Kaffeebohnen

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Ratgeber Kaffeebohnen


Aktualisiert: 31.03.2021 | Autor: Online-Redaktion 

Gut zu wissen

Die Kaffeebohne ist der Samen einer Kaffeepflanze und eigentlich eine Steinfrucht, keine Bohne. Sie ähnelt einer Kirsche mit zwei Steinkernen, die sogenannten Kaffeebohnen. Eine Kaffeebohne enthält zwischen 0,8 und 2,5 Prozent Koffein.

Kaffeesorte, Herkunftsland und Röstungsgrad spielen eine große Rolle. Weltweit gibt es 40 verschiedene Kaffeesorten. Die beiden Hauptsorten sind Arabica und Robusta. Der größte Unterschied zwischen diesen beiden Kaffeesorten ist die Lage des Anbaugebiets. Das Anbaugebiet der Arabica-Bohnen liegt im Hochland, die Robusta-Bohne in tieferen Lagen zwischen 300 und 600 Meter (m). Es gibt 5 Röstgrade, die den Kaffee geschmacklich abrunden. Helle Röstungen sind dabei eher fruchtig, dunkle Röstungen dagegen vollmundiger und säureärmer.

Auf den Punkt!

Der Preis für eine Packung mit 1.000 Gramm (g) bewegt sich zwischen 5 und 30 Euro. Somit liegt der Kilopreis bei Kaffeebohnen etwas höher als bei gemahlenem Kaffee. Bohnen verlieren jedoch nicht so schnell ihr Aroma. Kriterien wie Kaffeesorte, Packungsgröße, vorhandene Prüfnormen haben weiteren Einfluss auf den Preis. Zusammengefasst hat Qualität ihren Preis.

Was zeichnet Kaffeebohnen aus?

Kaffeebohnen bieten ein herausragendes Geschmackserlebnis. Durch die Wahl der Kaffeesorte und des Röstungsgrads können Sie den Geschmack individuell anpassen. Um die geschmacklich für Sie passende Kaffeebohne zu finden, haben wir im Folgenden einige Kriterien für Sie zusammengestellt.

Kaffeesorten

Im Folgenden gehen wir etwas genauer auf die verschiedenen Sorten von Kaffeebohnen ein. Die Hauptunterschiede sind die Lage des Anbaugebiets sowie der Geschmack.

  • Arabica
    Die Arabica-Bohne macht mit knapp 70 Prozent den Hauptanteil an Kaffeebohnen aus. Die Arabica-Kaffeepflanzen sind recht empfindlich. Sie brauchen eine konstante Temperatur von circa 20 Grad, deswegen erfolgt ihr Anbau im Hochland ab etwa 1.000 m. Neben Afrika finden sich die größten Anbaugebiete im Hochland in Südamerika mit Brasilien, Kolumbien und Peru. Durch die relativ niedrige Temperatur reift die Arabica-Bohne langsam und entwickelt so vielfältige Aromen. Die Arabica-Bohne ist blau-grünlich bis grün und hat über eine geschwungene Naht. Sie verfügt über viel Säure, aber wenig Bitterstoffe. Die feinen aromatischen Abstufungen gehen in die fruchtige Richtung. Darüber hinaus sind Arabica-Bohnen mild und gut verträglich.
  • Robusta
    Die Robusta-Kaffeebohne ist mit knapp 30 Prozent die zweithäufigste Kaffeesorte. Sie ist unempfindlicher, was das Klima angeht und reift daher in flacheren Regionen (300 bis 600 m) mit höheren Temperaturen. Der Hauptanteil der Robusta-Bohnen stammt aus Südostasien, vornehmlich aus Indonesien und Vietnam, aber auch aus tieferen Lagen in Brasilien, Kolumbien sowie Westafrika. Die Robusta-Bohne ist kleiner als die Arabica-Bohne, bräunlich bis gelbgrün und hat eine gerade Naht. Sie enthält weniger Säure, dafür mehr Bitternoten und schmeckt vollmundiger. Außerdem ist der Koffeinanteil höher. Die Robusta-Bohne ist unempfindlicher, was Klima und Schädlinge anbetrifft. Die Ernte ist durch die tiefen Lagen zudem unkompliziert und der Ertrag daher höher, was in einem günstigen Preis resultiert.
  • Mischungen
    Aus den beschriebenen Kaffeesorten und Kreuzungen sind zahlreiche Mischungen im Handel erhältlich. Die verwendeten Bohnen sowie das Mischungsverhältnis spielen dabei die ausschlaggebende Rolle. Je höher der Robusta-Anteil der Mischung, desto vollmundiger ist der Geschmack. Solche Mischungen sind optimal für einen Espresso oder Caffè Crema. Ein hoher Anteil an Arabica-Bohnen sorgt für mildere Aromen.
  • Entkoffeinierter Kaffee
    Nach dem Aufquellen der ungerösteten Bohnen durch Wasser oder Wasserdampf, extrahiert ein Lösungsmittel das Koffein aus den Kaffeebohnen, ohne dass es zu Einbußen im aromatischen Geschmack kommt. So können auch Menschen, die Koffein nicht allzu gut vertragen oder aus gesundheitlichen Gründen meiden sollten, in den Genuss des Kaffeegeschmacks kommen.

Röstung

Kaffeebohnen gibt in 5 verschiedenen Röstungen: hell, mittelhell, mittel, mitteldunkel und dunkel. Diese bestimmen das Aroma sowie die Intensität des Kaffees.

  • Helle Röstung
    Helle und mittelhelle Röstungen gelten geschmacklich als fruchtig. Sie verfügen über einen hohen Säure- und Koffeingehalt. Darüber hinaus enthalten helle Röstungen kaum Bitterstoffe, haben dafür jedoch wenig Körper.
  • Mittlere Röstungen
    Bei mittleren Röstungen ist der Grad der Röstaromen höher. Das führt dazu, dass die bitteren Aromen zunehmen und der Kaffee mehr Körper hat. Der Säure- und Koffeingehalt nimmt hingegen ab. Die auch Frühstücksröstung genannten mittleren Röstungen halten die Balance zwischen Säure und Röstaromen.
  • Dunkle Röstungen
    Die mitteldunklen und dunklen Röstungen schmecken durch ihren hohen Anteil an Röstaromen vollmundiger und verfügen über sehr wenig Säure. Die Intensität geht über das komplette Spektrum von mild bis sehr stark hinweg. Wobei die Medium-Röstung die gängigste ist. Sie ist von milder bis mittelstarker Intensität. Starke Röstungen sind für einen Café Crema empfehlenswert, die sehr dunklen hingegen für einen Espresso.

Packungsgrößen

Die gängigste Packungsgröße bei Kaffeebohnen hat 1.000 Gramm (g). Wenn Sie erstmal klein anfangen möchten, gibt es 200 g, 250 g, und 500 g-Packungen. Bedenken Sie, dass Kaffeebohnen etwa 6 Monate ihr Aroma bewahren. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie sie kühl, trocken und dunkel lagern, Falls Sie sich nur ab und zu eine Tasse Kaffee gönnen, ist es empfehlenswert, zu einer kleinen Packung zu greifen. Wenn Sie viel Kaffee trinken, sind große Packungen ratsamer, da sie im Preis günstiger sind.

Prüfnormen

Zertifizierte Agrarprodukte, wie Kaffeebohnen, unterstehen ökologischen, ökonomischen und sozialen Standards, die die Farmen beziehungsweise Unternehmen verpflichtend einhalten müssen. Die Zertifikate garantieren zudem die Qualität der Rohstoffe. Die gängigsten verfügbaren Prüfnormen, die Sie auf den Kaffeepackungen finden können, haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt.

  • BIO-Siegel
    Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat das BIO-Siegel im Jahr 2001 eingeführt. Es soll VerbraucherInnen zeigen, welche Lebensmittel Bioqualität haben. Voraussetzung für den Erhalt des Siegels ist, dass das Unternehmen, das die Produkte anbietet, gemäß der Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau der Europäischen Union zertifiziert ist. Beispielsweise gibt es klare Einschränkungen zu Düngemitteln und Pestiziden beim Anbau von Kaffeebohnen.
  • Fairtrade
    Der Begriff Fairtrade ist Englisch und steht für gerechten Handel. Ziel der Fairtrade-Prüfnorm ist es, die zertifizierten Produkte nachhaltig unter fairen Bedingungen zu produzieren und zu handeln. Das bedeutet, dass Kaffeefarmen unter menschenwürdigen Bedingungen arbeiten, gerechte Löhne und eine angemessene Beteiligung an den Produkterlösen erhalten.
  • Rainforest Alliance
    Die Rainforest Alliance vereint mehrere Ziele: den Schutz des Klimas, die Erhaltung der Wälder, die Wahrung der Menschenrechte sowie eine gerechte Entlohnung. Um diese zu erreichen sind teilnehmende Unternehmen und Projekte angehalten, den Kaffeeanbau ganzheitlich unter gewissen Vorgaben zu betreiben und zu handeln. Dabei sind beispielsweise nicht nur die Arbeitsrichtlinien der Farmer-Familien betroffen. Der Anbau erfolgt so, dass auch die Tier- und Pflanzenwelt der Farm vom Anbau profitiert.
  • UTZ
    Das UTZ-Siegel – vom niederländischen Utz Kapeh für guter Kaffee – fördert die nachhaltige Produktion von Kaffee. Das Siegel sorgt dafür, dass die Lieferkette transparent nachvollziehbar ist. Die Vergabe des Siegels ist an Anforderungen wie gerechte Entlohnung und Maßgaben zur Erhaltung der Umwelt sowie nachhaltige Bewirtschaftung gebunden. UTZ hat sich mittlerweile mit der Rainforest Alliance zusammengeschlossen. In näherer Zukunft gibt es das UTZ Siegel daher nicht mehr.

Fazit

An dieser Stelle finden Sie die Vor- und Nachteile von Kaffeebohnen im Überblick.

Vorteile
  • Vielfältige Kaffeesorten und Röstungen
  • Anhaltende Aromen
  • Anpassung an individuellen Geschmack
Nachteile
  • Teurer als gemahlener Kaffee

Häufige Fragen

Wir haben hier die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Kaffeebohnen für Sie zusammengefasst.

Wie lange kann ich geröstete Kaffeebohnen lagern?

Geröstete Kaffeebohnen bewahren etwa 6 Monate ihr Aroma. Voraussetzung ist, dass Sie die Kaffeebohnen trocken, kühl und dunkel lagern.

Ist es gesundheitlich bedenklich, Kaffeebohnen zu essen?

Sie können Kaffeebohnen in Maßen essen. Es gibt sie auch mit Schokolade überzogen. Aufgrund des Koffeingehalts sollten Sie beobachten, wie viele Sie vertragen. Weniger ist hier mehr.

Wie viele Kaffeebohnen brauche ich für eine Tasse Kaffee?

Die Anzahl der Kaffeebohnen hängt von der Kaffeesorte ab, da sie sich in der Größe der Bohne unterscheiden. Über den Daumen gepeilt sind etwa 15 Kaffeebohnen – knapp 10g – für eine Tasse Kaffee mit 200 ml nötig.

Welche Kaffeebohnen sind für Kaffeevollautomaten am besten?

Für Kaffeevollautomaten sollten Sie nur Kaffeebohnen verwenden, die für den Gebrauch gekennzeichnet sind, meistens ist dies Espresso oder Caffè Crema. Mittlere bis dunkle Röstungen sind beliebt.

Falls Sie noch mehr Informationen zum Thema benötigen, finden Sie diese auf unserer Ratgeberseite zu Kaffee.


Online-Redaktion

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