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Mit Skiern sind viele verschiedene Aktivitäten möglich. So können sie nicht nur für Pistenabfahrten, sondern auch für den Langlauf oder sogar längere Tagesausflüge genutzt werden. Für jede Aktion gibt es unterschiedlich gut geeignete Skitypen.

Alpinski können sowohl auf der Piste als auch daneben gefahren werden. Durch die eingebauten Stahlkanten können bei der Abfahrt schöne Schwünge gezogen werden. Auch auf Eis gewährleisten sie einen guten Halt. Heute sind für Abfahrten vor allem Carvingski üblich.

Der Unterschied zwischen Alpin- und Carvingski besteht darin, dass diese sowohl stärker tailliert als auch kürzer sind als die klassische Variante. Durch die Stärke der Taillierung wird der Kurvenradius beeinflusst. Stärker taillierte Ski lassen sich leichter um die Kurve lenken. Aufgrund von Variationen in Taillierung, Gewicht und Größe der Skier ist es möglich, bestimmte Eigenschaften der Carver hervorzuheben und sie deshalb für bestimmte Sportarten geeigneter zu machen. Slalom Carver sind z.B. sehr wendig. Fun-Carver erlauben durch ihre geringe Länge einen sehr kleinen Kurvenradius und eignen sich deshalb gut für Anfänger.

Langlaufski sind länger und leichter als Alpinski, da hier die Kraft der Bewegung allein von der Körperkraft des Läufers abhängt und nicht vom Gefälle eines Berges unterstützt wird. Sie benötigen keine starke Taillierung, da sie in den vorgespurten Loipen keine engen Kurven ziehen müssen.

Tourenski eignen sich auch für längere Touren durchs Gelände. Durch ihre besondere Bindung ist es möglich, sowohl richtige Abfahrten zu bewältigen als auch lange damit zu laufen. Hier können zur Bewältigung einer Steigung Felle unter die Skier geklemmt oder geklebt werden. Da der Tourenski nicht so schwer und stabil ist wie ein Alpinski fährt es sich damit besser auf Tiefschnee als auf gemachten Pisten.

Bindung
Die Bindung fügt Skischuh und Skier zusammen. Durch eine richtig eingestellte Bindung können Skier feinfühlig gelenkt werden.

Beim Alpinski wird vor allem die Sicherheitsbindung verwendet. Sie ist so eingestellt, dass sie den Schuh nur so lange festhält bis eine bestimmte Grenze der Krafteinwirkung überschritten wird. Danach öffnet sie sich sofort und gibt den Skischuh frei, was bei einem Sturz zusätzliche Verletzungen durch die sperrigen Skier verhindern soll.

Für Langlaufski gibt es im deutschen Raum drei gängige Bindungen. Die NN gibt es in zwei unterschiedlichen Breiten: NN 75 und NN50. Die SNS Pilot ist eine Skating-Bindung, die den Fuß sehr gut stabilisiert. Die NNN hat sich als Standard durchgesetzt. Sie ist durch zwei schmale Seitenstege erkennbar. Alle Langlaufbindungen umschließen nur die vordere Spitze des Schuhs, um eine richtige Laufbewegung zuzulassen.

Features
Die wichtigsten Features für Skier sind Stahlkanten und Taillierung.

Die Stahlkante hilft, den Ski während der Fahrt zu stabilisieren und steigert die Lebensdauer von Skiern, da sie an den Kanten nicht so schnell abgenutzt werden. Schon kurz nach der Patentierung 1929 wurden sie schnell zum unverzichtbaren Extra, vor allem für Rennläufer.

Die Taillierung bestimmt den Kurvenradius und die Fahreigenschaften eines Carvers. Taillierte Ski sind vorne und hinten breiter als in der Mitte und liegen durch diese Bauform besser in der Spur.

Sie planen einen Winterurlaub und suchen ein neues Paar Ski?

Wir helfen Ihnen dabei, die richtigen Skier zu finden.

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Wissen Kompakt

Ski sind so vielfältig wie der Fahrstil eines Skifahrers und das Gelände, auf dem er unterwegs ist. Mit dem passenden Modell können Sie deshalb nicht nur das Skifahren erlernen. Sie können damit auch Ihre Fahrtechnik verbessern oder neue Einsatzbereiche abseits der Piste erkunden.

Skifahrer gab es bereits vor 4.500 Jahren – das belegt der „Ski von Hoting“. Das 110 cm lange und 10 cm breite Holzbrett wurde 1921 in einem Moor in der Nähe von Hoting in Schweden gefunden.

Mit den Holzlatten von damals haben moderne Ski jedoch nichts mehr gemein. 2 Skisport-Disziplinen haben sich im Laufe der Zeit entwickelt: der alpine Ski-Lauf und der nordische Ski-Langlauf.

Wissenswert

Fakten rund ums Skifahren

Seit 1936 ist der alpine Ski-Lauf olympisch.

Im französischen Skigebiet von Les 2 Alpes liegt die mit 17 km längste Piste der Alpen.

Die Schreibweisen Ski, Skifahrer, Skiläufer sowie Schi, Schifahrer, Schiläufer sind im Deutschen korrekt.

Eine Revolution stellten Anfang der 1990er-Jahre die neu entwickelten, stärker taillierten und kürzeren Carving-Ski dar. Anfänger erzielen damit schnellere Fortschritte. Denn beim Carven stellt der Skifahrer den Ski lediglich auf die Kante, um eine Kurve fahren zu können. Mittlerweile haben Carving-Ski herkömmliche Ski nahezu vollständig verdrängt. 

Eine weitere Neuerung sind Rocker-Ski, die seit 2010 auch als Pisten-Ski gängig sind. Schwünge einzuleiten gelingt mit diesen Modellen leichter, da die effektive Kantenlänge kürzer ist – das spart Kraft und bietet mehr Fahrkomfort.

Recherche Tipp

Auf der Website skireisen.info erfahren Sie, was in Echtzeit während einer 120-tägigen Skisaison geschieht. Unter anderem können Sie nachlesen, wie viel Schnee fällt, wie viele Wintersportler die Seilbahnen befördern und wie aufwendig die Pistenpflege ist.

Bei Ski-Ausrüstung handelt es sich um eine langfristige Anschaffung, schließlich tauschen Sie diese in der Regel nicht jedes Jahr aus. Ein Kauf will deshalb wohlüberlegt sein. In unserem nachfolgenden Kaufberater finden Sie alle wichtigen Infos rund um Alpin-Ski und Langlauf-Ski. Erfahren Sie schnell und unkompliziert, worauf es beim Ski-Kauf ankommt und welches das richtige Modell für Sie ist.
 



 

Kaufberater

Ob Pisten-Ski, Freeride-Ski oder Langlauf-Ski – die Auswahl an unterschiedlichen Ski-Modellen für die verschiedenen Disziplinen ist riesig. Mithilfe unseres Kaufberaters finden Sie das richtige Ski-Modell für Ihren nächsten Skiurlaub.

Erfahren Sie in unserem Kaufberater mehr zu den Themen


Beim Ski-Kauf sollten Sie vor allem folgende Gesichtspunkte beachten:

  • Die Wintersport-Disziplin ist für die Wahl des richtigen Ski-Produkttyps entscheidend.
    Für Abfahrten auf präparierten Pisten, im Gelände auf Tiefschnee oder Tricks und Sprünge im Snowpark eignen sich Alpin-Ski. Möchten Sie dagegen auf Loipen Ihre Ausdauer trainieren, sollten Sie zu einem Langlauf-Ski greifen.

  • Wählen Sie je nach Einsatzbereich und Fahrkönnen die passende Vorspannung des Skis.
    Überlegen Sie sich vor dem Kauf, auf welchem Gelände Sie mit Ihren neuen Ski vorwiegend fahren möchten und über welches fahrerische Können Sie bereits verfügen. Hohe Geschwindigkeit und enge Kurven auf der Piste sind etwas für fortgeschrittene Skifahrer und erfordern eher einen Pisten- oder Race-Ski. Für Fahrten über unberührte Tiefschneehänge sind dagegen Freeride-Ski geeignet.

  • Von Ihrer Körpergröße und dem Einsatzbereich hängt die Wahl der passenden Ski-Größe ab.
    Die richtige Länge eines Skis wählen Sie passend zu Ihrer Körpergröße und dem Modell. Während kürzere und schmalere Ski drehfreudiger sind, bieten längere und breitere mehr Laufruhe und zusätzlich mehr Auftrieb. 

  • Um den Skisport sicher und komfortabel betreiben zu können, benötigen Sie die richtige Ski-Ausrüstung.
    Zubehörartikel wie Bindungen und Ski-Schuhe sind erforderlich, um den Ski überhaupt fahren zu können. Sie stellen die Verbindung zwischen Fahrer und Sportgerät her. Zudem gibt es Ausrüstung wie Helm und Rückenprotektor, die der Sicherheit des Skifahrers dienen.


 




Ski-Produkttypen

Ski sind für verschiedene Skisportarten erhältlich. 2 unterschiedliche Disziplinen gibt es:

Auf den Punkt!
  • Alpin-Ski sind für Abfahrten auf der Piste und im Gelände ausgelegt. Sie besitzen Kanten, die Halt im Schnee und auf Eis bieten. Je nach Einsatzbereich gibt es unterschiedliche Modelle.

  • Langlauf-Ski eignen sich zum Laufen beispielsweise auf Loipen. Es handelt sich um schmale, lange Ski, auf denen nur die Schuhspitze fixiert ist und die Ferse frei beweglich bleibt. Die Modelle unterscheiden sich hinsichtlich des Einsatzbereichs.



Alpin-Ski

Die alpinen Ski-Produkttypen lassen sich in Bezug auf verschiedene Kriterien unterscheiden. Dabei beeinflusst die Bauart das Fahrverhalten des Skis, der Einsatzbereich dagegen, auf welchem Terrain Sie den Ski fahren können. Die Modelle können zudem für unterschiedliche Fahrer ausgelegt sein: 
 



 

Alpin-Ski nach Bauweise
Alpin-Ski besitzen unterschiedliche Vorspannungen. Dabei handelt es sich um die Wölbung des Skis. Diese beeinflusst dessen Fahrverhalten, indem sie den Druck auf Ski-Spitze, -Mitte und -Ende verteilt. Je nach Vorspannung bietet ein Ski beispielsweise einen besseren Kantengriff, mehr Stabilität oder mehr Drehfreudigkeit. Daher eignet er sich entweder eher für Anfänger oder Fortgeschrittene. Folgende Ausführungen gibt es:
Auf den Punkt!
  • Camber bezeichnet die positive Vorspannung eines Skis. Camber-Ski wölben sich in der Ski-Mitte nach oben und bieten bei Druck einen sehr guten Kantengriff und dadurch Kontrolle. Allerdings sind diese Modelle weniger drehfreudig und eignen sich eher für fortgeschrittene Skifahrer, die die Fahrtechnik bereits beherrschen.

  • Mit einem Rocker besitzt ein Ski eine negative Vorspannung. Rocker-Ski liegen bereits ohne Druck flach auf dem Untergrund auf – die Ski-Spitze biegt sich nach oben. Dadurch ist zwar der Kantengriff geringer, die Modelle sind jedoch drehfreudiger und dadurch für Anfänger geeignet.

  • Flat stellt eine Kombination aus Camber und Rocker dar. Flat-Ski besitzen keine Vorspannung und demnach keine Wölbung. Die Skier bieten einen besseren Kantengriff als Rocker-Ski, sind jedoch drehfreudiger als Camber-Ski. Dadurch eignen sie sich sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene.


Camber – mit positiver Vorspannung

Camber-Ski besitzen eine positive Vorspannung. Dabei handelt es sich um die traditionelle Bauweise. Das heißt, dass die Mitte des Skis nach oben gewölbt ist und Ski-Spitze und -Ende nach unten. Dadurch ergeben sich 2 Kontaktpunkte auf dem Schnee in der Nähe des vorderen und hinteren Endes.

Das Gewicht des Skifahrers erzeugt Druck auf den Ski. Dieser verteilt sich auf der gesamten Kante, die wiederum stetig Schneekontakt hat. Der Kantengriff ist somit besser und bietet mehr Halt, erhöhte Stabilität und bessere Kontrolle. Dadurch gelingt das Carven und Einleiten von kraftvollen Schwüngen leichter. Jedoch verzeiht ein Camber-Ski deshalb auch weniger Fahrfehler, ist weniger drehfreudig und besitzt weniger Auftrieb. Um Schwünge mit einem Camber-Ski einleiten zu können, ist daher fahrerisches Können Voraussetzung.

Wegen des Kantengriffs sind Camber-Ski vor allem auf präparierten, harten und vereisten Pisten vorteilhaft und entfalten darauf ihr Potenzial. Sie garantieren Fahrspaß bei rasanten aggressiven Abfahrten mit hohem Tempo.

Camber-Ski finden Sie in einer Preisspanne von rund 200 € bis 400 €.

Eine Zusammenfassung der Vor- und Nachteile eines Camber-Skis finden Sie in der folgenden Übersicht:

Pro
  • Besserer Kantengriff
  • Erhöhte Stabilität
  • Bessere Kontrolle   
  • Bessere Schwungeinleitung
  • Hohe Geschwindigkeit
Contra
  • Nur für Fortgeschrittene und Experten geeignet
  • Gefahr der Verkantung
  • Weniger fehlerverzeihend
  • Weniger drehfreudig
  • Weniger Auftrieb

Rocker – mit negativer Vorspannung

Rocker-Ski besitzen eine negative Vorspannung, auch Reverse-Camber genannt. Die Ski-Spitze ist nach oben gewölbt und liegt dadurch höher als die Ski-Mitte. Das bedeutet, dass sich der Ski bereits vor der Schaufel zwischen 2 und 5 mm nach oben biegt.

Im Bereich unterhalb der Ski-Bindung liegt der Rocker-Ski demnach auch ohne Belastung vollständig auf dem Untergrund auf. Darüber hinaus gibt es Modelle, deren Ende zusätzlich zur Spitze aufgebogen ist – sogenannte Full-Rocker.

Wissenswert

Der Begriff „Rocker“ stammt aus dem Englischen und bedeutet Wippe. 

2001 kamen die ersten Rocker-Ski auf den Markt – 2010 wurde die Bauweise für viele Pisten-Ski eingeführt.

Die Ski-Bauweise stammt aus dem Wasserskisport. Mittlerweile gibt es Rocker-Ski für jede Zielgruppe.

Modelle mit Rocker sind drehfreudiger, da die Ski-Enden durch die Aufbiegung weniger Widerstand erzeugen, und verzeihen dadurch Fahrfehler. Vorteilhaft ist ein Rocker-Ski daher auch für Einsteiger. Lernerfolg und Fahrspaß stellen sich damit schneller ein. Schwünge können Sie leichter einleiten und die Gefahr, zu verkanten, ist minimiert, da die effektive Kantenlänge kürzer ist. 

Im Vergleich zu Camber-Ski bieten Modelle mit Rocker allerdings weniger Kantengriff und dadurch weniger Stabilität. Das liegt daran, dass nicht die gesamte Kante Schneekontakt hat. Für rennsportorientierte Fahrer sind sie daher ungeeignet, da die Ski ihr Potenzial auf harten Pisten verlieren und bei hohen Geschwindigkeiten flattern.

Recherche Tipp

Warum der Rocker-Ski auf dem Markt eingeführt wurde, können Sie in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung nachlesen.

Rocker-Ski eignen sich für unterschiedliche Schneebedingungen, beispielsweise für Tiefschnee und Sulz. Denn die negative Vorspannung erzeugt mehr Auftrieb im Tiefschnee, wodurch ein besseres Gleiten über die Oberfläche möglich ist.

Rocker-Ski erhalten Sie für einen Preis von ca. 150 € bis 600 €.

Die Vor- und Nachteile eines Rocker-Skis haben wir Ihnen nachfolgend zusammengefasst:

Pro
  • Erhöhte Drehfreudigkeit
  • Verzeiht Fahrfehler
  • Minimierte Gefahr der Verkantung
  • Erhöhter Auftrieb
  • Für Anfänger, Fortgeschrittene und Experten geeignet
Contra
  • Geringerer Kantengriff 
  • Reduzierte Stabilität
  • Nur langsame bis mittlere Geschwindigkeit

Flat – ohne Vorspannung

Flat – auch Zero Camber genannt – stellt einen Kompromiss zwischen Camber und Rocker dar. Flat-Ski besitzen weder eine positive noch eine negative Vorspannung, sondern keine Vorspannung und damit auch keine Wölbung.

Ski ohne Vorspannung liegen bis auf Ski-Spitze und -Ende plan auf dem Untergrund auf. Dadurch erhält der Ski ein drehfreudiges und fehlerverzeihendes Fahrverhalten. Allerdings sind Flat-Ski weniger drehfreudig als Modelle mit Rocker. Sie verkanten durch ihre Eigenschaften weniger als Camber-Ski, bleiben jedoch stabiler als Rocker-Ski. 

Der Kantengriff ist im Vergleich zum Rocker-Ski sehr gut, da die gesamte Kantenlänge Kontakt mit dem Schnee hat. Allerdings ist die Griffigkeit nicht mit der eines Camber-Skis vergleichbar. Der Ski lässt sich demnach besser kontrollieren und daher einfacher fahren.

Die Zero-Camber ist für unterschiedliches Gelände geeignet. Im Tiefschnee bietet ein Flat-Ski allerdings weniger Auftrieb als ein Rocker-Ski, jedoch mehr als ein Camber-Ski.

Flat-Ski kosten in etwa 150 € bis 400 €.

Die Vor- und Nachteile finden Sie in folgender Tabelle gegenübergestellt:

Pro
  • Minimierte Gefahr der Verkantung
  • Höhere Stabilität als Rocker
  • Höhere Drehfreudigkeit als Camber
  • Verzeiht Fahrfehler 
  • Mehr Auftrieb als Camber
  • Für Anfänger, Fortgeschrittene und Experten geeignet
  • Mittlere bis hohe Geschwindigkeit
Contra
  • Weniger Auftrieb als Rocker
  • Geringere Stabilität als Camber
  • Geringere Drehfreudigkeit als Rocker


Alpin-Ski nach Einsatzbereich

Der Einsatzbereich des Alpin-Skis ist für die Wahl des richtigen Modells entscheidend. Informieren Sie sich im Folgenden darüber, welcher Ski für welches Gelände und welches fahrerische Können geeignet ist:

Wissenswert

Pisten-Ski, Race-Ski und All-Mountain-Ski zählen zu den sogenannten Carving-Ski. Diese sind taillierter, kürzer und weicher als klassische, sehr lange und weniger stark taillierte Ski. Daher haben sie diese Modelle nahezu vom Markt verdrängt. Der Grund: Mit Carving-Ski ist es leichter, Kurven zu fahren. Mit diesen Modellen führen Sie die Schwünge vollständig mit den Stahlkanten der Ski aus, statt durch Kurven zu driften und dadurch abzubremsen.


Pisten-Ski

Bei Pisten-Ski handelt es sich in der Regel um einfach zu beherrschende Ski. Sie werden kurz bis mittellang gefahren, das heißt 10 cm bis 15 cm unter Körpergröße. Kleine bis mittlere Radien sind mit diesen Modellen möglich.
 

Pisten-Ski gibt es in folgenden Ausführungen:

  • Allround-Carver 
    Die Allround-Carver eignen sich für jedermann: Anfänger bis Fortgeschrittene können damit auf der Piste Carving-Schwünge bei langsamer bis mittlerer Geschwindigkeit fahren. Daher sind diese Modelle für Gelegenheitsfahrer, die 1 bis 2 Wochen pro Jahr Ski fahren, ideal.

  • Easy-Carver
    Easy-Carver sind für Einsteiger und vorsichtige Skifahrer ausgelegte Pisten-Ski, da sie langsame bis mittlere Geschwindigkeit erlauben. Sie eignen sich weniger zum aggressiven Fahren als vielmehr zum entspannten Cruisen. Für Fahrer, die ihre Technik verbessern oder lange Ski-Tage ohne viel Kraftaufwand erleben möchten, sind diese Modelle optimal.
     

Pisten-Ski sind drehfreudig, einfach zu kontrollieren und verzeihen Fahrfehler. Kurven einzuleiten gelingt mit weniger Kraftaufwand. Die Modelle sind dadurch vielseitig einsetzbar. Das Fahren ist kraftsparend bei komfortablen Fahreigenschaften. Pisten-Ski eignen sich für nahezu alle Schnee- und Pistenbedingungen. Allerdings bieten sie bei hohen Geschwindigkeiten vergleichsweise weniger Laufruhe und auf vereisten Pisten weniger Kantengriff als Race-Ski.

Der Preis für Pisten-Ski beträgt rund 150 € bis 700 €.



 

Race-Ski
Race-Ski besitzen eine schmalere Taillierung als andere Ski-Typen. Hinzu kommen Einlagen und Dämpfungselemente sowie Aufbauten auf dem Ski. Diese Modelle werden in der Regel körperlang oder länger gefahren. Trotzdem sind enge Radien möglich.

Diese Modelle sind dazu ausgelegt, hohe Geschwindigkeiten auf der Piste zu erzielen und wie auf Schienen durch Kurven carven zu können. Daher eignen sie sich für fortgeschrittene, sportliche und ambitionierte Skifahrer sowie Geschwindigkeitsliebhaber. Denn das Fahren dieser Ski erfordert viel Kraft und Kondition. Als Komfort-Ski für einen langen Ski-Tag sind sie deshalb ungeeignet.
 

Folgende Race-Ski gibt es:

  • Slalom-Carver
    Eine weitere Form des Race-Skis ist der Slalom-Carver. Dieses Modell ist sehr stark tailliert und wird bis zu 15 cm kürzer als die Körpergröße gefahren. Slalom-Modelle erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Fortgeschrittene Anfänger, aber auch ambitionierte Fortgeschrittene können mit diesem Ski-Typ langsame bis mittlere Geschwindigkeiten erzielen – die Beherrschung der Carving-Technik vorausgesetzt.

  • FIS-Renn-Ski
    Ebenfalls zu den Race-Ski zählen die FIS-Renn-Ski. Sie sind für Profis und das Fahren auf einer Rennstrecke konstruiert und erlauben eine aggressive Fahrweise. Renn-Ski erfordern von ihrem Fahrer viel Muskelkraft und eine ausgefeilte Fahrtechnik.
Wissenswert

Bei Renn-Ski handelt es sich um für den Profi-Rennsport ausgelegte Ski. Diese entsprechen den offiziellen Vorgaben des Internationalen Skiverbandes (FIS). Länge, Breite, maximale Höhe sowie Radius sind vorgeschrieben. 

Renn-Ski sind für unterschiedliche Disziplinen konzipiert und mit entsprechenden Kürzeln gekennzeichnet: SL (Slalom) und GS (Giant Slalom bzw. Riesenslalom).


Die Dämpfung des Race-Skis sorgt für Spurtreue und Laufruhe. Wegen ihrer Torsionssteifigkeit ermöglichen die Modelle einen sehr guten Kantengriff. Sportliche Carving-Schwünge, explosive Beschleunigung aus der Kurve heraus und ein hervorragendes Fahrgefühl sind daher möglich. Zudem bleiben Race-Ski bei hohen Geschwindigkeiten stabil. Diese Modelle sind für Abfahrten auf gut präparierten, auch harten und eisigen Pisten ausgelegt.

Race-Ski kosten etwa zwischen 230 € und 1.200 €.

Mehr zum Thema Torsionssteifigkeit erfahren Sie in der gleichnamigen Inhaltsrubrik unseres Kaufberaters.


 
All-Mountain-Ski 

All-Mountain-Ski gibt es entweder als Camber oder Rocker, teilweise auch mit Full-Rocker am Ski-Ende. Sie werden körperlang gefahren und sind daher für kleine Radien geeignet.

Wie der Name bereits verrät, sind All-Mountain-Ski die Alleskönner unter den Alpin-Ski: Sie eignen sich sowohl zum Fahren auf der Piste als auch im Gelände und im Tiefschnee. Folgende Ausführungen lassen sich unterscheiden:
 

  • All-Mountain-Ski
    All-Mountain-Ski sind für alle Skifahrer empfehlenswert, die die Vielfalt lieben und damit optimal für einen langen abwechslungsreichen Ski-Tag. Die Modelle ermöglichen es dem Skifahrer, mit mittleren bis hohen Geschwindigkeiten zu fahren.

  • Cross-Carver 
    Sogenannte Cross-Carver ermöglichen ebenfalls Vielfalt beim Skifahren. Sie eignen sich für Abfahrten auf der Piste, der Buckelpiste oder im Tiefschnee. Zudem ermöglichen die Modelle mittlere bis hohe Geschwindigkeiten, liegen jedoch auf der Schneeoberfläche auf, was die Abfahrt in zerfurchtem Schnee erleichtert.
     

All-Mountain-Ski eignen sich für unterschiedliche Schneebedingungen: Durch die mittlere Breite erhalten die Ski im Pulverschnee und Sulz genügend Auftrieb, bieten jedoch auch ausreichend Halt und Laufruhe auf Pisten. Das ermöglicht hohen Fahrkomfort. Auch fortgeschrittene Skifahrer kommen bei schnellen Schwüngen mit den drehfreudigen Skiern auf ihre Kosten. Für hohe Geschwindigkeiten sind sie dagegen weniger gut geeignet als Pisten-Ski, da sie instabil werden. Auf harten und vereisten Pisten ist der Kantengriff geringer.

Die Preisspanne für All-Mountain-Ski beträgt 150 € bis 1.100 €.



 

Touren-Ski

Ski-Touren liegen im Trend. Mit einem Touren-Ski können Sie Berge besteigen und anschließend abseits der Piste abfahren. In der speziellen Bindung bleibt die Ferse frei beweglich, um sie beim Aufstieg anheben zu können. Oftmals verstärken Metallplatten oder Carbonmatten den Bindungsbereich, um einem Ausreißen vorzubeugen. Die Ski werden meist körperlang gefahren.

Touren-Ski eignen sich für Sie, wenn Sie Ski-Touren gehen, die Natur und den Ausblick über die Bergwelt unverfälscht abseits der Pisten erleben oder Ihre Ausdauer trainieren möchten.

Wissenswert

Zum Ende des 19. Jahrhundert gab es noch keine Liftanlagen. Daher war das Ski-Touren-Gehen die einzige Möglichkeit, auf einen Berg zu gelangen, um anschließend abfahren zu können.


Es gibt 3 Modelle von Touren-Ski, die sich je nach Einsatzbereich unterscheiden:

  • Aufstieg
    Aufstiegsorientierte Touren-Ski sind sehr leicht, um einen schnellen Aufstieg zu ermöglich. Die anschließende Abfahrt spielt dagegen eine untergeordnete Rolle. Somit sind die Fahreigenschaften weniger gut – die Stabilität und der Fahrkomfort sind geringer.

  • Abfahrt
    Bei abfahrtsorientieren Touren-Ski handelt es sich oftmals um Allround-Modelle. Sie entsprechen Pisten-Ski mit Touren-Bindung und sind leicht gebaut. Ein angenehmer Aufstieg mit geringem Kraftaufwand ist damit möglich. Diese Modelle bieten gute Fahreigenschaften für die anschließende Abfahrt, gute Spurtreue und eignen sich für die Piste. 

  • Freeride
    Es gibt auch Modelle, die eine Mischform aus Freeride- und Touren-Ski darstellen. Sie sind breiter und dadurch auch schwerer als andere Varianten. Zum Aufstieg ist daher viel Kraftaufwand nötig. Dafür bieten sie sehr gute Fahreigenschaften bei der anschließenden Abfahrt, weil sie im Tiefschnee besser aufschwimmen. Für Backcountry-Touren sind diese Modelle ideal.


Der Kaufpreis für Touren-Ski beträgt etwa zwischen 180 € und 900 €

Oftmals benötigen Sie zusätzliches Zubehör wie Ski-Felle für den Aufstieg und Harscheisen für besseren Halt.

Welches Zubehör für Touren-Ski erhältlich ist, erfahren Sie im entsprechenden Kapitel unseres Kaufberaters.


Freeride-Ski

Freeride-Ski besitzen eine auffällige Optik: Sie sind sehr lang und stark aufgebogen. Hinzu kommt eine außergewöhnliche Breite ab 100 mm. Die Bindung wird etwas nach hinten versetzt (Setback) montiert, damit die Ski-Spitze mehr Auftrieb erhält. Diese Modelle werden 5 cm bis 15 cm länger als Körpergröße gefahren.

Konzipiert sind Freeride-Ski für das Fahren im Tiefschnee abseits der Piste – dem sogenannten Backcountry. Die ausgeprägte Rocker-Bauweise sowie die extreme Breite erleichtern das Aufschwimmen des Skis auf dem Schnee. Daher sind Freeride-Ski als Zweit-Ski ideal.

Recherche Tipp

Im Tiefschnee abseits der Piste besteht eine erhöhte Lawinengefahr. Auf der Homepage des DAV (Deutschen Alpenvereins) erhalten Sie eine Übersicht über alle Lawinen-Warndienste in den Alpen.


Freeride-Ski gibt es in 2 Ausführungen:
 

  • Freeride-Ski
    Klassische Freeride-Ski sind vor allem für Skifahrer ausgelegt, die Spaß im Gelände und Tiefschnee haben möchten. Sie sind länger, breiter und schwerer als Alpin-Ski. Daher sind sie schwerer zu beherrschen und der Kraftaufwand ist beim Fahren höher. Mit Freeride-Ski können Sie weite Radien fahren, jedoch engere als mit Big-Mountain-Ski. Wegen ihrer Länge sind sie laufruhig und haben viel Auftrieb im Tiefschnee. Da ihr Flex im Vergleich zu Big-Mountain-Ski weicher ist, sind sie weniger spurtreu. Trotzdem eignen sie sich für hohe Geschwindigkeiten und sind auch in sulzigem Schnee gut zu handhaben. Auch das Fahren auf präparierten Pisten ist möglich. 

  • Big-Mountain-Ski
    Big-Mountain-Ski bzw. Powder-Ski eignen sich eher für fortgeschrittene Freerider. Sie sind breiter und länger als klassische Freeride-Modelle und dadurch unhandlicher und schwerer zu beherrschen. Das setzt eine gute Fahrtechnik sowie Gelände-Erfahrung voraus. Zudem erfordert das Fahren viel Kraft. Weite Radien und hohe Geschwindigkeiten sind mit diesen Modellen möglich. Dabei haben sie durch ihre Länge noch mehr Laufruhe sowie Auftrieb und durch den härteren Flex mehr Spurtreue als Freeride-Ski. Für präparierte Pisten sind Powder-Ski ungeeignet.
Wissenswert

Sehr weicher und trockener Pulverschnee wird auch als Champagne-Powder bezeichnet. Der Begriff wurde in den Rocky Mountains geprägt, wo dieser Schnee bedingt durch die geografische Lage häufiger vorkommt. Denn er entsteht nur bei sehr niedrigen Temperaturen und gleichzeitig geringer Luftfeuchtigkeit. Dadurch klebt er weniger.


Freeride-Ski erzeugen beim Fahren ein Surf-Feeling im Schnee. Je weicher und pulvriger der Tiefschnee ist, desto breiter sollte auch der Ski sein. Mehr Auftrieb lässt sich dagegen mit längeren Freeride-Ski erzeugen. Abstriche müssen Sie beim Fahren auf harten Pisten machen. Ein Freeride-Ski besitzt auf präparierten Untergründen nur einen geringen Kantengriff und ist weniger reaktionsfreudig.

Freeride-Ski sind in einer Preisspanne von ungefähr 200 € bis 1.200 € erhältlich. 

Shopping Tipp

Zusätzlich zu den richtigen Freeride-Ski sollten Sie für Ihre Sicherheit den Kauf einer Lawinen-Ausrüstung erwägen. Dazu gehören neben einem LVS-Gerät Schaufel, Sonde und im Idealfall auch ein Lawinen-Rucksack mit integrierten Airbags.

Weitere Informationen und Angebote zu Lawinen-Rucksäcken finden Sie auf unserem Portal.


Freestyle-Ski

Freestyle-Ski, auch Free-Ski genannt, besitzen aufgebogene Ski-Spitzen und -Enden, um damit auch rückwärtsfahren zu können. Die Modelle sind robust gebaut, besitzen dickere Kanten und einen gepressten Belag, wodurch sie Belastungen standhalten können. Oftmals sind Free-Ski echte Hingucker – sie sind auffällig und extravagant designt. Die Modelle können Sie verhältnismäßig kurz bzw. körperlang auswählen. 

Freestyle-Ski eignen sich für Slopestyle, Halfpipe und Snowpark. Mit diesen Modellen können Sie Sprünge, Stunts und Tricks absolvieren. 

Hohe Geschwindigkeiten bei guter Stabilität zu fahren, ist mit Freestyle-Ski ebenso möglich. Immerhin soll dadurch genügend Schwung für Sprünge über Kicker (Schanzen) oder in der Halfpipe entstehen. 

Der Preis für Freestyle-Ski liegt etwa zwischen 200 € und 1.000 €.



 

Alpin-Ski nach Fahrer

Ski-Produkttypen lassen sich auch nach dem jeweiligen Skifahrer unterscheiden, für den sie ausgelegt sind:


 

Wissenswert

Unisex-Ski eignen sich sowohl für weibliche als auch für männliche Skifahrer.


Herren-Ski

Herren-Ski sind für die Anatomie männlicher Skifahrer ausgelegt. Sie sind in der Regel länger als Damen-Ski und unterschiedlich stark tailliert. Ein spezielles Design ist nicht vorhanden. Die Bindungsposition liegt für gewöhnlich hinter der Ski-Mitte. Dieser Montage-Punkt ist von den Herstellern je nach Einsatzzweck und Fahrer des Skis ausgelotet.

Alle Ski-Produkttypen sind für Herren verfügbar. Je nach Einsatzzweck des Modells können Sie damit langsam bis schnell fahren. Auch was das Fahrkönnen angeht, sind Herren-Ski für Anfänger und Fortgeschrittene erhältlich. 

Zum Fahren der Herrn-Ski ist etwas mehr Kraft notwendig als für vergleichbare Damen-Ski. Die herkömmliche Bindungsposition und Taillierung machen den Ski zwar drehfreudig. Allerdings sind Herren-Modelle weniger drehfreudig als vergleichbare Damen-Ski. Zudem ist der Flex dieser Modelle weniger wich. Herren-Ski eignen sich für jegliches Gelände von der mittelsteilen Piste, über die Buckelpiste bis hin zum Tiefschnee.

Herren-Ski kosten rund 200 € bis 1.200 €.



 

Damen-Ski

Damen-Ski bzw. Lady-Carver besitzen eine ansprechende Optik. Darüber hinaus ist die Technik auf die Anatomie der Frau abgestimmt. Oftmals sind die Modelle daher taillierter, kürzer, schmaler und leichter als vergleichbare Herren-Ski. Auch die Bindungsposition ist leicht nach vorne versetzt. Größtenteils werden diese Ski in einer Länge gefahren, die zwischen Brusthöhe und Körpergröße liegt.

In der Regel sind sämtliche Ski-Produkttypen auch als Modell für Frauen erhältlich. Je nach Ski-Typ sind deshalb niedrige bis hohe Geschwindigkeiten möglich. Sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene gibt es je nach Einsatzbereich passende Modelle. 

Mit den Damen-Ski können Sie mit geringem Kraftaufwand fahren. Durch die etwas nach hinten versetzte Bindung sind kleine Radien möglich. Das und die gegebenenfalls stärkere Taillierung tragen zu Drehfreudigkeit der Lady-Carver bei. Die Modelle eignen sich für mittelsteile Pisten mit griffigem Schnee sowie für Buckelpisten und für Tiefschnee.

Damen-Ski sind je nach Modell für etwa 220 € bis 420 € erhältlich.

Shopping Tipp

Als kleinere und leichtere Frau können Sie auch auf Jugend-Ski zurückgreifen.


Kinder-Ski

Nahezu alle Ski-Produkttypen sind auch als Kinder- und Jugend-Ski erhältlich. Diese sind kürzer und weicher als die Erwachsenen-Modelle, um den Bedürfnissen der kleineren und leichteren Fahrer zu entsprechen. Ihr Schwerpunkt ist an den kindlichen Körperbau angepasst, sodass die Ski drehfreudiger sind und Kinder beim Fahren Kräfte sparen. 
 

Folgende Kinder-Ski gibt es:

  • Kinder- und Jugend-Ski
    Kinder- und Jugend-Ski sind ab einer Ski-Länge von 70 cm erhältlich. Sie eignen sich bis zu einer Körpergröße von 1,60 m und einem Gewicht von rund 55 kg. Ab dieser Größe und diesem Gewicht können Kinder Modelle für Erwachsene fahren. Die Länge des Skis sollten Sie passend zur Körpergröße des Kindes sowie zu dessen fahrerischen Können wählen. Für Anfänger sollte sie zwischen Achselhöhle und Schulter, für Fortgeschrittene zwischen Hals und Mund, für sehr sportliche Fahrer zwischen Augenhöhe und Körpergröße plus 5 cm liegen. 

  • Lern-Ski
    Kleinkinder können das Skifahren mit sogenannten Lern-Ski erlernen. Sie werden auch als Kurz-Ski, Baby-Ski und Rutscher bezeichnet. Auf ihnen kann Ihr Kind seinen Gleichgewichtssinn üben, während es erste Erfahrungen auf Skiern sammelt. Die Rutscher dienen dadurch zur Vorbereitung auf das Skifahren. Ein integriertes Bremssystem verhindert ein Zurückrutschen des Skis. Zudem sind Lern-Ski mit einer Seilzugbindung ausgestattet, um sie an Schuhen wie Moonboots befestigen zu können. Lern-Ski eignen sich für Kinder ab einem Alter von 2 Jahren. Die Ski-Länge beträgt in der Regel 60 cm.


 

Bedenken Sie

Lern-Ski sind keine Alpin-Ski.

Kinder-Lern-Ski sind für hochalpines Gelände wie Pisten ungeeignet, da es sich nicht um Alpin-Ski handelt. Sie sind lediglich für erste Rutschversuche ausgelegt.

Oftmals sind Lern-Ski als Set inklusive 2 Ski-Stöcken ab 20 € bis 30 € erhältlich. Inklusive Bindung kosten Kinder- und Jugend-Ski rund 80 € bis 460 €.

Shopping Tipp

Wählen Sie die Ski-Länge so, dass Ihr Kind den Ski noch im Folgejahr nutzen kann.



 
Langlauf-Ski

Mit Langlauf-Ski können Sie die nordische Skisport-Disziplin ausüben. Diese Modelle ermöglichen die einfachste Art der Fortbewegung auf Ski – entweder in einer gespurten Loipe oder abseits im Gelände. 

Ein Langlauf-Ski ist deutlich schmaler, weniger tailliert und leichter als ein Alpin-Ski. Zudem unterscheidet er sich bezüglich seiner Lauffläche: Diese kann eine sogenannte Steighilfe in Form kleinster Rillen oder Schuppen im Bereich der Bindung besitzen. Dadurch gleitet der Langlauf-Ski langsamer auf dem Schnee und erzeugt mehr Halt – auch bei einem Anstieg.

Die sogenannten Steighilfen eines Langlauf-Skis ermöglichen einen dynamischen Abstoß vom Untergrund. Zudem verhindern sie ein Zurückrutschen bei einem Anstieg.

Steighilfen können entweder in Form eines speziellen Wachses (Wax-Ski) aufgetragen oder vom Hersteller als Schuppen in die Laufflächen der Langlauf-Ski (No-Wax-Ski) eingearbeitet werden.

Wissenswert

Sogenannte Sprung-Ski sind lediglich zum Einsatz beim Skisprung ausgelegt, welcher ebenfalls zu den nordischen Wintersport-Disziplinen zählt. Die Modelle sind sehr breit – bis zu 115 mm am Ski-Ende – und mit bis zu 2,75 m sehr lang. Sie eignen sich ausschließlich für die Nutzung auf einer Skisprungschanze.


Es gibt 4 Langlauf-Ski-Produkttypen, die sich je nach Laufstil unterscheiden:
 

  • Klassisch
    Ein Langlauf-Ski des klassischen Stils eignet sich für Anfänger und Freizeitläufer, da hierbei Arme und Beine diagonal zueinander bewegt werden. Steighilfen in der Ski-Mitte ermöglichen einen Mittelweg zwischen Gleiteigenschaften und Halt. Dieses Modell ist zum Fahren auf präparierten Loipen ausgelegt.

  • Skating
    Der Skating-Ski ist das sportlichste Langlauf-Modell. Der Belag ist glatt, besitzt 1–2 Führungsrillen und kommt ohne Steighilfen aus. Dieser Ski ist für ein gutes Gleitverhalten bei gleichmäßigen und hohen Geschwindigkeiten optimiert und zur Nutzung auf präparierten Langlaufpisten ausgelegt.

  • Cruising
    Der Cruising-Ski ähnelt dem klassischen Langlauf-Ski. Allerdings gleitet er weniger gut und wiegt mehr. Er ist auch breiter und kürzer. Da der Cruising-Ski dadurch mehr Stabilität besitzt und sich leicht steuern lässt, eignet er sich für Anfänger. Wegen seiner Steighilfen können Sie diesen Langlauf-Ski sowohl auf präparierten Loipen als auch abseits davon fahren. Damit ist er bestens für Freizeit-Sportler geeignet.

  • Backcountry
    Eine Sonderform stellt der Backcountry-Langlauf-Ski dar. Er eignet sich für Touren im Gelände abseits von gespurten Loipen. Die Modelle sind breiter als klassische Langlauf-Ski, um im lockeren Schnee mehr Auftrieb zu erzeugen. Stahlkanten sorgen für Stabilität bei Abfahrten und für Griffigkeit auf harten Untergründen. Allerdings erschwert diese oftmals einen Aufstieg, weshalb spezielle Wachse oder Ski-Felle notwendig sind.
Shopping Tipp

Langlauf-Ski gibt es ebenfalls für Kinder und Jugendliche. Meist handelt es sich um leichte Modelle, die den Kindern das Erlernen der Technik erleichtern und schnelle Fortschritte ermöglichen. In der Regel sind alle Langlauf-Ski-Produkttypen für Erwachsene auch als Ausführung für Kinder und Jugendliche erhältlich. 


 



Größen

Die unterschiedlichen Größen eines Skis beziehen sich auf dessen Breite und Länge. Sie hängen von der Körpergröße sowie dem Gewicht des Skifahrers ab. Auch für den Einsatzbereich des Skis sind sie ausschlaggebend, da sie dessen Fahrverhalten beeinflussen. Unterscheiden lassen sich die Maße für folgende Ski-Typen:



 

Alpin-Ski

Um einen Alpin-Ski in der passenden Größe zu finden, sollten Sie folgende Maße berücksichtigen:


 

Breiten

Die Breite eines Skis wirkt sich auf dessen Wendigkeit aus. Je nach Einsatzbereich ist eine unterschiedliche Breite geeignet:

  • Schmaler Alpin-Ski
    Ein schmaler Ski ist auf einer gut präparierten Piste dreh- und reaktionsfreudiger. 

  • Breiter Alpin-Ski
    Abseits der Piste punktet ein breiter Ski. Denn je breiter das Modell ist, desto mehr Auftrieb besitzt es.


 

Längen

Die richtige Länge eines Skis hängt nicht ausschließlich von der Körpergröße des Skifahrers ab. Das fahrerische Können, das Ski-Modell und das Gelände sind dafür ebenso entscheidend. Anfänger sollten sich an den vom Hersteller empfohlenen Längenangaben orientieren und zur Sicherheit die kürzere Länge wählen. 

Folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die gängigen Längen der unterschiedlichen Ski-Produkttypen:


 

Ski-Modell Länge
Pisten-Ski 150 cm bis 170 cm
Race-Ski 170 cm bis 190 cm
All-Mountain-Ski 150 cm bis 170 cm
Touren-Ski 150 cm bis 170 cm
Freeride-Ski 170 cm bis 190 cm
Freestyle-Ski 160 cm bis 185 cm


 

Die Länge eines Skis beeinflusst dessen Fahreigenschaften. Es gibt folgende Unterschiede:

  • Lange Alpin-Ski
    Lange Ski besitzen viel Laufruhe und bieten demnach viel Fahrkomfort. Sie sind jedoch weniger drehfreudig. 

  • Kurze Alpin-Ski
    Kurze Ski ermöglichen enge, schnelle Kurven. Sie sind dementsprechend sehr drehfreudig, besitzen jedoch weniger Laufruhe.
Wissenswert

Effektive Kantenlänge

Bei der effektiven Kantenlänge handelt es sich um den Teil der Kante, der während eines Schwungs im Schnee greift. Sie beeinflusst die Laufruhe und die Fahreigenschaften eines Skis.

Rocker-Ski sind in der Regel 5 cm bis 10 cm länger als Carving-Ski – die effektive Kantenlänge kann jedoch gleich sein. Das liegt daran, dass sich bei einem Rocker Schaufel und Ende unter Belastung anheben. Dadurch verkürzt sich die Auflagefläche auf dem Schnee. Bei sportlicher Fahrweise auf der Kante verlängert sich die Auflagefläche wiederum.


 

Langlauf-Ski

Für die richtige Größe eines Langlauf-Skis sind folgende Punkte entscheidend:


 

Breiten

2 unterschiedliche Breiten lassen sich für Langlauf-Ski unterscheiden:

  • Schmaler Langlauf-Ski
    Langlauf-Ski der Gruppen R und S sind 4 cm bis 5 cm breit. Diese Modelle sind für das Fahren auf präparierten Loipen ausgelegt. Im Gelände abseits der Loipe sind sie ungeeignet.

  • Breiter Langlauf-Ski
    Langlauf-Ski der Gruppe W besitzen eine Breite von 6 cm. Die breitere Auflagefläche bietet Anfängern ein sicheres Fahrgefühl, da sie mehr Stabilität erzeugt. Zudem ermöglicht sie das Fahren abseits präparierter Loipen, weil sie ein Einsinken in den Schnee verhindert. 


 

Gruppe Fahrkönnen Einsatzbereich
R Profisportler Wettkampf
S Fortgeschrittener Amateursport
W Anfänger Freizeit


 

Längen

Grundsätzlich sind Langlauf-Ski länger als Alpin-Ski. Jedoch gilt auch hier: Je kürzer der Ski, desto leichter ist er zu lenken – aber je länger der Ski, desto mehr Stabilität und Spurtreue bietet er. Auch das Körpergewicht des Langläufers spielt für die Wahl der Größe eine Rolle. Die Länge unterscheidet sich je nach Laufstil:

  • Cruising
    Langlauf-Ski des Stils Cruising sind mit der Länge klassischer Modelle vergleichbar. Die richtige Länge ermitteln Sie, indem Sie zu Ihrer Körpergröße 15 cm hinzurechnen. Läufer mit einem höheren Körpergewicht sollten zusätzlich 5 cm längere Ski wählen, um eine optimale Spannung des Langlauf-Skis zu erzielen. Personen mit einem geringeren Körpergewicht sollten 5 cm von der Länge abziehen.

  • Klassisch
    Klassische Langlauf-Ski sind länger als Skating-Modelle. Die richtige Länge setzt sich aus der Körpergröße des Fahrers plus 20 cm zusammen. Für Läufer mit einem hohen Körpergewicht sind weitere 5 cm Länge empfehlenswert, da die richtige Spannung des Langlauf-Skis nur über die Länge zu erreichen ist. Für Läufer mit geringerem Körpergewicht sollten 5 cm Länge abgezogen werden.

  • Skating
    Langlauf-Ski für den Skating-Stil sind kürzer als klassische Modelle. Die passende Ski-Länge können Sie über Ihre Körpergröße plus 10 cm ermitteln. Für Läufer mit hohem Körpergewicht sollten die Ski zusätzlich 5 cm länger sein. Dadurch erzielen Sie die richtige Spannung des Langlauf-Skis. Für Personen mit geringem Körpergewicht sind 5 cm kürzere Ski empfehlenswert.


 


Materialien

Das Material, aus dem ein Ski besteht, wirkt sich auf dessen Fahreigenschaften aus. Zudem ist es dafür ausschlaggebend, wie weich der Flex eines Skis ist und wie gut dieser auf dem Schnee gleitet. Wichtig sind vor allem folgende Materialien:



 

Belag-Materialien

Der Belag ist in der Regel 0,8 mm dick. Folgende 2 Ausführungen lassen sich hierbei unterscheiden:

  • Hochdichtes Polyethylen
    Hochdichtes Polyethylen wird aus einem Polymer-Granulat gefertigt. Unter extremer Hitze wird es eingeschmolzen und unter Druck zum Belag zusammengepresst. Dieser ist dadurch widerstandsfähig, sehr robust und langlebig. Geeignet ist ein solcher Belag daher für Einsteiger- sowie für Freestyle-Ski. Zudem ist er leicht zu reparieren. Allerdings fährt er langsamer und das Wachs haftet nur eine geringe Zeit darauf. Dafür ist die Herstellung dieses Belags günstiger.

  • Ultrahochmolekulargewichtiges Polyethylen (UHMWPE)
    Belag aus UHMWPE besteht ebenfalls aus Polymer-Granulat. Jedoch wird dieses nicht eingeschmolzen, sondern ausschließlich unter hohem Druck zusammengepresst, sodass ein Belag aus miteinander verbundenen Pellets entsteht. Dadurch besitzt er winzige Poren, in denen das Wachs sehr gut haftet. Das ermöglicht schnelles Fahren. Für Fortgeschrittene und Profis ist dieser Belag daher ideal. An Freestyle-Ski erzeugt er im Frühjahr und Sommer auf Sulz mehr Geschwindigkeit. Jedoch ist dieser Belag aufwendig zu reparieren und in der Herstellung teurer.

 
Kern-Materialien

Der Kern ist das Herzstück eines Skis. Er beeinflusst dessen Fahreigenschaften. Folgende Materialien sind in einem Ski-Kern verbaut:

  • Holz
    Ein Holz-Kern verleiht dem Ski mehr Längssteifigkeit. Trotzdem ist das Material sehr elastisch und besitzt gute Dämpfungseigenschaften. Auch die Rücksprungkraft, der sogenannte Rebound, bleibt länger erhalten – der Ski besitzt eine lange Lebensdauer, da er weniger verschleißt. Daher sind Holz-Kerne vorwiegend in hochwertigen und damit teureren Ski zu finden. 

  • Kunststoff
    Ein Kern aus Kunststoff besteht entweder aus Schaum oder faserverstärkten Schaumstoffplatten. Kunststoff-Kerne sind leicht, sehr elastisch und bieten sehr gute Dämpfungseigenschaften – auch bei hoher Beanspruchung. Allerdings ermüdet das Material schneller. Der Ski verliert seine Spannung und Elastizität schneller und besitzt dadurch eine geringere Lebensdauer.
Shopping Tipp

Einige Hersteller verstärken den Ski-Kern zusätzlich mit Glasfaser oder Aluminiumlegierungen. Diese erhöhen die Torsionssteifigkeit des Skis und er greift auch auf vereistem Untergrund besser.

Die Eigenschaften eines Skis wirken sich unmittelbar auf dessen Fahrkomfort aus. Folgende Punkte spielen hierbei eine Rolle:



 
Belag 

Der Belag eines Skis befindet sich auf dessen Unterseite und bildet den direkten Kontakt mit dem Schnee. In der Regel ist er 0,8 mm dick, wird an die Länge und Breite des jeweiligen Skis angepasst und damit verleimt. Durch die Herstellung verfügt der Belag über Poren, die Wachs aufnehmen können. Dieses ist für die Gleiteigenschaft und die Langlebigkeit eines Skis entscheidend.

Achtung!

Ein ausgetrockneter Belag verliert seine Gleitfähigkeit.

Die Poren des Belags sollten stets mit Wachs gefüllt sein. Ansonsten droht der Belag auszutrocknen. Dadurch würde die Gleitfähigkeit des Skis verloren gehen.


Dämpfung

Die Dämpfung beeinflusst die Laufruhe eines Skis. Dadurch liegt er ruhiger auf der Piste, da die Kante auf der gesamten Länge Bodenkontakt hält. So kann die Kante besser greifen und der Fahrer hat mehr Kontrolle über die Skier – auch bei hohen Geschwindigkeiten. Zudem reduziert die Dämpfung Schwingungen und Vibrationen. Sie verhindert somit eine Übertragung von Schlägen auf die Beinmuskulatur. Das ermöglicht ein kraftsparendes Fahren sowie einen erhöhten Fahrkomfort.

Wissenswert

Während der Abfahrt verbiegen sich die Skier mehrmals pro Sekunde. Diese Bewegungen werden auch als Flattern bezeichnet. Sie sind für das bloße Auge nicht sichtbar.


Flex

Der Flex bezeichnet das Biegeverhalten der Längsachse eines Skis. Diese Biegung entsteht durch Druck, der wiederum durch Gewicht und Geschwindigkeit erzeugt wird. Der Flex ist für den gefahrenen Radius einer Kurve entscheidend. 

Folgende 2 Härtegrade lassen sich bei Ski unterteilen:

  • Harter Flex
    Ein Ski mit hartem Flex bietet Fahrsicherheit und Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten. Grundsätzlich gilt: Je härter der Flex, desto sportlicher lässt sich der Ski fahren. Allerdings passt er sich beim Carven nur geringfügig an den Untergrund an. Daher eignet sich ein harter Flex weniger gut für Anfänger und Personen mit leichterem Körpergewicht. Für Ski-Fahrer mit einem höheren Körpergewicht ist ein steiferer Flex dagegen vorteilhaft, da der Ski dadurch über die gesamte Länge gleichmäßig Druck auf den Untergrund ausüben kann. 

  • Weicher Flex
    Ski mit einem weichen Flex sind drehfreudiger, weil Ski-Spitze und -Ende weniger Widerstand erzeugen. Zudem verzeihen sie Fahrfehler. Dadurch eignet sich ein weicher Flex sehr gut für Anfänger und Personen mit leichtem Körpergewicht. Auch bei Freestyle-Ski erleichtert er das Ausführen von Tricks und das Fahren im Snowpark. Bei Fahrern mit höherem Körpergewicht ist ein weicher Flex dagegen von Nachteil: Der Ski kann keinen gleichmäßigen Druck auf den Untergrund ausüben und fährt somit bei höheren Geschwindigkeiten unruhig. 
Shopping Tipp

Wählen Sie den Flex passend zu Ihrem Körpergewicht und zur Geschwindigkeit, mit der Sie fahren möchten.


Kanten

Kanten wirken sich auf das Fahrverhalten des Skis aus und bestehen in der Regel aus Stahl. Eine scharfe Kante bietet auf harten oder vereisten Pisten Halt. Hochwertige Ausführungen behalten ihre Schärfe länger – der Materialverlust ist beim Nachschleifen geringer. Bei häufigem Gebrauch sollten Sie die Kanten Ihres Skis regelmäßig nachschleifen.

Sie möchten selbst die Kanten Ihrer Ski schärfen? In unserer FAQ Wie schleife ich Kanten richtig? erfahren Sie, wie das geht.


Rebound

Der sogenannte Rebound bzw. das Rückfedern des Skis unterstützt das Umkanten während des Kurvenfahrens. In der Kurve biegt sich der Ski durch und baut Spannung auf, am Ende der Kurve, wenn der Ski entlastet wird, federt der Ski mithilfe des Rebounds zurück in die Ausgangsposition. Dieser Effekt ist für Fahrten bei niedriger bis mittlerer Geschwindigkeit empfehlenswert. Bei hohen Geschwindigkeiten lässt sich der Rebound schwerer steuern.



 
Seitenwangen

Bei den Seitenwangen handelt es sich um Profile aus Kunststoff. Diese verlaufen entlang der inneren und äußeren Kante und verstärken den Holzkern des Skis. Je nach Einsatzbereich des Skis werden sie in unterschiedlichen Härtegraden verbaut. Dadurch ermöglichen sie eine ideale Kraftübertragung auch auf vereister oder harter Piste. Zudem tragen die Seitenwangen zum Erhalt der Vorspannung bei.



 
Taillierung

Die Taillierung hängt vom Einsatzbereich des Skis ab. Sie beeinflusst den Kurvenradius, den der Ski fährt, wenn er auf der Kante steht. Zusammengefasst gilt: Je stärker die Taillierung, desto kleiner der Kurvenradius. Dies ist jedoch nicht gleichbedeutend mit Drehfreudigkeit. 

2 Formen der Taillierung gibt es:

  • X-Form
    Der Ski ist an Spitze und Ende deutlich breiter und in der Mitte stark tailliert. Die X-Taillierung ist für das Carving ideal, wobei der Fahrer während des Schwunges auf der Kante steht.

  • V-Form
    Der Ski ist vorn deutlich breiter als in der Mitte und wird nach hinten hin schmaler. Diese Taillierung eignet sich für Fahrer, die mit ihren Ski gerutschte Schwünge oder Buckelpisten fahren möchten.


     
Torsionssteifigkeit

Die Torsionssteifigkeit bezeichnet die Verwindungssteifigkeit in der Längsachse des Skis, wenn dieser auf die Kante gestellt wird. 

Es gibt 2 Ausführungen:

  • Torsionssteifer Ski
    Ein torsionssteifer Ski verwindet sich nicht beim Aufkanten. Der Ski reagiert schneller und direkter, verzeiht allerdings keine Fahrfehler. 

  • Torsionsweicher Ski
    Ein torsionsweicher Ski verdreht sich vorne und hinten. Zwar ist das für gerutschte Schwünge hilfreich, jedoch geht ein großer Teil des Kantendrucks verloren – der Ski ist weniger griffig und bietet weniger Spurtreue. 
Shopping Tipp

Je fortgeschrittener der Fahrer, je höher die Geschwindigkeit und je härter die Piste, desto torsionssteifer sollte ein Ski sein und umgekehrt.

 



Zubehör 

Um den Ski fahren zu können, ist spezielles Zubehör erforderlich. Dieses lässt sich je nach Einsatzbereich unterscheiden: 



 

Universal-Zubehör

Ski-Ausrüstung trägt nicht nur zur Sicherheit während des Wintersports bei, sondern auch zum Fahrkomfort des Skifahrers. Folgendes Zubehör sowohl für den alpinen als auch für den nordischen Ski-Sport gibt es:



 

Helme

Ein Ski-Helm schützt das wichtigste Körperteil: den Kopf. Das Tragen eines Helms kann die Gefahr von Kopfverletzungen verringern und sogar vermeiden. Auch ohne gesetzlich vorgeschriebene Helmpflicht gehört er deshalb längst zur Standard-Ausrüstung eines jeden Skifahrers. 

Wissenswert

Die häufigste Todesursache von Skifahrern und Snowboardern sind Kopfverletzungen. Das Tragen eines Helms senkt das Risiko einer Kopfverletzung um 35 % – bei Kindern sind es etwa 59 %.

Ski-Helme sollten nach der DIN-Norm EN 1077 zertifiziert sein, um den Sicherheitsanforderungen zu entsprechen. Die Schutzwirkung ist jedoch auch vom jeweiligen Herstellungsverfahren abhängig. 

Diese 2 Helm-Konstruktionen sind gängig:

  • Inmold
    Beim Inmold-Verfahren wird die schlagfeste Außenschale mit dem Hartschaum der Innenschale verschmolzen. Dadurch entsteht eine vollständige Verbindung. Diese macht den Helm äußerst stabil und sicherer gegenüber einer mechanischen Einwirkung wie bei einem Sturz. Zusätzlich sind Inmold-Helme leichter, bieten mehr Belüftung und besitzen eine längere Lebensdauer. Allerdings sind sie auch teurer.

  • Hardshell
    Die Außenschale eines Hardshell-Helms besteht aus einem sehr harten Kunststoff und ist mit der Innenschale verklebt. Das ermöglicht ein Belüftungssystem zwischen beiden Schalen. Ein Hardshell-Helm ist grundsätzlich schwerer, besitzt jedoch ebenfalls eine lange Lebensdauer. Zudem ist er in der Regel günstiger.
     
Shopping Tipp

Sie interessieren sich für Ski-Helme?

Werfen Sie doch einen Blick auf die große Auswahl an Wintersport-Helmen auf unserem Preisvergleich und informieren Sie sich im dazugehörigen Ratgeber über die Produktmerkmale.



Rückenprotektoren

Ein Rückenprotektor schützt den Rücken bei Zusammenstößen und Stürzen, indem er die einwirkenden Kräfte dämpft und großflächig verteilt. Modelle, die der europäischen Norm EN 1621-2:2014 entsprechen, erfüllen diese Schutzfunktion.
 

Wissenswert

Mehr als 17 % aller Verletzungen, die beim Skifahren entstehen, sind auf Zusammenstöße zurückzuführen. Das Risiko für einen Unfall durch eine Kollision lag in der Saison 2014/15 bei 1,18 je 1.000 Skifahrer. 


Rückenprotektoren gibt es in unterschiedlichen Ausführungen: entweder in Kleidungsstücke integriert oder als Weste zum Umschnallen. Des Weiteren lassen sich 2 Herstellungsverfahren unterscheiden:

  • Hartschalen-Protektoren
    Hartschalen-Protektoren absorbieren durch eine schlagfeste Hartkunststoff-Platte an der Außenseite nur einen Teil der einwirkenden Kräfte von Stößen. Dafür schützen diese Modelle zuverlässiger vor spitzen Gegenständen. Das Material der Außenschale besteht aus Polypropylen (PP) oder Polycarbonat (PC). Auf der Rückeninnenseite dämpft Schaumstoff Schläge ab. Hartschalen-Protektoren sind aufgrund ihrer Konstruktion schwerer und können beim Tragen leichter verrutschen.

  • Softschalen-Protektoren
    Softschalen-Protektoren geben bei einem Sturz nach, absorbieren die einwirkenden Kräfte und verteilen diese auf der gesamten Protektorfläche. Das flexible Material besteht aus Kunststoffschäumen wie Polyurethan (PU) oder Ethylenvinylacetat (EVA). Dieses verhärtet sich bei einem Aufprall. Vorteilhaft sind das geringe Gewicht sowie der angenehme Tragekomfort von Soft-Protektoren, da sie sich an den Körper anschmiegen. 



 

Ski-Brillen

Eine Ski-Brille schützt Ihre Augen während des Wintersports vor äußeren Einflüssen wie Sonne und Wind. Die Brille schließt mittels Schaumstoffpolster dicht um die Augen herum ab – das Gummiband hält sie komfortabel an Ort und Stelle. 

Ski-Brillen besitzen 100 % UV-Schutz und können Schneeblindheit verhindern, indem sie das helle und durch den Schnee stark reflektierte Sonnenlicht abschirmen. Zudem verbessern sie die Sicht bei schlechten Licht- und Wetterverhältnissen, indem sie beispielsweise den Kontrast steigern und die Augen vor fallendem Schnee schützen. Die Brillengläser sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich – Modelle mit auswechselbaren Gläsern können Sie dadurch an jegliche Lichtverhältnisse anpassen.
 

Shopping Tipp

Möchten Sie die Ski-Brille mit einem Helm tragen, sollte diese als helmkompatibel gekennzeichnet sein.

Eine große Auswahl an Wintersport-Brillen finden Sie auf unserem Portal.



Ski-Socken

Ski-Socken schützen die Füße vor Kälte, während sie Schweiß nach außen transportieren. Daher bestehen die Modelle oftmals aus Synthetik-Fasern oder Schurwolle, je nach Ausführung auch aus einer Mischung beider Materialien. Diese verleihen den Socken Eigenschaften wie Reißfestigkeit, Strapazierfähigkeit und Resistenz gegenüber Gerüchen.

Da der Druck auf den Fuß im Schuh hoch ist, soll eine Polsterung Druckstellen, Blasen und Schürfwunden an Ballen, Sprunggelenk und Schienbein vermeiden. 
 

Shopping Tipp

Kaufen Sie Ski-Socken immer passgenau. Nur dann schützen sie wirksam. Ansonsten entsteht Reibung, die Blasen oder Abschürfungen zur Folge haben kann.



Ski-Wachs

Ski-Wachs wird auf den Belag der Lauffläche von Skiern aufgetragen. Durch seine wasserabstoßende Wirkung verringert es Reibung und erhöht dadurch die Gleitfähigkeit des Belags
 

Es lassen sich folgende 3 Wachs-Arten unterscheiden:

  • Steig-Wachs
    Beim Langlauf kommt im Skating-Stil Steig-Wachs im Bereich der Bindung zum Einsatz. Es soll beim Abstoßen am Schnee haften bleiben und das Vorankommen erleichtern sowie gleichzeitig ein Zurückrutschen verhindern.

  • Gleit-Wachs
    Im alpinen und im nordischen Bereich wird Gleit-Wachs eingesetzt. Es schont die Lauffläche der Ski und erhöht deren Gleitfähigkeit. Sowohl Heiß- als auch Kalt-Wachs ist erhältlich. Das Heiß-Wachs ist in der Regel stangenförmig und wird mit geringer Hitze auf den Belag gebügelt. Kalt-Wachs gibt es entweder zum Aufsprühen oder zum Abreiben auf den Belag.

  • Fluor-Wachs
    Fluor-Wachse kombinieren einfache Wachse mit sogenannten fluorierten Wachsen. Sie gleiten besser und sind schmutzabweisender als herkömmliche Wachse. Je nachdem wie groß der Anteil fluorierter Wachse ist, ist der Preis dementsprechend hoch. Fluor-Wachse kommen vor allem im Renn-Lauf für das Feintuning zum Einsatz. Sie müssen exakt mit der angegebenen Temperatur auf den Ski aufgetragen werden.


 

Wissenswert

Die Härte des Wachses hängt von der Temperatur und der Beschaffenheit des Schnees ab:

Weiches Wachs schmilzt bei etwa 120 °C. Es eignet sich für alten Schnee sowie hohe Temperaturen.

Hartwachse schmelzen bei rund 150 °C. Sie sind für Neuschnee und niedrige Temperaturen ideal.


In der Regel gibt es 4 unterschiedliche Einsatzbereiche von Wachs, die farblich gekennzeichnet sind. Diese hängen von der jeweils vorherrschenden Temperatur sowie der Beschaffenheit des Schnees ab. Die nachfolgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick darüber, welches Wachs für welche Bedingungen geeignet ist: 
 

Farbe Temperatur Schnee
Blaues Wachs 0 °C bis -4 °C Körniger, nasser Schnee
Gelbes Wachs -4 °C bis -10 °C Neuer, feinkörniger Schnee
Rotes Wachs -10 °C bis -30 °C Kalter, kompakter Schnee
Weißes Wachs 0 °C bis -20 °C Kompakter bis nasser Schnee




 

Alpin-Zubehör

Zusätzlich zum allgemeinen Zubehör gibt es Ski-Ausrüstung für den alpinen Ski-Sport. Diese ist zur Nutzung des Alpin-Skis erforderlich. Zusätzlich kann es den Einsatzbereich des Skis erweitern. Folgendes alpines Zubehör lässt sich unterteilen:



 

Alpin-Bindungen

Die Bindung verbindet Ski-Schuhe und Ski miteinander. Dadurch bilden sie eine Funktionseinheit. Diese ermöglicht die Kraftübertragung von den Beinen auf den Ski und dadurch dessen genaue Steuerung. Darüber hinaus löst die Bindung aus, sobald die Krafteinwirkung des Schuhs zu hoch ist wie etwa bei einem Sturz. Sogenannte Stopper an der Bindung verhindern zudem ein Abgleiten der Ski auf der Piste. 
 

Wissenswert

1952 brachte Hannes Marker aus Berlin die erste Sicherheitsbindung auf den Markt.


Neben herkömmlichen Ski-Bindungen gibt es ebenfalls Telemark-Bindungen. Diese werden auf Touren-Ski montiert. Beim Aufstieg ist dadurch die Ferse des Tourengehers frei beweglich wie bei einer Langlauf-Bindung, um den Aufstieg zu ermöglichen. Für die Abfahrt kann der Fahrer die Ferse fixieren.
 

Shopping Tipp

Sie suchen eine neue Ski-Bindung? Dann informieren Sie sich doch in der gleichnamigen Produktkategorie auf unserem Preisvergleich. Dort finden Sie eine große Auswahl.



 

Alpin-Ski-Schuhe

Ein Ski-Schuh stellt eine Verbindung zwischen Skifahrer und Bindung her. Er gewährleistet dadurch eine ideale Kraftübertragung auf den Ski. Die Schuhe sind in unterschiedlichen Härtegraden (Flex) erhältlich. Diese variieren von Hersteller zu Hersteller. Je höher der Flex, desto steifer der Schuh und desto größer der Widerstand am Schienbein. 

Folgende Eigenschaften haben die unterschiedlichen Härtegrade:

  • Weicher Flex
    Ein weicherer Flex verzeiht mehr Fahrfehler und bietet dem Sprunggelenk mehr Bewegungsfreiheit. Allerdings verzögert er auch die Reaktion auf dem Schnee. Für Freestyle-Fahrer im Snowpark ist ein weicherer Flex gut geeignet. 

  • Harter Flex
    Ski-Schuhe mit einem härteren Flex sind für den Allround-Bereich wie Abfahrten auf der Piste und im Tiefschnee ideal. Er eignet sich zudem für das Carven, da er eine direkte Kraftübertragung auf den Untergrund gewährleistet. Jedoch ist die Beweglichkeit im Sprunggelenk eingeschränkt. Für fortgeschrittene Skifahrer und Freerider ist daher ein härterer Flex empfehlenswert.


 

Shopping Tipp

Eine große Auswahl an unterschiedlichen Ski-Schuhen finden Sie auf unserem Preisvergleich.



 

Alpin-Ski-Stöcke

Ski-Stöcke bestehen aus Stock, Griff und Schlaufe. Sie dienen nicht nur dazu, sich vorwärts zu schieben, sondern unterstützen auch die Balance und die Bewegungsabläufe des Skifahrers. 

Der Griff sollte ergonomisch geformt sein, sodass eine natürliche Haltung der Hand möglich ist. Das beugt Verkrampfungen vor. Die Robustheit der Ski-Stöcke spielt eine wichtige Rolle für den passenden Einsatzbereich, denn sie sind großen Belastungen ausgesetzt. 

Die Länge der Ski-Stöcke sollte zur jeweiligen Körpergröße passen. Für den Tiefschnee sind dagegen längere Stöcke empfehlenswert. Besonders praktisch sind Teleskop-Ski-Stöcke, die sich individuell an alle Körpergrößen anpassen lassen. Diese Stöcke eignen sich für den Touren- und Freeride-Bereich.
 

Shopping Tipp

Sie suchen die richtige Länge? Wenn Sie die Ski-Stöcke in den Händen halten und auf den Boden stellen, sollten die Ellenbogen im rechten Winkel gebeugt sein. Dadurch können Sie den Druck optimal auf den Schnee übertragen.

Ein umfangreiches Angebot an unterschiedlichen Ski-Stöcken finden Sie auf unserem Portal.



Harscheisen

Harscheisen sind Beschläge aus Metall. Sie kommen vorwiegend als Steighilfe an Touren-Ski zum Einsatz, sobald Ski-Felle nicht mehr genügend Griffigkeit bieten. Harscheisen werden in die Bindung eingesetzt. Das Körpergewicht des Tourengehers drückt sie in den Untergrund und er erhält somit Halt.

Die Eisen besitzen nach hinten gerichtete Zacken, die einen Aufstieg auf vereistem (harschigem) Schnee erleichtern. Beim Vorwärtsziehen greifen diese nicht, verhindern jedoch ein Abrutschen nach hinten oder zur Seite.


 

Ski-Felle

Bei einem Ski-Fell handelt es sich um eine Steighilfe. Deshalb wird sie oftmals auch als Steigfell bezeichnet. Vor allem an Touren-Ski werden sie verwendet. 

Die Felle bestehen aus einem Fellflor aus Synthetikfasern oder Mohair. Die Fixierung auf dem Belag des Skis erfolgt meist mithilfe eines rückstandsfreien Klebers sowie Ösen, die an Spitze und Ende befestigt werden. Des Weiteren gibt es Felle, die mittels Adhäsion (Anziehungskraft) am Ski haften. 

Tourengänger nutzen Ski-Felle, um beim Aufstieg mit den Ski Halt auf dem Schnee zu finden und ein Zurückrutschen zu vermeiden. Gleichzeitig ermöglichen die Felle ein Gleiten nach vorne. Nach dem Aufstieg können die Felle für die anschließende Abfahrt wieder abgenommen und verstaut werden.
 

Wissenswert

Ursprünglich bestanden Ski-Felle aus Seehund- oder anderen Natur-Fellen.



Langlauf-Zubehör

Zubehör für den nordischen Skisport lässt sich folgendermaßen unterscheiden:




 

Langlauf-Bindungen

Beim Langlauf ist der Schuh an der Spitze fest mit der Bindung verbunden. Dadurch kann sich die Ferse beim Abstoßen nach oben bewegen, sitzt aber beim Gleiten fest auf der Führung der Bindung. 
 

Shopping Tipp

Eine große Auswahl an unterschiedlichen Langlauf-Bindungen finden Sie in der gleichnamigen Kategorie auf unserem Preisvergleich.


Folgende 2 Bindungssysteme sind für Langlauf-Ski gängig:

  • SNS-Profil
    Das SNS-Profilsystem besitzt einen 26 mm schmalen Metallstift unterhalb der Schuhspitze. Zudem reicht eine Führungsschiene von der Schuhspitze bis zur Ferse. 

  • NNN-Profil
    Das NNN-Profilsystem verfügt über einen 31 mm breiten Metallstift, der unter der Schuhspitze sitzt. Im Bereich des Ballens befindet sich eine keilförmige doppelte Nut. 


 

Bedenken Sie

Die unterschiedlichen Systeme sind inkompatibel.

Wählen Sie die Bindung passend zu Ihren Langlauf-Ski sowie -Schuhen. Die unterschiedlichen SNS- und NNN-Profilsysteme können Sie nicht miteinander kombinieren.



Langlauf-Ski-Schuhe

Langlauf-Ski-Schuhe verbinden den Langläufer über die Bindung mit dem Langlauf-Ski. Zudem sollen sie ein kräftiges Abdrücken mit dem Fußballen und damit eine Fortbewegung ermöglichen. Beim Kauf sollten Sie beachten, dass Langlauf-Schuhe und Bindungssystem kompatibel sind – die unterschiedlichen SNS- und NNN-Systeme sind nicht kombinierbar. 

Der Schuh reicht bis zum Knöchel und wird mithilfe von Schnürsenkeln oder einem Drehschnür-Mechanismus am Fuß fixiert. Im Gegensatz zum Alpin-Ski-Schuh ist der Langlauf-Ski-Schuh nur an der Fußspitze mit dem Langlauf-Ski verbunden. Dadurch erhält der Fuß Bewegungsfreiheit, sodass sich die Ferse beim Abdrücken anheben kann. Daher muss das Material flexibel sein, jedoch gleichzeitig ausreichend Stabilität bieten. 
 

Shopping Tipp

Unterschiedliche Langlauf-Schuhe sowie Informationen und Produktmerkmale finden Sie auf unserem Preisvergleich.



Langlauf-Ski-Stöcke

Ein Ski-Stock für den Langlauf besteht wie ein Modell für den Alpin-Sport aus Stock, Stockteller, Griff und Schlaufe. Indem der Langläufer die Stöcke rhythmisch vom Untergrund abstößt und so an Geschwindigkeit gewinnt, dienen sie der Fortbewegung. Der Griff eines Langlauf-Ski-Stocks sollte ergonomisch geformt sein, um Verkrampfungen in der Hand vorzubeugen. Breite Schlaufen sorgen zusätzlich für mehr Kontrolle und erhöhen den Komfort. 
 

Wissenswert

Ein Stockteller verhindert, dass der Ski-Stock beim Gebrauch nicht in den Schnee einsinkt. Er erleichtert somit das Vorankommen.


Langlauf-Ski-Stöcke unterscheiden sich je nach Disziplin:

  • Klassisch/Cruising
    Der in den Schnee eingestochene Stock sollte für den klassischen Stil bis auf die Höhe der Achseln bzw. Schultern des Langläufers reichen. Zudem sind große Stockteller vorteilhaft. Sie vergrößern die Fläche beim Abstoßen und erleichtern dadurch die Fortbewegung bei unterschiedlichen Schneebedingungen.

  • Skating
    Beim Skating sollte der in den Schnee eingestochene Stock bis zum Kinn bzw. bis auf Augenhöhe des Langläufers reichen, um die richtige Größe zu besitzen. Die Stockteller sollten kleiner sein, da sie so bei der Bewegung nicht behindern. Zudem findet Skating auf gewalzten Pisten statt, womit auch der Untergrund härter ist. 


 

Shopping Tipp

Die richtige Länge eines Langlauf-Ski-Stocks ermitteln Sie mithilfe folgender Formeln:

Klassischer Stil: Körpergröße x 0,85

Skating-Stil: Körpergröße x 0,88

Auf unserem Portal finden Sie eine große Auswahl an unterschiedlichen Langlauf-Ski-Stöcken.


 



 

Nachgefragt von A-Z – Sie fragen, wir antworten.

Sie haben Fragen zur Verwendung von Ski? Dann werfen Sie einen Blick in unsere FAQ-Sammlung. Darin haben wir Fragestellungen anderer Käufer von Ski zusammengefasst und beantwortet.
 


 

Aufbau

Wie ist ein Ski aufgebaut?

Der Aufbau eines Skis unterscheidet sich je nach Herstellungsverfahren:

  • Sandwich-Bauweise
    Untergurt, Kern und Obergurt werden bei dieser Bauweise wie ein Sandwich übereinanderliegend miteinander verklebt. Eine genaue Festlegung des Ski-Flexes ist dadurch möglich.

  • Torsionsbox-Bauweise
    Die Torsionsbox-Bauweise ähnelt der Sandwich-Bauweise. Allerdings wird hierbei der Ski-Kern ummantelt, beispielsweise mit Glasfaser. Dadurch ist der Ski torsionssteifer und langlebiger. 

  • Monocoque-Bauweise
    Die Monocoque-Bauweise ist selten, da die Herstellung aufwendiger ist. Bei dieser Leichtbauweise sind Obergurt, Seitenwange und Untergurt in einem Stück gefertigt. Diese Bauweise hat einen optischen Effekt und wirkt sich nicht auf die Fahreigenschaften des Skis aus.




 

Eignung

Welcher Ski ist der richtige für mich?

Vom Anfänger bis zum Profi – für jeden Fahrstil gibt es den passenden Ski. Daher sollten Sie Ihr fahrerisches Können ehrlich selbst einschätzen, um das richtige Modelle zu finden. Die folgende Auflistung dient Ihnen zur Orientierung:

  • Der Anfänger
    Für Anfänger ist das Skifahren noch eine Herausforderung. Fahrtechniken wie Schuss, Kurven fahren und bremsen müssen sie daher noch in einem Skikurs erlernen. Auf den ersten Fahrten stehen schnelle, sichere und komfortable Lernerfolge im Vordergrund.

  • Der Genussfahrer
    Genussfahrer sind gemütlich ohne viel Kraftaufwand auf den Pisten unterwegs. Sie müssen nicht die Schnellsten sein und Herausforderungen wie harte und steile Pisten stehen für die Anfänger bis Fortgeschrittenen weniger auf dem Programm.

  • Der Allrounder
    Allrounder beherrschen als Fortgeschrittene bis Experten bereits die Fahrtechnik und meistern auch schwierige Pisten. Abstecher ins Gelände in den Tiefschnee oder auf Buckelpisten stehen bei ihnen ebenso auf der Tagesordnung.

  • Der Sportler
    Sportliche Skifahrer weisen als Fortgeschrittene und Experten bereits eine ausgefeilte Fahrtechnik auf und besitzen viel Kondition sowie Fitness. Sie kommen mit allen Schneebedingungen sowie Geschwindigkeiten zurecht. Steile und vereiste Pisten meistern diese Sportler.

  • Der Racer
    Racer fahren oftmals am Limit – Pisten machen sie zur Rennstrecke. Mit viel Kraftaufwand und perfekter Fahrtechnik meistern die Experten anspruchsvolle und schwierige Hänge, auch im Gelände.


 

In einem 2. Schritt sollten Sie sich vor dem Kauf überlegen, wie und wo Sie Ihren Ski vorwiegend fahren möchten. Die unterschiedlichen Ski-Typen lassen sich dabei vor allem nach dem Einsatzbereich, für den sie ausgelegt sind, unterscheiden. Folgende Auflistung gibt Ihnen eine Übersicht, damit Sie das passende Modell für sich finden:

  • Piste
    Wie der Name bereits verrät, eignen sich Pisten-Ski vorwiegend für das Fahren auf Pisten. Anfänger bis Fortgeschrittene können mit diesen Modellen Carving-Schwünge bei langsamen bis mittleren Geschwindigkeiten und nahezu allen Bedingungen fahren. Sie sind also insbesondere für Genuss- und Gelegenheitsfahrer eine gute Wahl.

  • Race
    Hohe Geschwindigkeiten erzielen Sie mit Race-Ski. Sie sind für fortgeschrittene, ambitionierte, aber auch professionelle Skifahrer ausgelegt. Die Modelle bieten einen sehr guten Kantengriff, Laufruhe und Stabilität auf präparierten, harten und vereisten Pisten.

  • All-Mountain
    All-Mountain-Ski sind wahre Alleskönner: sowohl auf der Piste als auch im Gelände bei mittleren Geschwindigkeiten. Fortgeschrittenen Skifahrern bieten diese Modelle Auftrieb im Tiefschnee, jedoch auch Drehfreudigkeit und Laufruhe auf der Piste und damit viel Fahrkomfort.

  • Ski-Tour
    Mit Touren-Ski können Sie Berge abseits der Pisten besteigen, anschließend abfahren und so die Natur unverfälscht genießen. Lediglich die Spitze des Ski-Schuhs ist mit der Bindung verbunden, die Ferse bleibt frei, um den Aufstieg zu ermöglichen. 

  • Freeriding
    Freeride-Ski sind breiter und länger als herkömmliche Pisten-Ski, um ausreichend Auftrieb im Tiefschnee zu erzeugen. Sie eignen sich für fortgeschrittene Freerider mit Gelände-Erfahrung. Auf präparierten Pisten besitzen sie allerdings nur einen geringen Kantengriff und sind schwer zu handhaben.

  • Freestyle
    Ob beim Slopestyle, in der Halfpipe oder im Snowpark – Freestyle-Ski eignen sich zum Absolvieren von Tricks, Sprüngen und Stunts. Die Modelle sind robust gebaut, um den Belastungen zu trotzen, bieten jedoch stabile Fahreigenschaften bei hohen Geschwindigkeiten. Anfängern, Fortgeschrittenen und Experten können die sogenannten Free-Ski fahren. 

  • Kinder
    Kinder- und Jugend-Ski sind dazu konzipiert, den Nachwuchs-Skifahrer auf das Skifahren vorzubereiten und die Technik erlernen zu können. Die unterschiedlichen Ski-Produkttypen sind jeweils auch in einer Jugend-Ausführung erhältlich.

  • Damen  
    Die Technik der Damen-Ski ist auf die weibliche Anatomie abgestimmt. Sie besitzen nicht nur mehr Taillierung, sondern sind auch leichter, schmaler und kürzer als Herren-Modelle. Zudem sitzt die Bindung weiter vorne, um mehr Drehfreudigkeit bei weniger Kraftaufwand zu erzielen.


 

Sie möchten mehr über die einzelnen Ski-Produkttypen erfahren? Weiterführende Informationen erhalten Sie in der Rubrik Alpin-Ski nach Einsatzbereich.


 

Kauf

Was ist ein Ski-Set?

Für den größtmöglichen Fahrkomfort und Spaß beim Skifahren sollten Ski, Bindung und Schuhe optimal aufeinander abgestimmt sein. Dies gewährleistet ein sogenanntes Ski-Set. Dabei handelt es sich um Angebote, die alle benötigten Komponenten bereits enthalten und oftmals einen Preisvorteil gegenüber dem Einzelkauf bieten. 

Es gibt 2 unterschiedliche Ausführungen eines Ski-Sets:

  • Ski + Bindung + Schuh
  • Ski + Bindung



 

Lagerung

Wie lagere ich Ski am besten?

Nach einer erfolgreich beendeten Ski-Saison sollten Sie Ihr Sportgerät einlagern, damit Sie in der kommenden Saison wieder Freude daran haben. Entfernen Sie groben Schmutz und überprüfen Sie Belag und Kanten auf Beschädigungen. Lagern Sie Ihre Skier den Sommer über in einem trockenen und kühlen Raum, denn Feuchtigkeit kann Rost an den Kanten verursachen. 
 

Tipp

Ist der Belag stark bis auf den Kern beschädigt, sollten Sie ein Sportgeschäft aufsuchen. Das Fachpersonal stanzt das beschädigte Material aus, ersetzt es durch neues und schleift anschließend den Belag. 

Gleiches gilt für starke Beschädigungen oder Abnutzungen der Kanten. Durch die Bearbeitung in einer Skiwerkstatt erhalten Ihre Skier nahezu neuwertige Eigenschaften.


 

So bereiten Sie den Ski auf die Lagerung vor:

  1. Spannen Sie den Ski fest ein.

  2. Reinigen Sie den Belag von Schmutz und Wachsresten. 
    ⊳ Dazu können Sie einen Wachsentferner in Form eines Sprays oder eines Flüssigreinigers verwenden.  

  3. Wachsen Sie den Ski, sofern Belag und Kanten intakt sind.
    ⊳ Die Wachsschicht sollte sowohl Belag als auch Kanten überziehen und bleibt den Sommer über auf dem Ski.




 

Präparation

Wie repariere ich beschädigten Belag?

Hin und wieder verstecken sich Steine, Wurzeln oder Äste unter der Schneedecke. Fahren Sie mit Ihren Ski darüber, können Beschädigungen im Belag entstehen. Die entstehenden Kratzer sind nicht nur ein optischer Mangel, sondern beeinträchtigen auch das Fahrverhalten des Skis.
 

Zum Ausbessern des Belags benötigen Sie folgendes Zubehör:

  • Kupferbürste
  • Repair-Candle
  • Abziehklinge aus Metall 
  • Feuerzeug


 

Tipp

Reichen die Kratzer tief bis auf den Ski-Kern, ist der Belag sehr stark beschädigt. In diesem Fall sollten Sie den Ski in einem Sportgeschäft reparieren lassen.


 

Mit diesen Tipps reparieren Sie beschädigten Belag:

  1. Fixieren Sie den Ski mit dem Belag nach oben.
  2. Säubern Sie die Lauffläche mithilfe der Kupferbürste von Verunreinigungen.
  3. Zünden Sie die Repair-Candle mit dem Feuerzeug an.
    ⊳ Das Material tropft.
  4. Lassen Sie das Material der Repair-Candle auf die beschädigte Stelle auf dem Belag tropfen, bis die Stelle bedeckt ist.
    ⊳ Halten Sie die Repair-Candle dazu sehr nah an den Belag.
  5. Pusten Sie die Repair-Candle aus.
  6. Lassen Sie die Stelle rund 10 min trocknen.
  7. Entfernen Sie überschüssiges Material mit der Abziehklinge, indem Sie sie darüber ziehen.
    ⊳ Wiederholen Sie den Vorgang, bis alle Unebenheiten verschwunden sind.




 

Wie schleife ich Kanten richtig?

Kanten sorgen für Griffigkeit auf harten und vereisten Pisten. Damit die Kanten immer dann ausreichend scharf sind, wenn Sie deren Einsatz benötigen, bedarf es einiger Pflege. Zur umfangreichen Präparation gehört daher auch der Kantenschliff. Diesen kann ein Sportgeschäft durchführen. Mit dem richtigen Equipment und ein wenig Übung gelingt er jedoch auch zu Hause.
 

Tipp

Testen Sie, ob die Kanten scharf sind, indem Sie mit dem Finger darüberfahren. Sind Unebenheiten zu spüren, sollte die Kante geschliffen werden.


 

Folgendes Zubehör benötigen Sie zum Schleifen der Kanten:

  • Seitenwangenhobel
  • Kantenschleifer
  • Schleifstein
  • Schleifgummi


 

Das sind die wichtigsten Schritte, um die Ski-Kante zu schleifen:
 

► So bereiten Sie den Ski auf das Kantenschleifen vor:

  1. Befestigen Sie den Ski mit der Lauffläche nach oben.

  2. Reinigen Sie die Kante, indem Sie mit dem Schleifgummi Rost und Verhärtungen entfernen.

  3. Ziehen Sie den Seitenwangenhobel von der Spitze bis zum Ende des Skis. 
    ⊳ Dadurch tragen Sie Kunststoff von den Seitenwangen des Skis ab.
    ⊳ Die Kante liegt nun frei.

  4. Reinigen Sie die Kante mit einem Tuch.


 

► So schleifen Sie die Kante:

  1. Stellen Sie am Kantenschleifer einen Winkel von 89° bis 86° ein.
    ⊳ Ein spitzerer Winkel ermöglicht einen aggressiven Fahrstil, da die Kante schärfer ist.
  2. Kennzeichnen Sie die Seitenkante mit einem schwarzen Filzstift.
    ⊳ Dadurch sehen Sie während des Schleifens, wo Sie bereits Material entfernt haben.
  3. Legen Sie den Kantenschleifer der Lauffläche an.
  4. Ziehen Sie den Kantenschleifer in kurzen Zügen von der Ski-Spitze bis zum -Ende.
    ⊳ Dadurch tragen Sie Material von der Kante ab.
  5. Wiederholen Sie den Vorgang, bis die schwarze Farbe entfernt ist.


 

► So bearbeiten Sie die Kante nach:
  1. Entfernen Sie entstandene Grate mit dem Schleifstein, indem Sie ihn über die Kante ziehen.

  2. Polieren Sie die Kante, indem Sie mit dem Schleifgummi daran entlangfahren.

  3. Säubern Sie den Ski mit einem Tuch.



 

Warum sollte ich Ski wachsen?

Der Belag eines Skis besitzt viele kleine Poren – ähnlich der menschlichen Haut. Diese sollten immer mit Wachs gefüllt sein. Regelmäßiges wachsen schont den Belag eines Skis und schützt ihn vor einer Abnutzung, da das Wachs eine Schutzschicht darüber bildet. Außerdem verbessert es die Gleitfähigkeit des Skis, macht ihn drehfreudig und ermöglicht höhere Geschwindigkeiten. 



 

Wie oft sollte ich Ski wachsen?

Um ein optimales Fahrverhalten der Ski zu gewährleisten und den Belag vor Abnutzung zu bewahren, ist das tägliche Wachsen empfehlenswert. Als Hobbyfahrer müssen Sie Ihr Sportgerät jedoch nicht so häufig wachsen. Für Sie ist das Wachsen alle 2 bis 3 Tage ausreichend. Spätestens wenn weiße Stellen auf dem Belag zu sehen sind, ist es an der Zeit, die Ski zu wachsen. 



 

Welches ist das richtige Wachs?

Es gibt 4 Arten von Wachs. Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Eignung für die vorherrschende Temperatur sowie Schneebeschaffenheit. Erkennen lässt sich die Eignung an der jeweiligen Farbe:
 

  • Blaues Wachs
    … eignet sich für Temperaturen von 0 °C bis -4 °C sowie für körnigen und nassen Schnee.

  • Gelbes Wachs
    … ist für Temperaturen zwischen -4 °C und -10 °C und für neuen und feinkörnigen Schnee ausgelegt.

  • Rotes Wachs
    … wird bei Temperaturen zwischen -10 °C und -30 °C eingesetzt sowie für kalten und kompakten Schnee.

  • Weißes Wachs
    … ist ein Universalwachs für Temperaturen von 0 °C bis -20 °C und kompakten bis nassen Schnee.


 

Welche unterschiedlichen Arten erhältlich sind und welche Eigenschaften diese besitzen, erfahren Sie in unserem Kaufberater in der Inhaltsrubrik Ski-Wachs.


 

Wie wachse ich Ski richtig?

Mit einigen Hilfsmitteln und etwas Übung können Sie Ihre Skier in wenigen Schritten selbst wachsen. Folgendes Zubehör benötigen Sie dazu:

  • Bürste oder Schleifpapier
  • Metallbürste aus Kupfer oder Bronze
  • Putzlappen
  • Wachs
  • Bügeleisen
  • Abziehklinge aus Plexiglas
  • Weiches Tuch


 

Tipp

Die Skier sollten fürs Wachsen nicht zu kühl sein. Stellen Sie sie deshalb vorher für einen längeren Zeitraum in die Wohnung. Bei Raumtemperatur öffnen sich die Poren des Belags und das Wachs kann tief einziehen.


 

Mit diesen Tipps wachsen Sie Ihre Skier richtig:

  1.   Fixieren Sie den Ski.
  2.   Entfernen Sie Verschmutzungen und altes Wachs mit einer Bürste oder einem Stück Schleifpapier vom Belag. 
    ⊳ Arbeiten Sie dabei in Laufrichtung.
  3.   Wischen Sie anschließend mit einem Putzlappen den Belag ab.
  4.   Schalten Sie das Bügeleisen an.
    ⊳ Eine Temperatur von 120 °C bis 140 °C ist ideal.
  5.   Schmelzen Sie das Wachs an der Bügelsohle.
  6.   Verteilen Sie die Wachstropfen gleichmäßig auf dem Belag.
  7.   Bügeln Sie über die Wachstropfen, sodass eine gleichmäßige Schicht auf dem Belag entsteht.
    ⊳ Drücken Sie dabei nicht.
  8.   Lassen Sie das Wachs bei Raumtemperatur auskühlen, bis es hart ist.
    ⊳ Achten Sie auf die Hersteller-Angaben.
  9.  Ziehen Sie überschüssiges Wachs mit der Abziehklinge in Fahrtrichtung vom Belag ab.
  10.   Bürsten Sie mit der Kupferbürste die Struktur des Belags wieder frei.
  11.   Polieren Sie den Belag abschließend mit dem weichen Tuch.




 

Qualität

Woran erkenne ich die Qualität eines Skis?

Die Qualität eines Skis erkennen Sie unter anderem an den Materialien, die für den Kern und den Belag verbaut werden. Diese wirken sich auf das Fahrverhalten und die Lebensdauer des Modells aus.
 

Erfahren Sie in der Inhaltsrubrik Materialien mehr zu den Werkstoffen, die für die Ski-Herstellung eingesetzt werden.



 

Rocker-Ski

Was ist ein Rocker-Ski?

Rocker-Ski besitzen eine negative Vorspannung im Vergleich zu Camber-Ski mit einer positiven Vorspannung. Dadurch liegt die Ski-Mitte im Bereich unterhalb der Bindung vollständig auf dem Schnee auf und wölbt sich nicht nach oben wie bei einer positiven Vorspannung. Zudem biegt sich die Spitze bereits vor der Schaufel nach oben.
 

In der Inhaltsrubrik Alpin-Ski nach Bauweise in unserem Kaufberater erhalten Sie mehr Informationen über die unterschiedlichen Vorspannungen und deren Eigenschaften.




 

Was ist der Unterschied zwischen einem Carving-Ski und einem Rocker-Ski?

Carving ist eine spezielle Fahrtechnik. Mit Carving-Ski fährt der Skifahrer Schwünge komplett auf der Kante. Dadurch entsteht während des Fahrens keine Bremswirkung. Der Skifahrer kann auch nach mehreren Kurven eine hohe Geschwindigkeit erreichen und diese halten. Carving-Ski bereiten vor allem bei rasanten Abfahrten Fahrspaß.

Mit einem Rocker-Ski kann ein Skifahrer dagegen eher gerutschte Schwünge fahren. Dadurch verringert sich die Geschwindigkeit in den Kurven. Zudem sind diese Modelle leichter zu kontrollieren und drehfreudiger – auch ohne hohen Kraftaufwand. Daher bieten Rocker-Modelle Fahrspaß bei genussvollen Abfahrten bei langsamer bis mittlerer Geschwindigkeit.
 

Wenn Sie mehr über die Bauweise von Ski und deren Einfluss auf das Fahrverhalten erfahren möchten, werfen Sie einen Blick in die Rubrik Alpin-Ski nach Bauweise.




 

Wie beeinflusst die Vorspannung das Fahrverhalten eines Skis?

Ob positive, negative oder gar keine Vorspannung – die Bauweise eines Alpin-Skis beeinflusst dessen Fahreigenschaften. In folgender Tabelle können Sie sich einen Überblick über die Eigenschaften der unterschiedlichen Bauweisen verschaffen:
 

Camber 
(Positive Vorspannung)
Flat
(Keine Vorspannung)
Rocker
(Negative Vorspannung)
Besserer Kantengriff Besserer Kantengriff Geringerer Kantengriff
Erhöhte Stabilität Mittlere Stabilität Reduzierte Stabilität 
Hohe Geschwindigkeit Mittlere bis hohe Geschwindigkeit  Langsame bis mittlere Geschwindigkeit
Gefahr der Verkantung Mittlere Gefahr der Verkantung Minimierte Gefahr der Verkantung
Weniger fehlerverzeihend Fehlerverzeihend Fehlerverzeihend
Weniger drehfreudig Mittlere Drehfreudigkeit Erhöhte Drehfreudigkeit
Weniger Auftrieb Mittlerer Auftrieb Mehr Auftrieb




 

Wie fahre ich einen Rocker-Ski richtig?

Ein Ski mit Rocker weist eine andere Fahrweise auf als ein klassischer Carving-Ski. Durch seine Biegung erleichtert ein Rocker-Ski das Einleiten einer Kurve. 

So fahren Sie einen Rocker-Ski:

  1. Lenken Sie in eine Kurve ein.
    ⊳ Sie erreichen die Schräglage.
  2. Die Schaufel des Rocker-Skis erhält Bodenkontakt.
    ⊳ Wie bei einem klassischen Carving-Ski fahren Sie dadurch auf der gesamten Kantenlänge.
  3. Fahren Sie aus der Kurve heraus.
    ⊳ Die Schaufel löst sich vom Boden.
  4. Der Ski wird wieder wendiger.




 

Sicherheit

Gibt es eine Helmpflicht?

Ein Ski-Helm verringert die Gefahr einer schweren Kopfverletzung im Falle eines Unfalls. Daher tragen ihn mittlerweile die meisten Skifahrer – laut DSV (Deutscher Skiverband) rund 80 %. Grund dafür kann unter anderem der sogenannte Althaus-Effekt sein.


 

Wissenswert

Der Althaus-Effekt

Der ehemalige thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus ist am Neujahrstag 2009 bei einem schweren Ski-Unfall mit einer anderen Skifahrerin zusammengestoßen. Die Frau trug keinen Helm und erlag ihren Verletzungen. Zwar erlitt Althaus trotz Helms ein Schädel-Hirn-Trauma, wurde jedoch vor Schlimmerem bewahrt. 

Als Folge des Unfalls, der Berichterstattung in den Medien sowie der Debatte um eine Helmpflicht begann ein regelrechter Ansturm auf Ski-Helme in den Geschäften – der sogenannte „Althaus-Effekt“.


Allerdings besteht für Erwachsene keine Helmpflicht. Lediglich für Kinder und Jugendliche gibt es teilweise Ausnahmen: Bis zu einem Alter von 14 Jahren ist in Italien ein Helm vorgeschrieben, bis 15 Jahre in Österreich. Die Regelung gilt nicht in allen österreichischen Bundesländern gleichermaßen. Informieren Sie sich deshalb vorab, wenn Sie mit Kindern oder Jugendlichen einen Ski-Urlaub planen.




 

Sommer

Wo kann ich im Sommer Ski fahren?

Auch über die Sommermonate brauchen Sie auf das Skifahren nicht verzichten. Die am höchsten gelegenen Skigebiete in Europa haben auch von Juni bis September geöffnet. Bedenken Sie jedoch: Die Liftanlagen sind meist nur vormittags in Betrieb.


 

Recherche Tipp

Auf der Homepage snowplaza.com finden Sie eine Übersicht über Ski-Gebiete, die den Sommer über geöffnet haben.





 

Transport

Wie verpacke ich Ski?

Zum komfortablen und platzsparenden Transport Ihrer Skier eignet sich ein Ski-Sack. Diese spezielle Tasche schützt Ihre Sportgeräte vor Verschleiß und auch Beschädigungen während des Transports. Praktisch ist, dass Sie die dazugehörigen Ski-Stöcke ebenfalls darin verstauen können – so geht nichts verloren und Sie müssen die Ski-Ausrüstung nicht erst zusammensuchen. 

Die Modelle gibt es für ein oder mehrere Paar Ski samt Stöcken sowie in unterschiedlichen Designs. Ein wasserfester Boden ermöglicht es, die Ski unmittelbar nach dem Gebrauch darin zu verpacken. Zusätzlich können Ski-Säcke über Griffe, Schultergurte oder Gummirollen verfügen, die den Transport erleichtern und eine bequeme Handhabung gewährleisten. 


 

Tipp

Einen Ski-Sack können Sie auch dazu verwenden, um Ihre Ski während der Sommersaison darin zu lagern.





 

Wie verstaue ich die Ski-Ausrüstung sicher im Auto?

Um sicher im Ski-Urlaub anzukommen, ist es wichtig, die Ski-Ausrüstung sicher im Auto zu verstauen. Ski und Ski-Schuhe können bei abrupten Bremsungen oder einem Auffahrunfall durch den Innenraum nach vorne schießen und die Fahrzeuginsassen schwer verletzen. Ski-Schuhe sollten Sie deshalb idealerweise im Fußraum hinter den Vordersitzen verstauen.


 

Beispiel

Bei einer abrupten Bremsung aus einer Fahrtgeschwindigkeit von 50 km/h kann ein einzelner Ski-Schuh mit einer Wucht von rund 75 kg durch den Fahrzeug-Innenraum geschleudert werden.


Transportieren Sie die Skier im Kofferraum hinter den Vordersitzen, empfiehlt es sich, eine Holzplatte zwischen Sportgerät und Sitz anzubringen. Ansonsten können die Skier die Rückenlehne unter Einwirkung starker Kräfte durchschießen. 

Ski sollten Sie festzurren – am besten sogar in einer Dachbox transportieren, die für Wintersportgeräte ausgelegt ist und entsprechende Halterungen besitzt. Alternativ können Sie spezielle Ski-Träger für das Autodach verwenden. Diese gibt es auch in abschließbaren Ausführungen, um einen möglichen Diebstahl zu verhindern.
 

In der Kategorie Dachboxen finden Sie auf unserem Preisvergleich eine große Auswahl an unterschiedlichen Produkten sowie einen ausführlichen Ratgeber.




 

Verhalten

Wie verhalte ich mich auf einer Piste?

Für Skifahrer und Snowboarder gelten weltweit die Verhaltensregeln des Internationalen Skiverbandes (FIS). Diese sind mit der Straßenverkehrsordnung (StVO) vergleichbar. Der FIS beschloss die 10 Verhaltensregeln 1967 auf einem Kongress in Beirut. Sie sollen Unfälle und Gefährdungen vermeiden.


 

Recherche Tipp

Auf der Website der SIS (Stiftung Sicherheit im Skisport) können Sie die FIS-Verhaltensregeln für Skifahrer und Snowboarder nachlesen.




 

Verletzung

Was ist ein Ski-Daumen?

Bei einem Ski-Daumen handelt es sich um eine Sportverletzung, die unter anderem beim Skifahren entstehen kann. Dabei wird der Daumen extrem nach außen hin überstreckt. Die Folge: Das innere Seitenband des Daumen-Gelenks kann ein- oder sogar vollständig abreißen – das Gelenk wird instabil und schwillt an.

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