Ratgeber EntsafterMorgens zum Frühstück einen frischgepressten Saft zu trinken, ist ein perfekter Start in den Tag. Wer Orangen und Zitronen selbst auspressen möchte, muss sich recht viel Arbeit machen. Mit einem einem Entsafter ist es viel leichter, unkomplizierter und vor allem schneller – denn gerade morgens zählt ja jede Minute. Bei der Nutzung professioneller Geräte bleibt meist weniger Frucht-Abfall übrig als bei manuellen Fruchtpressen. Zudem ist es sehr leicht, mit der Hilfe der Geräte deutlich mehr Obst- und Gemüsesorten auszupressen, als bei der Saftgewinnung auf dem manuellen Weg.
Ein Entsafter bietet zudem sogar die Trennung vom Trester. Dabei arbeitet die Maschine mit mechanischem Druck. Aufgrund von unterschiedlichen Ausstattungsmerkmalen ist die Wahl des richtigen Entsafters oft nicht leicht. Daher haben wir alle Eigenschaften und Fähigkeiten eines Entsafters für Sie in diesem Ratgeber zusammengefasst.
Überlegungen vor dem Kauf
Auf dem Markt sind zahlreiche, unterschiedliche Geräte erhältlich. Eine simple
Saftpresse, eine Fruchtpresse oder andere Modelle. Daher fällt die Entscheidung nicht unbedingt leicht. Bevor Sie sich einen Entsafter anschaffen, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:
- Für welche Obst- und Gemüsesorten brauche ich das Gerät?
- Welches Volumen soll die Maschine erledigen?
- Sollte sie noch weitere Fähigkeiten besitzen?
Manche Maschinen sind nur dazu in der Lage, ganz bestimmte Obstsorten auszupressen. Andere können unter anderem auch Gemüse und sogar Gräser entsaften. Daher sollten Sie sich näher mit den individuellen Eigenschaften der Maschine befassen.
Die unterschiedlichen ModelleDie Entsafter lassen sich hauptsächlich in zwei Gruppen aufteilen. In die gewöhnliche Zitruspresse und den Entsafter mit
einer oder zwei Schnecken. Außerdem sind auf dem Markt Zentrifugenentsafter und Dampfentsafter erhältlich, die wir zusätzlich vorstellen möchten.
Die Zitruspresse
Unter den Entsaftern ist die Zitruspresse wahrscheinlich am bekanntesten. Mit ihr lassen sich
hauptsächlich Zitrusfrüchte auspressen. Sie besitzt für gewöhnlich einen nach oben spitz zulaufenden Kegel, auf dem die Frucht Platz findet. Unter der Anwendung von Druck dreht sich der Kegel und gewährleistet Dank des Einsatzes scharfkantiger Rippen die Auslösung des Saftes sowie des Fruchtfleisches. In den meisten Fällen wird dieses Modell bei Orangen- oder Zitronensaft genutzt. Durch ein Sieb ist das Auffangen der Fruchtkerne möglich.
Derlei Geräte sind häufig für
kleinere Mengen Saft ideal. Das frische Glas Orangensaft oder eine heiße Zitrone lassen sich mit diesen Maschinen und Kleingeräten sehr schnell herrichten.
Saftpresse mit einer oder zwei Schnecken
Die Saftpresse ist ein gängiges und praktisches Haushaltsgerät, um auch ungewöhnliche Früchte- und Gemüsesorten auszupressen. Ein solcher Entsafter ist meistens mit einer oder zwei so genannter Schnecken versehen. Diese können
Obst und Gemüse, aber auch Kräuter und Gräser entsaften. Zunächst bricht die Schnecke das Gemüse oder Obst in kleine Stücke, anschließend presst sie diese aus. Der Saft läuft dann durch ein Auffangsieb, der Trester gelangt in den Auswurf.
In vielen Fällen ist diese Saftpresse die bessere Wahl. Denn bei der Verarbeitung
gelangt nicht so viel Sauerstoff in den Saft und somit bleibt dieser in seinem Geschmack und Qualität reiner.
Der ZentrifugenentsafterWer eher Obst und Gemüse mit härterer Schale bevorzugt, sollte sich mit dem Zentrifugenentsafter vertraut machen. Mit ihm ist hauptsächlich die Verarbeitung von Obst und Gemüse mit harter Schale und Fruchtfleisch möglich. Bei Gräsern, Kräutern und Blattgemüse gibt es schon mal Schwierigkeiten mit manchen Geräten. In dem Zentrifugenentsafter ist eine
Reibscheibe integriert und ein zylinder- oder kegelförmiges Sieb. Von der Reibscheibe gelangt das zerkleinerte Pressgut in ein Sieb. Dort sorgt die Zentrifugalkraft dafür, dass es sich auspressen lässt. Der Trester sammelt sich innerhalb des Siebes an, während der Saft abfließen kann.
Bei älteren Geräten ist eine Reinigung meist von Hand notwendig. In neueren Geräten wird der
Trester automatisch ausgegeben. Unter der Verwendung eines solchen Gerätes ist die Saftausbeute häufig etwas größer als bei vergleichbaren Geräten. Zudem arbeiten die Geräte sehr schnell.
Dampfentsafter
In privaten Haushalten sind diese Entsafter eher selten zu finden. Sie eignen sich hauptsächlich, um mehrere Kilogramm Obst und Gemüse zu entsaften. Die Geräte sind so aufgebaut, dass
im unteren Teil das Wasser verbleibt, unten ist ein Auffangbehälter angebracht. In ihm ist auch ein Ablauf integriert. Die Früchte werden in den Auffangbehälter gelegt. Dank der Verschließbarkeit ist dafür gesorgt, dass mittels des Dampfes der Saft nach unten geleitet wird und von dort aus in den Auffangbehälter gelangt.
Ein Dampfentsafter arbeitet mit der Hitze, die die Früchte platzen lässt. Der darin enthaltene Saft gelangt in den Auffangbehälter und kann dann abgefüllt werden.
Ein Problem bei dieser Verarbeitung ist das Verbleiben von Fruchtresten im Saft. Der Fruchtauszug ist aufgrund des Dampfes mit Wasser verdünnt. Bei dieser Art des Entsaftens kann der gepresste Saft lang aufbewahrt beziehungsweise gelagert werden. Zudem ist die Herstellung recht einfach und simpel – das meiste erledigt das Gerät.
Die Qualität des EndproduktesWas macht einen guten Saft aus? Er sollte möglichst nicht verdünnt sein oder gar die Reste der Frucht wie etwa zu viel Fruchtfleisch oder gar Kerne enthalten. Nur bei Zitronen- und Orangensaft ist Fruchtfleisch lecker. Bei Apfelsaft hingegen eher nicht. Je nach Maschine variiert die
Qualität es Saftes jedoch sehr stark. Hierbei kommt es darauf an, wie viel Sauerstoff und Wasser während des Verarbeitungsprozesses in den Saft gelangt. Zudem ist die Verarbeitungstemperatur ein ausschlaggebender Faktor.
Je mehr Sauerstoff in den Saft gelangt, umso weniger Vitamine bleiben übrig. Bei der Nutzung von Zentrifugenentsaftern gelangt recht viel Sauerstoff in den Saft, weswegen das Extrakt der Maschinen
immer weniger Vitamine enthält als bei den meisten manuellen Entsaftern oder anderen Geräten. Ebenso leiden die enthaltenen wichtigen Enzyme unter dem Einfluss des Sauerstoffs.
Die Menge des Saftes, variiert je nach Gerät und Modell. Wird das Gemüse und Obst in kaltem Zustand verarbeitet, hängt es davon ab, wie stark das Gerät das Pressgut quetscht und zerkleinert. Eine
sehr hohe Saftausbeute erzielt man mit dem Zentrifugenentsafter. Bei der Saftpresse lässt sich ein ähnliches Ergebnis erzielen, doch lassen sich hierbei leider nicht alle Obst- und Gemüsesorten verwenden.
Pflege eines EntsaftersDa Obst und Gemüse Keime und Bakterien in dem Entsafter zurücklassen kann, ist eine regelmäßige Reinigung dringend erforderlich. Hierbei ist der Aufwand immer davon abhängig, wie leicht sich die Maschine demontieren lässt und vor allem, ob sie das Restgut und den Trester auswirft oder nicht.
Auch heute sind noch Maschinen im Einsatz, bei denen der Trester nach der Verarbeitung in der Maschine verbleibt. Oft lässt sich hier zur Reinigung ein Fach öffnen, wo der Trester sich entfernen lässt. Die meisten Maschinen
sind heute jedoch so konstruiert, dass sich viele der Teile abnehmen lassen und über den Geschirrspüler reinigen lassen. Eine Handwäsche ist für gewöhnlich immer ratsam, ganz gleich welches Obst man verarbeitet.
Beim Einsatz eines Entsafters, der mit Schnecken arbeitet, sind diese oft zu demontieren und einzeln abzuspülen. Das
erleichtert die Reinigung ungemein. Deshalb ist der Gedanke, wie viel Pressgut man mit der Maschine verarbeiten möchte, im Vorfeld angeraten. Denn handelt es sich um kleinere Mengen, lasten diese die Maschine meist nicht genügend aus und man ist mehr mit der Reinigung beschäftigt als Saft mit ihr zu produzieren.
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