Ratgeber MixerDer Mixer wurde im Jahre 1922 erfunden und zunächst für die Zubereitung von Soda-Mixgetränken genutzt. Im Laufe der Zeit entdeckte man jedoch die Vielfalt dieses Gerätes, das heute zum Beispiel für das Zerkleinern von Lebensmitteln oder die Herstellung von Shakes Verwendung findet. Der Mixer trägt die unterschiedlichsten Bezeichnungen und ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich. In den USA ist er unter anderem auch unter dem Namen Blender bekannt. Der Mixer besteht aus Metall, Kunststoff oder Glas und verfügt über ein umfangreiches Zubehör. Zu diesem gehören Messbecher in unterschiedlicher Größe, sowie verschiedene Aufsätze, die auf die Beschaffenheit der zu zerkleinernden Lebensmittel abgestimmt sind.
Mixer – Modelle
Mixer sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich und für verschiedene Aufgaben im Einsatz. Damit Sie den passenden Mixer finden, sollten Sie den folgenden Kriterien besondere Beachtung schenken:
- Die zu erfüllende
Aufgabe- Die
Handhabung- Das
Zubehör - Die
Leistung- Die
ReinigungDer Stabmixer
Der Stabmixer wurde in den 50er Jahren entwickelt und unter der Bezeichnung
Zauberstaub vertrieben. Diese konnte sich nicht dauerhaft durchsetzen, so dass der Stabmixer heute eher als
Pürierstab oder als
Handmixer bezeichnet wird. Kennzeichen des Stabmixers ist der
stabförmige Griff, der entweder aus Kunststoff oder aus Metall besteht. An dessen Ende ist ein Kabel für den Netzbetrieb befestigt. Das Messer ist in einer Vertiefung am Mixerkopf angebracht. Es sollte aus gehärtetem Metall bestehen und hitzebeständig sein. Der Stabmixer ist sowohl für das Zerkleinern und Pürieren von Lebensmitteln, als auch für die Zubereitung von Shakes und die Verfeinerung von Suppen geeignet. Im Lieferumfang befindet sich meistens ein passendes Gefäß zur Zubereitung.
Der Standmixer
Standmixer werden zumeist einfach als
Mixer bezeichnet und können aufgrund der unterschiedlichen Aufsätze verschiedene Funktionen erfüllen. Der Antrieb erfolgt in der Regel elektrisch. Er ist für das Pürieren, sowie das Vermischen von flüssigen und halbfesten Speisen geeignet. Die Mehrzahl der Standmixer besitzt den gleichen Aufbau. Die Basis bildet ein
Sockel, der auch als
]Standfuß bezeichnet wird. Er enthält einen
Elektromotor, der sich mit Hilfe von Tasten individuell steuern lässt. Auf dem Sockel sitzt ein Behälter aus Edelstahl, Glas oder Kunststoff. Der Kunststoff stellt dabei natürlich die kostengünstigste Variante dar und ist oft in einer transparenten Form gewählt.
Der Mix-Behälter verfügt in der Regel über Messskalen für das Einfüllen von Flüssigkeiten und anderen Mengen. Am Boden des Behälters befindet sich ein
Messerstern, der sich herausnehmen lässt oder fest montiert ist. Über die Befestigung des Behälters auf dem Sockel ist eine Verbindung zwischen dem Messerstern und dem Elektromotor gewährleistet. Schaltet man den Motor ein, verfällt der Stern in schnelle Rotationen.
Der Behälter eines Standmixers zeichnet sich in der Regel durch eine besondere Formgebung aus. Diese wird nicht ohne Grund gewählt. Die rotierenden Messer erzeugen einen ineffizienten Rotationstrichter durch den die Lebensmittel an die Außenwand des Behälters gedrückt werden. Verleiht man dem Behälter nun eine annähernd dreieckige Form, werden die Rotationskräfte außer Kraft gesetzt und das Mixgut gelangt wieder in Richtung der Messer. Das Herausspritzen des Mixguts und das Überlaufen von Flüssigkeiten läßt sich durch den passenden Deckel verhindern. Für das Zerkleinern von Eis sind besondere zusätzliche Messeraufsätze nötig. Diese bewegen sich entgegen des zentralen Messersterns.
Kompaktmixer
Bei dem Kompaktmixer handelt es sich um eine Form des Standmixers. Dementsprechend besteht er aus zwei Modulen, einem Sockel und einem Behälter. Die Besonderheit von Kompaktmixern besteht in der
Vielfalt der Zusatzfunktionen. Dazu gehört zum Beispiel die
integrierte Waage. Sie erlaubt das Abmessen direkt im Behälter und ist meist mit dem Elektromotor des Gerätes gekoppelt. Dies ermöglicht eine intelligente und eigenständige Geschwindigkeitsanpassung an das jeweilige Mixgut. Die Kompaktmaschinen verfügen des Weiteren über
verschiedene Aufsätze. Diese umfassen einen Mixbehälter, einen Arbeitsbehälter und je nach Modell auch einen Entsafter für die Zubereitung von frischen Säften.
Das Handrührgerät
Auch das
Handrührgerät wird in die Kategorie der
Mixgeräte eingeordnet. Es gehört in fast jedem Haushalt zur Grundausstattung und ist für das Kneten von Teig und das Vermengen bzw. Verrühren verschiedener Zutaten geeignet. Da das Handrührgerät einen integrierten
Elektromotor besitzt, benötigt man einen deutlichen geringeren Kraftaufwand, um den Teig in seine gewünschte Form zu bringen. Daher lassen sich Handrührgeräte gerne auch für die Zubereitung von Eischnee und Schlagsahne verwenden.
In Abhängigkeit vom Ausstattungsumfang verfügen Handrührgeräte auch über Aufsätze, mit denen sich Lebensmittel pürieren oder zerkleinern lassen. In Bezug auf die Optik unterscheiden sich die Handrührgeräte kaum. Allerdings gibt es zum Teil deutliche Leistungsunterschiede, die sie beim Kauf entsprechend abwägen müssen. Für festeren Hefeteig ist zum Beispiel eine Leistung von bis zu 400 Watt benötigt. Das Gehäuse der Handrührgeräte besteht meist aus Kunststoff. Die Aufsätze sollten im Gegensatz dazu aus Metall bestehen, da sie ansonsten nicht genug Kraft aufbringen und abbrechen.
Die LeistungDie Hersteller statten ihre Mixgeräte jeweils mit einer unterschiedlichen Leistung aus. Grundsätzlich hat die Umdrehungsgeschwindigkeit der Messer wenig mit dem Zerkleinerungsgrad der Lebensmittel zu tun. Mit einer höheren Geschwindigkeit lässt sich lediglich die gewünschte Feinheit schneller erreichen. Je schneller man den jeweiligen Zerkleinerungsgrad erreicht, desto weniger wird der Motor belastet. Dadurch lässt sich ein vorzeitiger Verschleiß desselben verhindern. Im Allgemeinen gilt, dass das Gerät, sei es nun ein Stab- oder ein Standmixer, nicht länger als eine Minute zum Mixen im Einsatz sein aollte. Nach spätestens 60 Sekunden ist also eine kurze Pause nötig. Durch hohe Umdrehungsgeschwindigkeiten und längeres Arbeiten mit dem Mixer kann es durch die entstehenden Reibungseffekte zu einer schnelleren Abnutzung der Messer und zu einer deutlichen Erwärmung des Motors kommen. Die entstehenden Reibungseffekte sind kurzfristig jedoch von Vorteil, da sie für eine Erwärmung des Mixgutes und damit für das Aufschmelzen der enthaltenen Fette oder das Auflösen von Zuckern sorgen. Dadurch lässt sich ein besseres Mixergebnis erzielen.
Worauf Sie sonst noch achten müssen…Ideal ist, wenn sich die Geschwindigkeit des Mixers
in verschiedenen Stufen regulieren lässt. Damit kann seine Leistung an die zu zerkleinernden Lebensmittel angepasst werden. Grundsätzlich gilt, dass festere Lebensmittel wie Nüsse, Schokolade und Äpfel auf einer höheren Stufe zerkleinert werden müssen. Hierzu sind Leistungen von bis zu 600 Watt nötig. Für das Zerkleinern von weichem Gemüse und Früchten ist dementsprechend nur eine geringere Leistungsstufe notwendig. Hier liegt die Leistung etwa im Bereich von 300 bis 400 Watt.
Ein wesentlicher Punkt bei der Auswahl des Mixers ist auch die
Reinigung. Wichtig ist, dass sich das Gerät möglichst weit demontieren lässt und die Teile spülmaschinenfest sind. So wird die Reinigung des Gerätes erheblich erleichtert. Damit eine komfortable Handhabung gewährleistet ist, sollten Sie sich vor dem Kauf auch über die
Länge des Netzkabels informieren. Ist dieses zu kurz, haben Sie vor allem in großen Küchen nicht genug Bewegungsfreiraum. Praktisch ist, wenn das Gerät über eine
Kabelaufwicklung verfügt. Dann lässt sich das Küchengerät bei Nichtgebrauch platzsparend im Schrank unterbringen.
Überprüfen Sie beim Kauf des Mixers auch die
Bauweise und die
Verarbeitung der Materialien. Sind diese nicht hochwertig verarbeitet, kann es zu einer höheren Lärmemission kommen. Achten Sie ebenfalls darauf, dass der Mixer
Sicherungsmechanismen besitzt. Diese sollten zum Beispiel das Öffnen des Deckels bei laufendem Motor verhindern.
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