Ablufttrockner

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Ratgeber Ablufttrockner


Ratgeber Ablufttrockner


Im Sommer sieht man häufig Wäsche auf den Wäscheleinen hängen; schließlich ist Lufttrocknen im Gegensatz zu Wäschetrocknern kostenlos. Wenn Sie jedoch keinen Platz oder einfach keine Zeit haben, Ihre Wäsche aufzuhängen, werden Sie sich früher oder später für den Kauf eines Wäschetrockners entscheiden müssen.

Doch worauf muss bei einem Kauf eines Wäschetrockners geachtet werden? Bekanntlich gibt es große Unterschiede zwischen den jeweiligen Herstellern, sowohl beim Preis als auch bei der Qualität. Vor dem Kauf dieses technischen Gerätes ist es daher sinnvoll, sich ausreichend über die verschiedenen Produkte zu informieren.

Funktionsweisen von Wäschetrocknern

Es gibt viele verschiedene Arten von Wäschetrocknern; die häufigsten sind der Trommeltrockner, der Kondensationstrockner und der Ablufttrockner.

Trommeltrockner und Kondenstrockner
Im Trommeltrockner befindet sich die Wäsche in einer Trommel, in der die Wäsche ständig umgewälzt wird. Gleichzeitig strömt trockene Luft horizontal durch die Trommel, die Feuchtigkeit von der Wäsche aufnimmt. Kondensationstrockner bilden im Gegensatz dazu einen geschlossenen Luftkreislauf. Die trockene, warme Luft wird durch die Trommel geblasen und nimmt auch hier die Feuchtigkeit auf. Unter der Trommel befindet sich ein „Kondensator“, der die Luft wieder abkühlt, so dass das enthaltene Wasser kondensiert. Anschließend wird die Luft wieder aufgewärmt und erneut durch die Trommel geblasen.

Ablufttrockner
Ablufttrockner funktionieren nach folgendem Prinzip: auch hier wird die Luft aufgewärmt und nimmt Feuchtigkeit der Wäsche auf. Die feuchte Luft wird nun über eine Leitung ins Freie abgegeben. Daher ist ein Ablufttrockner nur empfehlenswert, wenn Sie eine Leitung ins Freie einfach realisieren können; ansonsten sollten Sie eher auf einen Kondensationstrockner zurückgreifen.

Sie sollten beim Ablufttrockner darauf achten, dass Zuluft von außen nachströmen kann, um zu vermeiden, dass sich ein Unterdruck im entsprechenden Raum bildet. Ansonsten könnte es zum Beispiel zu Problemen führen, wenn sich im Nebenraum ein Heizofen befindet, da durch den Unterdruck kein Luftaustausch mit der Umgebung stattfindet. Um den Rückfluss von Kondenswasser zu vermeiden, sollte die Abluftleitung leicht nach draußen geneigt sein. Der Durchmesser der Leitung sollte außerdem mindestens 10 Zentimeter betragen, damit keine Verstopfungen durch Flusen auftreten können. Die Vorteile von Abluftwäschetrocknern gegenüber anderen Trocknerarten sind der deutlich geringere Preis und der meist geringere Energieverbrauch.

Bauart des Ablufttrockners

Ein im Alltag wichtiger Unterschied ist das Fassungsvermögen; die meisten Ablufttrockner fassen 6 oder 7 kg, was bei einer Nutzung im Haushalt in der Regel ausreicht. Die meisten Ablufttrockner sind Frontlader, nur wenige Modelle sind platzsparende Toplader. Diese kommen vor allem in kleinen Haushalten zum Einsatz, die nicht ausreichend Platz für einen Frontlader bieten.

In der Regel haben Trockner, im Gegensatz zu Waschmaschinen, keine Glasöffnung zur Durchsicht, auch hier gibt es jedoch Ausnahmen. Detaillierte Informationen, wie zum Beispiel Energieverbrauch, Abmessungen oder Farbe finden Sie meist auf der Website des Händlers. Sie sollten außerdem darauf achten, dass die Trommel aus Edelstahl besteht – andere Materialien können leicht rosten und damit die Langlebigkeit Ihres Ablufttrockners stark verringern.

Das Flusensieb sollten Sie nach jedem Trockengang reinigen. Daher ist beim Kauf darauf zu achten, dass das Flusensieb leicht zugänglich ist. Bei manchen Ablufttrocknern befindet es sich hinter einer Klappe, die nur von unten oder von der Seite geöffnet werden kann, was die Reinigung umständlich gestaltet.

Trocknerprogramme

Eine sehr nützliche Eigenschaft mancher Ablufttrockner ist der Feuchtigkeitssensor: er führt zur automatischen Abschaltung des Trockners, sobald Ihre Wäsche trocken genug ist. Die verbleibende Feuchtigkeit ist dabei abhängig vom Programm, das gewählt wird: besonders empfindliche Textilien, die leicht eingehen, sollten im Programm „Pflegeleicht“ getrocknet werden; dabei werden sie meist nicht ganz trocken. Des Weiteren gibt es zum Beispiel die Programme „bügelfeucht“, „schranktrocken“ und „schranktrocken plus“. Trocknerprogramme regulieren im Allgemeinen die Temperatur und die Schleuderzahl speziell für verschiedene Textilien.

Die meisten Ablufttrockner beinhalten zudem einen Knitterschutz. In Knitterschutzprogrammen ist die Schleuderzahl niedriger, somit wird die Wäsche geringfügig stark bewegt und knittert weniger. Bei manchen Abluftwäschetrocknern lässt sich die Schleuderzahl manuell einstellen, so dass ein Knitterschutz nicht unbedingt notwendig ist.

Hinweise zur Trocknernutzung

T-Shirts und Trikotware laufen beim ersten Trocknen häufig ein. Sie sollten daher unbedingt auf das Trockensymbol auf dem Etikett achten und das Kleidungsstück gegebenenfalls eine Nummer größer kaufen. Gestärkte Wäsche darf höchstens „bügelfeucht“ getrocknet werden, da sich sonst Ablagerungen auf den Feuchtigkeitssensoren bilden können. Dadurch funktionieren diese nicht mehr ordnungsgemäß und die Wäsche wird nicht ausreichend getrocknet. In der Regel können Sie diese Ablagerungen jedoch wieder entfernen.

Einige Materialien, wie zum Beispiel Regenjacken, Federn oder Daunen, dürfen in der Regel überhaupt nicht in den Trockner, da zum Beispiel Daunen leicht zusammenkleben und ihre Struktur verlieren. Textilien, die in Lösungsmittel getränkt wurden (z.B. Spiritus, Nagellackentferner) dürfen ebenfalls nicht in den Trockner, da Lösungsmittel die Kunststoffbauteile des Trockners beschädigen können. Je gründlicher die Wäsche in der Waschmaschine geschleudert wurde, desto weniger Feuchtigkeit enthält sie nach der Wäsche. Wenn Sie Ihre Wäsche im Ablufttrockner trocknen wollen, empfiehlt es sich daher nicht, ein Waschprogramm mit niedriger Schleuderzahl zu wählen.

Energieeffizienz

Die Preisunterschiede sind enorm: die preiswertesten Ablufttrockner bekommt man bereits für 160 Euro, während die teuersten über 3.000 Euro kosten. Sie werden sich daher fragen, ob es langfristig gesehen günstiger ist, einen teuren Ablufttrockner zu kaufen, der weniger Energie verbraucht.

Die Energieeffizienz von Ablufttrocknern wird auf einer Skala von A (sehr effizient) bis G (wenig effizient) gemessen. Die Energieeffizienzklasse ist eine Beurteilungsmethode, die 1994 von der EU eingeführt wurde, um den Energieverbrauch von Elektrogeräten für Kunden transparenter zu machen. Die Beurteilung erfolgt dabei anhand eines Referenzmodells. Die meisten Ablufttrockner wurden, unabhängig ihres Kaufpreises, mit der Energieeffizienzklasse C beurteilt. Wer genauer hinschaut, wird jedoch merken, dass es auch innerhalb der Klasse C große Unterschiede gibt: zwischen 3 und 4 Kilowattstunden benötigt ein Ablufttrockner in der Regel. Bei häufiger Benutzung lassen sich mit einem sparsamen Modell über mehrere Jahre hinweg einige hundert Euro sparen. Im Zweifelsfall lohnt sich immer eine Abschätzung der Kosten.

Da Wäschetrockner ohnehin als Stromfresser bekannt sind, ist es ratsam, vor allem hier auf den Verbrauch zu achten – nicht nur im Hinblick auf die Kosten, sondern auch auf die Umwelt. Generell gilt bei Ablufttrocknern: oft lohnt es sich, mehr Geld für einen energiesparenden Trockner auszugeben. Sie sollten daher unbedingt auf die Herstellerangaben bezüglich der verbrauchten Kilowattstunden achten und gegebenenfalls die Stromkosten überschlagen. Bezüglich der Qualität kann ein Trockner der unteren bis mittleren Preisklasse genauso gut sein. Hier lohnt sich ein Vergleich der Funktionen und der Erfahrungen anderer Nutzer besonders.
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