Motorhacken

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Ratgeber Motorhacken


Ratgeber Motorhacken



Motorhacken sind Gartengeräte, die zur Lockerung des Bodens und zur Unkrautbekämpfung beitragen können. Diese praktischen Gartenhelfer sind auch als Gartenfräsen bekannt und sparen Kraft und Zeit. Gerade für ältere oder gesundheitlich beeinträchtigte Menschen sind diese Geräte eine hervorragende Wahl, um den Rücken zu schonen und dennoch die oftmals geliebte Gartenarbeit erledigen zu können. Motorhacken gibt es in verschiedenen Ausführungen. Teilweise sind sie mit einem Fräskopf und teilweise mit einer bekrallten Walze versehen, andere besitzen mehrere Fräsköpfe in unterschiedlichen Abständen. Grundsätzlich ersetzt die Motorhacke bei der Bearbeitung der Gartenböden den Spaten und leistet beim Umgraben, Hacken und Rechen dabei gute Dienste.

Vorteile einer Motorhacke

Motorhacken besitzen verschiedene Vorteile, wobei hier zuallererst die Zeitersparnis und die gesundheitlichen Vorteile zu nennen sind. Ein solcher Gartenhelfer erlaubt das oft kraftraubende Umgraben von Gemüsebeeten oder sogar kleinen Äckern in kurzer Zeit und ohne große Kraftanstrengung. Dadurch eignen sie sich auch für ältere Menschen, Menschen mit körperlichen Beschwerden oder zierlichere Frauen, die mit dem Umgraben von Hand nur mit dem Spaten häufig so ihre Probleme haben. Eine Motorhacke kann beispielsweise schmerzhaften Muskelkater oder Rückenprobleme verhindern und die Gartenarbeit so immens erleichtern.

Welche Motorhacke für welchen Garten?

Bodenhacken gibt es in zahlreichen unterschiedlichen Ausführungen. Bei der Wahl des Gartenhelfers sind jedoch vor allem die Größe des Gartens und dessen Anforderungen von Bedeutung. Natürlich spielt zudem auch die eigene Preisvorstellung eine Rolle. Grundsätzlich gilt, für den kleinen privaten Garten direkt am Haus reichen in den meisten Fällen Elektro-Motorhacken aus, die per Kabel oder Akku mit Strom versorgt werden. Benzin-Motorhacken oder ein Gerät mit Dieselantrieb machen dann Sinn, wenn es sich um Gelände handelt, das weiter vom Haus entfernt ist oder wenn eine größere Fläche umgegraben werden muss. Hier kann man zwischen Motorhacken mit Vier- und Zwei-Takt-Motoren wählen. Als Richtmaß gelten in etwa 5 PS je 2.000 Quadratmeter. Kraftstoffbetriebene Gartenkultivatoren sollten einen Luftfilter im Ölbad aufweisen.

Daneben ist es jedoch auch immer eine Frage der Bodenbeschaffenheit, ob eine Motorhacke für den eigenen Garten wirklich geeignet ist. Grundsätzlich greifen die Gartenhelfer bei Bedarf etwa fünfzehn bis zwanzig Zentimeter in den Boden ein, was für den privaten Gemüse- oder Blumengarten vollkommen ausreichend ist. Allerdings sind die Geräte für schwere, stark durchwurzelte oder verkrautete Böden nur sehr bedingt geeignet, da die Hacke hier nicht tief genug eindringen kann. Außerdem können Wurzeln und Unkraut die Funktionstüchtigkeit des Geräts beeinträchtigen. Hier sind Motorfräsen häufig die bessere Wahl. Motorhacken eignen sich im Allgemeinen am besten für leichte Sand- bis hin zu mittelschweren Sand-Lehmböden.

Technische Einzelheiten

Motorhacken kommen in erster Linie zur Bodenauflockerung zum Einsatz. Dabei wird mit einer rotierenden, mit Hackmessern versehenen horizontalen Welle gearbeitet, der so genannten Hackwelle. Je nach Modell kann diese durch einen Benzin-, Diesel- oder Elektromotor angetrieben werden. Die Hackmesser sind im Gegensatz zu denen der eigentlichen Gartenfräse relativ kurz. Manche Motorhacken werden durch die Hackwelle weiter über den Boden bewegt, andere besitzen Antriebsräder, die Triebradhacken. Aber auch triebradlose Motorhacken sind des Öfteren mit Rädern versehen, die die Führung und den Transport jenseits des Beetes erleichtern sollen.

Die Arbeitstiefe einer Motorhacke kann in der Regel direkt am Gerät eingestellt werden. Meist liegt diese zwischen zwei bis hin zu zwanzig Zentimetern. Auch die Arbeitsbreite der Gartenhelfer variiert und wird durch die Montage oder Demontage zusätzlicher Hacksterne individuell angepasst. So können Arbeitsbreiten von etwa zehn bis hundert Zentimetern erreicht werden. Hacksterne müssen mit Schutzhauben gesichert und abgedeckt sein, um Unfälle zu vermeiden. Die Leistung der Geräte kann je nach Modell variieren, kleine Motorhacken besitzen etwa 300 Watt, größere kommen auf bis zu 5 kW. Triebradlose Motorhacken können teilweise mithilfe von Radsätzen zu Einachs-Schleppern umgebaut werden.

Was ist beim Kauf zu beachten?

Motorhacken wurden als Ersatz für Traktoren entwickelt und kamen immer dort zum Einsatz, wo man mit dem Schlepper nur schlecht den Boden auflockern konnte. Mittlerweile findet man die Gartenhelfer jedoch nicht mehr nur bei den Landmaschinen, sondern kann sie auch ohne weiteres im Internet oder Baumarkt erwerben. Die Preise der angebotenen Modelle sind dabei sehr unterschiedlich und können von überaus preisgünstigen No-Name-Geräten bis hin zu teuren Markenhacken reichen.

Welche Motorhacke für den eigenen Garten und die eigenen Bedürfnisse am besten geeignet ist, entscheidet man am besten in Bezug auf die Größe des eigenen Gartens und das individuelle Budget, jedoch sollte man aber bei der Auswahl natürlich auch die technischen Spezifikationen des Geräts nicht außer Acht lassen. Grundsätzlich gilt, dass das Gerät gut ausbalanciert sein sollte. Die Griffe müssen verstellbar und ergonomisch geformt sein, ohne dass allzu viele Vibrationen auf die Hände und Arme übertragen werden. Nur so ist die Motorhacke auch wirklich rückenschonend und bietet auch gesundheitliche Vorteile. Daneben ist auch ein Blick auf das im Lieferumfang enthaltene Zubehör sinnvoll. Hier sollte vor allem das enthalten sein, das Sie auch brauchen. Wer Kartoffeln anbaut, freut sich beispielsweise über einen praktischen Häufleransatz. Grundsätzlich gilt: Im Zweifelsfall ist das größere Modell besser als eines, dessen Leistung vielleicht nicht ausreicht. Wie bei jedem Gerät stellt sich außerdem die Frage nach der Garantie und nach einem zuverlässigen Kundendienst, sollte die Hacke einmal defekt sein.

Einsatzbereiche im Garten

Das Auflockern des Bodens vor der Aussaat und auch während des Wachstums von Gemüse und anderen Pflanzen ist von großer Bedeutung für einen gesunden Boden und ein gesundes Pflanzenwachstum. Hier leistet eine Motorhacke gute Dienste und verhindert, dass der Boden an Struktur verliert und sich verdichtet. Zusätzlich kann die Arbeit mit der Motorhacke gleich noch mit einer effektiven Nährstoffversorgung des Bodens verbunden werden. So kann während und nach dem Hacken Mulch, Humus oder Kompost eingearbeitet werden. Am einfachsten ist es, diesen einfach vor der Arbeit auf dem Beet zu verteilen und ihn dann mit der Motorhacke in den Boden einzubringen.

Wartungs- und Pflegeaufwand

Damit man lange Zeit Freude an seiner Motorhacke hat, gilt es diese zu pflegen und bei Bedarf zu warten beziehungsweise sie vom Fachmann warten zu lassen. Elektrohacken haben kaum Wartungsbedarf, sollten nur regelmäßig gereinigt und die einzelnen Bestandteile kontrolliert und bei Bedarf ausgetauscht werden. Bei kraftstoffbetriebenen Motorhacken sollte der Luftfilter nach jeweils etwa 25 Betriebsstunden gereinigt und bei Vier-Takt-Motoren ein Ölwechsel durchgeführt werden. Die Messersätze müssen nach einiger Zeit erneuert werden, da sich diese durch die Gartenarbeit nach und nach abnutzen.
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