billiger.de Fazit:
IdeaPad Slim 5: Starkes OLED, starke Tastatur, schwache Aufrüstung
Design und Verarbeitung
Das IdeaPad Slim 5 14IMH9 wirkt schick, kompakt und mit 1,4 kg angenehm mobil. Stabilität und Verarbeitung überzeugen fast durchweg, nur Kleinigkeiten stören. Das Scharnier sitzt ausgewogen, die Einhandöffnung klappt, minimal schwingt die Baseunit mit. Fingerabdrücke fallen dank heller Oberfläche kaum auf, 160 Grad Öffnungswinkel passen im Alltag.
Displayqualität
Das spiegelnde 60-Hz-OLED liefert Topwerte bei Schwarz, Kontrast, Blickwinkeln und Reaktionszeiten sowie sehr gute Farbgenauigkeit ab Werk bei voller DCI-P3-Abdeckung. In hellen Räumen stören jedoch starke Spiegelungen. Zudem flackert das Panel mit 240 Hz, was empfindlichen Nutzern Probleme bereiten kann.
Leistung und Geschwindigkeit
Der Core Ultra 5 125H zeigt im Testmodus „Intelligente Kühlung“ starke Mittelklasse-Leistung, auch die Alltagswerte im PCMark passen. LatencyMon meldet keine Auffälligkeiten für Echtzeit-Audio und Video. Die SK-hynix-SSD arbeitet flott, kann bei Dauerlast aber temporär einbrechen.
Gaming
Die Arc 7 eignet sich in Full-HD für viele Titel mit niedrigen bis mittleren Details, bei sehr anspruchsvollen Spielen wird es schnell eng. XeSS kann helfen, wenn unterstützt. Positiv: The Witcher 3 blieb über eine Stunde in FHD Ultra stabil, trotz grundsätzlich begrenzter Reserven.
Tastatur und Eingabegeräte
Die Tastatur gehört zu den Stärken: gutes Layout, brauchbare Größe, überzeugendes Tippgefühl, dazu weiße Beleuchtung. Die kleinen mittleren Pfeiltasten nerven, und das Tippgeräusch fällt relativ laut aus. Das Touchpad punktet mit glatter Oberfläche, ordentlicher Größe und sauberer Präzision, die Klickzonen wirken etwas klapprig.
Akkulaufzeit
Mit 57 Wh bleibt die Kapazität hinter vielen Konkurrenten zurück, zudem liegt der Verbrauch im Idle teils höher als bei ähnlichen Geräten. Trotzdem erreicht das Notebook knapp 9 Stunden Surfen bei 150 cd/m², was unterm Strich solide wirkt.
Anschlüsse und Erweiterbarkeit
Vier USB-Ports klingen gut, doch USB-C bleibt bei 3.2 Gen 1, wenn auch mit DisplayPort 1.4 und Power Delivery 3.0. HDMI 1.4b gilt als altbacken, Thunderbolt 4 fehlt, dazu kommen Audio-Klinke und microSD. Der SD-Reader liest mit knapp 90 MB/s, der RAM bleibt verlötet, die SSD lässt sich tauschen.
Geräuschentwicklung und Kühlung
Im Leerlauf bleibt der Lüfter oft aus oder leise bei knapp 30 dB(A), unter Last steigt er auf 40 bis 45 dB(A) und damit teils höher als bei stärkeren Alternativen. Temperaturen bleiben im Rahmen, im Stresstest pendelt sich die CPU nach kurzem Peak über 100 °C bei rund 80 °C ein.
Audio
Die Lautsprecher enttäuschen, vor allem beim Bass. Für Filme und Musik empfiehlt sich eher ein Headset oder externe Boxen.