Klimageräte (149 Ergebnisse aus 43 Shops)


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Ratgeber Klimageräte


Wissen kompakt

Etwa zwei Drittel des Lebens halten sich die meisten Menschen nach Angaben des Umweltbundesamtes in Innenräumen auf. Ob in der Wohnung oder am Arbeitsplatz – der Qualität der Innenraum-Luft kommt dadurch eine entscheidende Bedeutung für die Gesundheit zu: In den täglich genutzten Zimmern sollte genügend frische und saubere Atemluft vorhanden sein, damit der Organismus stets gut versorgt und somit leistungsfähig ist.

Wissenswert

Die Luftqualität in geschlossenen Räumen verändern wir maßgeblich durch unsere eigene Atmung, da wir Sauerstoff ein- und Kohlendioxid ausatmen. Dadurch steigt die Kohlendioxid-Konzentration kontinuierlich, die Luft wird stickig und macht müde. Daneben haben Staub und chemische Substanzen, die das Mobiliar, Wohntextilien oder bestimmte Baustoffe ausdünsten können, einen negativen Einfluss auf die Luftzusammensetzung.

Klimageräte optimieren das Raumklima und verbessern die Luftqualität in geschlossenen Räumen – insbesondere in Zimmern, die Sie nicht durch ein Fenster lüften können. Die Geräte saugen verbrauchte Innenluft an und führen frische Außenluft zu. Dabei filtern sie Schadstoffe heraus und transportieren diese ab. 

Auch die Temperatur reguliert eine Klimaanlage nach Wunsch: Sie liefert im Sommer angenehm kühle Luft, im Winter wohlige Wärme. Modelle mit einer Be- oder Entfeuchter-Funktion sorgen sogar für die optimale Luftfeuchtigkeit. 

Über welche Betriebsfunktionen Klimageräte verfügen können und auf welche Merkmale Sie Wert legen sollten, erläutern wir im nachfolgenden Kaufberater.


Kaufberater

Klimageräte können Sie entweder flexibel einsetzen oder fest im Raum installieren. Die Modelle unterscheiden sich maßgeblich in ihrer Bauweise, ihren Funktionen und darin, wie effizient sie klimatisieren. Unser Ratgeber informiert Sie über wesentliche Kriterien und Merkmale und unterstützt Sie so bei der Wahl einer passenden Klimaanlage.

Achten Sie beim Kauf auf folgende Faktoren:

  • Überlegen Sie, ob Sie das Klimagerät nur über einen bestimmten Zeitraum oder aber dauerhaft nutzen möchten.
    Je nach Typ können Sie die Anlage fest installieren oder flexibel in verschiedenen Räumen einsetzen.
  • Beachten Sie gleichermaßen die Leistung und den Energieverbrauch des Geräts.
    Verbraucht es bei hoher Leistung wenig Strom, arbeitet es besonders effizient und umweltschonend.
  • Laute Geräusche einer Klimaanlage empfinden viele Nutzer als störend.
    Achten Sie darauf, dass die Geräusch-Emission niedrig ist. Es gibt auch Modelle, deren Lautstärke sie nur über bestimmte Zeiträume verändern können.
  • Klimageräte können Sie nicht nur zum Kühlen von Räumen einsetzen.
    Viele Produkte verfügen über weitere Funktionen, die das Raumklima zusätzlich durch Heizen optimieren oder den Feuchtigkeitsgehalt der Luft regulieren.

Klimageräte-Typen

Für Klimageräte sind auch die Bezeichnungen Klimaanlage oder Raum-Klimageräte geläufig. Es gibt viele verschiedene Ausführungen, die sich grundlegend in 3 gängige Gerätetypen einteilen lassen. Diese unterscheiden sich maßgeblich in ihrer Bau- und Funktionsweise sowie in der Flexibilität des Standortes.

Auf den Punkt!
  • Mono-Klimageräte nutzen Sie in einem bestimmten Raum. Die Modelle benötigen einen fensternahen Standort. Alle zur Kühlung notwendigen Bestandteile befinden sich in einem Gehäuse.
  • Split-Klimageräte bestehen aus 1 Außen- und bis zu 5 Innengeräten, sodass sie auch mehrere Räume gleichzeitig klimatisieren können. Der Kompressor-Kühlkreislauf teilt sich in Außen- und Inneneinheit auf. In der Regel müssen Sie die Geräte fest installieren.
  • Luftkühler sind eine Kombination aus Klimagerät und Ventilator. Sie arbeiten mit dem Prinzip der Wasserkühlung. Die 1-teiligen Geräte sind nicht standortgebunden.

Die wichtigsten Merkmale der verschiedenen Produkttypen haben wir nachfolgend für Sie gegenübergestellt:

Mono-Klimageräte Split-Klimageräte Luftkühler
Flexibler Standort - - +
Kühlung mehrerer Räume  - + -
Leistungsstarke Kühlung + - -
Hohe Energieeffizienz - + +
Geeignet für Dauerbetrieb - + -
Geringe Lautstärke - + -
Einfache Installation + - +
Geringer Wartungsaufwand + - +
Preisgünstig - - +
Mono-Klimageräte

In einem Mono-Gerät befinden sich alle notwendigen Komponenten zur Erzeugung des gewünschten Raumklimas in einem Gehäuse. Es wird deshalb auch als Monoblock bezeichnet. 

Mono-Klimageräte nutzen das Prinzip der Kompressor-Kühlung. In diesem Verfahren wird Kältemittel durch das Gerät geleitet. Es wechselt im sogenannten Kältekreislauf mit Hilfe eines Kompressors seinen Aggregatzustand von flüssig zu gasförmig. Dadurch wird der Raumluft Wärme entzogen – der Raum kühlt sich ab.

Diese Wärme wird über ein Rohr oder einen Schlauch nach außen abgeleitet. Das geschieht durch hohen Druck und funktioniert nur über eine kurze Strecke von maximal 5 m. Deshalb benötigen die Kompaktgeräte stets einen Standort in der Nähe eines Fensters, einer Tür oder an einer Außenwand. Durch eine andere Öffnung gelangt währenddessen frische Luft von außen in den Raum. 

Die Kühlleistung ist stark von der Umgebungstemperatur abhängig. So können Sie mit diesen Geräten nur über eine mittlere Dauer einen Raum auf eine bestimmte Temperatur kühlen.

Eine ausführliche Beschreibung der Funktionsweise dieses Kältekreislaufs finden Sie im FAQ-Bereich: Wie funktionieren Klimageräte mit Kompressor-Kühlung?

Da sich alle wesentlichen Bauteile im selben Gehäuse befinden, ist der Wartungsaufwand gering. Allerdings entsteht dadurch auch eine hohe Lautstärke von bis zu 68 dB (Dezibel). 

Mono-Geräte können Sie jeweils nur in einem einzigen Raum einsetzen.

Je nach Typ sind sie dabei entweder an einen bestimmten Raum gebunden oder Sie können den Standort flexibel wechseln:

Stationäre Mono-Geräte

Stationäre Monoblock-Anlagen sind ideal, wenn Sie über eine längere Zeit nur einen bestimmten Raum klimatisieren möchten. 

Die Modelle sind für eine feste Installation ausgelegt. Dazu verfügen sie standardmäßig über 2 kurze, runde Abluft-Schächte.

Die Montage ist vergleichsweise aufwendig, unterscheidet sich aber je nach Ausführung:

  • Fenstergeräte
    Diese Modelle montieren Sie in einem Fensterrahmen direkt an die Scheibe. Für die Abluft- und Zuluft-Rohre benötigen Sie passende Öffnungen im Fensterglas. Dadurch geht etwas Raumlicht verloren.
  • Wandgeräte
    Die Geräte befestigen Sie innen an einer Außenwand. Es gibt sie als Hänge- oder Truhen-Klimaanlage, wobei sich letztere vor allem für weniger tragfähige Wände eignet. Für die Luftschächte sind entsprechende Wanddurchbrüche nötig.

Diese Varianten sind stromsparender als ein mobiles Mono-Gerät, da weder Tür noch Fenster geöffnet sein müssen. 

Wand- und Fenstergeräte können 1.000–2.500 € kosten. Der Preis steigt in der Regel mit zunehmender Kühlleistung bzw. der Eignung für eine bestimmte Raumgröße. Sie sind aber meist günstiger als 2- oder mehrteilige stationäre Split-Klimageräte. 

Mobile Mono-Geräte

Mobile Monoblock-Klimageräte geben Wärme mit Hilfe von Luftschläuchen durch einen Tür- oder Fensterspalt nach außen ab. Dadurch lässt sich ihr Einsatzort flexibel wechseln. Benötigen Sie das Gerät gerade nicht, können Sie es meist einfach im Keller oder Wandschrank verstauen. 

Wie energieeffizient sie dabei arbeiten, ist unter anderem abhängig von der Anzahl der Luftschläuche:

  • 1-Schlauch-Geräte
    Die Abluft wird von einem Schlauch nach außen geleitet. Die Zuluft gelangt durch den Spalt eines geöffneten Fensters oder einer Tür ins Zimmer. Dabei kann gleichzeitig auch viel Wärme eindringen. Die Wunschtemperatur wird deshalb langsam erreicht und es ist stets viel Energie erforderlich. 
  • 2-Schlauch-Geräte
    Neben dem Abluft-Schlauch gibt es auch einen Zuluft-Schlauch, letzterer saugt frische Außenluft an. Kunststoff-Planen mit Reiß- oder Klettverschluss-Systemen, dichten den Fenster- oder Türspalt um die Schläuche herum ab. Das reduziert den Energieverbrauch.

Typische Mono-Modelle mit Abluft-Schlauch kosten zwischen 200 € und 1.500 €.

Split-Klimageräte

Split-Klimageräte bestehen stets aus einem Außengerät und mindestens einem Innengerät. Die Außeneinheit enthält den Kompressor und Ventilatoren. Sie führt warme Luft ab und pumpt gleichzeitig Frischluft in den Innenraum. Die Inneneinheiten übernehmen die Luftverteilung und das Abkühlen der Luft auf die gewünschte Temperatur im betreffenden Raum.

Befestigt ist das Außengerät an einer Hauswand im Freien. Es ist mit dem Innengerät über Leitungen verbunden – meist in der Wand verlaufende Kupferrohre. Darin wird Kältemittel transportiert. Dadurch sind Installations- und Wartungsaufwand hoch. 

Durch diese Konstruktion besteht nur eine geringere Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur. So erreichen Split-Geräte eine sehr hohe Kühlleistung. Sie eignen sich ideal für einen dauerhaften Betrieb. Der Kompressor in der Außeneinheit arbeitet zwar vergleichsweise laut, die Prozesse der Innengeräte laufen mit durchschnittlich 25–45 dB hingegen eher leise ab.

Sind mehrere Innengeräte vorhanden, werden die Anlagen auch als Multi-Split-Klimageräte bezeichnet. In der Regel lassen sich maximal 5 Innengeräte mit einem Außengerät verbinden. Solche Anlagen sind für mehrere Zimmer oder große Räume nutzbar. 

Split-Klimageräte müssen normalerweise fest installiert werden.

Bedenken Sie

Um Risiken oder Störungen durch undichte Kältemittel-Leitungen zu vermeiden, sollte sowohl die Installation als auch die Wartung stets ein fachkundiger Monteur durchführen. 

Die Innengeräte, oft auch als Konsolen bezeichnet, lassen sich flexibel an die Gegebenheiten vor Ort anpassen und auf verschiedene Weise montieren.

Gängig sind folgende Ausführungen:

  • Deckenkassette
    Dieses Innengerät wird an der Decke montiert. Ist es in der Mitte des Raumes befestigt, breitet sich die klimatisierte Luft gleichmäßig in alle Richtungen aus.
  • Kanalgeräte
    Kanalgeräte leiten Luft durch mehrere Luftkanäle bzw. -schächte über flache Abdeckungen mit Lüftungsschlitzen in den Raum. Diese Innengeräte eignen sich für die ausgewogene Kühlung sehr großer Räume, da sich der Schachtverlauf individuell anpassen lässt. Befindet sich das Innengerät in einer Zwischenwand bzw. -decke, werden Kanalgeräte als besonders leise empfunden. Die Temperatur lässt sich zentral, jedoch nicht individuell für jeden Raum, einstellen.
  • Bodenkonsolen
    Bodenkonsolen, auch als Truhen bezeichnet, stehen auf dem Boden und sind nützlich, wenn eine Befestigung des Innengeräts an Wand oder Decke nicht möglich ist. Die Lüftungsöffnungen der Konsolen verlaufen an der Ober- bzw. Vorderseite, der Luftstrom kommt nur aus einer Richtung.
  • Wandkonsolen
    Diese Innengeräte sind in der Regel recht schmal und kompakt und müssen an einer Wand befestigt werden. So bleibt wertvoller Stellplatz am Boden erhalten. Die Einbauhöhe ist dabei abhängig von der Anordnung der Belüftungsschlitze und sollte so gewählt werden, dass die Luft gut entweichen kann und sich beispielsweise nicht am Boden oder der Decke staut.

Split-Klimageräte stimmen den Betrieb auf die Temperatureinstellungen ab und sind dadurch nicht nur leistungsstärker, sondern auch stromsparender als Monoblocks.

Sets, die Außen- und Innengeräte enthalten, kosten zwischen 350 € und 7.400 €. Außen- und Inneneinheiten können Sie auch einzeln erwerben. Außengeräte sind dabei die teurere Komponente: Deren Preis richtet sich nach der Anzahl kombinierbarer Innengeräte und beträgt etwa 370–6.700 €. Inneneinheiten sind für 200–1.200 € erhältlich. Zusätzlich fallen Kosten für die aufwendige Installation und Wartung an.

Shopping Tipp

Für eine besonders schnelle und leistungsstarke Kühlung bzw. Erwärmung eines Raumes gibt es auch spezielle mobile Split-Geräte. Diese Modelle müssen nicht festinstalliert werden. Sie eignen sich aber nur für einen kurzfristigen Gebrauch – beispielsweise für Gewerberäume. Der Innenbetrieb mit einem Geräuschpegel von ca. 50–65 dB ist recht laut. Mit Preisen von 1.600–11.300 € sind diese mobilen Varianten zudem deutlich teurer als die stationären.

Luftkühler

Luftkühler sind eine Kombination aus Klimagerät und Ventilator. Geläufig ist auch die englische Bezeichnung Aircooler. 

Im Unterschied zu Mono- und Split-Geräten arbeiten diese Modelle mit einer Wasserkühlung. Die Innenluft wird eingesaugt und mit Hilfe von Wassertanks, teilweise zusätzlich mit Eis oder Kühl-Akkus, auf niedrigere Temperaturen gebracht. Ein Ventilator bläst die kühle Luft dann zurück in den Raum. Oftmals lässt sich die Richtung und Stärke des Luftgebläses individuell einstellen. Das Wasser wird dabei verbraucht und Sie müssen es regelmäßig nachfüllen. Ansonsten sind die Geräte vergleichsweise wartungsarm.

Diese Kühlungsvariante erbringt im Vergleich zu Mono- und Split-Geräten mit maximal 6,5 kW eine eher geringe Kühlleistung, da warme Raumluft nicht gleichzeitig abtransportiert wird. Sie können damit einen Raum nicht effizient herunterkühlen. Diese Kühlgeräte erzeugen punktuell kühle Luft und sind deshalb lediglich für die kurzfristige Nutzung ausgelegt. Insbesondere die hohe Betriebslautstärke des Gebläses von 50–65 dB kann über einen längeren Zeitraum als störend empfunden werden. 

Luftkühler eignen deshalb sich für kleine Räume oder um beispielsweise am Schreibtisch für eine angenehme Arbeitstemperatur zu sorgen.

Bedenken Sie

Damit sich durch die fehlende Luftzufuhr die Luftqualität des Raumes nicht verschlechtert, sollten Sie bei längerem Betrieb eines Luftkühlers durch ein geöffnetes Fenster Frischluft zuführen. 

Diese Kühlgeräte müssen Sie nicht aufwendig installieren, sondern lediglich ans Stromnetz anschließen. Entsprechend können Sie auch deren Standort frei bestimmen. Luftkühler verbrauchen dank ihres Kühlprinzips vergleichsweise wenig Energie. 

Preisunterschiede der einzelnen Ausführungen ergeben sich nach der Luftmenge, die innerhalb einer bestimmten Zeit umgewälzt wird, sowie aufgrund verschiedener Zusatzfunktionen. Mit Preisen von 40–300 € sind Luftkühler die vergleichsweise günstigste Variante zur Raumkühlung. 


Energieeffizienz

Klimageräte nutzen Strom, um die jeweilige Klimaleistung zu erzielen. Um den Geldbeutel und die Umwelt zu schonen, lohnt es sich, auf ein effizientes Verhältnis von Stromverbrauch und Leistung zu achten. Dieses kann sich je nach Produkt unterscheiden. Grundsätzlich gilt: Je geringer der Stromverbrauch und je höher dabei die Leistung ist, desto effizienter arbeitet das jeweilige Modell.

Bedenken Sie

Die Angaben zur Energieeffizienz können Sie nur bei Geräten desselben Typs sinnvoll miteinander vergleichen. Aufgrund ihrer Bauweise arbeiten beispielsweise Split-Geräte deutlich effizienter als Mono-Geräte, Luftkühler verbrauchen bereits durch ihre Funktionsweise viel weniger Energie.

Hersteller von Klimageräten sind verpflichtet, Auskunft über die Energieeffizienz zu geben. Wesentliche Energiemerkmale weisen sie dazu auf dem standardisierten EU-Energielabel aus. Dieses finden Sie zu allen Klimageräten, die innerhalb der Europäischen Union verkauft werden.

Darauf sind neben der Hersteller- und Produktbezeichnung sowie Hinweisen zur Geräusch-Emission auch folgende Punkte zur Energieeffizienz angegeben: 

Energieeffizienzklasse

Energieeffizienzklassen werden mit den Buchstaben A–G und in einer Farbskala angegeben. Die Farbe Grün und der Buchstabe A stehen die für höchste, ein rotes G für die geringste Effizienz. EU-weit müssen Neugeräte mindestens eine Effizienz der Klasse C besitzen. 

Da in den vergangenen Jahren immer sparsamere Geräte auf den Markt kamen, wurde die Effizienzklasse A um die Einstufungen A+, A++ und A+++ erweitert. Geräte mit der Klasse A+++ besitzen derzeit den günstigsten Energieverbrauch.

Kühlleistung

Wie leistungsstark ein Klimagerät arbeitet, ist auf dem EU-Energielabel als Nennkühlleistung angegeben. Diese bezieht sich auf die Menge der Energie, die die Anlage in einer bestimmten Zeit theoretisch umsetzt. Die Angaben erfolgen dabei entweder als Durchschnitts- oder als Minimal- und Maximalwerte in Kilowatt (kW). Die Nennkühlleistung liegt meist zwischen 1 und 15,5 kW. Kann das Gerät auch heizen, wird auch die Heiznennleistung angegeben – dort sind Werte von 0,7–18 kW typisch. 

Tatsächliche Gegebenheiten wie Umgebungstemperatur oder Luftfeuchtigkeit sind in diesem Wert nicht berücksichtigt, deshalb sollten Sie zusätzlich folgende Leistungsangaben in der Produktbeschreibung in Betracht ziehen:

  • Umgebungsbedingungen
    Diese Angabe sagt aus, wie hoch die Ausgangstemperatur im Raum sein darf, damit ihn das Gerät zuverlässig kühlen kann. Mit steigenden Außentemperaturen verringert sich stets die Kühlleistung. Der Betrieb ist meist gewährleistet zwischen 10–46 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von meist maximal 80 %. Dabei können die Geräte theoretisch Raumtemperaturen von 18–32 °C erzeugen.
  • Raumgröße
    Die Angabe der zeigt auf, für welche Größe eines Raumes die angegebene Nennleistung gewährleistet ist. So können Sie abwägen, ob das Klimagerät zu Ihren Räumlichkeiten passt. Hersteller geben dazu in der Regel ein Raumvolumen in Kubikmetern an. Gängig sind Anlagen für je 16–600 m³.
  • Luftumwälzung
    Dieser Wert beschreibt die Größe der Luftmenge, die ein Gerät über eine bestimmte Dauer bewegt. Die Angabe erfolgt in der Regel in Kubikmeter je Stunde (m³/h). Gängig sind Maximalwerte zwischen 20–4.000 m³/h. Je höher das bewegte Luftvolumen, desto schneller vollzieht sich ein Luftaustausch bzw. erhält der Raum die gewünschte Luft-Temperatur.
Leistungszahl

Die Leistungszahl sagt aus, wie hoch der Anteil der aufgenommenen Energie im Verhältnis zur erzeugten Leistung ist. Die Angabe wird als absolute Zahl angegeben. Je höher der Wert, desto effizienter arbeitet ein Klimagerät. Die Leistungszahl von Kälte-Anlagen wird als EER (Energy Efficiency Ratio) ausgewiesen. Verfügt das Modell auch über eine Heizfunktion mit Wärmepumpe, erfolgen Angaben als COP (Coefficient of Performance). 

Beispiel

Ein Gerät hat eine Nennkühlleistung von 4 kW und verbraucht dabei 1 kW. Die Leistungszahl (EER) ist in diesem Fall 4,0. Die vom Klimagerät erzeugte Kälteleistung ist also 4-mal höher, als die eingesetzte elektrische Leistung. 

Da Split-Geräte im Dauerbetrieb laufen können, sind Leistung und Verbrauch abhängig von jahreszeitlichen Temperaturschwankungen. Die Leistungszahlen sind daher eine Art Durchschnittswert und werden als SEER/SCOP bezeichnet – das vorangestellte S steht für Seasonal.

Stromverbrauch

Als Vergleichswert zur Leistung ist es notwendig, den Energieverbrauch des Geräts zu kennen. Den durchschnittlichen Stromverbrauch weisen Hersteller in Kilowattstunden (kWh) aus: 1 kWh ist die Energie, die ein Gerät mit einer Leistung von 1 Watt (W) in 1 Stunde (h) verbraucht. Zudem wird der durchschnittliche Energieverbrauch zeitlich eingeordnet.

Dies kann je nach Gerätetyp unterschiedlich ausfallen:

  • Energieverbrauch je Jahr
    Für Split-Geräte geben Hersteller meist einen Wert in kWh/annum an. Für den Kühlbetrieb bezieht sich dieser Wert auf die Menge an Strom, den es bei 350 Betriebsstunden in 1 Jahr benötigt. Für den Heizbetrieb wird der Verbrauch nach Klimazonen in Europa unterschieden: In mittelwarmen Regionen bezieht er sich auf 1.400, in kälteren Regionen auf 2.100 Betriebsstunden.
  • Energieverbrauch je Stunde
    Für Mono-Geräte und Luftkühler wird der Verbrauch oft auch in der Einheit kWh/60 min angegeben. Er bezieht sich auf den durchschnittlichen Energiebedarf innerhalb 1 h.
Shopping Tipp

Je größer der Unterschied zwischen Wunsch- und aktueller Zimmertemperatur ist, desto höher ist auch der Energieverbrauch. Leistungsstarke Geräte können die Wunschtemperatur zügiger herstellen. Sie arbeiten bei hohen Temperaturdifferenzen effizienter, da sie nicht so lange in Betrieb sein müssen. 


Geräusch-Emission

Werte zur Geräusch-Emission beschreiben die Lautstärke der in einer Klimaanlage ablaufenden Prozesse. Ein niedriger Pegel ist bei längerem Gerätebetrieb zu bevorzugen, da dies als deutlich angenehmer und weniger störend empfunden wird. Hersteller geben die Gerätelautstärke als Geräusch- bzw. Schalldruckpegel in Dezibel (dB) an. Sie finden den Wert auch auf dem EU-Energielabel.

Wissenswert

Nur wenig Einfluss auf den Organismus haben geringe Geräuschpegel von 20–40 dB. Anlagen mit diesen Werten lassen sich auch nachts betreiben. Lautstärken von 40–60 dB können sich auf die Konzentration auswirken und in einem Bereich von 60–80 dB sogar zunehmend Unruhe erzeugen. Bereits Unterschiede von 6 dB nimmt das menschliche Gehör als halbe bzw. doppelte Lautstärke wahr.

Folgende Eigenschaften beeinflussen die Geräusch-Emission maßgeblich:

  • Schallisolierung am Gehäuse
    Doppelwandige, mit Dämm-Material isolierte Gehäuse verringern den Schalldruckpegel um 10–20 dB.
  • Ventilator- und Kompressor-Frequenz
    Je höher die Drehzahl des Ventilators bzw. die Kühlleistung des Kompressors, desto lauter ist das Klimagerät.
  • Bauweise
    Einzelne Vorgänge der Klimaanlage erzeugen unterschiedlich hohe Schallpegel. Daher hängt die Lautstärke von der Bauweise und damit vom Gerätetyp ab. In Split-Geräten finden die lauten Vorgänge im Außengerät statt, die leiseren übernimmt das Innengerät. In Mono-Geräten und Luftkühlern laufen alle Prozesse innerhalb eines Gehäuses ab, wodurch diese Geräte im Innenraum lauter sind. 

Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht gängige Geräuschpegel der Gerätetypen bzw. -einheiten:

Gerät/Gerätebestandteil Schalldruckpegel
Mono-Geräte 35–68 dB
Split-Gerät-Inneneinheiten 25–45 dB
Split-Gerät-Außeneinheiten 50–80 dB
Luftkühler 50–65 dB
Recherche Tipp

Eine Übersicht, welche Dezibel-Werte welchen typischen Geräuschen im Alltag entsprechen, finden Sie auf welt.de.


Funktionen

Die Hauptfunktion eines Klimageräts ist in der Regel die Kühlung der Raumluft. Daneben kann es oft weitere Betriebsarten besitzen und zahlreiche Prozesse ausführen, die ein optimales Raumklima herstellen bzw. den Betrieb des Geräts effizienter gestalten.

Dazu zählen:

Automatikfunktion

Modelle mit Automatikfunktion passen den Betrieb automatisch an die Raumtemperatur an. Temperaturfühler bzw. Raumthermostate erkennen, wie warm die Umgebung ist. Die Anlage wählt dann selbstständig aus mehreren Ventilationsstufen sowie zwischen der Heiz- oder Kühlfunktion, um die Wunschtemperatur zu erzeugen.

Feuchtigkeitsregulierung

Viele Klimageräte können die Luftfeuchtigkeit im Raum genau auf Ihre Bedürfnissen abstimmen. Dazu besitzt das jeweilige Modell Feuchtigkeitssensoren, die den Ausgangswert der Luftfeuchte ermitteln. Anschließend passt es den Wasserdampfgehalt in der Luft an.

Wissenswert

Für Wohn- und Arbeitsräume sind 40–60 % relative Luftfeuchtigkeit ideal. Ist sie geringer, verlieren auch die Schleimhäute der Atmungsorgane an Feuchtigkeit. Dadurch sind sie anfälliger für Krankheitserreger. Herrscht hohe Luftfeuchte, verdrängt der enthaltene Wasserdampf einen Teil des Sauerstoffs und die Atmung fällt schwerer. Zudem vermehren sich Schimmelpilze schneller.

Es gibt 2 Möglichkeiten der Feuchtigkeitsregulierung. Die Funktionen können auch kombiniert sein.

  • Entfeuchtungsfunktion
    Die Geräte entziehen der Luft mit Hilfe des Kühlungsverfahrens durch Kondensation gleichzeitig Feuchtigkeit. Wie viel Wasser die Luftentfeuchter aus der Luft entnehmen, unterscheidet sich je nach Modell. Die sogenannte Entfeuchtungskapazität geben Hersteller meist in Kilogramm je Stunde (kg/h) oder Liter pro Tag (l/24 h) an. Je höher der Wert, desto schneller erfolgt dieser Vorgang.
  • Befeuchtungsfunktion
    Das Kühlen und Heizen der Klimaanlage entzieht der Luft Feuchtigkeit. Einige Geräte nutzen Kondenswasser oder separate Wasserbehälter, um die Luft wieder mit Wasserdampf anzureichern. Das Wasser wird vom Luftstrom aufgenommen und dadurch im Raum verbreitet.
Achtung!

Beachten Sie insbesondere für die Luftbefeuchter die Herstellerhinweise zu Reinigung und Desinfektion. Durch unsachgemäße Handhabung können Keime in den Wasserbehältern entstehen und sich mit Hilfe des Wasserdampfes in der Raumluft verbreiten.

Heizfunktion

Klimaanlagen mit Heizfunktion erwärmen die Raumluft – je nach Geräteleistung und Umgebungswärme auf Temperaturen von 10–30 °C. Zum Heizen wird der normale Betrieb der Anlage umgekehrt und die Wärme aus der Außenluft erzeugt. Das funktioniert zumeist mithilfe einer Wärmepumpe, die durch strombetriebene Verdichtung auch aus kalter Luft Wärmeenergie generieren kann. 

Eine Herzfunktion ist effizient, wenn das Klimagerät dauerhaft ein optimales Raumklima herstellen soll.

Wie schnell ein Raum erwärmt wird, ist neben der Außentemperatur auch abhängig vom Gerätetyp: Split-Geräte heizen zügig auch größere Räume, Mono-Geräte benötigen mehr Zeit, da während des Betriebs weiterhin kalte Luft durch die offene Tür oder das angekippte Fenster ins Zimmer dringen kann. Luftkühler besitzen keine Heizfunktion.

Inverter-Technologie

Anlagen mit Inverter-Technologie passen Leistung und Stromverbrauch an den jeweiligen Kühl- bzw. Heizbedarf an. Anders als Kompressor-Klimageräte mit normaler Kühl- oder Heizfunktion arbeitet in Inverter-Geräten der Kompressor nicht dauerhaft, sondern die Technologie reguliert dessen Betrieb. Der Kompressor arbeitet über unterschiedlich lange Zeitabschnitte. Der jeweilige Bedarf bestimmt die Länge dieser Phasen.

Dank der stufenartigen Anpassung arbeiten Inverter-Geräte besonders effizient, wenn regelmäßige Temperaturschwankungen einen abwechselnden Kühl- oder auch Heizbetrieb erfordern. Soll ein Raum auf voller Leistung gekühlt oder erwärmt werden, sind Inverter-Geräte hingegen weniger ergiebig, da sie aufgrund des stufenartigen Betriebs mehr Energie für dasselbe Ergebnis verbrauchen.

Eine umfangreiche Auswahl an Inverter-Klimageräten finden Sie auf unserem Portal.

Luftreinigung

Klimageräte können die Luft reinigen. Bereits während des standardmäßigen Betriebs filtern sie Staub oder Pollen aus der Raumluft. Diese Funktion kommt besonders Allergikern zugute. 

Die Luftklärung kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Die verschiedenen Varianten können auch kombiniert sein:

  • Luftfilter
    Klimaanlagen verfügen standardmäßig über Luftfilter: Kleine Partikel verbleiben darin, wenn Luft eingesaugt wird. So entweicht anschließend die gesäuberte Luft. Luftfilter müssen Sie regelmäßig reinigen bzw. tauschen.
  • Ionisation
    Durch Ionisation laden sich Sauerstoffmoleküle elektrisch auf und binden so Staubpartikel. Diese verfangen sich dann leichter im Filter. Die meisten Modelle setzen dabei nur wenige Ionen frei und reinigen in der Regel lediglich die Luft, die durch das Gerät selbst fließt. Sogenannte Ozon-Generatoren können auch höhere Ionen-Konzentrationen ausstoßen. Diese sind aufgrund der möglicherweise gesundheitsschädlichen Wirkung umstritten.
  • Biofilter
    Diese Filter neutralisieren Schad- sowie Geruchsstoffe mit Hilfe bestimmter Mikroorganismen.

Sind Sie auf der Suche nach einem Luftreinigungsgerät ohne Klima-Funktionen? Die Kategorie Luftreiniger auf unserem Portal bietet Ihnen ein umfassendes Angebot.

Nachtfunktion

Klimageräte mit Nachtfunktion, auch Sleep-Funktion oder Flüsterfunktion genannt, schalten zur Schlafenszeit auf einen sparsamen Betrieb um: Die Arbeitsgeschwindigkeit von Kompressor bzw. Ventilator wird minimiert und die Klimaanlage arbeitet leise. Sie klimatisiert jedoch weiterhin den Raum – ohne jedoch Ihren Schlaf zu stören.

Die Einstellung können Sie meist entweder manuell vornehmen oder das Gerät schaltet automatisch ab einer bestimmten Uhrzeit auf den leisen Modus um.

Bedenken Sie

Da die Ventilatoren auf geringster Stufe laufen und so insgesamt weniger Luft aufgenommen bzw. abgegeben werden kann, verringert sich auch die Leistung des Klimageräts. So kann es mit aktivierter Nachtfunktion länger dauern, bis eine gewünschte Raumtemperatur erreicht wird.

Timer

Mit Hilfe eines Timers steuern Sie die Betriebszeit oder den Betriebsmodus der Klimaanlage. Sie können beispielsweise auswählen, wann sie sich ein- und ausschaltet oder ab wann es im Normal- oder Sparbetrieb läuft.

Verschiedene Klimageräte mit Timer können Sie auch auf unserem Vergleichsportal auswählen. 

Ventilationsfunktion

Mittels einer Ventilationsfunktion können Sie einstellen, wie stark der Ventilator arbeiten soll. Vorwiegend können Sie dabei zwischen 2 und 5 Ventilationsstufen wählen. Je höher die Stufe, desto stärker die Luftverteilung.


Ausstattung

Klimageräte können über eine unterschiedliche Ausstattung verfügen. Diese kann den Umgang mit der Anlage erleichtern oder nützliche Funktionen auslösen.

Folgende Elemente können zur Ausstattung gehören:

Kältemittel

Mono- und Split-Geräte arbeiten mit Kältemitteln. Das Mittel dient dazu, Wärme-Energie zu transportieren – zum Zwecke der Kühlung beispielsweise von innen nach außen. Die Wahl des Mittels hat Einfluss auf die Effizienz, auf die Sicherheitsstandards bzw. die Installation eines Geräts sowie auf die Umwelt. Als Kältemittel finden entweder natürliche Stoffe wie Propan Verwendung oder synthetische Gemische wie Fluor-Kohlenwasserstoffe (HFKW) mit verschiedener Zusammensetzung. Die notwendige Menge des Mittels ist an die Kälteleistung angepasst.

Achtung!

Viele Kältemittel sind giftig, hochentzündlich, explosiv und/oder arbeiten unter hohem Druck. So bergen sie bei fehlerhafter Handhabung Gefahren für Ihre Gesundheit. Lassen Sie deshalb Anlagen mit Kältemittel ausschließlich von Fachpersonal installieren, warten und reparieren.

Hersteller sind gemäß der EU-Verordnung 626/2011 verpflichtet, das Kältemittel und dessen Treibhauspotential zu benennen. Dazu geben sie einen GWP-Wert an.

Wissenswert

GWP steht für Global Warming Potential, im Deutschen wird häufig der Begriff Treibhauspotential verwendet. Der Zahlenwert sagt aus, wie stark 1 kg des Kältemittels im Verhältnis zu 1 kg Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre zum Treibhauseffekt beiträgt. Je geringer der Wert, desto umweltschonender ist das Mittel.

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die gängigen Kältemittel und deren wichtigste Eigenschaften:
 

Kältemittel Kälteleistung Risiken Treibhauspotential 
R290  Hohe Kälteleistung, nur in kleinen Mengen verwendbar  Hochentzündlich 3
R410A Hohe Kälteleistung bereits in kleinen Mengen Hoher Druck 2090
R32 Sehr hohe Kälteleistung bereits in kleinen Mengen  Hochexplosiv,
Hoher Druck

675

R134a  Hohe Kälteleistung in großen Mengen  Giftige Gase bei Kontakt mit Feuer und heißen Flächen  1430
R407C Mittlere Kälteleistung bei mittleren Mengen Giftige Gase bei Kontakt mit Feuer und heißen Flächen 1770

Weitere Informationen zur Umweltverträglichkeit finden Sie in unserem FAQ-Bereich: Wie umweltfreundlich sind Klimageräte?

Betriebsanzeige

Eine Betriebs- oder Kontrollanzeige informiert, welche Programme oder Funktionen aktuell aktiviert sind. Teilweise können Sie davon auch die Temperatur oder die Luftfeuchtigkeit im Raum ablesen.

Die Anzeige kann mittels Kontroll-Leuchten oder über ein beleuchtetes Display erfolgen.

Bewegungssensoren

Einige Produktvarianten können mit Bewegungssensoren bzw. -meldern ausgestattet sein. Diese befinden sich außen am Gehäuse. 

Aktive Sensoren scannen einen bestimmten Bereich und erfassen, ob sich Personen darin aufhalten. Erkennt das Gerät Jemanden, wechselt es beispielsweise die Richtung des Ventilators bzw. des Luftaustrittsgitters, damit die Luft nicht direkt in dessen Richtung geblasen wird. Ist niemand im Raum, schalten einige Geräte nach einer bestimmten Zeitspanne automatisch in den Sparbetrieb.

Transporthilfen

Den Standort eines Mono-Geräts oder Luftkühlers können Sie in der Regel flexibel wählen. Sind die Geräte mit Transporthilfen ausgestattet, gestaltet sich das Umstellen besonders einfach.

Hilfreiche Elemente sind beispielsweise:

  • Griffe
    Als Griffe dienen Aussparungen im Gehäuse, die mit verstärktem Material versehen sind. In diese Aussparungen können Sie zum Tragen hineingreifen.
  • Laufrollen
    Unterhalb des Gehäuses können kleine Rollen montiert sein. Darauf fahren Sie das Kühlgerät bequem zum jeweiligen Standort.
Variables Luftaustrittsgitter

Klimageräte verfügen standardmäßig über ein Gitter oder Schlitze im Gehäuse, durch die gekühlte bzw. erwärmte Luft in den Raum strömen kann. Variable, also verstellbare Luftaustrittsgitter gewährleisten eine an den jeweiligen Bedarf angepasste Luftverteilung: Die einzelnen Lamellen können in einem bestimmten Winkel stehen und so die Richtung des Luftstroms bestimmen.

Shopping Tipp

Einige Varianten wechseln auch automatisch die Richtung des Luftstroms und verteilen gleichmäßig die Luft im Raum.


Zubehör

Zu Klimageräten liefern Hersteller in der Regel bestimmtes Zubehör mit. Es kann die Funktionalität gewährleisteten, die Effizienz verbessern oder die Bedienung erleichtern.

Zubehörartikel sind beispielsweise: 

Ersatzteile und praktische Zubehörelemente finden Sie auf unserem Portal in der Kategorie Zubehör für Klima & Heizen

Abluft-Schlauch

Für Monoblock-Geräte sind Abluft-Schläuche ein wesentliches Funktionselement, um die warme Luft nach außen zu führen. Die Schläuche sind 1–5 m lang und haben Durchmesser von 12–16 cm. Hersteller liefern sie in der Regel direkt mit. Sollten Sie einen Ersatzschlauch benötigen, können Sie diesen auch separat erwerben.

Bedenken Sie

Passt der Schlauch nicht optimal, kann der Betrieb beeinträchtigt sein.

Prüfen bzw. erfragen Sie beim Hersteller insbesondere vor dem Kauf eines Universal-Luftschlauches, ob dieser die korrekten Abmessungen hat und für die jeweilige Druckbelastung ausgelegt ist.

Fenster-Abdichtung

Um Mono-Geräte mit Abluft- und Zuluft-Rohren effizienter zu betreiben, können Sie Fenster-Abdichtungen verwenden. Durch korrekt abgedichtete Fenster kann weniger Außenluft in den Raum dringen, was insbesondere bei hohen Temperaturunterschieden den Energieverbrauch deutlich senkt

Abdichtungen gibt es in 2 gängigen Formen: 

  • Planen
    Die durchsichtigen Kunststoffplanen bringen Sie zwischen Fensterflügel und Rahmen an und legen die Abluftschläuche hindurch. Dabei können vorgefertigte Auslassungen in der Plane vorhanden sein oder die Öffnungen flexibel mit Reiß- oder Klettverschlüssen eingestellt werden.
  • Einbau-Set
    Die Sets oder Kits bestehen aus einzelnen Metall- oder Kunststoffbauteilen, die in eine zuvor ausgestanzte Öffnung im Fensterglas eingesetzt werden. Durch diese Bauteile wird der Schlauch nach außen geführt. Einige Elemente enthalten zusätzlich weiche Lamellen, um besonders effizient den Raum zwischen Öffnung und Schlauch abzudichten.
Fernbedienung

Viele Hersteller liefern zum jeweiligen Modell eine Fernbedienung mit. Mit der praktischen Fernsteuerung können Sie auch Einstellungen an der Klimaanlage vornehmen, während Sie bequem auf dem Sofa sitzen bzw. sich woanders im Raum aufhalten. Je nach Modell unterscheiden sich die möglichen einstellbaren Funktionen. 

Kondensat-Pumpe

Während des Betriebs einer Klimaanlage entsteht als Nebenprodukt Kondenswasser. Es wurde der Luft aufgrund der Kühl- bzw. Wärmvorgänge entzogen. Das Kondensat sammelt sich in der Regel in Behältern oder kann mit Hilfe eines Abwasser-Schlauches abgeleitet werden. Kondensat-Pumpen befördern das Wasser auf eine bestimmte Höhe, damit es ablaufen kann.


Häufige Fragen

Sie möchten mehr zum Umgang oder zur Verwendung von Klimageräten erfahren? In unserer FAQ-Sammlung antworten wir auf typische Fragen, die andere Käufer zu diesem Thema gestellt haben.

Betrieb

Was muss ich beim Einstellen der Temperatur beachten?

Grundlegend ist eine Einstellung der Wunschtemperatur von etwa 6–7 °C, maximal 10 °C Unterschied zur Außentemperatur empfehlenswert.

Achtung!

Ist es draußen besonders heiß und die Raumtemperatur sehr viel geringer, kann es beim Betreten des Raums unter Umständen zu einem Kälteschock kommen: Herz- und Atemfrequenz können ansteigen und in der Folge zu Kreislaufproblemen führen. 

Die ideale Raumtemperatur beträgt etwa 20–21 °C. Bei dieser Temperatur entfaltet der Mensch sein ideales Leistungsvermögen. Bei 33 °C ist es hingegen nur noch halb so groß. 

Viele Hersteller setzen bestimmte Raumtemperaturen voraus, damit das jeweilige Modell die notwendige Kühlleistung erreichen kann. 

Erfahren Sie mehr zum Thema Kühlleistung in unserem Kaufberater.


Wie viel Strom verbraucht ein Klimagerät?

Der Stromverbrauch einer Klimaanlage kann im Jahr zwischen 50 und 2.000 kW/h (Kilowatt pro Stunde) betragen. Wie viel Energie tatsächlich notwendig ist, hängt maßgeblich von weiteren Faktoren ab, wie Produkttyp, Kältemittel, Stromsparfunktionen und Temperaturdifferenz. Meist ist in etwa ein Energiebedarf von 20–40 % der Nennkühlleistung notwendig.

Tipp

Um den Stromverbrauch während des Betriebs gering zu halten, sollten Sie direkte Sonneneinstrahlung vermeiden, indem Sie beispielsweise Rollos oder Gardinen geschlossen halten. Ziehen Sie den Netzstecker, wenn Sie das Klimagerät nicht nutzen. So verbrauchen Sie keine unnötige Energie im Stand-by-Modus.


Wie laut ist eine Klimaanlage während des Betriebs?

Es können Lautstärken zwischen 25–70 dB (Dezibel) entstehen. Einige Produktvarianten sind bereits aufgrund ihrer Bauweise lauter als andere. Manche Modelle können nach Wunsch in einen leiseren Betrieb wechseln. Das ist insbesondere nachts von Vorteil.

Bedenken Sie

Die Geräusch-Emission sollte einen Wert von 50–60 dB nicht übersteigen. 

Ab 60 dB empfindet der menschliche Organismus die Lautstärke als Unruhe, was auf Dauer den Kreislauf beanspruchen kann. Je nach Einrichtung, Wohngebiet oder Gemeinde kann es Auflagen zur Geräuschbelastung geben: In der Regel gelten Höchstwerte von 50–55 dB tagsüber und 35–40 dB nachts. Nachbarn könnten sich insbesondere nachts vom Lärm eines Außengeräts belästigt fühlen und Unterlassungsansprüche stellen.


Wie leite ich das Kondenswasser des Klimageräts ab?

Das Kondenswasser einer Klimaanlage lässt sich meist in einem integrierten Auffangbehälter sammeln, den Sie anschließend abgießen können. 

Alternativ verfügen viele Modelle über einen Kondensat-Schlauch. Mit dessen Hilfe können Sie das Wasser nach draußen oder direkt in die Abwasserleitung fließen lassen. In der Regel geben Hersteller entsprechende Hinweise in der Bedienungsanleitung. Hilfreich ist in diesem Fall auch eine Kondensat-Pumpe, die das Abfließen des Kondenswassers erleichtert.

Achtung!

Feuchtigkeit kann einen Nährboden für Bakterien oder Schimmelpilze darstellen. Gelangen die Mikroben durch das Klimagerät in die Atemluft, kann dies die Gesundheit beeinträchtigen. Daher sollte das Kondenswasser keineswegs lange im Gerät verbleiben, sondern regelmäßig abgeführt werden. Auf keinen Fall dürfen Sie es trinken.

Eignung

Wofür eignen sich Klimageräte?

Klimageräte sind nützlich, wenn in Innenräumen ein bestimmtes Klima erzeugt bzw. aufrechterhalten werden soll. So eignen sie sich besonders im Sommer oder in warmen Ländern dazu, Räume auf eine angenehme Temperatur zu kühlen.

Die meisten Modelle können mit Hilfe unterschiedlicher Funktionen das Raumklima an Ihre Bedürfnisse anpassen. Sie heizen oder kühlen den Raum nach Bedarf, damit Sie darin weder frieren noch schwitzen. Damit die zu trockene Luft nicht Haut, Augen bzw. Schleimhäute angreift oder zu feuchte Luft die Atmung erschwert, können manche Modelle die Luft be- oder entfeuchten. Mit Hilfe von Filtern entfernen einige Anlagen Staub aus der Zimmerluft. Das bei der Atmung entstehende Kohlenstoffdioxid und andere Emissionen führen sie nach außen ab und blasen gereinigte Luft in den Raum.

Je nach Produkttyp unterscheidet sich, an welchem Standort, mit welcher Leistung und über welche Dauer Sie eine Klimaanlage effizient einsetzen: 

  • Monoblock-Klimageräte 
    Diese Modelle kühlen mittelgroße Räume mit hoher Leistung. Für den Dauerbetrieb sind sie aber oft etwas zu laut und aufgrund ihrer Bauweise dabei weniger effizient. 
  • Split-Geräte 
    Split-Geräte sind meist fest installierte Anlagen, die aus einem Außengerät und bis zu 5 Innengeräten bestehen. Sie eignen sich, um dauerhaft mehrere Räume zu klimatisieren. 
  • Luftkühler 
    Luftkühler besitzen eine geringe bis mittlere Leistungsstärke und verteilen kühle Luft in bestimmte Bereiche eines Raumes. Die Geräte sind energieeffizient, jedoch aufgrund der hohen Geräusch-Emission eher für den kurzfristigen Betrieb zu empfehlen. 

Über weitere Eigenschaften der unterschiedlichen Klimageräte-Typen und die verschiedenen Funktionen informieren wir Sie ausführlich im Kaufberater.


Was ist der Unterschied zwischen Klimaanlage und Lüftungsanlage?

Eine Klimaanlage ist ein technisches Gerät, das in Innenräumen die Temperatur in bestimmter und gewünschter Weise ändert bzw. aufrechterhält. Die Anlagen kühlen bzw. heizen gegebenenfalls den Raum. Einige Klimageräte können zudem die Luft reinigen sowie deren Feuchtigkeitsgehalt regulieren.

Lüftungsanlagen eignen sich ebenso wie Klimageräte, um für einen regelmäßigen Luftaustausch zu sorgen. Sie führen verbrauchte Raumluft aus den Innenräumen ab und Frischluft von außen zu. Anders als Klimaanlagen verfügen Lüftungsanlagen jedoch nicht über weitere Funktionen, um die in den Raum zugeführte Luft zu kühlen, zu heizen, zu reinigen oder zu be- bzw. entfeuchten.

Funktionsweise

Wie funktionieren Klimageräte mit Kompressor-Kühlung?

Mono- und Split-Klimageräte nutzen das Prinzip der Kompressionskältemaschine, das auch in Kühlschränken Verwendung findet: Ein Kältemittel wechselt in unterschiedlichen Stationen der Anlage vom gasförmigen in einen flüssigen Zustand und zurück. Dazu werden Druck und Temperatur des Kältemittels verändert. Durch diese Vorgänge wird der Raumluft die Wärme-Energie entzogen.

So funktioniert der Kältekreislauf in einer Klimaanlage im Einzelnen:

  1. Der Verdampfer verdampft flüssiges Kältemittel – es wird gasförmig.
    ⇒ Die Reaktion verbraucht Wärmeenergie, die der Raumluft entzogen wird. 
    ⇒ Als Nebenprodukt entsteht Kondenswasser.
  2. Der Kompressor saugt das gasförmige Kältemittel an und verdichtet es.
    ⇒ Temperatur und Druck des Kältemittels steigen.
  3. Das verdichtete Kältemittel wird in den Kondensator gepumpt.
    ⇒ Mit Hilfe eines Lüfters kühlt das Kältemittel im Kondensator ab, wodurch es verflüssigt. Dabei wird auch die Außenluft zum Kühlen genutzt und die Wärme-Energie nach außen abgeführt.
  4. Das abgekühlte flüssige Kältemittel wird in ein Expansionsventil geleitet.
    ⇒ Das Expansionsventil verringert den Druck des Kältemittels.
  5. Das flüssige Kältemittel mit niedrigem Druck fließt nun in den Verdampfer – und der Kreislauf beginnt erneut.

Geschichte

Seit wann gibt es Klimageräte?

Im Jahr 1911 erfand der amerikanische Ingenieur Willis Carrier die moderne Klimaanlage. Doch erst 1924 konnte er sie an ein Kino verkaufen: Die Besucher waren vom künstlichen Klima begeistert und der Umsatz des Kinos stieg. In wenigen Jahren stattete Carrier weitere Kinos sowie Büros und Hotels aus, zunehmend entwickelte er zudem Modelle für den Heimbedarf. 1929 gab es die erste Anlage im Weißen Haus in Washington D.C.

Recherche Tipp

Eine kurze Entstehungsgeschichte der Klimaanlage veröffentlichte der Der Spiegel zu ihrem 60. Jubiläum im Jahr 1984.

Gesundheit

Bekomme ich durch Klimaanlagen leichter eine Erkältung?

Klimaanlagen können die natürliche Abwehr gegen Keime schwächen und dadurch auch zu Erkältungen führen: Sie entziehen der Luft während des Betriebs immer etwas Feuchtigkeit. Herrscht eine sehr niedrige Luftfeuchtigkeit, trocknen die Schleimhäute aus und büßen dadurch einen Teil ihrer natürlichen Schutzfunktion gegen potentielle Krankheitserreger ein. 

Shopping Tipp

Klimaanlagen, die über eine Befeuchtungsfunktion verfügen, können die Luft wieder mit Wassermolekülen anreichern und so die Luftfeuchtigkeit konstant halten.

In nicht oder fehlerhaft gereinigten Klimageräten können Bakterien oder andere Mikroben einen Nährboden finden und sich unter Umständen in der Raumluft verteilen. Auch auf nassen Flächen, die beispielsweise durch Kondensat oder Wasser am Außengerät entstehen, können sich Keime entwickeln. Sowohl der richtige Standort als auch eine regelmäßige, gegebenenfalls fachmännische Säuberung der Anlage können diesem Problem vorbeugen.

Installation

Was ist bei der Installation einer Klimaanlage zu beachten?

Bei der Installation sollten Sie sowohl Standort- und Montagehinweise für den reibungslosen Funktionsablauf beachten, als auch auf Sicherheit Wert legen.

Achtung!

Befolgen Sie stets die Sicherheits- und Installationshinweise in der Bedienungsanleitung des Herstellers.

Da einige Kältemittel entflammbar oder explosiv sein können, sollte die Montage stets sorgfältig und insbesondere bei Split-Geräten durch einen Fachmann erfolgen.

Nachfolgend sind einige Aspekte aufgeführt, auf die Sie besonders achten sollten:

  • Explosions- oder Brandgefahr
    Stellen Sie ein Klimagerät nie in der Nähe von Benzin oder anderen brennbaren Flüssigkeiten auf.
  • Hitze-Entwicklung
    Belüftungsschlitze müssen stets frei sein, um Überhitzung zu vermeiden. Für einen optimalen Luftaustausch sollten keine Gegenstände wie Möbel oder Vorhänge die Lufteintritts- bzw. Luftaustrittsgitter bedecken. In die Öffnungen des Außengeräts darf kein Laub oder Geäst gelangen. 
  • Nässe
    Es darf kein Wasser in das Gehäuse eindringen, andernfalls kann es zu Kurzschlüssen kommen und die Geräte-Funktionen werden beeinträchtigt. Auf den Lüftern des Außengeräts sollten sich keine Niederschläge oder Schneeverwehungen sammeln können. Gegebenenfalls ist eine Sickergrube oder eine Drainage anzulegen, um Schäden durch gefrierende Nässe zu verhindern. An einem feuchten Filter können sich schneller Keime bilden und so in die Raumluft gelangen.
  • Geräuschbelastung
    Wählen Sie einen Standort bzw. Untergrund, der nicht anfällig für Vibrationen ist. Während des Betriebs könnte dies zusätzliche Geräusche verursachen und zu gesteigerter Lärmbelastung führen. Außengeräte sollten weder durch Betriebsgeräusche noch durch entweichende Luft Anwohner bzw. Nachbarn belästigen.
  • Maße und Gewicht
    Insbesondere, wenn sie ein Modell an der Wand montieren, sollten sie dessen Gewicht und die Tragfähigkeit der Wand aufeinander abstimmen. Damit es Ihnen leichter fällt, einen geeigneten Standort zu finden, achten Sie bereits vor dem Kauf auf die jeweiligen Abmessungen. Die Gerätemaße weisen Hersteller in der Regel aus. Damit das Gebläse die frische Luft optimal im Raum verteilen kann, sollte es sich nicht mehr als 2 m über dem Boden befinden.
  • Störung anderer Geräte
    Platzieren Sie die Anlage mehr als 1 m entfernt von TV- bzw. Radiogeräten, um Bildstörungen und Geräuschüberlagerungen zu verhindern. Unter Umständen können Geräte, die starke Radiowellen aussenden, Fehlfunktionen im Klimagerät auslösen. Wenden Sie sich in Zweifelsfall noch vor der Installation an den Hersteller.
  • Reinigung und Wartung
    Stellen Sie sicher, dass Sie für Reinigungs- und Wartungsarbeiten gut an das Gerät herankommen.
  • Aufwand
    Der Installationsaufwand unterscheidet sich je nach Klimageräte-Typ. Luftkühler benötigen nur einen Stromanschluss. Mono-Geräte müssen zudem in der Nähe einer Tür oder eines Fensters stehen. Split-Geräte sind von einem Fachmann zu montieren. Dies kann 3–5 h dauern. Zur Installation von Split- und Mono-Wandgeräten ist ein Wanddurchbruch erforderlich. In Mieträumen müssen Sie dazu das Einverständnis Ihres Vermieters einholen.


Benötigen Klimageräte einen Abwasser-Anschluss?

In Mono- und Split-Geräten bildet sich durch den Verdampfungsprozess des Kältemittels Kondenswasser. Dieses muss stets abgeleitet werden. Daher kann eine Schlauchverbindung an den Abwasser-Anschluss nützlich sein. Eine solche ist jedoch nicht unbedingt notwendig. Fragen Sie im Zweifelsfall bei der Installation direkt Ihren Monteur. Für Monoblocks genügt es oft, wenn Sie das Wasser in einer Auffangwanne sammeln, die sie regelmäßig leeren.

Kauf

Was muss ich beim Kauf eines Klimageräts beachten?

Vor dem Kauf einer Klimaanlage sollten Sie vor allem folgende Faktoren bedenken:

  • Kühlleistung
    Das Modell sollte für Ihre Räumlichkeiten und für den entsprechenden Bedarf die notwendige Leistung erzielen.
  • Energieeffizienz
    Je weniger Strom die Anlage während ihres Betriebs verbraucht, desto effizienter, kostengünstiger und umweltfreundlicher arbeitet sie.
  • Nutzungshäufigkeit
    Je nach Einsatzzweck und -häufigkeit sollten Sie entscheiden, ob ein festinstalliertes Modell in Frage kommt, dass Sie dauerhaft in bestimmten Räumen nutzen oder eine mobile Variante, die Sie bedarfsweise in unterschiedlichen Räumen einsetzen.
  • Handhabung
    Klimageräte sind mit unterschiedlich hohem Installations- sowie Reinigungs- und Wartungsaufwand verbunden. Zudem können die jeweiligen Modelle über diverse Zusatzfunktionen verfügen, wodurch die Bedienung unter Umständen komplizierter ausfällt.
  • Geräuschentwicklung
    Die Modelle können während des Betriebs unterschiedlich laut sein. Insbesondere, wenn Sie sie langfristig nutzen, sollten Sie auf einen geringen Schallpegel Wert legen.

Die jeweiligen Eigenschaften der einzelnen Klimageräte-Typen sowie Hinweise zu Energieeffizienz und Geräusch-Emission können Sie ausführlich in unserem Kaufberater nachlesen.


Wie viel kosten Klimageräte?

Die Preise sind maßgeblich abhängig vom Produkttyp und dessen Mobilität.

Die nachfolgende Tabelle bietet einen Überblick über gängige Preisspannen:

Produkttyp Preis
Mobile Mono-Geräte 200–1.500 €
Mono-Wand- bzw. Fenstergeräte 1.000–2.500 €
Mobile Split-Geräte 1.600–11.300 €
Stationäre Split-Geräte  350–7.400 €
Luftkühler 40–300 €

In der Regel steigt der Preis der jeweiligen Modelle mit zunehmender Kühlleistung und entsprechender Eignung für größere Räume sowie mit der Menge an Zusatzfunktionen oder Betriebsarten. Für Split-Anlagen steigen die Kosten der Außengeräte meist mit der Menge der Anschlüsse für Innengeräte.


Wo kann ich Klimageräte kaufen?

Klimageräte können Sie beispielsweise im Internet kaufen. Das hat den Vorteil, dass Sie ausführliche Informationen zu unterschiedlichen Produkttypen und Modellen abrufen sowie verschiedene Angebote vergleichen und auswählen können. Zudem liefern Ihnen die Anbieter die Anlage bequem nach Hause.

Shopping Tipp

Mit unserem Vergleichsportal unterstützen wir Sie beim Kauf: Sie können hier die einzelnen Produkte leicht finden, Eigenschaften filtern und sich so einen umfassenden Überblick verschaffen. Haben Sie Ihr Wunschgerät gefunden, können Sie das ideale Angebot aus unseren Shops wählen und direkt bestellen.

Leistung

Wie leistungsstark sollte meine Klimaanlage sein?

Durchschnittlich benötigt die Anlage pro Quadratmeter eine Leistung von etwa 50–70 W (Watt), um eine Temperatursenkung von etwa 5–7 °C zu erreichen. Den tatsächlichen Leistungsbedarf sollten Sie konkret berechnen.

Beispiel

Für einen Raum mit einer Größe von 80 m² sollte die Leistung demnach etwa 4–5,5 kW betragen.

Beachten in diesem Zusammenhang zudem folgende Aspekte:

  • Je größer die Abweichung der Ausgangstemperatur zur Wunschtemperatur, desto mehr Zeit und Leistung benötigt die Klimaanlage.
  • Je größer der Raum, desto mehr Leistung ist notwendig.
  • In gut isolierten Räumen hält sich die kühle Luft besser.

Weitere Informationen zur Kühlleistung können Sie in unserem ausführlichen Kaufberater nachlesen.


Wie viele Räume kann ein Klimagerät kühlen?

Die Anzahl der Räume, die Sie gleichzeitig kühlen können, ist abhängig vom Gerätetyp:

  • Mono-Geräte und Luftkühler
    Mit diesen Klimageräten können Sie 1 Raum klimatisieren. Möchten Sie zeitgleich weitere Räume kühlen, benötigen Sie dazu weitere Geräte.
  • Split-Geräte
    Split-Geräte können Sie zur Klimatisierung von 1–5 Räumen gleichzeitig nutzen: Die Anzahl der zu kühlenden Räume ist abhängig davon, wie viele Innengeräte an ein Außengerät angeschlossen werden können.

Umwelt

Wie umweltfreundlich sind Klimaanlagen?

Klimaanlagen bzw. einige ihrer Bestandteile sind in Bezug auf die Umweltfreundlichkeit umstritten. Das liegt maßgeblich an folgenden Aspekten:

  • Treibhauspotential
    Kältemittel, die aus Fluor-Kohlenwasserstoffen bestehen (HFKW), können ein hohes Treibhauspotential (Global Warming Potential) besitzen. Durch Lecks in Kälteleitungen kann das Mittel entweichen, in die Atmosphäre gelangen und so zur Erderwärmung beitragen. Kältemittel mit geringem GWP-Wert sind klimaschonender. Weniger nachhaltig sind Substanzen mit Werten über 150. Sie sind seit 2017 EU-weit bereits in Klimaanlagen von Kraftfahrzeugen mit neuer Typenzulassung verboten. Modelle mit hohem Energieverbrauch wirken sich indirekt ebenfalls negativ auf die Kohlenstoffdioxid-Emission aus.
  • Ozon-Abgabe
    Vor allem größere Gebäude-Anlagen, die Luft mithilfe starker Ionisation (elektrische Aufladung von Sauerstoffmolekülen) reinigen, erzeugen während dieses Verfahrens Ozon. Das Gas wirkt desinfizierend, keimtötend und kann Geruchsmoleküle, beispielsweise von Zigarettenrauch, abbauen. Allerdings können während der Zersetzung verschiedener Moleküle andere, schädlichere Stoffe entstehen. 
Recherche Tipp

Die deutsche Lungenstiftung warnt, dass bei der Beseitigung von Zigarettenrauch mittels Ozon aufgrund der chemischen Reaktionen Schadstoffe freigesetzt werden können. 

Weitere Informationen zur Treibhauswirkung von Kältemitteln gibt auch das Umweltbundesamt

Wartung

Wie reinige ich ein Klimagerät?

Klimageräte müssen Sie regelmäßig reinigen: Saubere Luftfilter gewährleisten einen optimalen Luftaustausch und somit eine konstant hohe Kühlleistung. Zudem sammeln sich Staub, aber auch Keime und Bakterien in den Filtern, die teilweise der Raumluft wieder zugeführt werden und so die Gesundheit beeinträchtigen können. 

Recherche Tipp

Wie oft und auf welche Weise Sie ein Modell reinigen müssen, ist produkt- und typenabhängig. In der Gebrauchsanleitung finden Sie hilfreiche Anleitungen zur Reinigung. Um Leistung, Effizienz und den zuverlässigen Betrieb des Geräts langfristig aufrechtzuerhalten, ist es ratsam, die Herstellerhinweise zu befolgen.

Folgende Schritte müssen Sie häufig zur Reinigung durchführen:

  1. Nehmen Sie für alle Reinigungsarbeiten das Gerät vom Stromnetz, um Stromschläge zu vermeiden.
  2. Reinigen Sie die Luftfilter etwa alle 2 Wochen. 
    ⇒ Entnehmen Sie dazu zunächst den Luftfilter.
    ​⇒ Entfernen Sie den Staub auf den Filternetzen, beispielsweise mit einem Reinigungspinsel oder dem Staubsauger auf sehr geringer Stufe.
    ​⇒ Hartnäckige Ablagerungen wischen Sie mit etwa 30–40 °C warmem Wasser und etwas neutralem Spülmittel ab oder tauchen Sie den Filter für etwa 10–15 min in Seifenwasser. 
    ​⇒ Lassen Sie die Filter gut an der Luft trocknen, bevor Sie ihn wieder einsetzen.
  3. Wischen Sie das Gehäuse mit einem einfachen, trockenen Mikrofasertuch ab. 
    ​⇒ Um starke Verschmutzungen zu entfernen, können Sie das Tuch leicht befeuchten. 
  4. Gibt es eine Funktion zur Luftbefeuchtung, geben Sie ein geeignetes Desinfektionsmittel in den Befeuchter.
    ​⇒ Welches Mittel Sie nutzen können und wie Sie konkret vorgehen, lesen Sie in der Anleitung des Herstellers.
  5. Leeren Sie, falls vorhanden, den Behälter zum Auffangen des Kondenswassers. 
    ​⇒ Die Häufigkeit der Entleerungen ist abhängig von der Größe des Behälters, der Betriebsdauer sowie der Kühlleistung der Klimaanlage. Im Höchstleistungsbetrieb können mehrere Leerungen am Tag notwendig sein.
Achtung!

Einige Kältemittel sind leicht entflammbar – es besteht Verletzungsgefahr.

Verwenden Sie keine entzündlichen bzw. brennbaren Substanzen, Insektizide oder Benzin für die Reinigung. Ätzende Haushalts- oder Abflussreiniger können zudem Bauteile wie Ablaufschalen oder Spulen angreifen und so die Funktion der Anlage beeinträchtigen. Gießen Sie zudem keinesfalls Wasser oder andere Flüssigkeiten in die Luftaustrittsgitter, da diese Kurzschlüsse auslösen können.


Wie oft muss ich meine Klimaanlage warten?

Wie oft eine Wartung oder Inspektion stattfinden muss, gibt oftmals der Hersteller vor. Modelle, die viel Kältemittel nutzen, müssen meist jährlich auf mögliche Lecks geprüft werden. Eine Inspektion einfacher, kleiner Ausführungen empfiehlt sich etwa alle 2–3 Jahre. Split-Geräte muss in der Regel ein Fachmann warten. 

Ein idealer Zeitpunkt für eine Wartung ist kurz vor dem Sommer, damit das Gerät auch an sehr heißen Tagen einwandfrei funktioniert.

Shopping Tipp

Einige Geräte weisen Sie automatisch darauf hin, wann Sie Filter auswechseln müssen oder wann eine Inspektion notwendig ist.


Wie kann ich muffigen Geruch aus der Klimaanlage beseitigen?

Bakterien, Pilze oder Partikel verursachen möglicherweise unangenehme Gerüche in der Anlage, wenn sie sich im Luftfilter sammeln. 

So können Sie den Geruch meist einfach beseitigen:

  1. Reinigen Sie die Filter, wie vom Hersteller vorgesehen.
  2. Tauschen Sie die Filter aus. Ersatzfilter sind teilweise im Lieferumfang enthalten oder Sie können sie passend zum jeweiligen Modell nachträglich erwerben. 

Sollten weiterhin Gerüche auftreten, ziehen Sie einen Fachmann zurate.

Wissenswert

Ein leicht muffiger Geruch um das Klimagerät herum ist betriebsbedingt und somit völlig normal: Die Zimmerluft enthält viele Geruchspartikel, die beispielsweise von Möbeln, Textilien oder auch von Zigaretten- oder Kerzenrauch stammen. Da ins Innere vermehrt Luft einströmt, häufen sich hier auch Geruchspartikel.

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