Longboards & Cruiser

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Ratgeber Longboards & Cruiser


Aktualisiert: 23.07.2019 | Autor: Online-Redaktion 

Wissen kompakt

Longboard fahren ist viel mehr als nur eine Sportart. Mit einem Longboard oder einem Cruiser können Sie Ihre Stadt auf eine ganz neue Art erkunden oder in einem Skaterpark Hindernisse und Rampen überwinden. Auch Tricks und Kunststücke können Sie auf den Modellen absolvieren. Für den größtmöglichen Adrenalin-Kick gibt es zudem auch Boards, mit denen Sie steile Straßen hinunterrasen können.

Die Sportart trainiert nicht nur Gleichgewichtssinn und Herz-Kreislauf-System, sondern Sie können damit auch bis zu 300 Kalorien pro Stunde verbrennen. Gleichzeitig bringt sie sehr viel Spaß. Insbesondere aus diesem Grund erfreut sich der Sport seit Langem großer Beliebtheit.   

Ein Longboard ist, wie der Name bereits vermuten lässt, länger als ein Skateboard. Es besitzt außerdem ein breiteres Deck. Die Stabilität und Ihr Stand auf dem Brett sind dementsprechend sicherer. Longboards sind optimal für längere Strecken ausgelegt.

Bedenken Sie für den Kauf eines idealen Longboards vor allem folgende Gesichtspunkte:

  • Überlegen Sie, für welchen Einsatzbereich Sie das Longboard nutzen wollen.
    Jedes Modell passt zu einem eigenen Fahrstil. Cruiser- und Carver-Longboards eignen sich hierbei besonders für Anfänger. Ein Downhill-Board hingegen ist für Fahrer mit viel Erfahrung optimal geeignet. Weiterhin gibt es Slalom-, Freeride- und Dancer-Modelle. Für diese Fahrstile müssen Sie etwas üben.
    Weitere Informationen zu den Longboard-Typen
  • Die Beschaffenheit des Decks hat Einfluss auf die Fahrweise des Longboards.
    Es gibt Decks mit viel und mit wenig Flex oder Concave.
    Weitere Informationen zum Deck
  • Die Rollen verändern das Fahrverhalten
    Je nachdem, welchen Stil Sie bevorzugen, sollten Sie über passende Rollen verfügen. Hier sind die Faktoren Größe, Härte, Hub und Kanten besonders wichtig.
    Weitere Informationen zu den Rollen
  • Achten Sie auf die Verwendung von qualitativ hochwertigen Materialien. 
    Das optimale Material der Komponenten richtet sich nach dem Einsatzbereich des Bretts. Für das Deck eignet sich hochwertiges Ahornholz sehr gut. Es ist stabil und langlebig. Auch Bambus wird für Decks, die flexibel sein sollen, verwendet. Die Achsen sind aus Gusseisen und damit robust und langlebig. Longboard-Rollen bestehen aus Polyurethan. Sie sind demnach abriebfest.
    Weitere Informationen zu den Materialien

Kaufberater

Sie können aus den unterschiedlichsten Modellen wählen. Was Sie über die Bestandteile der Boards, den verwendeten Materialien und dem Zubehör wissen sollten, haben wir in unserem Kaufberater für Sie zusammengetragen.


Longboard-Typen

Jedes Longboard besteht aus 1 Deck; das ist der Teil des Boards, auf dem Sie stehen. Weiterhin gibt es unter dem Deck 2 Achsen, an denen jeweils 2 Räder montiert sind. Der vordere Teil des Decks wird als Nose bezeichnet, der hintere Teil als Tail. Wheelbase heißt der mittlere Teil; er verläuft zwischen den angebrachten Achsen.

Der Preis eines Longboards ist abhängig von der Qualität und den verwendeten Materialien. Die meisten bewegen sich in einem Preisrahmen zwischen 20 € und 400 €.

Shopping Tipp

Es gibt auch Elektro-Longboards. Diese werden mit Hilfe Ihrer Gewichtsverlagerung gelenkt und mit einem Elektromotor angetrieben. Die Geschwindigkeit dieses Motors regeln Sie mit Hilfe einer Fernbedienung oder einer App

Es gibt viele unterschiedliche Modelle. Diese unterscheiden sich einerseits hinsichtlich der Fahrtechnik, für die sie geeignet sind und andererseits auch in ihrer Form und ihren spezifischen Merkmalen. Mit jedem dieser Typen können Sie jedoch Cruisen und Carven, ganz gleich für welche spezielle Fahrtechnik er außerdem geeignet ist.

Auf den Punkt!
  • Cruiser-Longboards sind für die Fahrt von längeren Strecken ausgelegt und eignen sich gut für Anfänger. Sie sind breiter und bieten einen guten Fahrkomfort.
  • Carving-Longboards sind für Wendungen und Kurven optimal. Für das gute Lenkverhalten sind Aussparungen über den Rädern eingearbeitet und das Board ist seitlich etwas erhöht, sodass Sie in den Kurven nicht so leicht vom Brett rutschen. Auch sie eignen sich gut für Anfänger.
  • Die Downhill-Longboards sind die Spezialisten für sehr hohe Geschwindigkeiten. Bei diesem Fahrstil fahren Sie steile Straßen hinunter. Sie müssen also bereits ein sehr guter Fahrer sein.
  • Slalom-Longboards sind etwas kleiner als andere Longboards. Aus diesem Grund sind sie für das Umfahren von Pylonen und Hindernissen geeignet.
  • Freeride-Longboards bieten einen guten Einstieg für Sie, wenn Sie später einmal Downhill-Longboards fahren wollen. Diese Boards sind auf Geschwindigkeit und das Gleiten, sogenanntes Sliden, ausgelegt.
  • Dancer-Longboards eignen sich für Personen, die das Board bereits gut beherrschen und nun Tricks und Schrittfolgen auf ihm ausüben wollen. Aus diesem Grund sind die Bretter länger als andere Modelle. 
Cruiser-Longboards

Cruiser eignen sich optimal für Anfänger. Bei ihnen stehen der Fahrkomfort und die Laufruhe des Boards im Vordergrund. Sie sind für ebene und leicht abfällige Strecken optimal sowie für den alltäglichen Gebrauch.

Cruising-Boards besitzen ein breiteres Deck als die anderen Modelle, sodass Sie einen guten Stand auf diesen Brettern haben. Nach vorne verlaufen die Boards leicht spitz. Am hinteren Teil, dem Tail, werden sie nur leicht schmaler. Damit ähneln sie den Slalom-Modellen, sind allerdings etwas größer als diese. Es eignen sich aber auch Cut-Outs an den Rollen für das Cruising. Das sind Aussparungen über den Rollen, die verhindern, dass die Rollen in Kurven an das Deck kommen und Sie abrupt stoppen.

Bei diesen Modellen ist ein mittlerer Flex gut geeignet. Der Flex beschreibt die Biegefähigkeit des Decks. Ein hoher Flex dämpft Unebenheiten des Untergrunds ab und eignet sich besonders, wenn Sie lange Strecken fahren. Mit einem mittleren Flex erreichen Sie ein angenehmes Fahrgefühl und behalten gleichzeitig die nötige Stabilität.

Für nähere Informationen zum Flex schauen Sie gern in unseren FAQ-Bereich unter der Frage Was ist der Longboard-Flex? nach.

Bei Cruisern finden Sie häufig ein Deck, das leicht konkav ist. Concave bezeichnet die längsseitige Wölbung des Decks. Sie gewährleistet einen guten Seitenhalt. Das bedeutet Ihre Füße rutschen nicht so leicht über die Längsseiten des Boards. 

Carving-Longboards

Auch Carving-Longboards sind für Anfänger geeignet. Bei diesen Modellen steht nicht die hohe Geschwindigkeit im Vordergrund. Sie bewegen sich mit dieser Fahrtechnik in engen Schlangenlinien, beispielsweise einen Hügel hinunter. Die Boards sind demnach optimal für Wendungen, sogenannte Turns, ausgelegt. Das bedeutet, sie besitzen ein sehr gutes Lenkverhalten. 

Häufig sind über den Rollen Segmente ausgespart oder die Achsen länger, damit die Wheels nicht unter dem Deck verlaufen. Dadurch wird vermieden, dass die Rollen das Brett berühren und es zu einem plötzlichen Stoppen kommt. Diese sogenannten Wheelbites können zu Stürzen führen. Aus diesem Grund sind die Aussparungen für kurvenreiche Fahrten optimal. 

Nach vorn und hinten verlaufen Carver häufig spitz. Das fördert eine gute Aerodynamik für die Turns.

Auch Carving-Modelle sind normalerweise mit einem Flex ausgestattet. Außerdem besitzen sie meist ein nach oben gewölbtes Deck. Dieses fördert die bessere Schwungleitung und die Flexibilität des Boards. 

Es eignet sich ein leichtes Concave. So besitzen Sie den nötigen Halt in den Kurven und rutschen seitlich nicht so schnell ab.

Downhill-Longboards

Downhill-Boards sind perfekt für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt, denn mit diesem Stil, fahren Sie steile Straßen hinunter und können dabei sogar Geschwindigkeiten bis zu 100 km/h erreichen. Ein solches Longboard eignet sich daher nur für sehr geübte Fahrer.

Bedenken Sie

Als Fahranfänger sollten Sie dieses Board nicht verwenden. Denn Sie benötigen bei diesem Fahrstil eine gute Kontrolle über das Sportgerät. Es wird selbst bei kleinen Neigungen sehr schnell und Sie können es aufgrund seiner spezifischen Eigenschaften dann nur noch schwer lenken. 

Damit ein Schlingern der Achsen, welches ab Geschwindigkeiten von 50 km/h auftreten kann, verhindert wird, besitzen diese Modelle einen tieferen Schwerpunkt. Dieser wird mit der idealen Achsmontage erreicht. Am besten eignet sich dafür die Montage der Achsen von oben durch das Brett (Drop Through Deck) oder ein Drop Deck. Bei dieser Form liegt das Board zwischen den Achsen tiefer, denn es ist nach unten gebogen. Auch beide, Drop Through und eine Drop-Deck–Form, können Anwendung an einem Board finden. So liegt der Schwerpunkt besonders tief. Damit erreichen Sie eine sehr hohe Fahrstabilität. Nachteilig ist allerdings, dass die Lenkung schwieriger wird. 

Auch diese Modelle besitzen meist Aussparungen über den Rädern, um Wheelbites zu verhindern.

Longboards für diesen Fahrstil sollten keinen Flex haben. Dieser würde das Board instabil machen. Es sollte hingegen so steif wie möglich sein. Das ist wichtig für die erwünschte Geschwindigkeit. Ein flexibles Brett würde Sie zu sehr ausbremsen und kann Ihnen die benötigte Stabilität nicht bieten.

Downhill-Longboards sollten ein Deck mit eingeprägtem Concave besitzen. Auf diese Weise können Sie leichter Druck auf die Kanten ausüben. Das verbessert die Lenkung, die durch den tieferen Schwerpunkt etwas eingeschränkt ist. Geübte Fahrer greifen hier gerne auf sogenannte Top-Mount-Boards zurück.

Slalom-Longboards

Diese Longboard-Typen sind etwas kürzer als die anderen. Sie besitzen eine Länge zwischen 60 cm und 90 cm. Sie sind mit ihrer transportfreundlichen Größe gut für die Stadt geeignet. Außerdem sind sie sehr wendig und lassen sich gut pushen, das heißt Sie können sich gut vom Boden abdrücken und Schwung holen. Diese Modelle eignen sich also für das Fahren um Pylonen und für zahlreiche Tricks.

Slalom-Boards sind vorne etwas spitz. Von der Wheelbase zum Tail werden sie ein wenig schmaler. 

Weiterhin besitzen die Slalom-Longboards keinen Flex. Damit fällt das Umfahren von Hindernissen leichter und Sie können das Gleichgewicht in Kurven besser halten. 

Für den Freestyle-Bereich sind am vorderen und hinteren Ende des Boards Bügel angebracht, die nach innen zeigen. Auf diese Weise können Sie das Brett für Tricks nach oben ziehen.

Slalom-Boards besitzen meist eine kräftige Konkave, die in der Mitte des Boards allerdings nicht flach, sondern eher rund ist. Mit diesem haben Sie eine bessere Hebelwirkung auf die Achsen.

Freeride-Longboards

Ein Freeride-Board ist das Einsteiger-Modell für Sie, wenn Sie später einmal Downhill fahren möchten. Aus diesem Grund ist es, wie ein Downhill-Modell, auf höhere Geschwindigkeiten ausgelegt. Es geht hierbei aber nicht nur um Geschwindigkeit. Es stehen bei diesem Fahrstil die sogenannten Slides im Vordergrund. Das bedeutet, dass die Longboard-Rollen die Haftung zum Boden verlieren und quer zur Fahrtrichtung über den Untergrund gleiten. 

Freeride-Longboards erinnern kaum noch an Surfboards. Sie sind kantiger und Nose und Tail sind abgerundet.

Sie können einen tieferen Schwerpunkt besitzen, aus diesem resultiert eine bessere Fahrstabilität. 

Weiterhin ist für diese Modelle die symmetrische Form des Decks kennzeichnend. Hierbei gibt es kein klar definiertes Vorne oder Hinten. Grund hierfür ist, dass die Fahrer der Freeride-Boards während der Fahrt gern eine 180-Grad-Drehung machen. 

Die Rollen dieser Boards liegen frei, um Wheelbites zu vermeiden. 

Der Unterschied zu Downhill-Modellen ist, dass sie etwas Flex besitzen. Damit lassen sie sich besser lenken als Downhill-Boards.

Außerdem eignet sich ein Deck mit leichtem Concave. So rutschen Ihre Füße nicht so leicht vom Brett, gleichzeitig bekommen Sie noch den nötigen Druck auf die Räder.

Dancer-Longboards

Dancer-Longboards sind beliebt bei fortgeschrittenen Fahrern, die das Board sicher beherrschen. Bei diesem Fahrstil werden verschiedene Tanzschritte und Tricks auf dem Brett durchgeführt. Seinen Ursprung hat er im Boardwalking der Surfer.

Dancer-Boards sind länger als andere Modelle, sie sind meist rund 1,20 m lang. Nur so haben Sie genug Platz für die Ausführung der Schritte und Bewegungen und das Brett ist insgesamt stabiler. Von der Form ähneln sie Freeride-Modellen. Die meisten Boards sind vorn und hinten etwas erhöht. Damit wird verhindert, dass Sie einen Schritt zu viel machen und vom Longboard fallen. Außerdem reichen Nose und Tail häufig stärker über die Rollen hinaus, damit Sie das Board für Tricks besser flippen können. 

Diese Modelle besitzen einen mittleren bis starken Flex. Dadurch werden Unebenheiten gedämpft und Tricks fallen mit Hilfe des Trampolin-Effekts leichter. Außerdem dämpft der Flex kleine Fehler in Ihren Bewegungen besser, sodass Sie einen sichereren Stand haben.

Damit die Bewegung der Füße nicht eingeschränkt wird, besitzen Dancer wenig bis keinen Concave. Aus dem gleichen Grund haben viele dieser Modelle nur an einigen Stellen Griptape verklebt. Das Tape ist für die bessere Haftung der Schuhe am Board verantwortlich. Das soll bei Dancer-Longboards allerdings vermieden werden, da die Bewegungen sonst nicht mehr flüssig ablaufen.


Deck

Ein Deck kann verschieden beschaffen sein. 

Hinsichtlich dessen sollten Sie folgende Gesichtspunkte bedenken:

  • Concave
    Concave beschreibt die längsseitige Wölbung zwischen Nose und Tail. Hierbei gibt es meist 3 unterschiedliche Wölbungen. Low beschreibt eine geringe Wölbung, die ein stabiles Fahrverhalten sichert. Allerdings sind diese Boards weniger wendig und lassen sich nicht so leicht flippen. Der Grund dafür ist, dass Sie einen besseren Druck auf die Achsen ausüben können. Der Mittelweg zischen Low und High ist Medium. Medium besitzen die meisten Longboards. Eine ausgeprägte Wölbung (High) ist wendig und lässt sich leicht flippen. Nachteilig ist aber, dass es nicht so stabil ist und somit Fehler im Fahrverhalten nicht so gut ausgleichen kann.
  • Flex
    Der Flex beschreibt die Biegsamkeit, also die Flexibilität des Decks. Die meisten Hersteller unterscheiden in Stiff, Medium und Flexy. Die Einteilung in die Flex-Stufen orientiert sich meist an einem Gewicht zwischen 70 kg und 85 kg. Eine hohe Flexibilität gleicht Bodenunebenheiten optimal aus. Der Flex Stiff wird bei Longboards verwendet, die für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt sind. Hier würden biegsame Decks zu sehr ruckeln und Stürze begünstigen. Der Flex ist auch von Ihrem Körpergewicht abhängig. Je schwerer Sie sind, desto mehr flext das Brett. 
  • Größe
    Die Breite und die Länge sollten zu Ihrer Schuhgröße passen, damit Sie einen sicheren Stand auf dem Brett besitzen. Je größer Ihre Füße, desto größer können Sie das Deck wählen.
  • Profile
    Es gibt 2 verschiedene Profile. Zum einen gibt es Decks, die eine negative Vorspannung besitzen, sie sind also nach unten gewölbt. Dieses Profil wird Rocker genannt. Aufgrund des tieferen Schwerpunkts wird die Stabilität des Boards erhöht. Als Camber werden Decks mit einer positiven Vorspannung bezeichnet. Das heißt sie sind nach oben gewölbt. Durch die Krafteinwirkung beim Schwung holen, gibt das Deck etwas nach unten nach. Es will in die Ausgangsposition zurück. Auf diese Weise fällt Ihnen das Pushen leichter. 
  • Shape
    Ein Board mit einem Directional Shape lässt sich nur in eine Richtung fahren, das heißt, es gibt ein klar definiertes Vorne und Hinten. Symmetrische Decks können Sie in beide Richtungen fahren, denn Sie sind auf beiden Seiten gleich aufgebaut.

Achsen

Die Achsen, auch Trucks genannt, haben einen hohen Einfluss auf Ihren Fahrkomfort. 

Folgendes ist entscheidend:

Achsmontage

Die Achsmontage sollte zu Ihrem gewählten Fahrstil passen. 

Es gibt folgende 4 Möglichkeiten, die Achsen am Deck anzubringen:

  • Double Drop
    Die größte Stabilität bietet der Double Drop. Hierbei werden ein Drop Deck und Drop-Through-Achsen verwendet. Somit ist der Schwerpunkt sehr weit unten und damit optimal für den Downhill-Bereich ausgelegt.
  • Drop Deck
    Drop Deck ist ein Deck, welches etwas nach unten geformt ist, sodass der Schwerpunkt und Ihre Füße näher am Boden liegen. So besitzen Sie, selbst bei hohen Geschwindigkeiten, Stabilität. Dabei werden die Achsen von unten angebracht. Besonders geeignet sind Drop Decks für den Freeride- und den Downhill-Bereich.
  • Drop Through
    Als Drop Through wird die Montage von oben bezeichnet. Die Achsen werden also durch das Deck hindurch montiert. Diese Boards haben einen niedrigeren Schwerpunkt. Damit ist diese Achsmontage optimal für weitere Strecken und den Freeride-Bereich.
  • Top Mount
    Die Trucks werden von unten am Board befestigt. Dabei liegt der Schwerpunkt etwas höher als bei anderen Montagen. Das Fahrverhalten in den Kurven verbessert sich, die Stabilität nimmt aber aufgrund des höheren Schwerpunkts ab. Top Mount wird am häufigsten verwendet und eignet sich am besten für Cruising und Carving. Auch bei Slalom- und Dancer-Boards kommt die Top–Mount-Montage zum Einsatz.
Bushings

Bushings sind Lenkgummis in der Achse. Die Gummis richten sich nach dem Fahrstil.

Finden Sie im Folgenden Ihren Stil und die dafür passenden Lenkgummis:

  • Cruising/Carving/Slalom/Dancer
    Für den Bereich Cruising und Carving eignen sich Cone und Barrel Bushings. Cone Bushings sind unten dicker und werden nach oben hin etwas schmaler. Mit diesen Gummis können Sie gut lenken, da sie sich bereits mit wenig Druck gut verformen lassen. Auch für Slalom- und Dancer-Longboards werden diese Lenkgummis verwendet. Barrel Bushings gleichen einem Zylinder, der symmetrisch ist. Sie besitzen an beiden Enden die gleiche Auflagefläche. Es ist also mehr Material vorhanden, das verformt werden muss. Die Achse ist dementsprechend stabiler und unterstützt trotzdem das Lenkverhalten. Das eignet sich, wenn Sie etwas höhere Geschwindigkeiten fahren wollen.
  • Freeride
    Fat Cone Bushings werden nach oben hin breiter. Ihre Auflagefläche ist genauso groß, wie die der Barrel Bushings. Es ist trotzdem weiterhin etwas Bewegungsspielraum vorhanden. Sie eignen sich also für Freeride-Modelle. Möchten Sie schnelleres Freeriding betreiben, empfiehlt sich ein Eliminator Bushing. Diese Modelle sind relativ flach und sitzen damit tief in der Achse. Dadurch sind sie sehr stabil.
  • Downhill
    Zum Downhill-Fahren eignen sich Chubby Bushings. Sie sind flach und an der Auflagefläche so geformt, dass sie tief in den Achsen sitzen. Diese Modelle geben die meiste Stabilität. Zum Lenken müssen Sie daher viel Kraft aufwenden.

Rollen

Das Fahrverhalten ändert sich je nach Beschaffenheit der Rollen. 

Es hängt von 4 Rollen-Eigenschaften ab:

Größe

Je größer der Rollen-Durchmesser ist, desto höher ist auch die Endgeschwindigkeit. Nachteil großer Rollen ist, dass sie nicht so schnell beschleunigen wie kleine. Außerdem müssen Sie bei einem großen Durchmesser auf Wheelbites achten. 

Für Cruiser und Carver eignen sich Rollen mit einem Durchmesser von rund 70 mm. 

Für Downhill-Fahrer, bei denen die Geschwindigkeit im Vordergrund steht, sind Wheels von rund 80 mm optimal.

Härte

Longboard-Rollen besitzen meist eine Härte zwischen 78 A und 90 A. Je kleiner die Zahl vor dem A, desto weicher ist die Rolle.

Eine weiche Rolle hat eine bessere Haftung auf dem Asphalt und kann sich etwas formen. Auf diese Weise baut sich ein höherer Grip auf und das Longboard rutscht nicht so schnell weg. Weiche Rollen sind aber insgesamt langsamer. Deshalb eignen sich diese besonders für längere Fahrten, wie mit einem Cruiser oder Carver. 

Härtere Rollen sind dagegen schneller und besser zum Sliden geeignet, was vorteilhaft für den Freeride-Bereich ist. Möchten Sie Donwhill fahren, entscheiden Sie sich für ein Zwischenmodell, damit Sie Geschwindigkeit aufbauen können, aber nicht zu leicht rutschen.

Hub

Als Hub wird die Position des Kerns innerhalb der Rolle beschrieben, das heißt also, an welcher Stelle sich das Kugellager befindet. 

Hier werden 3 Positionen unterschieden:

  • Centerset Hub
    Bei einem Centerset Hub befindet sich das Kugellager in der Mitte der Rolle. Sie hat damit eine gute Haftung und nutzt sich gleichmäßig ab. 
  • Offset Hub
    Offset Hub ist ein Zwischenweg aus Centerset und Sideset Hub. Der Kern ist leicht nach innen versetzt. Auf diese Weise können Sie sowohl Sliden als auch mit dem nötigen Grip fahren.
  • Sideset Hub
    Rollen mit Sideset Hub sind optimal zum Sliden, denn das Kugellager befindet sich am Rand, direkt neben der Achse. Damit ist die Haftung geringer und die Rollen gleiten leichter. Allerdings nutzen sich diese Rollen sehr einseitig ab und werden nach einiger Zeit kegelförmig.
Kanten

Die Kanten werden auch als Lips bezeichnet.

Es gibt sie in 2 Varianten:

  • Rund
    Abgerundete Lips sind optimal für ein leichtes Sliden, eignen sich also für Freerider und Slalom-Fahrer sehr gut.
  • Eckig
    Für Downhill-Fahrer sind eckige Kanten zu empfehlen. Mit diesen haben Sie mehr Halt auf der Straße und eine höhere Auflagefläche.

Carver, Cruiser und Dancer können mit beiden Varianten ausgestattet sein.


Kugellager

Die Kugellager werden auch Bearings genannt. Es sind in einer Rolle jeweils 2 Kugellager verbaut. Sie sorgen dafür, dass sich die Rollen leichtgängig drehen. Innerhalb eines Außen- und eines Innenrings befinden sich Stahlkugeln, die die Rolle in Bewegung bringen. Diese Kugeln werden durch Schutzklappen geschlossen. 

Folgende 2 Arten von Bearings gibt es:

  • Geschlossene Kugellager
    Geschlossene Lager besitzen 2 Abdeckscheiben. Jeweils eine auf jeder Seite. Das schützt die Kugellager gut vor Verunreinigungen und gibt ihnen Stabilität. Gekennzeichnet sind diese Modelle durch ZZ hinter der angegeben Zahl. Insgesamt sind geschlossene Kugellager aber langsamer als halb geschlossene, da bei ihnen eine höhere Reibung bei den Umdrehungen auftritt.
  • Halb geschlossene Kugellager
    Diese Kugellager verfügen nur über 1 Schutzklappe. Sie sind also anfälliger für Schmutz und sind insgesamt empfindlicher. Allerdings sind sie auch schneller, wodurch sie sich für den Freeride- und Downhill-Bereich gut eignen. Das resultiert aus einer geringen Reibung. Suchen Sie diese Modelle, achten Sie auf das Z nach der angegebenen Zahl in der Produktbeschreibung.
Shopping Tipp

Mit der Verwendung von Spacern verhindern Sie, dass die Kugellager Schaden beim Zusammendrücken nehmen. Ein Spacer sitzt zwischen den beiden Lagern und hält sie so auf Abstand. Andernfalls würden sie während des Festziehens der Mutter womöglich kaputtgehen.


Materialien

Das verwendete Material der Bauteile eines Longboards beeinflusst Stabilität und Flexibilität. 

Je nach Bauteil kommen unterschiedliche Materialien zum Einsatz:

Deck

Das Deck und sein Material haben einen erheblichen Einfluss auf die Langlebigkeit und die Flexibilität des Boards. Bei besonders hochwertigen Longboards werden, neben den Schichten aus Holz, Beschichtungen aus Carbon-, Fiber- oder Glasfasern aufgetragen. Diese sorgen dafür, dass das Brett langlebig und sehr stabil ist. Epoxydharz wird verwendet, um die meist 7 bis 8 Schichten aus Materialien zusammenzuhalten. 

Für den Hauptteil des Decks wird Holz verwendet. Die einzelnen Holzarten haben unterschiedliche Eigenschaften. Aus diesem Grund eignen sich einige Arten besser für ein flexibles Longboard und andere eher für steife Bretter.

Flexible Longboards

Folgende Materialien eignen sich sehr gut für flexible Longboards.

Hier sind vor allem 4 Holzsorten gängig:

  • Bambus
    Bambus ist sehr leicht und flexibel. Es besitzt eine hohe Elastizität und ein hohes Biegeverhalten. Es lässt sich leicht verarbeiten und ebenfalls gut mit einer Beschichtung behandeln. Bambus wird von den Materialien am häufigsten für Flexboards verarbeitet.
  • Esche
    Eschenholz wird vor allem wegen seiner Elastizität für Flexboards verwendet. Gleichzeitig ist es trotzdem ausreichend hart und robust.
  • Linde
    Aufgrund des leichten Biegeverhaltens eignet sich auch Lindenholz für die Verarbeitung in flexiblen Longboards. Es lässt sich leicht bearbeiten und besitzt eine gleichmäßige Struktur. 
  • Pappel
    Das Pappelholz besitzt eine hohe Belastbarkeit. Weiterhin ist es flexibel und punktet mit einem geringen Abnutzungsgrad.
Steife Longboards

Longboards mit wenig bis gar keinem Flex, sind aus Ahornholz gearbeitet. Dieses Holz garantiert eine hohe Festigkeit und Stabilität, die aus seiner Robustheit resultiert. Außerdem ist es widerstandsfähig und beständig gegenüber Abnutzung. 

Trotzdem lässt es sich gut verarbeiten und nimmt auch Beschichtungen gut auf.

Achsen

Für Longboard-Achsen wird meist Gusseisen verwendet. Dadurch sind die Achsen stabil und witterungsbeständig. Das ist besonders für ein langlebiges Board wichtig. Die Stabilität ist außerdem notwendig, damit die Achsen bei kleineren Unebenheiten des Untergrunds nicht zu sehr wackeln. Das würde den Fahrkomfort einschränken.

Die Bushings an den Achsen sind aus Polyurethan gearbeitet. Sie sind damit stabil, können sich aber auch je nach Modell verformen. Es gibt sie in verschiedenen Farben und Härtegraden.

Rollen

Longboards besitzen Rollen aus Polyurethan. Dabei gibt es unterschiedliche Zusammensetzungen des Polyurethans, deshalb können sich die Rollen trotz des gleichen Materials ein wenig unterscheiden.

PU-Rollen sind hochabriebfest und wasserdicht. Zusätzlich federn sie Bodenunebenheiten ein wenig und sind etwas elastisch. Trotzdem besitzen sie einen guten Grip am Boden.

Kugellager

Das Kugellager kann aus verschiedenen Materialien gearbeitet sein. Diese unterscheiden sich auch in Ihrer Langlebigkeit.

2 Materialien werden verwendet:

  • Keramik
    Keramik-Kugellager weisen eine hohe Belastbarkeit auf, denn bei ihnen ist die Reibung geringer als bei anderen Kugellagern. Außerdem sind diese Modelle schneller, leichter und unempfindlich gegenüber Wasser. Sie sind aber auch deutlich teurer. Für Downhill sind Kugellager aus diesem Material optimal, sie halten auch hohen Temperaturen stand und verformen sich nicht. 
  • Stahl
    Kugellager aus Stahl werden am häufigsten verwendet. Sie sind günstig und gleichzeitig langlebig. Allerdings kann sich das Metall bei einer hohen Reibung zwischen Achse und Rolle, aufgrund der Erhitzung, ausdehnen. Das kann dazu führen, dass das Kugellager zerstört wird.

Schutzausrüstung

Es empfiehlt sich, bei jedem Fahrstil eine Schutzausrüstung zu tragen. Zum Teil erreichen Sie hohe Geschwindigkeiten oder vollführen Stunts mit dem Board, die ein gewisses Verletzungsrisiko bergen.

Die folgenden 3 Teile sollten Sie sich daher anschaffen:

  • Helm
    Ein Helm schützt Sie bei Stürzen vor größeren Kopfverletzungen.
  • Schutzkleidung
    Es gibt Protektoren für Knie, Ellenbogen und Hände. Diese verhindern Schürfwunden an den empfindlichen Stellen und mindern Stöße ab.
  • Slide-Handschuhe
    Bei Downhill- und Freeride-Fahrten benutzen Sie meist Ihre Hände, sodass Sie um die Kurven gleiten können. Dafür gibt es spezielle Slide-Handschuhe. Diese besitzen in der Handfläche runde Polyurethan-Pucks. Sind die Pucks nach einiger Zeit abgenutzt, können Sie sie durch neue Pucks ersetzen.

Zubehör

Für das Longboarden gibt es eine Reihe an nützlichem Zubehör, aus dem Sie wählen können. 

Im Folgenden haben wir einige Produkte für Sie zusammengetragen:

  • Griptape
    Griptape können Sie bequem zu Hause selbst auf die Oberseite des Decks kleben. Unterschiedliche Maße werden angeboten. Es ist einerseits wichtig, damit Sie den nötigen Halt auf dem Board besitzen. Dafür ist das Tape aufgeraut, wodurch Sie nicht so leicht vom Brett rutschen. Andererseits kann es auch ein optischer Hingucker sein, denn das Tape gibt es in vielen Farben. 
  • Werkzeuge
    Möchten Sie beispielsweise die Achsen anders einstellen, benötigen Sie das passende Werkzeug. Mit einem sogenannten Skate-Tool können Sie die einzelnen Bestandteile des Boards austauschen oder variieren.

Häufige Fragen

Im Folgenden haben wir Fragen zusammengetragen, die sich andere Longboard- und Cruiser-Käufer gestellt haben. Löschen Sie hier auch Ihren eigenen Wissensdurst.

Aufbau

Es besteht aus 4 Komponenten: 1 Deck, 2 Achsen und 4 Rollen, mit jeweils 2 Kugellagern. An einer Achse sind jeweils 2 Rollen angebracht. Die Rollen werden auch Wheels genannt. Die Achsen sind auch bekannt als Trucks. Das Deck besitzt eine Wheelbase; dieser Bereich verläuft zwischen den angebrachten Achsen. Auf der Wheelbase platzieren Sie Ihr Standbein. Der vordere Teil des Decks ist die Nose, der hintere ist der Tail.

Definition

Longboards sind mit 90 cm bis 150 cm länger als Skateboards. Außerdem sind die Rollen breiter und etwas weicher als die der kurzen Bretter. Damit dämpfen die Longboards Bodenunebenheiten besser. Sie sind demnach optimal für längere Strecken und höhere Geschwindigkeiten geeignet. Mit Skateboards können Sie Sprünge und Tricks besser ausführen. Es gibt aber auch Longboard-Modelle mit denen Sie das können.

In der folgenden Tabelle finden Sie die Eigenschaften beider Board-Typen noch einmal übersichtlich dargestellt:

Eigenschaft Longboard Skateboard
Decklänge 90–150 cm 70–80 cm
Rollen Breiter, weicher Härter, kleiner
Einsatzzweck Längere Strecken, höhere Geschwindigkeiten Tricks, Stunts, Sprünge

Nähere Informationen zu den einzelnen Longboard-Typen erhalten Sie in unserem Kaufberater unter der gleichnamigen Rubrik. 
 

Longboarden bezeichnet das Fahren mit einem Longboard. Es ist dem Skateboardfahren ähnlich. Allerdings kommt es beim Fahren mit einem langen Brett weniger auf hohe Sprünge und Stunts an, sondern vielmehr darauf, längere Strecken zurückzulegen oder hohe Geschwindigkeiten zu erreichen. 

Natürlich können Sie trotzdem Tricks und Stunts ausführen. Mit einem Slalom-Longboard können Sie beispielweise enge Kurven um Pylonen absolvieren. Auf einem Dancer-Board können Sie Schrittfolgen und Bewegungen während der Fahrt tätigen 

Für das Fahren stellen Sie Ihr Standbein auf das Deck des Boards. Mit dem anderen Bein stoßen Sie sich vom Boden ab und holen Schwung (Pushen). Das Brett beginnt zu rollen, auf diese Weise fahren Sie.

Elektro-Longboard

Diese Modelle besitzen einen Elektromotor. Sie benötigen keinen Körperschwung, um sie in Bewegung zu setzen. Die meisten der Motoren besitzen eine Leistung von etwa 2.000 Watt. Das E-Longboard wiegt nur ca. 6 kg, das heißt es kann Geschwindigkeiten bis zu 30 km/h erreichen. Mit einer Fernbedienung regeln Sie die Geschwindigkeit. Zusätzlich können Sie aber bei geringem Tempo auch mit dem Fuß bremsen. Sie lenken weiterhin mit Ihrem Körper und der Verlagerung Ihres Körpergewichts. 

E-Longboards finden Sie auch auf unserem Portal. Sie kosten zwischen 250 € und 600 €.

Fahren

Leichte Steigungen können Sie damit gut überwinden. Sie müssen dafür aber kräftiger und öfter Schwung holen. Das kann mitunter etwas anstrengend sein. Möchten Sie häufig steilere Strecken befahren, eignet sich die Elektro-Variante besser. Bei dieser müssen Sie keinen Schwung holen und kommen so entspannt den Hügel hinauf. Sehr steile Straßen können Sie mit dem Longboard aber nicht überwinden.
 

Essentiell ist auch eine richtige Bremstechnik. 

So bremsen Sie mit Ihrem Longboard:

  1. Platzieren Sie den vorderen Fuß in Fahrtrichtung. 
  2. Stellen Sie den Oberkörper auf.
  3. Strecken Sie Ihre Arme seitlich aus.
     Auf diese Weise können Sie besser auf dem Longboard balancieren.
  4. Verlagern Sie Ihr Gewicht auf den vorderen Fuß.
    ⇒ Das erreichen Sie auch, indem Sie etwas in die Knie gehen.
  5. Nehmen Sie den hinteren Fuß vom Deck.
  6. Berühren Sie mit der Ferse des hinteren Fußes die Straße.
  7. Senken Sie langsam den Fuß ab bis zur Fußspitze.
    ⇒ Sodass die Sohle auf der Straße schleift.
  8. Verlagern Sie das Gewicht leicht vom vorderen Fuß auf den hinteren.
    ⇒ Damit wird der Bremsdruck verstärkt.

Flex

Als Flex wird die Biegsamkeit des Boards bezeichnet. 

Welche Flex-Stufe für Sie geeignet ist, hängt einerseits von Ihrem Gewicht ab und andererseits von Ihrem bevorzugten Fahrstil. Große Personen mit einem höheren Gewicht sollten ein Longboard mit wenig Flex wählen, da sich dieses durch das höhere Gewicht von selbst nach unten biegt. Kleine und leichte Fahrer können ein Modell mit viel Flex wählen. Generell sorgt ein Brett mit Flex dafür, dass Unebenheiten des Bodens besser gedämpft werden und Sie so einen höheren Fahrkomfort erhalten.

Ein Brett mit viel Flex eignet sich für langsamere und weitere Touren, wie zum Beispiel mit einem Cruiser- oder Carver-Longboard. Für Downhill und andere Fahrten mit viel Geschwindigkeit sollten die Boards über wenig bis gar keinen Flex verfügen. Andernfalls würde es zu sehr ruckeln und Sie hätten nicht die nötige Stabilität.
 

Für Anfänger eignen sich besonders Cruiser oder das Carver-Longboard. Mit ihnen können Sie das Fahren sehr gut üben. Diese Modelle besitzen meist ein Deck mit mittlerem Flex. Dieser vermittelt Ihnen ein gutes Fahrgefühl, genügend Stabilität und Sie können trotzdem angenehme Kurven fahren.

Machen Sie den Flex aber auch von Ihrem Körpergewicht abhängig. Je leichter Sie sind, desto mehr Flex darf Ihr Brett besitzen.
 

Kauf

Richten Sie die unterschiedlichen Eigenschaften des Bretts nach Ihren Bedürfnissen.

Machen Sie sich vor dem Kauf Gedanken zu folgenden Faktoren:

  • Longboard-Typen
    Sind Sie ein Fahranfänger oder möchten Sie mit dem Longboard über längere Strecken fahren, empfiehlt sich ein Cruiser oder ein Carving-Longboard. Sind Sie bereits ein erfahrener Boarder und wollen mit hohen Geschwindigkeiten steile Straßen hinunterfahren, ist ein Downhill-Board empfehlenswert. Für weniger steile Berge und das Sliden sind Freeride-Modelle optimal. Slalom-Longboards sind kleiner. Mit ihnen können Sie enge Kurven und um Pylonen fahren. Speziell für Tanzbewegungen und Schritte auf dem Board gibt es Dancer-Longboards.
  • Ausstattung
    Decks gibt es in unterschiedlichen Größen, Flex-Graden, Wölbungen, Profilen und Schnitten. Die Achsen können auf verschiedene Arten am Deck montiert werden. Weiterhin haben die Größe, die Härte, der Hub und die Kanten der Rollen Einfluss auf das Fahrverhalten des Boards. Die Kugellager sorgen hierbei für ein gleichmäßiges Drehen der Wheels. Es gibt sie in 2 Varianten.
  • Material
    Flexible Decks sind meist aus Bambus gearbeitet, was sie elastisch macht. Steife Decks bestehen aus Ahorn; diese Holzart ist stabil und robust. Die Achsen des Boards sind aus Gusseisen gefertigt. Gusseisen überzeugt durch Stabilität und Witterungsbeständigkeit. Longboard-Rollen bestehen aus Polyurethan. So sind sie abrieb- und wasserfest. Die Kugellager sind meist aus Stahl gearbeitet. Sie sind dadurch robust und langlebig, können sich bei hohen Temperaturen allerdings verformen. Keramik-Lager sind hitzebeständiger und rollen sehr schnell, sind aber sehr kostspielig.

Detaillierte Informationen zu den Longboard-Typen und den Materialien bietet Ihnen unser Ratgeber.

Zu Beginn müssen Sie erst einmal das Pushen, also das Schwungholen, lernen. Außerdem sind das Bremsen und der sichere Stand auf dem Brett wichtig. Dafür eignen sich am besten Cruiser- und Carver-Longboards. Sie sind etwas breiter als die anderen Modelle. Bei ihnen stehen der Fahrkomfort und die Laufruhe im Mittelpunkt, das erleichtert Ihnen das Fahren. Als Anfänger können Sie mit diesen Brettern optimal üben.

Ihr neues Longboard können Sie bequem im Internet bestellen. In den Beschreibungen der Hersteller finden Sie jeweils die wichtigsten Informationen zu dem Brett. Schauen Sie gern auf unserer Plattform nach dem passenden Modell für Sie. Dort haben wir eine große Auswahl an unterschiedlichen Longboards und Cruisern für Sie zusammengestellt.

Viele Longboards liegen in einem Preisbereich zwischen 20 € und 400 €. Der hohe Preisunterschied ist von der Qualität und damit der Langlebigkeit des Boards abhängig.

Pflege

Die Ursache für das Quietschen liegt in den Achsen. Tritt das Quietschen auf, sind die sogenannten Pivot Cups an den Achsen nicht geölt.

So beheben Sie das Quietschen Ihrer Achsen:

  1. Legen Sie das Longboard, mit dem Deck nach unten, auf den Boden.
     So haben Sie eine gute Liegefläche und können die Achsen gut erreichen.
  2. Schrauben Sie die Mutter von dem Hänger der Achse ab.
     Der Hänger ist der lange Teil der Achse, an dem die Rollen befestigt sind.
     Benutzen Sie dafür ein Skate-Tool.
  3. Legen Sie die abgeschraubte Mutter, die darunterliegende Unterlegscheibe und das Lenkgummi zur Seite.
  4. Ziehen Sie den Hänger heraus.
  5. Sie sehen den Pivot Cup.
     Das ist ein kleiner zylinderförmiger Hohlkörper aus Kunststoff.
     Er befindet sich an dem noch am Board befestigten Achsenteil, an der tieferliegenden Stelle.
  6. Nehmen Sie Kernseife zur Hand.
  7. Schneiden Sie ein paar kleine, dünne Streifen der Kernseife ab.
  8. Geben Sie diese Streifen in den Pivot Cup.
  9. Reiben Sie den Pivot Pin etwas mit der Kernseife ein.
     Der Pivot Pin ist der Teil des abgeschraubten Achsteils, der, wenn er angeschraubt ist, in dem Pivot Cup steckt.
  10. Stecken Sie den Pivot Pin wieder in den Pivot Cup.
     Bewegen Sie diesen etwas hin und her, damit sich die Kernseife gut verteilt.
  11. Schrauben Sie den Hänger wieder an der Achse an.
  12. Wiederholen Sie diesen Vorgang mit der zweiten Achse.

Nach einiger Zeit und häufigem Fahren nutzt sich das Griptape auf dem Deck ab. Damit Sie weiterhin einen festen Halt auf dem Board haben, sollten Sie es erneuern.

So wechseln Sie Ihr Griptape:

  1. Schrauben Sie die Achsen des Longboards ab.
  2. Erhitzen Sie die Ränder des alten Tapes mit einem Föhn. 
  3. Fahren Sie vorsichtig mit einem Messer oder einer Klinge an den erwärmten Rändern entlang.
     Damit lösen Sie das Tape am Rand schon einmal vom Deck.
     Die Stellen, die sich nicht gut lösen, können Sie noch einmal mit dem Föhn erwärmen.
  4. Erhitzen Sie das Griptape im vorderen Bereich.
  5. Ziehen Sie das Tape von vorn nach hinten vom Board ab.
     Zwischendurch können Sie das Tape immer wieder erhitzen.
     Mögliche Reste entfernen Sie mit dem Messer oder der Klinge.
  6. Lösen Sie die Klebestreifen des neuen Griptapes.
  7. Kleben Sie das neue Griptape an einer Seite an.
     Drücken Sie das Tape gut an das Board.
     Legen Sie etwas Pappe zwischen Ihre Hand und dem Tape, damit Sie Ihre Hand beim Festdrücken nicht verletzen.
  8. Ziehen Sie nach und nach die Klebefolie ab.
      Drücken Sie das Griptape gleichzeitig gut an.
  9. Nehmen Sie einen Schraubendreher und fahren mit ihm an den Rändern des Boards entlang.
     An dieser Stelle erhalten Sie Ihre Schnittkante.
  10. Schneiden Sie die überstehenden Ränder des Griptapes mit einem Cutter-Messer ab.
     Am besten, Sie fahren mit dem Messer von unten an dem Board entlang.
  11. Streichen Sie mit einem abgeschnittenen Teil des Tapes über die Ränder des Boards.
     Auf diese Weise klebt das Tape gut und löst sich nicht von den Rändern.
  12. Montieren Sie die Achsen. 
     Drücken Sie die Schrauben der Achsen von unten durch das Tape. Lassen sie sich nicht durchstecken, nehmen Sie das Cutter-Messer zur Hilfe.

Rechtlich

Das Brett gilt als Sportgerät. Es ist kein Transportmittel, das am Straßenverkehr teilnehmen darf. Das bedeutet, Sie müssen mit Ihrem Longboard auf dem Gehweg fahren. Achten Sie hierbei darauf, dass Sie Fußgänger nicht behindern und passen Sie Ihre Geschwindigkeit an. In Deutschland ist vorgeschrieben, dass Sie für das Überholen von Passanten vom Board absteigen müssen.

Sie dürfen also mit Einschränkungen auf Gehwegen fahren. Weiterhin ist Longboarden in Halfpipes, Longboard-Parks und Skaterhallen erlaubt.

Auf der Straße oder auf dem Radweg ist das Fahren verboten.


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