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Festplatten (46.409 Ergebnisse aus 123 Shops)

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Sie benötigen eine neue Festplatte für Ihren Computer?

Unser Ratgeber hilft Ihnen, die passende Festplatte auszuwählen.

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Wissen Kompakt

Festplatten sind aus dem Alltag nicht wegzudenken: Jeder Computer benötigt dieses Speichermedium, um mit Daten arbeiten zu können. Im Gegensatz zu kleineren Speicherkarten oder USB-Sticks besitzen sie besonders viel Speicherplatz und können Daten in hoher Geschwindigkeit übertragen. Dank einer Festplatte lassen sich deshalb auf dem PC komplexe Anwendungen und Programme ausführen sowie zahlreiche Inhalte wie beispielsweise Text-, Bild-, Ton- oder Videodateien nutzen.

Sie sind zudem ein dauerhafter Speicher: Die Daten bleiben erhalten, auch wenn der Datenträger von der Stromversorgung getrennt ist. Die Daten sind außerdem transportabel, denn sie lässt sich in der Regel an verschiedene Computer oder auch an andere elektronische Geräte anschließen. 

Wissenswert

Die erste Festplatte entwickelte das amerikanische Unternehmen IBM im Jahr 1956.

Die erste magnetische Festplatte war die IBM 305: Sie bestand aus 50 Aluminiumplatten mit einem Durchmesser von 61 cm, die mit einer Magnetschicht überzogen waren. Ihre gesamte Speicherkapazität betrug 5 Megabyte (MB) und sie wog nahezu 1 t. Sie war in den IBM Computer 305 RAMAC eingebaut. Sie war nicht frei verkäuflich: Sie wurde zusammen mit dem PC für damals 3.200 $ pro Monat vermietet.

Festplatten können inzwischen nicht mehr nur wenige, sondern mehrere Millionen Megabyte speichern. Sie besitzen außerdem diverse Schnittstellen oder auch praktische Zusatzfunktionen, die das Verschlüsseln von Daten oder eine leistungsstarke Übertragung im Dauerbetrieb ermöglichen. 

Die praktischen Speichermedien unterscheiden sich allerdings in ihrer Schnelligkeit, ihrer Art des Speichers, ihrer physischen Größe oder in ihrem Einsatzbereich. So sind einige Modelle beispielsweise speziell für den Einbau in einen PC oder Laptop gedacht, andere dienen als externe Back-up-Variante. Damit Sie die richtige Variante für Ihren Bedarf finden, informieren wir Sie im folgenden Kaufberater über deren wichtigste Merkmale und Eigenschaften.
 


Kaufberater

Sie haben die Wahl zwischen diversen Festplatten-Modellen, die jeweils unterschiedliche Geschwindigkeiten, Größen und Komponenten besitzen können. Auf welche Faktoren Sie beim Kauf besonders achten sollten und welche Herstellerinformationen Ihnen verraten, welche Festplatte passend ist, erfahren Sie in unserem Kaufberater. 

Legen Sie für den Kauf einer idealen Festplatte Wert auf die folgenden Kriterien: 

  • Der Festplatten-Typ entscheidet, für welche Anwendungsbereiche Sie das Speichermedium nutzen können.
    Wenn Sie eine Festplatte für einen Computer oder einen Server suchen, sollten Sie eine interne HDD-Festplatte bevorzugen – diese bietet eine hohe Kapazität und entsprechend leistungsfähige Schnittstellen. Externe SSD-Festplatten können Sie hingegen sicher transportieren und so an verschiedenen Geräten nutzen.

  • Passen Sie die Höhe der Speicherkapazität an Ihr Nutzungsverhalten an.
    Eine hohe Speicherkapazität ermöglicht Ihnen die Ablage großer Datenmengen: Dies ist für Archive oder Netzwerkspeicher optimal. Für den normalen Gebrauch sind 2–4 TB (Terabyte) hingegen in der Regel ausreichend.

  • Hohe Übertragungsraten und die richtigen Schnittstellen sorgen für eine optimale Datenübermittelung. 
    Je nach Festplatten-Typ und Schnittstelle kann sich die Geschwindigkeit unterscheiden, mit der Sie auf Daten zugreifen können. Die schnellsten sind aktuell SSD-Steckkarten für PCI-E-Schnittstellen.

  • Verschiedene Funktionen, Ausstattungselemente und Eigenschaften erhöhen die Sicherheit.
    Mit bestimmten Funktionen können Festplatten zu mehr Datensicherheit beitragen oder Energie einsparen. Um sie im Alltag z. B. vor Diebstahl zu schützen, ist eine Vorrichtung für ein Sicherheitsschloss hilfreich. Ein stoßfestes Gehäuse schützt vor Schäden durch Erschütterungen. 
     

Festplatten-Typen

Auf Festplatten – auch als Datenträger oder Speichermedien bezeichnet – kann ein Computersystem größere Datenmengen sichern und diese je nach Bedarf abrufen oder ändern. 

Im engsten und ursprünglichen Sinne sind sie Laufwerke mit mechanischem Speicherverfahren, die fest im Computer integriert sind. Sie können Daten jedoch auf verschiedene Weise ablegen und nicht nur intern verbaut sein, sondern auch als externe Massenspeicher an unterschiedliche Geräte angeschlossen werden.

Nachfolgend stellen wir Ihnen die gängigsten Festplatten-Typen nach Speichersystem und nach Einsatzbereich vor.

 

Festplatten-Typen nach Speichersystem

Auf einer Festplatte werden Daten mit Hilfe spezieller Schreib-Lese-Verfahren abgelegt bzw. abgerufen. Diese Prozesse laufen direkt auf dem Speichermedium ab und können je nach Speichersystem mechanisch oder elektronisch funktionieren. 

Wissenswert

Daten auf einer Festplatte werden in binären Codes gespeichert. Das binäre System basiert auf Einsen und Nullen, dabei wird eine Informationen auf 2 gleich wahrscheinliche Möglichkeiten reduziert, z. B. „ja / nein“ oder „schwarz / weiß“. Die Information, ob eine 0 oder eine 1 gespeichert wird, benötigt 1 Bit Speicherkapazität. Einzelne Bits können vom Datenträger geschrieben und ausgelesen werden.

Es gibt 3 gängige Speichersysteme, die sich unter anderem in Speicherkapazität, Schnelligkeit, der Anfälligkeit für Beschädigungen, der Lebensdauer des Datenträgers sowie im Energieverbrauch unterscheiden.

Auf den Punkt!
  • HDD-Festplatten nutzen ein magnetisches Speichermedium. Die Daten werden mechanisch gelesen und geschrieben. HDDs haben die größte Speicherkapazität, sind aufgrund beweglicher Elemente im Inneren aber anfälliger für Schäden.

  • SSD-Festplatten speichern Daten elektronisch auf sogenannten Flash-Chips. Dadurch sind Speichervorgänge besonders schnell und die Bauteile stoßunempfindlich. Allerdings bieten SSDs weniger Speicherkapazität.

  • SSHD-Festplatten vereinen die Vorteile beider Speicherverfahren: die hohe Speicherkapazität einer HDD und die Schnelligkeit einer SSD-Festplatte.


 
HDD-Festplatten

HDD-Festplatten nutzen ein mechanisches Schreib-Lese-Verfahren zum Sichern bzw. Abrufen von Daten. In einem geschlossenen Gehäuse sind meist mehrere, beidseitig beschreibbare magnetische Metallscheiben übereinandergeschichtet, die sich während des Betriebs drehen. Darüber und darunter befindet sich jeweils ein mechanischer Arm mit magnetischem Schreib-Lese-Kopf. 

Der Schreib-Lese-Kopf fährt während des Schreib-Prozesses über leere Bereiche auf der Scheibe und speichert Datencodes, indem bestimmte Bereiche magnetisiert und andere übersprungen werden. Die magnetisierten Bereiche können wiederum während des Lese-Prozesses erkannt werden. Der Festplattencontroller steuert die Bewegungen des Schreib-Lese-Kopfes. Er nutzt einen Pufferspeicher (Cache), um die Befehle des Computers optimal zu verarbeiten.

Wissenswert

HDD steht für Hard Disk Drive und heißt übersetzt Festplatten-Laufwerk. Die Bezeichnung rührt zum einen daher, dass die Magnetscheiben im Unterschied zu einer Wechselplatte fest im Gehäuse verbaut sind. Zudem anderen sind die Scheiben starr – im Gegensatz zu Kunststoffscheiben, wie sie früher bei Disketten (Floppy Disks) zu finden waren.

Der Schreib-Lese-Kopf schwebt während des Betriebs über der Magnetscheibe: Beide Elemente dürfen sich nicht berühren. Deshalb ist eine HDD-Festplatte besonders anfällig gegenüber Erschütterungen und Stößen.

Achtung!

Durch Erschütterung einer HDD-Festplatte kann es zum Datenverlust kommen. 

Berührt der Schreib-Lese-Kopf die Magnetscheibe, führt dies zu einem Head-Crash. Der Kopf zerkratzt die Scheibe – das kann die Daten zerstören und der Datenträger wird unbrauchbar. Dies kann insbesondere passieren, wenn Sie die Festplatte im laufenden Betrieb bewegen. Im Ruhezustand fährt der Schreib-Lese-Arm hingegen in eine Art Parkposition und kann so nicht auf der Scheibe aufliegen.

Aufgrund der mechanischen Prozesse fallen die Zugriffszeiten im Vergleich zu SSD-Festplatten höher aus. Zudem sind die Modelle mit bis zu 38 dB (Dezibel) während des Betriebs etwas lauter und sie verbrauchen mehr Strom. 

Da durch das Magnetisieren das Material nicht verschleißt, lässt sich der Speicher beliebig oft überschreiben. Darum können Sie Daten von HDD-Festplatten auch vollständig und sicher löschen. 

Je mehr Magnetscheiben eine HDD hat, desto größer ist auch ihre Kapazität: HDD-Festplatten bieten mit bis zu 12 TB den größten Speicherplatz. Allerdings sind sie dadurch auch sehr schwer. Besonders eignen sie sich deshalb für Desktop-Rechner sowie für die Verarbeitung und Speicherung großer Datenmengen in Archiven, Back-ups oder auf Servern.

HDD-Festplatten sind vergleichsweise kostengünstig. Sie zahlen meist zwischen 25–1.200 €. Der Preis steigt in der Regel mit zunehmender Speicherkapazität.

Pro
  • Großer Speicherplatz 
  • Speicher beliebig oft überschreibbar
  • Sicheres Löschen der Daten möglich
  • Vergleichsweise preisgünstig
Contra
  • Anfällig für Datenverlust durch Erschütterung
  • Lautes Betriebsgeräusch 
  • Höherer Stromverbrauch
  • Geringere Übertragungsgeschwindigkeiten
  • Groß und schwer

 
SSD-Festplatten

SDD-Festplatten speichern und lesen Daten elektronisch. Sie nutzen dazu sogenannte Flash-Speicherchips. Das sind kleine Speicherbausteine, die aus mehreren Zellen bestehen, die mit Hilfe elektrischer Ladungen und Halbleiter-Elementen Dateninformationen dauerhaft speichern. Meist sind mehrere Speicherchips in SSD-Festplatten verbaut, da ein einzelner Chip nur eine begrenzte Speichergröße haben kann.

Die Speicherchips sind fest mit einer Leiterplatine verbunden, die Datenströme zwischen den Speicherzellen, der Schnittstelle zum Computer und zur SSD-Kontrolleinheit (Controller) weiterleitet. Auf den Chips gibt es geladene und ungeladene Bereiche. Der Controller verwaltet die Daten und kennt deren genaue Position auf den Chips.

Wissenswert

SSD steht für Solid State Disk oder Solid State Drive. Im Gegensatz zur HDD-Festplatte besitzt dieses Speichermedium solide, also unbewegliche Bauteile.

Das elektronische Speicherverfahren verbraucht wenig Strom und ist sehr leise. Da eine SSD keine beweglichen Teile besitzt, ist sie zudem besonders stoßunempfindlich. Auch Erschütterungen im laufenden Betrieb führen daher in der Regel nicht so leicht zum Datenverlust. 

Auf Flash-Zellen sind nicht unendlich viele Schreib-Zyklen möglich. Zellen, die nicht mehr beschrieben werden können, sind unbrauchbar. Aus diesem Grund verfügen die meisten SSDs über sehr viele Speicherchips. Hersteller weisen als Wert der Zuverlässigkeit die sogenannte MTBF (Mean Time Between Failures), also die erwartete Betriebsdauer, aus. Diese kann von 1 Mio. bis zu 10 Mio. Stunden reichen.

Da das elektronische Verfahren schneller als das mechanische ist, sind die Zugriffzeiten besonders kurz und die Datenübertragung verläuft vergleichsweise sehr schnell. Auf vielen SSDs erfolgt der Schreib-Prozess grundsätzlich etwas langsamer als das Lesen der Daten – dies wird meist durch den Pufferspeicher (Cache) ausgeglichen, auf dem Daten während des Schreibens zwischengelagert werden. 

Allerdings können Daten nicht auf jeder SSD komplett gelöscht werden, da Dateninformationen auch auf einem Reservespeicher abgelegt werden, auf die nur der Controller zugreifen kann. Einige SSDs bieten die Funktion, auch diese Reserveblöcke zu überschreiben.

SSDs für den Heimgebrauch haben üblicherweise nur eine Speicherkapazität von maximal 4 TB. Seltener finden sich Modelle mit bis zu 10 TB. Die Speicherchips benötigen auch bei hoher Anzahl kaum Platz, daher sind diese Festplatten eher kompakt, flach und sehr leicht. Sie eignen sich insbesondere für zeitkritische Anwendungen sowie für schnelles Speichern bzw. Abrufen von Daten – etwa für Betriebssysteme, Programme, Spiele oder kurzfristig benötigte Serverdaten und werden besonders oft in mobile Geräte wie Laptops oder Tablets eingebaut. 

Shopping Tipp

Das passende SSD-Modell für Ihren Bedarf finden Sie auf unserem Portal in der Kategorie SSD-Festplatten.

SSD-Festplatten, insbesondere Modelle mit großer Speicherkapazität, kosten meist mehr als HDD-Festplatten, da die Flash-Speicherchips unter anderem aus dem vergleichsweise teuren Element Silizium bestehen. Sie können für eine SSD mit Preisen von 25–15.000 € rechnen.

Pro
  • Schneller Datentransfer
  • Leiser Betrieb
  • Stoßunempfindlich
  • Energiesparend
  • Kompakt und leicht
Contra
  • Abnutzung des Speichers
  • Komplettes Löschen der Daten meist nicht möglich
  • Geringerer maximaler Speicherplatz
  • Kostenintensiv

 
SSHD-Festplatten

SSHD-Festplatten werden auch Hybrid-Festplatten genannt. Sie verbinden die Langlebigkeit und hohe Kapazität des mechanischen Speicherverfahrens mit den kurzen Schreib- bzw. Lese-Zeiten des elektronischen Speicherns. 

Wissenswert

Die Abkürzung SSHD steht für Solid State Hybrid Drive. Die Hybrid-Festplatte vereint festen Flash-Speicher (Solid State) und ein bewegliches HDD-Laufwerk (Drive) in einem Speichermedium.

Eine SSHD-Festplatte besteht aus einer HDD-Festplatte, an welcher zusätzlich eine Leiterplatine mit Flash-Speicherchips, Cache und Controller angebracht ist. Während des Schreib-Prozesses leitet der Controller Datensatzteile auf den Flash-Speicher, da der diese schneller verarbeiten kann. Später werden die Datensätze komplett auf die HDD geschrieben. Oft verwendete Daten legt der Controller ebenfalls auf dem Flash-Speicher ab, sodass er diese kurzfristiger zur Verfügung stellen kann.

Shopping Tipp

Je größer der Flash-Speicher ist, desto schneller arbeitet eine SSHD und desto höher ist auch ihre Lebensdauer. Mit wenig Flash-Speicher werden Sie kaum einen Unterschied zur normalen HDD bemerken. 

Da insgesamt weniger häufig die Mechanik in Gang gesetzt werden muss, verbraucht eine SSHD im Vergleich zu einer HDD meist weniger Energie und hat nicht durgehend eine hohe Lautstärke. Allerdings ist sie aufgrund der mechanischen Bauteile stoßempfindlich. 

Zwar sind die Zugriffszeiten insbesondere bei weniger häufig verwendeten Daten höher, insgesamt sind sie jedoch sehr schnell. Das Löschen der Daten stellt dank der magnetischen Speicherung – anders als auf reinen SSDs – keine Probleme dar.
Aktuell werden SSHDs mit Speicherkapazitäten bis zu 4 TB angeboten. Die Hybrid-Festplatten empfehlen sich besonders, wenn Sie auf Schnelligkeit und gleichzeitig hohe Speicherkapazität Wert legen. Sie eignen sich sowohl für Programme, die schnell laufen sollen, als auch für eine sichere und langfristige Datenspeicherung. Aktuell gibt es sie lediglich als interne Ausführungen.
SSHDs sind auch mit größerer Speicherkapazität noch etwas günstiger als SSD-Festplatten. Sie erhalten Sie zu Preisen von 50–600 €.
Pro
  • Sehr schnell
  • Kein ständiges lautes Betriebsgeräusch
  • Stromsparender als eine HDD-Festplatte
  • Vergleichsweise günstig
Contra
  • Anfällig für Erschütterungen
  • Schnelle Transferrate wird nicht immer erreicht
  • Gelegentliche Betriebsgeräusche mit max. 38 dB

Festplatten-Typen nach Einsatzbereich

Festplatten können Sie direkt im Gehäuse eines PCs oder Notebooks sowie in Server-Systemen verbauen oder aber als mobiles Speichermedium verwenden. Je nach Einsatzbereich sind sie dazu mit unterschiedlichen Eigenschaften und Funktionen ausgestattet.

Auf den Punkt!
  • Interne Festplatten verbauen Sie innerhalb eines geschlossenen Computer- oder Notebook-Gehäuses. Neben persönlichen Daten befinden sich darauf in der Regel auch ein Betriebssystem und weitere Systemprogramme. Interne Ausführungen verfügen über kein Gehäuse, sondern lediglich über einfache Schutzplatten.

  • Externe Festplatten können Sie als flexibles Speichermedium an mehreren PCs oder anderen Geräten mit passenden Schnittstellen nutzen. Meist speichern Sie darauf keine Systemdaten, sondern beispielsweise Fotos, Musik und Text-Dateien sowie Archive oder Back-ups. Externe Modelle verfügen stets über ein Gehäuse, das sie vor Einflüssen von außen schützt.

Entscheidend für den jeweiligen Einsatzbereich sind die verschiedenen Schnittstellen, über die Sie das Speichermedium mit dem Computer verbinden.

Ausführliche Informationen zu den verschiedenen Schnittstellen haben wir in der gleichnamigen Rubrik unseres Ratgebers für Sie zusammengestellt.


 
Interne Festplatten

Interne Datenträger sind fest im Gehäuse eines Computers oder Laptops verbaut. Sie werden deshalb auch als Festspeicher bezeichnet und dienen der langfristigen Speicherung von Daten, Anwendungen oder Betriebssystemen. 

Sie besitzen in der Regel kein komplettes Gehäuse, sondern einfache Schutzplatten aus Metall oder Kunststoff, in die Befestigungslöcher eingelassen sind. Sie sind über verschiedene Schnittstellen via Kabel oder über einen Steckplatz mit dem zentralen Prozessor und dem Mainboard des Computers oder Laptops verbunden. Zudem verfügen sie meist über mindestens eine der folgenden Schnittstellen: IDE, SATA, SCSI und PCI-E. 

Bedenken Sie

Die Anschlüsse der internen Festplatte und die Schnittstellen des Computers bzw. dessen Mainboards müssen zueinander passen. Informieren Sie sich in den Systemeinstellungen und beim Hersteller über Ihre vorhandene Hardware, bevor Sie ein internes Modell auswählen.

Der Datenträger wird mit Hilfe eines separaten Anschlusses über das zentrale Netzteil des Computers mit Strom versorgt. 

Sie sollten auch die Abmessungen beachten, damit diese in das gewünschte Gerät passt: Je nach Gerätevoraussetzungen kann der sogenannte Formfaktor abweichen. Laptop-Festplatten sind in der Regel kleiner als Varianten für den PC.

Erfahren Sie im Kapitel Größe mehr zu Abmessungen und Formfaktor von Festplatten.

Aktuell sind interne Festplatten mit Speicherkapazitäten von 8–12.000 Gigabyte (GB) erhältlich. Interne Speicher tauschen Sie meist aus bzw. setzen Sie zusätzlich ein, wenn die vorhandene in Ihrem Computer oder Laptop defekt ist oder Sie sich ein Modell mit mehr Speicherkapazität bzw. einer schnelleren Transferrate wünschen. Sie eigenen sich zudem besonders für Server- und Netzwerkspeicher-Systeme. 

Für interne Modelle zahlen Sie je nach Speicherkapazität und Schnittstelle Preise zwischen 15–15.000 €.



 

Externe Festplatten

Externe Festplatten sind nicht in einem Gerät verbaut, sondern lassen sich außerhalb des Computers oder Laptops nutzen. Sie sind dank einfacher Kabel- oder Wireless-Verbindung mobil und somit ideal für den Datenaustausch zwischen verschiedenen Geräten geeignet. 

Zum Schutz vor äußeren Einflüssen sind sie von einem soliden Gehäuse umgeben. Am Gehäuse sind bestimmte Schnittstellen vorhanden. Dazu zählen vorrangig USB, eSATA, FireWire oder Thunderbolt. Einige Modelle sind auch mit einem WLAN-Modul ausgestattet und können Daten drahtlos übertragen. 

Externe Speicher sind ähnlich wie interne Modelle in genormten Größen erhältlich. Die Stromversorgung erfolgt für gewöhnlich mit Hilfe der Schnittstelle über das Gerät, an das sie angeschlossen ist. Über bestimmte Schnittstellen ist jedoch eine Stromzufuhr nicht möglich, weshalb solche Modelle zusätzlich mit einem Netzteil ausgestattet sind. 

Die Speicherkapazität schwankt zwischen 32–8.000 GB. Externe Varianten können Sie verwenden, wenn Sie den Speicherplatz Ihres Computers erweitern möchten. Darüber hinaus eignen sie sich für den Austausch von Daten wie beispielsweise Dokumente, Fotos oder Musik auf verschiedenen Geräten sowie als Archiv- oder Back-up-Festplatte.

Bei gleicher Speicherkapazität und selbem Speichersystem sind externe Modelle in der Regel etwas kostengünstiger als interne. Sie kosten zwischen von 20–7.000 €.

Shopping Tipp

Sie interessieren sich für externe Festplatten? Auf unserem Portal finden Sie weitere Informationen sowie ein umfangreiches Angebot in der gleichnamigen Kategorie. 


 


Speicherkapazität

Die Speicherkapazität gibt an, welche Menge an Daten Sie darauf sichern können. Die Kapazität wird in der Regel in Byte ausgewiesen. Je mehr Byte eine Festplatte hat, desto mehr Daten können Sie darauf abspeichern.

Wissenswert

Die kleinste Informationseinheit, die gespeichert werden kann, benötigt 1 Bit Speicherkapazität. 8 Bits ergeben 1 Byte. Daraus ergeben sich folgende typische Einheiten für die Angabe der Speichergröße:
 

Kilobyte: 1 KB = 1.000 Bytes
Megabyte: 1 MB = 1.000 KB
Gigabyte: 1 GB = 1.000 MB
Terabyte: 1 TB = 1.000 GB

Die Speicherkapazität kann je nach Modell und Speichersystem unterschiedlich ausfallen. Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über gängige Kapazitäten: 

Speichersystem

Speicherkapazität

HDD 32 GB – 12 TB
SSD 32 GB – 4 TB
SSHD 500 GB – 4 TB


 

Welche Speicherkapazität für Sie ideal ist, hängt von Ihrem Nutzungsverhalten ab. Ein Betriebssystem belegt in der Regel bereits zwischen 10–20 GB. Sehr viel Speicherplatz benötigen zudem komplexe Anwendungen, etwa Office- oder Bildbearbeitungsprogramme, bestimmte Spiele sowie Musik-, Bild- und Videodateien. Hierfür empfiehlt sich ein Modell mit etwa 2 TB. Für eine einfache Dokumentenverwaltung genügen hingegen auch 300–500 GB.

Die Herstellerangaben zur Kapazität stimmen nicht mit dem tatsächlich nutzbaren Speicherplatz überein. Hardware-Hersteller rechnen im Dezimalsystem, Software-Hersteller verwenden hingegen das binäre System. So sind beispielsweise von ausgewiesenen 500 GB Speicherkapazität lediglich 465,66 GB verfügbar. 

Mehr zur Berechnung des effektiven Speicherplatzes erfahren Sie in unserem FAQ-Bereich: Warum ist der Speicherplatz meiner Festplatte geringer als angegeben?

Die Übertragungsgeschwindigkeit gibt Aufschluss darüber, wie schnell Daten von einer Festplatte an Ihren Computer übermittelt werden. Hohe Geschwindigkeiten sind vor allem wichtig, wenn beispielsweise Betriebssysteme, Anwendungen oder Spiele zügig hochfahren und flüssig laufen sollen. Die mögliche Übertragungsgeschwindigkeit ist dabei abhängig vom Speichersystem, da das jeweilige elektronische oder mechanische Verfahren unterschiedlich viel Zeit in Anspruch nimmt.

Wissenswert

Datenraten werden für gewöhnlich in der Einheit Mbit/s (Megabit pro Sekunde) oder in MB/s (Megabyte pro Sekunde) ausgewiesen. 8 Bit entsprechen 1 Byte. In Byte werden für gewöhnlich Datenmengen oder Kapazitäten angegeben, die Geschwindigkeit von Schnittstellen hingegen meist in Bit. Je höher der Wert, desto zügiger erfolgt der Transfer.

Um die Geschwindigkeit einer Festplatte zu beurteilen, sollten Sie auf die folgenden Angaben achten:

  • Datentransferrate
    Die Datentransferrate beschreibt, wie viele Bits sie durchschnittlich innerhalb einer bestimmten Zeit übertragen kann. Lese- und Schreib-Vorgänge nehmen dabei meist unterschiedlich viel Zeit in Anspruch. Der Datentransfer von SSD-Festplatten kann dank geringer Zugriffszeiten meist deutlich schneller erfolgen.

HDD SSD
Lese-Transferrate 90–240 MB/s 20–3.500 MB/s
Schreib-Transferrate 90–200 MB/s 10–2.500 MB/s

  • Zugriffszeit

Die Zugriffszeit gibt an, wie lange es dauert, bis die Festplatte einen eingegangenen Schreib- oder Lese-Befehl ausführt. Diese Zeit wird in ms (Millisekunden) gemessen. SSDs sind HDDs dabei deutlich überlegen, da die Datensuche auf einer HDD stets länger dauert.

HDD SSD
Lese-Zugriffszeit Ab 3,5 ms Ab 0,03 ms
Schreib-Zugriffszeit Ab 3,5 ms Ab 0,04 ms

  • Umdrehungsgeschwindigkeit
    In HDD-Festplatten drehen sich die Magnetscheiben in einer bestimmten Geschwindigkeit. Dies wird auch als Spindelgeschwindigkeit bezeichnet. Je höher die Drehzahl, desto schneller erfolgt in einer HDD der Zugriff auf die Daten – gleichzeitig steigt der Stromverbrauch. Die Werte können zwischen 5.400–15.000 U/min (Umdrehungen pro Minute) liegen. Typisch ist eine Drehzahl von 7.200 U/min.

  • Cache
    SSD- und SSHD-Festplatten können über einen Pufferspeicher, einen sogenannten Cache, verfügen. Auf diesem Speicher legt die Kontrolleinheit Daten ab, bevor sie diese weiterverarbeitet. Je größer der Cache, desto schneller können Daten übertragen werden. Cache-Speicher können zwischen 16–3.000 MB groß sein.

  • Schnittstelle
    Festplatten verfügen über verschiedene Schnittstellen, die unterschiedliche Übertragungsverfahren nutzen. Dadurch unterscheiden sich die jeweiligen Schnittstellen in ihrer Übertragungsgeschwindigkeit. Für interne Speicher sind die schnellsten seriellen Schnittstellen zurzeit SATA III oder PCI-E. Die schnellsten Schnittstellen an externen Modellen sind USB 3.1 und Thunderbolt 3.
Schnittstelle Übertragungsgeschwindigkeit
IDE 66,4–1.064 Mbit/s
PCI-E 2.000–32.000 Mbit/s
SAS 2.400–9.600 Mbit/s
SATA 1.200–15.752 Mbit/s
SCSI 40–2.560 Mbit/s
eSATA 2.400–6.000 Mbit/s
FireWire 100–3.200 Mbit/s 
Thunderbolt 20.000–40.000 Mbit/s
USB 1,5–10.000 Mbit/s
WLAN 11–6.700 Mbit/s

Bedenken Sie

Die Werte sind theoretisch mögliche Geschwindigkeiten. In der Praxis ist die Rate oftmals geringer, da nicht nur Nutzerdaten, sondern auch Fehler- oder Korrekturdaten übertragen werden. Zudem garantiert nicht allein eine schnelle Festplatte die optimale Ausführung von Anwendungen. Zu einer hohen Arbeitsgeschwindigkeit tragen auch ein leistungsstarker Prozessor, ein großer Arbeitsspeicher sowie die jeweilige Konfiguration des angeschlossenen Computers bei. 

Mit Hilfe von Schnittstellen verbinden Sie die Festplatte mit dem Computer bzw. anderen Geräten, sodass eine Datenübertragung stattfinden kann. Sie werden auch als Interfaces bezeichnet. 

Sie besitzt mindestens 1 Schnittstelle. Damit die Kommunikation funktioniert, sollte sie mit dem Verbindungsgerät kompatibel sein. Die Verbindung zwischen den Geräten kann dabei via Kabel, Stecker oder drahtlos erfolgen.

Shopping Tipp

Falls die Schnittstelle nicht zu Ihrem Gerät passt, können Sie oftmals auf Adapter zurückgreifen. Eine Auswahl an Adaptern finden Sie auch auf unserem Portal.

Schnittstellen besitzen Leiterbahnen (Lanes), um Bits bzw. Bit-Gruppen zu übertragen. Je nach Beschaffenheit unterstützen sie dabei entweder eine parallele oder aber eine serielle Datenübertragung. Zudem weicht die Übertragungsgeschwindigkeit ab.  

Ausführliche Informationen zur Übertragungsgeschwindigkeit haben wir im gleichnamigen Kapitel dieses Ratgebers für Sie zusammengestellt.


 
Parallele Schnittstellen

In Schnittstellen mit parallelem Übertragungsverfahren werden alle Daten in Bit-Gruppen von 8–16 Bit gleichzeitig über 1 Leitung übermittelt. Dies geschieht vergleichsweise langsam, da immer entweder nur die Festplatte an den Computer oder der Computer an die Festplatte Daten übertragen kann. Die Sendungsrichtung muss stets neu ausgehandelt werden. Mit diesem Verfahren arbeiten hauptsächlich noch interne Datenträger der älteren Generation sowie Server-Festplatten. 

Die gängigsten parallelen Schnittstellen sind:

  • SCSI
    SCSI-Schnittstellen (Small Computer System Interface) dienen nicht nur der Datenübertragung, die Kommunikation zwischen den Geräten wird mit Hilfe eines Software-Protokolls auch kontrolliert. Ein SCSI-Anschluss kann 8–16 Geräte unterstützen. SCSI ist für interne Server-Festplatten typisch.

  • IDE
    Die Abkürzung IDE steht für Integrated Drive Electronics, Intelligent Drive Electronics oder auch Integrated Device Electronics. Die Verbindung erfolgt über ein 5 cm breites Datenkabel. An 1 Schnittstelle können Sie maximal 2 externe Geräte anschließen. IDE-Schnittstellen sind eine ältere Technologie. 



 

Serielle Schnittstellen

In seriellen Übertragungsverfahren werden die Daten zwischen Speichermedium und Computer Bit für Bit nacheinander auf derselben Leitung übermittelt. Ursprünglich waren diese Schnittstellen langsamer als parallele. Heutzutage verfügen serielle Schnittstellen jedoch über mehrere Leitungsbahnen, damit sich die Datenströme nicht beeinflussen: Empfangs- und Sendegerät senden so auf separaten Leitungen und erreichen dadurch höhere Übertragungsraten. 

Serielle Schnittstellen gibt es für verschiedene Einsatzbereiche: Interne Speicher kommunizieren in der Regel nur mit 1–2 Komponenten in einem einzelnen Computer oder Notebook. Die Schnittstellen externer Modelle müssen hingegen oftmals mit vielen verschiedenen Geräten kompatibel sein und zudem eine optimale Stromversorgung gewährleisten.

Es gibt folgende serielle Schnittstellen für interne Festplatten:

  • SATA
    SATA-Schnittstellen (Serial Advanced Technology Attachment) sind der Nachfolger der IDE-Schnittstelle. Im Gegensatz zum IDE-Kabel ist ein SATA-Kabel nur 8 mm breit, für Notebooks gibt es auch SSD-Steckkarten für eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung. Die SATA-Schnittstelle besitzt eine schnellere Übertragungsrate und wurde stetig weiterentwickelt, die aktuellste ist SATA III. SATA-Schnittstellen sind die gängigen Schnittstellen in Computern oder Notebooks. 

  • SAS
    SAS steht für Serial Attached SCSI. Sie nutzt die Kommunikationstechnologie der SCSI-Schnittstelle, allerdings werden Datenströme ebenso wie über SATA-Schnittstellen seriell übermittelt. Die Datenübertragungsrate wird dadurch gesteigert. Sie sind zudem häufig kompatibel zu SATA-Anschlüssen. Zum Einsatz kommen diese Schnittstellen vorrangig in internen Festplatten für Server. 

  • PCI-E
    Eine PCI-E-Schnittstelle (Peripheral Component Interconnect Express) ist eine direkte Punkt-zu-Punkt-Verbindung zur zentralen Prozessoreinheit (CPU) eines Geräts. Die Datenrate einer PCI-E-Schnittstelle ist sehr hoch. In PCI-E-Schnittstellen passen SSD-Festplatten in Form von Steckkarten. Diese Schnittstelle findet sich an PCs, Laptops und Servern und wird auch von Grafikkarten, Bluetooth- oder WLAN-Modulen belegt.


Folgende serielle Schnittstellen nutzen externe Festplatten:

  • eSATA
    Die Schnittstelle eSATA (external SATA) ist eine SATA-Schnittstelle, deren Steckverbindungen für die externe Verwendung deutlich robuster gebaut ist. Es ist allerdings keine Stromversorgung darüber möglich.

  • FireWire / i.Link
    Der Standardname dieser Schnittstelle ist IEEE 1394, ihre anderen Bezeichnungen stammen von den herstellerspezifischen Weiterentwicklungen der Schnittstelle durch Apple (FireWire) und Sony (i.Link). Diese Schnittstelle gibt es in mehreren Versionen: IEEE 1394a/ FireWire 400, IEEE 1394b/ FireWire 800 und IEEE 1394-2008/ FireWire S3200. Letztere bietet die schnellste Übertragungsrate. FireWire unterstützt Funktionen wie Plug-and-Play und Hot-Plugging, sodass sich im laufenden Betrieb (ohne Software-Zugriff) unterschiedliche Geräte entfernen oder hinzufügen lassen. Die Schnittstelle liefert außerdem Strom. Sie ist auch an Geräten der Unterhaltungselektronik zu finden, insgesamt allerdings nicht allzu häufig.

  • Thunderbolt
    Thunderbolt ist eine herstellerspezifische Schnittstelle von Apple. Sie kombiniert DisplayPort und PCI-E-Schnittstelle. Es gibt Thunderbolt 2 und 3, letztere hat eine höhere Übertragungsgeschwindigkeit und ist wie USB 3.1 eine der schnellsten Schnittstellen. Neben dem Datentransfer ist auch eine Stromversorgung über diese Schnittstelle möglich. Allerdings lassen sich lediglich Apple-Geräte damit verbinden.

  • USB
    USB (Universal Serial Bus) ist eine universelle Schnittstelle, die fast jedes elektronische Gerät besitzt. Es sind verschiedene Versionen verfügbar: USB 1.0, USB 2.0, USB 3.0, USB 3.1. Die 3.1.-Version ist aktuell eine der schnellsten Schnittstellen für externe Ausführungen. Allerdings sind nicht alle USB-Schnittstellen untereinander kompatibel. USB eignet sich auch zur Stromversorgung.

  • WLAN
    Einige externe Modelle sind WLAN-fähig, sodass Sie via Funk kabellos Daten übertragen können. Sie verfügt dazu über ein WLAN-Modul. Es gibt verschiedene WLAN-Standards, der schnellste ist aktuell IEEE 802.11ad. Für diese Variante ist eine zusätzliche Stromversorgung notwendig.
     

Größe

Festplatten können unterschiedliche Abmessungen haben. Die Größe – geläufig ist auch die Bezeichnung Formfaktor – ist standardisiert, stimmt also bei HDD-, SSD- und SSHD-Festplatten überein. So können Sie insbesondere interne Modelle passend zu Ihrem Gerät bzw. Computersystem erwerben und eine vorhandene leicht austauschen. 

Shopping Tipp

Welche Festplattengröße in Ihren Computer, Laptop oder NAS-Server passt, können Sie in der Regel den Systemeinstellungen oder der Bedienungsanleitung entnehmen. Anbieter weisen oftmals auch mit passenden Bezeichnungen (z. B. NAS HDD, Laptop SSD) aus, für welches System das Modell geeignet ist.

Für externe Festplatten ist der Formfaktor entscheidend, wenn Sie beispielsweise ein sehr kleines und gut transportables Modell suchen. 

Die Größe wird in Zoll (″) angegeben. 1″ entspricht 2,54 cm. Sie können sie in folgenden Größen erwerben:

  • 3,5″
    3,5-Zoll-Festplatten haben Abmessungen von 146 x 102 mm (Länge x Breite) und eine Höhe von 19,9–26,1 mm. Aufgrund ihrer Größe bieten sie reichlich Platz für mehrere Magnetschieben oder Flash-Speicherzellen – mit bis zu 12 TB (Terabyte) bieten sie die meiste Speicherkapazität. Daher werden sie häufig intern in Desktop-PCs oder Server-Systemen verbaut oder als externe Varianten für Archive und Back-ups genutzt. Sie verbrauchen vergleichsweise viel Strom. Externe 3,5″ große Modelle besitzen daher oft ein eigenes Netzteil.

  • 2,5″
    2,5-Zoll-Festplatten sind 100 x 70 x 5–15 mm (L x B x H) groß. Sie haben maximale Speicherkapazitäten von 4 TB. Vorteil der kleineren Datenträger ist ihr geringerer Stromverbrauch – ein Notebook-Akku kann dadurch länger halten. Sie finden daher oftmals in Laptops und Ultrabooks Verwendung, können aber auch in herkömmliche Computer eingebaut werden.

  • 1,8″
    Die einzelnen Maße von 1,8-Zoll-Festplatten betragen 70 x 54 x 8 mm (L x B x H). Aufgrund ihrer kompakten Bauweise bieten sie lediglich Platz für 1 TB. Sie verbrauchen allerdings kaum Strom. Interne 1,8-Zoll-Festplatten kommen in Laptops, Subnotebooks sowie in größeren MP3- oder Multimedia-Playern zum Einsatz.

  • M.2
    Die Maße von M.2-Festplatten – gebräuchlich ist auch die Bezeichnung NGFF (Next Generation Form Factor) – betragen 42–80 x 22 x 1,2–3,5 mm (L x B x H). Auf die kompakte Platte passt bis zu 1 TB. Die Schnittstellen sind an die Größe der M.2-Festplatten angepasst. Sie werden auch als Steckkarten bezeichnet und finden vorrangig als interne Speicher in Tablets und in einigen Laptops Verwendung. 
     

Funktionen

Festplatten besitzen oft zahlreiche Funktionen. Diese können beispielsweise das Datenmanagement erleichtern, zur Datensicherheit beitragen, die Lebensdauer der Speicherzellen erhöhen, den Stromverbrauch reduzieren oder sie befähigen sie zur Zusammenarbeit mit anderen Systemen. 

Auf den Punkt!

 
Standardfunktionen

Dank ihrer Standardfunktionen erkennt ein Computer eine angeschlossene Festplatte, sie kann fehlerfrei beschrieben und gelesen sowie sicher ausgeworfen werden:

  • Dateisystem
    Festplatten können ein spezielles Dateisystem bzw. eine eigene Formatierung besitzen. Dies bestimmt, auf welche Weise Daten angeordnet werden und ob das jeweilige Betriebssystem, etwa Windows oder Mac OS X, die Daten speichern und lesen kann. Sie können das Dateisystem auch nachträglich durch erneute Formatierung ändern. Die folgende Tabelle bietet einen kurzen Überblick über die gängigsten Dateisysteme und deren Eigenschaften:

Dateisystem

Eigenschaften

FAT32 Verwendbar mit allen Windows-Versionen und einigen DOS-Systemen, Dateigröße auf 4 GB beschränkt
exFAT Spezialisiert für Flash-Speicher-Festplatten, mit neueren Windows- und Mac-OS-X-Versionen verwendbar
HFS+ Standard für Mac OS X, kann von Windows nur mit zusätzlicher Software verwendet werden
NTFS Standard seit Windows XP, von Mac-OS-X-System lediglich les- aber nicht beschreibbar, keine Beschränkung der Dateigröße

  • Hot Plugging / Hot Swapping
    Hot Plugging (heißes Stecken) und Hot Swapping (heißes Tauschen) ermöglichen es, eine Festplatte während des laufenden Computerbetriebs zu entfernen und durch ein gleichartiges Speichermedium auszutauschen, wenn darauf aktuell keine Software zugreift. Dazu muss die Schnittstelle eine stufenweise Trennung ermöglichen. Dies ist in der Regel an fast allen Festplatten-Schnittstellen mit Ausnahme von IDE der Fall.

  • Plug & Play
    Die Funktion Plug & Play, kurz PnP, ermöglicht Ihnen eine sofortige Verwendung, nachdem Sie sie mit einem Computer oder mobilen Gerät verbunden haben. Sie müssen dazu keinen zusätzlichen Treiber installieren. 

  • World Wide Name
    Festplatten sind in der Regel mit einem World Wide Name (WWN) gekennzeichnet, der vom Computersystem erkannt wird. Es handelt sich um einen Code aus 64 oder 128 binären Ziffern bzw. Bit. Diese Funktion ist besonders wichtig für Datenträger, die im Netzwerk zum Einsatz kommen, und dient vor allem zur Kontrolle und Identifizierung.



 

Sicherheitsfunktionen

Besonders sensible Daten sollten geschützt sein, damit Dritte darauf keinen Zugriff haben. Dazu dienen Sicherheitsfunktionen. Gleichsam lässt sich durch bestimmte Technologien auch Datenverlust vorbeugen:

  • Passwortschutz
    Nachdem Sie die Festplatte mit einem Computer oder einem mobilen Gerät verbunden haben, müssen Sie ein zuvor festgelegtes Passwort eingeben, um auf darauf gespeicherte Daten zugreifen zu können. Diese Funktion können Sie in der Regel nach Wunsch aktivieren.

  • Verschlüsselung
    Einige Modelle können Ihre Daten automatisch verschlüsseln. Die Funktion wird auch als Hardware-Verschlüsselung oder SED (Self Encrypting Drive) ausgewiesen. Als Verschlüsselungsmethode dient für gewöhnlich AES (Advanced Encryption Standard), auch Rijndael-Algorithmus genannt. Die Verschlüsselung erfolgt, indem Daten mehrfach block- bzw. byteweise ersetzt und vertauscht werden. Zum Ver- und Entschlüsseln wird derselbe Schlüssel verwendet. Dadurch ist in der Regel auch ein sicheres (kryptografisches) Löschen möglich: Der Schlüssel zur Decodierung der Daten wird vernichtet, wodurch sich die Daten nicht wiederherstellen lassen. 

  • S.M.A.R.T.
    S.M.A.R.T. (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology) ist eine Funktion, mit der die Festplatte selbstständig ihre Leistung überwacht. Bestimmte Parameter werden mit Hilfe von Sensoren in der Platte regelmäßig analysiert, um einem physikalischen Festplatten-Ausfall vorzubeugen. Die Statusmeldungen werden an eine Software weitergegeben, die bei stark abweichenden Werten den Nutzer vor Störungen warnt. Zudem werden Daten auf einem separaten Bereich des Datenträgers gesichert, auf die Programme nicht zugreifen und diese Daten somit nicht verändern können. Dies ist beispielsweise auch für Geräte in RAID-Systemen sinnvoll, um die Sicherheit der Daten in diesem Speicherkonzept nachhaltig zu gewährleisten.
Tipp

Vor einem Datenverlust schützen zudem regelmäßige Back-ups: Dazu können Sie manuell oder mit Hilfe von Software regelmäßig Ihre Daten auf eine zusätzliche Festplatte kopieren. Sollten die Daten auf Ihrem Computer aufgrund von Hard- oder Software-Defekten oder Viren nicht mehr zugänglich sein, können Sie diese mit dem Back-up-Speichermedium wiederherstellen.


 
Datenverwaltungsfunktionen

Einige Festplattenfunktionen organisieren dringend bzw. nicht (mehr) benötigte Daten selbstständig, um optimal Speicherplatz zur Verfügung zu stellen oder die Arbeitsgeschwindigkeit zu erhöhen:

  • Garbage Collection / TRIM
    SSD-Festplatten können Daten nur blockweise speichern und löschen. Dadurch können nicht mehr benötigte Daten erst gelöscht werden, wenn auch alle anderen Daten im gleichen Block nicht mehr gebraucht werden – ungenutzte Daten blockieren so an sich freien Speicherplatz. Die Funktion Garbage Collection sortiert genutzte und ungenutzte Daten in jeweils separate Blöcke. Dadurch können Sie alte Daten direkt löschen und Speicherplatz freigeben. In diesem Zusammenhang ist es auch sinnvoll, wenn das Modell sogenannte TRIM-Befehle unterstützt. Mit TRIM-Befehlen markiert das Betriebssystem auf der SSD unnötige oder ungültige Datenblöcke, sodass Garbage Collection diese schneller findet.

  • Native Command Queuing
    Native Command Queuing, kurz NCQ, ist vor allem eine Funktion für HDD-Festplatten. Sie ordnet Befehle und Daten eigenständig, um unnötiges Bewegen des Schreib-Lese-Kopfes zu vermeiden. Das spart Strom. Zudem verschleißen mechanische Bauteile weniger, wodurch die Lebensdauer steigt. Allerdings verlängert sich die Zugriffzeit, da die Platte mit NCQ-Funktion zuerst einige Befehle sammelt, bevor sie diese abarbeitet. Bei SSD-Festplatten wird diese Funktion oft auch als Wear-Leveling bezeichnet. Diese verteilt ihre Daten gleichmäßig in den Speicherblöcken, um zu häufige Schreibzyklen einzelner Zellen zu vermeiden und so deren Lebensdauer zu erhöhen. 

  • Smart Response Technology
    Die Smart Response Technology untersucht, wie häufig Daten genutzt bzw. abgefragt werden. Daten mit einer hohen Nutzungsquote werden auf dem schnelleren Speichermedium abgelegt, damit das System diese schneller abrufen kann. Diese Funktion ist vor allem für SSHD-Festplatten sinnvoll oder Modelle, die Sie mit einer weiteren Platte verbinden möchten – etwa in RAID- oder NAS-Systemen.

  • Dauerbetrieb
    In Servern, beispielsweise in NAS-Servern, laufen Festplatten im Dauerbetrieb, da darauf abgelegte Daten ständig aktualisiert bzw. zur Verfügung gestellt werden. Damit sie der dauerhaften Belastung standhalten können, haben sie meist eine geringere Umdrehungsgeschwindigkeit. Zudem vibrieren sie weniger stark. Befinden sich mehrere Speichermedien in einem Gehäuse, geraten sie gegenseitig in Schwingung und es können Verzögerungen oder Lese- bzw. Schreib-Fehler entstehen. Einige Hersteller weisen diese Funktion auch als NAS-ready aus.
Shopping Tipp

Festplatten können Sie in NAS-Servern (engl.: Network Attached Storage, Netzwerkspeicher) verwenden. In NAS-Systemen können Sie beispielsweise mit mehreren PCs, Laptops oder auch dem Smartphone auf dasselbe  Speichermedium zugreifen, sofern alle Geräte im selben Netzwerk eingebunden sind. NAS-Server verfügen über ein Gehäuse mit mehreren Schnittstellen, unter anderem für die Festplatten und den Netzwerkanschluss. Eine Auswahl an kompletten NAS-Servern finden Sie auch auf unserem Portal.


 
Energiesparfunktionen

Einige Festplatten verfügen über intelligente Funktionen, die den Stromverbrauch reduzieren – insbesondere, wenn sie gerade nicht in Gebrauch ist:

  • Device Sleep Mode
    Mit dieser Funktion können Sie Ihre Festplatte in einen Stand-by- bzw. Ruhemodus versetzen. Sie fährt bei Nichtnutzung automatisch in einen Bereitschaftsbetrieb und kann beispielsweise durch einen Tastaturbefehl wieder aktiviert werden. Dies spart Strom. Zu welchem Zeitpunkt der Ruhezustand einsetzt, können Sie in der Regel festlegen.

  • DIPM / LPM
    Mit der Funktion DIPM (Device Initiated Power Management) bzw. LPM (Link Power Management) schaltet sich die Platte automatisch aus, wenn sie in Betrieb ist, aber nicht aktiv genutzt wird. Zusätzlich verringert sich auch während des Betriebs die Leistungsaufnahme.

  • IntelliPower
    Diese Funktion wurde von Western Digital entwickelt und ist daher nur auf HDD-Festplatten dieses Herstellers verfügbar. Sie gewährleistet einen stromsparenden Betrieb bei gleicher Leistung: Drehgeschwindigkeit, Transferrate und Zwischenspeicherung der Daten im Puffer sind genau aufeinander abgestimmt. 
     

Ausstattung

Festplatten können mit zusätzlichen Komponenten ausgestattet sein. Diese ermöglichen die Verbindung mit anderen Geräten, erhöhen den Bedienkomfort oder tragen zur Sicherheit bei. Insbesondere externe Modelle verfügen oft über umfangreiche Ausstattungselemente. 

Zur Ausstattung zählen:

  • Diebstahlsicherung
    Einige externe Modelle unterstützen das sogenannte Kensington-Lock-System: So kann ein Drahtseil durch eine Öse an der Festplatte und um ein stabiles Objekt geführt werden. An der Festplatten-Öse befindet sich ein Slot für ein Sicherheitsschloss, das anschließend einrasten kann.

  • Ein- und Ausschalter
    Einige externe Ausführungen verfügen über einen Ein- und Ausschalt-Knopf, über den Sie den Betrieb manuell unterbrechen können. An HDDs vermeiden Sie dadurch zudem eine Beschädigung der Daten, da der Schreib-Lese-Kopf in eine Parkposition geht und so die Magnetscheiben nicht zerkratzen kann. Auch können Sie sie auf diesem Weg schnell vom Netzwerk trennen.

  • Integriertes Datenkabel
    Das Datenkabel einiger Modelle ist direkt in das Gehäuse integriert. Sie lässt sich direkt anschließen und Sie können das Kabel nicht verlieren.

  • Passwort-Eingabefeld
    Manche Datenträger verfügen über ein Ziffern-Pad auf dem Gehäuse. Darüber können Sie ein Passwort eingeben und so Zugriff auf Ihre Daten erhalten. 

  • Speicherkarten-Steckplatz
    Befindet sich am Gehäuse ein Steckplatz für Speicherkarten, beispielsweise SD-Karten, können Sie Daten direkt auf die Karte übertragen und umgekehrt. Dieser Datenaustausch kann in der Regel nur mit Hilfe des Betriebssystems gesteuert werden.

  • Statusanzeige
    Ob eine externe Festplatte gerade angeschaltet ist oder sich im Ruhemodus befindet, zeigt in der Regel eine kleine LED-Leuchte am Gehäuse an. Oft weist zudem ein blinkendes Licht darauf hin, dass sie gerade Lese- bzw. Schreib-Befehle ausführt. Ein schwaches oder rotes Licht markiert meist den Stand-by-Modus.


 


Gehäuse

Die Beschaffenheit des Gehäuses kann für die Verwendung entscheidend sein – z. B. wenn es darum geht, ob Sie diese intern oder extern nutzen können. Sie enthalten zudem empfindliche Bauteile. Äußere Belastungen wie Erschütterungen oder das Eindringen von Staub oder Flüssigkeiten können zu Beschädigungen und Datenverlust führen. Daher sind für Festplatten, insbesondere für externe Modelle, die häufig transportiert werden, bestimmte Gehäuse-Eigenschaften sinnvoll:

  • Kratzfest
    Kratzfest sind Gehäuse, die aus robusten Werkstoffen wie Gummi oder Aluminium bestehen.

  • Kühlend
    Während des Betriebs erwärmt sich eine Festplatte. Zu starke Hitze kann die Funktion beeinträchtigen. Einen kühlenden Effekt können Gehäuse aus Aluminium oder mit Luftlöchern erzielen. Gehäuse für mehrere Datenträger können sogar mit einem zusätzlichen Lüfter ausgestattet sein, um einer Überhitzung entgegenzuwirken.

  • RoHS Compliant
    Die Kennzeichnung RoHS (Restriction of Hazardous Substances) gewährleistet, dass die Komponenten der Festplatte und ihres Gehäuses keine Gefährdung für die Umwelt darstellen.

  • Staubdicht
    Die Staubdichte eines Gehäuses können Sie an der sogenannten Schutzart ablesen. Sie besteht aus dem Kürzel IP (International Protection) und 2 Ziffern. Die Staubdichte wird mit der ersten Ziffer des IP-Codes gekennzeichnet. Komplett staubdichte Festplattengehäuse besitzen die Zertifizierung IP6X.

  • Stoßfest
    Für externe Varianten können die Gehäuse zusätzlich verstärkt bzw. gepolstert sein, um Stöße und Erschütterungen abzumildern. Das ist insbesondere für HDD-Festplatten wichtig, da bereits kleine Erschütterungen die Magnetscheiben beschädigen können. 

  • Wasserdicht
    Ähnlich wie die Staubdichte eines Gehäuses wird auch der Schutz vor eindringenden Flüssigkeiten mit IP-Codes angegeben. Die zweite Ziffer sagt aus, wie gut das Gehäuse vor Wasser schützt. Ab IPX4 ist sie spritzwassergeschützt, ab IPX7 auch wasserdicht, wenn sie kurz untergetaucht wird.
Shopping Tipp

Mit einem passenden Gehäuse können Sie auch eine interne Festplatte außerhalb eines Computers verwenden. Das ist beispielsweise sinnvoll, wenn Sie ein altes internes Speichermedium durch ein neues ersetzen, auf die Daten der alten Platte jedoch weiterhin zugreifen möchten. Dazu können Sie Gehäuse separat erwerben. Diese sind mit passenden Schnittstellen für eine externe Verwendung ausgestattet. Eine Auswahl externer Festplattengehäuse finden Sie auch auf unserem Portal.

Verschiedene Zubehörartikel können zum Schutz, einem sicheren Transport oder zu einer optimalen Verbindung von Festplatte und Computer beitragen. Zum Zubehör zählen beispielsweise:

  • Adapter
    Mit Adaptern können Sie 2 oder mehrere nicht kompatible Schnittstellen miteinander verbinden. Zur Auswahl stehen fast alle Schnittstellen-Kombinationen. Allerdings kann sich dadurch die Übertragungsgeschwindigkeit verändern. Informationen dazu finden Sie in der Regel in der jeweiligen Produktbeschreibung des Adapters.

  • Kabel
    Festplatten benötigen unterschiedliche Verbindungskabel: Datenkabel dienen der Übermittlung der Daten, dazu sind sie in der Regel mit 2 gleichen Schnittstellen ausgestattet. Stromkabel versorgen sie mit Energie. Je nach Schnittstelle kann auch das Datenkabel die Stromversorgung sicherstellen. Die Kabel werden meist mitgeliefert. Sie können sie aber auch separat erwerben.

  • Tasche
    Für eine sichere Aufbewahrung während des Transports können Sie eine passende Tasche nutzen. Festplattentaschen sind in verschiedenen Größen und auch für mehrere Modelle erhältlich. Sie besitzen oftmals feste Textilpolster und/oder Hartplastikschalen. Zusätzlich können sie über ein eingenähtes Netz für die Aufbewahrung des Kabels verfügen sowie über ein Gummiband, hinter das Sie den Datenträger klemmen können. Einige Modelle verfügen über eine praktische Trageschlaufe. 
     

Nachgefragt von A-Z – Sie fragen, wir antworten.

Sie haben Fragen zum Umgang mit Festplatten? Wir haben für Sie an dieser Stelle wesentliche Informationen zur Verwendung zusammengefasst. Unser Fragenkatalog basiert auf dem Wissensbedarf anderer Käufer.

Erhalten Sie in unserem FAQ-Bereich wichtige Antworten zu den Themenbereichen


Datensicherheit

Wie erstelle ich ein Back-up?
Was ist ein RAID-System?


Defekt

Wodurch kann es zum Festplatten-Ausfall kommen?
Wie kann ich Daten einer defekten Festplatte sichern?
Lässt sich eine Festplatte reparieren?


Einbau

Wie viele interne Festplatten kann ich in meinen Computer einbauen?
Kann ich eine interne Festplatte aus meinem alten Computer weiterverwenden?
Wie funktioniert das Jumpern einer Festplatte?


Formatieren

Wie kann ich meine Festplatte formatieren?


Funktion

Wie funktioniert eine Festplatte?
Wieso wird meine Festplatte vom Computer nicht erkannt?


Kauf

Wie finde ich die richtige Festplatte für mich?
Wo kann ich eine Festplatte kaufen?
Warum sind externe Festplatten meist günstiger als interne?


Lebensdauer

Wie lange hält eine Festplatte?


Löschen

Wie kann ich Daten auf einer Festplatte sicher löschen?
Wie kann ich meine Festplatte vernichten?


Modelle

Was ist der Unterschied zwischen HDD- und SSD-Festplatten?
Worin unterscheiden sich interne und externe Festplatte?
Was sind 4K-native Festplatten?
Welche Festplatten eignen sich für NAS-Systeme?
Welche Festplatte benötige ich für RAID-Systeme?


Partition

Wie erstelle ich Partitionen auf einer Festplatte?
Was ist ein MBR?


Pflege

Wie sollte ich meine Festplatte warten?
Wie lagere ich eine Festplatte am besten?


Speicherkapazität

Warum ist der Speicherplatz meiner Festplatte geringer als angegeben?


Stromverbrauch

Wie viel Strom verbrauchen Festplatten?


Temperatur

Wie warm darf eine Festplatte im Dauerbetrieb werden?


Datensicherheit

Wie erstelle ich ein Back-up?

Ein Back-up dient der zusätzlichen Sicherung Ihrer Daten, falls Ihre Originaldaten aufgrund von Viren oder eines Defekts nicht mehr abrufbar sind. Um ein Back-up zu erhalten, erstellen Sie ein Festplatten-Image – also ein Speicherabbild des kompletten Datenträgers

Wissenswert

Für ein Festplatten-Image werden alle gespeicherten Daten und Programme in eine einzelne Datei kopiert. Die Daten werden meist komprimiert, weshalb eine Image-Datei weniger Speicherplatz einnimmt. Neben der reinen Datensicherung werden in der Image-Datei auch Systemstrukturen aufgezeichnet, damit diese möglichst exakt wiederhergestellt werden können. Ein Festplatten-Image können Sie dann auf einem anderen, beispielsweise externen Speichermedium, sichern.

Für die Erstellung eines Festplatten-Images benötigen Sie ein passendes Tool. Einige Betriebssysteme sind bereits standardmäßig mit einem solchen Back-up-Programm ausgestattet. 

Recherche Tipp

Eine Übersicht einiger Tools zur Erstellung eines Festplatten-Images finden Sie beispielsweise auf heise.de.

In der Regel können Sie in diesen Programmen auswählen, ob Sie ein komplettes Festplatten-Image oder nur ein teilweises Back-up erstellen möchten. Es empfiehlt sich, zusätzlich eine Boot-Datei zu erstellen, mit der Sie das Image leichter starten können.

 

Was ist ein RAID-System?

Ein RAID-System ermöglicht die Spiegelung eines Datensatzes auf 2 oder mehr Festplatten. Dadurch sind dieselben Daten auf verschiedenen Computern verfügbar. Auch kann ein RAID-System zur Datensicherheit beitragen. Sie stellen einen Klon des Speichemediums her und speichern diesen auf einem anderen Datenträger. Im Gegensatz zu einem Festplatten-Image können Sie den Klon sofort verwenden, ohne ihn zuerst booten zu müssen. 

Wissenswert

Die Abkürzung RAID steht für Redundant Array of Independent Disks, beschreibt also die mehrfache Ablage von Daten in einem Verbund mehrerer Datenträger.

Je nach RAID-Level entscheidet sich, ob Sie ein RAID-System zur Datensicherung nutzen können. Die gängigsten RAID-Level sind folgende: 

  • RAID 0
    Im RAID-Level 0 werden die Daten aufgetrennt und auf mindestens 2 Festplatten verteilt. Sie arbeiten gleichzeitig und steigern so die Geschwindigkeit der Datenübertragungen. Zudem steht Ihnen der doppelte Speicherplatz zur Verfügung. Allerdings werden die Daten dabei nicht doppelt abgespeichert – dadurch ist keine Datensicherung gewährleistet.

  • RAID 1
    Im RAID-Level 1 mit mindestens 2 Festplatten werden die Daten doppelt geschrieben, ihre Inhalte also gespiegelt. Fällt eine der beiden Speicher aus, sind die Daten trotzdem noch komplett vorhanden. Die Daten werden lediglich von einem Datenträger gelesen und es ist lediglich die Speicherkapazität einer Festplatte nutzbar.

  • RAID 5
    Im RAID-Level 2 nutzen Sie mindestens 3 Festplatten. Wie in Level 0 werden alle Daten auf die 3 Speicher aufgeteilt. Zusätzlich werden auf allen Datenträgern Datenteile, sogenannte Paritäten oder Prüfsummen, gespiegelt. Dadurch ist die Kapazität von 2 Speichermedien nutzbar. Fällt eine aus, können die Daten mit Hilfe der Paritätsinformationen auf den anderen 2 Festplatten wiederhergestellt werden. Fallen allerdings 2 Festplatten aus, kommt es zum Datenverlust.



Defekt

Wodurch kann es zum Festplatten-Ausfall kommen?

Festplatten können aus unterschiedlichen Gründen ausfallen. Dies kann zum Teil sehr schnell passieren. Es gibt folgende typische Ursachen:

  • Head-Crash
    Ein Head-Crash ist in HDD-Festplatten möglich. Der Schreib-Lese-Kopf schwebt nur in einem geringen Abstand über der Magnetscheibe, auf der sich die gespeicherten Daten befinden. Magnetscheiben sind sehr empfindlich, bereits durch einen kleinen Kratzer werden die Daten unleserlich und unbrauchbar. Durch Erschütterung – insbesondere während des Betriebs – kann der Kopf die sich drehende Magnetscheibe berühren und diese so schwerwiegend beschädigen. 

  • Lebensdauer
    Bauteile einer Festplatte verschleißen mit der Zeit. Damit einhergehend erhöht sich das Risiko eines Ausfalls. Die ungefähre Lebensdauer einer aktiv genutzten Platte bei funktionsgemäßem Gebrauch liegt zwischen 1,5–5 Jahren.
Wissenswert

Unabhängig vom Hersteller können baugleiche Festplatten eine unterschiedlich hohe Lebensdauer besitzen. Sogenannte Montagsfestplatten können ohne einen spezifischen Grund schneller kaputtgehen.

  • Überhitzung
    Durch die Stromversorgung entsteht auch Wärmeenergie, die sich auf Leitungen und Bauteile der Festplatte überträgt. Befindet sie sich in einem engen Gehäuse ohne Lüftung, kann dies zur Überhitzung führen. Wenn sie während des Betriebs häufig überhitzt ist, verringert sich die Lebensdauer.
Tipp

Einige Anzeichen können auf einen baldigen Festplatten-Ausfall hinweisen, beispielsweise ungewöhnliche Geräusche während des Betriebs, sporadisch auftretende Fehlermeldungen beim Verbinden, nicht zu öffnende oder fehlerhaft angezeigte Daten, langsame Zugriffszeiten oder der Absturz des Computers.



Wie kann ich Daten einer defekten Festplatte sichern?

Ist Ihre Festplatte plötzlich defekt, können Sie versuchen, Ihre Daten mit speziellen Hilfsprogrammen bzw. Tools noch nachträglich zu sichern. Teilweise funktioniert dies auch nach einem Head-Crash. 

Recherche Tipp

Eine Übersicht von Tools zur Datenrettung hat pcwelt.de zusammengestellt.

Eine andere Möglichkeit ist, die Daten eines defekten Datenträgers von einem professionellen Datenrettungsspezialisten sichern zu lassen.

Tipp

Führen Sie regelmäßig Back-ups durch oder nutzen Sie RAID-Systeme, um auch im Falle eines Festplattendefekts weiterhin auf Ihre Daten zugreifen zu können.



Lässt sich eine Festplatte reparieren?

Die Reparatur gestaltet sich äußerst schwierig, unter Umständen kann sie jedoch ein Computer-Fachmann reparieren. HDD-Festplatten sind beispielsweise sehr empfindlich und können nur in speziellen Laborräumen geöffnet werden, da sich sonst sehr schnell Staub auf den Magnetscheiben absetzt und die Festplatte unbrauchbar wird. Ist die Schnittstelle oder die Stromversorgung defekt, kann ein Fachmann die Unterseite (die Leiterplatine) des defekten Speichers durch die Platine einer neuen baugleichen Platte auswechseln. Die Reparatur kann unter Umständen sehr kostenintensiv sein.



 

Einbau

Wie viele interne Festplatten kann ich in meinen Computer einbauen?

Die Anzahl möglicher Speichermedien ist abhängig von der Anzahl passender Schnittstellen in Ihrem Computer. Für interne Modelle benötigen Sie in der Regel SATA- oder PCI-E-Schnittstellen. Ältere Computer können auch mit einer IDE-Schnittstelle ausgestattet sein. An 1 IDE-Schnittstelle können Sie maximal 2 Festplatten anschließen. 

Mehr Informationen zu möglichen Schnittstellen von Festplatten finden Sie in unserem Kaufberater.



Kann ich interne Festplatten aus meinem alten Computer weiterverwenden?

Ist Ihr Computer defekt, aber die Festplatte noch intakt, können Sie diese weiterverwenden. Dazu benötigen Sie lediglich ein externes Gehäuse. Die interne Platte lässt sich darin anschließen.

Shopping Tipp

Nach dem passenden externen Festplattengehäuse können Sie auch auf unserem Portal suchen.



Wie funktioniert das Jumpern einer Festplatte?

Wenn Sie eine Festplatte mit IDE-Schnittstelle einbauen, müssen Sie diese korrekt jumpern. Das gilt auch, wenn Sie einen zusätzlichen Datenträger mit anderer Schnittstelle einbauen möchten, aber eine bereits im Computer verbaute Platte eine IDE-Schnittstelle hat. 

Jumper sind kleine Steckbrücken, mit denen Kontakte elektrisch verbunden werden können. Da Sie an eine IDE-Schnittstelle maximal 2 Geräte anschließen, müssen Sie ein Gerät als Master (primäre Festplatte mit Betriebssystem) und das andere als Slave (erweiterter Speicher, z. B. eine zusätzliche Festplatte oder ein DVD-Laufwerk) konfigurieren.

An der Festplatten-Schnittstelle befindet sich eine Doppelreihe mit mehreren Pins. Zum Jumpern stecken Sie die Kurzschlussbrücke auf 2 Pins. In welcher genauen Anordnung es eine Master- oder Slave-Festplatte wird, ist in der Regel auf dem Datenträger ausgewiesen. Dies kann für Master auch mit Device 0 und für Slave mit Device 1 gekennzeichnet sein.



 

Formatieren
Wie kann ich meine Festplatte formatieren?

Eine Formatierung kann notwendig sein, wenn Ihre Festplatte von einem Virus befallen ist oder Sie sie neu aufsetzen möchten. Die Formatierung können Sie mit Hilfe der Dienstsoftware Ihres Betriebssystems vornehmen. 

Bedenken Sie

Durch eine Formatierung werden alle Daten auf der Festplatte gelöscht.

Sichern Sie deshalb zuvor alle wichtigen Daten auf einem zusätzlichen Datenträger. 


Die Formatierung einer Festplatte funktioniert unter Windows 10 folgendermaßen:

  1. Öffnen Sie den Windows Explorer und wählen Sie „Dieser PC“ aus. 
    ⇒ Hier werden alle Festplatten-Laufwerke angezeigt.

  2. Wählen Sie die Festplatte aus, die Sie formatieren möchten.

  3. Rufen Sie mit der rechten Maustaste das Kontextmenü auf und wählen Sie den Menüpunkt „Formatieren“ aus. 
    ⇒ Es öffnet sich ein Fenster, in dem Sie den Namen des Speichers ändern können. 

  4. Entscheiden Sie sich für eine ausführliche oder eine schnelle Formatierung.
    ⇒ Für eine ausführliche Formatierung klicken Sie direkt auf „Starten“. Die Formatierung beansprucht einige Minuten. 
    ⇒ Für eine schnelle Formatierung setzen Sie ein Häkchen bei „Schnellformatierung“ und klicken Sie anschließend auf „Starten“. Diese Formatierung dauert nur ein paar Sekunden. 


Unter Mac OS X nehmen Sie eine Formatierung wie folgt vor:

  1. Öffnen Sie das Festplatten-Dienstprogramm. 

  2. Markieren Sie in der linken Spalte die zu formatierende Festplatte.
    ⇒ Es öffnet sich ein neues Fenster, in welchem Sie das Standardformat „Mac OS Extended (Journaled)“ wählen. Sie können sie hier neu benennen. 

  3. Klicken Sie auf „Löschen“. 
    ⇒ In einem neuen Fenster bestätigen Sie die Formatierung, in dem Sie nochmals auf „Löschen“ klicken. Die Formatierung beansprucht nur wenige Sekunden. 



 

Funktion

Wie funktioniert eine Festplatte?

Eine Festplatte ist ein Speichermedium, auf dem Sie verschiedene Daten wie Text-, Bild-, Ton- oder Videodateien sowie Programme sichern können. Daten werden codiert bzw. in binären Codes gespeichert: Sie lassen sich in kleinste Informationsmengen (0 und 1), sogenannte Bits, zerlegen. Zur Datensicherung schreibt eine Platte diese Bits auf ein bestimmtes Medium. Die Art und Weise unterscheidet sich je nach Speicherverfahren:

  • Mechanisches Speicherverfahren
    In Festplatten mit mechanischem Verfahren sind Magnetscheiben und ein Schreib-Lese-Arm verbaut. Am Kopf des Schreib-Lese-Arms befindet sich ein Magnet, der bestimmte Bereiche der Scheiben magnetisiert. Andere Bereiche werden dabei ausgelassen, sodass eine Struktur von magnetisierten und nicht-magnetisierten Bereichen entsteht. Beim Abruf der abgespeicherten Daten fährt der Schreib-Lese-Arm über die sich drehenden Magnetscheiben und liest die magnetisierten Bereiche aus. Die Informationen übermittelt er an den Festplatten-Controller, der sie wiederum an eine zentrale Prozessoreinheit weiterleitet. Dieses Verfahren nutzen HDD-Festplatten.

  • Elektronisches Speicherverfahren
    In Festplatten mit elektronischem Speicherverfahren befinden sich sogenannte Flash-Speicherchips und ein Controller. Während des Schreib-Prozesses werden einige Bereiche auf den Chips elektrisch aufgeladen. Die dabei entstandene Struktur von geladenen und ungeladenen Bereichen stellt den Code der jeweiligen Datei dar. Diesen kann der Controller auslesen und an den Computer weitergeben. Das elektronische Speicherverfahren nutzen SSD-Festplatten.

Mehr über die verschiedenen Speichersysteme erfahren Sie in der Rubrik Festplatten-Typen.


Wieso wird meine Festplatte vom Computer nicht erkannt?

Verschiedene Gründe können dafür verantwortlich sein, dass der Computer Ihre Festplatte nicht erkennt:

  • Eines der Verbindungselemente wie Schnittstelle, Datenkabel oder Adapter ist defekt.
  • Eine Partition – ein abgeteilter Speicherbereich – fehlt. 
  • Die Festplatte ist defekt.

Um den konkreten Fehler zu finden, können Sie folgende Schritte durchführen:

  1. Prüfen Sie mit einem anderen Datenkabel, ob die Festplatte erkannt wird, um einen Kabeldefekt auszuschließen.
  2. Prüfen Sie die Schnittstelle an der Festplatte und an Ihrem Computer auf äußere Beschädigungen.
  3. Schließen Sie die Festplatte an einer anderen, baugleichen Schnittstelle Ihres Computers an und prüfen Sie die Funktionsfähigkeit.
  4. Schließen Sie die Festplatte an einer anderen, baugleichen Schnittstelle eines anderen Computers an und prüfen Sie die Funktionsfähigkeit.
  5. Für Windows-Nutzer: Öffnen Sie auf Ihrem Computer im Geräte-Manager den Menüpunkt „Laufwerke“ und prüfen Sie, ob sie dort erkannt wurde. 
    ⇒ Wird Ihr Datenträger mit einem Kreuz hinter dem Namen angezeigt, ist die Funktion der Festplatte beeinträchtigt und diese gegebenenfalls defekt. 
    ⇒ Wird Ihre Platte ohne Kreuz dargestellt, fehlt vermutlich eine Partition der Festplatte. 
  6. Für Mac-Nutzer: Öffnen Sie das Festplatten-Dienstprogramm und überprüfen Sie dort, ob alle Partitionen korrekt angezeigt werden. 



 

Kauf

Wie finde ich die richtige Festplatte für mich?

Um das passende Modell zu finden, können Sie folgende Punkte beachten:

  • Speicherplatz
    HDD-Festplatten bieten die meiste Kapazität mit bis zu 12 TB. SSD- und SSHD-Festplatten gibt es nur mit maximal 4 TB. 

  • Einsatzbereich
    Möchten Sie das Speichermedium als interne oder externe Variante nutzen? Je nach Einsatzbereich unterscheiden sich die Schnittstellen oder die Art des Gehäuses. So besitzen transportable, externe Modelle stets ein stabiles Gehäuse, um die empfindliche Technik vor äußeren Einflüssen zu schützen. Interne Datenträger sind stattdessen mit passenden Vorrichtungen für den Einbau versehen.

  • Größe
    Möchten Sie eine besonders kleine und handliche Festplatte, empfiehlt sich einModell mit Formfaktor 1,8″ oder mindestens 2,5″. 

  • Geschwindigkeit
    Ist Ihnen eine hohe Übertragungsgeschwindigkeit wichtig, sollten Sie eine SSD-Festplatte wählen. Außerdem beeinflussen die Schnittstellen die Transferrate.

In unserem Kaufberater finden Sie detaillierte Informationen zu den verschiedenen Festplatten-Typen, zur Größe und zur Übertragungsgeschwindigkeit.  


 

Wo kann ich eine Festplatte kaufen?

Eine Festplatte können Sie günstig online erwerben. Hier haben Sie die Möglichkeit, nach konkreten Produktbezeichnungen und -eigenschaften zu suchen, um das für Ihre Hard- und Software passende Modell zu finden. Zudem helfen Nutzerbewertungen bei der Einschätzung der Leistung oder der Übertragungsgeschwindigkeit.

Shopping Tipp

Nutzen Sie die zahlreichen Filteroptionen in unserer Festplatten-Rubrik, um das passende Produkt auszuwählen. Mit Hilfe unseres Preisvergleichs finden Sie zudem den aktuell günstigsten Anbieter Ihres Wunschmodells.


 

Warum sind externe Festplatten meist günstiger als interne?

Die Nachfrage für externe Festplatten ist deutlich größer als für interne. Daher stehen die Hersteller bei externen Modellen unter einem höheren Preisdruck. Dies äußert sich darin, dass die Preise für externe Speicher oft deutlich unter denen der internen liegen. 

Bedenken Sie

Externe Festplatten können Sie nicht als interne Festplatten nutzen.

Einige Festplatten sind ausschließlich mit einer USB-Schnittstelle ausgestattet. Diese lässt sich nicht direkt mit dem Prozessor Ihres Computers verbinden. Zudem sind einige Gehäuse so fest verschraubt oder verklebt, dass sie beim Öffnen Schaden nehmen könnte. 


Lebensdauer

Wie lange hält eine Festplatte?

Die theoretische Lebensdauer liegt bei ungefähr 30 Jahren. In der Praxis können Sie Festplatten jedoch häufig nur 1,5–5 Jahre dauerhaft nutzen, die durchschnittliche Lebensdauer beträgt 4 Jahre

Die Bauteile verschleißen mit der Zeit. Zudem können äußere Einflüsse wie Überhitzung, Staub, Wasser oder Erschütterungen (vor allem bei HDD-Festplatten) zu einer schnelleren Alterung beitragen. Auch die Häufigkeit der Verwendung beeinflusst die Lebensdauer. Ist der Datenträger nicht für den Dauerbetrieb ausgelegt, jedoch täglich 24 h in Gebrauch, altert sie schneller. 



 

Löschen

Wie kann ich Daten auf einer Festplatte sicher löschen?

Löschen Sie Daten, wird in der Regel nur deren Datenverzeichnis – also die Information, wo sich die Daten physisch auf der Festplatte befinden – entfernt. Die Daten können aber dennoch auf der Festplatte verbleiben und mit Hilfe von Datenrettungsprogrammen wiederhergestellt werden. 

Bestimmte Tools ermöglichen Ihnen, die Daten soweit zu löschen, dass sie nicht oder nur mit sehr hohem Aufwand erneut lesbar sind. Einige davon überschreiben zu löschende Daten beispielsweise mit zufällig gewählten Informationen. Insbesondere ältere Festplatten sollten Sie mit solchen Tools idealerweise 7-fach überschreiben.

Recherche Tipp

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat weitere Informationen zum sicheren Löschen von Daten zusammengetragen.


 

Wie kann ich meine Festplatte vernichten?

Möchten Sie sichergehen, dass Ihre Daten auch nach einer Löschung nicht mehr wiederherzustellen sind, können Sie die Festplatte zerstören. Eine zerstörte Platte kann in der Regel nicht wiederverwendet werden. 

Entfernen Sie dazu zunächst das Gehäuse. Um den Datenträger selbst zu vernichten, sollten Sie darauf achten, bei einer HDD vor allem die Magnetscheiben und bei einer SSD die Flash-Speicher zu demolieren, da sich darauf Ihre Daten befinden. Dazu können Sie beispielsweise mit einem Hammer oder einem ähnlich harten Gegenstand auf das Speichermedium einwirken. 

Achtung!

Die Bauteile der Festplatte können dabei zersplittern und Sie unter Umständen verletzen. Nutzen Sie gegebenenfalls eine Schutzbrille. 

Wenn Sie die Festplatte nicht selbst zerstören möchten, können Sie spezielle Dienstleister in Anspruch nehmen, die Ihre Festplatte z. B. durch Schreddern vernichten.

Entsorgen Sie die Festplatte nicht im Hausmüll, sondern in der kommunalen Sammelstelle für Elektroschrott. Auch einige Händler und Hersteller nehmen alte Festplatten zurück. 



 

Modelle

Was ist der Unterschied zwischen HDD-, SSD- und SSHD-Festplatten?

Aufgrund verschiedener Speichersysteme unterscheiden sich HDD-, SSD- und SSHD-Festplatten vor allem in der Speicherkapazität, der Anfälligkeit für Erschütterungen, der Lebensdauer und der Schnelligkeit:

  • HDD
    Eine HDD-Festplatte speichert Daten mechanisch mit Hilfe von Magnetscheiben. Die HDD-Festplatte besitzt dazu bewegliche Bauteile. Dadurch ist sie sehr anfällig für Erschütterungen und besitzt eine geringere Transferrate als eine SSD-Festplatte. Allerdings passen auf die Magnetscheiben viele Daten – dadurch hat sie die größte Speicherkapazität. Zudem sind die Magnetschreiben theoretisch immer wieder überschreibar.

  • SSD
    Eine SSD-Festplatte speichert Daten elektronisch mit Hilfe von Flash-Speicherchips. Dadurch sind diese Festplatten nicht nur schnell, sondern auch deutlich stoßunempfindlicher. Allerdings passen auf die Chips insgesamt weniger Daten, weshalb SSDs eine geringere Speichergröße haben. Zusätzlich nutzen sich die Speicherchips bei jedem Löschvorgang ab und besitzen somit eine geringere Lebensdauer als HDDs. 

  • SSHD
    SSHD-Festplatten sind Hybrid-Festplatten. Das heißt, Magnetscheiben und Flash-Speicher werden kombiniert. Durch die Kombination ist die SSHD ähnlich schnell wie eine SSD und bietet zudem viel Speicherplatz. Allerdings ist auch sie anfällig gegenüber Stößen.



 

Was ist der Unterschied zwischen einer internen und einer externen Festplatte?

Der Unterschied zwischen einer internen und externen Festplatte liegt vor allem im Gehäuse und den Schnittstellen. Interne Festplatten werden in einen Computer bzw. Laptop oder ein Server-System eingebaut. Externe Festplatten können außerhalb des Computersystems verwendet werden, sie sind mobil. Dazu sind sie durch ihr Gehäuse vor äußeren Einflüssen wie Staub oder Wassertropfen geschützt. Zudem besitzen Festplatten unterschiedliche Schnittstellen: Interne Modelle sind meist mit SATA-, externe meist mit USB-Schnittstellen ausgestattet.

Lesen Sie mehr über interne und externe Festplatten im Kapitel Festplatten-Typen nach Einsatzbereich


 

Was sind 4K-native Festplatten?

Die Magnetscheiben einer HDD-Festplatte sind in mehrere Bereiche aufgeteilt, sogenannte Sektoren. Sektoren älterer Festplatten besitzen eine Größe von 512 Byte. Neuere Festplatten haben jedoch größere Sektoren von 4.096 Byte (4 KB). Diese Modelle werden auch als 4K-native bzw. 4Kn-Festplatten oder Advanced Format Drives (AFD) bezeichnet. 

4Kn-Festplatten zeichnen sich durch mehr Speicherplatz und höhere Transferraten aus: Die größeren Sektoren verringern die Anzahl sogenannter Overheads. Das sind zusätzliche Informationen wie Betriebsanweisungen oder Kontrolldaten oder Protokolle zu gespeicherten Daten. So entsteht nicht nur mehr Speicher, sondern es verkürzt sich auch die Lese-Zeit, da der Schreib-Lese-Kopf weniger Overheads abrufen muss.

Bedenken Sie

Nicht alle Betriebssysteme erkennen 4Kn-Festplatten.

Dies führt vor allem zu Geschwindigkeitsverlusten. Kompatibel sind – teilweise mit Einschränkungen – die folgenden Betriebssysteme: aktuelle Linux-Systeme, Windows Vista (ab Service Pack 1), Windows 7 (kein Booten), Windows 8.1 und höher (nur mit Microsoft-Treiber storahchi.sys), Windows Server 2012 R2 und Mac OS X (kein Booten).


 

Welche Festplatte eignet sich für NAS-Systeme?

Festplatten, die in einem NAS-System arbeiten, laufen meist im Dauerbetrieb und werden entsprechend stark belastet. Für viele Festplatten sind diese Belastungen zu hoch und sie fallen schneller aus. Daher eignen sich für NAS-Systeme vor allem Festplatten, die für den Dauerbetrieb konzipiert sind. Diese haben beispielweise eine geringere Umdrehungsgeschwindigkeit oder laufen energiesparender bzw. prozessoptimierter, damit sie weniger schnell überhitzen.



 

Welche Festplatte benötige ich für RAID-Systeme?

Für RAID-Systeme können Sie theoretisch alle Festplatten verwenden. Diese müssen über keine speziellen Funktionen verfügen, da ein RAID-System stets mit Hilfe von zusätzlicher Hard- oder Software organisiert wird. Beispielsweise befinden sich in einigen NAS-Systemen sogenannte RAID-Controller zur Datenverwaltung. Wenn Festplatten allerdings ständig im Gebrauch sind und die Daten darauf regelmäßig aktualisiert werden, empfehlen sich Modelle, die für die Belastung im Dauerbetrieb ausgelegt sind. 

Idealerweise nutzen Sie zudem Festplatten mit gleichen Schnittstellen, Übertragungsgeschwindigkeiten und Speichergrößen, da diese Faktoren innerhalb eines RAID-Systems an die Festplatte mit der geringsten Leistung angepasst werden.



 

Partition

Wie erstelle ich Partitionen auf einer Festplatte?

Eine Partition ist die Einteilung einer Festplatte in definierte Speicherbereiche, die Ihr Computer als selbstständige Laufwerke erkennt. Eine oder mehrere zusammenhängende Partitionen werden auch als logisches Laufwerk bezeichnet. 

Tipp

Es ist sinnvoll, eine Festplatte in mehrere Partitionen einzuteilen, wenn sich darauf neben persönlichen Daten auch ein Betriebssystem befindet. Müssen Sie das Betriebssystem beispielsweise aufgrund von Viren oder Software-Defekten neu aufsetzen, werden Ihre Daten ebenfalls gelöscht. Dieses Problem umgehen Sie mit einer eigenen Partition für das Betriebssystem und einer weiteren für persönliche Daten. Sie können auch auf einer dritten Partition einen sogenannten Swap-Speicher einrichten: Der Computer lagert weniger häufig verwendete Daten dorthin aus.

Möchten Sie mehrere Betriebssysteme auf Ihrem Computer installieren, müssen Sie für jedes Betriebssystem eine eigene Partition schaffen. 

Jede Festplatte muss mindestens 1 Partition besitzen, um mit ihr arbeiten zu können – das ist in der Regel in einem neu erworbenen PC oder Laptop der Fall. Eine Festplatte kann maximal 4 Partitionen besitzen. Auf der internen Festplatte Ihres Computers sollte mindestens eine primäre Partition angelegt sein, da von dieser das Betriebssystem gebootet wird. 

Sie können Ihre Festplatte mit Hilfe Ihres Betriebssystems selbst partitionieren bzw. die aktuelle Partition der Festplatte leicht verändern. Ab Windows 7 und unter Mac OS X ist dies ohne ein zusätzliches Programm möglich.

Bedenken Sie

Durch eine Partitionierung gehen alle aktuellen Daten auf einer Festplatte verloren.

Sichern Sie daher zuvor alle wichtigen Daten.

Unter Windows 10 legen Sie die Partition in der Datenträger-Verwaltung fest. 

  1. Wählen Sie von den angezeigten Festplatten den Datenträger aus, den Sie partitionieren möchten.
  2. Löschen Sie im entsprechenden Datenträger-Bereich mit einem Rechtsklick und „Volume löschen“ die aktuelle Partitionierung.
  3. Wählen Sie im selben Bereich mit einem Rechtsklick im Kontextmenü „Neues einfaches Volume“ aus.
  4. Legen Sie die gewünschte Größe der Partition fest (bei 5 GB Gesamtspeicher beispielsweise 2,5 GB) und wählen Sie gegebenenfalls einen neuen Laufwerksbuchstaben aus. 
  5. Erstellen Sie die Partition mit einem Klick auf „Weiter“.
    ⊳ Nun werden in der Datenträger-Verwaltung die erstellte formatierte Partition und eine nicht zugeordnete, leere Partition angezeigt.
  6.  Klicken Sie in die leere Partition und erstellen Sie, wie in 3. und 4. beschrieben, ein neues Volume.
    ⊳ Die Größe dieser Partition wird für gewöhnlich automatisch berechnet. Hier haben Sie auch die Möglichkeit, die Festplatte in weitere Partitionen zu unterteilen.


Unter Mac OS X nutzen Sie das Festplatten-Dienstprogramm. 

Recherche Tipp

Auf Maceinsteiger.de finden Sie eine Beschreibung, wie Sie Partitionen auf Ihrer Festplatte unter Mac OS X festlegen. 


 

Was ist ein MBR?

Die Abkürzung MBR steht für Master Boot Record und bezeichnet den ersten Bereich auf einer Festplatte mit Betriebssystem. Dort sind alle Informationen über die Größe der Festplatte und ihre Partitionstabelle abgelegt. Außerdem beinhaltet der MBR Starthilfe-Programme, ohne die das Betriebssystem nicht hochfahren könnte. 

Der MBR ist vor allem für BIOS-basierte Computer wichtig. BIOS ist die Abkürzung für Basic Output Input System und bezeichnet die Software, die den PC nach dem Einschalten startet und die Hardware überprüft. Sie ist die Schnittstelle zwischen Hardware und Betriebssystem eines Computers. 



 

Pflege

Wie sollte ich meine Festplatte warten?

Um Ihre Festplatte vor Defekten und Ausfall zu schützen, empfiehlt sich eine regelmäßige Wartung. Dazu haben Sie folgende 2 Möglichkeiten: 

  • Oberflächentest
    Oberflächentests prüfen die Festplatte auf Fehler während des Betriebs und lesen diese aus. Sie können über ein Dienstprogramm des Betriebssystems oder mit speziellen Tools durchgeführt werden. Einige Festplatten besitzen die Funktion S.M.A.R.T.: Diese Funktion überwacht die Festplatte selbstständig und zeigt an, wenn sich ein Ausfall ankündigt. Einen Oberflächentest sollten Sie 1-mal pro Vierteljahr ausführen. 

  • Defragmentierung
    Eine Defragmentierung ordnet zusammengehörige Daten, die in unterschiedlichen Sektoren liegen. Dies ist vor allem für HDD-Festplatten sinnvoll, da der Schreib-Lese-Arm auf der Magnetscheibe bei verstreuten Daten hin- und herfahren muss, um diese zu lesen. Durch eine regelmäßige Defragmentierung nutzen sich die Bauteile der Festplatte weniger schnell ab und die Lebensdauer erhöht sich. Zudem können die Daten schneller ausgelesen werden. Eine Defragmentierung können Sie mit Hilfe von Dienstprogrammen in Ihrem Betriebssystem vornehmen. Bei SSD-Festplatten ist dies nicht sinnvoll, da vor allem durch die Funktion Garbage Collection die verstreute Daten-Anordnung bewusst herbeigeführt wird.

Mehr über verschiedene Funktionen von Festplatten erfahren Sie im entsprechenden Kapitel unseres Kaufberaters.


 

Wie lagere ich eine Festplatte am besten?

Festplatten sollten Sie stets trocken, bei konstanter Temperatur und vor Staub geschützt aufbewahren. Achten Sie bei HDD-Festplatten zusätzlich darauf, dass diese sicher vor Erschütterungen gelagert sind. Die darin befindlichen Magnetscheiben sind besonders stoßempfindlich. 

Zusätzlichen Schutz bieten Antistatik-Hüllen, auch ESD-Hüllen genannt, welche die Festplatte vor Stromimpulsen im Umfeld schützen.

Shopping Tipp

Verschiedene Festplatten-Taschen finden Sie auch auf unserem Portal in der Kategorie Festplatten-Zubehör.


Speicher

Warum ist der Speicherplatz meiner Festplatte geringer als angegeben?

Schließen Sie eine neue Festplatte an, wird stets eine geringere Speicherkapazität angezeigt, als auf der Verpackung der Festplatte angegeben. Der Grund dafür sind die unterschiedlichen Rechentechniken der Hard- und Software-Hersteller. 

Während die Hardware-Industrie mit dem Dezimalsystem rechnet, geht die Software-Industrie von dem binären Speichersystem aus. Der Umrechnungsfaktor von 1 Byte zu 1 KB beträgt deshalb in der Hardware-Industrie 1.000 und in der Software-Industrie 1.024. Der Wert auf der Verpackung ist ein Hardware-Wert, die Anzeige auf dem Computer ein Software-Wert. 

Um den tatsächlichen Wert zu ermitteln, müssen Sie den zumeist in GB angegebenen Speicherplatz in die Grundeinheit Byte umrechnen und diesen anschließend durch den Software-Umrechnungsfaktor teilen. Damit die Umrechnung korrekt erfolgt, müssen Sie den Software-Umrechnungsfaktor 3-mal mit sich selbst multiplizieren.

Beispiel

Besitzt Ihre Festplatte z. B. einen angegebenen Speicherplatz von 500 GB, würde die Rechnung für die tatsächliche Speicherkapazität folgendermaßen aussehen:

500 GB = 500.000.000.000 Byte

500.000.000.000 / 1024³ = 465,66 GB (tatsächliche Speicherkapazität der Festplatte)

Mehr über die Speicherkapazität von Festplatten erfahren Sie in der gleichnamigen Rubrik in unserem Kaufberater.


Stromverbrauch

Wie viel Strom verbrauchen Festplatten?

Festplatten verbrauchen durchschnittlich 2–25 W (Watt) im Betrieb. Einige Modelle verfügen über eine Stand-by-Funktion; dadurch sinkt der Energieverbrauch ungefähr um das 10-fache des normalen Verbrauchs auf ca. 0,1–0,6 W. SSD-Festplatten gelten als stromsparender, da sie keine mechanischen Bauteile besitzen, die bewegt werden müssen. 

Einige Festplatten bieten weitere Energiesparfunktionen. Erfahren Sie mehr darüber in unserem Kaufberater.


Temperatur

Wie warm darf eine Festplatte im Dauerbetrieb werden?

Die maximale Temperatur einer Festplatte während ihres Betriebs kann zwischen 35–70 °C betragen. Im Dauerbetrieb sollte die Temperatur allerdings nicht über 40 °C steigen, damit sie nicht überhitzt. Ist dies der Fall, sollten Sie die Belüftung überprüfen: Mit der Zeit setzt sich Staub und Schmutz in der Lüftung fest. Diesen können Sie mit einem Staubsauger oder Pinsel entfernen. 

Die konkreten Betriebstemperaturen finden Sie in der Regel auch in den technischen Daten bzw. in der Bedienungsanleitung des jeweiligen Modells.

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