Herd-Sets

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Ratgeber Herd-Sets


Aktualisiert: 15.03.2019

Wissen kompakt

Das Herdset ist das Herzstück jeder Küche. Kaum ein anderes Gerät wird so häufig benutzt wie dieses. Lediglich der Kühlschrank ist genauso unerlässlich in der Küche. Bei einem Herdset handelt es sich in der Regel um einen Backofen und ein Kochfeld.

Früher wurden üblicherweise Komplettgeräte zum Kochen von Speisen verwendet. Sie wurden Standherd genannt. Diese bestanden aus einem fest zusammengebauten Gerät. Der Vorteil war, dass man sie überall in der Küche oder auch in anderen Räumen aufstellen konnte. Heute sieht der übliche Herd anders aus. Statt aus einem kompletten Gerät, werden eher Einbaugeräte verwendet. Diese haben den Vorteil, dass das Kochfeld und der Backofen separat eingebaut werden können. Dadurch fügt sich das Herdset optimal in die Küchenzeile ein.

Neuerdings geht der Trend zu komplett autarken Herd-Sets. Das heißt, dass das Kochfeld nicht mehr über dem Backofen installiert wird. Es kann an einer ganz anderen Stelle in der Küche eingebaut werden. Beispielsweise über dem Schrank, in dem Sie Ihre Töpfe aufbewahren. In Bezug auf die Varianten bietet der Handel heute auch eine große Anzahl verschiedener Arten an – informieren Sie sich in unserem Kaufberater über die interessante Welt der Herd-Sets.

Kaufberater

Noch vor gar nicht langer Zeit war der Elektroherd die allgemeingültige Variante in deutschen Küchen. Aber natürlich macht auch vor der Küche der Fortschritt keinen Halt. Besonders in Zeiten von hohen Strompreisen werden immer neue und effektivere Varianten entwickelt. Zudem kann die Zeit des Kochens durch die neuen Entwicklungen verkürzt werden. Marken wie Bosch, AEG oder Siemens folgen diesen Trends in der Regel recht schnell.

Ein Einbauherd-Set ist heute nicht mehr das, was es noch vor Jahren war. Wer sich eine neue Küche kauft, sollte sich vorher gut über die richtige Herdart informieren. Welches Herdset ist für Sie am besten geeignet? Wir geben Ihnen einen kleinen Einblick in die verschiedenen auf dem Markt erhältlichen Herd-Versionen.
 

Der Elektroherd

Der erste Elektroherd wurde im Jahr 1893 in Chicago vorgestellt. Lange Zeit beherrschte er danach das Bild in den Küchen. Das lag nicht zuletzt daran, dass es kaum eine Alternative zu ihm gab – lediglich ein Ofen und Herd, die mit Feuer betrieben wurden.

Jeder kennt wohl noch die alten schwarzen Kochfelder, welche leicht erhöht auf einer Edelstahlplatte aufgebracht waren. Vorteilhaft war das Gerät deswegen, weil man jeden Topf und jede Pfanne daraufstellen konnte. Zusätzlich war durch den Betrieb mit Strom und die elektrischen Bauteile erstmals eine Regulierung der Wärme möglich. Und das nicht für den ganzen Herd, sondern für einzelne Platten.

Die gängigsten Herdsets im Elektrobereich waren Standherde. Diese bestanden aus autark nutzbaren Komponenten – Kochplatten und Backofen konnten separat angesteuert werden. Das Gerät an und für sich war aber ein Bauteil. Im Laufe der Zeit wurden die Elektroherde als Einbaugeräte für Küchen angeboten. Das Kochfeld war dann separat vom Backofen einzubauen.

Als nachteilig bei diesem Herdset hat sich der hohe Stromverbrauch erwiesen. Zusätzlich ist die Abstrahlung der Wärme ziemlich hoch. Das heißt, dass die Herdplatten während des Betriebs und lange Zeit danach sehr heiß sind. Eine erhöhte Verbrennungsgefahr war die Folge. Und was die Reinigung anbelangt, konnten diese Herd-Sets im Vergleich zu den heutigen Geräten nicht mithalten. Das Säubern der Platten war teilweise ein reiner Kraftakt. Mittlerweile findet man diese Art Elektroherde kaum noch in deutschen Küchen.

Der Gasherd

Besonders in den Küchen der Profis findet man oft Herdsets mit Gas. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Einerseits verkürzt sich die Kochzeit ungemein. Zum anderen kann die Temperatur in sehr feinen Schritten reguliert werden. Vorteilhaft ist hier, dass man die Regulierung sofort an der Flamme sehen kann. Außerdem verändert sich die Temperatur sofort. Ein weiterer Vorteil ist, dass alle Töpfe und Pfannen verwendet werden können. Den Gasherd stört es nicht, wenn der Boden nicht mehr ganz eben, sondern etwas verbeult ist. Durch die Flamme wird der Inhalt dennoch sehr schnell erhitzt.

Fairerweise muss an dieser Stelle aber erwähnt werden, dass das Kochen mit Gas der Übung bedarf. Am Anfang kann es schnell passieren, dass das Essen anbrennt oder nicht ganz gar ist. Das liegt an der Regulierung der Wärme. Für diese müssen Sie in der Regel erst ein Gefühl entwickeln. Wer den Dreh dann aber einmal raushat, wird das Kochen mit einem Gasherd jedoch lieben.

Bedenken Sie

Eine heiße Sache
Als nachteilig beim Gasherd wird von vielen die Hitze beim Kochen empfunden. Wenn neben dem Herd noch der Backofen im Betrieb ist, wird es schnell heiß in der Küche. Das liegt daran, dass mit offener Flamme gekocht wird.

Der Herd mit Ceranfeld

Die Klassiker in deutschen Küchen sind seit Mitte der 70er Jahre Einbauherde mit Ceranfeld. Zwar ist „Ceranfeld“ das allgemeingültige Wort, streng genommen ist es aber eine eingetragene Marke der Schott AG. Tatsächlich bezeichnet das Wort ein Kochfeld aus Glaskeramik.

Dies ist in vielerlei Hinsicht eine praktische Erfindung. Das Kochfeld gibt seine Wärme sinnvoll ab. Damit ist gemeint, dass nicht die ganze Platte aus Glaskeramik heiß wird, sondern nur das jeweilige Kochfeld. Dadurch ist auch die Wärmeentwicklung am Herd nicht so extrem wie bei den alten Elektroherden. Zudem wird dadurch Strom gespart. Das ist wohl auch mit einer der Hauptgründe, warum diese Herdsets heute so weit verbreitet sind.

Bezüglich der Kochzeit müssen Glaskeramikherde ein bisschen gegenüber einem Gasherd einbüßen. Viel mehr Zeit verbringt man aber nicht am Herd. Ein großer Nachteil der Kochplatte ist, dass sie sehr schnell Kratzer bekommt. Auch brennen übergekochte Inhalte – besonders Saucen und Milch – besonders schnell ein. Das Reinigen muss dann vorsichtig mit speziellen Reinigungsmitteln geschehen. Zu scharfe Reiniger können das Glaskeramikfeld ebenfalls beschädigen. Das wiederum hat Auswirkungen auf die Wärmeleitung. Generell fügen sich die Ceranfelder aber schön in jede Küche ein.

Tipp

Kein spitzes Messer zur Reinigung verwenden
Damit können Sie das Ceranfeld stark zerkratzen. Nehmen Sie zum Entfernen von Verkrustungen lieber einen Metallschaber. Eine noch schonendere Methode ist Backpulver: Einfach Backpulver mit Wasser vermischen, dann die entstandene Paste auf das Ceranfeld auftragen, eine Weile einwirken lassen und dann abwischen. Resultat: Ein strahlendes Cerankochfeld.

Das Induktionsfeld

Herd-Sets mit Induktion sind der neueste Trend im Segment der Küchengeräte. Erst seit einigen Jahren führen sie den Markt der Kochplatten an. Dabei haben sie viele Vorteile. Verglichen mit einem Ceranherd kann mit dieser Technologie noch einmal schneller gekocht werden.

Die Oberfläche eines Herds mit Induktion gleicht der eines Ceranherdes. Beide haben eine Platte aus Glaskeramik. Das Geheimnis verbirgt sich unter der Glasplatte. Der Induktionsherd arbeitet auf eine andere, noch einmal stromsparendere, Art. Die Funktion wird auf eine elektromagnetische Wirkung zurückgeführt. Kleiner Nachteil: Sie benötigen hier spezielle Töpfe und Pfannen zum Kochen, das Kochgeschirr muss zumindest einen Boden aus Eisen haben, sonst können Sie damit nicht kochen. Das ist aber nur ein kleiner Wehmutstropfen im Vergleich zu den Vorteilen.

Induktionsherde zeichnen sich durch sehr schnelle Kocheigenschaften aus. Dabei strahlen sie kaum Wärme ab und die Kochplatte ist nach dem Kochen sofort wieder kalt. Ein Verbrennen der Finger durch Restwärme ist nahezu ausgeschlossen, genau wie das Überkochen des Topfinhalts. Sobald Sie die Platte ausschalten, wird die Wärmeleitung gestoppt. Das sind nur einige Vorteile, die ein Herdset mit Induktion auszeichnet.

Der Backofen

Zu einem Herdset gehört immer auch ein Backofen dazu – Sie müssen also nicht zwei einzelne Geräte kaufen. Damit sparen Sie nicht nur Geld, sondern auch Platz, der vor allem in kleineren Küchen Goldes wert ist. Bei der Auswahl des Backofens sollten Sie auf das von Ihnen benötigte Volumen achten:
 

  • Kleiner Backofen: 12 – 35 l Volumen
  • Mittlerer Backofen: 35 – 65 l Volumen
  • Großer Backofen: mehr als 65 l Volumen
     

Die verschiedenen Reinigungssysteme eines Herdsets geben Auskunft darüber, ob und wie es gereinigt werden muss und welche Materialien verwendet wurden. Diese sind in den meisten Fällen leicht zu reinigen oder selbstreinigend.

ActiveClean oder auch Pyrolyse ist ein Selbstreinigungssystem, das den Backofen auf sehr hohe Temperaturen aufheizt und dadurch alle Rückstände verbrennt. Sets mit EcoClean oder auch EasyClean haben eine spezielle Beschichtung, die Ablagerungen verhindern sollen.

Der Teleskopauszug innerhalb des Backofens ermöglicht es, heiße Bleche auf Rollen weit aus dem Backofen herauszuziehen. Damit minimiert sich die Verbrennungsgefahr. Die Backofenbeleuchtung garantiert einen beleuchteten Blick ins Innere, weshalb die Tür des Ofens nicht geöffnet werden muss. Das spart Energie.

Aber auch andere Features wie die Innenausstattung, das Zubehör, der Türöffnungsmechanismus, die Bedienung, Backsensor oder Bratautomatik machen einen guten Backofen aus. Überlegen Sie, welche Komfortfunktionen Ihnen wichtig sind, denn oft gilt: Je mehr Features, desto teurer das Gerät.

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