Prosecco

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Ratgeber Prosecco


Aktualisiert: 09.04.2019

Wissen kompakt

Was zunächst nur als vinum Pucinum bekannt war, ist heute einer der am meisten geschätzten Schaumweine. Der Prosecco ist nicht nur ein Tröpfchen, das man gerne in Gesellschaft trinkt. Er ist das Produkt eines langjährigen Kelterns bestimmter Rebsorten.

Die weiße Rebsorte wächst nur in einer bestimmten Region Venetiens und stammt aus dem Nordosten Italiens. Prosecco, der auch die Bezeichnung Schaumwein oder Perlwein trägt, ist je nach Region sogar sehr unterschiedlich in seinem Geschmack. Die Traube, aus welcher der Prosecco entsteht, trägt den Namen Glera. Des Weiteren sind auch andere Rebsorten namens Serprina, Serprino, Grappolo, Ghera und Sciprina bekannt, aus denen ebenso eine Herstellung von Prosecco möglich ist. Dank einer bestimmten Verordnung unterliegt er grundsätzlich einem gewissen Qualitätsstandard.

Mit diesem Kaufberater möchten wir Ihnen den Prosecco etwas näherbringen und Ihnen zeigen, dass der gute Tropfen noch mehr bietet als einen bekannten Namen.

Kaufberater

Den Namen Prosecco erhielt das Getränk durch die ursprünglich verwendete Rebsorte. Sie ist sehr alt und hat ihre Wurzeln bei Triest – einer Region, die weitab von dem Gebiet liegt, in der die heutigen Reben wachsen. Die ersten Aufzeichnungen seiner Existenz gehen bis ins Altertum zurück. Seitdem hat er sich stark weiterentwickelt.

Wenn Sie heute einen Prosecco kaufen, sollte dieser folgende Merkmale aufweisen:
 

  • Je nach Region erhält er die Zusatzbezeichnung DOC oder DOCG
  • Es ist entweder ein Schaumwein, Perlwein oder Stillwein
  • Er sollte der EG-Verordnung Nr. 1166/2009 unterliegen


Diese Merkmale machen den Prosecco zu einem unverzichtbaren Getränk bei Feiern, familiären Angelegenheiten oder einfach als kleinen Genuss beim Dinner.

Insgesamt gibt es drei Sorten, nach denen man einen Prosecco unterscheidet. Die Ursache, warum ein Prosecco nur als Schaumwein, Stillwein oder Perlwein erhältlich ist, liegt in der Rebsorte. Im Nordosten Italiens, wo man die ursprüngliche Rebsorte des Prosecco aufzog, eigneten sich die Trauben lediglich zu den drei Arten. Inzwischen sind die Hersteller bei der Kelterung dieser drei Arten geblieben.
 

Schaumwein

Wohl am bekanntesten ist der Prosecco Spumante. Ein Schaumwein, der als einziger die Bezeichnung Sekt tragen darf, sofern die Herstellung über die Flaschen- oder Tankgärung erfolgte. In den meisten Fällen nutzen die Hersteller letztere Methode.

Ein hochwertiger Prosecco Spumante ist in der Regel nicht unter 5 Euro erhältlich und enthält dazu einen Anteil der Schaumweinsteuer, die im deutschen Hoheitsgebiet ungefähr 1,02 Euro pro 0,75-Liter Flasche beträgt.

Wissenswert

2017 wurden durch die Schaumweinsteuer über 380 Mio. Euro in die deutschen Staatskassen gespült.

Perlwein

Weitaus interessanter ist der Prosecco frizzante – ein Perlwein, der nur mit einem geringen Kohlensäuregehalt versehen ist. Die Kohlensäure entsteht anhand von Druck, der bei der Kühlung zustande kommt. Im Fachjargon trägt dieser Vorgang auch die Bezeichnung "Imprägnierverfahren". Im Tank ist die Gärung zwar auch möglich, wird jedoch zumeist abgelehnt.

Wissenswert

Der Nachteil eines Perlweins ist der, dass die Kohlensäure nach Öffnung der Flasche relativ schnell verfliegt. Daher neigt der Perlwein schnell dazu, schal zu schmecken.
 

Der Geschmack hängt von den Weißweinsorten ab, die bei der Herstellung Verwendung fanden. Produkte, die im Handel unter 2 Euro pro Flasche erhältlich sind, unterliegen meist einer solchen Assemblage. Zulässig ist eine Beimischung fremder Rebsorten bis zu einem Wert von 15 Prozent. Alles was darüber fällt, ist auf dem Etikett zu verzeichnen.
 

Stillwein

Ein Stillwein besitzt keinerlei Kohlensäure und ist auch unter den Namen Prosecco spento oder Prosecco tranquillo bekannt. Meistens verlässt er sein Herkunftsland nicht und ist daher in Deutschland nur relativ selten erhältlich.

Die verschiedenen Sorten

Der Prosecco lässt sich nicht nur in Schaum-, Perl- und Stillwein unterteilen. Es gibt in Valdobbiadene zwei Gemeinden: Fol und Saccol. Hier keltert man eine besonders seltene Art des Prosecco. Er stellt das Non-Plus-Ultra bezüglich der Qualitätsstufe dar. Er trägt auch den Namen "Cartizze". Da die Produktionsmenge nicht sehr hoch ausfällt, ist er außerhalb Italiens nur selten erhältlich.

Wissenswert

Prosecco di Cartizze zeichnet sich durch seinen sehr feinen fruchtigen und intensiven Geschmack aus. Noten von Apfel und Birne können wie auch nussige oder erdige Noten vorhanden sein – der recht teure Cartizze ist sein Geld auf jeden Fall wert.
 

Des Weiteren ist der Prosecco in trockener und halbtrockener Form erhältlich. Ob er trocken oder halbtrocken ist, hängt mit dem Ende der Kelterungszeit zusammen. Für gewöhnlich beenden die Hersteller die Gärung im Winter. Der Zucker im Alkohol ist dann noch nicht vollständig umgesetzt und es bleibt ein Rest an Süße bestehen. Dazu bleibt ein gewisses Maß an Kohlensäure übrig. Dieses Tröpfchen stellt unter den Sorten etwas ganz Besonderes dar.

Die meisten Proseccos sind in bereits vergorener Form erhältlich und besitzen dann ihren typischen, trockenen Geschmack. Der halbtrockene Prosecco nutzt für seine Gärung nicht den Winter, sondern die moderne Kellertechnik. Hierbei unterliegt die Temperatur ständigen Kontrollen, womit ein bestimmter Gärungsgrad erreicht werden kann.

Die Vergabe der Bezeichnungen DOC und DOG ist festgelegt. Ein Prosecco mit diesen Bezeichnungen stammt aus unterschiedlichen Regionen, die stark eingegrenzt sind. Trägt er die Bezeichnung DOC, stammt er aus den Gemeinden Valdobbiadene oder Conegliano. Seit April 2010 gibt es zusätzlich die Bezeichnung DOCG, die lediglich Weine tragen dürfen, die in der Region Valdobbiadene wachsen. Ist die Traube in einem anderen Teil Italiens gewachsen, trägt sie die Bezeichnung IGT. Über die jeweilige Qualität sagen diese Bezeichnungen aber nichts aus.

Gesetz zum Erhalt der Qualität

In Italien greift die EG-Verordnung Nr. 1166/2009, ein Gesetz, welches die Grundlagen zur Produktion festlegt. Die Herstellung des Prosecco unterliegt strengen Auflagen, in denen das Anbaugebiet, sowie auch der Herstellungs- und Abfüllort klar deklariert ist. Die Prosecco-Lese findet ausschließlich im Veneto, einer Region Italiens, statt.

Die Abfüllung in Flaschen erfolgt in der gleichen Region. Hierbei zielt man darauf ab, das Qualitätslevel des Prosecco anzuheben. Das Gesetz trat in Kraft, nachdem zahlreiche Prosecco-Produkte erst in Deutschland abgefüllt und in den Verkauf gebracht wurden. Durch die Massenproduktion litt jedoch die Qualität des Schaumweins. Das Gesetz gilt seit 2009.

Shopping Tipp

Im Grunde müssen Sie beim Prosecco nur eines beachten: Möchten Sie eine besonders trockene Sorte oder ist Ihnen einer mit etwas Süße lieber? Des Weiteren empfehlen wir Ihnen, sich nicht unbedingt nach dem Preis zu richten. Denn auch ein etwas günstigerer Prosecco kann einen hervorragenden Geschmack besitzen.
 

Ebenso ist im Gesetz definiert, welche Glasfarben bei den verwendeten Flaschen Anwendung finden dürfen. Die Abfüllung erfolgt ausschließlich in Weiß- oder Grünglasflaschen. Seit 2009 ist der Verkauf von Prosecco in Dosen untersagt. Vorzüge haben dank dieses Gesetzes hauptsächlich die Hersteller von Premium-Produkten, die besonders in der oberen Preisklasse erhältlich sind.

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