Kehrmaschinen

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Ratgeber Kehrmaschinen


Ratgeber Kehrmaschinen


Besonders wenn im Herbst die Blätter fallen, sind Gehwege und Straßen mit Laub und Ästen bedeckt. Wenn Sie regelmäßig gepflasterte oder betonierte Flächen reinigen müssen, werden Sie sicher schon gemerkt haben, welch aufwendige Arbeit dies ist. Besen, Handfeger und Kehrblech sind nötig, um den gesamten Schmutz zu entfernen. Um sich die vielen Arbeitsschritte zu ersparen, können Sie über den Kauf einer Straßenkehrmaschinen nachdenken.

Mit einem Kehrgerät sorgen Sie binnen weniger Minuten für eine saubere Fläche, egal, ob es sich dabei um Ihre Terrasse oder Ihre Hofeinfahrt handelt. So können Sie Ihre Einfahrt mit einer Straßenkehrmaschine von Schnee und Eis befreien. Besitzen Sie eine Terrasse, können Sie mit einer Bodenkehrmaschine nasses Laub entfernen. Bei einigen Kehrgeräten landet der Schmutz im Anschluss in einem speziellen Auffangbehälter. So können Sie Laub und Schnee bequem entsorgen.

Kehrmaschinen unterscheiden sich nicht nur in ihrer Größe, sondern auch in ihrem Walzensystem und ihrer Kehrbreite. Müssen Sie eine besonders große Fläche reinigen, so greifen Sie zu einer Bodenkehrmaschine mit einer breiten Arbeitsbreite. Benötigen Sie ein Gerät, mit dem Sie auch schwer zugängliche Stellen säubern können, so wäre eine Bürsten-Kehrmaschine mit Tellerbesen die richtige Wahl.

Welche Vorteile Ihnen die einzelnen Ausführungen noch zu bieten haben, können Sie diesem Ratgeber entnehmen. Zudem erhalten Sie nützliche Informationen rund um eine effektive Bodenreinigung.

Die verschiedenen Walzen-Typen

Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal von Bodenkehrmaschinen ist der sogenannte Walzen-Typ. Hierbei handelt es sich nicht nur um die Größe, sondern auch um die Funktionsweise der Walze. Welcher Walzen-Typ für Ihre Bedürfnisse der richtige sein könnte, lesen Sie im Folgenden.

Einwalzen-Kehrsystem
Bei diesem Walzen-Typ wird der Schmutz zunächst überfahren. Im hinteren Teil der Kehrmaschine befindet sich eine gegen die Fahrtrichtung rotierende Walzenbürste. Diese schiebt den Schmutz über eine Gummilippe in den vorne befindlichen Sammelbehälter.

Diese Bauform findet man heutzutage kaum noch, sie gilt jedoch als Urmutter der Kehrgeräte. Zwar funktioniert das Einwalzen-Kehrsystem auch bei trockenem Material und feinem Schmutz, gröbere Teile wie Tannenzapfen oder Steine bleiben jedoch oft vor der Gummilippe hängen und werden nicht aufgenommen. Falls Sie also nur weiche und kleine Schmutzpartikel beseitigen möchten, ist diese Ausführung eine gute Wahl. Haben Sie es jedoch mit Stöcken, größeren Laubresten oder Tannenzapfen zu tun, sollten Sie sich lieber für ein Doppelwalzen-Kehrsystem entscheiden.

Doppelwalzen-Kehrsystem
Dieses Kehrsystem gilt als Weiterentwicklung des Einwalzen-Prinzips. Im vorderen Teil der Bürsten-Kehrmaschine befinden sich zwei gegeneinander rotierende Walzenbürsten. Der Schmutz wird zunächst von der vorderen Walze überfahren und anschließend von der zweiten Walze in einem hohen Bogen in den Auffangbehälter befördert. Dadurch, dass diese Bauform auf eine Gummilippe verzichtet, können auch größere Schmutzpartikel wie Zigarettenschachteln oder Tannenzapfen aufgenommen werden. Auch feinen Schmutz wie Sand oder Granulat beseitigt das Doppelwalzen-Kehrsystem schnell und zuverlässig. Aufgrund der zusätzlichen Walze ist ein Doppelwalzen-Kehrgeräte jedoch schwer zu schieben. Zudem sorgen die gegeneinander rotierenden Walzen für eine große Staubaufwirbelung.

Straßenkehrmaschine mit Doppel-Tellerbesen
Diese Bauform ist mit zwei gegenläufig rotierenden Tellerbesen ausgestattet. Diese kehren den Schmutz von den Seiten zur Mitte zu einer über den Boden gleitenden Gummilippe. Die Lippe nimmt den Schmutz auf und schiebt ihn in den dahinter befindlichen Auffangbehälter.

Der Doppel-Tellerbesen hat den Vorteil, dass er groben Schmutz wie Eicheln oder Kastanien besonders gut aufnimmt. Auch Verpackungsmüll wird zuverlässig beseitigt. Bei feinem Schmutz wie Staub oder Sand funktioniert die Aufnahme jedoch nicht mehr ganz so zuverlässig. Zudem ist der Doppel-Tellerbesen nur für besonders ebene Flächen geeignet. Durch die auf dem Boden gleitende Gummilippe stoppt das Gerät abrupt, wenn Sie gegen einen Kantstein oder gegen hochstehende Bodenplatten fahren.

Falls Sie regelmäßig einen um Ihr Grundstück laufenden Fußweg von grobem Schmutz befreien möchten, ist eine Bodenkehrmaschine mit Doppel-Tellerbesen eine gute Wahl. Sie beseitigt auch schwerere Gegenstände und Verpackungsmüll. Für unebene Untergründe oder zum Entfernen von Sand oder Granulat ist diese Bauform weniger zu empfehlen.

Turbo-Kehrsystem
Legen Sie Wert auf eine besonders gründliche Reinigung, sollten Sie ein Turbo-Kehrsystem ins Auge fassen. Diese Bodenkehrmaschinen sind eine Kombination aus dem Doppel-Tellerbesen- und Einwalzen-Prinzip. So verfügt dieses Gerät über die gegenläufig rotierenden Tellerbesen, welche den Schmutz aufnehmen und in die Mitte leiten. Dort wird der Schmutz von einer dahinter der arbeitenden Kehrwalze aufgenommen. Die Kehrwalze nimmt jedoch nicht nur den zugeführten Schmutz auf, sondern auch den Schmutz, den die Tellerbesen nicht mitgenommen haben. Damit kehrt das Turbo-Kehrsystem bei einer Überfahrt gleich zweifach.

Durch die Kombination aus Walze und Tellerbesen eignet sich diese Bauform sowohl für groben als auch für feinen Schmutz. Sogar nasses Laub oder besonders schweres Kehrgut werden vom Turbo-Kehrsystem zuverlässig aufgenommen.

Mit diesem System können Sie also nicht nur Ihre Terrasse, sondern auch Ihre Hofeinfahrt oder die Straße vor Ihrem Grundstück reinigen. Achten Sie jedoch auf Unebenheiten auf dem Boden. Durch die über den Boden gleitende Lippe kann es leicht passieren, dass das Gerät beim Auffahren auf diese Widerstände abrupt stoppt.

Darauf sollten Sie beim Kauf achten


Der Komfort
Ein wichtiger Faktor für einen hohen Bedienkomfort ist die sogenannte Kehrbreite. Diese gibt Ihnen Aufschluss darüber, mit welcher Breite eine Kehrmaschine mit einem Zug kehrt. Für eine effektive Reinigung des Bodens sollte die Kehrbreite nicht unter 50 cm betragen. Grundsätzlich gilt hier: je mehr, desto besser. Machen Sie sich bewusst, dass Sie mit einer höheren Kehrbreite weniger Züge für eine bestimmte Fläche und damit auch weniger Zeit benötigen.

Als besonders praktisch haben sich einstellbare Bürsten erwiesen. Möchten Sie eine nah am Haus befindliche Fläche reinigen, können Sie die Bürsten zur Seite abspreizen und den direkt am Haus befindlichen Schmutz entfernen.

Für einen erhöhten Arbeitskomfort sorgt auch ein verstellbarer Schubbügel. Viele Geräte ermöglichen es Ihnen hierbei, den Schubbügel individuell auf Ihre Körpergröße einzustellen. Das entlastet Ihren Rücken und beugt Rückenschmerzen vor. Sollten Sie ein zusammenklappbares Gerät erwerben, so können Sie die Bodenkehrmaschine bei Nichtbenutzung platzsparend verstauen.

Die Sicherheit
Auch die Sicherheit sollte bei einer Straßenkehrmaschine nicht zu kurz kommen. Achten Sie auf eine robuste Walzen- und Tellertechnik. Ausführungen aus Plastik sind zwar preiswerter, neigen jedoch auf Dauer dazu, schnell den Dienst zu verweigern. Insbesondere, wenn Sie oft schweren und/oder harten Schmutz entfernen müssen, ist die richtige Walzentechnik wichtig. Es lohnt sich, zunächst etwas mehr Geld auszugeben, dafür jedoch ein hochwertiges Produkt zu erhalten.

Achten Sie vor dem Kauf auch auf die Kabelführung. Ein Kabel, welches zu nah an der Walze verläuft, kann sich schnell in dieser verwickeln. Die Kabelführung sollte entlang des Schubbügels führen. Einige Modelle verfügen sogar über eine automatische Kabeleinzugsfunktion. Hier wird das nicht benötigte Kabel sicher in einer Kabelvorrichtung verwahrt.

Falls Sie sich also schon öfter darüber geärgert haben, dass Sie eine große Fläche mühsam mit Besen und Schaufel reinigen mussten, denken Sie doch einmal über eine Kehrmaschine nach. Diese Geräte nehmen Ihnen viel Arbeit ab und sorgen zudem für ein effektives Reinigungsergebnis. So erstrahlen Haus und Hof in einem völlig neuen Glanz.
Interessantes
Kehrmaschinentyp
Kehrmaschinen lassen sich hinsichtlich ihrer Funktionalität, Betriebsart und Bedienweise in unterschiedliche Gruppen einteilen.

Handkehrmaschinen werden insbesondere für kleinere Arbeiten auf Höfen, Wegen und Hallen genutzt. Diese sind stets ergonomisch konzipiert und damit leicht bedienbar. So lassen sich große Flächen gut kehren. Viele der Handkehrmaschinen werden manuell betrieben. Geräte mit Fahrantrieben lohnen sich ab einer Reinigungsfläche von ca. 250 qm.

Die Modelle mit Fahrantrieb lassen sich nochmals in Akku-Kehrmaschinen und Benzin-Kehrmaschinen unterteilen. Akku-betriebene Geräte haben den Vorteil, dass diese keinen Kraftstoff benötigen und auch wartungsärmer sind. Jedoch gelten diese als weniger leistungsstark als Benzin-Kehrmaschinen. Auch ist die Laufzeit meist auf 40 bis 90 Minuten beschränkt. Entsprechend sind die Geräte mehr für gelegentliche Einsätze auf kleineren Flächen zu empfehlen. Dort verrichten sie aber sehr gute Dienste.

Benzin-Kehrmaschinen sind wahre kraftbolzen. Sie arbeiten mit leistungsstarken Motoren. Es sind i.d.R. 4-Takter. So sind fünf oder mehr PS entsprechend keine Seltenheit. Gerade im industriellen Betrieb und von professionellen Reinigungsfirmen werden überwiegend benzin-betriebene Aufsitz-Kehrsaugmaschinen genutzt.

Eine spezielle Variante ist eine Rasenkehrmaschine. Diese entsorgt regelmäßig den Rasen von Flachwurzeln, Laubteilen und Laub. So verfilzt der Rasen nicht.

Schneekehrmaschinen werden i.d.R. mit einem Benzin-Motor betrieben. Diese werden zur Schneebeseitigen eingesetzt. Hier ist die Motorstärke besonders wichtig. Je höher die PS-Zahl, desto eher kommt die Maschine durch den Schnee.

Einige Anbieter offerieren auch sogenannte 3-in-1 Maschinen. Diese können dann sowohl Laub, Dreck und auch Schnee beseitigen. Es müssen lediglich die Aufsätze ausgewechselt werden.

Flächenleistung
Grundsätzlich wird die Flächenleistung von den Herstellern i.d.R. in Quadratmetern angegeben.
Der Wert dient als Orientierung für welche Fläche das jeweilige Modell empfohlen wird. In einem Bereich von 1500 qm - 2500 qm ist man mit Handkehrmaschinen am besten beraten. Kehrsaugmaschinen werden für einen Bereich von etwa 2000 qm bis 3500 qm empfohlen. Die Anschaffung einer Aufsitzkehrmaschine ist ab einer Fläche von 3000 qm sinnvoll.

Arbeitsbreite
Die Arbeitsbreite einer Kehrmaschine ist entscheidend für die Arbeitsgeschwindigkeit. Je breiter ein Modell ausfällt, umso schneller kann entsprechend die zu reinigende Fläche bearbeitet werden. Schmalere Modelle sind allerdings wendiger.

Gewicht
Das Gewicht von Kehrmaschinen ist insbesondere bei den handbetriebenen Modellen relevant. So muss hier eine Balance gefunden werden zwischen benötigtem Anpressdruck und Manövrierbarkeit. Erfahrungsgemäß bieten Maschinen mit einem Gewicht von etwa zehn Kilogramm ausreichend Grip, sorgen daher für ein gutes Kehrergebnis und sind zudem noch gut zu bedienen.
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