Sonnensegel

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Ratgeber Sonnensegel


Aktualisiert: 20.10.21 | Autor: Daniela Dietz

Wissen kompakt

Ein Sonnensegel schützt Bereiche vor Sonnenstrahlung und Regen. Es kommt dabei ohne Stellfläche aus und ist eine stilvolle und moderne Alternative zu Sonnenschirm und Markise – egal ob auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten.

Segeltücher bestehen aus Materialien wie Acryl, Polyester oder PVC. Hinzu kommen Beschichtungen, die einen optimalen Schutz gegen schädliche UV-Strahlen gewähren und die Stoffe besonders wasserdicht und schmutzabweisend machen.

Dadurch sind Sonnensegel vielseitig einsetzbar als:

  • Sonnenschutz
  • Sichtschutz
  • Regenschutz

Am gängigsten sind dreieckige und rechteckige Sonnenschutzsegel. Darüber hinaus ermöglichen Maßanfertigungen jedoch auch kreative Sonderformen und somit eine individuelle Abstimmung.

Eine große Vielfalt an unterschiedlichen Ausführungen steht zur Wahl: Während sich feststehende Modelle zur dauerhaften Beschattung eignen, sind flexible Modelle an vorherrschende Wetterverhältnisse anpassbar.

In der nachstehenden Tabelle finden Sie eine Übersicht der erhältlichen Sonnensegel-Typen sowie Einsatzzwecke und ungefähre Preise:

Sonnensegel-Typen Einsatzzwecke Preise
Seilspannmarkisen Beschattung von Pergolen, Glasdächern, Wintergärten, zur Anbringung zwischen Gebäudeteilen Senkrecht montiert auch als Sichtschutz geeignet 15–90 €
Segeltücher Sonnen-, Hitze-, Wind-, Regen- und Sichtschutz von Balkonen, Terrassen und Gartenbereichen 20–600 €
Tarps Wohnwagen, Zelt, an der Haus- oder Garagenwand 10–500 €

Bedenken Sie beim Kauf Ihres idealen Sonnenschutzsegels folgende Gesichtspunkte:

  • Der Einsatzzweck ist für das richtige Sonnensegel ausschlaggebend.
    Je nachdem, wie häufig und wo – an einem festen Standort oder unterwegs – Sie das Sonnenschutzsegel nutzen möchten, kommen unterschiedliche Sonnensegel-Typen für Sie infrage: Seilspannmarkisen, Segeltücher oder Tarps.

Mehr zu den Sonnensegel-Typen nach Einsatzzweck

  • Berücksichtigen Sie zudem die Form des Segeltuchs.
    Wählen Sie eine Segelform, die den gewünschten Bereich auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten optimal beschattet. Für kleine Flächen bieten sich dreieckige, für große Flächen rechteckige Formen an.

Mehr zu den Formen

  • Auch die Eigenschaften und der Pflegeaufwand des Materials spielen eine wichtige Rolle.
    Sonnensegel sind in unterschiedlichen Materialien erhältlich. Diese unterscheiden sich nicht nur in ihrer Schutzwirkung und ihrer Lebensdauer, sondern auch in ihrem Pflegeaufwand. Die meisten Sonnensegel werden aus Acryl, Polyester oder PVC hergestellt.

Mehr zu den Materialien

  • Entscheidend ist auch die Befestigungsart.
    Ihr Komfort sowie die Platzverhältnisse des geplanten Standorts spielen eine wichtige Rolle für die passende Befestigungsart. Je nachdem, ob Sie einen dauerhaften Schutz vor der Sonne durch das Sonnensegel wünschen oder es nur bei Bedarf nutzen möchten, stehen unterschiedliche Modelle zur Wahl.

Mehr zu den Sonnensegel-Typen nach Bauart

Kaufberater

Um Ihnen bei der Kaufentscheidung für das passende Sonnenschutzsegel behilflich zu sein, finden Sie im nachfolgenden Kaufberater die wichtigsten Informationen zu Formen, Materialien sowie Ausführungen.

Sonnensegel-Typen

Sonnensegel lassen sich hinsichtlich ihres Einsatzzwecks und ihrer Bauart unterscheiden. 

Sonnensegel-Typen nach Einsatzzweck 

Es sind folgende Sonnensegel-Typen für unterschiedliche Einsatzzwecke erhältlich:  

Auf den Punkt!
  • Bei einer Seilspannmarkise laufen Stoffbahnen entlang eines Edelstahlseils. Sie können sie flexibel auf- und zuziehen. Senkrecht montiert erfüllen sie zudem den gleichen Zweck wie ein Paravent.
  • Segeltücher eignen sich zur dauerhaften Montage zwischen Pfosten und Wänden. Sie dienen als Sonnen-, Sicht- und Regenschutz ganzer Bereiche.
  • Tarp-Sonnensegel sind universell einsetzbar, da sie mobil sind. Zum Camping, aber auch im Garten sind sie nach Bedarf schnell auf- und abgebaut.
Seilspannmarkisen 

Die Segeltücher einer Seilspannmarkise sind mithilfe von Laufhaken an 2 Edelstahlseilen aufgehängt, die meist parallel zueinander verlaufen. Neben einzelnen Stoffbahnen können Sie auch mehrere Segeltücher nebeneinander einsetzen.

Ebenso ist eine schräge Aufhängung möglich, bei der die Edelstahlseile auf unterschiedlichen Höhen gespannt werden. Senkrecht montiert erfüllt eine Seilspannmarkise ähnliche Funktionen wie ein Paravent – als Wind- und Sichtschutz.

Wegen der Befestigungsart können Sie diese Markisen je nach Bedarf flexibel aufziehen oder raffen. So ist es auch möglich, dass Sie nur teilweise im Schatten sitzen.

Allerdings sind Seilspannmarkisen wegen der fehlenden Tuchspannung anfällig für Wind. Starke Windbewegungen können zudem die Nähte beschädigen.

Die Seilspannmarkise eignet sich zur Beschattung von Pergolen, Glasdächern, Wintergärten und zur Anbringung zwischen Gebäudeteilen. Der Preis für die unterschiedlichen Modelle beträgt etwa 15–90 Euro.

Vorteile
  • Durch flexible Aufhängung auch als Wind- und Sichtschutz nutzbar
  • Teilbeschattung möglich
Nachteile
  • Keine Tuchspannung, daher anfällig für Wind
Segeltücher 

Bei einem Segeltuch, auch als Sonnenschutzsegel bezeichnet, handelt es sich um ein stabiles Tuch. Die Befestigung erfolgt an den Eckpunkten mithilfe von Haken und Seilen. Befestigungspunkte können sowohl freistehende Pfosten als auch Wände sein.

Die Segeltücher sind in unterschiedlichen Formen und Farben erhältlich, um dem Geschmack und Bedarf entsprechend einen stilvollen Sonnenschutz zu gewährleisten. Nicht nur einzelne, sondern auch mehrere Segel können Sie miteinander kombinieren.

Sonnenschutzsegel sind als Sonnen-, Hitze-, Wind-, Regen- und Sichtschutz von Balkonen, Terrassen und Gartenbereichen zu empfehlen. Sie kosten ungefähr 20–600 Euro.

Vorteile
  • Farb- und Formauswahl
Nachteile
  • Je nach Ausführung teuer
Tarps 

Tarps sind universell einsetzbare Planen. Diese Modelle können Sie als Sonnensegel an einem Wohnwagen, an einem Zelt, aber auch an der Haus- oder Garagenwand befestigen. Auch eine freistehende Verwendung mithilfe von Aufstellstangen ist möglich. Diese sind oftmals im Lieferumfang enthalten. Am Strand schützt ein Tarp Sie je nach Aufstellung auch vor Wind.

Aufgrund ihrer praktischen Konstruktion besitzen Tarps ein geringes Gewicht. Dadurch lassen sie sich platzsparend aufbewahren und bequem transportieren. Zudem bauen Sie sie leicht auf- und ab.

Tarps sind aufgrund ihrer Bauart empfehlenswert, wenn Sie diese unterwegs – beispielsweise beim Camping – oder nur bei Bedarf aufbauen möchten. Je nach Modell bewegt sich der Preis in einem Rahmen von etwa 10–500 Euro.

Vorteile
  • Mobil einsetzbar
  • Platzsparende Aufbewahrung
  • Leichter Auf- und Abbau
Nachteile
  • Hochwertige Ausführungen teuer
Sonnensegel-Typen nach Bauart

Es lassen sich 2 Bauarten unterscheiden:

Feststehende Sonnensegel

Ein feststehendes Sonnensegel ist dauerhaft zwischen Befestigungspunkten, wie beispielsweise Pfosten oder Wänden, fixiert. Es bleibt die ganze Saison über aufgespannt. Diese Bauart schließt eine Anpassung an den jeweiligen Bedarf aus.

Achtung!

Hängen Sie das Sonnensegel bei Sturm ab.

Die feste Installation ermöglicht eine höhere Spannung des Segeltuchs. Dieses eignet sich dadurch besser als Regenschutz. Durch eine installierte Neigung kann Wasser besser abfließen.

Ein feststehendes Sonnensegel bietet eine große Gestaltungsfreiheit. Die Segelform ist frei wählbar – auch Maßanfertigungen wie Trapez und Sechseck sind möglich.

Je nach Befestigungsart und Material kostet ein feststehendes Modell in etwa zwischen 20 und 600 Euro.

Flexible Sonnensegel

Flexible Sonnenschutzsegel werden ebenfalls zwischen Befestigungspunkten wie Pfosten und Wänden angebracht. Allerdings bleiben sie nicht dauerhaft während der Sommersaison aufgespannt. Durch ihre Bauart sind sie an unterschiedliche Bedingungen anpassbar.

Diese Modelle können 2 unterschiedliche Funktionsarten haben:

  • Zum Aufrollen
    Aufrollbare Sonnensegel können Sie je nach Bedarf einfach aufspannen und wieder einrollen. Das ist vor allem bei wechselnden Wetterverhältnissen vorteilhaft. Das Tuch wird über eine diagonale Mittelwelle (Rohr) auf- und abgerollt. Dies erfolgt entweder wie bei einer Markise per Hand, über ein Seil oder elektrisch mithilfe eines Motors. Letztere Ausführung stellen Sie zudem stufenlos ein und passen es in Position und Größe an. Systembedingt ist jedoch eine geringere Spannkraft des Segeltuchs möglich. Dadurch ist das Segel anfälliger für Wind. Auch bei der Form des Sonnensegels ist die Gestaltungsfreiheit aufgrund der Mittelwelle eingeschränkt. In der Regel ist ein ausrollbares Segel rechteckig oder dreieckig. Sonderformen sind nicht möglich.
  • Zum Raffen
    Bei Seilspannmarkisen, auch Faltsonnensegel genannt, können Sie das Segel nach Bedarf aufziehen und raffen. Vorteilhaft ist diese Bauart bei unbeständigen Lichtverhältnissen. Das Segeltuch ist mit Laufhaken ausgestattet, mit deren Hilfe es zwischen 2 parallel laufenden Edelstahlseilen eingehängt wird. So können Sie die Stoffbahnen komfortabel auf- und zuziehen. Auch diese Ausführung ermöglicht nur eine geringe Spannung des Segeltuchs. Das Sonnensegel ist somit empfindlicher für Wind. Die Bauart lässt keine Gestaltungsfreiheit in Hinblick auf die Segelform zu. Diese ist in der Regel rechteckig oder quadratisch. Jedoch können die Faltsonnensegel nicht nur als Sonnenschutz, sondern senkrecht montiert auch als Sicht- und Windschutz ähnlich einem Paravent dienen.

Der Preis des Typs hängt von der Befestigungsart und dem Material ab und liegt zwischen ca. 10 und 500 Euro.

Formen

Die Form eines Sonnensegels wirkt sich auf die Optik, die Befestigungsart und die Schutzwirkung aus.

Folgende Ausführungen gibt es:

Segelform

Standardsegel besitzen die Form eines Dreiecks oder Rechtecks. Zudem gibt es Sonderformen wie das Fünfeck, das Sechseck, den Kreis und das Trapez. Jedoch handelt es sich dabei meist um Maßanfertigungen eines Spezialisten.

Gängige Segelformen sind:

Dreieck

Dreieckige Ausführungen dienen der Teilbeschattung. Befindet sich die Befestigung der breiten Seite an der Hauswand, wird dieser Bereich beschattet. Der vordere spitz zulaufende Teil des Sonnensegels kann hierbei nicht vollständig Schatten spenden oder vor Regen schützen, ermöglicht jedoch eine freiere Sicht.

Der Vorteil: 2 Ecken können Sie beispielsweise an der Hauswand befestigen. Auf der gegenüberliegenden Seite benötigen Sie nur 1 Pfosten. 

Es gibt folgende 2 Dreieck-Segelformen:

  • Gleichschenkliges Dreieck
    Ein gleichschenkliges Dreieck-Sonnensegel ist sowohl freistehend als auch an Wänden fixiert einsetzbar. Für eine Montage in einer Ecke ist es jedoch weniger gut geeignet, da die Seitenkanten nicht bündig abschließen.
  • Rechtwinkliges Dreieck
    Ein dreieckiges Modell mit einem rechten Winkel eignet sich zur Anbringung in rechtwinkligen Ecken. Hierbei schließen die Seitenkanten bündig an den Wänden ab und ermöglichen eine vollständige Beschattung.

Dreieck-Sonnensegel sind für kleinere Bereiche wie Balkone und Terrassen, aber auch als Ergänzung zum vorhandenen Sonnenschirm ideal.

Die Vor- und Nachteile im Überblick:

Vorteile
  • Geringer Befestigungsaufwand
  • Teilbeschattung
  • Freie Sicht
Nachteile
  • Unvollständige Schutzwirkung
Rechteck

Rechteckige Ausführungen, die auch die Form eines Quadrats besitzen können, ermöglichen eine Vollbeschattung. Weil sie den größtmöglichen Nutzen bieten, sind sie die meistgekauften Modelle.

Sonnensegel in Rechteckform sind hervorragend zur Beschattung von größeren Flächen sowie als alleiniger Sonnenschutz geeignet. Zudem schirmen sie unerwünschte Blicke vollständig ab. Allerdings ist auch die Sicht eingeschränkter.

Viereck-Sonnensegel eignen sich sowohl zur freistehenden Montage als auch zur Befestigung an Wänden. Es ist allerdings etwas aufwendiger für Sie, das Segel zu befestigen, da es an mehreren Punkten erfolgen muss.

Sonnensegel in der Form eines Rechtecks oder Quadrats sind ideal als alleiniger Schattenspender größerer Bereiche im Garten.

Alle Vor- und Nachteile finden Sie nachfolgend:

Vorteile
  • Vollständige Schutzwirkung
  • Verschiedene Montagemöglichkeiten
Nachteile
  • Erhöhter Befestigungsaufwand
  • Eingeschränkte Sicht
Kantenform

Die Form der Seitenkanten eines Sonnensegels bestimmt dessen Montageart.

Die Kantenformen lassen sich folgendermaßen unterscheiden:

  • Gerade
    Besitzt ein Sonnensegel gerade Seitenkanten, eignet es sich für die Wandmontage. Dieser Schnitt ist somit für Sonnensegel empfehlenswert, die eine Terrasse beschatten sollen und daher direkt an der Hauswand befestigt werden.
  • Konkav
    Konkave (nach innen gewölbte) Seitenkanten besitzen einen Bogenschnitt zur Segelmitte hin – in Form eines Halbkreises. Diese Form ist vorrangig bei freistehenden Modellen zu finden. Die Konkave nimmt mit der Größe des Sonnensegels zu. Sie gewährleistet eine ideale Spannung und eine hohe Formstabilität. Zudem erzeugt sie eine dynamische und moderne Optik.
Beispiel

Ist die Seitenkante eines Sonnensegels bis zu 5 Meter (m) lang, beträgt die Konkave 3 bis 6 Prozent. 

Bei einer Seitenkante mit 10 m Länge sind es bis zu 16 Prozent.

Größen

Sonnenschutzsegel sind in unterschiedlichen Größen erhältlich. Diese richten sich nach dem jeweiligen Verwendungszweck und dem zur Verfügung stehenden Platz.

Die passende Größe wirkt sich unmittelbar auf das Ergebnis der Beschattung aus. Die Größenangaben von Sonnensegeln erfolgen in der Regel in Meter. Gängige Maße sind beispielsweise 3 x 3 m und 5 x 5 m.

Bedenken Sie

Wählen Sie die Größe passend zum Beschattungsbereich.

Die Größe des Sonnensegels hängt immer auch davon ab, wie viele Personen darunter Platz finden sollen. Auch die Größe des Bereichs, der beschattet werden soll, ist für die Wahl des richtigen Sonnensegels entscheidend.

Je nach Größe ist eine unterschiedliche Nutzung möglich:

  • Kleine Sonnensegel
    Sie eignen sich vor allem für einen flexiblen Einsatz. Dadurch können Sie sie bei Bedarf schnell auf- und wieder abbauen.
  • Große Sonnensegel 
    Diese eignen sich sowohl als Markisenersatz als auch zur Abdunkelung von Innenräumen.

Materialien

Sonnensegel bestehen aus unterschiedlichen Materialien. Das Gewebe ist in der Regel luft- und wasserdurchlässig. Beschichtungen machen das Material zusätzlich resistent gegen Schmutz, Wasser sowie Flammen und ergänzen es um einen UV-Schutz.

Für die Wahl des richtigen Modells spielen deshalb folgende Punkte eine wichtige Rolle:

  • Die unterschiedlichen Materialien sind in vielfältigen Farben erhältlich. Für welche Sie sich entscheiden, hängt dabei von Ihrem persönlichen Geschmack ab.
  • Zu beachten gilt jedoch: Hellere Farben besitzen einen geringeren Schattierungswert als dunklere. Zudem reflektieren sie Sonnenlicht am effektivsten.
  • Auf dunklen Segeltuchstoffen sind Verschmutzungen weniger sichtbar.

Die unterschiedlichen Materialien unterscheiden sich in der Luftdurchlässigkeit, der Wasserdichtigkeit und der Reißfestigkeit des Segeltuchs.

Die gängigsten Materialien sind: 

  • Acryl
    Segelstoff aus Acryl ist sehr lichtecht und wetterbeständig. Sonnensegel aus diesem Material sind besonders formstabil sowie reißfest und besitzen demnach eine lange Lebensdauer. Zudem sind sie licht-, luft- und wasserdurchlässig. Die Sonnensegel sind leicht zu pflegen. Acryl-Segel bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Polyester
    Polyester-Segeltücher sind ebenfalls sehr lichtecht und wetterbeständig. Das Segeltuch ist formstabil und dadurch recht leicht sowie reißfest. Das ermöglicht eine lange Haltbarkeit. Sonnensegel aus diesem Material besitzen eine sehr gute Lichtdurchlässigkeit. Sie sind scheuerfest und pflegeleicht. Zudem sind Polyester-Sonnensegel meist preiswert.
  • PVC
    Sonnensegel aus Polyvinylchlorid (PVC) besitzen eine hohe Lichtechtheit und sind wetterbeständig. Das Gewebe verfügt über ein geringes Eigenwicht. Segeltücher aus PVC sind am strapazierfähigsten: Sie weisen nicht nur eine sehr hohe Reißfestigkeit und eine lange Lebensdauer auf, sondern sind auch recycelbar. Das Material ist je nach Bedarf blickdicht oder lichtdurchlässig. Jedoch sind PVC-Segel teurer.

Materialbeschichtungen

Beschichtungen verleihen dem Segeltuch besondere Eigenschaften. Diese erhöhen die Schutzeigenschaften und verbessern die Dichtigkeit des jeweiligen Materials.

Folgende Eigenschaften kann eine Spezialbeschichtung bieten:

  • Flammenschutz
    Es gibt Sonnensegel mit einer flammhemmenden Ausrüstung gemäß der Brandschutznorm B1 DIN 4102. Diese Segeltücher sind schwer entflammbar. Die Brandschutzklasse B1 bezeichnet schwer entflammbare Materialien, die der in Deutschland geltenden Brandschutznorm DIN 4102-1 entsprechen. Definiert ist darin, dass der Brand bei dementsprechenden Stoffen von selbst erlischt, sobald die Brandquelle entfernt wird.
  • UV-Schutz
    Wasserabweisende bzw. regendichte Sonnensegel besitzen in der Regel einen UV-Schutzfaktor. Dieser sollte dem UV-Standard 801 entsprechen. Dann bietet das Sonnenschutzsegel effektiven Schutz gegen schädliche UV-Strahlen. Luft- und wasserdurchlässige Segel bieten aufgrund ihrer offenporigen Gewebedichte keinen ausreichenden UV-Schutz. Der UV-Schutzfaktor von Textilien wird in UPF (Ultraviolet Protection Factor) angegeben. Er gibt Auskunft, wie lange Sie sich unter dem Sonnensegel aufhalten können, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Daher ist der UPF mit dem Lichtschutzfaktor (LSF) von Sonnencremes vergleichbar. Ein Sonnenschutzsegel ohne UV-Schutzfaktor besitzt keine entsprechende Beschichtung. Da diese bei der Produktion eingespart wurde, sind solche Modelle meist günstiger. Sie schützen unzureichend vor UV-Strahlung.
  • Regenschutz
    Wasserdichte Modelle ermöglichen bei korrektem Neigungswinkel das Abfließen von Regenwasser. Jedoch kann sich wegen der Dichtigkeit des Materials auch Hitze darunter stauen. Der Vorteil ist: Sie können bei Regen im Einsatz bleiben und den überspannten Bereich vor Niederschlag schützen. Ein Sonnensegel gilt ab einer Wassersäule von 1.000 bis 1.200 Millimetern (mm) als wasserdicht. Die Regenschutzwirkung eines Segels ist begrenzt. Wasserdichte Sonnenschutzsegel sind von ihrer Schutzwirkung her nicht mit Terrassendächern vergleichbar.
  • Schmutzschutz
    Selbstreinigende Sonnensegel besitzen eine sogenannte Nano-Beschichtung, die einen Lotus-Effekt erzielt, d. h. Wasser perlt davon ab. Das hält den Reinigungsaufwand gering. Zudem sind sie wasserdicht. Von Nachteil ist die geringe Luftdurchlässigkeit aufgrund der hohen Dichtigkeit.

Häufige Fragen

Möchten Sie Genaueres zur Verwendung von Sonnensegeln wissen? Dann werfen Sie doch einen Blick in unsere FAQ-Sammlung. Sie basiert auf dem Wissensbedarf anderer KäuferInnen von Sonnenschutzsegeln.

Aufroll-Sonnensegel

Wie funktionieren aufrollbare Sonnensegel?

Aufrollbare Modelle gibt es einerseits mit einer sogenannten Mittelwelle, die diagonal in der Segelmitte verläuft. Andererseits sind weitere Ausführungen erhältlich, die einer Markise ähneln – die Welle sitzt dann an der Hauswand.

Je nach Bedarf können Sie das Sonnensegel auf- und wieder einrollen. Auch eine Teilbeschattung oder eine Anpassung an den Sonnenstand im Verlauf des Tages ist somit möglich.

Aufrollen lässt sich das Segel entweder per Hand mithilfe eines Seils oder elektronisch mittels Motors. Dieser ermöglicht zusätzlich eine stufenlose Einstellung der Segelgröße.

Wichtige Informationen zu aufrollbaren Modellen erfahren Sie in der Inhaltsrubrik Flexible Sonnensegel unseres Kaufberaters.

Bauart

Welche Bauarten von Sonnensegeln gibt es?

Grundsätzliche lassen sich 2 unterschiedliche Bauarten von Sonnenschutzsegeln unterscheiden:

  • Feststehend
    Einmal installiert, schützen diese Modelle den ausgewählten Bereich die gesamte Sommersaison über. Es handelt sich in Bezug auf die Segeltuchgröße sowie die Beschattungswirkung um eine dauerhafte Lösung.
  • Flexibel
    Bei dieser Ausführung ist ein Schutz nach Bedarf möglich. So lässt sich die Segeltuchgröße und die Beschattungswirkung nicht nur an Ihre Bedürfnisse, sondern auch an den jeweiligen Sonnenstand flexibel und bequem anpassen.

Informieren Sie sich in unserem Kaufberater über die unterschiedlichen Bauarten von Sonnenschutzsegeln.

Tipp

Setzen Sie an den einzelnen Befestigungspunkten Karabinerhaken ein. Dann können Sie das Sonnensegel auch bei einer feststehenden Konstruktion gegebenenfalls abnehmen.

Eignung

Eignet sich ein Sonnensegel zum Camping?

Zum Einsatz beim Camping eignen sich vor allem sogenannte Tarps. Diese Sonnensegel sind die Alleskönner unter den Planen. Das leichte Material ermöglicht eine platzsparende Aufbewahrung und einen komfortablen Transport. Dadurch können Sie es überallhin mitnehmen.

Ein Tarp können Sie freistehend, an Wänden, Wohnwagen und Zelten befestigen. Dadurch eignet es sich ebenfalls als Vordach. Darüber hinaus ist es eine Alternative zum Zelt, sollten Sie einmal keines zur Hand haben oder möchten im Sommer im Freien übernachten.

Erfahren Sie in der Inhaltsrubrik Tarps mehr über die Eigenschaften dieses Produkttyps. 
 

Was eignet sich besser als Sonnenschutz: Sonnensegel oder Sonnenschirm?

Welcher Sonnenschutz für Sie der passende ist, hängt von Ihren individuellen Anforderungen an die jeweilige Ausführung ab.

Sonnenschirm sowie Sonnensegel bieten Vor- und Nachteile, die wir nachfolgend für Sie beschreiben:

  • Sonnensegel
    Dieses ist wetterbeständiger als ein Sonnenschirm oder eine Markise. Erst ab einer Windgeschwindigkeit von etwa 40 Kilometer pro Stunde (km/h) müssen Sie es abmontieren. Zudem besitzen Segel keinen Ständer – der zu beschattende Bereich bleibt frei. Je nach Größe passt so sogar eine Sitzgruppe darunter. Sonnensegel eignen sich auch für Balkone und Terrassen, um den möglicherweise ohnehin schon begrenzten Raum vollständig nutzen zu können.
  • Sonnenschirm
    Ein Sonnenschirm verfügt über einen mittigen Ständer. Dieser befindet sich immer in der Mitte der zu beschattenden Bereiche und somit kann daher schon mal im Weg stehen. Hinzu kommt: Einen Schirm können Sie nicht an jeder beliebigen Stelle aufstellen, er kann anecken und lässt sich nicht immer dem Sonnenstand entsprechend platzieren. Zusätzlich ist er anfällig für Wind, kann wackeln und im schlimmsten Fall sogar umstürzen.

Größe

Wie ermittele ich die richtige Größe für ein Sonnensegel?

Die Seitenkanten des Sonnensegels können Sie vor dem Kauf mithilfe einer Schnur ermitteln – ahmen Sie dazu die Umrisse nach und messen sie anschließend mit dem Zollstock aus. So können Sie die passende Größe sowie den Bereich der Beschattung einschätzen.

Worauf es bei der richtigen Größe eines Sonnensegels ankommt, erfahren Sie in der gleichnamigen Inhaltsrubrik unseres Kaufberaters.

Shopping Tipp

Kaufen Sie zuerst die Befestigungsvorrichtungen wie Pfosten, Haken und montieren Sie diese.

Nehmen Sie danach die genauen Segelmaße. Dafür messen Sie die Abstände zwischen den Befestigungspunkten.

Montage

Wie groß sollte der Abstand zwischen Sonnensegel und Befestigungspunkt sein?

Die Befestigungspunkte sollten weiter voneinander entfernt liegen als der geplante Beschattungsbereich. Allgemein gilt, dass der Abstand zwischen Segel und Befestigungspunkt rund 30 cm betragen sollte.

Bedenken Sie

Das Segeltuch kann sich unter Spannung dehnen.

Planen Sie zur Befestigung des Sonnensegels deshalb immer etwas Spielraum ein, sodass der Stoff nicht bereits anstößt.

Wie hoch sollte die Segel-Spannung bei einem Sonnensegel sein?

Spannen Sie das Segel nach der Befestigung von Eckpunkt zu Eckpunkt. Bedenken Sie dabei: Die Spannung beeinflusst die Lebensdauer eines feststehenden Sonnenschutzsegels. Für flexible Ausführungen ist diese dagegen zu vernachlässigen.

Eine möglichst hohe Spannung schützt das Material und verringert die Anfälligkeit für Wind. Kann sich das Tuch dagegen frei im Wind bewegen, können die Ecken des Segels beschädigt werden und somit das vollständige Produkt.
 

Weshalb ist ein Gefälle beim Montieren eines Sonnensegels wichtig?

Soll Ihr Sonnensegel als Regenschutz dienen, ist eine Montage mit Gefälle erforderlich. Sie gewährleistet den Abfluss von Regenwasser. Das verhindert, dass sich Wassersäcke auf der Segeloberfläche bilden und das Material durch die Belastung schädigen können. Damit das Wasser optimal abfließen kann, können Sie den Ablauf auf eine Ecke des Modells zulaufen lassen.

Tipp

Für luft- und wasserdurchlässige Segel ist ein Gefälle von ca. 14 Prozent bei der Montage erforderlich. Schutzsegel, die wasserabweisend sind, sollten Sie mit einem Minimum von 20 bis 30 Prozent Neigung anbringen.

Wie sollte das Sonnensegel ausgerichtet sein?

Die Anbringung hängt immer auch von der Ausrichtung des zu beschattenden Bereichs ab.

Zudem wirken sich die Himmelsrichtungen auf den Grad des Sonneneinfalls aus.

  • Nordausrichtung
    Balkone, Terrassen und Gärten, die nach Norden ausgerichtet sind, verfügen meist über einen geringen Sonneneinfall. Das Sonnensegel können Sie daher höher montieren.
  • Südausrichtung
    Ein Balkon, eine Terrasse oder ein Garten mit Südausrichtung besitzt in der Regel viel Sonneneinfall. Deshalb sollten Sie das Sonnensegel tiefer spannen. Zudem sollte es über einen ausreichenden UV-Schutz verfügen, um optimal zu schützen.
Tipp

Ein höhenverstellbarer Mast ermöglicht es Ihnen, das Sonnensegel flexibel an den jeweiligen Sonnenstand anzupassen. Vor allem für freistehende Modellen ist dies vorteilhaft. 

Reinigung

Wie reinige ich ein Sonnensegel?

Beispielsweise Regen, Staub, Laub und Vogelkot können das Sonnensegel verunreinigen. Um eine lange Lebensdauer zu gewährleisten, sollten Sie es daher regelmäßig reinigen.

So reinigen Sie ein Sonnenschutzsegel:

  1. Befreien Sie das Tuch von Verschmutzungen. Je nach Material können Sie hierzu eine weiche Bürste oder ein Mirkofasertuch verwenden. 
  2. Entfernen Sie hartnäckige Verschmutzungen wie Vogelkot oder Baumharz mit einer Seifenlösung (Wasser mit Waschmittel, Spülmittel oder Seife) und einer weichen Bürste.
  3. Spülen Sie die Seifenlösung anschließend mit klarem Wasser ab.

Grünbelag wie Moos und Algen können Sie mit einem Spezialreiniger entfernen.

Tipp

Imprägnieren Sie Sonnensegel mit einer wasserdichten Beschichtung nach der Reinigung. Das erhält die Wasserschutzwirkung.

Schnitt

Wozu dient ein konkaver Schnitt bei einem Sonnensegel ?

Konkav bedeutet „nach innen gewölbt“. Besitzt ein Sonnensegel konkave Seitenkanten, verlaufen diese in einem Bogen zur Segelmitte hin – halbkreisförmig. Vor allem feststehende Modelle besitzen diese Form. 

Eine konkave Seitenkante gewährleistet nicht nur die richtige Spannung sowie eine hohe Formstabilität. Sie beeinflusst auch die Optik – Segel mit dieser Kantenform wirken dynamisch und modern. 

Mehr über die Eigenschaften von geraden und konkaven Kantenformen erfahren Sie in unserem Kaufberater in der gleichnamigen Rubrik.

Wasser

Inwiefern unterscheiden sich wasserdichte und wasserabweisende Segelstoffe bei Sonnensegeln?

Ausschlaggebend für die Wasserdichtigkeit ist die sogenannte Wassersäule. Ab 1.000 mm gilt das Segeltuch als wasserdicht. Stoffe mit einer geringeren Wassersäule sind lediglich wasserabweisend.

Erfahren Sie alles weitere Wichtige zu den Eigenschaften von Materialbeschichtungen im gleichnamigen Kapitel unseres Ratgebers.


Ursprünglich aus der Verlagsbranche kommend, bin ich seit 2008 für billiger.de tätig. 2012 begann ich, Online-Texte zu schreiben und zu redigieren. Seither sehe ich es als persönliche Herausforderung an, jedem Thema alles Wissenswerte zu entlocken und es für Sie interessant und verständlich aufzubereiten.


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