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Ratgeber Rauchmelder


Aktualisiert: 12.06.2018 | Autor: Online-Redaktion 

Wissen kompakt

„Mir passiert so etwas nicht, ich passe doch auf!“ 

Das ist die Einstellung vieler, wenn es um die Thematik Feuer geht. Brände entstehen jedoch meist unbeobachtet und überraschen die Betroffenen dann, wenn sie am wenigsten damit rechnen.

Daher sind in Deutschland – in fast allen Bundesländern – Privathaushalte gesetzlich verpflichtet, Rauchwarnmelder anzubringen.

Dieses erkennt durch seine Sensoren frühzeitig entstehenden Rauch und alarmiert die Hausbewohner. 

Wissenswert

Der Überbegriff für alle Feuergefahr-Melder lautet Brandmelder. Diese werden folgendermaßen unterschieden:

  • Ein Feuer- bzw. Flammenmelder ist direkt mit einer Brandmelde-Zentrale verknüpft. Sobald das Gerät Flammen wahrnimmt, löst es Alarm aus – die Feuerwehr rückt daraufhin aus. Diese Methode wird meist in Firmen oder öffentlichen Gebäuden eingesetzt.
  • Auch ein Rauchmelder ist mit einer Alarmzentrale verbunden. Bei starker Rauchentwicklung wird ebenfalls direkt die Feuerwehr alarmiert.

Der Rauchwarnmelder ist die Art von Brandmeldern, welche sich in den meisten Haushalten befinden. Diese sind nicht mit einer Zentrale verbunden, sondern schlagen im Fall von Rauchentwicklung (bzw. Temperaturanstieg) Alarm.

Um Sie umfassend zum Thema Rauchwarnmelder zu informieren und Ihnen einen Überblick über die Produktpalette zu ermöglichen, haben wir nachfolgend in unserem Kaufberater die wichtigsten Punkte zum Thema für Sie zusammengefasst. 


Kaufberater

Die Installation von Rauchwarnmeldern ist in vielen Bundesländern Vorschrift. Denn die unscheinbaren kleinen Geräte sind in vielen Fällen Lebensretter

Damit Sie ein Modell finden, das Ihnen optimale Sicherheit bietet, sollten Sie sich vor dem Kauf die Fragen stellen, wo Sie das Gerät installieren möchten und auf welche zusätzlichen Eigenschaften Sie Wert legen.

Bedenken Sie für den Kauf vor allem folgende Gesichtspunkte:

  • Der Platz, an dem Sie Ihren neuen Rauchwarnmelder installieren wollen, entscheidet über den Rauchmelder-Typen und dessen Sensor.
    Nicht jeder Rauchwarnmelder ist für jede Umgebung gleich gut geeignet. Um rechtzeitig alarmiert zu werden, ist es wichtig, dass Sie einen Melder wählen, der den räumlichen Bedingungen angepasst ist.
  • Maßgebliches Entscheidungskriterium sind auch Ihre persönlichen Sicherheitsansprüche.
    Eltern legen sehr viel Wert darauf, sofort alarmiert zu werden, sobald es in den Zimmern ihrer Kinder zu einer Rauchentwicklung kommt. Funkrauchmelder ermöglichen es, mehrere Geräte miteinander zu verbinden, sodass im Falle eines Brandes alle Bewohner umgehend informiert werden.
  • Bedenken Sie die Energieversorgungs-Möglichkeiten Ihrer Wohnung.
    In vielen Neubauten ist es möglich, Rauchwarnmelder mit dem Stromnetz zu verbinden, um eine sichere Energieversorgung zu gewährleisten. In bereits bestehenden Wohnungen, ist dies oft mit höherem Aufwand verbunden. In diesen Fällen müssen Sie ein Gerät mit einfachem Batteriebetrieb wählen. 
  • Achten Sie außerdem auf die Größe der auszustattenden Zimmer.
    Sollten einzelne Räumlichkeiten die Flächengröße von 60 m² überschreiten oder Flächen durch hohe Einrichtungsgegenstände voneinander abgetrennt sein, muss mehr als ein Melder installiert werden.

Rauchwarnmelder-Typen

Rauchwarnmelder verfolgen alle dasselbe Ziel – Personen vor gefährlichen Bränden zu warnen. Um möglichst alle Bedürfnisse abzudecken, sind im Handel 2 Typen erhältlich.

Auf den Punkt!
  • Der Rauchwarnmelder alarmiert die auftretende Rauchentwicklung durch einen Signalton.
  • Ein Funkrauchmelder kann mit weiteren Geräten verknüpft werden, wodurch im Brandfall in allen angeschlossenen Räumen gleichzeitig alarmiert wird.
Rauchwarnmelder

Bei Standard-Rauchwarnmelder-Geräten handelt es sich um sogenannte Stand-Alone-Brandmelder, wie sie in den meisten privaten Haushalten vorzufinden sind.

Stand-Alone-Melder (engl. für „alleinstehend“) sind mit keinem weiteren Gerät oder einer Brand-Zentrale verknüpft. Die Warnsignale gehen stattdessen ausschließlich von diesem Melder aus.

Die Standardmodelle sind in der Regel schlicht in Weiß gehalten und sind somit regelrecht unsichtbare Lebensretter in allen Wohn- und Schlafräumen.

Die meisten Modelle funktionieren nach dem Streulichtprinzip – wird eine Rauchentwicklung durch den Melder erkannt, gibt dieser einen alarmierenden Ton von sich.

Mit welchen Sensorprinzipien Rauchwarnmelder arbeiten, erfahren Sie im entsprechenden Kapitel unseres Kaufberaters.

Funkrauchmelder

Funkrauchmelder erkennen ebenso wie Stand-Alone-Rauchwarnmelder Rauchentwicklung durch ihre Sensoren. Anders als diese sind sie jedoch über Funk mit anderen Meldern im selben Gebäude zu einem großen Netz verknüpft. Sobald eines der Geräte Rauchentwicklung registriert, senden alle Geräte einen Alarm. 

Wissenswert

Einige Funkrauchmelder können über eine kostenlose App zusätzlich mit dem Smartphone verbunden werden. Damit ist es möglich, auch von unterwegs den aktuellen Betriebszustand des Gerätes abzurufen

Funk-Modelle eignen sich besonders für große Gebäude wie Kaufhäuser oder Hotels, da bereits bei niedriger Rauchentwicklung die Basisstation informiert wird und Signale an die weiteren Melder gesendet werden.

Auch im privaten Bereich sind Funkrauchmelder von Nutzen. Gerade in großen Wohnungen und Häusern werden beispielsweise Eltern auf schnellstem Wege über eine Rauchentwicklung im Kinderzimmer informiert.

Recherche Tipp

Auf www.baunetzwissen.de finden Sie weitere Informationen zu Brandmeldern. 


Sensorprinzipien

Rauchwarnmelder-Modelle arbeiten je nach Produkttyp auf unterschiedliche Art.

Dabei wird zwischen 4 Sensorprinzipien unterschieden:

Elektrochemisch

Ein Rauchmelder mit elektrochemischem Sensor reagiert im Brandfall nicht auf Rauch, sondern alarmiert, sobald gefährliche Rauchgase erkannt werden. Melder dieser Art beinhalten einen Mikro-Reaktor, welcher bei der Reaktion mit toxischen Gasen einen Stromfluss erzeugt. Wird ein solcher Stromfluss gemessen, ertönt ein Signalton.

Recherche Tipp

Weitere Informationen zur Funktionsweise von elektrochemischen Sensoren finden Sie auf der Homepage des Unternehmens Membrapor.

Fotoelektrisch

Der fotoelektronische Rauchwarnmelder, häufig auch optischer Rauchwarnmelder genannt, ist die am häufigsten eingesetzte Variante

Die Funktionsweise dieser Brandmelder ist relativ einfach: 

  • In diesen Modelle befindet sich eine Leuchtdiode (LED), die regelmäßig Lichtstrahlen aussendet. Diese treffen im Normalfall nicht auf die sich seitlich befindende Fotolinse. 
  • Treten jedoch Rauchpartikel in den Innenraum des Melders, werden die Lichtstrahlen gebrochen. Die zerstreuten Strahlen werden auf die Linse gelenkt und lösen einen Alarm aus.
Shopping Tipp

Eine Variante der optischen Rauchwarnmelder sind Lasermelder. 

Diese beinhalten anstelle einer Leuchtdiode eine Laserdiode. Diese ermöglicht noch genauere Messungen, wodurch schon kleinste Rauchpartikel im Melder-Inneren identifiziert werden können.

Ionisierend

Ionisationsrauchmelder besitzen ein Sensorprinzip, das auf radioaktive Stoffe zurückgreift. In Deutschland dürfen Ionisationsrauchmelder aufgrund der gesundheitsschädlichen Strahlen nur in Sonderfällen und mit strengen Auflagen installiert werden.

Ausgehende Alpha-Strahlen des Präparats ionisieren die Luft im Melder-Inneren, wodurch ein Stromfluss gemessen werden kann. Sobald kleine Rauchpartikel in den Melder gelangen, verringert sich dieser Stromfluss und es wird ein Alarm ausgelöst.

Da ionisierende Rauchwarnmelder bereits kleinste Rauchpartikel wahrnehmen, kann es allein schon durch das Eindringen von Zigarettenrauch zu einem Fehlalarm kommen.

Thermodifferential

Modelle, die nach dem Thermodifferential-Prinzip funktionieren, werden als Wärmemelder bezeichnet. Der Melder verfügt hierbei über 2 Heißleiter, welche als Temperatursensoren fungieren. In regelmäßigen Abständen vergleicht der Melder die Werte des Mess-Heißleiters und dessen Vergleich-Heißleiters mit einem festgelegten Maximalwert.

Sobald es in einem Raum zu einem schnellen Temperaturanstieg kommt, überschreiten die gemessenen Werte den Maximalwert und ein Alarm wird ausgelöst.

Wissenswert

Der Maximalwert bei Wärmemelder-Modellen variiert zwischen 55°C und 75°C.

Hitzewarnmelder sind besonders für staubige und rauchige Räumlichkeiten wie Werkstätten oder Kneipen geeignet.

Manche Modelle lassen sich zusätzlich mit einer Sprinkleranlage verbinden. Diese startet sofort nach Erkennung des Brandes. So wird keine wertvolle Zeit bei der Brandbekämpfung verloren.

Achtung!

Für den Einsatz in privaten Haushalten bietet dieses Sensorprinzip nicht genügend Sicherheit, da sich bereits giftige Rauchgase entwickelt haben könnten, bis Temperatur-Maximalwerte überschritten werden und der Alarm einsetzt.


Energieversorgung

Ein Rauchwarnmelder kann entweder über Batterien oder das Stromnetz mit Energie versorgt werden.

Batteriebetrieb

Die meisten Rauchwarnmelder funktionieren mit einem einfachen Batteriebetrieb. Der Vorteil batteriebetriebener Geräte ist, dass sie einfach und ohne die Hilfe eines Fachmanns montiert werden können. 

Mittlerweile müssen alle in Deutschland zugelassenen Modelle den Energieverlust der Batterien ankündigen. Spätestens 30 Tage vor der völligen Entleerung wird durch einen wiederkehrenden Signalton darauf hingewiesen, dass die Batterie im Melder zu wechseln ist, damit die Funktionalität weiterhin gewehrleistet bleibt. 

Shopping Tipp

Viele Rauchwarnmelder werden inzwischen mit einer Langzeit-Batterie ausgestattet. Diese haben eine Lebensdauer von bis zu 11 Jahren. 

Netzbetrieb

Bei netzbetriebenen Rauchmeldern erfolgt die Energieversorgung über das Stromnetz. Im Fall eines Stromausfalls wird das Gerät über eine Batterie mit Energie versorgt. 

Der Wartungsaufwand entfällt, da die Batterien (für die Notstromversorgung) erst nach mehreren Jahren getauscht werden müssen. 

Netzbetriebene Geräte bieten sich insbesondere für den Einbau in Neubauten (bzw. im Rahmen von Umbauten) an. Für den Anschluss des Gerätes sind Zuleitungen erforderlich, die in einem Neubau problemlos verlegt werden können – sie nachträglich zu verlegen, ist allerdings mit deutlich mehr Aufwand und Mehrkosten verbunden. 

Die Installation von netzbetriebenen Rauchwarnmeldern wird in der Regel von einem Fachmann durchgeführt. Damit wird sichergestellt, dass die Melder ordnungsgemäß installiert sind und einwandfrei funktionieren.


Features

Die wichtigste Aufgabe von Rauchwarnmeldern ist es, Alarm zu geben, sobald Brandgefahr droht.

Jedoch verfügen viele Modelle über einige weitere Funktionen:

  • Batteriewechsel-Anzeige
    Die Batteriewechsel-Anzeige signalisiert durch einen wiederkehrenden Signalton die Leistungsabnahme der Batterie und macht so auf die notwendige Auswechslung aufmerksam.
  • Langzeit-Batterie
    Modelle mit dem Qualitätszeichen „Q“ verfügen über eine festeingebaute Batterie. Die Lebensdauer dieser Batterie variiert von Hersteller zu Hersteller zwischen 2-10 Jahren.
Recherche Tipp

Welche Eigenschaften ein Rauchwarnmelder benötigt, um das Qualitätszeichen „Q“ zu erhalten, können Sie unter www.qualitaetsrauchmelder.de nachlesen.

Dort erfahren Sie auch, welche Modelle aktuell mit dem „Q“ ausgezeichnet sind. 

  • Nachtruhe
    Sollten die Batterien nachts anfangen zu schwächeln, werden die darauf hinweisenden Signaltöne unterdrückt. Die Funktion der Nachtruhe wird oftmals auch als „Batterie-Low-Unterdrückung nachts“ bezeichnet.
  • Störanzeige
    Im Falle einer unerwarteten Störung – wie unzureichender Funktionalität durch übermäßige Verschmutzung – blinkt die außen sichtbare Leuchtdiode. Zusätzlich ertönen in der Regel kurze Signaltöne.
  • Stummschaltung
    Sollte ein Falschalarm ausgelöst werden, kann dieser durch das Drücken des Stummschalt-Knopfes stummgeschalten werden. Der Rauchwarnmelder wird daraufhin für einige Minuten deaktiviert und schaltet sich nach Ablauf des Stummschalt-Zeitraumes automatisch wieder ein.
  • Temperaturfühler
    Wärmemelder enthalten Temperaturfühler, welche die Raumtemperatur erfassen und beim Überschreiten eines Maximalwertes einen Signalton ausgeben.
  • Testknopf
    Der Testknopf ermöglicht es, die Funktionalität des Gerätes zu kontrollieren. Nach kurzem oder längerem Druck des Knopfes ertönt bei vielen Meldern ein Signalton als Bestätigung, dass das Gerät korrekt funktioniert. Bei manchen Modellen geschieht dies auch durch ein kurzes Blinken.
Shopping Tipp

Brandmelder, die über keinen Testknopf verfügen, lassen sich mit Hilfe eines Prüfgases auf ihre Funktionalität testen.

  • Vernetzbarkeit
    Die Vernetzbarkeit von mehreren Rauchwarnmeldern ist der Vorteil von Funk-Modellen. Über einen Hauptmelder werden im Brandfall Signale an alle miteinander vernetzten Geräte gesendet. So ist der Rauchalarm auch in größeren Wohnungen und Gebäuden an jeder Stelle direkt und deutlich vernehmbar.
  • Verschmutzungskompensation
    Ein Modell mit Verschmutzungskompensation überwacht sein Inneres auf Verschmutzung und passt die Empfindlichkeit (des Sensors) diesbezüglich an. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit eines Fehlalarms verringert.

Materialien

Das Material sollte keine allzu große Rolle bei der Kaufentscheidung spielen, da es lediglich ein paar kleine Unterschiede in der Oberflächen-Beschaffenheit von Aluminium, Kunststoff und Textilgewebe gibt.

  • Aluminium
    Aluminium ist ein sehr robustes und langlebiges Material, das ohne viel Pflege dauerhaft einsetzbar ist. Daher wird es gerne für die Herstellung von feuerbeständigen Rauchwarnmeldern genutzt.
  • Kunststoff
    Die meisten Hersteller verwenden bei der Produktion Kunststoff. Kunststoff ist besonders robust und schmutzresistent, wodurch sich das Sauberhalten sehr einfach gestaltet.
  • Textil
    Textile Varianten sind selten, da nur wenige Hersteller dieses ausgefallene Material für Geräte anbieten. Durch ihr innovatives und schlichtes Design sind Modelle mit textiler Oberfläche kaum sichtbar. Einen äußeren Testknopf gibt es nicht, da durch das Drücken auf die gesamte Oberfläche des Melders die Funktionalität getestet sowie Fehlalarme ausgeschaltet werden können. Der Nachteil von diesen Modellen ist die erhöhte Anfälligkeit für Schmutz.

Häufige Fragen

Was Sie schon immer zur Verwendung von Rauchwarnmeldern wissen wollten, haben wir an dieser Stelle für Sie zusammengefasst. Unsere FAQ-Sammlungen basieren hierbei auf dem Wissensbedarf anderer Käufer.

Alarm

Wie verhalte ich mich richtig, wenn der Rauchwarnmelder Alarm schlägt?

Bleiben Sie im Falle eines Brandes ruhig und befolgen Sie die nachfolgenden Schritte:

  1. Verlassen Sie umgehend mit allen Bewohnern das Gebäude.
  2. Kriechen Sie bei starkem Rauchaufkommen auf dem Boden, um das Einatmen des schädlichen Brandgases zu vermeiden.
  3. Schließen Sie beim Herausgehen jede Türe hinter sich. 
    ⇒ Durch mangelnde Sauerstoffzufuhr kann sich das Feuer nicht ausbreiten.
  4. Sobald Sie in Sicherheit sind, rufen Sie die Feuerwehr.
    ⇒ Sprechen Sie langsam und deutlich, um dem Ansprechpartner alle notwendigen Informationen mitzuteilen.
  5. Warten Sie in einem sicheren Bereich auf das Eintreffen der Feuerwehr.
Tipp

Ausführliche Informationen, wie Sie sich Falle eines Brandes richtig verhalten, erhalten Sie bei Ihrer lokalen Feuerwehr. 

Batterie

Dürfen Akkus in Rauchwarnmeldern verwendet werden?

Ein Verbot für die Verwendung von Akkus in Rauchwarnmeldern gibt es nicht, allerdings ist davon dringend abzuraten.

Die Spannung nimmt bei gewöhnlichen Alkaline-Batterien langsam und gleichmäßig ab. Bei Akkus erfolgt der Spannungsabfall hingegen rasant. In solch einem Fall ist keine sichere Funktionalität gewährleistet, da eventuell nicht mehr genügend Energie übrig bleibt, um ein Warnsignal zu senden.


Wie oft muss ich die Batterie meines Rauchwarnmelders wechseln?

Die Periodendauer zwischen den Auswechslungen hängt von der Art der Batterie ab.

Rauchwarnmelder mit Langzeit-Batterien werden in der Regel für die Lebensdauer des Rauchmelders (ca. 11 Jahre) verwendet. Nach Ablauf dieser Zeit wird das Gerät ersetzt. Den Ablauf dieser Zeit verkünden viele Modelle durch einen langen Signalton.

Anders ist es bei Modellen mit auswechselbaren Einweg-Batterien. Sie können bis zu 3 Jahren zuverlässige Dienste leisten, müssen dann jedoch ausgetauscht werden. Die notwendige Auswechslung wird vom Gerät meist durch kurze Signaltöne in kurzen Abständen signalisiert. Diese sind häufig leiser als der Alarm in einem Brandfall.

Alle in Deutschland zugelassenen Modelle müssen spätestens 30 Tage vor Leistungsnachlass der Batterie Signaltöne abgeben, um die Bewohner auf die bevorstehende Auswechslung hinzuweisen.

Recherche Tipp

Ausführliche Informationen zum Batterie-Wechsel erhalten Sie in der Gebrauchsanleitung Ihres Rauchwarnmelders. 

Funktionsweise

Wie funktioniert ein Rauchwarnmelder?

Rauchwarnmelder funktionieren nicht alle gleich.

Es werden 4 Funktionsweisen unterschieden:

  • Elektrochemisch
  • Fotoelektrisch
  • Ionisierend
  • Thermodifferential

Wie in den jeweiligen Meldern ein Signal auslöst wird, erfahren Sie in unserem Kaufberater in der Rubrik Sensorprinzipien.

Kauf

Was kosten Rauchwarnmelder?

Teilweise gibt es erhebliche Preisunterschiede zwischen den Modellen. Diese stehen in der Regel in Zusammenhang mit den möglichen Funktionen des Rauchwarnmelders.

Grundsätzlich gilt jedoch: Ein funktionstüchtiger Stand-Alone-Rauchwarnmelder ist schon ab einem Kaufpreis von ca. 15 € im Handel zu erwerben. 

Brandmelder, die zum Beispiel über die Zusatzfunktion der Vernetzbarkeit mit anderen Geräten verfügen, liegen in einer etwas höheren Preisklasse – bei diesen Modellen kann mit einem Preis von 30 € und mehr gerechnet werden.


Wer übernimmt die Kosten für den Rauchwarnmelder?

In der Regel ist der Bauherr bzw. der Eigentümer oder Vermieter der Räumlichkeit dafür verantwortlich, einen Rauchwarnmelder zu kaufen und zu installieren. 

Recherche Tipp

Nähere Informationen zur Regelung der Rauchmelderpflicht in den jeweiligen Bundesländern erhalten Sie auf der Homepage des Forums Brandrauchprävention e.V.

Lebensdauer

Wie lange ist ein Rauchwarnmelder funktionstüchtig?

Grundsätzlich gilt, dass ein Rauchwarnmelder nach spätestens 10 Jahren ausgetauscht werden sollte.

Die Funktionsfähigkeit kann jedoch durch unterschiedliche Faktoren bereits vorher abnehmen. Achten Sie daher darauf, dass regelmäßige Wartungen durchgeführt werden und stets leistungsfähige Batterien in Ihrem Rauchwarnmelder enthalten sind.

Recherche Tipp

Nähere Informationen zur Lebensdauer des Rauchmelders entnehmen Sie der Gebrauchsanleitung Ihres Gerätes. 

Montage

Wie montiere ich einen Rauchmelder?

Um einen effektiven Schutz durch einen Brandmelder erzielen zu können, ist es wichtig, dass dieser korrekt installiert ist. Dazu gehört die richtige Montage an der Decke oder in Sonderfällen auch an der Wand.

  • Decken-Montage
    Warme Luft sowie heißer Rauch steigen nach oben und verteilen sich an der Decke. Daher ist die Anbringung eines Rauchwarnmelders an der Decke besonders sinnvoll und auch vorgeschrieben. Achten Sie darauf, dass sich der Brandmelder relativ zentral im Raum befindet, da dort die beste Luftzirkulation stattfindet. In Ecken steht die Luft und mögliche Rauchpartikel können vom Sensor nur schlecht erkannt werden.

Die Deckenmontage erfolgt wie beschrieben:

  1. Wählen Sie den geeigneten Installationsort aus.
  2. Teilen Sie den Melder durch entgegengesetztes Drehen in Decken- und Sockelelement.
  3. Bohren Sie an ausgewählter Stelle mit einem Bohrer zwei kleine Löcher.
  4. Drücken Sie die (meist beiliegenden) Dübel in die Löcher.
  5. Schrauben Sie ein Deckenelement an die Decke.
  6. Verbinden Sie das Sockel- mit dem Deckenelement.
Shopping Tipp

Um unschöne Löcher in der Decke zu vermeiden, empfiehlt sich ein magnetisches Montagesystem. Dieses hält den Rauchwarnmelder dank selbstklebendem Decken- und Sockelelement sicher an der Decke.

  • Wand-Montage 
    Sollte eine Decken-Montage aufgrund zu geringer Festigkeit nicht möglich sein oder ist der Raum schlichtweg zu klein, kann ein Rauchwarnmelder ebenfalls seitlich an der längeren Wand befestigt werden. Allerdings kann eine Wand-Montage unter Umständen zu einer verspäteten Raucherkennung führen. Die Installation an der Wand erfolgt nach den gleichen Handlungsschritten wie die der Decken-Montage.

Qualität

Was macht einen guten Rauchwarnmelder aus?

In den letzten Jahren wurden verschiedene Regeln und Normen festgelegt, welche Rauchwarnmelder erfüllen müssen, um eine optimale Sicherheit der Personen zu gewährleisten.

Dazu zählen:

  • CE-Zeichen
    Das CE-Zeichen bestätigt, dass das Produkt legal auf dem europäischen Markt verkauft werden darf.
  • DIN EN 14604
    Die Mindestlautstärke eines Rauchwarnmelders muss bei abnehmender Batterieleistung 85 Dezibel (dB) betragen.Spätestens 30 Tage vor Entleerung der Batterie weist ein wiederkehrender Signalton auf das notwendige Auswechseln hin. Es muss ein Testknopf zur Funktionsüberprüfung vorhanden sein.
  • Qualitätszeichen „Q“
    Das „Q“ steht für erweiterte Qualitätsprüfung. Zertifizierte Rauchwarnmelder verfügen über Langzeit-Batterien und haben eine sehr geringe Anzahl von Fehlalarmen.
  • VdS-Siegel
    Geräte mit diesem Siegel wurden auf ihre Zuverlässigkeit und Sicherheit getestet. Zudem erfüllen sie alle vorliegenden Regeln und Normen.
  • TÜV-Siegel
    Das TÜV-Prüfzeichen zeigt Ihnen an, dass das Gerät sowohl auf DIN EN 14604 als auch auf Sicherheit und Zuverlässigkeit geprüft wurde.
Wissenswert

„VdS“ steht für die Institution Vertrauen durch Sicherheit, welche Sicherheitskonzepte in den Bereichen Brandschutz und Security entwickelt.

Rauchmelderpflicht

Wo müssen Rauchwarnmelder in einer Wohnung angebracht werden?

Wie viele Rauchwarnmelder Sie anbringen müssen, ist abhängig von der Zimmeranzahl Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses.

Es ist gesetzlich festgelegt, dass funktionsfähige Brandmelder in folgenden Zimmern installiert sein müssen:

  • Schlafzimmer
  • Kinderzimmer
  • Flure zu Rettungsausgängen

Selbstverständlich können Sie auf freiwilliger Grundlage Rauchwarnmelder auch in weiteren Zimmern, wie dem Wohnzimmer oder Ihrem Kellerabteil installieren.

Wissenswert

Die richtige Stelle!

Brandmelder sollten in der Mitte eines Raumes an der Zimmerdecke installiert werden. So werden die schädlichen Rauchgase auf schnellstem Weg von dem Melder erkannt.

Grundsätzlich gilt: Der Mindestabstand eines Brandmelders zur Wand oder Einrichtungsgegenständen beträgt 50 cm. In engen Fluren muss diese Regelung nicht eingehalten werden.

Sollte die zu überwachende Fläche größer als 60 m² sein, ist die Installation eines zweiten Geräts erforderlich. Dasselbe gilt für Räume, die durch hohe Teilwände oder Möbelstücke unterteilt sind.

Recherche Tipp

Nähere Informationen zur Regelung der Rauchmelderpflicht erhalten Sie auf der Homepage Forums Brandrauchprävention e.V.

Reinigung

Warum ist es wichtig, den Rauchwarnmelder zu reinigen?

Das Wichtigste bei der Reinigung ist, dass Sie den Melder gründlich von Staub und möglichen Spinnenweben befreien. Nur wenn der Rauchmelder sauber ist, gelangen die Rauchgase im Brandfall ungehindert in das Melder-Innere und lösen einen Alarm aus.

Zudem dürfen Brandmelder weder bemalt noch abgeklebt werden, um dessen Funktionsfähigkeit gewährleisten zu können.

Signalton

Wie laut ist ein Rauchwarnmelder?

Gemäß der Gerätenorm DIN EN 14604 ist für Rauchwarnmelder eine Mindestlautstärke von 85 dB (Dezibel) vorgeschrieben. 

Beispiel

85 dB entsprechen in etwa einem Rasenmäher in Betrieb.

Ein startendes Flugzeug erreicht einen Schalldruckpegel von ca. 120 dB.

Die meisten Modelle erreichen Werte zwischen 85 und 95 dB. Ein Schalldruckpegel, der darüber hinausgeht, kann sich schädlich auf das menschliche Hörorgan auswirken.

Sonderfälle

Gibt es Rauchwarnmelder für Gehörlose?

Es gibt Rauchwarnmelder für gehörlose Personen. Sie senden helle Lichtblitze aus, die von den Betroffenen schnell und leicht wahrgenommen werden. 

Zudem verfügen diese speziellen Rauchwarnmelder über eine kleine Scheibe, welche mit dem Gerät verbunden ist und in den Kissenbezug gelegt wird. Im Brandfall vibriert diese Scheibe und alarmiert somit die schlafende Person.

Für Gehörlose und Personen mit Höreinschränkung empfehlen sich außerdem Rauchmelder, die ein direktes Signal an eine Brandmelde-Zentrale senden. Somit wird automatisch Hilfeleistung angefordert.

Recherche Tipp

Weitere Informationen zu Rauchmeldern für Gehörlose erhalten Sie auf der Homepage des Deutschen Gehörlosen-Bundes e.V. 


Gibt es spezielle Rauchwarnmelder für Kinder?

Tatsächlich gibt es Rauchwarnmelder, die extra für Kinder konzipiert sind. Diese passen durch farbenfrohe Motive nicht nur perfekt in das Kinderzimmer, sondern warnen auch vor Bränden. 

Wissenswert

Laut einer amerikanischen Studie wacht mehr als die Hälfte der schlafenden Kinder durch einem Brandmelder-Alarm nicht auf.

Im Gegensatz dazu reagierten die Kinder innerhalb nur weniger Sekunden auf die Stimmen ihrer jeweiligen Bezugspersonen.

Kinder-Rauchmelder besitzen daher das Merkmal, dass sie mit einer bestimmten Stimme besprochen und programmiert werden können. Diese Stimme ersetzt den schrillen Alarmton des Rauchwarnmelders und holt das schlafende Kind im Brandfall rasch aus dem Schlaf.

Achtung!

Kinder reagieren in Gefahrensituationen oft falsch.

Wenn Gefahr droht, verstecken sich Kinder häufig, statt zu flüchten. Den besten Schutz erhalten Sie daher durch vernetzte Rauchwarnmelder. Auf diese Weise werden Sie im Fall von Rauchentwicklung im Kinderzimmer rechtzeitigt gewarnt und können Ihre Kinder in Sicherheit bringen. 

Vernetzbarkeit

Was ist ein vernetzbarer Rauchwarnmelder?

Dass ein Rauchwarnmelder vernetzbar ist, bedeutet, dass er per Kabel- oder Funkverbindung mit weiteren Meldern verbunden werden kann.

Durch mehrere miteinander vernetzte Modelle wird im Brandfall der Alarm aus allen verbundenen Geräte ausgegeben, sodass auch in großen Räumlichkeiten das Signal für jedermann gut hörbar ist.

Wartung

Wie teste ich meinen Rauchwarnmelder auf Funktionalität?

So gut wie alle Rauchwarnmelder verfügen über einen Testknopf. Wird dieser gedrückt, ertönt ein Signalton, welcher in der Regel etwas leiser als der Rauchmelde-Alarm ist. Das Ertönen dieses Signals bestätigt die Funktionsfähigkeit Ihres Rauchwarnmelders.

Sollte kein Ton ausgegeben werden, wechseln Sie zunächst die Batterien. Ertönt auch nach diesem Handlungsschritt kein Signal, sollten Sie Ihr Modell ersetzen. 

Recherche Tipp

Ausführliche Informationen zur Kontrolle der Funktionalität Ihres Rauchmelders finden Sie in der Gebrauchsanleitung oder auf der Homepage des Herstellers. 

Sofern Sie das Gerät nicht selbst erworben bzw. eingebaut haben, erhalten Sie Informationen zum Hersteller von Ihrem Vermieter. 


Wozu dient die Kontrolllampe am Rauchwarnmelder?

Die LED-Lampe blinkt bei einem funktionstüchtigen Rauchwarnmelder in regelmäßigen Abständen, um anzuzeigen, dass das Gerät in Betrieb ist.

Neben der Kontrolllampe besitzen viele Rauchwarnmelder noch einige weitere nützliche Zusatzfunktionen. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in unserem Kaufberater unter dem Punkt Features.


Wie wird eine Rauchwarnmelder-Wartung durchgeführt?

Eine Wartung ist dafür vorgesehen, die vollständige Funktionsfähigkeit eines Rauchwarnmelders zu testen und sicherzustellen.

Folgende Aspekte sollten dabei geprüft werden:

  • Batterie
    Verfügt der Rauchwarnmelder über eine Langzeit-Batterie, ist dieser Aspekt schnell geprüft. Bei normalen Einweg-Batterien muss jedoch die Leistungsfähigkeit überprüft werden.
Bedenken Sie

Verwenden Sie stets den vom Hersteller vorgegebenen Batterietypen für Ihren Rauchwarnmelder. Nur so ist eine optimale Funktionsfähigkeit des Gerätes gewährleistet.

  • Funktion
    Über das Drücken des Kontrollknopfes lässt sich feststellen, ob der Melder funktionstüchtig ist. Sollte dieser nach einigen Sekunden keinen Signalton ausgeben, funktioniert das Gerät nicht einwandfrei. In diesem Fall muss die Batterie ausgetauscht werden. Solle der Rauchwarnmelder anschließend immer noch keinen Signalton beim Testen abgeben, sollten Sie das Gerät austauschen. 
  • Schäden und Schmutz
    Auch der Melder selbst muss auf Beschädigungen untersucht werden. Die Raucheintrittsöffnungen dürfen nicht durch Staub oder ähnliches verdreckt oder verstopft sein. Sofern sich Verunreinigungen nicht entfernen lassen, sollten Sie das Gerät austauschen. 
  • Umgebung
    Es dürfen keine zu naheliegenden Wände oder zu hohe Einrichtungsgegenstände das Eindringen von Rauch im Brandfall verhindern. Daher muss die korrekte Anbringung des Rauchwarnmelders in einer geeigneten Umgebung ebenfalls geprüft werden.


Wie oft muss ein Rauchwarnmelder gewartet werden?

Grundsätzlich gilt, dass ein Rauchwarnmelder mindestens einmal im Jahr auf seine Funktionalität überprüft werden sollte.


Wer ist für die Wartung eines Rauchwarnmelders verantwortlich?

Die Verantwortlichkeit zur Wartung von Rauchwarnmeldern variiert in den einzelnen Bundesländern.

In vielen Bundesländern ist es so geregelt, dass der Eigentümer für den Kauf und die Installation  zuständig ist, der Mieter sich jedoch um die Wartung kümmern muss.

Eigentümer, die für die regelmäßige Wartung zuständig sind, beauftragen häufig Dienstleistungsunternehmen oder Brandschutzfachbetriebe. Diese übernehmen die anfallenden Wartungsaufgaben und die Sicherstellung der ordnungsgemäßen Funktionalität.

Recherche Tipp

Nähere Informationen zur Wartung des Rauchmelders finden Sie auf der Homepage des Deutschen Feuerwehrverbandes e.V.


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