Holzbriketts

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Ratgeber Holzbriketts


Aktualisiert: 02.05.22 | Autor: Miriam Hess

Gut zu wissen

Wer freut sich nicht über ein warmes Kaminfeuer an kühleren Tagen? Aber Scheitholz ist teuer und schnell verbrannt. Holzbriketts hingegen brennen gleichmäßig ab, entwickeln weniger Ruß und Asche beim Verbrennen und halten deutlich länger durch als Brennholz. Kohlebriketts als Brennstoff setzen sehr viel Kohlendioxid frei. Darüber hinaus ist Kohle kein nachwachsender Rohstoff und der Abbau schadet der Natur.

Viele greifen deshalb bei ihrem Kaminofen lieber zu Holzbriketts anstelle von Brennholz oder Braunkohle. Sie bestehen aus gepressten, getrockneten Resten der Holzverarbeitung wie Sägemehl oder Hobelspänen. Dank ihrer kompakten Form lassen sich Briketts platzsparend und sauber in trockenen Innenräumen lagern.

Mit ihren guten Heizwerten halten sie mit denen von Kohlebriketts mit. Sie finden auch in Speicheröfen, bei Feuerschalen oder bei Holzkohlegrills im Garten Verwendung.

Möchten Sie die idealen Holzbriketts für Ihren Ofen oder Kamin finden, hilft Ihnen ein Blick in unseren Ratgeber.

Auf den Punkt!

Holzbriketts sind meist als Pack ab 10 kg erhältlich und liegen preislich zwischen 3 und 6 €. Die Lieferung erfolgt bei kleineren Mengen per Standardversand. Bei großen Mengen erwerben Sie Holzbriketts palettenweise mit 960 bis 1000 kg pro Palette. Die Lieferung erfolgt bei Paletten meist per Spedition bis Bordsteinkante.

Informieren Sie sich unbedingt vor Ihrer Bestellung beim jeweiligen Anbieter über die genauen Lieferbedingungen.

Was zeichnet Holzbriketts aus?

Es gibt unterschiedliche Formen und Holzarten. Wichtig ist auch eine hohe Qualität. In unserem Ratgeber erfahren Sie mehr über die Unterschiede von Holzbriketts.

Brikett-Typen

Je nach Herstellungsart sind die Briketts eckig oder rund und haben teilweise eine Prägung des Logos. Ein spezielles Pressverfahren verdichtet die Bestandteile und setzt das holzeigene Lignin frei. Lignin wirkt wie ein Klebstoff und hält die Briketts zusammen. Minderwertige Exemplare enthalten unnötige Klebemittel, die beim Verbrennen gesundheitsschädlich und unökologisch sind. Im Folgenden erklären wir Ihnen die Vor- und Nachteile der verschiedenen Formen.

  • Achteckig
    Achteckige längliche Briketts lassen sich besser lagern als runde. Sie sind meistens mit einem sogenannten Zugloch in der Mitte ausgestattet. Dadurch lassen sie sich besser entzünden und abbrennen. Briketts mit Loch haben eine deutliche kürzere Brenndauer. Das liegt an der größeren Oberfläche und dem zusätzlichen Zug, der durch das Loch entsteht.
  • Rechteckig
    Die rechteckige Form mit abgerundeten Kanten ist am weitesten verbreitet. Diese lassen sich einfach stapeln und platzsparend lagern. Mit der Form zirkuliert die Luft beim Verbrennen optimal. Die Brenndauer liegt im Vergleich zu Holzbriketts mit Loch in der Mitte im höheren Bereich. Relativ neu sind die Triplex-Briketts der Firma RUF. Diese heben sich mit ihrer speziellen Form und den daraus resultierenden Zugluftrippen deutlich von anderen Holzbriketts ab. Hierdurch sind diese leichter zu entzünden und abzubrennen.
  • Rund
    Runde Briketts aus Hartholz zeichnen sich durch die höchste Dichte aus und haben daher meist die längste Brenn- und Glutdauer. Die größere Oberfläche erzeugt ein schönes Flammenspiel. Sie lassen sich relativ gut stapeln. Auch runde Briketts gibt es mit einem Loch in der Mitte. Besonders während der Anfeuerphase kann dieses Zugloch sehr praktisch sein, da das Feuer mehr Angriffsfläche hat. Dafür brennen diese auch schneller ab.

Holzarten

Es gibt Presslinge aus Hartholz und solche aus Weichholz sowie gemischte Varianten.

  • Harthölzer
    Hartholz ist dichter und hat einen um rund 2% geringeren Heizwert. Als Harthölzer gelten Eiche, Ahorn, Esche, Buche, Birke und Ulme. Hartholzbriketts lassen sich langsamer entzünden, brennen aber gleichmäßiger und bis zu 2 Stunden lang. Die Glut halten Hartholzbriketts bis zu 3 Stunden.
  • Weichhölzer
    Weichhölzer sind z. B. Laubbäume wie Pappel und Linde oder Nadelhölzer wie die Lärche. Sie sind gut zum schnellen Anfeuern geeignet. Abhängig von der Holzart ändert sich auch die Dauer, wie lange das Brikett Glut und Flamme aufrecht hält. So hält sich die Flamme bei Weichholzbriketts bis zu 1,5 Stunden und die Glut bis zu 2,5 Stunden.
Wissenswert

Es gibt auch Rindenbriketts aus Baumrinde. Sie haben eine sehr lange Abbrenndauer und glühen bis zu 12 Stunden. Sie eignen sich vor allem, um die Wärme über Nacht im Ofen zu halten.

Heizwert und Preisentwicklung

Preise und Effizienz von Holzbriketts lassen sich am besten anhand ihres Heizwertes vergleichen. Alles zu Heizwert und Preisentwicklung erfahren sie im Folgenden.

  • Heizwert
    Der Heizwert gibt Auskunft über die reine Wärmeenergie, welche beim Verbrennen freigesetzt wird. Mit dem Heizwert lässt sich die Effizienz von Holzbriketts und anderen Brennstoffen miteinander vergleichen. Holzbriketts zeichnen sich durch einen sehr guten Heizwert aus, welcher je nach Holzart bei 4,2 bis 4,5 Kilowattstunden (kWh) pro Kilogramm liegt. Das entspricht etwa dem Wert von Kohlebriketts. In Bezug auf Gewinnung und Emissionen sind Briketts aus Holz allerdings deutlich nachhaltiger.
  • Preisentwicklung
    Die Nachfrage nach nachhaltigen Brennstoffen steigt und somit auch die Preise für Holzbriketts. Geschehnisse wie die Corona-Pandemie oder der Russland-Ukraine-Krieg wirken sich enorm auf die Preisentwicklung von Holzbriketts aus. So sind die Preise aufgrund der momentanen Holzknappheit aktuell gestiegen und unterliegen starken Schwankungen. Eine Entwicklungsprognose der Holzpreise ist zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer möglich. Trotz der kontinuierlichen Preissteigerung sind Holzbriketts eine günstige und vor allem saubere Art zu heizen.
Wissenswert

Möchten Sie Ihre Vorräte auffüllen, ist es empfehlenswert dies in den Frühlings- und Sommermonaten von April bis September zu tun. Die Preise ziehen zu Beginn der Heizperiode im Herbst meist deutlich an.

Feinstaub

Ein wichtiger Aspekt beim Heizen mit Holzbriketts ist die Feinstaubbelastung. Grundsätzlich entstehen beim Verbrennen Kohlendioxid, Asche und Wasser.

Im Vergleich zu Scheitholz haben Holzbriketts eine deutlich geringere Restfeuchte. Diese liegt lediglich zwischen 6 und 8 Prozent, wohingegen Scheitholz nach 2 Jahren Lagerzeit immer noch bis zu 20 Prozent Feuchtigkeit aufweist. Dadurch entsteht beim Verbrennen deutlich weniger Asche. Als groben Richtwert können Sie bei 100 kg Holzbriketts von einem Aschegehalt von 1 kg ausgehen.

Achten Sie auch stets auf eine hohe Qualität der Holzbriketts. Oftmals sind Hölzer mit Schadstoffen versetzt, die beim Verbrennen freigesetzt werden und sowohl Ihnen als auch der Umwelt schaden können.

Für eine bessere Orientierung über die Qualität von Holzbriketts gibt es ein DINplus und ein ENplus-Zertifikat. Diese müssen jährlich erneuert werden und beinhalten die Prüfung von Wasser- und Aschegehalt, Rohdichte, etwaige Zusatzstoffe wie Bindemittel und den Heizwert. Holzbriketts werden damit in die 3 Qualitätsklassen A1, A2 und B eingeteilt. Wobei sich A1 und A2 für das Heizen eignen.

Briketts mit einem solchen Zertifikat sind qualitativ und ökologisch unbedenklich und können bedenkenlos verfeuert werden.

Brennvorgang

Damit Holzbriketts vollständig abbrennen und durchglühen, gilt es beim Anzünden ein paar Dinge zu beachten. Achten Sie unbedingt auf Ihre Hände und nutzen Sie feuerfeste Handschuhe und Kaminbesteck, um sich nicht zu verbrennen. Für zusätzliche Sicherheit sorgt ein in der Nähe platzierter Feuerlöscher, welcher im Notfall zum Einsatz kommt. Im Folgenden erläutern wir Ihnen den Ablauf etwas genauer.

So brennen Sie Briketts ab:

  1. Öffnen Sie vollständig die Luftzufuhr.
  2. Legen Sie die Holzbriketts oder einzelne Brikettstücke in den Brennraum.
  3. Legen Sie einen Feueranzünder und kleine Anfeuerhölzer darüber.
  4. Entzünden Sie den Feueranzünder.
  5. Schließen Sie die Kamintür, sobald die Briketts Feuer fangen.
  6. Legen Sie neue Briketts nach, wenn sich nur noch Glut im Brennraum befindet.

Achten Sie zudem darauf, die Holzbriketts korrekt aufzuschichten und sorgen Sie für eine ausreichende Luftzufuhr.

  • Aufschichtung
    Die Menge an Briketts ist abhängig von der Größe Ihres Brennraumes. Bei besonders kleinen Brennräumen können Sie auch einzelne Brikettstücke nutzen. In der Regel sollten 2–3 Holzbriketts für ein angenehmes Kaminfeuer ausreichen. Mehrere Schichten übereinander sind nicht zu empfehlen, da die Briketts mangels Sauerstoff dann nicht vollständig verbrennen.  
  • Luftzufuhr
    Wichtig ist, zu Beginn genügend Sauerstoff zuzuführen. So lassen sich die Briketts besser anzünden und das Kohlendioxid kann entweichen. Lassen Sie den Luftschieber und die Tür des Kamins zunächst geöffnet. Sobald die Briketts Feuer gefangen haben, können Sie die Luftzufuhr etwas verringern und die Tür des Kamins schließen.

Fazit

Im Folgenden haben wir Ihnen die Vor- und Nachteile von Holzbriketts gegenübergestellt:

Vorteile
  • Platzsparende Lagerung
  • Umweltfreundlich, wenn zertifiziert
  • Guter Heizwert
  • Gleichmäßiges Abbrennen
  • Gute Kostenkontrolle
Nachteile
  • Lassen sich schwerer anzünden
  • Knistergeräusch fällt weg
  • Etwas teurer als Scheitholz
  • Keine Lagerung im Freien

Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Verwendung von Holzbriketts haben wir an dieser Stelle für Sie zusammengefasst.

Was bedeutet es, wenn die Briketts glühen?

Holzbriketts brennen je nach Holzart bis zu 3 Stunden. Sobald die Flamme erlischt, glühen diese nur noch. Das Glühen kann mehrere Stunden andauern. Es gibt spezielle Rindenbriketts, die bis zu 12 Stunden glühen. Mit glühenden Briketts können Sie sehr gut die Hitze im Ofen halten.

Was bedeutet es, wenn die Briketts qualmen?

Erzeugen die Briketts beim Abbrennen sehr viel Qualm, enthalten sie wahrscheinlich zu viel Feuchtigkeit. Achten Sie darauf, Holzbriketts stets trocken zu lagern. Auch minderwertige Ware kann zu viel Feuchtigkeit oder Lösemittel enthalten, die beim Verbrennen sehr stark qualmen kann.

Lassen sich Holzbriketts auch in einer Feuerschale verbrennen?

Holzbriketts können auch sehr gut in Feuerschalen genutzt werden. Ein Brikett hält Flamme und Glut deutlich länger als Scheitholz.

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Kann ich Holzbriketts auch selbst herstellen?

Generell können Sie Holzbriketts auch selbst herstellen. Dafür benötigen Sie neben genügend unbehandelten Holzresten eine Brikettpresse. Mischen Sie Holz und Wasser miteinander und lassen Sie die Masse bis zu 24 Stunden quellen. Danach gießen Sie überschüssiges Wasser ab und lassen das Restwasser abtropfen. Jetzt können Sie die Masse in die Brikettpresse geben und die Briketts danach 6 Monate trocknen lassen.

Wie kann ich Holzbriketts lagern?

Für die Lagerung Ihrer Brikettvorräte ist ein trockener Innenraum sinnvoll, denn diese ziehen Feuchtigkeit an. Im Vergleich dazu reicht für Scheitholz ein geschützter überdachter Lagerplatz im Freien.

Sie brauchen noch einen Ofen oder denken über Ersatz für Ihren alten Ofen nach? In unserem Ratgeber Kamine & Öfen erfahren Sie alles Wissenswerte zum Thema.


Bei jeder neuen Kaufentscheidung stehen Sie als Käufer vor einer großen Auswahl. Für ein erfolgreiches und nachhaltiges Einkaufserlebnis möchte ich Ihnen mithilfe von wissenswerten Informationen die wichtigsten Kaufkriterien für Ihr Produkt vermitteln, damit es am Ende zu Ihnen und Ihrem Geldbeutel passt.


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