Tauchen & Schnorcheln

(50.469 Angebote bei 94 Shops)
25 1 3
1
3
...

Anzahl pro Seite:

Ratgeber Tauchen & Schnorcheln


Ratgeber Tauchen & Schnorcheln


Tauchen ist ein Sport, der sich großer Beliebtheit erfreut. Gerade im Urlaub erkunden viele Menschen gern schnorchelnd und tauchend fremde Welten, entdecken atemberaubende Unterwasserlandschaften und faszinierende Lebewesen. Besonders in den Mittelmeergebieten, aber auch in der Karibik und im Roten Meer hat sich eine umfassende Tauchindustrie entwickelt. Zahlreiche Tauchschulen bringen zahlenden Kunden das Einmaleins des Tauchens bei, wobei Sie bei der Wahl der richtigen Tauchschule vorsichtig sein müssen. Wie stets sind auch hier viele schwarze Schafe unterwegs, die keinerlei Wert auf Sicherheit legen.

Doch Tauchschulen sind nicht das Thema dieses Ratgebers, sondern die richtige Ausrüstung. Dazu sei zunächst gesagt, dass Anfänger zunächst nur die sogenannte „ABC-Ausrüstung“ benötigen, alles andere wird ihnen in der Regel von der Tauchschule zur Verfügung gestellt. Erst wenn der Tauchvirus Sie gepackt und Sie Gefallen an Ihrem neuen Hobby gefunden haben, wird es Zeit, über eine eigene Tauchausrüstung nachzudenken.

Die ABC-Ausrüstung

Die einfachste Art zu tauchen und zu schnorcheln ist das Frei- bzw. Apnoetauchen. Darunter wird das Tauchen ohne Geräte verstanden, lediglich eine Maske, ein Schnorchel und Flossen können zum Einsatz kommen. Diese drei Dinge sind Bestandteil der sogenannten „ABC-Ausrüstung“, worunter die Grundausrüstung zum Tauchen und Schnorcheln verstanden wird. Diese Ausrüstung sollte perfekt passen und die jeweiligen Aufgaben in optimaler Hinsicht erfüllen.

Worauf Sie beim Kauf der Maske achten müssen
Die Tauchermaske sorgt dafür, dass Sie unter Wasser klar und deutlich sehen können. Da die Lichtbrechung unter der Wasseroberfläche anders als an der Luft verläuft, können Menschen im Wasser nur undeutlich sehen. Dieses Manko soll eine Taucherbrille beheben. Wenn Sie Brillen- bzw. Kontaktlinsenträger sind, ist es ratsam, sich eine Zweiglasmaske zu besorgen. Diese enthält sowohl Gläser in Ihrer optischen Stärke wie auch spezielle Unterwassergläser. Ansonsten sollte die Maske sich Ihren Gesichtsformen perfekt anpassen und keinesfalls drücken. Die Tauchermaske sollte aus Silikon gefertigt sein, da dieses Material besonders anschmiegsam, dabei aber haltbar und pflegeleicht ist. Zudem eignet sich Silikon auch für Allergiker.

Worauf Sie beim Kauf des Schnorchels achten müssen
Der Schnorchel ist eines der wichtigsten Teile einer Tauchausrüstung. Gerade wenn Sie längere Zeit dicht unter der Wasseroberfläche tauchen, ist sein Einsatz empfehlenswert. Anderenfalls müssten Sie ständig auftauchen oder aber den Kopf über Wasser halten, was auf Dauer – und vor allem bei Wellengang – recht mühsam werden kann. Ein Schnorchel ist im Prinzip nur ein gebogenes Plastikrohr mit einem Mundstück aus Silikon am unteren Ende. Komfortschnorchel verfügen über Ausblasventile oder Vorrichtungen, die ein Eindringen des Wassers über das offene obere Ende verhindern. Allerdings sind diese nicht zwingend notwendig, schließlich kann eindringendes Wasser mittels kräftigen Ausatmens schnell wieder ausgepustet werden. Nichtsdestotrotz erhöhen diese komfortablen Merkmale den Spaß am Tauchen jedoch erheblich.

Worauf Sie beim Kauf der Flossen achten müssen
Die Flossen sollen dem Taucher dabei helfen, mit möglichst geringer Kraftanstrengung möglichst schnell vorwärts zu kommen. Es wird zwischen Vollfußflossen und Geräteflossen unterschieden. Vollfußflossen verfügen über einen geschlossenen Fußteil, während Geräteflossen mit einem Neoprenschuh, dem sogenannten Füßling verbunden sind. Letztere bieten eine bessere Wärmeisolierung als Vollfußflossen. Achten Sie beim Kauf vor allem darauf, Flossen vor allem nur mit Füßlingen anzuprobieren. Auch sollten Sie Taucherflossen in leuchtenden Farben den Vorzug geben, damit Sie unter Wasser besser gesehen werden.

Die technische Ausrüstung

Spätestens, wenn Sie so richtig Feuer gefangen haben und Ihre Ausbildung zum Tauchschein absolvieren wollen, benötigen Sie eine komplette Tauchausrüstung. Zu einer solchen gehört, grob aufgezählt:

- ein Neoprenanzug
- eine Pressluftflasche
- ein Lungenautomat
- ein Finimeter
- ein Tarierjacket
- Tauchhandschuhe
- ein Tauchcomputer bzw. eine Tauchuhr
- ein Tauchermesser

Bei den Tauchanzügen wird zwischen Nassanzügen und Trockenanzügen unterschieden. Das hauptsächliche Unterscheidungsmerkmal besteht darin, dass Sie in einem Nassanzug tatsächlich nass werden, ein Trockenanzug Sie hingegen trocken hält. Nassanzüge eignen sich für den Einsatz in warmen Gewässern, während Trockenanzüge vor allem für das Tauchen in arktischen Gewässern konzipiert wurden. Tauchanzüge bestehen in der Regel aus Neopren, einem besonders wärmeisolierenden Material. Neopren ist ein synthetischer Kautschuk, der an seiner Oberfläche unzählige kleine Luftbläschen enthält. Diese sorgen für die Wärmeisolierung, aber gleichzeitig auch für die unglaubliche Leichtigkeit dieses Materials.

Die Pressluftflasche enthält die auf 200 bar komprimierte Atemluft, die erst mittels des Lungenautomaten eingeatmet werden kann. Die wichtigste Aufgabe des Lungenautomaten besteht in der Reduzierung des Drucks. Die Atemluft in der Flasche muss zusammengepresst werden, damit Sie ausreichend Luft für einen Tauchgang mit sich führen können. Anderenfalls würde ein Tauchgang nach nur wenigen Minuten wieder unterbrochen werden müssen. Auch das Finimeter ist ein wichtiges Utensil, dass Ihnen die noch verbleibende Luft anzeigt. So können Sie konkret abschätzen, wie viel Zeit Sie noch unter Wasser verbringen können, bevor Ihnen die Atemluft ausgeht.

Am Tarierjacket werden die Pressluftflaschen (meist sind es zwei) befestigt, ebenso wie die übrige Ausrüstung. Zudem hat das Tarierjacket eine weitere wichtige Aufgabe: Es sorgt überhaupt erst dafür, dass der Taucher unter Wasser „schweben“ kann. Das Tarierjacket kann mit Luft befüllt werden. Geschieht dies, sinkt der Taucher. Wird hingegen Luft abgelassen, steigt der Taucher wieder auf. Dieses Tauchequipment sorgt also dafür, dass Sie unter Wasser dorthin kommen, wo Sie hinwollen, aber auch dafür, dass Sie zurück an die Oberfläche gelangen.

Einen Tauchcomputer bzw. eine Taucheruhr benötigen Sie, um die unter Wasser verbrachte Zeit genau abschätzen zu können. Zudem ist es wichtig zu wissen, in welcher Tiefe Sie sich aufhalten. Beide Informationen helfen Ihnen dabei, die Dekompressionszeit zu berechnen, also den Zeitraum, den Sie sich für den langsamen Aufstieg nehmen müssen. Unter Wasser wird auf Ihren Körper ein ungleich höherer Druck als an Land ausgeübt. Je tiefer Sie tauchen, desto höher wird der Druck. Sobald Sie wieder auftauchen, müssen Sie Ihren Körper langsam an den verringerten Druck gewöhnen, da sonst die gefürchtete Taucherkrankheit auftritt.

Ein weiteres, unverzichtbares Tauchzubehör – gerade im Urlaub – ist eine gute Unterwasserkamera, mit deren Hilfe Sie die schönsten Augenblicke für zu Hause einfangen können. Sowohl die Taucheruhr wie auch die Unterwasserkamera, sollten wasserresistent wie auch bis zu einer Wassertiefe von mindestens 25 Metern druckfest sein.

Im Hinblick auf die Wahl einer Tauchuhr ist die Erfüllung der Norm DIN 8306 ein gutes Kriterium. Übrigens lassen sich auch herkömmliche Kameras mit einer unterwassertauglichen Hülle versehen, was besonders für ambitionierte Hobbyfotografen von großem Interesse sein dürfte. Einweg-Unterwasserkameras sind deutlich günstiger als herkömmliche Unterwasserkameras, erfüllen ihren Zweck jedoch ebenfalls in ausreichendem Maße. Dabei wird die Qualität der Bilder natürlich niemals an die Güte der mit einer Spiegelreflexkamera gemachten Fotos heranreichen.
Nach oben