Snowboarding

Ratgeber Snowboarding


Ratgeber Snowboarding


Eine Schneepiste ohne Snowboarder ist heutzutage unvorstellbar. Das Snowboarding ist eine Wintersportart, bei der der Sportler seitlich auf einem Brett steht und mit dem Gleichgewicht das Board den Hang hinunter steuern kann. Die erste Variante des Snowboards wurde 1900 von Österreichern erfunden. Diese waren mit ihrer Konstruktion so erfolgreich, dass ab 1914 Monogleitwettbewerbe eingeführt wurden. Die gedankliche Basis des Wintersports basiert auf dem Surfen. Anstatt auf dem Wasser wollten die Menschen durch den Schnee gleiten - fasziniert von dem Gedanken bauten die Amerikaner Tom Sims und Jake Burton Carpenter in den 60ern aus alten Türen das erste richtige „Skiboard“.

Heutzutage sind die Snowboards zumeist aus Holz gebaut und werden mit anderen Materialien verstärkt, um Stabilität und Sicherheit zu gewährleisten. Je nach Länge des Bretts können Jung und Alt mit den Boards die Pisten erobern und dank unendlicher Farbvielfalt ist für jeden Geschmack etwas dabei. Um bei jeder Drehung und Wendung sicher zu stehen, wird man mit seinen Snowboard Schuhen an der Bindung des Bretts befestigt. Dank vielen verschiedenen Boardtypen können mittlerweile für jeden Untergrund und für jede Art des Snowboardings das passende Board gefunden werden.

Snowboards

Ein Snowboard sollte immer nach dem Können des Fahrers ausgerichtet sein. Grundsätzlich gilt: Je länger das Board, desto ruhiger lässt es sich fahren und desto unbeweglicher ist es. Für Anfänger und Abfahrten bieten sich die längeren Boards an, da sie dem Fahrer ein höheres Gefühl von Kontrolle und Sicherheit vermitteln. Wer schon fortgeschritten ist und kleine Sprünge und Tricks mit dem Board machen möchte, der sollte sich für ein kürzeres, wendigeres Modell entscheiden.

Wer gerne zusammen die Hänge hinabfahren möchte, der kann sich beim Snowboarden fürs Tandem entscheiden. Das sogenannte Splitboard kann mit jeweils zwei Bindungen versehen werden, so dass sich der hintere Partner mit dem vorderen Bein zwischen die Beine des anderen stellt. Dicht hintereinander sind hier jedoch ein gutes Gleichgewicht und funktionierende Absprachen notwendig. Profis entscheiden sich häufig für das Raceboard, das mit seiner flachen Spitze Höchstgeschwindigkeiten erreichen kann. Das beliebteste aller Boards ist wohl das Freestyle Board, das auch gerne von Anfängern genommen wird und sowohl im Tiefschnee als auch auf Pipes verwendet werden kann. Reine Tiefschneefahrer sollten sich für ein Freeride-Snowboard entscheiden, da die breite und weiche Vorderseite geschmeidig durch den Schnee rutscht und auch Unebenheiten problemlos ausgleicht.

Grundsätzlich sind Snowboards zwischen einem Meter und 1,80 m lang. Die Länge ist immer abhängig von der Größe des Fahrers und sollte unbedingt beachtet werden. Zusätzlich gibt es spezielle Kindersnowboards, die mit kürzeren Brettern und fröhlichen Motiven angeboten werden. Ob Holz, Schaumstoff oder Aluminium bleibt Ihnen überlassen, achten Sie jedoch auf eine hochwertige Verarbeitung und eine Verstärkung durch Fiberglas oder Kohlefaser, um die Stabilität und Belastbarkeit zu verbessern.

Snowboard-Boots

Um auf dem Brett einen festen Halt zu haben, benötigen Sie gut sitzende Snowboard-Schuhe, die es als Hard-und Softboots zu kaufen gibt. Je nach Ansprüchen sollte hier das passende Modell gewählt werden. Wenn Sie mit ihrem Snowboards Sprünge und Tricks wagen wollen, bieten sich Softboots an, da diese flexibler sind und Sprünge sich leichter abfedern lassen. Sie sind mit einer sehr dicken, aber beweglichen Sohle ausgestattet, und verfügen über ein sehr leichtes Material. Damit können Sie die Kraft direkt auf das Board bringen und die Kontrolle fällt bei schnellen Bewegungen leichter.

Wenn Sie jedoch mehr im Tiefschnee unterwegs sind, bieten sich Hardboots an. Diese haben eine stabilere Sohle als die Softboots und stabilisieren das Fußgelenk besser. Durch die feste Einspannung des Schienbeins können Sie die Hebelwirkung benutzen und benötigen deutlich weniger Kraft als bei Softboots. Bei der harten Variante ist die richtige Größe jedoch ausschlaggebend, da das harte Material sonst schnell unbequem wird. Probieren Sie die Schuhe unbedingt vor dem Kauf an, um Druckstellen oder gar Blasen zu vermeiden. Ihre Zehen sollten vorne den Rand leicht berühren, jedoch nicht vollständig dran stoßen. Beachten Sie, dass im Winter oftmals dicke Socken getragen werden und diese auch Platz in den Schuhen brauchen. Auf und ab laufen kann bei der Größenentscheidung helfen. Keinesfalls sollte schon bei der Anprobe irgendwo etwas drücken, denn sonst haben Sie nicht lange Spaß beim Snowboarden. Vorteilhaft ist es auch, wenn der Snowboardschuh ein innovatives Fußbett besitzt, das Stöße besser abdämpft und somit das Verletzungsrisiko weiter minimiert. Gerade für Kinder empfehlenswert sind die selbstanpassenden Schuhe, die sich im Innern nach einer gewissen Zeit der Form des Fußes anpassen und somit für optimalen Tragekomfort sorgen.

Snowboard-Bindungen

Die Bindungen, mit denen die Schuhe am Board befestigt werden, befinden sich auf der Oberfläche des Brettes und sorgen für festen Halt und müssen auf das Gewicht eingestellt werden. Es wird unterschieden zwischen Platten-und Softbindungen und den Step-In Bindungen.

Die Plattenbindung wird mit Hardboots verwendet. Dabei werden die Schuhe zwischen einem Stahlbügel und einem Klappbügel eingehakt und fixiert. Wenn Sie sich für ein Raceboard entschieden haben, ist eine Plattenbindung vorteilhaft, da diese eine direkte Kraftübertragung auf das Brett erlaubt und für hohe Geschwindigkeiten sorgt.

Bekannter ist die Softbindung oder auch Ratschenbindung genannt. In dieser Bindung wird der Fuß hinten durch einen Spoiler und vorne durch zwei Ratschenbänder gehalten. Diese ermöglichen ein schnelles Ein-und Aussteigen und werden mit Softboots kombiniert. Die Bindungen sollten auf jeden Fall sorgsam eingestellt werden, damit Sie sich auf ihrem Board wohl fühlen und in keine unnatürliche Position gezwängt sind. Der Abstand sollte ungefähr so breit sein, wie der Abstand zwischen Ihrem Knie und dem Knöchel. Zusätzlich muss der Bindungswinkel eingestellt werden - Unerfahrene sollten sich hier von einem Profi helfen lassen, damit es bei der Fahrt keinen bösen Überraschungen gibt. Achten Sie auch vor jeder Fahrt darauf, ob die Bindung fest sitzt, damit Sie unfallfrei die Pisten hinunterkommen. Mit einer perfekten Snowboardausrüstung steht einem langen Tag auf dem Brett nichts im Wege.
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