Gartenhäcksler

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Ratgeber Gartenhäcksler


Ratgeber Gartenhäcksler


Wahrscheinlich kennen Sie das Problem: bei der Gartenpflege entstehen große Mengen an Pflanzenresten, die viel Platz wegnehmen. Vor allem im Winter nehmen Äste und Zweige überhand. Doch wohin mit den ganzen Gartenabfällen? Hier kommt ein Gartenhäcksler zum Einsatz, der Ihre Gartenabfälle in wenigen Minuten zerkleinert.

Mit einem Gartenhäcksler können Sie das Volumen der Abfälle reduzieren und so für mehr Platz im Garten sorgen. Dabei zerkleinert ein Gartenschredder nicht nur Laubreste, sondern auch sperrige Äste und buschige Zweige. So werden alle Gartenabfälle zu handlichen Pflanzenresten, die Sie schnell und unkompliziert entsorgen können. Natürlich können Sie mit diesen Pflanzenresten auch Ihren eigenen Komposthaufen versorgen. Kompostiertes Häckselmaterial lässt sich sehr gut als natürlicher Dünger verwenden. Die Abfälle beinhalten eine Vielzahl an wertvollen Rohstoffen, die Ihren Boden und Ihre Gartenpflanzen mit wichtigen Nährstoffen versorgen.

Gartenhäcksler werden in zwei verschiedene Kategorien eingeteilt. Als ursprüngliche Ausführung gilt der sogenannte Messerhäcksler, der mit einer rotierenden Scheibe und darauf befindlichen Messern ausgestattet ist. Als Alternative zum Messerhäcksler existiert der Walzenhäcksler. Dieser zermalmt die Gartenabfälle mit Hilfe einer Druckplatte oder einer Walze.

Welche Vorteile Ihnen diese beiden Bauformen bieten und worauf Sie beim Kauf eines Gartenschredders achten sollten, vermittelt Ihnen dieser Ratgeber. Zudem können Sie dem Ratgeber entnehmen, welche Antriebsart sich für Ihre Bedürfnisse am besten eignet und welches Feature an Ihrem neuen Gartenhäcksler auf keinen Fall fehlen darf.

Messerhäcksler oder Walzenhäcksler - die Unterschiede

Bei einem Messerhäcksler sitzen die Messer auf einer rotierenden Scheibe, welche von einem Motor angetrieben wird. Diese Messer zerkleinern die eingeworfenen Gartenabfälle und werfen diese anschließend in einen Auffangbehälter.

Ein Walzenhäcksler ist, wie der Name vermuten lässt, mit einer Walze ausgestattet, welche die Gartenabfälle einzieht und mit Hilfe einer Druckplatte zermahlt. Beide Bauformen unterschieden sich nicht nur in ihrer Arbeitsweise, sondern auch in anderen Punkten. Welche das sind, lesen Sie im Folgenden.

Der Geräuschpegel
Vor allem Messerhäcksler verursachen bei der Verwendung viel Lärm. Wenn Sie das Gerät als Holzschredder verwenden, ist die schnelle Rotation der Messer sehr deutlich zu hören. Sollten Sie also in einem dicht besiedelten Gebiet wohnen, könnten sich Ihre Nachbarn durch die Verwendung eines Messerhäcksler gestört fühlen. Aber auch dafür gibt es eine Lösung. Spezielle Leisehäcksler reduzieren den Lermpägel enorm.

Walzenhäcksler arbeiten deutlich geräuscharmer und sind damit eine gute Alternative, wenn Sie die Nerven Ihrer Nachbarn schonen möchten.

Das eingeworfene Material
Möchten Sie in Ihrem Garten vor allem Laub und weiche Äste zerkleinern, ist der Messerhäcksler eine gute Wahl. Weiches Material wie Stauden oder Wurzeln werden hier zuverlässig und schnell in kompakten Gartenabfall verwandelt.

Müssen Sie viele dicke Zweige oder grobes Astwerk zerkleinern, sollten Sie eher zu einem Walzenhäcksler greifen. Als Holzschredder ist diese Bauart deutlich besser geeignet, da die Walze durch ihre große Kraft selbst dickere Äste einzieht und zermahlt.

Der Zeitaufwand
Legen Sie Wert auf einen besonders schnellen Arbeitsablauf, ist der Messerhäcksler Ihre erste Wahl. Die rotierenden Messer arbeiten sehr flott und zerkleinern die Gartenabfälle in kurzer Zeit. Besonders Laub und kleine Äste sind in Sekunden zu platzsparenden Spänen verarbeitet und können im Anschluss direkt entsorgt oder kompostiert werden.

Ein Walzenhäcksler zerdrückt die Pflanzenreste langsam und benötigt dementsprechend mehr Zeit. Dennoch ist der Walzenhäcksler als Holzhäcksler besser geeignet. Äste und Sträucher werden von dem Gerät selbständig eingezogen. Dank des großen Einfüllbehälters können Sie die Gartenabfälle komplett einwerfen.

Der Messerhäcksler hat meist eine schmale Zufuhröffnung. Möchten Sie lange Äste oder dicke Stämme zuführen, müssen Sie Verzweigungen und Seitenäste unter Umständen vorher entfernen.

Der Wartungsaufwand
Die Messer der Messerhäcksler müssen in regelmäßigen Zeitabständen geschärft werden, da sie beim Zerkleinern von Laub und Ästen schnell abstumpfen. Da das Nachschärfen meist von einem Fachmann übernommen werden muss, stehen Ihnen hier zusätzliche Folgekosten ins Haus.
Walzenhäcksler arbeiten wesentlich wartungsärmer, erst nach mehreren Jahren müssen sie die Walze von einem Fachmann schärfen lassen.

Messerhäcksler neigen im Allgemeinen eher zu Verstopfungen als Walzenhäcksler. Möchten Sie einen Messerhäcksler erwerben, achten Sie vor dem Kauf darauf, dass das Gerät mit einer Reverse-Funktion ausgestattet ist. Diese können Sie nutzen, um das festgesetzte Material zu lösen, ohne dabei in das Gerät greifen zu müssen. Sollte die Reverse-Funktion keine Abhilfe schaffen, können Sie das Schneidwerk manuell reinigen. Achtung: ziehen Sie vor der Reinigung auf jeden Fall den Netzstecker aus der Steckdose.

Entscheiden Sie sich für einen Walzenhäcksler, müssen Sie bei einer vorliegenden Verstopfung das gesamte Gerät auseinander bauen, was einiges an Zeit und Nerven kostet. Da diese Prozedur auf jeden Fall von einem Fachmann ausgeführt werden sollte, entstehen hier zwar weitere Folgekosten, die sich aufgrund des langen Zeitraumes jedoch verschmerzen lassen.

Die verschiedenen Antriebsarten

Um die Messer oder die Walze in Bewegung zu versetzen, sind Gartenschredder mit verschiedenen Motoren ausgestattet.

Der Verbrennungsmotor
Verbrennungsmotoren gelten im Allgemeinen als leistungsstärkste Variante. Möchten Sie also vor allem dickes Astwerk oder große Zweige zerkleinern, stellt ein Verbrennungsmotor ausreichend Leistung zur Verfügung. Zudem haben Verbrennungsmotoren den Vorteil, dass Sie keinen separaten Stromanschluss benötigen, um das Gerät in Betrieb zu nehmen. So sind Sie besonders flexibel und können den Gartenschredder mit Verbrennungsmotor überall dort einsetzen, wo er gebraucht wird. Beachten Sie jedoch, dass diese Geräte meist teurer in der Anschaffung sind.

Antrieb mit Wechselstrom
Diese Antriebsart ist bei den meisten Gartenhäckslern für den Heimbedarf zu finden. Die Wechselstrommotoren erreichen eine Leistung von bis zu 2,5 Kilowatt und eigenen sich damit gut zur schnellen Zerkleinerung von Laub und Zweigen. Für alle alltäglichen Aufgaben, die in einem Garten anfallen können, reicht die Leistung völlig aus. Möchten Sie jedoch dickere Äste verarbeiten, neigen diese Geräte zum Verstopfen, da die Motorleistung für harte Materialien nicht ausreicht. Hier sollten Sie auf einen Drehstrom- oder Zapfenantrieb zurückgreifen.

Antrieb mit Drehstrom
Benötigen Sie besonders viel Leistung, empfiehlt sich der Erwerb eines Gartenschredders mit Drehstromantrieb. Diese Geräte verfügen über eine Spannung von 400 Volt und erreichen damit eine Leistung von mehr als drei Kilowatt. Diese Leistung reicht nicht nur zum Zerkleinern von Laub und Zweigen, sondern auch zur Verarbeitung dicker Äste aus. Beachten Sie jedoch, dass der Drehstrommotor einen Starkstromanschluss benötigt, der in den meisten Haushalten lediglich in der Küche zu finden ist.

Achten Sie auf den Einfülltrichter

Der Einfülltrichter ist ein wesentlicher Bestandteil des Holzhäckslers. Müssen Sie häufig große Mengen von Gartenabfällen verarbeiten, sollten Sie zu einem Gerät mit einem hohen Einfülltrichter greifen. Hier können Sie nicht nur Laub und Zweige, sondern auch ganze Äste am Stück in das Gerät geben.

Beachten Sie jedoch, dass ein hoher Einfülltrichter auch mehr Platz benötigt. Wenn Sie den Gartenhäcksler bei Nichtbenutzung also platzsparend verstauen möchten, sollten Sie eher ein Gerät mit einer flachen Einfüllöffnung erwerben. Auch wenn Sie den Gartenhäcksler transportieren möchten, ist ein flacher Einfülltrichter von Vorteil.

Insgesamt ist ein Gartenhäcksler ein nützlicher Helfer. Er sorgt in kurzer Zeit für mehr Platz im Garten und produziert dabei wertvollen Naturdünger, den Sie Ihren Blumen und Bäumen zuführen können. So können Sie den Kreislauf der Natur nutzen, um Ihren Garten prachtvoll erblühen zu lassen.
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