. Neben dem Eisenpulver können als Hilfs- und Trägerstoffe Kochsalz, Aktivkohle, Vermiculit und Wasser enthalten sein. Die Pflaster geben je nach Produkt bis zu 18 h lang Wärme ab. 
  • Germanium
    Relativ klein ist das Angebot an Wärmepflastern, die weder Eisenpulver noch Capsaicin (oder dessen Nachbildung Nonivamid) enthalten. Bekannt sind hier vor allem Varianten, deren äußere Schicht aus Germanium besteht. Sie werden auch als so genannte Powerstrips angeboten. Germanium ist in der Lage, körpereigene Wärme zu reflektieren. Die Hersteller versprechen Tiefenwärme durch diesen Effekt. Da der Körper Wärmestrahlung im Infrarot-Bereich aussendet und Germanium diese reflektiert, werden einige Produkte auch mit dem Begriff „Infrarot-Technologie“ beworben. Die Bezeichnung könnte suggerieren, dass eine Stromquelle nötig wäre. Das ist aber nicht der Fall. 
  • Nonivamid
    Nonivamid ist eine synthetische Nachbildung von Capsaicin. Die chemischen Unterschiede sind minimal. Auch Nonivamid weitet die Gefäße und fördert die Durchblutung, um so ein Wärmegefühl zu erzeugen. Das kann oberflächliche Muskelverspannungen lösen und Schmerzen lindern. Für Personen mit empfindlicher Haut oder Allergien können Wärmepflaster mit Nonivamid geeigneter sein. Eine Garantie für eine bessere Verträglichkeit ist allerdings auch bei diesem Wirkstoff nicht gegeben. 
Zusatzstoffe

Oftmals enthalten Wärmepflaster weitere Inhaltsstoffe, die ebenfalls zur Schmerzlinderung beitragen können.

Folgende Zusatzstoffe gibt es:

  • Kräutermischungen
    TCM steht für Traditionelle Chinesische Medizin. In Pflastern nach dem TCM-Prinzip sind Kräuter, teils aber auch Mineralien enthalten, die den Erkenntnissen der jahrtausendealten chinesischen Heilkunde entsprechen. Sie zielt darauf ab, dass das Qui – die Lebensenergie – richtig fließt. Dazu ist es wichtig, dass die gegensätzlichen Kräfte Yin und Yang harmonisch zusammenarbeiten. 
  • Menthol
    Menthol wird aus Minze gewonnen und soll die Wirkung des Pflasters unterstützen. Es wirkt zunächst kühlend, fördert die Durchblutung und regt dadurch ebenfalls die Wärmerezeptoren der Haut an. 
  • Phytoplankton
    Phytoplankton besteht aus mikroskopisch kleinen Meeresalgen und soll die schmerzlindernde Wirkung einiger Pflaster positiv unterstützen. 
  • Silberionen
    Einige Hersteller fügen ihren Pflastern Silberionen hinzu, da ihnen eine antibakterielle Wirkung nachgesagt wird. Diese Wirkung ist aber bisher nicht detailliert wissenschaftlich untersucht worden.  

Häufige Fragen

Interessantes sowie Fragen anderer Nutzer zur Verwendung der Wärmeauflagen haben wir an dieser Stelle für Sie zusammengefasst. 

Anwendung

Wie wende ich Wärmepflaster an?

Das Produkt sollte zu dem Körper-Areal passen, an dem Sie es verwenden möchten. Oftmals lassen sie sich direkt auf der Haut anbringen. Einige Ausführungen können Sie jedoch auch auf Ihre Kleidung kleben. 

So wenden Sie Pflaster mit Hautkontakt an: 

  1. Reinigen Sie die Haut gründlich.
    Hierzu bietet sich eine entfettende Seife an.
    ⇒ Achten Sie darauf, dass der zu beklebende Hautbereich unversehrt ist. 
  2. Ziehen Sie die Schutzfolie vom Pflaster ab.
    ⇒ Die Klebeflächen sollten sich nicht berühren. 
  3. Kleben Sie das Pflaster auf die trockene Haut auf. 
    ⇒ Manche Ausführungen müssen einige Minuten geöffnet liegenbleiben, bevor Sie sie aufkleben können. Lesen Sie hierzu die Packungsbeilage. Lassen Sie sich bei einer Anwendung am Rücken oder einer anderen schwer erreichbaren Stelle von einer weiteren Person helfen. 
  4. Warten Sie die Wärmewirkung ab. 
    ⇒ Es kann bis zu einer halben Stunde dauern, bis die therapeutische Temperatur erreicht ist. 
  5. Lassen Sie das Wärmepflaster mehrere Stunden auf der Haut. 
    ⇒ Achten Sie auf die empfohlene Anwendungsdauer im Beipackzettel. Natürlich können Sie das Pflaster jederzeit entfernen, wenn Sie es als unangenehm empfinden. 
  6. Um das Pflaster zu entfernen, heben Sie eine Ecke an und ziehen Sie es vorsichtig ab.
    ⇒ Schnelles, ruckartiges Abziehen wie bei Wundpflastern ist nicht nötig. 
  7. Waschen Sie Ihre Hände nach Kontakt mit der Pflaster-Oberfläche mit Wasser und Seife.
    ⇒ Das gilt vor allem für Pflaster mit Capsaicin und Nonivamid. Berühren Sie nach dem Kontakt versehentlich Ihre Augen, kann dies zu einem unangenehmen, brennenden Schmerz führen. 
  8. Entfernen Sie etwaige Rückstände.
    ⇒ Diese lassen sich am besten mit Pflanzenöl, einer Feuchtigkeitscreme oder lauwarmem Wasser beseitigen.  
  9. Gönnen Sie Ihrer Haut nach der Anwendung eine Pause.
    ⇒ Eine Unterbrechung von 12 h sollte mindestens zwischen den Anwendungen liegen. 
Achtung!

Entfernen Sie das Pflaster, sobald Sie starken Juckreiz, Rötungen oder Bläschen wahrnehmen. Konsultieren Sie gegebenenfalls einen Arzt. 

Was muss ich zu meiner Sicherheit beachten, wenn ich ein Wärmepflaster verwende?

Im Allgemeinen sind die Pflaster einfach und ohne Komplikationen anwendbar. 

Häufig werden zur sicheren Anwendung folgende Hinweise gegeben: 

  • Bei Hautreizungen oder Verbrennungen sollten Sie die Anwendung umgehend beenden. 
  • Tragen Sie Ihr erstes Wärmepflaster nicht im Schlaf.  
  • Üben Sie keinen dauerhaften Druck auf das Pflaster aus, z. B. durch enge Bündchen, enge Kleidung oder Shapewear. 
  • Wenden Sie das Pflaster nicht in der Kniekehle an, da dieser Bereich anfällig für Verbrennungen ist.
  • Verwenden Sie das Produkt nicht mit Salben oder anderen Pflastern. 
  • Nutzen Sie keine zusätzliche Wärmequelle wie eine Wärmflasche oder eine Infrarot-Lampe, wenn Sie das Pflaster tragen.
  • Kinder oder Personen mit eingeschränkter Urteils- und Handlungsfähigkeit sollten das Produkt nur unter Aufsicht nutzen.

Verzichten Sie in folgenden Fällen gänzlich auf eine Anwendung:

  • Bei Verletzungen
  • Bei geschädigter Haut
  • Auf Körperstellen ohne Wärmeempfinden
  • Bei kürzlich aufgetretenen Schmerzen oder Prellungen

Bei Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes, Durchblutungsstörungen, Venenschwäche, Herzerkrankungen, rheumatoider Arthritis, Schwangerschaft oder Neigung zu Allergien sprechen Sie vor der Anwendung mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Achtung!

Bewahren Sie das Produkt außerhalb der Reichweite von Kindern auf, da sie sich daran verletzen könnten. Konsultieren Sie bei einem Verschlucken oder Augenkontakt umgehend einen Arzt. 

Was kann passieren, wenn ich mein Wärmepflaster zu lange trage?

Wenn Sie das Pflaster deutlich länger tragen als empfohlen, könnten Hautreaktionen wie Jucken, Rötungen oder Quaddeln auftreten. 


Sind Wärmepflaster rezeptpflichtig? 

Grundsätzlich sind alle Wärmepflaster frei verkäuflich – egal, ob sie als Arzneimittel oder Medizinprodukt vertrieben werden. Als Arzneimittel gelten Produkte, die pharmakologische Wirkstoffe wie Capsaicin oder Nonivamid enthalten. Erzeugen sie Wärme rein physikalisch – etwa auf Basis von Eisenpulver –, handelt es sich um Medizinprodukte. 


Wie sollte ich unbenutzte Wärmepflaster aufbewahren? 

Wärmepflaster lagern Sie am besten so wie Ihre Medikamente: kühl, trocken und dunkel. So bleiben die Eigenschaften der Klebeflächen und Inhaltsstoffe am längsten erhalten. Bewahren Sie sie außerdem außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern und Tieren auf. 


Warum sollten Diabetiker im Umgang mit Wärmepflastern besonders vorsichtig sein?

Viele Diabetiker klagen über Empfindungsstörungen in den Armen oder Beinen. Sie können dann die Intensität der Wärme oft nicht richtig einschätzen. Das könnte im schlimmsten Fall zu Verbrennungen führen.


Wie oft kann ich Wärmepflaster hintereinander verwenden?

Die Produkte sind nur für die 1-malige Verwendung gedacht und wirken beim zweiten Anlegen nicht mehr wie vorgesehen. Je nach Modell kleben sie entweder nicht mehr so gut oder ihre Wirkungsdauer ist schon aufgebraucht. 


Wie lange nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums kann ich das Wärmepflaster benutzen?

Hersteller empfehlen, es nach dieser Frist zu entsorgen, weil es an Wirksamkeit einbüßen kann.

Begriffe

Was sind ABC-Pflaster? 

Unter diesem Namen sind heute noch Pflaster im Handel. Die Buchstaben A, B und C stehen hierbei für die Inhaltsstoffe Arnika, Belladonna und Capsicum. Arnika und Belladonna sind mittlerweile allerdings nicht mehr enthalten. Wärmepflaster arbeiten nur noch mit dem Wirkstoff Capsaicin, der aus Capsicum gewonnen wird.

Weitere Informationen zu den verschiedenen Inhaltsstoffen der Produkte erhalten Sie in der gleichnamigen Rubrik im Kaufberater.
 

Was ist ein Wärmepflaster?

Aufkleben und die Wärme entfalten lassen – das ist das Prinzip aller Wärmepflaster. Sie tragen sie auf der Haut oder an der Kleidung. Ziel der Anwendung ist es, Schmerzen zu lindern und die Muskulatur zu entspannen. Kurz vor der Anwendung ziehen Sie die Schutzfolie ab und bringen das Pflaster dort auf, wo es wirken soll: direkt an der schmerzenden Stelle oder an einem Kleidungsstück darüber. 

Shopping Tipp

Wärmeumschläge haben die gleiche Wirkweise wie Wärmepflaster, zeichnen sich für gewöhnlich aber durch kleinere Klebeflächen aus.

Die Produkte enthalten Substanzen, die auf der Haut Wärme erzeugen und dadurch Beschwerden lindern können: Diese Wärme dringt in darunter liegende Muskelschichten vor und kann dort Verspannungen lösen. Die meisten Ausführungen enthalten einen der folgenden Inhaltsstoffe: den natürlichen Pflanzenextrakt Capsaicin, das synthetische Pendant Nonivamid oder Eisenpulver. Näheres zu den genannten Wirkstoffen finden Sie im gleichnamigen Kapitel unseres Kaufberaters.

Welche Wirkung den jeweiligen Bestandteilen im Allgemeinen zugeschrieben wird, können Sie der folgenden Tabelle entnehmen:

Eigenschaften Capsaicin oder Nonivamid Eisenpulver
Art der Wärmeentwicklung Wirkstoffe erzeugen Wärme bei Hautkontakt  Wärmezufuhr durch Kontakt mit Sauerstoff
Art der Schmerzhemmung Wärme plus Hemmung von Schmerzbotenstoffen Wohltuende Wärme
Verträglichkeit Allergische Reaktionen möglich (seltener bei Nonivamid) Selten allergische Reaktionen
Verwendung Aufkleben auf die Haut Auch Varianten ohne Hautkontakt erhältlich

Schmerzpflaster und Wärmepflaster – ist das das Gleiche?

Wärmepflaster sind nicht mit Schmerzpflastern gleichzusetzen. Letztere gibt es auch ohne wärmende Inhaltsstoffe. Sie enthalten stattdessen ein lokal anwendbares Schmerzmittel, etwa Diclofenac oder Magnet-Bestandteile. 

Verträglichkeit

Wie hautverträglich sind Wärmepflaster? 

Erst in Kombination mit neutralen Füll- und Trägerstoffen sind Capsaicin und Nonivamid anwendungsbereit. Gebräuchlich sind vor allem Wollwachs (Lanolin) und verschiedene mineralische Substanzen. Auch Pflaster mit Eisenpulver wirken erst optimal im Zusammenspiel mit weiteren Bestandteilen wie Aktivkohle, Salz oder Vermiculit. Genau wie die wirksamen Bestandteile können auch diese Hilfsstoffe bei einigen Anwendern Unverträglichkeiten auslösen. 

Bedenken Sie

Wollwachs (Lanolin) kann unter Umständen allergische Reaktionen auslösen. Deshalb ist es sinnvoll, auch die zusätzlichen Inhaltsstoffe eines Wärmepflasters genau zu prüfen. 

Gibt es auch Sensitiv-Wärmepflaster für empfindliche Haut? 

Besonders die großen bekannten Hersteller bieten für Menschen mit empfindlicher Haut so genannte Sensitiv-Wärmepflaster an. 

Sensitiv-Produkte zeichnen sich durch eine oder mehrere der folgenden Eigenschaften aus: 

  • Das Pflaster ist besonders leicht abziehbar.
    Wer schon beim Entfernen von kleinen Wundpflastern empfindlich reagiert, sollte beim Kauf eines Wärmepflasters auf den Hinweis „sensitiv“ in der Produktbeschreibung achten. Diese Varianten lassen sich leichter von der Haut ablösen. 
  • Der Klebstoff des Pflasters ist reizarm in der Zusammensetzung.
    Spezielle dermatologische Tests können sicherstellen, dass ein Klebstoff die Haut möglichst wenig beeinträchtigt. 
  • Ein reizarmes Vlies umschließt den Wirkstoff.
    Reizarm wird ein Vlies z. B. durch den Verzicht auf Zusatzstoffe wie etwa optische Aufheller. Das Material ist besonders soft. 
  • Es ist kein Capsaicin enthalten. 
    Bei einer Unverträglichkeit von Capsaicin können Sie auf Produkte mit Eisenpulver oder dem synthetisch hergestellten Capsaicin-Ersatzprodukt Nonivamid zurückgreifen. 

Wirkstoffe

Was ist Capsaicin?

Capsaicin ist eine pflanzliche Substanz, die aus Chilischoten gewonnen wird. Die Chilipflanze gehört zur Gattung der Paprika-Gewächse, die den lateinischen Namen Capsicum trägt. 

Die Substanz erzeugt bei Hautkontakt eine starke Durchblutung und einen Hitzereiz, den die Hersteller von Wärmepflastern nutzen. Capsaicin verändert außerdem die Schmerzwahrnehmung an der behandelten Stelle. 

Chilipflanzen, die für die Gewinnung des arzneilich angewandten Wirkstoffes genutzt werden, müssen in Deutschland strenge Qualitätskriterien erfüllen. Gleiches gilt für die Standards bei der Verarbeitung. 

Mehr Informationen über Capsaicin sowie zu weiteren Wirkstoffen finden Sie in unserem Kaufberater.

Wissenswert

Nur Pflaster bis zu einem bestimmten Capsaicin-Anteil sind rezeptfrei. 

Frei verkäufliche Exemplare enthalten 7 µg (Mikrogramm) bis 36 µg Wirkstoff pro cm² Pflasterfläche. Unter der Bezeichnung Schmerzpflaster gibt es auch Produkte mit deutlich höheren Capsaicin-Anteilen. Für sie ist ein ärztliches Rezept nötig.

Wie hemmt Capsaicin den Schmerz? 

Capsaicin hemmt die Freisetzung der Substanz P, ein körpereigener Schmerzbotenstoff. Das Schmerzempfinden lässt somit nach. 
 

Was ist Nonivamid?

Nonivamid wird auch als Pseudo-Capsaicin bezeichnet. Es ist dem natürlichen Capsaicin in seiner Wirkweise ähnlich, wird aber chemisch hergestellt. Für einige Anwender ist es besser verträglich. Wer allergisch auf Capsaicin reagiert, kann mit Nonivamid als Ersatz gut zurechtkommen – eine Garantie dafür gibt es aber nicht. 

Tipp

Testen Sie die Verträglichkeit eines nonivamidhaltigen Pflasters am besten an einem beschwerdefreien Tag und an einer gut erreichbaren Hautstelle. Verwenden Sie beim ersten Mal ein kleines Pflaster.

Wofür ist Vermiculit in Wärmepflastern gut? 

Vermiculit ist ein poröses Material aus natürlichen Mineralien, das gut Feuchtigkeit aufnimmt. Als unbedenklicher Füllstoff verbessert es die Trage-Eigenschaften von Wärmepflastern.
 

Wie wirken die Heilkräuter in manchen Wärmepflastern?

Mit Kräutern haben schon viele Generationen positive Erfahrungen gemacht. Sie duften für gewöhnlich angenehm und verbreiten allgemein ein Wohlgefühl.

Kräutermischungen in Wärmepflastern sollen deren Wirkweise verstärken. Allerdings fehlen häufig nachvollziehbare Studien, die medizinisch relevante Wirkungen nachweisen. Die Hersteller dürfen Wirkversprechen in Zusammenhang mit Kräutern nur dann machen, wenn die Wirkung tatsächlich wissenschaftlich und in einem normierten Verfahren belegt ist. 


Über Andrea Schreiner

Als Verlagslektorin und Mit-Autorin für Gastroführer hatte ich einen kulinarischen Berufsstart. Es folgte erst ein längeres Intermezzo beim Radio, danach vielfältige Aufgaben als Zeitungsredakteurin. Nach spannenden Jahren bei einer PR-Agentur bin ich nun seit 2013 bei billiger.de rund ums Online-Shopping aktiv.


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