Badspiegel

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Ratgeber Badspiegel


Ratgeber Badezimmerspiegel


Das Wort Spiegel leitet sich vom lateinischen Begriff „speculum“ ab und bedeutet „Spiegel“ oder „Abbild“. Als Spiegel wird eine reflektierende Fläche bezeichnet, die glatt genug ist, dass das reflektierte Licht nach den physikalischen Reflexionsgesetzen seine Parallelität behält und dadurch ein Abbild entstehen kann. Nur dann spricht man von einem Spiegel. Eine rauere weiße Oberfläche spiegelt zwar ebenfalls das Licht, allerdings handelt es sich hierbei nicht um eine gerichtete Reflexion, wie bei einem Spiegel, sondern um eine ungerichtete (diffuse) Reflexion – auch Remission genannt –, bei der das reflektierte Licht ungeordnet und in alle Richtung gestreut wird.

Formen und Verwendung von Spiegeln

Spiegel werden nach ihrem Aufbau unterschieden. Bei Spiegeln für alltägliche Zwecke, wie etwa Wandspiegel fürs Bad, Spiegel an der Schlafzimmerschranktür oder dem Garderobenspiegel, wird ein durchsichtiges Trägermaterial (Glas) von hinten mit einem lichtundurchlässigen und reflektierenden Materialbeschichtet. Heutzutage sind mit Aluminium beschichtete Glasplatten beispielsweise als Badezimmerspiegel am häufigsten. Früher wurde als Hintergrundmaterial statt Aluminium Silber verwendet. Die Metallschicht eines Spiegels wird durch eine spezielle Lackschicht vor Oxidation geschützt.

Eine Weiterentwicklung zu klassischen Spiegeln stellen moderne, optische Spiegel dar. Sie sind so aufgebaut, dass die spiegelnde Fläche weitestgehend offen ist und auf ein lichtundurchlässiges Trägermaterial aufgebracht wird. Der Vorteil optischer Spiegel ist, dass die Grenzfläche des Glases wegfällt. Dadurch muss der Lichtstrahl nicht erst zweimal durch die Glasgrenzfläche hindurch, wie bei einem herkömmlichen Spiegel, so dass bei modernen optischen Spiegeln keine Schatten- oder Mehrfachbilder mehr entstehen können. Als Beschichtung wird hier das weniger für Korrosion anfällige Aluminium verwendet. Es ermöglicht einen vergleichsweise flachen Spektralverlauf des Reflexionsvermögens des auftreffenden Lichts, auf einem hohen Niveau, im Vergleich zu herkömmlichen Spiegeln. Das Trägermedium bei einem optischen Spiegel muss nicht mehr zwangsläufig transparent sein, so dass hier ein weites Spektrum an Eigenschaften des Trägermediums zur Anwendung kommt, wie beispielsweise Bruchsicherheit, oder die Abführung von Verlustenergie. Optische Spiegel können sogar aus Vollmaterial hergestellt werden.

Variationen der optischen Spiegel stellen Prismenspiegel oder Strahlleiter dar. Dabei fällt Licht durch eine plane Glasfläche in einen relativ großvolumigen Glaskörper. An einer Schräge wird das Licht, unter Ausnutzung der sogenannten Totalreflexion, in eine andere Richtung teilweise oder vollständig abgelenkt. Anschließend tritt der Lichtstrahl wieder aus dem Glaskörper aus. Der Vorteil solcher Spiegel ist, dass er keine reflektierende Schicht mehr braucht, sondern sich hier das Grenzschichtverhalten des Materials, in dem sich der Lichtstrahl bewegt, zu Nutze gemacht wird. Bei dieser Variante des optischen Spiegels befindet sich auf der anderen Seite der Grenzschicht Luft, so dass beispielsweise Feuchtigkeit auf der Grenzfläche durch Kondensation die Funktion des Spiegels vorrübergehen beeinträchtigen kann.

Diese sogenannten „Plane Spiegel“ finden Sie im Haushalt beim Garderoben- und Badezimmerspiegel wieder. Dabei wird meistens sogenanntes Floatglas verwendet. Floatglas, oder auch Flachglas genannt, wird in einem sogenannten Floatprozess bzw. Floatverfahren hergestellt. 95 Prozent des Flachglases für alle Anwendungsbereiche wie Fensterglas, Autoscheiben, Spiegel etc. werden heute weltweit in diesem Verfahren gefertigt. Der Vorteil von Floatglas ist, dass es besonders planparallel ist. In den meisten Haushalten gibt es mindestens einen Spiegel, oft aber mehr. Der überwiegende Teil der Spiegel befindet sich im Badezimmer, gefolgt vom Schlafzimmer und der Garderobe.

Reinigung und Pflege
Grundsätzlich sind Spiegel leicht zu reinigen. Wenn Sie einige Tipps beherzigen, werden Sie lange Freude an Ihrem Spiegel haben, egal ob der Badezimmerspiegel rund oder eckig ist, oder eine andere Form besitzt.

Richtige Reinigungsmittel und -methoden
Gelegentlich ist die Reinigung der sogenannten Sicht-Seite des Spiegels von Staub, Wasserrändern, Spritzer (z.B. Zahnpasta) und anderen Verschmutzungen, die beispielsweise durch Berührung von Fingern und Händen („Fett-Finger“) oder durch Insektenschmutz entstehen können, notwendig und erforderlich. Durch sanftes und vorsichtiges Reiben sind die meisten Verschmutzungen leicht wieder entfernbar. Klingenschaber, wie man sie vielleicht von Cerankochfeldern her kennt, dürfen hier jedoch keinesfalls eingesetzt werden. Früher wurden zur Reinigung von Spiegeln Putzmittel aus Quecksilber und Zinn verwendet. Ein Decklack für den Spiegel war nicht notwendig, da das Amalgam (eine chemische Legierung des Quecksilbers) chemisch sehr stabil war.

Bei optischen Spiegeln sind Verschmutzungen möglichst zu vermeiden. Eine Reinigung sollte daher möglichst selten vorgenommen werden und die dabei verwendete Methode und Hilfsmittel unbedingt bedacht werden.

Wenn beispielsweise Spiegelelemente, Leuchtspiegel oder Kristallspiegel fürs Bad gereinigt werden sollen, sollten Sie nach Möglichkeit keine Reiniger verwenden. Saure Badreiniger, Allzweckreiniger oder etwa Glasreiniger können sogenannten Spiegelfraß verursachen. Das sind die typischen, braunen Flecken, die sich vom Spiegelrand aus, hinter dem Glas, langsam ausbreiten. Durch den Spiegelfraß wird das Spiegelglas schneller wieder schmutzig. Außerdem verliert der Spiegel an den braunen Flächen seine spiegelnden Eigenschaften.

Für die Reinigung sollte am besten nur Wasser und ein Tuch verwendet werden. Das Tuch sollte möglichst fusselfrei sein, denn so bleiben die Spiegel fürs Bad länger staubfrei. Überall wo das Wasser sehr hart ist und einen Härtegrad von drei oder vier aufweist, sollte für die Reinigung des Wandspiegels destilliertes Wasser verwendet werden. Anschließend sollte der Badezimmerspiegel mit dem fusselfreien Tuch gut abgerieben werden. Besonders sollten Sie darauf achten, die bei einem Badspiegel besonders empfindlichen Randbereiche möglichst schnell und gründlich zu trocknen.

Zur Reinigung von Badezimmerspiegeln ebenfalls hervorragend geeignet sind Fensterleder und glatte Mikrofasertücher. Sollten diese Tücher vor der Spiegelreinigung bereits in Gebrauch gewesen sein, müssen sie vorher gründlich ausgespült werden, damit Reste von Reinigungs- und Putzmitteln ausgewachsen werden können. Das Ausspülen sollte mit klarem Wasser durchgeführt werden, auch wenn die Tücher vorher in der Waschmaschine waren. Auch Waschmittelreste sollten gründlich ausgewaschen werden.Sehr gute Reinigungsergebnisse erhalten Sie mit einem Mix aus Wasser und Spiritus in einem Verhältnis von zwei zu eins. Der Mix wird einfach auf den Spiegel aufgesprüht und anschließend mit einem Küchenpapier wieder weggewischt.

Schutz vor Beschädigungen
Besonders wichtig ist, dass bei einem Bad-Wandspiegel Schäden aller Art vermieden werden. Ausdünstungen von Tapeten und Wandfarben können Spiegel für Bad „blind“ machen (schwarze Flecken, mattes Abbild). Daher sollten Spiegel nach dem Renovieren erst aufgehängt werden, wenn der Raum gut durchgelüftet wurde.

Auch bei der Montage des Spiegels sollten Sie vorsichtig sein. Ein Spiegel muss immer spannungsfrei hängen, vor allem wenn es sich um einen schweren Kristallspiegel fürs Bad handelt. Die Spiegelklammern sollten nicht unbedingt direkt auf dem Glas sitzen, da so die Gefahr der Beschädigung des Glaskörpers sehr hoch ist. Am besten sollte sich zwischen Glasklammer und Glaskörper eine Schutzfolie befinden. Bei vielen Wandspiegeln fürs Bad befinden sich kleine Filzstreifen zwischen Klammer und Glaskörper.

Bei einem Badspiegel mit Ablage sollten Sie darauf achten, nicht zu viel auf der Ablage zu platzieren, damit nicht durch das Gewicht zu viel Spannung zwischen Halterung und Spiegel entsteht. Bei einem Bad-Klappspiegel ist zu bedenken, dass sich beim Zuklappen des Spiegels keine Gegenstände zwischen Spiegel und Klappgestell befinden. Ebenfalls vorsichtig sollte man bei Badspiegeln mit Steckdose sein, vor allem wenn sich der Stecker nur schwer und mit Kraft aus der Steckdose entfernen lässt (möglicherweise könnte der Spiegel durch zu viel Kraft aus der Wandhalterung gezogen werden).

Schutz vor Wärme
Temperaturen über 45 Grad können einen Badezimmerspiegel dauerhaft beschädigen. Achten Sie beim Kauf von Wandspiegel für Bad mit Beleuchtung darauf, dass die Lampen nicht zu viel Wärmenergie produzieren. Starke Scheinwerfer sollte daher nicht direkt auf den Spiegel gerichtet werden bzw. integrierte Spiegellampen nicht zu lange brennen. Wer auf einen Leuchtspiegel bzw. Lichtspiegel nicht verzichten möchte, sollte daher auf einen LED-Badspiegel zurückgreifen und bei einem Badspiegel, der hinterleuchtet ist, ebenfalls auf eine LED-Beleuchtung achten, da diese so gut wie keine Wärmeenergie produziert. Am besten ist es jedoch, ein Badspiegel ohne Beleuchtung zu verwenden und stattdessen mit der Badezimmerbeleuchtung für ausreichend Licht zu sorgen.
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