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Hauswasserwerke

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Ratgeber Hauswasserwerke


Aktualisiert: 04.04.2019

Wissen kompakt

Die Mehrzahl der Haushalte bezieht ihr Wasser aus der öffentlichen Wasserversorgung. Eine Alternative dazu stellt die Eigenversorgung dar. Dies geschieht mit Hilfe der Hauswasserwerke, die das Wasser von einem Reservoir in das entsprechende Leitungsnetz pumpen. Die Versorgung aus dem Reservoir ist in der Regel deutlich günstiger als das öffentliche Wassernetz. Sie ist vor allem in den südlichen Ländern, wie zum Beispiel Spanien oder Italien verbreitet. Dort schützt sie die Bewohner von ländlichen Gegenden vor langen Trockenperioden.

In Bezug auf die Hauswasserwerke wird im Allgemeinen zwischen den stationären und den mobilen Formen unterschieden. Die mobile Form kann unter anderem bei der Bewässerung des Gartens oder der Gewächshäuser eingesetzt werden. Hauswasserwerke sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich und können entweder online oder im Fachhandel erstanden werden. In unserem Kaufberater finden Sie interessante Informationen rund um das Thema Hauswasserwerke.

Kaufberater

Hauswasserwerke, auch Hauswasserautomaten genannt, werden nur von Haushalten benötigt, die ihr Nutzwasser aus einem eigenen Brunnen oder einer Regenwassersammelanlage beziehen. Die Aufgabe eines Hauswasserwerkes besteht in der Aufrechterhaltung des Wasserdrucks an den Wasser-Entnahmestellen. Es setzt sich aus drei Hauptkomponenten zusammen.

Die Pumpe

Zur Beförderung des Wassers aus dem Vorratsbehälter. Die Pumpen der verschiedenen Hauswasserwerke unterscheiden sich in Abhängigkeit von den bestehenden Anforderungen.


Der Druckausgleichsbehälter

Hierbei handelt es sich um einen geschlossenen Behälter mit einer Membran. Diese trennt das Wasser vom jeweiligen Druckmedium.


Die Drucksteuerung

Sie ist für das automatische, druckabhängige An- und Abschalten der Pumpe verantwortlich.
 

Worauf Sie beim Kauf Ihres eigenen Hauswasserwerkes achten müssen, haben wir hier einmal genauer ausgeführt.
 

Vorschriften zur Installation

Wer sich für den Kauf eines Hauswasserwerkes zur Trinkwasserversorgung entscheidet, muss sicher gehen, dass die jeweilige Anlage den Vorgaben bestimmter DIN-Normen entspricht. Zu diesen Vorschriften gehört unter anderen eine frostsichere Installation der Anlage an einem kühlen Ort. Außerdem gelten gewisse Sicherheitsbestimmungen bezüglich der Druckleitungen. Unbedingt erfüllt werden müssen die folgenden Vorgaben: Das mathematische Produkt aus Druck und Volumen liegt bei unter 6.000 Liter*bar. Zudem muss der integrierte Druckbehälter nach den Vorgaben seines Baumusters serienmäßig überprüft worden sein. Das im Druckbehälter enthaltene Luftpolster darf außerdem nur von der eigentlichen Klarwasserpumpe ergänzt werden.

Tipp

Wenn Sie die Hinweise zum Kauf eines Hauswasserwerkes sorgfältig lesen und sich ausführlich über die in Frage kommenden Exemplare informieren, finden Sie mit Sicherheit das zu Ihnen passende Gerät. Dieses können Sie dann auf vielfältige Weise einsetzen und sparen dabei noch effektiv an Kosten.

Die Funktionsweise

Da Hauswasserwerke in der Regel dieselben Bestandteile kombinieren, bleibt auch die Funktionsweise im Großen und Ganzen immer gleich. Zunächst einmal wird das Wasser von der Pumpe in den Druckausgleichsbehälter befördert. Dies führt zur Komprimierung des Gases hinter der Membran. Wenn der voreingestellte Maximaldruck erreicht wird, schaltet sich die Pumpe, angetrieben von der Drucksteuerung, aus. Entnimmt man dann an einer Zapfstelle das Wasser, wird dieses durch das komprimierte Gas herausgedrückt. Dadurch sinkt der Druck wieder ab. Wenn dieser den ebenfalls voreingestellten Minimalwert erreicht, geht von der Drucksteuerung abermals ein Signal aus, welches das Anspringen der Pumpe veranlasst.

Der Vorteil eines Hauswasserwerkes besteht darin, dass der Druckausgleichsbehälter den Druck an den Entnahmestellen weitgehend konstant hält. Das bedeutet, dass beim Betätigen der jeweiligen Entnahmestelle immer Wasser fließt, da es nicht erst von der Pumpe herangeschafft werden muss. Da die Pumpe der Hauswasserwerke immer automatisch an- und ausgeschaltet wird, spart das Gerät auf lange Sicht effektiv Strom.

Material und Ausstattung

Für die Herstellung der Hauswasserwerke wird unter anderem das kostengünstige, aber sehr robuste Hartplastik verwendet. Aus Kunststoff besteht am Ende jedoch meist nur das äußere Gehäuse. Das Pumpengehäuse und der Druckkessel bestehen im Idealfall aus Edelstahl, um eine hohe Sicherheit und eine zuverlässige Arbeitsweise zu gewährleisten. Eine präzise und sorgfältige Verarbeitung kann beim Käufer für einen vertrauensvollen Umgang mit dem Gerät sorgen.

Beim Entwurf der Hauswasserwerke legt die Mehrzahl der Hersteller ihren Fokus eindeutig auf die Funktion. Diese Tatsache drückt sich in einem reduzierten, sehr funktionalen Design der meisten Hauswasserautomaten aus.

Wissenswert

Als sehr praktisch haben sich Geräte mit Tragegriff erwiesen. Hauswasserwerke gehören nicht unbedingt zu den Leichtgewichten unter den Haushaltsgeräten, so dass ein integrierter Tragegriff den Transport erheblich erleichtern kann.

Im Zusammenhang mit eventuell anfallenden Reparaturen spielt der Aufbau des Hauswasserwerkes eine wichtige Rolle. Hier sollten Sie auf eine klare und übersichtliche Anordnung der einzelnen Bauteile achten. Diese sollten nicht zu verwinkelt und mit dem Werkzeug gut erreichbar sein. Ebenfalls wichtig ist die Motorleistung des Hauswasserwerkes. Sie sollte im Idealfall hoch genug sein, um mehrere Wasserabnahmestellen gleichzeitig mit einem ausreichend hohen Wasserdruck zu versorgen. Ein Zurückfließen des Wassers kann durch einen entsprechenden Rückflussverhinderer verhindert werden. Die Mehrzahl der im Handel erhältlichen Geräte ist für normale Förderhöhen vollkommen ausreichend. Nur für sehr tiefe Brunnen wird ein dementsprechend leistungsstarkes Hauswasserwerk benötigt.

Tipp

Wenn Sie das Gerät mit einem zusätzlichen Schmutzfilter ausstatten, kann das angesaugte Wasser nicht nur für die Spülung der Toilette oder für die Bewässerung des Gartens, sondern auch für den Betrieb der hauseigenen Waschmaschine genutzt werden.

Die Pumpe

Die integrierte Pumpe des Hauswasserwerkes sollte einen hohen Wirkungsgrad besitzen. Gleichzeitig sollte sie möglichst wenig Strom verbrauchen und eine geringe Geräuschentwicklung aufweisen. Diese Anforderungen werden am besten von den mehrstufigen Kolben- oder Kreiselpumpen erfüllt. Bei Kreiselpumpen handelt es sich um selbstansaugende Pumpen, die die Schwungkraft nutzen, um das Wasser zu fördern. Aufgrund ihrer hohen hydraulischen Leistung sorgen sie im Bereich der Garten- und Hauswassernutzung für optimale Förderungsbedingungen.

Eine gute Alternative zur Kreisel- oder Kolbenpumpe stellt die ebenfalls mehrstufige Tauchdruckpumpe dar. Sie arbeitet mit einem hohen Druck und ist ohne eine zeitaufwendige Leitungsentlüftung einsatzfähig. Auch die Tauchdruckpumpe überzeugt mit optimalen Förderleistungen in der Garten- und Hauswassernutzung. Ihre Arbeitsweise ist sehr geräuscharm. Zur Ausstattung der Tauchpumpe gehören Elektroden, die in das Wasserreservoir gehängt werden. Die Elektroden messen den Wasserstand. Wenn dieser unter ein Minimum sinkt, schaltet sich die Tauchpumpe automatisch ab, damit ein Trockenlauf verhindert wird. Fehlt eine solche Schutzvorrichtung kann der Trockenlauf bei der Pumpe erhebliche, zum Teil irreparable Schäden hervorrufen. In diesem Fall würden die hydraulischen Elemente so stark beschädigt werden, dass die Reparaturkosten den Kauf eines Neugerätes übersteigen würden.

Die Saugpumpen stellen eine weitere Form der Pumpen dar. Sie werden im Gegensatz zu den Tauchpumpen außerhalb des Tanks aufbewahrt. Der Einsatz einer Saugpumpe ist nur bis zu einer Tiefe von 8 bis 9 m Flurabstand möglich. Der Flurabstand bezeichnet dabei den Abstand zwischen der Erdoberfläche und dem Wasserspiegel im Brunnenrohr. Grund dafür ist, dass der Unterdruck der Saugpumpe lediglich bei 1,0 bar liegt. Alle genannten Pumpen können, falls noch nicht vorhanden, mit einer entsprechenden Pumpensteuerung für das automatische Öffnen und Schließen versehen werden.
 

Bedenken Sie

Achten Sie beim Kauf des Hauswasserwerkes darauf, dass die ausgewählte Pumpe einen Korrosionsschutz besitzt. Dieser schützt das Gerät beim Einsatz im Außenbereich vor wechselnden Witterungsbedingungen. Kreisel- und Kolbenpumpen sollten nicht ohne einen Korrosionsschutz betrieben werden.

Mobiler Einsatz vs. Festinstallation

Wie bereits bemerkt, können Hauswasserwerke entweder mobil eingesetzt oder fest installiert werden. Der Vorteil solcher Anlagen besteht also darin, dass sie bei einem häufig wechselnden Einsatzort ohne großen Aufwand einfach umgeräumt werden können.

Die Installation gestaltet sich in beiden Fällen relativ einfach und wird in den beiliegenden Anleitungen der meisten Hauswasserwerke ausführlich erklärt. Man sollte lediglich darauf achten, dass die Montage mit Hilfe von flexiblen Schläuchen erfolgt. Diese schonen das Leitungssystem und reduzieren gleichzeitig die Geräuschentwicklung. Außerdem sind Schläuche weitestgehend rostfrei, so dass eine aufwendige Wartung und Pflege entfällt

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