Fineliner

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Ratgeber Fineliner


Ratgeber Fineliner


Die Geschichte des Fineliners reicht zurück bis ins Jahr 1963. In diesem Jahr brachte die Firma Pentel in Japan den ersten Faserstift, den „SignPen“, auf den Markt. Im Nu eroberte die japanische Erfindung die ganze Welt. Heute sind die Filzschreiber fest etabliert und nicht mehr aus den Regalen des Bürobedarfs wegzudenken. Sehen Sie sich Ihren Schreibtisch oder die Ablage für Ihre Stifte genau an. Sie werden feststellen, dass auch Sie einige Fineliner und Faserschreiber in Ihrem Repertoire an Stiften haben. Das ist nicht weiter verwunderlich. Schließlich neigen diese Stifte im Gegensatz zu Kugelschreibern nicht zum Schmieren. In der Regel laufen Sie auch nicht aus wie ein Füller. Der Fineliner ist einfach ein praktisches Schreibgerät und besticht durch viele Vorteile.

Aufbau des Stifts

Faserschreiber bestehen aus einer Mine, welche aus Polyesterfasern oder anderen Fasermaterialien zusammengesetzt ist. Die Mine wird mit einer Tinte gefüllt und dadurch gleichmäßig durchtränkt. Umhüllt ist die Mine mit einer Plastikhülle, dem Äußeren des Stifts. Diese ist für den guten Griff in der Hand verantwortlich. Außerdem macht sie den Stift stabil.

Um dem Austrocknen der mit Tinte getränkten Mine vorzubeugen, haben Filzstifte eine Kappe. An der vorderen Stelle des Stifts ist eine Spitze in die Mine eingearbeitet. Diese bestand früher meistens aus Filz. Daher hat der Filzstift auch seinen Namen. Nach diversen Weiterentwicklungen besteht die Spitze heute oftmals aus Kunststoff. Das Material ist mit Kapillaren versehen und leitet die Tinte auf die Schreibunterlage weiter. Ein Auslaufen der Tinte wie bei einem Füller ist eher selten, da die Mine gleichmäßig die Tinte auf den zu beschreibenden Untergrund abgibt. Auch wenn viele Hersteller ihre Fineliner so konstruieren, dass sie es nicht sind, generell ist jeder Faserschreiber nachfüllbar. Wenn Sie ihn nicht direkt mit Tinte füllen können, können Sie unter Umständen Ersatzminen für den Stift kaufen.

Eine Sonderform stellen Fineliner mit lösungsmittelhaltiger Tinte dar. Diese unterliegen aufgrund ihrer Inhaltsstoffe ganz besonders der Problematik des Austrocknens. Die Produzenten haben für dieses Problem eine Lösung gefunden. Die Stifte werden mit einer trockenen Spitze verkauft. Der Verwender muss den Stift in der Regel erst kräftig schütteln, um die spezielle Tinte zu vermischen. Im Anschluss muss die Spitze mit Druck auf eine feste Unterlage gedrückt werden. Dadurch wird im Inneren des Stifts eine Membrane zu der Mine und der darin befindlichen Tinte durchstoßen. Durch mehrmaliges Aufdrücken der stabilen Spitze dringt die Tinte in die Fasern der Spitze ein und der Stift ist einsatzbereit. Dabei sollten Sie allerdings vorsichtig sein. Manchmal kann es passieren, dass zu viel Tinte aus der Mine austritt und nach vorne an die Spitze läuft. Wenn Sie den Stift dann ohne Kappe schütteln, kann es sein, dass Sie Ihre Umgebung mit Tinte bespritzen.

Verschiedene Fineliner

Der Begriff „Fineliner“ ist eher als Sammelbegriff einer Reihe von Stiften zu betrachten. Aufgrund des oben beschriebenen Aufbaus zählen zu den Finelinern unter anderem Filzstifte, Faserschreiber, Filzmaler, Fasermaler, Faserstifte und sogar Tintenroller. Die einzelnen Stifte unterschieden sich in vielen Punkten wie beispielsweise deren Schreib- oder Maleigenschaften. Zudem gibt es sie in auffüllbaren Varianten und als einfache Form, die man nach der Verwendung wegwirft.

Einsatzgebiete

Fineliner werden überall gebraucht, wo Menschen schreiben, malen oder zeichnen. Dank des riesigen Angebots der Stifte in Bezug auf deren Art, Farben und Marken findet jeder garantiert den passenden Stift für sein persönliches Anliegen.

Schule
Besonders in der Schule erfreuen sich Fineliner einer großen Beliebtheit. Das hat mehrere Gründe. In Fächern wie Deutsch oder anderen Sprachen werden sie oft genutzt. Hier werden die verschiedenen Wortgruppen farbig markiert oder geschrieben. So lernen Schüler, die einzelnen Gruppen besser zu unterscheiden. In der Mathematik, speziell im Bereich Geometrie, sind Faserschreiber in verschiedenen Farben unabdingbar. Bedingt durch ihre Eigenschaften, dass sie die Farbe gleichmäßig abgeben und sehr gut an einem Lineal oder Geometrie-Dreieck zu führen sind, zeichnen sie sich in diesem Bereich aus. Jeder Schüler wird das Problem kennen, dass geometrische Problemstellungen nicht mit einem einzigen Stift zu Papier zu bringen sind. Gerade in der Oberstufe gehört eine gute Auswahl an Finelinern daher in jede Schultasche. Zusammenfassend kann man sagen, dass sie im schulischen Bereich der besseren Veranschaulichung von komplexen Zusammenhängen dienen. Dadurch wird das Lernen erleichtert.

Arbeitsplatz
Auch an deutschen Arbeitsplätzen findet man die Faserschreiber in aller Regel. Je nach Berufsgruppe haben sie im beruflichen Bereich verschiedene Einsatzmöglichkeiten. Lehrer zum Beispiel benutzen oft abwischbare Fineliner, um ihren Schülern etwas auf Overhead-Folien zu schreiben. In der Qualitätssicherung eines Betriebes mit Produktion hingegen werden eher wasserfeste und permanente Stifte, wie beispielsweise der Edding Fineliner benutzt, um Proben zu beschriften. Bei den Berufsgruppen Architekten oder anderen graphischen Berufen zählen die Schreibgeräte zu einem festen Bestandteil des täglichen Berufsbedarfs. Zwar wird heute viel mit dem PC gezeichnet, aber ein ordentlicher Fineliner wird auch hier nur schwerlich ersetzt werden können. Immer wieder gibt es Dinge, die im Nachhinein per Hand geändert werden müssen.

Kunst
Für Leute, die viel und gerne zeichnen, gehört der Filzschreiber zu einem der essentiellsten Arbeitsmittel überhaupt. Durch ihre Langlebigkeit, das breite Angebot an unterschiedlichen Farben und die verschiedenen Breiten der Spitze sind sie ebenso wichtig wie ein Bleistift. Dabei kommt es aber darauf an, in welchem Bereich der Künstler angesiedelt ist. Wer beispielsweise eher mit Aquarell- oder Ölfarben malt, wird weniger Nutzen von den Finelinern haben. Zeichner von Karikaturen oder Comics hingegeben, wissen den Stift zu schätzen.

Kinder
Sobald die Kinder in einem gewissen Alter sind, kommen Eltern nicht mehr umher, Fasermaler anzuschaffen. Die kreative Phase beginnt und das muss gefördert werden. Neben Buntstiften und Wachsstiften stehen Filzstifte ganz hoch im Kurs. Der Vorteil für die Kleinen liegt darin, dass sie die Filzstifte im Gegensatz zu Buntstiften nicht fest aufdrücken müssen. Sie können ganz einfach satte Farben auf das Papier bringen. Allerdings sollten Eltern beim Kauf der Stifte darauf achten, ob die Farben gut auswaschbar sind. In der Regel landen die Farben nicht nur auf dem Blatt, sondern auch auf der Kleidung. Da wäre es besonders ärgerlich, wenn das Kind einen Edding in der Hand hatte. Geben Sie Kindern ein paar Blätter Papier oder ein Malbuch und eine Auswahl an Fasermalern und die Kleinen sind beschäftigt und glücklich.
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