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Ratgeber Heizkörper


Erstellt: 15.08.2018 | Autor: Online-Redaktion 

Wissen kompakt

In der dunklen Jahreszeit ist es draußen oft unwirtlich, es regnet oder es schneit sogar. Vielleicht verweilen auch Sie dann lieber drinnen in der Stube und machen es sich dort gemütlich? Eventuell auch direkt neben einem angenehm warmen Heizkörper?

Ein Leben ohne diese moderne Wärmequelle ist heutzutage wohl kaum noch vorstellbar. Doch damit Sie tatsächlich von dieser Wärme profitieren können, müssen Sie die Komponenten Ihrer Heizungsanlage gut aufeinander abstimmen.

Eine Heizungsanlage besteht im Wesentlichen aus 3 Komponenten: 

  • Wärme-Erzeuger
  • Leitungsrohre
  • Heizkörper

Auch bei der Wahl der passenden Heizkörper sollten Sie darauf achten. Denn nur dann heizen Sie effizient und sparsam.

Der Heizkörper selbst bietet in Sachen Design die größten Möglichkeiten. Im Handel sind zahlreiche Modelle in unterschiedlichen Größen, Formen und Farben erhältlich. 

Worauf Sie beim Kauf außerdem achten sollten, haben wir in unserem nachfolgenden Kaufberater für Sie zusammengefasst. 

Bedenken Sie für den Kauf eines idealen Heizkörpers vor allem folgende Gesichtspunkte:

  • Wägen Sie ab, welche Wärme-Art am besten zu Ihnen passt.
    Es gibt 2 verschiedene Arten der Wärmeübertragung: Konvektion oder Strahlung. Die Konvektionswärme wird durch die Erwärmung kalter Luft direkt am Heizkörper erzeugt. Hierbei kommt es zu einer warmen Luftzirkulation. Strahlungswärme entsteht durch Strahlen im Infrarotbereich, die sich wärmend durch die Luft bewegen, bis sie auf ein absorbierendes Material stoßen.
  • Entscheiden Sie sich für eine Bauform.
    Die Körper unterteilen sich in Flach-, Glieder- und Röhrenheizkörper. Flachheizkörper lassen sich aufgrund ihrer platzsparenden Bauweise auch in kleinen Räumen installieren, während Glieder-Modelle vorrangig in großen oder hohen Räumlichkeiten Verwendung finden. Röhrenheizungen finden Sie oftmals in Form von Handtuchtrocknern in Badezimmern. 
  • Überlegen Sie sich, welchen Anschluss Sie präferieren.
    Heizungskörper werden entweder elektrisch betrieben oder an den häuslichen Warmwasser-Kreislauf angeschlossen. Elektro-Geräte benötigen lediglich eine Steckdose. Sie können sie in der Regel an einer Wand montieren. 
  • Welche Wärmeleistung soll der Heizkörper erbringen?
    Die Wärmeleistung wird in Watt/Quadratmeter (W/m²) angegeben. Sie hängt von der Heizlast Ihres Gebäudes, der Raumgröße sowie der jeweiligen Zimmertemperatur ab. 

Kaufberater 

Um das optimale Modell für Ihren Bedarf zu finden, sollten Sie einige Faktoren bei Ihrer Kaufentscheidung berücksichtigen. Welche Typen es gibt und worauf Sie ansonsten achten sollten, erklären wir Ihnen in unserem Kaufberater. 


Heizkörper-Typen

Heizungen erhalten Sie heutzutage in den unterschiedlichsten Bauformen. 

Ausführungen der modernen Generation verbinden hierbei oft ein attraktives, schlankes Design und eine optimale Wärmeabgabe miteinander.

Auf den Punkt!
  • Ein Flachheizkörper ist heute die beliebteste Bauform. Er verfügt über eine besonders kompakte und platzsparende Bauweise.
  • Gliederheizkörper stellen die klassischen Heizungskörper dar. Sie bestehen aus einzelnen aneinandergereihten Gliedern.
  • Als Weiterentwicklung der Gliederheizkörper gelten Röhrenheizkörper. Hier werden hintereinander eingebaute Rohre miteinander verbunden.

Suchen Sie jedoch ein zusätzliches Heizgerät, das Sie etwa auch in sonst unbeheizten Räumen verwenden können? In der gleichnamigen Kategorie auf unserem Portal finden Sie eine Vielzahl an Angeboten hierzu.

Flachheizkörper

Flachheizkörper, auch Kompakt- oder Plattenheizkörper genannt, sind die am weitesten verbreitete Form. Die flache Bauweise ermöglicht ein schnelles Aufheizen des Körpers und damit eine rasche Wärmeabgabe an den Raum.

Der Heizungskörper besteht aus mindestens 1 und maximal 3 Wärmeplatten. Diese sind miteinander verbunden und hintereinander angeordnet. Besteht er aus mehreren Wärmeplatten, sind dazwischen meist mehrfach gefaltete Konvektor-Bleche angeordnet. Sie sind an einer Seite der Wärmeplatte angebracht. 

Die jeweilige Anordnung der Wärmeplatten und Lamellen spiegelt sich auch in der Typenbezeichnung von Plattenheizungen wider. Sie besteht aus 2 Zahlen, wobei die erste die Plattenanzahl und die zweite die Anzahl der Lamellenreihen wiedergibt. 

Recherche Tipp

Genauere Informationen zu den Typenbezeichnungen von Plattenheizungen hält das Portal energie-experten.org für Sie bereit. Hier erfahren Sie unter anderem auch, zu welcher Wärmeleistung die jeweiligen Typen fähig sind.

Als Faustregel können Sie sich merken: Je höher die Anzahl der Platten und Reihen ist, desto höher ist auch die Wärmeleistung.

Optisch können Sie zwischen den Modellen mit geriffelter (Profilheizkörper) und solchen mit glatter (Planheizkörper) Oberfläche wählen.

Ein Nachteil ist, dass sich die Konvektor-Bleche schwer reinigen lassen. Dadurch kann es zu einer verstärkten Staubbildung kommen und es entstehen eventuell Gerüche. 

Plattenheizkörper eignen sich für Sie, wenn Sie Wert auf eine schnelle Beheizung des Wohnraums und auf Designvielfalt legen. Die kompakte und platzsparende Bauweise der Heizung kommt vor allem dem Einbau in kleinen Räumen zugute. 

Die Modelle bewegen sich in einem Preisrahmen von 30 € bis 1.800 €, wobei sich die teuren Modelle vor allem durch besondere Designs von den sehr günstigen Standard-Modellen unterscheiden. 

Vorteile
  • Platzsparende Bauweise
  • Schnelles Heizen möglich
  • Designvielfalt
Nachteile
  • Erschwerte Reinigung
Gliederheizkörper

Die Gliederheizkörper zählen zu den ältesten Bauformen. Sie werden häufig auch als Rippenradiator bezeichnet und sind vor allem in älteren Wohnungen zu finden. 

Mit Gliedermodellen beheizen Sie vor allem große oder hohe Räumlichkeiten ideal. 

Diese Heizungstypen verdanken ihren Namen mehreren einzelnen zusammengeschweißten Gliedern, die aneinandergereiht sind und um weitere Elemente ergänzt werden können. So lassen sie sich in der Größe variieren. 

Shopping Tipp

Die einzelnen Glieder sind genormt. Das heißt, Sie können sie bei einem Defekt problemlos austauschen.

Eine genaue Typenbezeichnung verrät Ihnen, in welchem Abstand die Naben zueinanderstehen (NA) und wie tief die Glieder, Bautiefe (BT), sind. Die Angabe der Maße erfolgt dabei in mm.

Gliederheizkörper sind sehr flexibel einsetzbar – mit Hilfe verschiedener Stopfen schließen Sie sie an Rohre mit unterschiedlichen Durchmessern an. 

Zudem können Sie sie durch die Gliederabstände einfach reinigen.

Gliederheizkörper benötigen jedoch unter Umständen mehr Zeit zum Aufwärmen.

Sie eignen sich für Sie, wenn Sie in einem Altbau mit hohen Räumen wohnen oder sich für einen Industrial Look begeistern.

Ein Gliederheizkörper ist meist in einer Preisspanne von 120 € bis zu 600 € erhältlich. Dabei hängt der Preis neben der Größe auch vom Design ab.

Vorteile
  • Flexibel einsetzbar
  • Größe durch Einsetzen neuer Glieder variabel
  • Besonders für große Räume geeignet
Nachteile
  • Längere Aufwärmzeit
Röhrenheizkörper

Röhrenheizkörper sind eine Weiterentwicklung der Gliedermodelle. Verlaufen die Röhren horizontal, werden sie oftmals auch als Badheizkörper oder Handtuchheizkörper bezeichnet. 

In der Regel montieren Sie einen Röhrenheizkörper an einer dafür vorgesehen Wand. Manche Modelle können Sie jedoch auch frei im Raum platzieren, vorausgesetzt die entsprechenden Leitungsanschlüsse im Boden sind dafür vorhanden.

Röhrenmodelle verfügen über eine platzsparende Bauform, die sich aus mehreren parallel verlaufenden Rohren zusammensetzt. Diese können gerade oder gebogen sowie auch in 2 bis 6 Reihen hintereinander angeordnet sein. Sind die Querstreben horizontal angeordnet, sorgen kleine Aussparungen dazwischen dafür, dass Sie dort Handtücher aufhängen können.

Durch ihre Bauart, die auf Verblendungen verzichtet, können Sie diesen Heizungskörper-Typ leicht reinigen. 

Diesen Körper können Sie sowohl als alleinige Heizung als auch als Zusatzheizung einsetzen.

Eine Röhrenheizung eignet sich für Sie, wenn Sie sich, etwa zusätzlich zu Ihrer Fußbodenheizung, eine sich schnell erhitzende Wärmequelle im Bad wünschen. Und wenn Sie es schätzen, sich nach dem Duschen oder Baden mit einem warmen Handtuch abtrocknen zu können.

Röhrenheizkörper gibt es bereits ab 20 €. Extravagante Modelle können jedoch mit bis zu 2.000 € zu Buche schlagen.

Vorteile
  • Als Handtuchtrockner beliebt
  • Gut zu reinigen
Nachteile

Art der Wärmeübertragung

Hinsichtlich der Auswahl eines Heizkörpers sollten Sie nicht nur auf die Form und Farbe, sondern auch auf die Art der Wärmeübertragung achten. 

Hier werden vor allem 2 Arten unterschieden: 

  • Konvektionswärme
    Konvektoren bringen die gesamte Raumluft zum Zirkulieren und erwärmen sie dabei. Trotz ihrer geringen Größe weisen Konvektoren eine sehr hohe Heizleistung auf. Ein großer Nachteil sind jedoch die vergleichsweise hohen Vorlauftemperaturen, die für den Betrieb benötigt werden. Mit steigender Wattzahl erhöhen sich zwar die Stromkosten, aber nicht gleichermaßen die Heizleistung des Konvektors. Die Wärmeleistung kann durch ein Gebläse verbessert werden. Konvektoren wirken sich tendenziell negativ auf das Raumklima aus. Die Luftfeuchtigkeit wird geringer und die Luft dadurch zunehmend trockener. Die hohe Luftzirkulation wirbelt viele Staubpartikel durch die Luft. Daher eignen sich diese Modelle weniger für Allergiker. Sie lassen sich überdies schwer reinigen. Insbesondere, wenn die Konvektoren hinter einer Verkleidung verbaut sind.
  • Strahlungswärme
    Die Strahlungswärme benötigt deutlich kürzer, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen, als die Konvektionswärme. Das Spektrum der Wärmestrahlung befindet sich im Infrarotbereich. Infrarotstrahlung wird erst beim Auftreffen auf einen festen Körper als Wärme spürbar – die Raumluft bleibt kühl. Von metallischen Flächen wird die Strahlung weitgehend reflektiert. Durch Strahlungswärme entstehen zudem keine starken Luftbewegungen. Dies ist gerade für Allergiker ein großer Vorteil, da weniger Staub aufgewirbelt und durch die Luft transportiert wird. Zudem wird so die Luftfeuchtigkeit im Raum nicht negativ beeinflusst. Es entsteht ein entsprechend angenehmes Raumklima. 

Anschluss

Heizkörper können vorrangig auf 2 unterschiedliche Arten betrieben werden: Entweder über einen Anschluss an das zentrale Heizsystem oder elektrisch. 

Demzufolge ergeben sich folgende Anschlussarten: 

Shopping Tipp

Einige Modelle, vor allem Handtuchwärmer, sind auch mit einem Mischbetrieb aus Elektro- und Warmwasser-Anschluss erhältlich. So profitieren Sie auch im Sommer, wenn die Zentralheizung ausgeschaltet ist, von vorgewärmten Handtüchern.

Elektro-Anschluss

Elektroheizkörper werden vorrangig in Räumen eingesetzt, in denen keine Heizungsrohre verlegt sind. Sie müssen ihn lediglich in der Nähe einer Steckdose meist direkt an der Wand montieren. Sie können ihn jederzeit in Betrieb nehmen und er erzeugt unmittelbar Wärme. Als Heizmedium, das durch die Röhren fließt, wird meist Öl verwendet. 

Elektro-Modelle kommen vorrangig als Handtuchtrockner, vor allem bei nachträglicher Installation, zum Einsatz.

Sie erhalten Elektroheizkörper bereits relativ preiswert, allerdings ist der Betrieb oftmals kostenintensiver als der über die Zentralheizung. Durch die hohen Betriebskosten sind sie nur bedingt für einen dauerhaften Einsatz geeignet.

Eine große Auswahl an Elektroheizkörpern finden Sie auf unserem Portal. 

Warmwasser-Anschluss

Heizkörper, die an das zentrale Heizsystem angeschlossen sind, werden über den häuslichen Warmwasser-Kreislauf versorgt.

Um den Betrieb zu ermöglichen, müssen diese an ein 1-Rohr- oder 2-Rohrsystem angeschlossen werden.

Das 1-Rohrsystem basiert auf einer Ringleitung, die an allen angeschlossenen Heizkörpern vorbeiführt. Jedem Gerät wird dabei im Vorfeld ein bestimmter Prozentsatz des Heizungswassers zugewiesen.

Die 2-Rohrheizung ist heute Standard. Das System erkennen Sie an 2 nebeneinander verlegten Leitungen. Diese werden mit dem Heizungskörper verbunden: 1 Rohr für den Vorlauf und 1 Rohr für den Rücklauf. 

Bedenken Sie

Der Anschluss erfordert Fachkenntnisse. Sie sollten ihn daher einem Fachmann überlassen. So schließen Sie mögliche Fehler oder Schäden aus.

Die Anbindungen an das Rohsystem lassen sich grundsätzlich in 2 Leitungsarten unterscheiden: 

  • Ringleitung
    In einer Ringleitung fließt das Heizungswasser über eine oder mehrere Leitungen nach oben. Dort angekommen, geht ein Leitungspaar ab, welches nacheinander alle Heizkörper mit Warmwasser versorgt. Die Ringleitung kommt mit wenigen Rohren aus. Ringleitungen, die sich auf eine Wohneinheit oder ein Geschoss beschränken, werden als waagerechte 1-Rohrheizung bezeichnet. Leitungen über mehrere Geschosse sind sogenannte senkrechte 1-Rohrheizungen. Eine Ringleitung ist typisch in kleineren Gebäuden oder älteren Mehrfamilienhäusern.
  • Sternleitung
    Hierbei werden die Leitungen mit wohnungszentralen Verteilern verbunden. Jeder Heizkörper besitzt in diesem Fall eine eigene Leitung, daher auch Einzelzuleitung genannt, die wiederum mit dem Verteiler verbunden ist. Die Sternleitung benötigt mehr Rohre. 
Recherche Tipp

Bei mehreren Etagen oder Wohneinheiten in Ihrem Haus, sollten Sie in jedem Fall einen hydraulischen Abgleich vom Fachmann vornehmen lassen. Dieser gewährleistet einerseits eine gleichmäßige Verteilung der Wärme in den Heizkörpern und damit im ganzen Haus. Andererseits ist diese Einstellung für ein energieeffizientes Verhalten Ihrer Heizungsanlage unabdingbar. Mehr Details dazu können Sie auf den Seiten des Instituts für Wärme und Öltechnik (iwo) nachlesen.


Wärmeleistung

Die Wärmeleistung eines Heizkörpers bezeichnet die Leistung, die er erbringen muss, um einen Raum auf die gewünschte Temperatur zu erwärmen. Sie wird in Watt pro Quadratmeter (W/m²) angegeben. 

Prinzipiell sollte ein Heizungskörper dem Raum genauso viel Wärme zuführen, wie dieser verliert. 

Der Wärmeverlust eines Raumes ist von folgenden Faktoren abhängig: 

  • Heizlast eines Gebäudes
    Die Gebäude-Eigenschaften bestimmen die sogenannte Heizlast des Gebäudes. Zu diesen zählen unter anderem die Isolation des Gebäudes, der Wärmeverlust durch Fenster sowie der Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur. Die Heizlast ist in einem Altbau dementsprechend meist höher als die eines gut gedämmten Neubaus. Angaben zur Heizlast Ihres Wohnhauses finden Sie im Energieausweis.
  • Raumgröße
    Neben der gewünschten Zimmertemperatur spielt die Größe des Raumes eine entscheidende Rolle. Nach der europäischen Norm 442 existieren Richtwerte, welche Leistung pro Quadratmeter erbracht werden sollte. So können Sie beispielsweise mit 150 W/m² in ungedämmten Altbauten und 100 W/m² in Neubauten und wärmegedämmten Altbauten rechnen. Dazu kommt ein Zuschlag von 10 %, wenn es sich um ein Badezimmer handelt. Dabei wird von einer Vorlauftemperatur von 75 °C und einer Rücklauftemperatur von 65 °C ausgegangen. Bei Abweichungen Ihres eigenen Heizsystems, müssen Sie die Werte anpassen.
  • Zimmertemperatur
    Nicht in jedem Wohnraum ist dieselbe Temperatur erforderlich. Beispielsweise ist ein warmes Bad angenehmer als ein zu warmes Schlafzimmer. 

Der Verordnung DIN EN 12831 zufolge werden für verschiedene Innenräume folgende Temperaturen empfohlen: 

Art des Raumes Empfohlene Raumtemperatur (°C)
Wohn- und Schlafräume +20 °C
Büroräume, Sitzungszimmer, Ausstellungsräume, Haupttreppenräume, Schalterhallen +20 °C
Hotelzimmer +20 °C
Verkaufsräume und Läden allgemein +20 °C
Unterrichtsräume allgemein +20 °C
Theater- und Konzerträume +20 °C
Bade-/Duschräume, Bäder, Umkleideräume, Untersuchungszimmer (generell jede Nutzung als unbekleideter Bereich) +24 °C
WC-Räume +20 °C
Beheizte Nebenräume (Flure, Treppenhäuser) +15 °C
Unbeheizte Nebenräume (Keller, Treppenhäuser, Abstellräume) +10 °C

Entsprechend dem Wärmeverlust, der Raumgröße und der gewünschten Raumtemperatur kann dann bestimmt werden, welche Heizleistung tatsächlich benötigt wird. Durch den Abgleich von Wärmeverlust und -leistung wird sichergestellt, dass der Wärmebedarf des Raumes optimal gedeckt wird. Passend dazu ausgewählte Modelle garantieren, dass die gewünschte Wärme erzielt werden kann, ohne die Heizkosten unnötig in die Höhe zu treiben. 

Shopping Tipp

Die benötigte Wärmeleistung muss jedoch nicht von einem einzelnen Heizkörper erbracht werden. Die Leistung kann ebenso auf mehrere aufgeteilt werden, wenn in Ihr Raumkonzept kein entsprechend großes Modell passt. 

Die Heizleistung wird durch 2 Faktoren bestimmt: 

  • Abstrahlfläche des Heizkörpers
    Die Abstrahlfläche ist von der Länge, Höhe und Tiefe abhängig. Je größer der Körper ist, desto größer ist auch seine potenzielle Abstrahlfläche. Jedoch hat auch die Bauweise einen Einfluss darauf. So wird die Abstrahlfläche durch mehr Konvektionsbleche, zusätzliche Glieder oder Lamellen erhöht. 
  • Vorlauftemperatur
    Bei der Planung der Heizungsanlage wird im Vorfeld das gewünschte Temperaturniveau festgelegt. Das Temperaturniveau wird durch Vorlauf- und Rücklauftemperatur bestimmt. Die Vorlauftemperatur entspricht der Temperatur des Heizmediums, welches der Heizung zugeführt wird. Ist die Vorlauftemperatur zu niedrig eingestellt, kann der Heizungskörper nicht die optimale Leistung erbringen. Die optimale Vorlauftemperatur ist von der Dämmung des Hauses, dem Heizkörper-System sowie den Außentemperaturen abhängig. Sie wird meist automatisch von den Heizungsanlagen gesteuert. Damit wird das Heizmedium nicht dauerhaft auf eine konstante Temperatur erhitzt. So werden unnötige Wärmeverluste vermieden, was Heizkosten spart. Früher betrug die Vorlauftemperatur meistens 90 °C. Heute sind die Heizungen oftmals auf Niedertemperaturen von ca. 55 °C eingestellt.
Tipp

Je größer die Abstrahlfläche ist, desto niedriger kann die Vorlauftemperatur sein, um die gleiche Wärmeleistung zu erzielen.


Material

Das Material des Heizkörpers hat direkten Einfluss auf die Wärmeleitfähigkeit. Sie sollten sich daher im Vorfeld Gedanken machen, welches Material zu Ihrem Heizungssystem am besten passt.

Hauptsächlich finden Sie folgende Materialien im Handel vor:

  • Aluminium
    Ein Heizungskörper aus diesem Metall heizt sich sehr schnell auf. Die Abgabe an den Raum muss hier allerdings über außenliegende Lamellen erfolgen, was für eine gleichmäßige Verteilung nicht optimal ist. Das leichte Gewicht ist vorteilhaft beim Einbau. Außerdem ist das Material rostfrei, staubabweisend und antistatisch. Es eignet sich vor allem für Niedertemperatursysteme mit geringer Vorlauftemperatur. Da sich Aluminium bei Erwärmung ausdehnt, kann es zu knackenden Geräuschen bei der Abkühlung kommen. Darüber hinaus ist die Zugabe von meist giftigen Katalysatoren notwendig, um eine chemische Reaktion mit dem Heizmedium und damit auch den Rohren zu umgehen. Aluminium ist aufgrund der aufwendigen Herstellung recht teuer, kann aber vollständig recycelt werden. 
  • Stahl
    Der Standard-Heizkörper ist aus Stahl oder Stahlblech gefertigt. Die Wärmeleitfähigkeit kommt zwar nicht an die von Aluminium heran, die Aufwärmzeit ist also länger. Jedoch speichert ein Körper aus Stahl die Wärme besser. Stahl ist ein äußerst langlebiges und robustes Material.
  • Gusseisen
    Gusseisen-Heizkörper stellten früher einmal den Standard dar. Heute finden Sie die schweren Heizkörper dementsprechend vorwiegend in Altbauten. Aufgrund der langen Lebensdauer sind Neuinstallationen vor allem in Gebäuden des öffentlichen Lebens noch durchaus üblich. Gusseisen-Heizkörper benötigen zwar viel Zeit zum Aufwärmen, können die einmal erlangte Wärme jedoch auch lange an den Raum abgeben – und das auch noch in bereits ausgeschaltetem Zustand. Behandelt mit einer speziellen Pulverbeschichtung ist der Körper aus Gusseisen besonders widerstandsfähig gegenüber Einflüssen von außen. Eine hygienische Reinigung ist damit problemlos möglich.

Ausstattung

Für einen reibungslosen Betrieb benötigt Ihr Heizungskörper einige Ausstattungsmerkmale. 

Dabei handelt es sich im Wesentlichen um folgende: 

  • Entlüftungsventil- oder stopfen
    Oft ist dieses bereits im Heizkörper integriert. Die Entlüftung, also das Entfernen von überschüssiger Luft im Heizkörper, kann manuell oder automatisch erfolgen. Es ist wichtig, um ein effizientes Heizen zu gewährleisten.
  • Heizkörperthermostat
    Das Heizkörperthermostat ist ein mechanischer oder elektronischer Temperaturregler. Er reguliert den Durchlauf des Heizmediums und steuert somit die Wärmeabgabe. Durch den Thermostatkopf kann die Raumtemperatur manuell eingestellt werden. Mechanische Thermostatventile sind mit einer Nummerierung versehen. Die einzelnen Nummern stehen jeweils für eine bestimmte Temperatur, die Sie einstellen können. Digitale Thermostate ermöglichen hingegen eine wesentlich präzisere Regulierung der Raumtemperatur. Zudem können Sie je nach Modell vielfältige Optionen einstellen, wie Zeitschaltungen oder eine Kindersicherung. Eine neue Variante sind Funkthermostate. Diese können über das Internet oder spezielle Apps gesteuert werden. Das Thermostat können Sie, falls nicht enthalten, hinzukaufen.
  • Lüfter
    Manche Modelle können zusätzlich mit einem Ventilator ausgestattet sein. Sie werden als Heizlüfter bezeichnet. Im passiven Betrieb ohne Ventilator wird die Wärme durch natürliche Konvektion und Wärmestrahlung an den Raum übertragen. Der Ventilator erhöht im aktiven Betrieb den Anteil der übertragenen Wärme. So kann die gleiche Wärmeleistung durch kleinere Heizungen erbracht werden. Durch das Gebläse gibt es jedoch dauerhafte Laufgeräusche und Vibrationen. Zudem wird zusätzlich Energie für den Betrieb benötigt, was die Heizkosten in die Höhe treibt.

Zubehör

Im Fachhandel werden Heizkörper meist mit allem verkauft, was zur Inbetriebnahme benötigt wird. Um den Bedienkomfort Ihres Gerätes zu erhöhen, gibt es Zubehör zu kaufen. 

Zu den Zubehörartikeln zählen:

  • Entlüftungsschlüssel
    Mit einem Entlüftungsschlüssel entlüften Sie Ihre Heizung. Die meisten Hersteller bauen standardisierte Ventile ein, die sich mit jedem Entlüftungsschlüssel problemlos bedienen lassen. Der Schlüssel hat einen runden Griff und einen verlängerten Zylinder als Spitze. Die Aussparung in der Spitze des Zylinders passt zu dem entsprechenden Anschluss des Heizungskörpers.
  • Hahnblock
    Der Hahnblock ist das Verbindungsglied zum Anschluss des Heizkörpers. Er besteht aus 2 Ventilen, die durch einen Metallgusskörper miteinander verbunden sind. Die Hauptaufgabe ist die Regelung des Zu- und Abflusses des Heizmediums. Dementsprechend werden sowohl Vorlauf als auch Rücklauf mit den verlegten Rohren verbunden. So wird ein zeitgleicher Vor- und Rücklauf des Heizmediums ermöglicht. Durch eine Drosselschraube am Hahnblock kann dieser Durchfluss geregelt werden. Der Hahnblock ermöglicht das individuelle Sperren, Entleeren oder Füllen von Heizungen, ohne dass das gesamte System aller Modelle ausgeschaltet werden muss. Hahnblöcke gibt es sowohl für 1-Rohr- als auch für 2-Rohrsysteme. Im Fachhandel erhalten Sie zudem spezielle Verkleidungen, damit diese optisch nicht hervorstechen.
  • Handtuchhalter
    Ein Handtuchhalter für Heizungen ist eine Stange mit mehreren Haken. Diese können Sie problemlos mit Hilfe von 2 Haken an allen gängigen Kompaktheizkörpern einhängen. Die Vorrichtung eignet sich zum Trocknen oder Erwärmen einzelner Handtücher. Die Halterung bietet damit eine günstige Alternative zu klassischen Röhrenheizkörpern. 
  • Luftbefeuchter
    Trockener Raumluft können Sie mit einem Luftbefeuchter entgegenwirken. Das sind Gefäße aus Ton oder Keramik. Sie werden entweder mit einem Haken am Heizkörper befestigt oder auf diesen gestellt. Prinzipiell wird zwischen passiven und aktiven Luftbefeuchtern unterschieden. Die elektrisch betriebenen aktiven Luftbefeuchter arbeiten jedoch effektiver. Luftbefeuchter sollten Sie regelmäßig reinigen, um eine Keimbelastung zu vermeiden. 
  • Reflexionsfolie
    Reflexionsfolien sind eine vergleichsweise günstige Möglichkeit, um Heizkosten einzusparen. Die Folie ist meistens mit Aluminium beschichtet und wird an der Außenwand des Raumes angebracht. So reduziert sich der Wärmeverlust durch die Außenwand, während die Wärme von der Folie gleichzeitig in den Wohnraum zurück reflektiert wird. Dementsprechend kann der Heizkörper auf einer niedrigeren Temperatur laufen. 
  • Verkleidung
    Im Fachhandel sind verschiedene Verkleidungen erhältlich. Sollte der Heizungskörper optisch nicht in Ihre Raumgestaltung passen, kann er so in einen Blickfang verwandelt werden. Sie verdecken den Heizkörper, jedoch kann die Wärme weiterhin nach außen strömen. Dennoch kann es insbesondere bei Konvektoren zu Leistungseinbußen kommen. Die meisten Verkleidungen erfüllen zudem eine praktische Funktion: Sie können sie als Sitzfläche oder zusätzlichen Ablageplatz nutzen. 

Häufige Fragen

Sie haben noch Fragen? An dieser Stelle finden Sie weitere nützliche Informationen. Unsere FAQ-Sammlungen basieren hierbei auf dem Wissensbedarf anderer Käufer von Heizkörpern.

Bedienung

Wie stelle ich die Temperatur meines Heizkörpers richtig ein?

Die optimale Temperatur ist von Ihrem persönlichen Empfinden und dem Verwendungszweck des Raumes abhängig. Nicht in jedem Raum ist dieselbe Temperatur notwendig. Grundsätzlich wird eine Raumtemperatur zwischen 15 °C und 24 °C empfohlen. 

Darüber hinaus gibt es Orientierungshilfen, welche Temperatur für welchen Raum sinnvoll ist. Diese können Sie in unserem Kaufberater unter dem Kapitel Wärmeleistung genauer nachlesen.

Verlassen Sie sich ausschließlich auf Ihr persönliches Wärmeempfinden, verursacht es häufig ein Überheizen der Räume. Zudem kann das Wärmeempfinden sehr leicht beeinflusst werden. Beispielsweise empfinden Sie einen Raum als kühl, wenn Sie vorher ein heißes Bad genommen haben. 

Die optimale Raumtemperatur hat einen positiven Einfluss auf die Gesundheit. So werden beispielsweise die Schleimhäute nicht durch trockene Luft unnötig ausgetrocknet. Zudem können Sie möglicherweise die Energiekosten durch einen Blick auf die optimale Raumtemperatur senken.

Wissenswert

Eine Temperaturabsenkung von 1 °C kann bereits eine Energiereduktion von 6 % bewirken.

Während der Heizperiode sollten Sie verhindern, dass die Wohnung vollständig auskühlt. Ansonsten wird die Bildung von Schimmel begünstigt. Zudem werden die Räume so kalt, dass das Aufheizen umso länger dauert. Es ist dementsprechend nicht energieeffizient, die Wohnraumheizung bei kurzer Abwesenheit vollständig auszuschalten – das Heizkörperthermostat sollten Sie zumindest auf Stufe 1 stellen.

Verlassen Sie die Wohnung für einen längeren Zeitraum oder nutzen Sie einige Räume nur sehr selten, ist es sinnvoll, den Heizkörper zumindest auf das Sternchen-Symbol zu stellen. Dann springt die Heizung nur an, wenn eine Raumtemperatur unter 5 °C erreicht wird. Das schützt die Heizung vor Frost. 

Definition

Was ist ein Heizkörper? 

Heizkörper sind metallische Hohlkörper, die als wesentlicher Bestandteil von Heizungsanlagen gelten. Sie bestehen aus mindestens einer Heizplatte sowie je nach Bauform aus Lamellen, Eingangs- und Auslassventil sowie einer Rücklaufleitung. Zu den weiteren Bestandteilen zählen ein Entlüftungsventil und Thermostat.

Im Betrieb gibt er thermische Energie an seine Umgebung ab und erhöht damit schrittweise die Raumtemperatur. Die thermische Energie wird von einem Heizmedium bereitgestellt, welches durch den Heizkörper fließt. 

Grundsätzlich übertragen Heizungskörper auf 2 Arten Wärme: durch Strahlung oder durch Konvektion.

Mehr zu den verschiedenen Arten der Wärmeübertragung erfahren Sie in unserem Kaufberater.

Formen

Welche unterschiedlichen Typen von Heizkörpern gibt es? 

Heizungen gibt es in den unterschiedlichsten Varianten. Die breite Palette an Geräten bietet Ihnen viele Gestaltungsmöglichkeiten. Sie sorgen damit nicht nur für eine warme Wohnung, sondern bringen auch ein neues Deko-Element in die heimischen 4 Wände.

Die verschiedenen Modelle lassen sich in 3 Typen einteilen:

  • Flachheizkörper
    Flachheizkörper punkten mit einer platzsparenden Bauweise. Sie bestehen aus einzelnen Platten mit teilweise verbauten Konvektionsblechen. Diese Geräte erzeugen einen hohen Anteil an Strahlungswärme und erreichen so ein besonders angenehmes Raumklima.
  • Gliederheizkörper
    Gliederheizkörper stellen die älteste Form dar. Sie bestehen aus einzeln zusammengeschweißten Gliedern. Geräte dieser Bauform sind preisgünstig und ermöglichen eine optimale Anpassung an unterschiedliche Wärmeleistungsanforderungen.
  • Röhrenheizkörper
    Röhrenheizkörper bestehen aus einzeln miteinander verbundenen Rohren. Sie gelten als Nachfolger der Gliederheizkörper. Diese Heizungen sind in verschiedenen Bauhöhen und -tiefen erhältlich und Sie können sie besonders flexibel einsetzen. Oftmals finden sie als Handtuchtrockner in Bädern Verwendung. 

Neben den klassischen Arten von Heizkörpern gibt es zudem verschiedene Designermodelle, die außergewöhnliche Farben oder Formen haben. Sie erfüllen neben dem praktischen auch noch einen dekorativen Zweck.

In unserem Ratgeber nennen wir Ihnen die wichtigsten Merkmale und Unterschiede der verschiedenen Heizkörper-Typen.

Funktionsweise

Welche Funktion erfüllt das Heizkörperthermostat? 

Für energieeffizientes Heizen ist die richtige Verwendung des Heizkörperthermostats unverzichtbar. Mit Hilfe des Thermostats können Sie die gewünschte Temperatur jedes Raumes oder auch Heizkörpers separat einstellen. 

Das Heizkörperthermostat ist ein mechanischer oder elektronischer Temperaturregler. Er besteht aus einem Temperaturfühler, einem Übertragungsstift und einem Ventil. Der Temperaturfühler misst konstant die Umgebungstemperatur. 

Mit Hilfe digitaler Thermostate können Sie die gewünschte Raumtemperatur hingegen präzise einstellen. Zudem sind je nach Modell auch Zeitprogrammierungen möglich. 

Die mechanischen Modelle sind nicht mit expliziten Temperaturangaben, sondern mit Zahlen von 1 bis 5 ausgestattet. Die Zahlen dienen als Orientierung, welche Raumtemperatur erreicht werden soll. Üblicherweise entspricht Stufe 1 einer Raumtemperatur von ca. 12 °C. Jede weitere Stufe entspricht einer Temperaturerhöhung von 4 °C.

Bedenken Sie

Damit das Thermostat die Raumtemperatur effektiv messen kann, darf es nicht durch Gardinen oder Möbel verdeckt sein. Ansonsten ist eine realistische Temperaturmessung nicht möglich. 

Wie funktioniert ein Heizkörper?

Jeder Heizkörper ist Teil einer fest installierten Heizungsanlage. Dabei ist er über Rohre mit dem Heizkessel verbunden. Drehen Sie nun das Thermostat an Ihrem Gerät auf, setzt sich ein Prozess in Gang.

Durch ein Heizmedium, wie beispielsweise Wasser, wird thermische Energie erzeugt. Mit Hilfe des Thermostats wird bestimmt, welche Menge des Heizmediums durch den Heizkörper fließt und damit auch, wie viel Wärme er abgibt.

So funktioniert ein Heizkörper:

  1. Der Wärme-Erzeuger der Heizungsanlage erwärmt das Heizmedium. 
  2. Das erwärmte Heizmedium strömt durch das Eingangsventil in den Heizkörper. 
  3. Das Heizmedium durchläuft den Hohlkörper.
    Thermische Energie wird erzeugt. 
  4. Die thermische Energie wird als Wärme an den Raum abgegeben.
    ⇒ Die Temperatur des Raumes erhöht sich, gleichzeitig sinkt die Temperatur des Heizmediums. 
  5. Das Heizmedium trifft letztlich auf das Auslassventil. 
    ⇒ Dort wird es an die Rücklaufleitung abgegeben. 
  6. Das abgekühlte Trägermedium wird zum Wärme-Erzeuger zurückgeführt und der Kreislauf beginnt von vorn. 

Leistung

Welche Leistung sollte der Heizkörper erbringen?

Eine wichtige Frage, die Sie sich vor dem Kauf stellen sollten, ist die nach der benötigten Leistung. Prinzipiell sollte ein Heizkörper in der Lage sein, sowohl die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen als auch die Wärmeverluste des Wohngebäudes auszugleichen. 

Der entscheidende Wert für die Leistung ist die angegebene Watt-Zahl. Je höher die Watt-Zahl ist, desto mehr Leistung erbringt der Heizkörper. Seine Größe hat nur bedingt einen Einfluss auf seine Leistung. Dennoch gilt: Je größer er ist, desto mehr Abstrahlfläche hat er und umso größer ist damit die potenzielle Leistung. 

Um die Leistung zu bestimmen, die Ihr neues Gerät erbringen sollte, müssen verschiedene Aspekte beachtet werden. Eine entscheidende Rolle spielen die Heizlast des Wohngebäudes sowie die Werte der verbauten Heizungsanlage. 

Wissenswert

Die Heizlast bestimmt, wie groß die Wärmezufuhr sein muss, um eine bestimmte, vorher festgelegte Temperatur in einem Raum halten zu können. Die Heizlast wird in Watt (W) angegeben. 

Die Angabe zur Heizlast ist meist im Energieausweis des Gebäudes verzeichnet.

Beachten Sie beim Kauf zudem die baulichen Gegebenheiten des Raumes. Wählen Sie einen Heizkörper passend zur vorhandenen Fensterbreite und Brüstungshöhe des Raumes. In besonders großen Räumen oder aus ästhetischen Gründen können Sie auch mehrere installieren. 

Pflege

Wie reinige ich meinen Heizkörper richtig? 

Um einen Heizkörper möglichst lang in einem guten Zustand zu erhalten, sollten Sie ihn regelmäßig reinigen. Entfernen Sie mögliche Ablagerungen mit einem Staubtuch oder feuchtem Lappen, um die optimale Wärmeleistung auch weiterhin zu ermöglichen. Zudem verbraucht ein sauberes Modell im Betrieb bis zu einem Viertel weniger Energie, was Ersparnisse bei den Heizkosten bedeutet. 

Neben der äußerlichen Reinigung sollten Sie Ihre Heizung auch regelmäßig von innen reinigen. Nur so können Sie die Staub- und Schmutzablagerungen zuverlässig entfernen. Die Innenreinigung ist jedoch oftmals komplizierter als die äußerliche Reinigung. Aufgrund der komplexen Bauart sollten Sie die umfassende Reinigung eines Konvektors einem Fachmann überlassen. 

Für die effektive Reinigung benötigen Sie geeignete Putzmittel, einen Putzlappen sowie ein Hilfsmittel zur Reinigung der Zwischenräume. 

Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten: 

  • Dampfreiniger
    Mit dem Dampfreiniger können Sie die einzelnen Lamellen reinigen. Die Dampfdüse wird dabei an die jeweilige Lamelle gehalten. Der Dreck fällt unten aus dem Heizkörper. Der große Vorteil bei dieser Reinigungsmethode ist, dass es kaum zu einer Staubentwicklung kommt. Wichtig ist, die Dampfdüse nicht zu lang und zu nah an die Heizung zu halten. Ansonsten könnte der Lack durch die Hitzeentwicklung abplatzen. 
  • Heizkörperbürste
    Eine Heizkörperbürste ist eine sinnvolle Anschaffung, um eine Heizung effektiv in den engen Zwischenräumen reinigen zu können. Sie wird teilweise auch als Lamellenbürste bezeichnet. Diese langstielige Reinigungsbürste passt meist problemlos durch die Schlitze des Abdeckgitters. So können Sie die Heizung ohne großen Aufwand reinigen. Durch die Bewegung mit der Heizkörperbürste löst sich der Staub und fällt unten heraus. Ein Nachteil ist, dass es bei der Reinigung je nach Zustand des Heizungskörpers zu einer relativ großen Staubentwicklung kommen kann. 
  • Staubsauger
    Mit einem langen, schmalen Saugaufsatz ist es möglich, in die einzelnen Lamellen zu gehen und den Staub problemlos abzusaugen. Die Methode wirbelt nicht viel Staub auf. 
Tipp

Im Normalfall reicht es aus, den Heizkörper 1- bis 2-mal im Jahr gründlich zu reinigen. Der beste Zeitpunkt dafür ist vor oder direkt nach der Heizperiode. 

So reinigen Sie Ihren Heizkörper richtig von innen:

  1. Breiten Sie vor der Reinigung einen Lappen oder Zeitungspapier unter dem Gerät aus, um den Boden zu schützen.
  2. Entfernen Sie äußerliche Verschmutzungen. 
    Normalerweise reicht für die Reinigung Seifenwasser aus. Bei hartnäckigen Ablagerungen können Sie zu einem Fettreiniger oder Backofen-Spray greifen.
  3. Wischen Sie die Oberfläche mit klarem Wasser und einem sauberen Lappen feucht nach. 
  4. Entfernen Sie, wenn möglich, das Abdeckgitter des Heizkörpers. Dieser Schritt erleichtert Ihnen die gründliche Reinigung der Lamellen.
    ⇒ Die Schrauben zur Entfernung des Abdeckgitters befinden sich je nach Modell an der Seite oder Rückseite des Gerätes.
  5. Beseitigen Sie nun mit einem entsprechenden Werkzeug, beispielsweise einer Heizkörperbürste, die Staub- und Schmutzablagerungen zwischen den einzelnen Lamellen. 
  6. Reinigen Sie die Abdeckung, die Heizungsrohre und das Thermostatventil mit einem feuchten Lappen. 
    ⇒ Hierfür eignet sich z. B. auch eine Zahnbürste
  7. Schrauben Sie die Heizkörperabdeckung wieder fest. 
  8. Entfernen Sie eventuell herabgefallene Staubflusen und lüften Sie den Raum gründlich durch. 
     

Warum sollte ich meinen Heizkörper entlüften? 

Zur Pflege der Heizung zählt es auch, diese hin und wieder zu entlüften. Wenn einige Teile während des Heizvorganges kalt bleiben oder Geräusche innerhalb der Heizung zu hören sind, hat sich oftmals Luft darin gesammelt. Die Luft nimmt viel Platz ein und hindert dadurch das Wasser daran, durch den gesamten Heizkörper zu zirkulieren. Die Folge sind Leistungseinbußen im Betrieb. 

Tipp

Durch regelmäßiges Entlüften 1- bis 2-mal im Jahr können Sie bis zu 15 % Energie einsparen. Das macht sich in der Heizkostenrechnung deutlich bemerkbar. Entlüften Sie Ihren Heizkörper zumindest vor dem Beginn der Heizperiode.

Wie kann ich meinen Heizkörper entlüften?

Das Entlüften ist einfach und erfordert kein großes handwerkliches Geschick. Sie benötigen lediglich einen Lappen, einen Behälter zum Auffangen des Heizungswassers und einen Entlüftungsschlüssel. Im Notfall können Sie den Heizkörper auch ohne einen passenden Entlüftungsschlüssel entlüften. Verwenden Sie dazu eine kleine Zange, einen Maulschlüssel oder einen Schraubendreher. 

So entlüften Sie Ihren Heizkörper. 

  1. Stellen Sie den Auffangbehälter unter das Entlüftungsventil. 
    ⇒ Eventuell austretendes Wasser wird so direkt aufgefangen. 
  2. Drehen Sie das Thermostat auf die höchste Stufe. 
    ⇒ Warten Sie nun 10 min bis 15 min ab. 
  3. Drehen Sie nun das Thermostat wieder zu.
  4. Öffnen Sie das Entlüftungsventil, indem Sie mit dem Entlüftungsschlüssel maximal eine halbe Umdrehung gegen den Uhrzeigersinn drehen.
    ⇒ Es ist nun ein Zischen zu hören.
  5. Schließen Sie das Ventil wieder, wenn das Zischen der Luft aufhört und stattdessen Wasser austritt.
    ⇒ Sowohl die austretende Luft als auch das Heizungswasser sind heiß. 
  6. Wischen Sie mit einem Lappen eventuell daneben gelaufenes Wasser auf. 
  7. Drehen Sie das Thermostat wieder zurück auf die gewünschte Heizstufe. 

Wartung

Was kann ich tun, wenn der Heizkörper tropft?

Es kann vorkommen, dass sich unter einem Heizkörper eine Wasserlache bildet. Diese kann dabei 2 unterschiedliche Ursachen haben: Entweder, es handelt sich um ein Leck direkt am Gerät oder an seinen Rohren. In beiden Fällen ist schnelles Handeln gefragt, um eventuelle Schäden möglichst gering zu halten. 

Gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Schalten Sie den Heizungskörper ab.
  2. Wischen Sie das ausgetretene Wasser weg. 
  3. Legen Sie nun Küchenpapier oder Zeitungen unter dem Heizkörper aus.
  4. Versuchen Sie anhand dessen zu lokalisieren, wo das Wasser austritt.
  5. Verständigen Sie einen Fachmann, der die Reparatur übernimmt.

Bei leichten Problemen wie einer gelösten Verschraubung oder einer porösen Dichtung können Sie mit etwas handwerklichem Geschick selbst Hand anlegen. Verschraubungen können Sie mit einer entsprechenden Rohrzange eigenhändig festdrehen. 

Achtung!

Ziehen Sie im Zweifelsfall immer einen Fachmann zu Rate. Unsachgemäße Reparaturen können den Schaden vergrößern. 

Was kann ich tun, wenn mein Heizkörper rostet?

Die Kanten und der untere Bereich von Heizungskörpern können je nach Material anfällig für Rostbildung sein. An Stellen mit abgeblättertem Lack kann leicht Feuchtigkeit in das Material eindringen.

Achtung!

Fühlt sich der Heizkörper feucht an, tritt irgendwo Wasser aus oder befindet sich die rostige Stelle in der Nähe des Rücklaufs oder Ventils sollte ein Fachmann hinzugezogen werden. Eventuell ist er bereits vollständig durchgerostet. 

Ist der Rost unter dem Lack schon sehr tief vorgedrungen, hilft es oftmals nur noch, den kompletten Heizkörper austauschen zu lassen. Leichte Rostschäden hingegen können Sie mit etwas handwerklichem Geschick selbst beheben. 

So streichen Sie einen rostigen Heizkörper:

  1. Bereiten Sie den Heizkörper auf das Streichen vor.
    ⇒ Kleben Sie sowohl das Thermostat als auch das Ventil mit Kreppband ab und schützen Sie den Boden mit einer Abdeckplane. 
  2. Schleifen Sie die entsprechenden Stellen bis zum Metall ab. 
  3. Streichen Sie die von Rost gesäuberten Stellen zunächst mit einem Rostschutzgrund.
    ⇒ Lassen Sie diesen Anstrich gründlich trocknen.
  4. Rauen Sie die entsprechende Stelle erneut an und reinigen Sie diese. 
  5. Streichen Sie nun mit einem Heizkörperlack in der gewünschten Farbe. 
Tipp

Versuchen Sie die Farbe möglichst dünn aufzutragen. Je weniger Farbe Sie benötigen, desto besser können Sie die Wärmeleitfähigkeit der Heizung aufrechterhalten. 

Wann sollte ich den vorhandenen Heizkörper auszutauschen? 

Der beste Zeitpunkt, ihn zu ersetzen ist der Sommer. Zu dieser Zeit ist eine funktionstüchtige Heizung nicht notwendig und es kommt zu keinen Einschränkungen durch Kälte in den Wohnräumen. 

Die häufigsten Gründe für den Austausch sind dabei folgende: 

  • Verschleiß
    Über die Jahre verschleißen Heizkörper. Sie müssen regelmäßig gewartet werden. Stark verrostete Modelle funktionieren nicht mehr richtig. Ein Abschleifen und Streichen lohnt sich in vielen Fällen kaum noch. Rostige Heizkörper sollten Sie austauschen, bevor sie komplett durchrosten und einen Wasserschaden verursachen. Ablagerungen von Kalk und Schmutz können zudem für steigende Heizkosten sorgen.
  • Ästhetische Gründe
    Gerade ältere Modelle passen oftmals nicht zum zeitgemäßen Design eines Wohnraumes. Sie können diese austauschen, wenn sich ein modernes Design besser in den Raum einfügt.
  • Energetische Sanierung
    Eine energetische Sanierung ist ein sinnvoller Anlass, um den Austausch vorzunehmen. Durch eine neue Dämmung oder neue Fenster sinkt das Ergebnis der Heizlastberechnung. Die alten Heizkörper sind dann oftmals überdimensioniert oder passen schlichtweg nicht mehr an die ursprüngliche Stelle. 
  • Neue Heizungsanlage
    Moderne Heizungen arbeiten wesentlich effizienter und sparsamer als ältere. Doch nicht immer passen die alten Heizkörper zum neuen System. Die Abstimmung ist jedoch wichtig, um energieeffizient zu heizen.
     

Was kann ich tun, wenn ein Klopfen im Heizkörper zu hören ist?

Ein Klopfgeräusch kann verschiedene Ursachen haben. Prinzipiell sollten Sie jedoch schnellstmöglich darauf reagieren. 

Die häufigsten Gründe zählen wir Ihnen im Folgenden auf:

  • Luft im Heizungssystem
    Ist Luft im Inneren, macht sich diese durch Gluckern bemerkbar. Zudem wird der Körper nicht an allen Stellen gleich warm. In diesem Fall sollten Sie entlüften.
  • Zu hoher Druck im Heizungssystem
    Ist der Druck im Heizungssystem zu groß, kann es zu Klopfgeräuschen kommen. Insbesondere, wenn das Thermostatventil nur zum Teil geöffnet ist. Sobald das Ventil vollständig aufgedreht wird, verschwinden sie jedoch. In diesem Fall sollte Druck vom Heizungssystem genommen oder ein Überstromventil eingebaut werden.
  • Heizungsrohre können sich nicht ausdehnen
    Zum Teil werden Heizungsrohre bei der Montage durch Festpunkte an der Wand fixiert. Werden die Rohre durch die Fixpunkte zu stark eingeengt, können sie sich nicht genug ausdehnen und es kommt zu Klopfgeräuschen. 
  • Vor- und Rücklauf sind vertauscht
    In einigen Fällen kann es vorkommen, dass Vor- und Rücklauf des Heizkörpers bei der Installation vertauscht wurden. Dies ist der Fall, wenn zuerst die Rücklaufleitung warm wird und danach der Vorlauf. 
Tipp

In allen Fällen gilt: Versuchen Sie das Klopfen möglichst genau zu lokalisieren und kontaktieren Sie einen Heizungsfachmann, wenn Sie das Problem nicht selbst lösen können.

Warum wird mein Heizkörper nicht richtig warm? 

In den meisten Fällen ist Luft im Heizkörper die Ursache dafür, dass dieser nicht richtig warm wird. Haben Sie ihn jedoch entlüftet und er heizt dennoch nicht richtig, gibt es noch andere Ursachen, denen Sie auf den Grund gehen können.

Folgende Ursachen zählen zu den häufigsten Möglichkeiten: 

  • Falsch eingestellter Heizkesseldruck
    Ein Grund kann ein falsch eingestellter Heizkesseldruck sein. Weicht dieser Wert von dem für Ihre Wohnsituation passenden ab, sollten entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Bei Unterdruck müssen Sie Wasser nachfüllen, bei Überdruck hingegen sollten Sie Wasser ablassen. 
  • Thermostatventil sitzt nicht mehr korrekt
    Es kann vorkommen, dass das Thermostatventil zu weit in den Heizungskörper hineinrutscht oder klemmt. Die Probleme können durch Verkalkungen oder klemmende Feinmechanik entstehen. In diesem Fall reagiert das Gerät nicht mehr auf die Drehbewegungen. Verklemmungen können Sie mit etwas handwerklichem Geschick zum Teil selbst beheben. 
  • Kessel schaltet sich ab
    Bei extremen Temperaturschwankungen kann es sein, dass sich der Heizkessel abschaltet. In diesem Fall kann sich der Heizkörper nicht erwärmen. 
  • Falsche Einstellungen
    Falsche Einstellungen führen dazu, dass der Heizkörper nur lauwarm wird. Beispielsweise, wenn im Winter noch der Sommer-Modus der Heizung eingestellt ist. 
  • Umwälzpumpe fällt aus
    Fällt die Umwälzpumpe aus, bleibt auch die Heizung kalt. In diesem Fall wird kein warmes Wasser durch das Heizsystem gepumpt. 
Bedenken Sie

Wenden Sie sich mit Ihrem Problem an einen Heizungsfachmann, um eventuelle Schäden durch unsachgemäße Reparaturen zu vermeiden.  


Online-Redaktion

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