Chronographen

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Ratgeber Chronographen


Aktualisiert: 30.04.2019 | Autor: Tereza Kesslerová

Wissen kompakt

Eine Uhr ist weit mehr als nur ein Hilfsmittel. Sie kann Schmuckstück, modisches Statement, Statussymbol, Familienerbstück oder Glücksbringer sein. Bei einem Chronographen handelt es sich um eine Uhr mit Stoppfunktion. Sie erfordert eine filigranere Technik und gilt deshalb als sehr wertvoll. Zudem bietet sie einen erhöhten Funktionsumfang. 

Wörtlich übersetzt bedeutet Chronograph Zeitschreiber. Chronographen ermöglichen es, bestimmte Zeitintervalle zu messen. Sie können beispielsweise die Schnelligkeit beim 100-Meter-Lauf messen oder wie schnell Ihr Auto auf 100km/h beschleunigt. Auch beim Tauchen lässt sich die Zeit unter Wasser stoppen. Vorrausetzung dafür ist natürlich die Wasserdichtheit Ihrer Uhr. 

Bedenken Sie für den Kauf eines idealen Chronographen vor allem folgende Gesichtspunkte:

  • Entscheiden Sie sich für den passenden Chronographen-Typ. 
    Chronographen können sich hinsichtlich ihrer Zielgruppe und der Ziffernblattanzeige unterscheiden. So gibt es speziell abgestimmte Modelle für Männer und Frauen. Jedoch verschwimmen hier die Grenzen zunehmend. Die meisten Modelle sind mit einer analogen Ziffernblattanzeige ausgestattet. Diese überzeugt durch zeitlose Eleganz. Manche bevorzugen jedoch digitale Chronographen. Sie gelten als besser ablesbar. 
    Mehr zu den Chronographen-Typen
  • Machen Sie sich mit den unterschiedlichen Uhrwerken bekannt. 
    Es gibt mechanische Uhrwerke und Quarz-Uhrwerke. Mechanische Uhrwerke benötigen keine Stromquelle, sind jedoch sehr wartungsbedürftig. Quarz-Uhrwerke sind präziser und arbeiten mit einer Batterie oder Sonnenlicht als Stromquelle.
    Mehr zum Uhrwerk
  • Überlegen Sie, welche zusätzlichen Funktionen Sie benötigen. 
    Meist sind Chronographen nicht nur auf die Anzeige und Messung der Zeit beschränkt. Zusätzliche Funktionen, wie ein Kompass, ein Barometer oder ein Kalender machen sie zu universellen Wegbegleitern. Jedoch kann mit zunehmendem Funktionsumfang auch die Übersichtlichkeit verloren gehen. 
    Mehr zu den Funktionen
  • Bedenken Sie auch mögliche Materialien. 
    In Sachen Armband- und Gehäuse-Materialien steht Ihnen eine breite Auswahl zur Verfügung. Neben Gold, Kunststoff und Leder werden auch moderne Metalle wie Titan zur Herstellung verwendet. 
    Mehr zu den Materialien

Kaufberater

Die Auswahl an Chronographen ist groß. Dementsprechend kann jeder nach persönlichem Geschmack, Anspruch und Budget das passende Modell finden. Wir informieren Sie in unserem Ratgeber über die wichtigsten Kaufkriterien. 


Chronographen-Typen 

Kennzeichnend für die meisten Chronographen ist, dass sie über mehrere Drücker verfügen, die entsprechend die Zeitmessung starten, stoppen und wieder auf null stellen. Die 3 Funktionen sind meist auf 2 bis 3 Drücker verteilt. Ältere Modelle haben hierfür auch nur 1 Drücker. Dies hat den Nachteil, dass der Chronograph nicht unmittelbar wieder eingeschaltet werden kann, ohne eine Rückführung zur Null. So können Sie die gestoppten Zeiten nicht einfach aufaddieren. 

Chronographen lassen sich durch unterschiedliche Eigenschaften in mehrere Produktgruppen unterteilen: 

Chronographen nach Zielgruppe 

In den letzten Jahren verschwinden die Unterschiede zwischen den Uhren zunehmend. 

Dennoch lassen sie sich noch in folgende geschlechtsspezifische Varianten unterteilen:

Damen-Chronographen

Sie richten sich vornehmlich an eine weibliche Zielgruppe. Sie sind oftmals in ihrem Funktionsumfang eingeschränkt und gelten mehr als Schmuckstücke. 

Grundsätzlich sind diese Modelle kleiner und zierlicher. Das äußert sich darin, dass das Armband meist schmaler ausfällt als bei klassischen Herren-Chronographen. Oftmals ist auch das Uhrband verziert. Gerne kommen Schmucksteine, echte Edelsteine, Perlen oder Anhänger zum Einsatz. Verspielte Designs kennen hier fast keine Grenzen. Beliebt sind beispielsweise Gliederarmbänder aus mehreren Ringen. Auch finden sich Armreife oder Spangen als Armband. 

Die Uhrengehäuse sind bei Damenuhren meist deutlich kleiner. Hier ist eine Vorliebe für verspielte Designs zu erkennen. Sie sind je nach Preisklasse mit echten oder falschen Edelsteinen verziert. Diese ersetzen manchmal die Bezifferung.

Beliebte Materialien bei diesen Modellen sind Edelstahl, Silber, Rosé-, Rot- und Gelbgold. Sie erhalten jedoch auch Armbänder aus Leder oder Kunststoffen. 

Gängige Farben sind Pastelltöne, wie Rosa, oder auch knallige Statement-Farben. Auch Weiß, Silber, Braun und Schwarz sind beliebte Töne. Letztere sind zeitlos und neutral. Sie können sie daher vielseitig kombinieren. 

Preislich liegen Damen-Chronographen bei 50 € bis 600 €.

Herren-Chronographen

Durch den Trend von XXL-Uhren erfreuen sich Herrenuhren einer zunehmenden Beliebtheit bei beiden Geschlechtern. Sie sind in ihrem Aufbau massiver und schwerer. Die große Bauweise ermöglicht viel Raum für Zusatzfunktionen, wie etwa für die Anzeige diverser Zeitzonen. 

Das Armband bei Herrenuhren ist breiter und robuster. Es muss das massivere Uhrwerk gut tragen. Häufig sind die Modelle auch auf sportliche Aktivitäten ausgelegt. Zusätzliche Verzierungen sind eher selten. 

Das Uhrgehäuse ist größer als bei Damen-Modellen. Auch ist es schlicht und übersichtlich gestaltet. Der Fokus liegt hier mehr darauf, dass alle Anzeigen bzw. Funktionen gut ablesbar sind. Zusätzliche Gestaltungselemente, wie Edelsteine, würden hier eher ablenken. 

Klassische Materialien bei Herren-Chronographen sind Edelstahl, Silber, Leder oder Kunststoff. Die Materialien sind eher schlicht gehalten. Nichtsdestotrotz liegt deren Hochwertigkeit im Fokus. 

Die Farbauswahl ist eher zurückhaltend. Beliebt sind braune, schwarze oder dunkle Töne. Einige Modelle stechen auch mit markanten Farben, wie Rot, hervor. Jedoch sind diese Modelle seltener. 

Preislich liegen sie zwischen 20 € und 6.000 €. Herren-Chronographen der höheren Preislage verfügen über einen erhöhten Funktionsumfang. 

Unisex-Chronographen

Diese Zeitmesser sind für eine breitere Zielgruppe abgestimmt. Sie sind für beide Geschlechter gleichermaßen konzipiert. Besonders für Frauen ist der erweiterte Funktionsumfang interessant. 

Das Uhrband ist bei Unisex-Uhren meist unauffällig. Es ist weder zu massiv, noch zu schmal. Das wirkt universell ansprechend. 

Das Uhrengehäuse ist meist etwas größer als bei typischen Damenuhren. Auch steht hier Schlichtheit und Übersichtlichkeit im Fokus. Daher sind Verzierungen reduziert, jedoch durchaus häufiger anzufinden als bei reinen Herrenuhren. Insgesamt können Sie die verschiedenen Funktionen besser ablesen. 

Die Materialien bei Unisex-Modellen sind überaus vielfältig. Beliebt sind Kunststoffe, Leder, Edelstahl, Silber und Gold. So finden Sie auch für Ihren Geschmack das passende Modell.

Farblich sind schlichte Töne wie Schwarz, Grau, Braun und Weiß äußerst beliebt. Jedoch gibt es auch knallige und auffällige Farben je nach modischem Geschmack. 

Unisex-Chronographen kosten zwischen 80 € bis 800 €. 

Chronographen nach Ziffernblattanzeige

Uhren mit Stoppfunktion lassen sich auch hinsichtlich ihrer Ziffernblattanzeige unterscheiden. Diese hat einen Einfluss auf Funktionalität und Optik. 

Sie finden folgende 2 Ausführungen im Handel:

Shopping Tipp

Es gibt auch Chronographen, die beide Anzeigenformen miteinander vereinen. So können Sie auch von den Vorzügen beider profitieren. 

Analoge Chronographen

Bei analogen Chronographen erfolgt die Anzeige auf einem Ziffernblatt. Dieses ist mit arabischen Zahlen, römischen Ziffern oder sonstigen Strichsymbolen eingeteilt. Analoge Lösungen gelten als zeitlos elegant und sind deshalb mehr verbreitet. 

2 bis 3 Zeiger geben die Zeit in einem Format von 12 h an. Die Zeiger unterscheiden sich in Größe, Breite und Geschwindigkeit. Der große zeigt dabei die Minuten, der kleine die Stunden an. Durch diese Einteilung können Sie dank Zeigerbewegung das Verstreichen der Zeit besser nachvollziehen. 

Analoge Chronographen haben meist neben der Krone 2 bis 3 Drücker. Diese übernehmen den Start, Stopp und die Nullstellung bei der Zeitmessung. Außerdem finden Sie auf dem Haupt-Ziffernblatt meist zusätzliche kleinere Ziffernblätter, Totalisatoren genannt. Die Totalisatoren zeigen die gemessenen Minuten und Stunden an. Die Sekunden zeigt der Chrono-Zeiger im Haupt-Ziffernblatt an. Dieser ersetzt den normalen Sekundenzeiger. Manchmal zeigt ein dritter Totalisator mitsamt Zeiger die verstrichenen Sekunden der Tageszeit an. 

Auch zusätzliche Funktionen, wie Timer, Barometer oder die Weltzeit sind bei analogen Zeitmessern auf dem Ziffernblatt untergebracht. Diese sind als kleinere Kreise oder Quadrate innerhalb des Ziffernblatts gekennzeichnet. 

Zu beachten ist: Je mehr Funktionen der Chronograph bietet, umso unübersichtlicher ist ein analoges Zifferblatt. 

Das Ablesen der Uhrzeit von einem analogen Ziffernblatt kann eventuell schwerer fallen.

Preislich liegen analoge Chronographen zwischen 30 € und 6.000 €.

Vorteile
  • Zeitlos elegant 
  • Besseres Nachvollziehen der Zeit 
Nachteile
  • Schlechtere Ablesbarkeit 
  • Mit zunehmenden Funktionen nimmt die Übersichtlichkeit ab
Digitale Chronographen

Der digitale Chronograph arbeitet mit arabischen Zahlen, die auf einem Anzeigefeld erscheinen. Dabei ist die Stunden- und Minutenzahl meist durch einen Doppelpunkt getrennt. Oftmals zeigt das Display noch etwas kleiner die Sekunden an. Hier können Sie die Uhrzeit schnell und direkt ablesen. Gerade beim Sport erweisen sich digitale Chronographen als praktisch. Jedoch gelten sie für viele als weniger elegant. 

Je nach Funktionsumfang kann das digitale Display weitere Angaben anzeigen, wie beispielsweise Datum, Luftdruck oder die Temperatur. Selbst ein Kompass ist manchmal integriert. Die Angaben können Sie sich in der Regel durch Bedienelemente einzeln darstellen lassen. Der Vorteil ist die bessere Übersichtlichkeit.

Es gibt 2 unterschiedliche Formatanzeigen bei diesem Modelltyp. Meist können Sie beide einstellen. Entweder erfolgt die Anzeige von 0 bis 24 oder von 1 bis 12. Beim 24-Stunden-Format sind Tag und Nacht klar erkennbar. Beim 12-Stunden-Format erfolgt dies durch die Zusatzangabe a.m. (vor dem Mittag) und p.m. (nach dem Mittag). Dies ist dann relevant, wenn Sie sich die Uhrzeit in anderen Zeitzonen angeben lassen möchten. 

Auch bei digitalen Chronographen erfolgt die Zeitmessung und Nullstellung meist über mehrere Drücker. Das Display zeigt die gemessene Zeit oft in einem kleineren Abschnitt unter der Uhrzeit an. Entsprechend ist das Ablesen weitaus übersichtlicher. 

Preislich liegen diese Modelle in einem Bereich von 20 € bis 1.000 €.

Shopping Tipp

Eine Sonderform sind die sogenannten binären Chronographen. Diese Modelle verfügen über eine binäre Anzeige. Für das Ablesen der Uhrzeit müssen Sie jeweils die Binärzahlen bei den Stunden und Minuten addieren. Die Ablesung erfordert daher etwas Gewohnheit. Die Anzeige wirkt futuristisch durch die Leuchtdioden. Gerade für Technikaffine sind diese Modelle geeignet.

Vorteile
  • Leicht abzulesen 
  • Größere Übersichtlichkeit 
Nachteile
  • Wirkt weniger elegant 

Uhrwerk

Das Uhrwerk bestimmt den gesamten Funktionsmechanismus einer Uhr. Dieser sorgt dafür, dass die Uhrzeit angezeigt wird. Die Wahl des Uhrwerks hat einen Einfluss auf die Präzision und auch die Handhabung Ihres Chronographen. 

Grundsätzlich lassen sich 2 Arten unterscheiden:

Mechanische Uhrwerke

Mechanische Uhrwerke funktionieren dank des Zusammenspiels vieler einzelner Bauteile. 

Wir haben für Sie eine Übersicht der Funktionsweise erstellt:

  1. Die Antriebsvorrichtung spannt die Zugfeder der Uhr. 
  2. Eine ruhende, rückführende oder freie Hemmung (eine Baugruppe innerhalb des Uhrwerks) sorgt dafür, dass die Zugfeder die Energie nur portionsweise abgibt. So kommt es zu keiner spontanen Entleerung. 
    ⇒ Die Hemmung befindet sich zwischen der Feder und der sogenannten Unruh. 
  3. Die Federspannung liefert die Energie für den Betrieb der Unruh.
    ⇒ Die Unruh ist die Gangregelung des Uhrwerks. Sie gibt den Takt für sämtliche Zeigerbewegungen an. 
  4. Gewichte sorgen für eine gleichmäßige Schwingung der Unruh. 
  5. Das Räderwerk, ein Zahnradgetriebe, überträgt die Schwingung auf die Uhrzeiger.

Mechanische Uhrwerke kommen ohne zusätzliche elektrische Stromquelle aus. 

Für den Antrieb sind 2 Aufzugvorrichtungen möglich:

  • Automatikaufzug
    Bei einem Automatikaufzug sorgen Ihre Armbewegungen für die Anspannung der Zugfeder. Bei einer täglichen Nutzung bleibt diese Uhr theoretisch niemals stehen. 
  • Handaufzug
    Einen Chronographen mit Handaufzug müssen Sie mittels Aufzugskrone regelmäßig manuell aufziehen. Dadurch spannt die Zugfeder an. Vergessen Sie einmal, die Uhr aufzuziehen, bleibt Sie nach einiger Zeit stehen.

Mechanische Uhrwerke sind echte Handarbeit. Diese kann der Uhrmacher meist problemlos reparieren. Deshalb vererben sich solche Modelle über Generationen. Sind Sie technisch interessiert, werden Sie diese Modelle zu schätzen wissen. 

Quarz-Uhrwerke

Ein Quarz-Uhrwerk unterscheidet sich vom mechanischen Uhrwerk im Hinblick auf die Gangregelung. Hier kommt keine Unruh zum Einsatz, sondern ein Kristall, der namensgebende Quarz. 

Das Zusammenspiel eines analogen Quarz-Uhrwerks haben wir für Sie kurz skizziert:

1. Am Quarz wird elektrische Spannung angelegt. Der Kristall schwingt unter Spannung sehr regelmäßig und mit hoher Frequenz. 

2. Unterschiedliche Schwingungszahlen definieren Sekunden, Minuten und Stunden.  Die hohe Frequenz erzielt eine sehr hohe Ganggenauigkeit.

3. Ein Frequenzteiler leitet die Schwingungsenergie zu einem Schrittmotor.

4. Der Schrittmotor überträgt die Schwingungsenergie auf das Räderwerk und damit auf die Uhrzeiger.

Es lassen sich weitere Funktionsweisen von Quarz-Uhrwerken unterscheiden. Bei einer digitalen Quarzuhr werden die Schwingen an einen Schrittmotor weitergeleitet. Sie werden digital erfasst und mittels Software verarbeitet. Letztere übersetzt die Schwingungen in die Display-Anzeige der Uhrzeit. Bei einer Funkuhr mit Quarzwerk wirken zusätzlich elektromagnetische Wellen auf den Kristall ein. Diese empfängt die Uhr von einer zentralen Sendestation. Dadurch zeigen Funkuhren die Uhrzeit noch präziser an. Sie passen sich auch automatisch der Zeitumstellung an.

Quarz-Uhrwerke benötigen eine elektrische Stromquelle. Üblicherweise kommen hier Batterien zum Einsatz. Alternativ gibt es auch Modelle mit Solarenergie oder einer Kombination von beidem. Ein Batteriewechsel ist alle 2 bis 5 Jahre notwendig.

Quarz-Uhrwerke sind wartungsärmer als mechanische Uhrwerke. Außerdem punkten sie durch ihre Genauigkeit. Sie sind daher für Sie geeignet, wenn Sie sich um das Nachstellen der Uhr keine Gedanken machen möchten. 


Funktionen

Neben der Anzeige der Uhrzeit und der Messung eines bestimmten Zeitabschnittes haben Chronographen meist zusätzliche Funktionalitäten, die den Mehrwert des Modells erhöhen.

Folgende Zusatzfunktionen sind möglich: 

  • Barometer 
    Eine Uhr mit Barometer kann zusätzlich den Luftdruck zu messen. Er wird in der Einheit Pascal (Pa) oder HektoPascal (hPa) angezeigt. Es lassen sich mittels des Luftdrucks zusätzliche Aussagen über das Wetter machen. Bei schönem Wetter ist der Luftdruck meist hoch, bei schlechtem gering. Jedoch beeinflusst dies nicht allein der Luftdruck.
  • Höhenmesser 
    Ein Höhenmesser gibt die Höhe über einer definierten Ebene an. Meistens wird die Höhe gegenüber dem Meeresspiegel angegeben. Die Höhenmessung erfolgt oftmals barometrisch. Insbesondere für sportlich Aktive sind Höhenangaben interessant. 
  • Kalender 
    Viele Chronographen zeigen zusätzlich das Datum an. In der Basisvariante können Sie den aktuellen Kalendertag als Zahl (1-31) ablesen. Manchmal wird das vollständige Datum in Tag, Monat und Jahr aufgeführt. Je nach Format erfolgt auch eine Anzeige des Wochentags. 
  • Kompass 
    Nicht selten ist auch ein Kompass integriert. Durch diesen können Sie die jeweiligen Himmelsrichtungen bestimmen. Dies ist v.a. bei Wanderungen oder touristischen Aktivitäten von Nutzen. So können Sie sich schnell mithilfe von Karten orientieren und besser zum Ziel finden. 
  • Mondphasen 
    Je nach Stellung des Mondes, der Erde und der Sonne lässt sich der Mond aus verschiedenen Beleuchtungswinkeln betrachten. Dadurch entstehen die unterschiedlichen Mondphasen: Neumond, zunehmender Mond, Vollmond und abnehmender Mond. Einige hochwertige Chronographen können die Mondphasen anzeigen. Dies ist vor allem für Astronomie-Begeisterte ein Pluspunkt. 
  • Thermometer
    Mittels Thermometer lässt sich die Außentemperatur messen. Im europäischen Raum erfolgt die Angabe  in Grad Celsius (°C). Manchmal kann auch zusätzlich die Angabe in Fahrenheit (F) oder Kelvin (K) erfolgen.   
  • Tiefenmesser 
    Der Tiefenmesser gibt die momentane Tiefe zur Oberfläche des Gewässers an. Diese wird auch als Tauchtiefe bezeichnet. Diese Angabe ist für Wassersportler interessant. 
  • Timer 
    Bei einem Timer handelt es sich meist um eine Countdown-Funktion. Nach einem festgelegten Zeitabschnitt löst dieser einen Alarm aus. Dies erweist sich in mehreren Alltagssituationen, beispielsweise beim Kochen, als praktisch. 
  • Weltzeit 
    Die Weltzeit ist ein spezielles Zeitsystem, das weltweit die gleichen Zeitangaben herstellt. Es hat im Gegensatz zu den Zeitzonen keine regionalen Begrenzungen. Im Alltag nutzen die Menschen meist die Angaben der jeweils gültigen Zeitzone. Aber bei internationalen Interaktionen, beispielsweise im Flugverkehr oder im Internet, kommt das Konzept der Weltzeit durchaus zum Einsatz. 
  • Zeitzone 
    Manche Chronographen bieten zusätzlich die Möglichkeit die Uhrzeit in anderen Zeitzonen anzuzeigen. Dies ist insbesondre sinnvoll für Vielreiser oder Nutzer, die privat oder geschäftlich viele internationale Kontakte haben. 

Ausstattung

Mit der Konfiguration Ihrer Ausstattung passen Sie die Uhr an Ihre persönlichen Bedürfnisse an.

Sie setzt sich aus 4 Komponenten zusammen: 

Armband

Das Armband ist am Gehäuse befestigt und ermöglicht es Ihnen, die Uhr um das Handgelenk zu tragen. Damit die Uhr auch passt, sollten die Maße des Armbands stimmen. Für gewöhnlich geben die Hersteller die Länge und die Breite in Millimeter oder Zentimeter an. Als Faustregel gilt, dass die passende Uhrband-Länge sich aus dem Handgelenkumfang + 3 cm ergibt. 

Folgende Tabelle bietet einen Überblick darüber, welche Uhrband-Länge für welche Handgelenke passend ist: 

Uhrband-Länge in cm Eignung 
16 Für Kinder
17 Für Kinder und Jugendliche
18 Passend für schmale Handgelenke
19 Für normale Handgelenke
20 Für normale bis kräftigere Handgelenke
21 Für kräftigere Handgelenke
23 Für breite Handgelenke

Die Breite von Armbändern kann zwischen 18 und 26 mm liegen. Herren-Chronographen mit massivem Gehäuse liegen hier im oberen Bereich. 

Es gibt für Armbänder unterschiedliche Verschlussmechanismen. Die Auswahl hängt hier von den individuellen Vorlieben ab. 

Folgende sind dabei üblich: 

  • Dornschließe bzw. Stiftschließe
    Eine Dornschließe setzt sich aus einem Metallriemen und einem Dorn zusammen. Sie befindet sich am Ende eines Bandes. Das andere Band ist jeweils mit Löchern versehen. Beim Verschließen wird das gelochte Band durch den Metallriemen geführt und an der passenden Stelle wird der Dorn durch das Loch geführt. Der Vorteil dieser Variante ist die hohe Passgenauigkeit. Je nach Gewichtsschwankungen kann der Nutzer die Größe anpassen.
  • Faltschließe 
    Eine Faltschließe muss gefaltet werden, um das Armband zu verschließen. Die Faltschließe ist mit beiden Seiten des Uhrenarmbandes verbunden. Bei Öffnung erweitert sich der Umfang des Armbandes und Sie können die Uhr einfach abstreifen. Es gibt unterschiedliche Variationen der Faltschließe. Bei der Kippfaltschließe ist ein Metallbügel angebracht, der sich einseitig öffnen und schließen lässt. Eine Sicherheitsfaltschließe besitzt im Gegensatz zur Kippfaltschließe noch einen zusätzlichen Bügel über dem Schließteil. So kann sich der Verschluss nicht einfach öffnen und der Chronograph bietet einen festeren Halt. Die Schmetterlings- bzw. Doppelfaltschließe hat eine größere Fläche als die anderen Varianten. Sie erlaubt daher nach dem Öffnen eine größere Uhrband-Länge. Entsprechend ist sie bequemer an- und auszuziehen. 
  • Schlitten- bzw. Schiebeverschluss
    Der Schlitten- bzw. Schiebeverschluss erinnert im Prinzip an die Dornschließe. Eine Hakenklappe ist an einer Seite des Armbandes befestigt. Sie hakt sich beim Verschließen an der anderen Bandseite fest. Mittels eines Uhrenbestecks lässt sich die Hakenklappe lösen und der Schlittenverschluss auf dem Band verschließen. 
Bedienelemente

Je nach Ausführung hat ein Chronograph unterschiedliche Bedienelemente. Diese dienen der Einstellung der Zeit sowie der Anpassung weiterer Funktionen. 

Folgende Varianten sind möglich: 

  • Drehlünette
    Eine Drehlünette ist eine Umrandung des Ziffernblatts, die Sie durch eine Drehung bewegen können. Sie bietet je nach Chronograph die Bedienung von Funktionen, wie etwa der Anzeige verschiedener Zeitzonen oder der Tachometerskala. Die Handhabung erfordert etwas Übung. 
  • Drehrad
    Drehräder befinden sich bei Chronographen meist am rechten Gehäuserand vorzufinden. Mithilfe dieser können Sie meist die Uhrzeit einstellen oder auch Alarm bzw. Kalender anpassen. Die Bedienung ist recht intuitiv und erfordert nur etwas Übung. Bei Uhren mit manuell-mechanischem Uhrwerk dienen Drehräder auch zum Aufziehen. 
  • Drücker 
    Drücker sind einfach und übersichtlich. Sie sind meist am rechten Gehäuserand angebracht. Häufig sind 1-3 Drücker vorhanden. 
Beleuchtung 

Für die bessere Ablesbarkeit bei schlechten Lichtverhältnissen ist eine Beleuchtung ein interessantes Ausstattungselement.

Es gibt 2 unterschiedliche Varianten: 

  • Lumineszierende Zeiger 
    Bei analogen Uhren kommen häufig lumineszierende Zeiger zum Einsatz. Diese leuchten im Dunkeln und Sie können weiterhin die Uhrzeit erkennen. 
  • Beleuchtetes Display 
    Bei digitalen Uhren ist ein beleuchtetes Display keine Seltenheit. Durch einen Knopfdruck ist das Display für wenige Sekunden beleuchtet, sodass Sie es einfach ablesen können. 
Gehäuse

Das Gehäuse bildet den stabilen Rahmen für das Uhrenglas, das Ziffernblatt und das Uhrwerk. Es besteht aus einem Boden und 1 oder mehreren Gehäuseringen. Eine Halterung am Armband befestigt das Gehäuse. 

Beim Kauf gibt es unterschiedliche Faktoren zu beachten. Für viele ist es wichtig, dass der Gehäusedurchmesser in Relation zum Handgelenkumfang steht. So sind die Proportionen stimmig.

Folgende Tabelle kann Ihnen dabei eine Orientierungshilfe sein: 

Handgelenkumfang in cm Empfohlener Uhrendurchmesser in mm
16 38-41 
17 39-42 
18 40-44 
19 41-45 
20 42-46 
21 43-48 
23 45-50 

Das Gehäuse bietet Schutz vor Staub, Schmutz und Wasser. Inwieweit die Uhr wasserdicht ist, geben die Hersteller in Bar (bar) an. Der Wert bei Chronographen liegt zumeist zwischen 3 und 20 bar. 

Die folgende Tabelle zeigt an, für welchen Einsatzzweck, welche Wasserdichtigkeit geeignet ist: 

Druck in bar  Geschützt gegen
Wasserspritzer
Duschen
10  Schwimmen, Abwaschen, Regen, Schnorcheln
20  Tauchen

Bedenken Sie

Eine Uhr bleibt nicht immer wasserdicht. Die Dichtung kann spröde werden oder das Uhrenglas Mikro-Risse aufweisen. Ein Fachmann kann dies, beispielsweise beim Austausch der Batterien, auf Wunsch überprüfen.


Materialien

Die Materialien eines Chronographen haben Einfluss auf die Optik, Qualität und den Tragekomfort.

Die Materialien unterscheiden sich je nach Bauteil der Uhr:

Armband

Beim Armband bestehen unterschiedliche Präferenzen hinsichtlich des Materials. 

Wir haben für Sie eine Übersicht der gängigsten Materialien zusammengestellt: 

  • Kunststoff
    Kunststoff, meist Polyurethan (PU), liegt durch seine hohe Elastizität gut am Handgelenk. Bei hoher Qualität gilt Kunststoff als robust und wetterfest. Daher sind Chronographen mit Kunststoff-Armbändern beim Sport äußerst beliebt. Einen hohen Tragekomfort bietet auch der Kunststoff Silikon. Dieser punktet obendrein mit jahrelanger Farbechtheit. Bei anderen Kunststoffen kann es schnell zu Verfärbungen kommen.
  • Leder
    Leder gilt als hochwertig und bietet ein angenehmes Tragegefühl. Jedoch ist Leder weniger stabil als andere Materialien. So kann es mit der Zeit einreißen. Außerdem kann Leder hart und brüchig werden, wenn es regelmäßig Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Leder ist daher nicht für Sport und nasse Witterung zu empfehlen.   
  • Metall
    Metalle, wie Edelstahl, Silber oder Gold, bieten eine hohe Stabilität und gelten als äußerst elegant. Darüber hinaus sind die meisten Metalle sehr hautverträglich. Nur bei Allergikern können Nickel-Legierungen Ausschläge hervorrufen. Hier sollten Sie sich über die Zusammensetzung genau informieren. Ein leichtes Tragegefühl bieten Alu und Titan. Metall ist zwar sehr langlebig, jedoch anfällig für Kratzer. 
  • Textilien
    Auch gibt es verschiedene Modelle mit Textil-Armbändern. Am häufigsten finden hier synthetische Fasern, wie Nylon, Verwendung. Dieses ist robust und trotzdem atmungsaktiv. Auch dieses Material ist für das Tragen beim Sport geeignet. 
Gehäuse

Hier stehen vor allem Hochwertigkeit und Optik im Mittelpunkt. Ein wichtiger Punkt ist auch die Stabilität. Deswegen dominieren Metalle das Feld. Jedoch gibt es auch andere Optionen. 

Wir haben für Sie die häufigsten aufgeführt: 

  • Gold
    Gold ist ein sehr beliebtes Material für Schmuck und auch Uhren. Es wirkt sehr edel und bietet zudem ein angenehmes Tragegefühl. Es ist sehr weich, was es anfällig für Kratzer macht. Jedoch lassen sich diese vom Fachmann wieder einfach aufpolieren. Den Goldgehalt geben Hersteller in Karat (K, ct) an. Dabei bieten 24 K den höchsten Reinheitsgrad. 
  • Platin
    Wenngleich Gold als das edelste Metall klingt, ist Platin 60-mal seltener. Es weist außerdem eine höhere Stabilität, Reinheit und Dichtheit auf. Es ist daher gut für Uhrengehäuse geeignet. Ein weiterer Vorteil ist, dass Platin hypoallergen ist. Es kann also keine Allergiereaktionen hervorrufen. Den Reinheitsgrad geben die Hersteller in Anteilen von 1.000 an. Ein Reinheitsgrad von 950 gewährleistet also, dass das Metall zu 95 % aus Platin besteht. 
  • Silber
    Silber zählt ebenfalls zu den Klassikern. Es ist sehr elegant und lässt sich vielseitig kombinieren. Es ist nochmals weicher als etwa Gold, was die Empfindlichkeit gegenüber Stößen erhöht. Dies lässt sich allerdings durch die Legierung mit anderen Metallen umgehen. Auch hier wird der Reinheitsgrad in Anteilen von 1.000 Teilen angegeben. 
  • Edelstahl
    Edelstahl wird aus Stahl gewonnen. Kennzeichnend ist hier ein besonders hoher Reinheitsgrad. Edelstahl ist wesentlich härter als beispielsweise Gold. Das macht es resistenter gegenüber Kratzern und Beschädigungen. Auch die Optik von Edelstahl gilt als elegant. Zudem ist das Material günstiger als Edelmetalle. 
  • Titan
    Titan wird erst seit Kurzem für die Herstellung von Uhren oder Schmuck verwendet. Die Vorzüge sind seine Leichtigkeit und Robustheit. Da es mit Sauerstoff reagiert, bildet Titan eine Oxydschicht. Es ist somit noch weniger anfällig für Kratzer als Edelstahl. Damit es auch gegen Stöße unempfindlich ist, legieren die Hersteller Titan meist. Zudem überzeugt Titan durch eine glänzende Oberfläche. Es wirkt daher edel und zeitlos. Auch für Allergiker gibt es bei Titan Entwarnung – es ist komplett nickelfrei. 
  • Keramik
    Keramik besitzt trotz niedriger Dichte eine sehr große Härte. Das Material ist daher sehr leicht und dennoch formstabil. Auch gegen Verschleiß erweist sich Keramik als sehr beständig. Jedoch ist Keramik recht bruchempfindlich. Optisch überzeugt es nach dem Polieren mit einem schönen Glanz. Keramik-Gehäuse punkten zudem durch eine hohe Farbenvielfalt. 
  • Kunststoff
    Inzwischen besitzen viele Chronographen auch ein Kunststoff-Gehäuse. Dies wirkt sich zumeist positiv auf das Tragegefühl aus. Kunststoff ist sehr leicht und elastisch. Auch gibt es Kunststoff in vielen Farben. Jedoch kann sich das Material mit der Zeit verfärben. Ein Nachteil ist zudem, dass Kunststoff mit der Zeit etwas splittern kann. 
Uhrenglas

Das Uhrenglas schützt die Anzeige und das Uhrwerk zusätzlich.

3 Gläser-Materialien werden bei der Herstellung häufig verwendet:

  • Plexiglas
    Bei Plexiglas handelt es sich genau genommen um einen durchsichtigen Kunststoff. Dieser ist sehr leicht und stabil. So wird dieses Material häufig bei Sportler-Uhren eingesetzt. Auch ist es meist in kostengünstigeren Modellen zu finden. Ein Vorteil ist zudem, dass Plexiglas kein Licht reflektiert und damit nicht spiegelt. Jedoch ist es anfälliger für Kratzer als Mineralglas.
  • Mineralglas
    Mineralglas ist eine veredelte Form von Gebrauchsglas und härter als Plexiglas. Damit ist es weniger anfällig für Kratzer und langlebiger. Jedoch gibt es durchaus Qualitätsunterschiede. Um eine hohe Widerstandfähigkeit zu erreichen, muss das Mineralglas verhärtet sein. Dann ist es gut geschützt. Meist kommt Mineralglas in hochwertigeren Modellen zum Einsatz. 
  • Saphirglas 
    Das sogenannte Verneuil-Verfahren dient zur Herstellung von Saphirglas. Es ist das gleiche Verfahren, das bei der Fertigung synthetischer Edelsteine zum Einsatz kommt. Dadurch ist Saphirglas wesentlich härter und resistenter gegenüber Kratzern als Mineralglas. Obendrein ist es auch noch bruchfester. Jedoch kann selbst Saphirglas bei Stößen Schaden nehmen. Allerdings hat Saphirglas auch Nachteile. So bricht es Licht wesentlich stärker. Hersteller umgehen dies, indem sie das Glas entspiegeln. Auch ist Saphirglas wesentlich teurer in der Herstellung. Es kommt daher mehr bei Luxus-Modellen zum Einsatz. 

Design 

Da Chronographen häufig auch als Schmuckstücke angesehen werden, spielt das Design beim Kauf eine wesentliche Rolle. Hier sind persönliche Vorlieben entscheidend.

2 wesentliche Faktoren, die zum optischen Erscheinungsbild beitragen, sind: 

Farben

In Sachen Farben steht Ihnen eine umfangreiche Palette zur Verfügung. Jedoch ist die Farbe auch vom jeweiligen Material bestimmt. Synthetische Armbänder bieten eine größere Auswahl, wohingegen Metalle oder Leder etwas eingeschränkt sind. 

Klassischerweise empfehlen sich für hellere Hautfarben vor allem metallische Töne. Jedoch kann auch ein dunkles Lederarmband für einen schönen Kontrast sorgen. 

Kupfer, Braun oder Schwarz kommen bei dunklerer Hautfarbe besser zur Geltung.

Bunte Töne, wie Gelb, Rot oder Blau, sorgen universell für einen modischen Akzent. 

Entscheidend ist auch das Zusammenspiel mit der individuellen Garderobe und anderem Schmuck. 

Gehäuseform

Ob Dreieck-, Oval-, Herz- oder Sternform – prinzipiell finden Sie zu allen Formen Angebote im Handel. Nichtsdestotrotz sind diese eher die Ausnahme. 

Folgende 3 Varianten dominieren das Feld: 

  • Rundes Gehäuse 
    Die häufigste Variante ist immer noch das runde Gehäuse. Gerade bei Analoguhren harmoniert die runde Form auch mit den Kreisen, die die Zeiger um den Mittelpunkt des Ziffernblattes drehen. Ein rundes Gehäuse kommt am besten zur Geltung, wenn das dazugehörige Armband deutlich schmaler ist. Jedoch gibt es auch die Variante, dass das runde Gehäuse im Armband eingefasst ist. 
  • Rechteckiges oder quadratisches Gehäuse 
    Aus der Epoche des Art déco haben sich zunehmend rechteckige oder gar quadratische Gehäuse bei Armbanduhren durchgesetzt. Sie gelten bei analogen Uhren bis heute als Blickfang. Gerade bei Luxus-Uhren sind rechteckige Gehäuse eine elegante Alternative. Für digitale Anzeigen sind diese häufiger anzutreffen. Bei letzteren wirkt das Gesamtdesign dann sehr sportlich. 
  • Tonneau-Gehäuse 
    „Tonneau“ stammt aus dem Französischen und bedeutet Fass. Die Form entspricht auch der eines stehenden Fasses. Die seitlichen Außenlinien sind leicht nach außen gewölbt. Besonders bei hochwertigen Damenuhren sind Tonneau-Gehäuse anzutreffen. Dies liegt auch daran, dass sie eine sehr zierliche Bauform erlauben. 

Häufige Fragen

Sie haben weitere Fragen zu Kauf und Nutzung von Chronographen? Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengefasst. Unsere Sammlung basiert dabei auf den Erfahrungen anderer Nutzer. 

Definition

Ein Chronograph ist ein bestimmter Uhren-Typ. Die Armbanduhr verfügt zusätzlich über eine Stoppfunktion, welche zur Kurzzeitmessung geeignet ist. Üblicherweise erkennen Sie einen Chronographen an mehreren Drückern, die sich neben der Krone am Gehäuserand befinden. Die Uhr verfügt über 1 zusätzlichen Zeiger (Chrono-Zeiger) und 2 zusätzliche Ziffernblätter, die die gemessene Zeit anzeigen. 

Wissenswert

Im Jahr 2013 musste die Geschichtsschreibung hinsichtlich der Chronographen umgeschrieben werden. Bis dahin gingen Historiker davon aus, dass Nicolas Mathieu Rieussec im Jahre 1821 den ersten Chronographen baute. Jedoch schuf Louis Moinet bereits 1816 die erste Stoppuhr. Es handelte sich um eine kleine Taschenuhr, die die Zeit auf 1/60 Sekunde genau aufzeichnen konnte.

Eignung

Chronographen bieten unterschiedliche Vorteile. Sie haben im Vergleich zu einer gewöhnlichen Armbanduhr einen erweiterten Funktionsumfang. Gerade in Situationen, in denen eine Zeitmessung notwendig ist, können diese trumpfen. Beispielsweise beim Tauchen oder Fliegen oder bei Geschwindigkeitsmessungen. Des Weiteren sind Chronographen häufig mit nützlichen Funktionen, wie einem Barometer, ausgestattet. Dies macht diesen Uhren-Typ zu einem universellen Weggefährten für sportliche Aktivitäten, wie beispielsweise Wandern. 

Informieren Sie sich über zusätzliche Funktionen eines Chronographen im gleichnamigen Kapitel unseres Kaufberaters.

Funktionsweise

Ein Chronograph stoppt die Zeit mittels Drücker an der Seite. Was einfach klingt, ist in der Realisierung gar nicht so einfach. Aufgrund einer hohen Zahl an Federn, Hebeln und zusätzlichen Elemente sind Chronographen nicht einfach in der Herstellung.  

Wir haben für Sie die Funktionsweise veranschaulichend zusammengefasst:

  1. Der Messvorgang startet durch die Betätigung des Einschalt-Drückers. 
    ⇒ Der Chrono-Zeiger läuft an. 
  2. Zum Stoppen wird der Anhalte-Drücker gedrückt. 
    ⇒ Der Chrono-Zeiger arretiert. 
    ⇒ Sie können die gestoppte Zeit ablesen. 
  3. Durch Betätigung des Nullstell-Drückers wird der Chrono-Zeiger auf null gestellt.
    ⇒ Verschiedene Hebel drücken die herzförmigen Scheiben auf der Achse der Zeiger wieder zur Ausgangsposition zurück. 
     

Die Drücker an einem Chronograph erfüllen unterschiedliche Funktionen.

Folgende 3 Drücker sind möglich: 

  • Einschalt-Drücker
  • Nullstell-Drücker
  • Anhalte-Drücker

Manchmal sind Einschalt-Drücker und Anhalte-Drücker in einem zusammengefasst. 

Ein Chronograph ist in der Regel nicht auf die Anzeige der Uhrzeit und das Stoppen der Zeit beschränkt. Er bietet Ihnen einen vielfältigen Funktionsumfang. Das Ziffernblatt hat hierfür meist zusätzliche Anzeigen. Je nach Gehäusegröße kann die Übersichtlichkeit darunter leiden. Es empfiehlt sich daher, bei einem großen Funktionsumfang auch auf einen Chronographen mit großem Gehäuse zurückzugreifen.

Folgende sind die gängigsten Zusatzfunktionen: 

  • Barometer 
  • Höhenmesser 
  • Kalender 
  • Kompass 
  • Mondphasen 
  • Thermometer
  • Tiefenmesser 
  • Timer 
  • Weltzeit 
  • Zeitzone 

Erfahren Sie mehr zum Thema Funktionen in unserem Kaufberater.
 

Bei herkömmlichen Zeitmessern sind das Starten, Stoppen und Nullstellen 3 unterschiedliche Vorgänge. Ein Flyback-Chronograph reduziert diese Schritte nach dem ersten Starten auf 1 Vorgang. 

Wird der Chrono-Zeiger per Drücker gestoppt, stellt er sich automatisch zurück und startet den Messvorgang neu. Der Chrono-Zeiger fliegt quasi zurück über das Ziffernblatt, daher auch der Name Flyback (aus dem Englischen: Zurückfliegen). Müssen mehrere Messungen hintereinander durchgeführt werden, erweist sich dies als äußerst praktisch. 

Handhabung

Es kann durchaus vorkommen, dass ein Chronograph nach Betätigung des Drückers nicht auf die Nullstellung (12-Uhr-Position) zurückkehrt. Dies kann unterschiedliche Gründe haben, wie beispielsweise eine Erschütterung. Es muss sich dabei jedoch nicht zwingend um einen Defekt handeln. Oftmals reicht es einfach, den Chronographen neu zu justieren. 

Gehen Sie bei der Justierung wie folgt vor: 

  1. Ziehen Sie die Krone komplett heraus. 
  2. Bedienen Sie den Drücker bzw. den Startknopf am oberen Gehäuserand. 
    Der Chrono-Zeiger bewegt sich jeweils um eine Sekunde. 
  3. Betätigen Sie den Drücker so lange, bis die Nullstellung wieder erreicht ist. 
  4. Drücken Sie die Krone wieder vollständig hinein. 
     

Die Tachymeter-Funktion ist die eigentliche Stoppfunktion. Im Prinzip verfügt jeder Chronograph über diese Funktion. Oftmals ist eine zusätzliche Tachymeterskala vorhanden. Sie gibt ausgehend vom Nullpunkt an, wie viele Teile der Stunde vergangen sind. Sie müssen entsprechend mit dem Kehrwert rechnen. 

Eine Übersicht finden Sie in der folgenden Tabelle:

Uhrzeit Tachymeterskala Teile einer Stunde  Zeit in Minuten 
3 Uhr 240 1/240 Stunde 1/4 Minute
6 Uhr  120 1/120 Stunde 1/2 Minute
9 Uhr  80 1/80 Stunde 3/4 Minute
12 Uhr  60 1/60 Stunde 1 Minute

Die Angabe in Teile einer Stunde ist nützlich, um beispielsweise die Geschwindigkeit von Autos in Stundenkilometern einfach zu berechnen. Hierfür benötigen Sie 2 Angaben: die Streckenlänge und die benötigte Zeit. 

Der Rechenweg lautet wie folgt: Kilometer / Teile einer Stunde.

Andere Anwendungsfälle sind die Geschwindigkeit von Läufern oder Schwimmern. 

Beispiel

Legt das Auto beispielsweise 8 km in 4/60 h zurück, ist es durchschnittlich 120 km/h schnell.

8 / (4/60) = 8 x (60/4) = 480/4 = 120 

Kauf

Grundsätzlich gibt es unterschiedliche Faktoren beim Kauf zu beachten. 

Folgende sind hier besonders wichtig: 

  • Welchen Uhren-Typ benötigen Sie? 
    Es lassen sich Herren- und Damen-Chronographen unterteilen. Diese unterscheiden sich in ihrem Design. Herrenuhren sind meist massiver und schlichter. Damenuhren hingegen wirken filigraner und verspielter. Jedoch vermischen sich die Grenzen zunehmend. So gibt es auch Unisex-Chronographen, die sich für beide Geschlechter eignen. 
  • Wie gut lässt sich die Uhr ablesen? 
    Machen Sie sich zusätzlich Gedanken, ob sie lieber einen analogen oder einen digitalen Chronographen haben möchten. Analoge Chronographen besitzen ein klassisches Ziffernblatt und ein schickeres Design. Sie gelten als Klassiker. Jedoch sind sie oft etwas schwieriger abzulesen, insbesondere wenn noch weitere Funktionen verbaut sind mit zusätzlichen Zeigern und Ziffernblättern. Digitale Chronographen zeigen die Zeit in Zahlen an und bieten meist eine bessere Übersicht. 
  • Was sollte Ihre Uhr leisten können? 
    Ein Chronograph kann meist mehr als nur die Uhrzeit anzeigen und die Zeit messen. Für Geschäftsleute ist beispielsweise ein Kalender oder die Angabe weiterer Zeitzonen interessant. Für Outdoor-Aktivitäten empfiehlt sich ein Modell mit Kompass, Thermometer und Höhenmesser. Auch sollten Sie hier auf die Wasserdichtheit achten. Für jeden praktisch ist ein integrierter Timer. Überlegen Sie sich also gründlich, was ein Chronograph für Sie alles leisten muss. 
  • Welches Material bevorzugen Sie? 
    Die Wahl des Materials ist abhängig von Ihrem persönlichen Geschmack und dem individuellen Tragekomfort. Entscheidend sind auch Allergien. Dabei können Armband und Gehäuse durchaus aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sein. Letztlich bestimmt das Material auch die Wertigkeit des Modells. Ein besonderes Augenmerk sollten Sie außerdem auf das Uhrenglas setzen. Dieses kann sich in Stabilität und Reflexion unterscheiden. 
  • Welche Ansprüche haben Sie an das Design? 
    Für viele ist der Chronograph ein Schmuckstück bzw. Statussymbol. Eine hochfunktionelle Uhr, die Ihnen jedoch letztlich nicht gefällt, werden Sie vermutlich nicht tragen. Die Vorlieben hinsichtlich Farben und Gehäuseform sind hier ganz individuell. Die Uhr sollte zu Ihrem sonstigen Stil passen. 

Chronographen haben einen höheren Funktionsumfang als einfache Armbanduhren. Allein für die Stoppfunktion sind zusätzliche Federn und Hebel im Uhrwerk notwendig. Dies erschwert auch die Produktion der Modelle. Deshalb fallen Chronographen auch meist etwas teurer aus als ansonsten gleichwertige Armbanduhren, die über keine Zusatzfunktionen verfügen. 

Modell

Chronographen und Chronometer beschreiben 2 verschiedene Uhren-Modelle.

Sie unterscheiden sich dabei wie folgt: 

  • Chronometer
    Chronometer meint Uhren mit hoher Präzision. Es dürfen nur bestimmte Uhren so bezeichnet werden. Sie müssen über ein Schweizer Uhrwerk verfügen und dieses muss die Ganggenauigkeitsprüfung des unabhängigen Observatoriums „COSC“ (Contrôle officiel suisse des chronomètres) bestehen.  
  • Chronograph
    Hierbei handelt es sich um eine Uhr mit Stoppfunktion.

Es gilt, jede Multifunktionsuhr ist ein Chronograph, jedoch nicht jeder Chronograph eine Multifunktionsuhr. Der Begriff Multifunktionsuhr hat sich für Modelle eingebürgert, die noch über weitere Funktionen, wie etwa ein Tachometer, verfügen.  

Automatik-Chronographen sind Modelle mit mechanischem Uhrwerk. Sie verfügen über einen Zusatzmechanismus, der es ermöglicht, kinetische in potenzielle Energie umzuwandeln. Dies bedeutet, die reine Bewegung der Armbanduhr spannt die Zugfedern an und versorgt das Modell mit Energie. Es ist kein manuelles Nachziehen erforderlich. 

Split-Second-Chronographen verfügen über einen sogenannten Schlepp-Zeiger oder Rattrapante. Es handelt sich um einen zweiten Sekundenzeiger. Der Hauptzeiger schleppt diesen mit. Beim Stoppen der Zeit verharrt zunächst der Schlepp-Zeiger auf der Stelle, während der andere Zeiger weiter läuft. Somit können Sie eine Zwischenzeit messen. 


Aus Begeisterung fürs Online-Shopping unterstütze ich die billiger.de-Redaktion neben meinem Studium beim Verfassen von Ratgebern. Meine Interessen reichen dabei von Unterhaltungselektronik über Haushaltsthemen bis hin zu Mode. Dabei ist es mir immer wichtig, für Sie die wichtigsten Informationen zum Kauf und Tipps zur Anwendung zusammenzutragen. 


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