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Kamine & Öfen (1.331 Ergebnisse aus 50 Shops)

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Als Produkttyp im Bereich der Kamine & Öfen lassen sich Einbausätze, Kaminöfen und Pelletöfen unterscheiden. Die Leistung der einzelnen Produkttypen bzw. der Ofenmodelle ist jeweils in den technischen Datenblättern ablesbar.

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Max. Heizleistung
Max. Heizleistung

Die maximale Heizleistung bezeichnet das Höchstmaß an Wärmeenergie, die ein Kamin oder Ofen im Betrieb erzeugen kann. Dieser Wert ist wichtig für die Kaufentscheidung, damit der Ofen für die entsprechende Raumgröße auch ausreichend ausgelegt ist.

Wirkungsgrad
Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad gibt an, wie effizient die durch das Brennmaterial zugeführte Energie in Wärme umgewandelt und an den Raum abgegeben wird.

Brennstoff
Brennstoff

Als Brennstoff für Kamine & Öfen kommen vorwiegend Holz, Kohle und Pellets in Frage. Während Holz besonders umweltfreundlich verbrennt, besitzt der Brennstoff Kohle einen hohen Wirkungsgrad. Verschiedene Ofenmodelle sind in der Lage, auch verschiedene Brennstoffe zu verarbeiten.

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Geeignet für Raumgrößen bis
Geeignet für Raumgrößen bis

Je nach vorhandener Heizleistung kann ein Ofen für Raumgrößen bis 850 m³ ausgelegt sein. Die Angabe in m³ ist dabei aussagekräftiger als die Angabe in m², da dieser Wert bei hohen Räumen abnimmt.

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Produkttyp
Ein Kaminofen muss zumeist mit dem Schornstein verbunden werden und wird daher direkt neben oder vor dem Schornstein platziert. Der Kaminofen wird mit unterschiedlichen Brennmaterialien, egal ob fossil oder biogen, betrieben. Dieser ist grundsätzlich außer einer Lufteintrittsöffnung vollständig verschlossen. Die Außenmaterialien können bei einem Kaminofen ebenfalls variieren.

Ein Werkstattofen wird, wie der Name schon verrät, in Werkstätten, Hallen oder Wohnbereichen aufgestellt. Dieser kann mit Holzscheiten, Holz-und Braunkohlebriketts, Paletten oder Bauholz befeuert werden. Entsprechend können dadurch Baureste ökologisch und effizient entsorgt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass ein Werkstattofen zumeist in Dauerbrand und ohne Abkühlen genutzt werden kann. Obendrein gewährleistet dieser ein schnelles Aufheizen auch von großen Räumen. Werkstattöfen sind außerdem besonders kompakt in ihrer Bauart.

Ein Pelletofen setzt sich durch seinen verwendeten Brennstoff von anderen Öfen ab. Es werden hierfür kleine, aus Holzspänen gewonnene, Pellets genutzt. Diese werden zumeist mithilfe von Wasser und Maisstärke in ihre Form gepresst. Der große Vorteil von Pellets ist, dass es weder bei der Umfüllung noch der Lagerung zu Verschmutzungen kommt, wie dies beispielsweise bei Kohle und Holzscheiten der Fall ist. Außerdem gilt die Verbrennung von Pellets als CO2 neutral und es fällt obendrein sehr wenig Asche an.

Der Ölofen wird dagegen mittels Heizöl betrieben und erweist sich oftmals eine platzsparende Alternative im Gegensatz zu einem Holzofen. Es sind sowohl Modelle mit Tankbefüllung erhältlich, wie auch Modelle, welche an die zentrale Ölversorgung angeschlossen werden.

Ein Gasofen gewährleistet ein schnelles Aufwärmen und ist zudem im Betrieb besonders sauber sowie bequem. Durch moderne Schutzmechanismen, wie beispielsweise ein Piezozünder, eine Sauerstoffmangelsicherung und eine thermoelektrische Zündsicherungen ist ein Gasofen ebenso sicher wie andere Beheizungsarten.

Maximale Heizleistung
Die maximale Heizleistung eines Ofens wird in Kilowatt angegeben und bezeichnet das Höchstmaß an Energie, die ein Kamin bzw. Ofen erzeugen kann. Die Heizleistung sollte grundsätzlich an die Wohnfläche angepasst werden. Als grobe Faustregel gilt, dass man mit 0,1 kW pro Quadaratmeter Wohnfläche rechnen sollte.

Raumgröße
Die maximale Raumgröße bestimmt dagegen, für welche Räumlichkeiten der Kamin bzw. Ofen ausgelegt ist, sodass diese noch vollständig aufgeheizt werden können. Dieser Wert wird für gewöhnlich in Kubikmetern angegeben.

Wirkungsgrad
Der Wirkungsgrad eines Ofens oder Kamins wird für gewöhnlich in Prozent angegeben und ist ein Maß für die Energiewandlungseffizienz. Je höher dieser Wert ausfällt, desto besser gelingt es dem entsprechenden Modell den Raum zu beheizen. Grundsätzlich ist immer damit zu rechnen, dass die vollen 100% unmöglich zu erreichen sind.

Brennstoff
Holz ist einer der ältesten Brennstoffe der Welt und erfreut sich insbesondere durch seine niedrige Preise und seine Umweltverträglichkeit großer Beliebtheit. Im Allgemeinen wird zwischen unterschiedlichen Arten von Feuerholz unterscheiden.

Bei Kohle handelt es sich um einen fossilen Brennstoff, welcher sich durch ein langes Nachbrennen kennzeichnet und deshalb einen hohen Heiz- und Brennwert aufweist.

Bei Pellets handelt es sich wiederum um kleine Presslinge, welche aus Holzresten hergestellt werden. Auch diese gelten entsprechend als klimaneutral, da diese aus einem nachwachsenden Rohstoff bestehen.

Öl ist als Brennmaterial ebenfalls besonders beliebt, da sich die entsprechenden Öfen als technologisch ausgereift und effizient erweisen.

Bei Propan handelt es sich um Gas, welches zu den Kohlenwasserstoffen gehört und allgemein gern für Feuerungsanlagen, Kochen oder Gasgrills genutzt wird.

Auch Erdgas, ein natürliches Gasgemisch, ist ein fossiler Energieträger, welcher insbesondere aus hochentzündlichem Methan besteht und deshalb sehr gerne zum Beheizen von Wohn- und Gewerberäumen genutzt wird.

Material Kaminofen
Ein Kaminofen kann aus unterschiedlichen Materialien bestehen, welche entsprechend ihre individuellen Vorzüge haben.

Granit erweist sich beispielsweise als sehr hart und strapazierfähig. Es gibt bei diesem Material zudem eine große Farbenvielfalt. Der Nachteil ist allerdings, dass Granit zumeist etwas teurer ausfällt.

Gusseiesen ist ebenfalls extrem langlebig und sorgt bei einem Ofen als Grundmaterial für hinreichend Stabilität.

Sandstein ist ein raues und weiches Material. Nichtsdestotrotz ist die Bruchfestigkeit ausreichend groß. Das Farbspektrum ist dafür leider etwas geringer.

Speckstein erweist sich als glatt, dunkel in der Oberflächenbeschaffenheit und wird ebenfalls häufig bei Kaminöfen eingesetzt. Charakteristisch ist, dass dieser zumeist mit Quarzadern durchzogen ist, was dem Ofen aus Speckstein sein typisches Aussehen verleiht.

Stahl hat ebenfalls eine ganz besonders edle Optik. Vorteilhaft an diesem Material ist insbesondere, dass sich dieses besonders schnell aufwärmt und entsprechend auch besser auskühlt.

Ein besonderes Highlight sind zudem Kaminöfen, welche Kacheln als Außenmaterial aufweisen. Diese ermöglichen eine besonders interessante Oberflächengestaltung und sorgen für ein rustikales Äußeres. Ein besonderes optisches Highlight sind die italienischen Majolika-Keramik-Kacheln. Auch das Wärmespeichervermögen von Kacheln ist besonders gut und beispielsweise besser als bei Speckstein.
Produktfamilien

Sie möchten einen Kamin oder Ofen kaufen?

In unserem Ratgeber nennen wir Ihnen die wichtigsten Kaufkriterien für Kamine und Öfen.

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Wissen Kompakt

Wer träumt nicht heimlich davon? Ein gemütlicher Abend zu zweit vor dem Kamin mit leckerem Gebäck oder einem Glas Wein. Man blickt in die lodernden Flammen und genießt die Stille. Wenn die Tage kürzer und die Nächte länger und kälter werden, sehnt man sich nach nichts mehr als einem warmen Ort und dem Gefühl von Geborgenheit.

Durch die flackernden Flammen wird in uns Menschen ein Urinstinkt geweckt: Schon unsere Steinzeit-Vorfahren nutzten das Feuer für sich. Es spendete ihnen Licht und Wärme, hielt wilde Tiere fern und ermöglichte eine komfortable Zubereitung von Essen. Bereits damals versammelten sich viele Personen gern gleichzeitig um das Feuer. 

Ein Kamin oder Ofen erzeugt natürliche Wärme und gestaltet die Atmosphäre in Ihrem Zuhause gemütlicher. Sie werden schnell merken, dass Sie sich nach einem anstrengenden Tag vor einem Feuer besser entspannen können. Die wohltuende Wärme können Sie auch bei Stromausfall genießen, da Sie mit dieser Heizquelle unabhängig von Strom sind und lediglich Brennmaterial benötigen.
Wissenswert

Der Strahlungswärme eines Kaminofens schreibt man heilende Wirkungen zu. Sie soll sich positiv auf Schmerzen auswirken und uns vitaler machen.

Mit dem Kauf eines Kaminofens oder Kamins gönnen Sie nicht nur sich etwas Gutes, sondern auch der Umwelt: Kaminöfen und Kamine heizen CO2 neutral, das bedeutet, dass das verbrennende Holz nur so viel Kohlenstoffdioxid abgibt, wie der Baum im Laufe seines Lebens aufgenommen hat.
 
Damit auch Sie in den Genuss eines Kaminofens kommen und schnell das optimale Modell finden, haben wir in unserem Kaufberater hilfreiche Informationen über Kamine und Öfen zusammengetragen.
 

Kaufberater

In der heutigen Zeit gibt es zum Kauf von Kaminen und Öfen viele Informationen und zahlreiche Kriterien, die zu beachten sind. Damit Sie schnell und einfach Ihr ideales Modell finden, haben wir in unserem Kaufberater alles Wissenswerte über Kamine und Öfen für Sie zusammengefasst.
Erfahren Sie in unserem Kaufberater mehr zu den Themen
 
Bedenken Sie für den Kauf eines idealen Kamins oder Ofens vor allem folgende Gesichtspunkte:
 
  • Werden Sie sich darüber bewusst, wie viele Räume Sie beheizen wollen.
    Sie können einen Kamin oder Ofen als zusätzliche Wärmequelle verwenden oder damit die ganze Zentralheizung ersetzen. Je nach gewünschter Funktion eignen sich verschiedene Produkttypen und Größen. Die zusätzliche Wärmequelle wird oftmals verwendet, um Energiekosten einzusparen. 

 
  • Ein entscheidender Punkt ist, mit welchem Brennstoff Sie heizen möchten.
    Die Wahl des richtigen Brennmaterials richtet sich danach, wie viel Geld sie ausgeben wollen, wie viel Lagerplatz Sie zu Verfügung haben und wie lange das Feuer brennen soll. Beachten Sie dabei unbedingt auch den erforderlichen Zeitaufwand für die Beschaffung des Brennstoffs.

 
  • Prüfen Sie, wie viel Platz Sie zur Verfügung haben.
    Kamine und Öfen gibt es in kleinen und großen Ausführungen. Überlegen Sie sich, wo Sie Ihren Kamin aufstellen wollen. Beachten Sie bei der Platzwahl, dass Sie meist einen Schornsteinanschluss benötigen und die Tragfähigkeit der Aufstellfläche ausreichen muss. Abgedichtete Fenster und Türen können die Einströmung der Verbrennungsluft verhindern. Bedenken Sie zudem, dass der Kamin einen Strahlungsbereich hat. In diesem dürfen sich keine brennbaren Gegenstände befinden.
Oftmals werden Kamine und Öfen verwechselt oder gleichgesetzt, doch sie unterscheiden sich in ihrer Bauart, der Installation im Raum und im Preis. 

Sowohl in der Produktsparte Kamine als auch Öfen können Sie zwischen verschiedenen Modellen wählen. Der ideale Produkttyp richtet sich danach
 
  • welche Heizressource Sie verwenden wollen
  • wie viel Geld Sie zur Verfügung haben
  • wie groß Ihr Raum ist
  • wie viel Heizleistung Sie benötigen
Shopping Tipp
Viele Öfen tragen das Siegel Blauer Engel und erfüllen somit hohe Anforderungen an den Wirkungsgrad und die Emissionen.
Ein Kamin oder Ofen sollte unbedingt das CE-Zeichen tragen.
Kamine
Ein Kamin ist starr in einer Wand integriert und fest mit dem Schornstein verbunden. Zumeist handelt es sich im Kamin um offenes Feuer, dadurch wird ein Abzug benötigt und die Feuerstelle muss unbedingt untermauert sein. Kamine unterliegen dadurch deutlich strengeren Bauvorschriften als Öfen. Kamine sind zudem teurer und erzielen in der Regel eine niedrigere Heizwirkung. Ein Kamin sorgt jedoch für die unverwechselbare Lagerfeuerstimmung.

Die Auswahl eines Standorts für Ihren Kamin ist begrenzt, da die meisten Modelle mit Holz oder Pellets betrieben werden und somit einen Schornsteinanschluss benötigen. Zumeist fällt die Wahl jedoch auf das Wohnzimmer, da dies den Mittelpunkt des Hauses darstellt. Ein Kaminbau bietet sich besonders in einem Neubau an, da hier der Platz des Kamins frei gewählt werden kann. Ein nachträglicher Ein- und somit Umbau ist kostenintensiv. 
 
Es gibt verschiedene Kamin-Modelle. Die meisten Varianten sind fest in den Raum integriert, nur Gas- oder Elektrokamine können Sie auch ohne einen Schornstein betreiben und flexibel in jeden Raum stellen.
Auf den Punkt!
  • Heizkamine verschließen das Feuer hinter einem Glasfenster und erzielen daher einen höheren Wirkungsgrad als früher üblichere offene Kamine.
  • Gaskamine sind jederzeit schnell einsatzbereit sowie sauber und bequem. Moderne Modelle sind zudem energiesparend und effizient.
  • Sie sollten einen Elektrokamin kaufen, wenn Sie keinen Kaminanschluss besitzen, jedoch Ihren Raum durch eine Kaminfeuer-Atmosphäre gemütlicher gestalten wollen.
Heizkamine
Herkömmliche offene Kamine haben einen geringen Wirkungsgrad und belasten die Umwelt mit erheblichen Feinstaubemissionen. Daher sind Hersteller dazu übergegangen, das Feuer hinter einem Glasfenster zu verschließen und die Kamine mit guten Feinstaubfiltern auszustatten. Diese neuen Heizkamine besitzen eine deutlich höhere Heizwirkung als offene Feuerstellen und gewähren dennoch den Blick aufs prasselnde Feuer. 
 
Diese Modelle dürfen bei geschlossener Tür und mit einem Rost ausgestattet im Gegensatz zu den alten offenen Kaminen in der Regel auch mit Kohlebriketts befeuert werden. Beachten Sie dazu die Angaben in der Bedienungsanleitung des Herstellers. 
Wissenswert

Ab 2024 ist ein offenes Kaminfeuer nicht mehr erlaubt. Das Holz verbrennt sehr schnell und Wärme wird nur an die unmittelbare Kaminumgebung abgegeben, dadurch ist die meiste Energie ungenutzt und die Ökobilanz dementsprechend schlecht. Daher muss in Zukunft jeder Kamin über eine Tür und einen Feinstaubfilter verfügen

Herkömmliche Modelle heizen durch Strahlungswärme – der Kamin gibt seine Wärme direkt über seine Oberfläche ab. Diese Strahlungswärme heizt die Wände und Möbel eines Raumes auf. Moderne Heizkamine heizen zusätzlich durch Konvektionswärme: Sie besitzen Warmlufteinsätze, durch die erwärmte Luft an den Seiten oder oberhalb der Feueröffnung in den Raum zurückgeführt wird. Rauchgase werden dabei separat in den Schornstein geleitet, so dass die Atemluft frei von Schadstoffen und Rauch ist. 
 
Mithilfe einer Frischluftschaltung bezieht der Kamin durch Kanäle der Heizkammer frische Luft, während die verbrauchte Raumluft durch Schlitze in der Ofentür ins Feuer und durch den Schornstein nach außen geleitet wird. Die Atemluft ist im Vergleich zu einer Heizung somit feuchter und reicher an Sauerstoff, was sehr vorteilhaft für Ihr Wohlbefinden und Ihre Gesundheit ist.
Shopping Tipp

Offene Kamine werden kaum noch zum Kauf angeboten. Sie können Ihren offenen Kamin aber mit einem verschließbaren Kamineinsatz und entsprechenden Filtern nachrüsten. 

Heizkamine können mit unterschiedlichen Materialien verkleidet sein. Dazu gehören beispielsweise Kacheln, die durch eine große Wärmespeicherfähigkeit für eine langandauernde Strahlungswärme des Kamins sorgen. Ein Kachelkamin besitzt somit einen besonders hohen Wirkungsgrad von 70–90 % durch eine Kombination aus Konvektions- und Strahlungswärme, die lange den Raum wärmt.
Was bedeutet Wirkungsgrad? – Die Antwort darauf finden Sie in unser FAQ-Sammlung.

Die Asche des verbrannten Feuerholzes oder der Kohlebriketts müssen Sie in Heizkaminen regelmäßig entfernen. Wenn Sie den Blick auf das prasselnde Feuer eines offenen Kamins mit einer besseren Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit verbinden möchten, ist ein Heizkamin für Sie die richtige Wahl. Die Preise für diesen Produkttyp liegen je nach Größe und Material zwischen 1.500 € und 5.500 €.

Pro
  • Echtes Feuer
  • Hoher Wirkungsgrad
  • Moderne Kombination aus Konvektions- und Strahlungswärme bei neueren Modellen
Contra
  • Heizleistung nicht regulierbar
  • Lagerung des Brennstoffs
  • Regelmäßige Reinigung
Gaskamine
Gaskamine werden nicht mit Holz oder Kohle befeuert, sondern über einen Regler mit Gas betrieben. Optisch wirken die Flammen auf den ersten Blick wie ein echtes Holzfeuer, doch dabei handelt es sich um Gasflammen, die an hitzebeständigen Holzscheitimitaten züngeln. Dabei wird die Sauerstoffzufuhr so dosiert, dass die Flammen die gleichen Farben annehmen wie die eines Holzfeuers. 

Ein geschlossener Gaskamin steht dem Heizkamin in Sachen Heizleistung mit einem Wirkungsgrad von 70 % ins nichts nach. Ein offener Gaskamin erreicht jedoch nur rund 15 % Wirkungsgrad, weshalb dieses Modell eher als Lifestyle-Möbelstück dient.
 
Besonders modern und energieeffizient sind Gaskamine mit einer Edelstahl-Abgasleitung, die Sie unabhängig vom Schornstein aufbauen können. Allerdings benötigen Sie für einen Gaskamin einen dauerhaften Erdgasanschluss oder eine Propan-Gasflasche mit mindestens 11 l Fassungsvermögen, die für etwa 25 h Kaminbetrieb ausreicht. 
Wissenswert
Gaskamine sind umweltfreundlich.
Mit einem Gaskamin sind Sie auch künftig in Bezug auf Umweltauflagen auf der sicheren Seite. Da mit diesem Produkttyp kaum Feinstaub erzeugt wird, müssen Sie nicht mit gesetzlich vorgeschriebenen Filternachrüstungen rechnen. 
Gaskamine erhalten Sie in zahlreichen Farben, Formen und Designs. Besonders gefragt sind Gaskamine, da leicht zu reinigen sind und keine Asche bilden. Aber auch für Liebhaber eines umweltfreundlichen Kamins, der gegebenenfalls auch schornsteinunabhängig betrieben werden kann, ist dieses Modell eine gute Wahl. 
 
Erhältlich sind einfachere Gaskamine ab etwa 1.000 €, während hochwertige Modelle bis zu 12.000 € kosten können – letztere sind häufig sehr exklusive Gaskamine, die als Raumteiler dienen und somit als Wand mitten im Raum stehen.
Pro
  • Umweltfreundlich
  • Heizleistung regulierbar
  • Oftmals unabhängig von Schornstein
  • Minimaler Reinigungsaufwand
Contra
  • Kein echtes Holzfeuer
  • Gasleitung oder Schleppen von Gasflaschen nötig
Elektrokamine
Elektrokamine funktionieren mit Strom, benötigen daher ebenso wie Gaskamine weder Holz noch Kohle zur Befeuerung. Die Flamme wird mit einer Standardglühbirne und Spiegeln erzeugt, dadurch entsteht eine typische Lagerfeuerstimmung. Die Heizleistung ist regelbar und somit können Sie die Wärmeintensität bestimmen, welche durch einen integrierten Heizstrahler oder ein eingebautes Heizgebläse entsteht. Der Wirkungsgrad eines Elektrokamins ist im Vergleich zu anderen Modellen etwas niedriger.
Shopping Tipp

Elektrokamine gibt es mit integriertem Knistergeräusch und Nebeleffekten.

Ein Elektrokamin benötigt keinen Kaminanschluss. Nicht einmal ein Schornsteinfeger muss den Kamin überprüfen und abnehmen. Für einen Elektrokamin benötigen Sie keine Aufstellgenehmigung. Durch Rollen kann der mit Elektronik betriebene Kamin überall aufgestellt und in jeden beliebigen Raum geschoben werden.

Wissenswert

Da in einem Elektrokamin keine Verbrennung stattfindet, entstehen keine Rußpartikel und auch keine umweltbelastenden Stoffe wie Feinstaub. Ein Elektrokamin ist somit sehr umweltfreundlich.

Besonders vorteilhaft ist, dass Sie für einen Elektrokamin kein Brennmaterial lagern müssen. Eine aufwändige Reinigung und das Entleeren von entstandener Asche entfallen. Das spart Ihnen enorm viel Zeit. Da keine echte Flamme erzeugt wird, ist ein Elektrokamin besonders für Familien mit Kindern geeignet, da keine Verletzung  oder Verbrennungsgefahr besteht. Auch ein Überwachen des Feuers entfällt.
 
Die Anschaffung ist sehr günstig: Bereits ab 40 € sind einfache Modelle erhältlich. Hochwertige Elektrokamine können bis zu 6.500 € kosten. 
Pro
  • Keine Verbrennungsgefahr
  • Keine Lagerung von Brennstoffen
  • Keine Reinigung
  • Regulierbare Wärme
  • Kein Kaminanschluss nötig
  • Mobil und flexibel aufstellbar
  • Umweltfreundlich
  • Preisgünstig
Contra
  • Keine echte Lagerfeuer-Atmosphäre
  • Vom Strom abhängig
  • Etwas geringerer Wirkungsgrad
Kaminöfen
Kaminöfen sind im Gegensatz zu Kaminen freistehend, können demnach etwa bei einem Umzug mitgenommen werden. Ein Kaminofen ist durch ein Ofenrohr mit dem Schornstein verbunden. Oftmals ist der Ofen schnell und einfach installiert und zudem preiswerter als ein Kamin. Er erzielt außerdem eine hohe Heizwirkung. 
 
Kaminöfen sind die ideale Lösung, wenn Sie aus Platz- oder Kostengründen keinen Kamin kaufen und bauen können. Folgende Produkttypen sind sehr beliebt und werden oftmals verwendet:
Auf den Punkt!
  • Ein Holzofen sorgt für eine klassische Lagerfeuer-Atmosphäre und wärmt Ihr Haus mit einer direkten Strahlungswärme. Die Pflege des Ofens sowie Lagerung und Verarbeitung des Holzes bringen jedoch einen hohen Arbeitsaufwand mit sich.
  • Ein Pelletofen bietet Ihnen ebenfalls ein typisches Holzfeuer. Der Brennstoff ist in Beuteln erhältlich. Daher ist dieser Ofen relativ pflegeleicht. Zudem lässt sich seine Wärmeabgabe gut steuern.
  • Der Kachelofen hält einen Raum sehr lange warm, wodurch er auch lange nach Erlöschen des Feuers noch heizt.
  • Ein Warmluftkachelofen heizt nicht über Strahlungswärme, sondern auch über die Luft. Er eignet sich somit für die Beheizung großer Räume oder einer ganzen Etage.
  • Sie liegen mit dem Kauf eines Ölofens richtig, wenn Sie nicht mit Holz heizen möchten und eine Alternative für unbeheizte Räume suchen. Er heizt einen Raum rasch auf, es ist jedoch ein Anschluss an einen Öltank oder die Befüllung mithilfe einer Kanne nötig.
  • Ein Gasofen passt perfekt zu Ihnen, wenn Sie als Kaminliebhaber gerne ohne großen Aufwand heizen möchten oder auch keinen Kaminanschluss besitzen. Durch die Wärmeregulierung ist dieser Ofen zudem sehr effizient.
  • Mit einem wasserführenden Kaminofen können Sie überschüssige Wärmeenergie nutzen, um das restliche Haus zu heizen und auch Warmwasser zu erzeugen.
  • Für alle Handwerker und Werkraumbesitzer empfiehlt sich ein Werkstattofen, da dieser schnell für angenehme Wärme sorgt.
Holzöfen
Ein Holzofen ist der Klassiker unter den Kaminöfen schlechthin. Er wird mit Holzscheiten befeuert und erzeugt eine direkte Strahlungswärme. 
Recherche Tipp

Der NDR berichtet über die Feinstaubbelastung eines Holzofens und wie diese bestmöglich verhindert werden kann.

Wenn Sie Ihr ganzes Haus mit einem Holzofen beheizen, können Energiekosten gesenkt werden, da Holz günstiger als Öl und Gas ist. Damit Holz zum Heizen verwendet werden kann, muss es getrocknet und gelagert werden. Dies braucht Zeit und Platz. Zudem ist die Heizintensität nicht regelbar, da das Feuer entweder an oder aus ist.

Shopping Tipp

Eine wichtige Rolle bei einem Holzofen spielt der Kessel. Ist dieser zu groß oder zu klein, wird entweder zu viel oder zu wenig Holz verbrannt. Somit wird der ideale Wirkungsgrad nicht erreicht.

Mit einem Holzofen ist durchaus ein zusätzlicher Arbeitsaufwand verbunden. Durch die Holzverbrennung entsteht Schmutz, auch in der Wohnung. Zudem müssen Sie die Asche stets entsorgen. Der Ofen muss oft gereinigt und das Holz in regelmäßigen Abständen nachgelegt werden.

In unserer FAQ-Sammlung beantworten wir Ihnen die Fragen Wie lagere ich Holz richtig? und Wie pflege ich meinen Kamin oder Ofen richtig?

Holzfeuer gibt eine natürliche, angenehme Wärme ab und gestaltet Ihre Wohnung gemütlich. Besonders wer trockene Heizungsluft vermeiden möchte, sollte sich einen Holzofen kaufen. Auch für jene, die Öl- und Gaskosten sparen und unabhängig von Strom sein möchten, ist ein Holzofen genau das Richtige.
 
Holzöfen gibt es in verschiedenen Größen, je nachdem ob Sie nur einen Raum oder das ganze Gebäude beheizen wollen. Je nach Außenmaterial und Größe kosten Holzöfen zwischen 180 € und 7.100 €.
Pro
  • Energiekosteneinsparung
  • Unabhängigkeit von Strom
  • Holz ist ein nachwachsender Rohstoff
  • Angenehme Wärme
  • Lagerfeuer-Atmosphäre
Contra
  • Hoher Arbeitsaufwand durch Holzhacken, Holznachlegen und Reinigung
  • Holzlagerung braucht Platz
  • Feinstaubbelastung
  • Heizintensität nicht regelbar
Pelletöfen
Ein Pelletofen ist dem Holzofen sehr ähnlich und wird wie dieser mit Holz betrieben. Pellets bestehen jedoch aus Hobelspänen und Hackschnitzeln und sind in Beuteln verpackt im Handel erhältlich.
 
Pellets verbrennen sehr sauber und es entstehen dabei nur wenige Schadstoffe und Gerüche. Die Asche können Sie sogar als Dünger verwenden. 

Das besondere an einem Pelletofen ist, dass Sie ihn wie eine Heizung steuern können. Oftmals verfügt er über eine Zeitschaltuhr, mit der Sie die Laufzeit des Ofens einstellen können. Da die Wärmeleistung regulierbar ist, ist ein Pelletofen effektiver und umweltfreundlicher als ein Holzofen. 
Shopping Tipp

Viele Pelletöfen verfügen über einen integrierten Vorratsbehälter, daher entfällt ein mehrmaliges Befüllen am Tag. Nachgefüllt werden muss erst nach 1-2 Tagen. 

Im Gegensatz zum Holzofen müssen Sie die Brennkammer nur 2-mal in der Woche reinigen. Die Rußentwicklung ist bei einer Verbrennung sehr gering. Der Zeitaufwand für eine Reinigung hält sich demnach in Grenzen.

Bedenken Sie
Pellet-betriebene Öfen haben eine geringere Abgastemperatur als herkömmliche Holzöfen.

Daher sind andere Modelle in der Regel nicht für die Befeuerung mit Pellets geeignet. 
 
Während ein Pelletofen abkühlt, gibt dessen Gebläse Geräusche von sich, die von manchen Menschen als störend empfunden werden. Neueste Modelle sind jedoch sehr leise.

Ein Pelletofen ist besonders für Sie geeignet, wenn Sie mit Holz heizen möchten, jedoch den Arbeits- und Zeitaufwand des Holzhackens und der Lagerung scheuen. Zu Preisen von etwa 800 € bis 6.000 € können Sie diesen Produkttyp kaufen.

Pro
  • Keine zeitaufwändige Reinigung
  • Steuerung der Start  und Stoppzeit
  • Vorratsbehälter für die Pellets
  • Einfache Lagerung der Pellets 
  • Kein Holzhacken
  • Wärmeleistung regulierbar
Contra
  • Gegebenenfalls Geräusche während des Abkühlens
  • Abhängigkeit von Technik und Strom
Kachelöfen
Ein Kachelofen wird meist mit Holz oder Pellets betrieben. Er heizt einen Raum langfristig mit wenig Aufwand. Ein Kachelofen braucht recht lange, bis er Strahlungswärme abgibt, dafür speichert und strahlt er sie auch noch nach 24 Stunden nach dem Löschen des Feuers aus. 

Wie funktioniert ein klassischer Kachelofen? – In unserer FAQ-Sammlung geben wir Ihnen die Antwort auf diese Frage. 

Ein Kachelofen ist effizient und brennstoffsparend. Die Betriebskosten halten sich somit in Grenzen. Ein Kachelofen, den Sie mit Holz heizen, benötigt eine regelmäßige Reinigung.
 
Ein Kachelofen passt gut zu Ihnen, wenn Sie mit wenig Aufwand lange heizen möchten und kostet in der Regel je nach Ausstattung und Größe zwischen 650 € und 5.500 €.
Pro
  • Gibt sehr lange Wärme von sich
  • Energieeffizient
  • Unabhängigkeit von Strom
Contra
  • Braucht lange bis er heizt
  • Regelmäßige Reinigung
Warmluftöfen
Ein Warmluftofen kann je nach Heizeinsatz mit jeglichen Brennstoffen betrieben werden. Er vereint Strahlungswärme und Konvektionswärme: Es werden sowohl die Oberfläche des Grundofens als auch die Luft als Wärmeträger genutzt. Das Verhältnis beträgt dabei meist 60–70 % Konvektions- und 30–40 % Strahlungswärme. Durch eine Verkleidung mit Kacheln erhöht sich dabei der Anteil der Strahlungswärme. 

Moderne Heizkamine erzeugen auf ähnliche Weise Wärme. Erfahren Sie mehr dazu in der Rubrik Heizkamine.

Der Warmluftofen erzeugt zum größeren Teil Konvektionswärme, daher kann er die Strahlungswärme nicht so lange speichern wie ein Kachelofen. Der Wirkungsgrad eines Warmluftofens liegt bei etwa 70–80 %. Reinigen Sie Heizkammer und Warmluftkanäle regelmäßig, damit der Ofen durch die aufgewirbelte Luft nicht unnötig viel Staub verteilt. 
 
Ein Warmluftofen eignet sich je nach Ausführung zum Beheizen mehrerer Räume. Erhältlich sind Wamluftöfen zu Preisen von 750 € bis 4.000 €.
Pro
  • Vereint Strahlungs- und Konvektionswärme
  • Kann auch mehrere Räume heizen
  • Unabhängigkeit von Strom 
  • Eignet sich je nach Modell für verschiedene Brennstoffe
Contra
  • Regelmäßige Reinigung
  • Keine lange Wärmespeicherung
Ölöfen
Ein Ölofen ist eine Alternative, wenn Sie keine Zentralheizung besitzen und nicht mit Holz heizen möchten. Der Ofen wird mit Heizöl betrieben. 
 
Da ein Ölofen keine zusätzlichen Luftschlitze besitzt, erwärmt er zunächst die Luft im unteren Bereich des Raumes, die dann nach oben steigt. Das hat zur Folge, dass es zunächst am Boden noch kalt ist, während es im oberen Teil des Raumes schon warm ist, ein Ölofen wärmt einen Raum jedoch rasch auf. Die Temperatur kann aufgrund der natürlichen Verbrennung des Öls nicht gesteuert werden.
Bedenken Sie

Moderne Ölöfen können nicht explodieren bzw. auch kein Kohlenstoffmonoxid bilden. Lassen Sie Ihren Ofen jedoch trotzdem 1-mal im Jahr von einem Schornsteinfeger begutachten.

Es gibt 2 Varianten des Ölofens:

 
  • Der Öltank steht im Keller und Öl gelangt automatisch zum Ofen. 
    Diese Variante ist sehr praktisch, da kein Öl verschüttet werden kann und sich somit kein typischer Ölgeruch in der Wohnung festsetzt. Diese Variante ist mit erhöhtem Installationsaufwand verbunden.

 
  • Das Öl muss mit einer Kanne selbst eingefüllt werden. 
    Der Einfüllvorgang gestaltet sich etwas unhandlicher und führt zum Verschütten des Öls – dadurch riskieren Sie, den Raum mit Ölflecken zu verschmutzen.

Öl ist ein teurer Brennstoff. Eine Öltankfüllung hält jedoch sehr lange und Sie müssen für ein dauerhaftes Feuer nicht ständig Holz nachlegen. Sie haben mit einem Ölofen wenig Reinigungsaufwand, da Ihnen das Entfernen der Asche erspart bleibt. Jedoch sollten Sie den Ofen gelegentlich reinigen, um eine Rußbildung an der Wand zu vermeiden.
In unserer FAQ-Sammlung erklären wir Ihnen, wie Sie Ihren Ölofen richtig reinigen: Wie pflege ich meinen Kamin oder Ofen richtig?
Ein Ölofen benötigt keinen Lagerplatz für Brennmaterial und eignet sich somit für alle Kaminliebhaber, die keinen Lagerplatz für Holz zur Verfügung haben. Entscheiden Sie sich für die Variante mit Öltank, sollten Sie jedoch im Keller etwas Platz für den Tank haben. Besonders geeignet sind Ölöfen für wenig benutzte Räume, die über keine Heizmöglichkeit verfügen.
 
Ölofen können Sie in zahlreichen Designs und Ausführungen kaufen: Manche Modelle besitzen wie andere moderne Kaminöfen ein Sichtfenster, während andere komplett gekachelte Außenwände haben. Es gibt Ölofen in verschiedenen Größen und zu Preisen von etwa 200 € bis 1.350 €.
Pro
  • Wärmt den Raum rasch auf
  • Öltankfüllung hält lange
  • Nachlegen von Holz entfällt
  • Seltene Reinigung des Heizraums
Contra
  • Temperatur kann nicht gesteuert werden
  • Teurer Brennstoff
  • Unterer Teil des Raums bleibt zunächst kalt
  • Bildung von Ruß an der Wand bei vernachlässigter Pflege
Gasöfen
Ein Gasofen wird mit Erdgas oder Propan betrieben. Das Feuer erinnert an eine echte mit Holz erzeugte Flamme, die an hitzebeständigen Holzscheitimitaten züngelt. Wärme ist mit einem Knopfdruck sofort verfügbar. Mit einem Regler können Sie die Wärmeleistung des Gasofens steuern. Das macht einen Gasofen sehr bequem und effizient.
 
Sie müssen keine Asche entleeren, kein Holz hacken und keinen Brennstoff lagern. Nicht einmal ein Anschluss an einen Kamin ist erforderlich. Ein Abluftrohr nach außen empfiehlt sich bei einem konstanten Gebrauch, da in der Abluft enthaltener Wasserdampf die Luftfeuchtigkeit im Raum erhöht.
Tipp

Dank Piezozünder, Sauerstoffmangelsicherung und thermoelektrische Zündsicherung kann Ihnen in Ihrem Haus mit einem Gasofen nichts passieren. Lüften Sie regelmäßig, damit kein Sauerstoffmangel entsteht.

Nur noch wenige Häuser verfügen in jedem Raum über einen Gasanschluss. Somit funktionieren die meisten Modelle mit Gasflaschen mit mindestens 11 l Fassungsvermögen, welche aber schwer sind und regelmäßig getauscht werden müssen. Eine kostengünstigere Alternative ist ein Gastank im Keller. 
 
Perfekt ist ein Gasofen für Sie, wenn Sie umweltfreundlich heizen möchten und keinen Kaminanschluss besitzen. Es gibt diesen Produkttyp in verschiedenen Designs, die optisch von einfachen Heizstrahlern bis hin zu hochwertigen Öfen mit Sichtfenstern reichen. Die Preisspanne von 80 € bis 4.000 € ist daher auch recht groß.
Pro
  • Flamme sieht sehr echt aus
  • Wärme ist sofort verfügbar und regelbar
  • Keine Reinigung
  • Kein Holz nachlegen
  • Kein Lagerplatz für Holz oder Kohle notwendig
  • Anschluss an einen Schornstein nicht nötig
Contra
  • Gasflaschen sind schwer und müssen regelmäßig gewechselt werden
  • Kein echtes Holzfeuer
Wasserführende Kaminöfen
Ein wasserführender Kaminofen ist ein modernes und sehr effizientes Heizsystem, das Kaminwärme und Heizungsanlage kombiniert. Während die Strahlungswärme des Kaminofens direkt das Zimmer wärmt, wird die überschüssige Wärmeenergie mit Hilfe eines Warmwasser-Wärmetauschers an einen Pufferspeicher übertragen. Dieser speist die Heizungsanlage schließlich mit Warmwasser. Somit heizt ein wasserführender Kaminofen Ihr ganzes Haus. Über einen Differenzregler können Sie die Heizleistung dieses Modells regulieren.
Shopping Tipp
  • Auch Ihren Heizkamin oder herkömmlichen mit Holz oder Pellets betriebenen Kaminofen können Sie mit einem entsprechenden Einsatz zu einem wasserführenden Modell aufrüsten.
  • Um die Warmwasserversorgung auch während des Sommers energiesparend sicherzustellen, können Sie zusätzlich thermische Solarkollektoren an Ihren wasserführenden Kaminofen koppeln
Wasserführende Kaminöfen gibt es in 2 Varianten: 

 
  • Heizeinsatz mit aufgesetztem Wärmetauscher
    Diese Variante eignet sich gut für das Nachrüsten vorhandener Kaminofeneinsätze. Etwa 35 % der Wärmeenergie wird für die Unterstützung der Heizungsanlage genutzt, während ca. 65 % Strahlungswärme direkt in den Raum abgegeben werden. 
  • Heizeinsatz mit integriertem Wärmetauscher
    Dieser Heizeinsatz ersetzt alte Kamineinsätze oder kommt beim Einbau komplett neuer Kaminofen zum Einsatz. Mit einem integrierten Wärmetauscher wird etwa 65 % der Wärme für die Heizungsanlage aufbereitet und im Pufferspeicher gespeichert, während rund 35 % über Strahlungswärme in den Raum abgegeben werden. Dieses Modell ist somit besonders energieeffizient. 

Da der Ofen in der Regel mit Holz oder Pellets betrieben wird, ist auch hier eine regelmäßige Reinigung des Feuerraums nötig.
Wissenswert
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert das Heizen mit Erneuerbaren Energien.
So erhalten Sie auf Antrag von der BAFA für die Installation oder Nachrüstung umweltschonender Heizungssysteme auf Basis nachwachsender Rohstoffe staatliche Zuschüsse. Dazu zählen wasserführende Kaminöfen, die mit Biomassepellets oder Hackschnitzeln betrieben werden. Herkömmliche Kaminöfen werden hingegen nicht staatlich gefördert.

Ein wasserführender Kaminofen ist für Sie empfehlenswert, wenn Sie ein Niedrigenergiehaus oder gut sanierten Altbau besitzen oder Ihre Heizkosten reduzieren möchten. Auch für die Übergangszeit der Jahreszeiten eignet sich der Einsatz eines wasserführenden Kaminofens.

Bedenken Sie

Gut gedämmte Neubauten oder sanierte Altbauten haben im Vergleich zu weniger gut isolierten Gebäuden einen deutlich niedrigeren Wärmebedarf. Daher eignen sich wasserführende Kaminöfen mit integriertem Wärmetauscher hier besonders gut. Herkömmliche Kamine oder Kaminöfen können den Raum schnell zu stark aufheizen und zur Sauna umfunktionieren. 

Wasserführende Kaminofen können Sie je nach Größe, Material und Ausstattung für 450 € bis 8.000 € kaufen. 
Pro
  • Energiesparend
  • Effizientes Heizsystem für das ganze Haus
  • Regulierbare Wärmeverteilung
  • Echtes Kaminfeuer
Contra
  • Lagerung von Holz oder Pellets
  • Regelmäßige Reinigung
Werkstattöfen
Einen Werkstattofen betreiben Sie mit Holz, Kohle, Öl oder Pellets. Meist besteht er aus Gusseisen und ist daher sehr robust und zuverlässig. Der Reinigungsaufwand richtet sich nach dem verwendeten Brennstoff – bei Betrieb mit Öl fällt er minimal aus, während Sie Holzasche regelmäßig entfernen müssen.
 
Ein Werkstattofen kann große Räume mit Strahlungswärme schneller als eine herkömmliche Heizung aufheizen und ist daher besonders für Werkstätten, Gewächshäuser und Hallen geeignet, in denen es meist sehr kalt ist und die Heizung lange zum Erwärmen des Raumes braucht. Einige Werkstattöfen eignen sich auch, um darauf kochen.

Der Preis für einen Werkstattofen liegt je nach Größe und Brennstoffart zwischen 75 € und 2.900 €.
Pro
  • Kochen und Heizen kombinierbar
  • Schnelles Aufheizen
  • Robust
Contra
  • Keine Regulierung der Heizleistung


Brennstoffe

Öfen und Kamine können je nach Produkttyp mit verschiedenen Brennstoffen betrieben werden. Die Materialien unterscheiden sich in Preiskategorie, Heizwerten und Lagerungsart. Zudem bilden sie während der Verbrennung verschiedene Schadstoffmengen.
 
Folgende Brennstoffe werden für den Betrieb von Kaminen und Öfen verwendet:
 
  • Kohle
    Kohle ist ein fossiler Brennstoff und somit ist sein natürliches Vorkommen begrenzt. Dieser Brennstoff hat eine besonders lange Nachbrennzeit. Kohle weist einen hohen Heiz  und Brennwert auf. Dabei hat Braunkohle eine längere Brenndauer als Steinkohle. Das Brennmaterial muss nicht so oft wie Holz nachgelegt werden. Nachteilig ist die hohe Umweltverschmutzung durch die Verbrennung von Kohle.
  • Pellets
    Bei der Verbrennung von Pellets entsteht weniger Asche als bei Holz. Jedoch sorgen Pellets für eine geringere Heizleistung. Während des Verbrennungsvorgangs wird besonders viel CO2 erzeugt. Die Lagerung der Pellets gestaltet sich sehr komfortabel: Der Brennstoff ist in wasserdichten Beuteln verpackt, die sogar in feuchten Räumen, wie z. B. einem Keller, gelagert werden. Die Lagerzeit zum Trocknen entfällt im Gegensatz zum Holz. Pellets können Sie ganz einfach kaufen, das erspart Ihnen das Holzhacken und den damit verbundenen Kraftaufwand. 
  • Öl
    Bei der Verbrennung von Öl wird CO2 in die Luft abgegeben. Möchten Sie besondere Rücksicht auf die Umwelt nehmen, sollten Sie die Verwendung von Öl vermeiden. Für eine hohe Energieleistung benötigt ein Kaminofen jedoch nur wenig Öl. Da es meistens recht teuer und abhängig vom Marktpreis ist, empfiehlt sich ein Preisvergleich über eine bestimmte Dauer, um den richtigen Zeitpunkt für den Ölkauf zu bestimmen.
  • Propan
    Propan hat einen deutlich höheren Energiegehalt als Erdöl. Es ist ein Nebenprodukt der Erdgasförderung oder entsteht in Erdölraffinerien. Da es sich um einen fossilen Brennstoff handelt, kostet Propan oft mehr als andere fossile Varianten. Das Gas hat jedoch vergleichsweise geringe Emissionswerte und schadet weniger der Umwelt. Das Gas ist nicht giftig, jedoch schon bei geringer Vermischung mit der Umgebungsluft hochentzündlich, weshalb Ihr Gaskamin oder -ofen immer mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet sein sollte und der Brennstoff sachgemäß gelagert werden muss. 
  • Erdgas
    Erdgas hat einen höheren Brennwert als Heizöl und erzeugt bei einer Verbrennung weniger CO2 als dieses. Ebenso wie Propan ist Erdgas explosiv und stellt ein gewisses Sicherheitsrisiko dar. Zudem ist es ebenfalls ein fossiler Brennstoff, sein Vorkommen entsprechend gering – der Preis ist marktabhängig und kann daher stark schwanken.
  • Holz
    Holz ist günstig und umweltfreundlich. Ein verbrennendes Holzstück gibt CO2 nur in der Menge frei, die der Baum im Laufe seines Lebens aufgenommen hat. Oftmals stammt das Holz aus heimischen Wäldern, besitzen Sie selbst ein Waldgrundstück können Sie daraus oft auch Ihr Feuerholz selbst gewinnen. Verwendet wird zumeist Buchen- und Eichenholz sowie Birken- und anderes Weichholz. Holz hat eine geringe Brenndauer. Wer eine typische Flamme möchte, sollte zu Holz greifen. Ein Nachteil ist die lange Trocknungszeit des Brennmaterials und der entstehende Feinstaub. Je nach Holzart kann eine starke Funkenbildung auftreten.
Achtung!
Das Holz sollte immer gut getrocknet sein.
Verwenden Sie immer nur trockenes Holz mit maximal 20 % Restfeuchtigkeit, um einen Kaminbrand zu vermeiden.
Vor allem der Heizwert des Brennstoffs – angegeben in Energieleistung je Masse, meist in der Einheit kWh/kg (Kilowattstunde pro Kilogramm) – ist für die Wahl des idealen Kamins oder Ofens ausschlaggebend. Umso höher der Heizwert des Brennstoffs ist, desto größere Räume können Sie mit einem Kamin oder Ofen heizen. 
 
Hier sehen Sie die Heizwerte der verschiedenen Brennstoffe auf einen Blick:
 
Brennstoff Heizwert (trocken)
Fichte 4,5 kWh/kg
Kiefer 4,4 kWh/kg
Buche 4,0 kWh/kg
Birke 4,3 kWh/kg
Braunkohle 5,6 kWh/kg
Steinkohle 7,5 – 9,0 kWh/kg
Pellets 4,9 kWh/kg
Öl 11,8 kWh/kg
Propan 12,87 kWh/kg
Erdgas11 9,3 kWh/kg

Nähere Informationen zur Heizleistung eines Kamins oder Ofens finden Sie im Kapitel Heizleistung.


Außenmaterialien

Die Außenmaterialien der Kamine und Öfen sind entscheidend für deren Funktion, Lebensdauer und Wärmeleistung:
 
  • Granit
    Granit ist sehr hart und strapazierfähig. Zumeist gibt es den Stein in verschiedenen Farben. Ein Nachteil stellt der etwas höhere Preis dar. Das Material gilt als zeitlos und modern. Granit kann leichte Kratzer bekommen und bei einem plötzlichen Temperaturwechsel von mehreren hundert Grad springen.
  • Gusseisen
    Gusseisen ist langlebig und sehr stabil. Es leitet Wärme gut und ist temperaturbeständig. Das Material verzieht sich nicht, somit entstehen keine „Knackgeräusche“. Gusseisen ist schwer, erhitzt sich schnell und kühlt ebenso schnell ab.
  • Kacheln
    Für eine besonders schöne Oberflächengestaltung sorgen Kacheln. Sie speichern sehr gut Wärme und halten den Raum lange warm. Beachten Sie das hohe Gewicht des Materials beim Kauf eines Kamins oder Ofens.
  • Sandstein
    Sandstein ist zumeist rau und weich, die Bruchfestigkeit ist jedoch sehr hoch. Sandstein kann nicht poliert werden und schwarze Verfärbungen durch Ruß können mithilfe eines Hochdruckreinigers entfernt werden. Auffallend ist der günstige Preis von Sandstein.
  • Speckstein
    Speckstein ist glatt und dunkel. Er speichert Wärme noch effektiver als Kacheln. Speckstein ist noch feuerbeständiger als Gusseisen. Er ist antistatisch und kann von Säuren und Basen nicht angegriffen werden. Zu beachten ist, dass teilweise in Speckstein gefährliches Asbest gefunden wurde. Zudem hat dieses Material ein hohes Eigengewicht.
  • Stahl
    Stahl sticht durch eine edle Optik hervor. Zudem sorgt das Material für ein schnelles Aufwärmen und Abkühlen des Kamins oder Ofens. Ein Nachteil stellt Flugrost dar, der bei zu viel Feuchtigkeit auf dem Stahl entstehen kann.

Wenn Sie mehr über die Pflege und Reinigung eines Kamins oder Ofens lesen möchten, empfehlen wir Ihnen unsere FAQ-Kategorie Wie pflege ich meinen Kamin oder Ofen richtig?


Heizleistung

Beim Kauf eines Kamins oder Ofens stellt sich meist die Frage, welchen Kamin Sie für Ihre Raumgröße benötigen. Viele Produkttypen eignen sich in der Regel für verschiedene Raumgrößen, sodass Sie jeden Raum optimal aufheizen können. Es ist jedoch nicht jeder Kamin für jeden Raum geeignet.

Der Wert der maximalen Raumgröße gibt an, wie groß ein Raum sein darf, damit dieser noch vollständig aufgeheizt werden kann. Angegeben wird der Wert in m³ (Kubikmetern).

Die maximale Heizleistung des Ofens, welche in kW (Kilowatt) angegeben wird, sagt aus, wie viel Energie der Ofen maximal erzeugen kann und wie schnell sich ein Raum aufwärmt. Die Regel besagt, dass Sie 0,1 kW pro Quadratfläche Wohnraum berechnen können. 
 
Zu beachten ist ebenfalls der Wirkungsgrad in %. Je höher der Wert, desto besser wird der Raum aufgeheizt.

Wenn Sie mehr über den Wirkungsgrad eines Kamins oder Ofens erfahren möchten, schauen Sie doch mal in unseren FAQs unter der Frage „Was bedeutet Wirkungsgrad?“ nach.


Nachgefragt von A-Z – Sie fragen, wir antworten.

Haben Sie noch Wissensbedarf zu Kaminen und Öfen? Unsere FAQ-Sammlung beantwortet die wichtigsten Fragen rund um Produkttypen, Heizleistung, Brennstoffe, Reinigung und gesetzliche Vorgaben.

Brennstoff

Ihr Holz lagern Sie idealerweise auf der wetterabgewandten Seite des Hauses. Dafür kommt die Hauswand unter einem Dachvorsprung oder ein Holzunterstand in Frage. Der Lagerplatz sollte auf jeden Fall überdacht sein, um das Holz vor Nässe zu schützen. Ein Keller eignet sich nicht für die Holzlagerung, da dort eine hohe Luftfeuchtigkeit und wenig Luftzirkulation herrscht. Das birgt die Gefahr von Holzschimmel.

Das Holz wurde im Idealfall im Winter geschlagen und vor der Lagerung in heizfertige Scheite mit einer Länge von 30 cm und einem Durchmesser von 10-15 cm gespalten oder gesägt. Ganze Rundhölzer benötigen deutlich mehr Zeit zum Trocknen, daher sollten Sie diese wie beschrieben zuvor zerlegen.

Stapeln Sie Ihr Holz auf eine Unterlage, etwa auf einer Palette oder Ziegelsteinen. Diese verhindert, dass das Holz Feuchtigkeit aus dem Boden zieht. Die Holzstapel müssen für eine gute Luftzirkulation einen Abstand von 5-10 cm zur Hauswand und zwischen den Stapelreihen etwa eine Handbreite Luft haben. Decken Sie Ihr Holz nicht mit einer Folie ab, da die Luft dann nicht zwischen den Stapeln zirkulieren und es zu Schimmel kommen kann. 
 
Idealerweise lagert Ihr Holz 2 Jahre und hat nur noch eine Restfeuchtigkeit von unter 20 %, wenn Sie es für ein Kaminfeuer verwenden. Es gilt die Faustregel: Je trockener das Holz, desto mehr Energieausbeute.

 

Funktionsweise

Ein klassischer Kachelofen – oder auch Grundofen – heizt nur mit Strahlungswärme, die bis zu 24 Stunden lang von dem Ofen abgegeben wird. Dafür müssen Sie den klassischen Kachelofen im Gegensatz zu anderen Modellen nur etwa 1 h befeuern. 
 
Das liegt vor allem an seiner Bauweise: Der Feuerraum ist aus Schamotte gebaut, das sind feuerfeste Steine und Ausmauerungen. Die Heizgase des Feuers werden in einem Kachelgrundofen nicht durch Metallrohre, sondern durch keramische Züge zum Schonstein geführt. Diese Züge laufen durch den gesamten Ofen, wobei die Schamotte-Innenverkleidung die Wärme speichert und nach außen an die Kacheln abgibt. Durch die hohe Speicherfähigkeit der Kacheln kann der Ofen auch nach Stunden noch angenehme Wärme in den Aufstellraum abstrahlen. 
 
Um einen Grundofen zu befeuern, gehen Sie wie folgt vor:
 
  1. Befüllen Sie den Feuerraum mit Holz und entzünden Sie das Feuer.
    Die Menge des Holzes ist abhängig von der Feuerraumgröße.  
  2. Der Kamin sollte nun für 1 h mit geöffneten Luftöffnungen betrieben werden, bis das Holz vollständig verbrannt ist.
    ⇒ Das Nachlegen von Holz ist dabei nicht erforderlich. 

Im Anschluss verschließen Sie die Feuertür und die Öffnungen luftdicht.
⇒ Der Kachelofen strahlt nun über mehrere Stunden Wärme ab.
 

Mit ein paar Tricks können Sie Ihr Holzfeuer im Kamin oder Ofen schnell entzünden. Anders als bei einem Lagerfeuer im Freien entzünden Sie ein Kaminfeuer am besten von oben:
 
  1. Entfernen Sie die alte, kalte Asche aus dem Feuerraum.
  2. Legen Sie 2–3 dicke Holzscheite quer in den Ofen.
  3. Stapeln Sie darauf im Winkel von 90° etwas kleinere Holzscheite.
  4. Auf die Holzscheite positionieren Sie Anzündholz in Form von dünnen Scheiten und Spänen aus Weichholz.
    ⇒ Anzündholz hat eine vergleichsweise geringe Dichte und brennt schneller und dafür heißer ab. So wirkt die starke Hitze von oben auf die dicken Holzscheite ein, welche die Wärme halten. Der Feuerraum wird auf diese Weise bereits erhitzt, bevor die Holzscheite gänzlich brennen. 
  5. Legen Sie einen Kaminanzünder – beispielsweise aus Holzwolle – unter das Anzündholz auf die Holzscheite.
  6. Zünden Sie den Kaminanzünder mit einem Feuerzeug oder Streichholz an.
  7. Lassen Sie Lüftungsschlitze und Feuerraumtür zu Beginn des Feuers leicht geöffnet.
  8. Schließen Sie die Luftzufuhr, wenn das Feuer alle Holzscheite entzündet hat.
  9. Legen Sie Holzscheite immer erst nach, wenn bereits eine Grundglut entstanden ist und kleinere Flammen lodern.
    ⇒ Werfen Sie dabei das Holz nicht in den Ofen, sondern legen Sie es vorsichtig mit der Scheitkante nach unten in das Feuer.

Gesetzliche Vorgaben

Welche gesetzlichen Vorgaben gibt es für den Betrieb eines Kamins oder Ofens?

Vor dem Aufstellen und der Inbetriebnahme eines Kamins oder Ofens gilt es, einige gesetzliche Vorgaben zu beachten:

 
  • Benachrichtigen Sie Ihren Bezirks-Schornsteinfeger vor der Aufstellung und Inbetriebnahme Ihres gewünschten Modells.
    Nicht jeder Kamin oder Ofen kann auch an jeden Schornstein angeschlossen werden. Lassen Sie Ihren Schornsteinfeger überprüfen, ob Förderdruck und Abgas-Massenstrom Ihres Schornsteins mit den Werten Ihres gewünschten Kamins oder Ofens übereinstimmen. Ansonsten kann der Betrieb eines Kamins zu einer schlechten Verbrennung und Verrußen der Scheiben führen. Zudem prüft der Schornsteinfeger die Einhaltung der baupolizeilichen Vorschriften und stellt fest, ob die Größe des Raumes zu der Kilowatt-Leistung Ihres Kamins oder Ofens passt. Die ausreichende Sauerstoffversorgung im Wohnraum muss immer gewährleistet sein.
     
  • Ihr Modell muss nach der DIN EN 13240 zugelassen und geprüft sein.
    Diese europäische Norm beschreibt Anforderungen an Kamine und Öfen bezüglich Herstellung, Leistungsvermögen und Sicherheit. Den Nachweis der Prüfung durch neutrale und zertifizierte Prüfstellen erkennen Sie anhand des CE-Zeichens einer Konformitätserklärung, die Sie meist in der Betriebsanleitung finden.
     
  • Beachten Sie die Vorgaben der Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV).
    Diese deutsche Verordnung schützt die Umwelt vor schädlichen Einflüssen durch Luftverunreinigungen, Geräuschen, Erschütterungen und ähnlichen Vorgängen. Speziell für Kamine und Öfen regelt das BImSchV die maximal zulässigen Abgaswerte. Für Raumheizer nach EN 13240, die nach dem Jahr 2015 errichtet wurden, gilt die Stufe 2 mit 1250 mg/m³ CO, 40 mg/m³ Staub und einem Mindestwirkungsgrad von 73 %. Einige Gemeinden wie Regensburg und Stuttgart haben wegen hoher Smogbelastung diese Vorgaben in einer Sonderbestimmung zusätzlich verschärft. 

Heizleistung

Die Strahlungswärme ist die Wärme, die ein Kamin oder Ofen direkt über seine Oberfläche abstrahlt. Diese erwärmt nicht Luft, sondern Wände und Mobiliar des Aufstellraumes. Dadurch wird der Raum aufgeheizt und es entsteht eine angenehme Wärme.
 
Kamine oder Öfen, die mit Konvektionswärme heizen, erwärmen hingegen durch Warmlufteinsätze die Luft eines Raumes. Die Luft ist dabei frei von Schadstoffen und Rauch, da die Rauchgase separat in den Schornstein geleitet werden.  

 

Der Wirkungsgrad wird in % (Prozent) angegeben und ist ein Maß für die Energiewandlungseffizienz. Je höher der Wert ist, desto besser wird der Raum aufgeheizt. 100 % werden jedoch nie erreicht. Ein gut funktionierender Kamin hat einen Wirkungsgrad von 70–90 %.



Installation

Folgende Punkte sollten sie zusätzlich zu der Standortwahl und Ihrer Sicherheit bedenken:
 
  • Der Boden muss für das Gewicht des Kamins sehr stabil sein.
    Eine nicht vorhandene Tragfähigkeit kann sich negativ auf die Statik des Hauses auswirken. Besonders ältere Häuser sind anfällig und können zu instabil sein.
     
  • Offene Kamine dürfen nur in Räumen mit Türen und Fenstern betrieben werden.
    Bei einer nicht vorhandenen Lüftungsmöglichkeit kann es zu Sauerstoffmangel im Raum kommen. Dies hat nicht nur zur Folge, dass das Feuer nicht mehr brennen kann, sondern wirkt sich auch negativ auf die Gesundheit des Menschen aus.
     
  • Die Seiten- und Kaminwände müssen einen Mindestabstand von 20–30 cm zu Tapeten oder Holzverkleidungen haben.
    Tapeten und Holz sind brennbar, positionieren Sie daher Ihren Kamin oder Ofen immer mit einem Sicherheitsabstand zu diesen Materialen. 
     
  • Die Abgasrohre sollten 40 cm von brennbaren Materialien entfernt sein.
    Auch hier gibt es ein Brandrisiko, weshalb ein Sicherheitsabstand eingehalten werden sollte
    .
  • Im Strahlungsbereich des Kamins, welcher 80–100 cm beträgt, sollten Sie keine Möbel aufstellen.
    Möbel können sich durch die Strahlungswärme leicht entzünden und so einen Wohnungsbrand hervorrufen.
     
  • Auf brennbaren Böden, wie etwa Teppich oder Parkett, ist eine Bodenplatte unabdingbar.
    Eine Bodenplatte aus Eisen oder Glas verhindert, dass Funken auf den Boden überspringen können und einen Brand entfachen. 


 

Kinder

Viele Eltern haben vor dem Kauf eines Kamins oder Ofens Bedenken, dass sich Ihr Kind an dem Feuer verbrennen könnte. Doch wenn Sie folgende Punkte beachten, stellt ein Kamin keine Gefahr für Ihre Familie dar:
 
  • Erklären Sie Ihrem Kind den Kamin oder Ofen.
    Ihr Kind wird schnell merken, dass Feuer eine Gefahr darstellt. Gehen Sie auf das Thema ein, damit es Ihr Kind verinnerlichen kann.
     
  • Bringen Sie ein Kaminschutzgitter an.
    Gerade wenn Sie ein Kleinkind zuhause haben und befürchten, dass es an den Kamin fassen könnte, empfiehlt sich die Montage eines Kaminschutzgitters. Dieses ist aus hitzeabweisendem Material gefertigt und kann bei richtiger Installation nicht umgeworfen werden.
     
  • Wählen Sie den richtigen Produkttyp.
    Wenn Sie Befürchtungen haben, dass Ihr Kind sich verletzen könnte, sollten Sie auf ein Elektrokamin zurückgreifen. Er erzeugt keine echte Flamme und birgt somit auch kein hohes Verletzungsrisiko. 
     
  • Zeigen Sie Ihrem Kind die Gefahr.
    Führen Sie die Hand Ihres Kindes vorsichtig und kontrolliert zum Kamin. Es wird die Wärme und die Gefahr spüren und von selbst die Hand zurückziehen.


 

Raumgröße

Kamine und Öfen sind für verschiedene Raumgrößen ausgelegt. Die maximale Raumgröße gibt an, wie groß ein Raum sein darf, damit dieser noch vollständig aufgeheizt werden kann. Der Wert wird in m³ (Kubikmeter) angegeben.

Mehr Informationen zur Raumgröße können Sie in unserer Ratgeber-Rubrik Heizleistung nachlesen.

Reinigung

Jeder Ofen sollte in regelmäßigen Abständen gründlich gereinigt werden, damit er seine volle Heizwirkung entfalten kann. Nachfolgend haben wir Ihnen die wichtigsten Punkte zusammengestellt, die bei einer Reinigung generell zu beachten sind. 
 
  • Entfernen Sie regelmäßig die abgekühlte Asche aus dem Kamin.
    Die Funktion Ihres Kamins wird ansonsten beeinträchtigt. Dafür eignet sich ein Aschestaubsauger.

 
  • Reinigen Sie nach jeder Heizperiode das Ofenrohr.
    Ablagerungen im Ofenrohr behindern den Rauchabzug. Ein Rußbrand kann entstehen. Ein Ofen besitzt zumeist an den Rohren Reinigungsöffnungen, die aufgeschraubt werden können. Nehmen Sie andernfalls die gesamte Rohrverbindung ab. Fegen Sie die Rußablagerungen im Rohr nach unten in den Ofen und nach hinten in den Schornstein. Den zusammengekehrten Ruß können Sie danach mit einem Aschestaubsauger aus dem Ofen entfernen.

 
  • Behandeln Sie Türgriffe, Türscharniere und Aschefachtür bei Bedarf mit Fett.
    Somit bleiben ihre Funktionen erhalten.

 
  • Prüfen Sie, ob die Tür dicht ist.
    Wenn Verrußungen am Rand der Feuerraumscheibe vorzufinden sind, deutet dies auf eine undichte Tür hin. Dichtungen aus hitzebeständiger Glasfaser verschleißen und müssen gegebenenfalls nach einiger Zeit ersetzt werden.

 
  • Reinigen Sie die Glasscheibe
    Rußpartikel können sich einbrennen und dauerhaft das Glas verunreinigen. Daher sollten Sie diese in regelmäßigen Abständen entfernen. Dafür eignet sich Glasreiniger, den Sie zuvor auf einen Lappen gesprüht haben. Sie können auch ein feuchtes, in kalte Holzasche getauchtes Papier verwenden – damit wird die Scheibe perfekt sauber.

 
  • Prüfen Sie die Schrauben und ziehen diese gegebenenfalls nach.
    Nur so sitzt alles fest und ist dicht.

 
  • Lassen Sie den Schornstein von Ihrem Schornsteinfeger reinigen.
    Durch Versäumnis der Schornsteinreinigung kann ein Schornsteinbrand entstehen.

 
  • Reinigen Sie in einem Ölofen die Ölwanne.
    Typisch ist ein durch die Verrußung auftretender Ölgeruch. Deshalb ist es wichtig, dass Sie den Ofen gründlich reinigen und es somit erst gar nicht zu einer Verrußung kommt. Erst wenn der Ofen sauber ist und auf voller Leistung brennt, kann der aufdringliche Geruch verhindert werden.


 

Auch die Oberfläche eines Kamins oder Ofens können Sie regelmäßig reinigen, um eventuelle Flecken zu entfernen: 

 
  • Stahl
    Reinigen Sie Ihren Stahlofen mit einem trockenen Tuch. Rostflecken und Kratzer können mit einem Farblack-Spray überdeckt werden. Verzichten Sie unbedingt auf aggressive Reinigungsmittel. Wenn Sie Ihren Stahlofen mit Wasser oder aggressiven Reinigungsmitteln in Verbindung bringen, kann dieser rosten.
  • Speckstein
    Reinigen Sie Ihren Specksteinofen mit einem feuchten Tuch und Seifenwasser. Sie können auch einen trockenen Spülschwamm verwenden und Ihren Ofen damit abreiben. Risse können mit einer Füllpaste ausgebessert werden. Fettflecken können Sie mit Aceton entfernen. Speckstein ist robust und darf mit Wasser gereinigt werden. Durch den Abrieb mit einem Schwamm wird das Material geschliffen und kleine Kratzer verschwinden.
  • Sandstein
    Einen Sandsteinofen können Sie genau wie einen Specksteinofen mit Seifenwasser abwischen. Sandstein ist durch seine Beschaffenheit für eine Wasserreinigung geeignet.
  • Kacheln
    Reinigen Sie die Kacheln nur im abgekühlten Zustand mit einem feuchten Tuch. Wenn Sie die warmen Kacheln reinigen, öffnen sich nämlich die Poren und der Schmutz kann tiefer eindringen. Bei stärkeren Verschmutzungen können Sie leichte Zitronensäure verwenden.
  • Granit
    Verwenden Sie niemals warmes Wasser, säurehaltige Putzmittel oder Seife. Granit ist ein Naturstein und wird durch Putzmittel angegriffen. Reiben Sie den Granit stets trocken. Wenn Sie den Granit nicht trockenreiben, zieht er staub an und bildet Flecken. Bei Rostflecken können Sie auf Rostentferner zurückgreifen.


 

Umwelt

Kamine und Öfen, die vor 2014 gebaut wurden, müssen gegebenenfalls bis 2024 nachgerüstet oder ausgetauscht werden, wenn sie die verschärften Bundes-Immissionsschutzvorgaben (BImSchV) aus dem Jahr 2015 nicht erfüllen. Zunächst prüft der Schornsteinfeger die Emissionswerte Ihres Kamins oder Ofens. Liegen diese Werte über der Vorgabe der BImSchV, können Sie Ihren Kamin mit einem Feinstaub-Filter nachrüsten oder gegen ein umweltfreundliches und energiesparendes Modell tauschen. Neuere Kamine und Öfen sind inzwischen von den Herstellern direkt mit entsprechenden Filtern ausgestattet und zudem effizienter gebaut. 
Shopping Tipp

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