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Bettlaken

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Ratgeber Bettlaken


Ratgeber Bettlaken


Ein Bettlaken ist Bestandteil der Bettwäsche. Als Bettwäsche werden alle Textilien bezeichnet, die in einem Bett verwendet werden. Die Bettwäsche besteht im wesentlich aus folgenden Teilen: Kopfkissen, Bettdecke und Laken, oder auch Bettlaken, Betttuch oder Leintuch genannt. Darüber hinaus werden auch die Textilien zwischen Bettlaken und Matratze gezählt, die das Liegen weicher und wärmer machen, sowie vor Verschmutzung schützen sollen.

Bettwäsche soll grundsätzlich die Bettware, also Matratze, Bettdecke und Kopfkissen, vor allen Arten von Verschmutzung schützen, insbesondere durch die Verschmutzung durch den Menschen. Sie wird daher auch aus hygienischen Gründen verwendet. Beim Schlafen schwitzt der Mensch und verliert beständig Hautschuppen. Diese Hautschuppen bilden die Grundlage der Ernährung der Hausstaubmilben. Die Ausscheidungen der Hausstaubmilbe rufen bei vielen Menschen allergische Reaktionen hervor, die gemeinhin auch als Hausstauballergie bekannt ist.

Aufgrund des hygienischen Aspekts werden an Bettwäsche sehr hohe Anforderungen gestellt. Zum einen muss sie die erwarteten Schutz- und Hygienefunktionen übernehmen. Des Weiteren muss Bettwäsche schnell und einfach wechselbar und darüber hinaus auch noch gut waschbar sein. Ältere Formen der Bettwäsche hatten noch Knöpfe am unteren Ende des Bettdecken- und Kopfkissenbezugs, die das Ab- und Beziehen der Bettware mitunter etwas umständlich und zeitaufwendig machen. Aus diesem Grund verfügt moderne Bettwäsche heutzutage über Reißverschlüsse, die den Wechsel besonders erleichtern.

Spannbettlaken, also Bettlaken mit einem Gummizug, erleichtern auch das Bespannen von Matratzen und haben Bettlaken ohne Gummizug weitestgehend verdrängt. Trotzdem findet sich noch in vielen Haushalten Bettwäsche zum knöpfen und Bettlaken ohne Gummizug, weil die meisten Teile einfach noch zu gut sind, um sie wegzuwerfen. In vielen Haushalten findet diese Form der Bettwäsche noch Verwendung für Gästebetten und den Familienbesuch. In Hotels und Herbergen wird dagegen fast komplett auf Knöpfe oder Reißverschlüsse verzichtet. Hier kommen Bettbezüge zum Einstecken, also ohne einen Verschluss, zum Einsatz. Dadurch wird Arbeitsaufwand minimiert, was vor allem bei Häusern mit sehr vielen Betten eine immensense Kosteneinsparung darstellt.

Verschiedene Materialien

Für Bettlaken und Bettbezüge gibt es unterschiedlichen Materialien. Grundsätzlich kann man zwischen zwei Materialarten unterscheiden. Zum einen kann man Bettwäsche nach Textilfasern und zum anderen nach Stoffarten unterscheiden.

Textilfasern
Bei den Textilfasern werden drei gängige Fasern verwendet. Das klassische Betttuch bzw. Spannbetttuch und Bettbezug besteht aus Baumwolle. Werden Textilfasern eingesetzt, greift man hauptsächlich auf Baumwolle zurück. Sie ist das am weitesten verbreitete Material für Bettwäsche.

Bevor die Baumwolle ihren Siegeszug antrat, war Flachs die gängigste Textilfaser. Flachs wächst auch in unseren Breitengraden – Baumwolle nicht – und konnte daher leicht vor Ort angebaut und verarbeitet werden. Bettwäsche aus Flachs gibt es dagegen heute nur noch selten. Der Grund liegt auf der Hand: Bettwäsche aus Flachs hat einen eher harten Griff und entspricht heute nicht mehr unseren heutigen Schlaf- und Lebensgewohnheiten.

Die dritte Textilfaser ist Seide. Bettwäsche aus Seide ist ein Luxusgut und nach wie vor sehr beliebt. Da Naturseide sehr teuer ist, ist Bettwäsche aus diesem Material im Vergleich zu den anderen Textilfasern und Stoffarten relativ teuer. Daher ist Bettwäsche aus echter Seide auch meist nur im Fachhandel erhältlich und ist vor allem in Hotels mit gehobenem Standard zu finden. Seide wird manchmal mit der Stoffart Satin verwechselt.

Stoffarten
Bettlaken und Bettbezüge können aus einer Vielzahl von Stoffarten hergestellt werden. Die gängigsten Materialien sind Biber, Frottee, Jersey, Leinen, Polypropylen-Vliesstoff, Satin und Seersucker.

Bei der Stoffart Biber handelt es sich in der Regel um ein einseitig oder beidseitig angerautes Baumwollgewebe. Durch das Aufrauen wird das Gewebe insgesamt etwas dicker und fühlt sich flauschig und weich an. Auf der Haut wird dieser Stoff von den meisten Menschen als wärmer empfunden, so dass Laken und Bezüge aus Biber meist als Winterbettwäsche Verwendung finden. Darüber hinaus wird Biber auch für Unterwäsche und Flanelhemden verwendet.

Bei Frottee handelt es sich um ein sogenanntes Gewirk. Gewirke sind industrielle Stoffe, die aus Fadensystemen durch Maschenbildung auf sogenannten Wirkmaschinen hergestellt werden. Der Vorteil von Frottee ist seine besonders starke Saugfähigkeit und sein sehr angenehmer Griff. Daher wird Frottee vor allem bei Heimtextilien wie Waschlappen, Hand- und Badetücher, Bademäntel oder als Spannbettlaken und Kopf- bzw. Deckenbezug verwendet. Charakteristisch für diese Stoffart sind die Schlingen, die eine größere Oberfläche und dadurch ein größeres Volumen ergeben. Dadurch kann Frottee besonders viel Flüssigkeit aufnehmen wie beispielsweise Schweiß oder Speichel. Weitere Vorteile von Frottee sind seine Elastizität, Formstabilität und Festigkeit. Daher sind Spannbettlacken für Wasserbetten und Spannbettlaken für Topper meist aus Frottee. Darüber hinaus ist Frottee besonders knitter- und laufmaschenfest, so dass das Material auch sehr robust bei höherer Beanspruchung ist.

Jersey ist ein sogenanntes Gestrick. Als Gestricke werden textile Flächengebilde bezeichnet, die durch Hineinschlingen von Faden und Schleife in eine andere Schleife hergestellt werden. Es entstehen Maschen, die durch einen oder mehrere Fäden gebildet werden können. Gestricke wie Jersey zeichnen sich besonders durch eine hohe Dehnbarkeit und Elastizität des Materials aus. Die Folge davon ist, dass Jersey eher wenig knittert, aber leicht verzieht. Trotzdem ist Jersey bei vielen Menschen als Betttuch und Bettbezug vor allem im Sommer beliebt.

Leinen ist ein Gewebe, das sehr gut bedruckbar ist. Außerdem ist Leinen sehr formstabil und fühlt sich sehr angenehm auf der Haut an. Leinengewebe ist eines der traditionellen Stoffarten für Bett- und Hauswäsche. Allerdings ist Leinen relativ teuer und wurde durch die billigere Baumwolle zunehmend verdrängt. Aufgrund seiner Hochwertigkeit wird Leinen u.a. auch als Bezugsstoff für Bücher, Taschen und Schuhe verwendet. Darüber hinaus ist Leinen beim Bespannen von Leinwänden im Bereich der Malerei unersetzlich.

Polypropylen-Vliesstoff ist eine moderne Kunstfaser und findet in der Regel als Einweglaken vor allem im medizinischen Bereich Anwendung. Das heißt, deren Einsatzdauer ist grundsätzlich auf die Einmalanwendung ausgelegt und wird meistens ein- bis maximal zwei Wochen verwendet. Vliesstoffe finden u.a. im Bereich der Hygiene (Windel, Inkontinenzprodukte, Damenhygieneerzeugnisse), in der Körperpflege (Pflegetücher, Enthaarungsstreifen), in der Medizin (OP-Tücher, OP-Kleidung, Verbandmaterial, Pflaster), aber auch im Bereich von Reinigungsprodukten, Bekleidung, im Bauwesen, Fahrzeugbau, Elektrotechnik usw. Anwendung. Polypropylen-Vliesstoffe sind sehr vielfältig einsetzbar.

Bei Satin handelt es sich um Gewebe, das sich vor allem durch seinen schönen Glanz auszeichnet. Es kann aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden. Satin wird in Atlasbindung hergestellt, wodurch eine stark glänzende und glatte Oberseite sowie eine matte Unterseite erzeugt wird. Je nach verwendeter Faser und Garn kann das Gewebe schwer oder leicht, matt- oder hochglänzend, steif oder fließend sein. Satin kann u.a. auch aus Seide hergestellt werden, wodurch sich der Glanz der Seide noch einmal um ein Vielfaches steigern lässt. Als Bettwäsche ist vor allem Baumwollsatin sehr beliebt.

Seersucker ist ein modernes Baumwollgewebe, das sich durch glatte und geraffte Stoffstreifen auszeichnet. Die gerafften Streifen dieses Gewebes entsteht durch unterschiedliche Spannung der sogenannten Kettfäden beim Weben. Derselbe Effekt kann auch durch das nachträgliche Auftragen von faserquellenden Substanzen erzeugt werden. Seersucker ist ein bügelfreier Stoff und daher besonders beliebt für Bettwäsche, Sommer- und Urlaubsbekleidung.

Unterschiedliche Größen
Besonders bei den Laken sollte man auf die Größe der Matratze achten. Spannbettlaken gibt es in den Größen 80 x 200 cm, 90 x 200 cm oder 100 x 200 cm standardmäßig für Einzelbetten. Bei Großbetten sind die gängigen Größen 120 x 200 cm und 140 x 200 cm. Bei sogenannten französischen Betten wird eine Größe von mindestens 160 x 200 oder besser noch 180 x 200 cm empfohlen. Spannbettlaken für Wasserbetten sollten mindestens 200 x 200 cm oder 200 x 220 cm groß sein. Bei Doppelbetten sind Spannbetttücher von 100 x 220 cm oder 140 x 220 cm keine Seltenheit. Bei Kinderbetten gibt es Betttücher in der Größe von 70 x 140 cm.
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