Pulsuhren (156 Ergebnisse aus 76 Shops)

Optisch ähnliche Angebote

Leider konnten wir zu Ihrem ausgewählten Artikel keine ähnlichen Angebote finden.

7 1 10
1
2 3 4 5 6 7
...

Anzahl pro Seite:
Produktfamilien

Ratgeber Pulsuhren


Aktualisiert: 01.06.2018 | Autor: Kerstin Hölzel

Wissen kompakt

Bewegung an der frischen Luft ist gesund und hält fit. Laufen, Wandern, Radfahren – all diese Sportarten können Sie unter freiem Himmel treiben. Gehen Sie Ihrem Sport in gewisser Regelmäßigkeit nach? Dann interessieren Sie vielleicht Ihre persönlichen Fitness-Daten, wie etwa Ihre Herzfrequenz oder Ihr Pulslimit.

Eine Pulsuhr ist ein idealer Begleiter für die unterschiedlichsten Sportarten. Sie liefert Ihnen solide Daten über Ihre sportlichen Aktivitäten, Sie können diese prüfen und Ihre Leistung dadurch verbessern.

Die Sportuhr ist eine Art Trainingscomputer, den Sie in Form einer Armbanduhr am Handgelenk tragen. Sie unterstützt Sie dabei, im optimalen Herzfrequenzbereich zu trainieren und so auf ein Trainingsziel hinzuarbeiten.

Die Funktionsweise einer Pulsuhr ist einfach: Meist misst ein Brustgurt die Herzfrequenz und sendet die Daten per Funk an die Armbanduhr. Ist kein Brustgurt vorhanden, erfolgt die Messung durch einen Sensor direkt am Handgelenk oder am Finger.

Wissenswert

1983 wurde die erste kabellose Pulsuhr vorgestellt. Es handelte sich um das PE 2000 Herzfrequenzmessgerät des finnischen Unternehmens Polar Electro Oy. Das Gerät bestand aus einem Sender, der an der Brust mittels Gurt angebracht wurde, und einem Empfänger, der als Monitor am Handgelenk getragen wurde.

Im Handel wird mittlerweile eine Vielzahl von Sportuhren mit unterschiedlichem Funktionsumfang angeboten. Damit Sie eine Sportuhr finden, die Sie optimal beim Training unterstützt, haben wir in unserem Kaufberater die wichtigsten Modelle und deren Eigenschaften für Sie erklärt.


Kaufberater

Ursprünglich konnten Pulsuhren tatsächlich nur den Puls messen. Inzwischen sind die Grenzen zwischen sogenannten Fitness-Armbändern und den Uhren fließend. Denn die Sportuhren sind wahre Hightech-Produkte: Sie können nicht nur die Herzfrequenz präzise messen und anzeigen. Auch zurückgelegte Schritte und erreichte Geschwindigkeiten erfassen sie. Zusätzlich berechnen sie die verbrauchten Kalorien.

Nutzen Sie unseren Kaufberater, um sich rasch einen Überblick über die unterschiedlichen Produkttypen und Funktionen zu verschaffen.

Bedenken Sie für den Kauf einer idealen Pulsuhr vor allem folgende Gesichtspunkte:

  • Die Messmethode der Herzfrequenz entscheidet über den Produkttypen.
    Für Sportler, die das Tragen eines Brustgurts als störend empfinden, gibt es mittlerweile Modelle, die die Herzfrequenz direkt am Handgelenk messen. Diese erfassen die Werte nahezu genauso exakt.
  • Wählen Sie die Funktionen der Pulsuhr passend zu Ihren Bedürfnissen aus.
    Für Hobby-Sportler reichen bereits Grundfunktionen aus, um ihre Herzfrequenz beim Sport zu messen. Profi-Sportler können über ausgefeilte Funktionen viele zusätzliche Werte ermitteln. 

Pulsuhren-Typen

Alle Pulsuhren messen die Herzfrequenz während des Trainings und geben diese wieder. Die Produkttypen unterscheiden sich lediglich durch die jeweilige Messmethode.

Auf den Punkt!
  • Pulsuhren mit Brustgurt messen über einen am Körper anliegenden Gurt Herzfrequenz und mehr. Diese Daten werden dann an die Uhr am Handgelenk gesendet.
  • Pulsuhren mit Fingersensor ermitteln den Puls, indem Sie den Finger auf den Sensor am Armband drücken.
  • Pulsuhren mit Handgelenksmessung senden Licht von der Unterseite der Uhr durch die Haut. Durch Veränderungen im Blutfluss registrieren sie die Pulsfrequenz.

Die Messgenauigkeit unterscheidet sich dabei kaum. Ihr persönliches Nutzungsverhalten und Ihre Bedürfnisse entscheiden darüber, welcher Pulsuhren-Typ der richtige für Sie ist.

Shopping Tipp

Auf unserem Portal finden Sie auch Smartwatches. Sie können eine Alternative zu Sportuhren darstellen. Diese Fitness-Tracker messen Ihre Aktivitäten über den gesamten Tagesverlauf sowie Ihre Schlafphasen.

Exakte Trainingsauswertungen und die präzise Anzeige der Herzfrequenz sind mit einer Smartwatch jedoch nur bedingt möglich.

Pulsuhren mit Brustgurt

Pulsuhren mit Brustgurt sind oftmals als Set erhältlich. Um damit Ihre Herzfrequenz beim Sport messen zu können, müssen Sie den Brustgurt tragen. Das ist zwar die älteste Methode, die in Pulsuhren zum Einsatz kommt, aber auch die genaueste – sie misst beinahe so exakt wie ein medizinisches EKG-Messgerät.

Am Gurt befindet sich das Messgerät, das die Herzfrequenz erfasst. Ein Sender leitet die Daten per Funk an den Empfänger in der Armbanduhr weiter.

Diese Messmethode liefert Ihnen kontinuierliche und zuverlässige Werte, was gerade für Leistungs- und Profi-Sportler wichtig ist. Entscheiden Sie sich für die Nutzung dieses Typs, sollten Sie darauf achten, dass Sie den in der Länge verstellbaren Gurt richtig anlegen. Denn nur mit richtiger Handhabung erhalten Sie auch exakte Messergebnisse. Einige Nutzer empfinden den Brustgurt als störend auf der Haut.

Die Preise für Pulsuhren mit Brustgurt bewegen sich zwischen 10 € und über 400 €, je nachdem welche Ansprüche Sie sonst noch an den Pulsmesser haben.

In unserem FAQ-Bereich erhalten Sie unter der Frage Wie lege ich einen Brustgurt richtig an? genauere Anweisungen zur korrekten Handhabung.

Shopping Tipp

Trainieren Sie mit einem Pulsuhr-Set gemeinsam mit anderen oder nehmen an einem Wettkampf teil, sollte das Messgerät die Herzfrequenz codiert an die Uhr übertragen. So gehen Sie sicher, dass nur Ihre Pulsmessung erfasst wird. Die Codierung verhindert eine Störung der Herzfrequenzanzeige durch andere Signale.

Im Folgenden finden Sie die Vor- und Nachteile einer Sportuhr mit Brustgurt in einer übersichtlichen Tabelle zusammengefasst:

Vorteile
  • Misst sehr genau
  • Bereits zu günstigen Preisen erhältlich
Nachteile
  • Brustgurt kann als störend empfunden werden
  • Handhabung etwas schwieriger
Pulsuhren mit Fingersensor

Eine Pulsuhr mit Fingersensor kommt ohne Brustgurt aus. Der Sensor befindet sich direkt an der Uhr. Sie prüfen Ihren Puls, indem Sie Ihren Finger auf diesen Sensor legen. 

Bei dieser Messmethode erhalten Sie nur eine Momentaufnahme des Pulses. Eine durchgängige Pulsmessung ist damit nicht möglich. Die Messgenauigkeit dieser Geräte reicht zwar nicht an die der Pulsuhren mit Brustgurt heran, wird aber den Ansprüchen von Gelegenheitssportlern durchaus gerecht.

Ein Pulsmesser mit Fingersensor ist daher für Sportarten empfehlenswert, bei denen die ständige Messung des Pulses nicht notwendig ist wie z. B. Nordic Walking.

Treiben Sie eher gelegentlich Sport und müssen dabei auch nicht aus gesundheitlichen Gründen ununterbrochen Ihre Herzfrequenz beobachten? Dann kann die Pulsuhr mit Fingersensor ein guter Begleiter für Sie sein. Meist handelt es sich bei diesen Produkten um eher einfach gehaltene Sportuhren mit wenigen Funktionen. Als Hobby-Sportler profitieren Sie dabei von der einfachen Bedienbarkeit.

Aufgrund dieser Eigenschaften erhalten sie die Modelle bereits ab etwa 10 € im Handel. Sie übersteigen 40 € in der Regel nicht.

Die Vor- und Nachteile einer Sportuhr mit Fingersensor haben wir für Sie in der folgenden Tabelle noch einmal zusammengefasst:

Vorteile
  • Einfach zu bedienen
  • Sehr günstig
Nachteile
  • Keine ständige Messung des Pulses
  • Weniger genaue Messung
  • Weniger Funktionen
Pulsuhren mit Handgelenksmessung

Bei diesen Pulsuhren erfolgt die Messung direkt am Handgelenk mithilfe eines sogenannten optoelektrischen Sensors. Ein Brustgurt ist nicht nötig.

So funktioniert der optoelektrische Sensor:

  1. LED-Lampen an der Rückseite des Uhrengehäuses senden Lichtimpulse aus. 
  2. Das pulsierende Blut im Handgelenk reflektiert das Licht.
  3. Das reflektierte Licht gibt Aufschluss über den Blutfluss und damit über die Herzfrequenz.

Das Messergebnis ist zwar 2 % ungenauer als das über einen Brustgurt. Für Hobby-Sportler und -Läufer ist es jedoch völlig ausreichend. Diese Methode ist flexibel und komfortabel, da Sie nur die Uhr am Handgelenk tragen.

Dieser Gerätetyp ist für Sie geeignet, wenn Sie das Tragen eines Gurts um die Brust beim Sport als störend empfinden.

Pulsuhren mit optischem Handgelenkssensor finden Sie im Handel zu Preisen zwischen etwa 70 € und 570 €.

Möchten Sie sich einen Überblick über die Vor- und Nachteile von Sportuhren mit Handgelenksmessung verschaffen, betrachten Sie die folgende Tabelle:

Vorteile
  • Flexibel
  • Komfortabel
Nachteile
  • Weniger genaue Messung
  • Teuer

Sport-Modi

Pulsuhren sind je nach Gerätetyp für unterschiedliche Sportarten ausgelegt. Wählen Sie deshalb ein Modell aus, das zu Ihrer Sportart passt. Nur dann können Sie die Ergebnisse optimal kontrollieren und auswerten.

Welche und wie viele Sportarten eine Sportuhr messen kann, hängt vom jeweiligen Gerätetyp ab.

Nachfolgend finden Sie eine Auflistung der gängigsten Modi:

  • Fitness-Modus
    Gehen Sie gerne ins Fitnessstudio? Mit diesem Modus protokollieren Sie mit Ihrer Sportuhr ganz einfach auch Ihr dort geleistetes Training.
  • Fahrrad-Modus
    Als Radfahrer können Sie dem Gerät viele interessante Informationen über Ihr Fahrverhalten entlocken. Je nach Funktionsumfang der Sportuhr wären dies etwa Angaben zu Trittfrequenz, Kilometeranzahl, Geschwindigkeit und Höhenmetern.
  • Lauf-Modus
    Möchten Sie regelmäßig laufen, dann sollten Sie zu einem Pulsmesser speziell für diesen Ausdauersport greifen. Dieser kann unter anderem Ihre Herzfrequenz speichern und als Stoppuhr dienen. Legen Sie etwa über die Zielzonenfunktion eine Pulsober- und eine Pulsuntergrenze fest. Auch Höhenmessung und GPS können beim Laufsport sinnvoll sein.
  • Schwimm-Modus
    Hierfür muss die Pulsuhr wasserdicht sein. Achten Sie dabei darauf, dass sie mindestens 10 bar, am besten jedoch 20 bar an Wasserdruck aushält. Die sogenannte Schutzart der Uhr gibt Auskunft über den Grad der Wasserdichtigkeit. Angegeben wird sie mit IP-Kennziffern. Ideal ist hier IPX8 – die Sportuhr übersteht damit auch größte Tauchtiefen. Eine Uhr mit Schwimm-Modus errechnet die geschwommenen Bahnen sowie die dafür benötigte Zeit. Einige Geräte können darüber hinaus den Schwimmstil ermitteln. Möchten Sie in freier Natur schwimmen, empfiehlt sich die GPS-Funktion.
  • Multisport-Modus
    Der Multisport- oder auch Triathlon-Modus vereint mehrere Sportarten – Radfahren, Laufen, Schwimmen, Fitnessstudio – in einem Gerät. So haben Sie einen Überblick über sämtliche Trainingseinheiten.

Ausstattung

Einige Sportuhren verfügen neben den unterschiedlichen Sensoren zur Herzfrequenzmessung über weitere Ausstattungsmerkmale. 

  • Beleuchtung
    Mit einem beleuchteten Display können Sie den Herzfrequenzmesser auch bei schlechten Lichtverhältnissen nutzen und ablesen. Das ist von Vorteil, wenn Sie während der Dämmerung oder in der Dunkelheit trainieren.
  • Bluetooth
    Via Bluetooth können Sie Ihre Pulsuhr mit einem Smartphone verbinden. Das ermöglicht es Ihnen, beispielsweise über die Uhr den Music-Player des Smartphones zu steuern oder die beiden Geräte miteinander zu synchronisieren.
  • USB-Anschluss
    Besitzt Ihr Pulsmesser eine USB-Schnittstelle, können Sie ihn einfach mit einem PC verbinden. Das ermöglicht Ihnen, die beim Sport erfassten Daten schnell und komfortabel mit einem Kabel auf Ihren Computer zu übertragen. Durch die Auswertung dieser Informationen können Sie wiederum Ihr Training gestalten. Programme hierfür bieten die jeweiligen Hersteller an. 
  • Music-Player
    In einigen Geräten ist ein MP3-Player integriert. Dieser eignet sich vor allem für Sportler, die während des Trainings gern Musik hören. Ein zusätzliches Gerät ist dadurch überflüssig.
  • Thermometer
    Ein integriertes Thermometer informiert Sie über die vorherrschende Umgebungstemperatur. 
  • Touchscreen
    Durch einfaches Berühren des Displays können Sie zwischen den verschiedenen Funktionen oder Sport-Modi hin- und herwechseln.
  • WLAN
    Mit integriertem WLAN können Sie Hotspots einrichten. Über diese laden Sie Ihre Aufzeichnungen kabellos und komfortabel auf einen Computer. Sie können aber auch umgekehrt Daten von Ihrem PC auf Ihren Pulsmesser übertragen.

Funktionen

Überlegen Sie sich vor dem Kauf, welche Funktionen einer Pulsuhr optimal zu Ihren Trainingsbedürfnissen passen bzw. welche sie nutzen möchten. Denn je mehr Technik im Pulsmesser steckt, desto teurer ist dieser. Sie können aus verschiedenen Funktionen wählen.

Auf den Punkt!
  • Grundfunktionen wie Pulsmessung und Stoppfunktion besitzen alle Pulsuhren. Diese reichen für Hobby-Sportler aus, die ihr Training überprüfen möchten.
  • Profisportler profitieren von Trainingsfunktionen. Mit deren Hilfe können Sportler ihr Training gezielt analysieren, verbessern und ihre Leistung steigern.
  • Bei Zusatzfunktionen handelt es sich oftmals um solche wie Schlaf-Tracking oder Activity-Tracking.
Grundfunktionen

Nahezu jede Pulsuhr enthält die Grundfunktionen. Da diese Modelle meist wenig zusätzliche Technik besitzen, sind sie günstig und einfach zu bedienen. Sie eignen sich vor allem für Einsteiger und Hobbysportler, die hauptsächlich ihre Herzfrequenz während des Trainings überwachen möchten.

Wissenswert

Der Ruhepuls eines Erwachsenen beträgt im Schnitt 60 bis 80 Herzschläge pro Minute. Am besten ermitteln Sie diesen Wert morgens nach dem Aufstehen. Zählen Sie dazu die Pulsschläge 15 Sekunden lang und multiplizieren sie mit 4.

Der Trainingspuls hängt von der Trainingsintensität ab. Je nachdem, welche Ziele Sie haben, wählen Sie eine Pulszone aus, innerhalb derer Sie trainieren.

Die Herzfrequenz (HF) lässt sich in 5 verschiedene Pulszonen unterteilen. Die anaerobe Zone erreichen Sie dann, wenn Ihr Körper es nicht mehr schafft, die Energie aus dem Sauerstofftransport durch das Blut zu gewinnen.

Der folgenden Tabelle können Sie die Pulszonen mit der dazugehörigen Herzfrequenz und deren Trainingsziel entnehmen:

Pulszone max. HF Ziel
Gesundheitszone 50–60 % Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems
Fettverbrennungszone 60–70 % Fettverbrennung
Aerobe Zone 70–80 % Steigerung der Ausdauer
Anaerobe Zone 80–90 % Verschiebung der anaeroben Schwelle nach oben, Muskelaufbau
Rote Zone 90–100 % Warnzone – nur für Profi-Sportler

Folgende Funktionen sind in vielen Pulsmessern vorhanden. Sie helfen Ihnen dabei, die geeignete Pulszone zu finden.

  • Herzfrequenz
    Die Herzfrequenz bemisst sich aus der Anzahl der Herzschläge pro Minute. Diese ist individuell verschieden. Über die Herzfrequenz können Sie die Belastung sowie die Trainingsintensität kontrollieren. Sie hängt von der Aktivität und von den Umgebungsbedingungen ab. Steigt die Trainingsintensität, nimmt auch die Herzfrequenz zu. 
  • Pulslimit
    Mit einem Pulslimit können Sie den Belastungsbereich individuell einstellen. Die Pulsuhr alarmiert Sie, sobald Sie diesen unter- oder überschreiten und sich demnach unter- oder überfordern. Die Alarmierung geschieht mittels optischem, akustischem oder vibrierendem Signal. Diese Funktion ist vor allem für Einsteiger zu empfehlen. Dadurch erkennen Sie, wann Sie im optimalen Belastungsbereich trainieren. Aber auch als Fortgeschrittener profitieren Sie vom Pulslimit, denn Sie können einen Trainingsbereich gezielt festlegen.
  • Stoppuhr
    Die Zeit spielt bei Ihrem Training eine wichtige Rolle, um Ihre Leistung messen zu können. Mit einer Stoppuhr-Funktion können Sie einzelne Trainingsabschnitte auswerten. Zudem lässt sich ermitteln, wie viel Zeit Sie für das Training benötigen und ob Sie sich verbessern.
  • Uhr
    Wie eine herkömmliche Armbanduhr kann auch eine Pulsuhr die Uhrzeit anzeigen. Manche Modelle bieten zudem die Möglichkeit, einen Timer zu programmieren. Wecktöne erinnern Sie dann an Ihre getroffenen Einstellungen.

Trainingsfunktionen

Teurere Pulsuhren enthalten zahlreiche Funktionen, die vor allem fortgeschrittene Sportler und Profis dabei unterstützen, ihr Training präzise zu überwachen, auszuwerten und zu verbessern.

Häufige Trainingsfunktionen sind:

  • Barometrische Höhenmessung
    Wenn Sie gern bergsteigen oder wandern ist ein integrierter Höhenmesser sinnvoll. Dieser funktioniert barometrisch und misst anhand des Luftdrucks die Höhe, berechnet die Steigung sowie das Gefälle. Diese Höhemessung mittels Barometer ist exakter als die Höhenangabe über GPS.
  • Distanzmessung
    Eine Pulsuhr mit Distanzmessung misst die zurückgelegte Distanz via GPS. Bei dieser Methode sind Mess-Ungenauigkeiten jedoch nicht auszuschließen. Trotzdem setzt sich diese Technik immer mehr durch. Präziser ist die Messung der Distanz via Foot-Pod, für die der Bewegungssensor am Fuß angebracht wird. 
  • Erholungszeit
    Die Erholungszeit erfasst, wie schnell Sie sich nach dem Training regenerieren. Diese Funktion hilft Ihnen dabei, das Gleichgewicht zwischen Training und Erholung zu finden. Denn zu viel Belastung führt zu weniger Leistungsfähigkeit – durch zu wenig Training können Sie jedoch Ihr Potenzial nicht ausschöpfen. 
  • Fitnesstest
    Mit dem Fitnesstest ermitteln Sie Ihren Leistungsstand. Dazu legen Sie morgens nach dem Aufstehen die Pulsuhr oder den Brustgurt an und die Uhr misst über den gesamten Tag hinweg Ihre Fitness. Die erhaltenen Daten können Sie mit früheren Tests vergleichen. Diese Funktion eignet sich, wenn Sie Ihre körperliche Verfassung verbessern möchten – Sie sehen, ob Sie Fortschritte machen oder nicht. 
  • Geschwindigkeitsmessung
    Ein Laufsensor, ein Rad-Geschwindigkeitssensor oder GPS misst die Geschwindigkeit. Dadurch erhalten Sie die aktuelle, die durchschnittliche und die maximale Geschwindigkeit während des Sports.
  • GPS
    Das satellitengestützte Global Positioning System (GPS) überwacht Ihre Strecke, misst die zurückgelegte Distanz und gibt Auskunft über Ihren Standort. Dadurch können Sie Ihre sportliche Leistung als Läufer besser beurteilen. Das ist praktisch, wenn Sie nicht auf einer Laufbahn trainieren und daher nicht wissen, welche Strecke Sie zurückgelegt haben. Auch für Trailrunner sind Pulsuhren mit GPS geeignet, da sie sich damit nicht mehr im Gelände verlaufen können. Bedenken Sie aber, dass der GPS-Empfang im Wald und bei starker Bewölkung schlechter sein kann.
  • Herzfrequenzvariabilität
    Die Herzfrequenzvariabilität (HFV) zeigt den Abstand zwischen 2 Herzschlägen an. Intensive Belastungen durch Training, aber auch Stress, Atmung, Entspannung und Nervensystem beeinflussen die HFV. Ihre HFV ist größer, wenn Sie entspannt sind. Bei zunehmender Belastung sinkt sie.
  • Intervalltraining
    Mit Intervalltraining können Sie als Läufer Ihre Geschwindigkeit verbessern und Ihre Ausdauer trainieren. Mithilfe dieser Funktion sind Sie in der Lage, einen individuellen Trainingsplan mit Trainingsphasen und Ruhephasen zu programmieren. Die Uhr erinnert Sie daran, wann Sie die Intensitätsstufen wechseln sollen.
  • Kalorienzähler
    Eine Sportuhr mit Kalorienzähler ermittelt, wie viele Kilokalorien Sie während des Trainings verbrauchen. Die Berechnung basiert auf Daten wie Gewicht, Größe, Alter, Geschlecht und körperlicher Aktivität. Manche Modelle können sogar das verbrannte Fett anzeigen. 
  • Running-Index
    Die Running-Index-Funktion beurteilt nach jedem Lauf Ihre Laufleistung. Die Berechnung erfolgt auf Grundlage der maximalen Herzfrequenz, der Ruhefrequenz, dem Frequenzverlauf, der Geschwindigkeit sowie dem im Training absolvierten Auf- und Abstieg. 
  • Rundenzähler
    Für Läufer auf Rennbahnen ist ein integrierter Rundenzähler in der Sportuhr empfehlenswert. Dadurch können Sie die zurückgelegte Strecke nach dem Training besser auswerten.
  • Schrittzähler
    Ein Bewegungssensor in der Uhr ermittelt die zurückgelegten Schritte. Wenn Sie Ihre durchschnittliche Schrittlänge programmieren, können Sie dadurch ermitteln, welche Strecke Sie zurückgelegt haben. Dadurch benötigen Sie keinen GPS-Empfänger. 
  • Trainingspartner
    Mit der Trainingspartner-Funktion können Sie auch ohne echten Trainingspartner in einen Wettbewerb treten: Wählen Sie eine eigene vergangene oder eine programmierte Leistung aus und treten Sie dagegen an.
  • Zwischenzeiten
    Um sich beispielsweise auf einen Wettkampf vorzubereiten, können Sie mit dieser Funktion die Zwischenzeit pro zurückgelegter Etappe ermitteln.
Zusatzfunktionen

Viele Pulsuhren besitzen mittlerweile Zusatzfunktionen, die auch in Smartwatches und Fitness-Trackern vorkommen. Bedenken Sie: Je mehr Funktionen der Pulsmesser besitzt, desto komplizierter ist die Bedienung. Zudem sind solche Hightech-Modelle teurer.

  • Activity-Tracker
    Der Activity-Tracker erfasst Ihre tägliche Aktivität. Nach 7 Tagen erstellt er ein vollständiges Bild darüber. Er berechnet Dauer, gelaufene Schritte, Schlaf und täglichen Kalorienverbrauch und gibt diese Werte wieder. 
  • Autopausen
    Für Sportler in der Stadt ist eine Autopausen-Funktion praktisch. Wenn Sie an einer Ampel stoppen müssen, werden diese Pausen aus dem erfassten Training herausgerechnet.
  • Smartwatch
    Auf dem Display werden Benachrichtigungen wie E-Mails, SMS, Termine, eingehende Anrufe usw. angezeigt. Auch den Music-Player können Sie darüber steuern. 
  • Schlaf-Tracker
    Eine Sportuhr mit Schlaf-Tracking zeichnet Dauer und Erholsamkeit des Schlafs auf. Die Erfassung stützt sich dabei auf die Bewegung der Handgelenke während des Schlafs. Wenige Bewegungen deuten auf einen erholsamen, viele Bewegungen auf einen unruhigen Schlaf hin. Über die Aufzeichnung können Sie nachvollziehen, inwiefern sich Veränderungen auf Ihren Schlaf auswirken. Sie können dadurch das richtige Gleichgewicht zwischen Ruhe, Aktivität und Training finden.
  • Zeitfunktionen
    Mithilfe der Zeitfunktionen können Sie Ihr Training optimal nach Ihren Bedürfnissen strukturieren. Dazu gehören beispielsweise eine Countdown-Funktion sowie eine Alarm-Funktion.

Zubehör

Die Angebote an Pulsuhren werden mit umfangreichem Zubehör ergänzt. Dadurch können Sie defekte Teile ersetzen oder Ihren Pulsmesser um weitere Funktionen bereichern. 

Folgendes Zubehör ist gängig:

  • Armband
    Das Armband können Sie – wie bei einer herkömmlichen Armbanduhr auch – wechseln. Es gibt unterschiedliche Materialien und Farben.
  • Batterie
    Meist kommen in Pulsuhren 3 Volt (V) Lithium-Knopfzellen zum Einsatz. Sie haben einen Durchmesser von 20 mm, eine Höhe von 3,2 mm, 2,5 mm oder 1,6 mm. Zuweilen werden Sets, bestehend aus Batterie, Dichtungsring und Deckel, angeboten.
  • Brustgurt
    Einen Brustgurt können Sie kaufen, falls der alte einmal kaputtgehen sollte. Auch die Anschaffung eines Reservegurts ist sinnvoll, den Sie verwenden, während Sie den anderen reinigen.
  • Datenübertragungsgerät
    Mithilfe eines Datenübertragungsgeräts senden Sie Ihre beim Sport aufgezeichneten Daten an einen Computer. So können Sie Trainingsergebnisse schnell und einfach abspeichern und auswerten. 
  • GPS-Pod
    Ein GPS-Pod ist ein externes Gerät, das beim Training Daten zur Wegstrecke, zur Geschwindigkeit, zur Distanz und zur Höhe aufzeichnet. Sie können es auch mit der Pulsuhr verbinden und die Daten somit in Echtzeit anzeigen lassen.
  • Herzfrequenzsender
    Der Herzfrequenzsender sitzt am Brustgurt. Ist er defekt, können Sie dieses Ersatzteil nachkaufen. Achten Sie dabei darauf, dass Sender und Pulsuhr-Modell zusammenpassen. Ansonsten ist eine Funkübertragung nicht möglich.
  • Laufsensor (Foot-Pod)
    Ein Laufsensor, auch Foot-Pod genannt, zeigt die Geschwindigkeit und die zurückgelegte Distanz auf dem Display an. Dafür ist es egal, ob Sie auf einem Laufband oder in der Natur laufen. Die gesammelten Informationen helfen Ihnen, Ihre Technik und Ihre Leistung zu verbessern. Für exakte Ergebnisse sollten Sie den Laufsensor im Vorfeld kalibrieren. Dazu laufen Sie einmal 800 oder 1.000 m in normalem Tempo auf einer Laufbahn und korrigieren das Messergebnis per Hand.
  • USB Stick
    Mit einem USB-Stick können Sie Ihre Trainingsergebnisse auf einen Computer übertragen.

Häufige Fragen

Falls Sie Fragen zur Benutzung von Pulsuhren haben, nutzen Sie unseren FAQ-Bereich an dieser Stelle. Wir haben die Sammlung auf Grundlage von Fragestellungen anderer Käufer von Pulsuhren erstellt.

Batterie

Wie wechsle ich die Batterie bei meiner Pulsuhr?

Je nach Gerätetyp können Sie die Batterie der Pulsuhr oder des Brustgurts selbst wechseln. Die Garantie erlischt allerdings bei einem Batterietausch zu Hause. Das heißt, dass der Hersteller dann keine Funktion und keine Wasserdichtigkeit mehr gewährleistet.

Achtung!

Ersetzen Sie die Batterien durch einen falschen Batterietypen, besteht Explosionsgefahr.

So wechseln Sie die Batterie:

  1. Öffnen Sie die Abdeckung der Batterie mithilfe einer 2-Euro-Münze, die Sie in die Einkerbung stecken und gegen den Uhrzeigersinn drehen.
  2. Entnehmen Sie die leere Batterie.
  3. Legen Sie die neue Batterie so in die Abdeckung, dass der Pluspol (+) gemäß der Kennzeichnung liegt.
  4. Schließen Sie die Batterieabdeckung, indem Sie die 2-Euro-Münze in die Einkerbung stecken und im Uhrzeigersinn drehen.

Ist es nicht möglich, die Batterie selbstständig zu wechseln, müssen Sie die Uhr bzw. das Set an den Hersteller senden. Dieser wechselt die Batterie gegen Entgelt. Der Vorteil: Dabei werden gleichzeitig die Dichtigkeit, die Genauigkeit und die Funktionalität des Pulsmessers überprüft.

Bedarf

Welche Pulsuhr passt zu mir?

Je nachdem, welcher Typ Sie in Sachen Sport sind, sollten Sie die Funktionen Ihres Produkts auswählen.

  • Einsteiger
    Sind Sie fitnessbegeistert, aber zählen sich eher zu den Einsteigern, reicht eine Pulsuhr mit Grundfunktionen aus. Achten Sie darauf, dass Sie ein Pulslimit eingeben können. So warnt Sie das Gerät vor Überanstrengungen.
  • Leistungsorientierter Sportler
    Betreiben Sie regelmäßig Sport und möchten Ihre Leistung stetig verbessern? In diesem Fall ist eine Pulsuhr sinnvoll, die Ihnen Aufschluss über Ihre Leistungskurve gibt und mit der Sie Ihr persönliches Trainingsziel festlegen können. Trainieren Sie bei jedem Wetter, sollten Sie auf Wasserfestigkeit achten. Ein GPS gibt Ihnen darüber hinaus Auskunft über zurückgelegte Strecken.
  • Wettkampf- oder Profi-Sportler
    Als professioneller Sportler benötigen Sie einen Herzfrequenzmesser mit allen Finessen. Mit Grund-, Trainings- und Zusatzfunktionen können Sie umfangeiche Trainingspläne aufstellen und Ihre Fortschritte anhand von Protokollen gezielt überwachen. Für den Einsatz im Wasser muss die Pulsuhr absolut wasserdicht sein.

Mehr Informationen zu den unterschiedlichen Funktionen von Pulsuhren erhalten Sie im gleichnamigen Kapitel unseres Kaufberaters.


Warum ist eine Pulsuhr beim Laufen bzw. Joggen sinnvoll?

Mit einer Pulsuhr können Sie als Läufer Ihr Training effizient gestalten und Ihre Leistung verbessern. Die Uhr misst Ihre Herzfrequenz. Dadurch können Sie die Belastung beim Sport kontrollieren und an Ihren individuellen Leistungsstand anpassen. Ist die Herzfrequenz während des Trainings zu niedrig oder zu hoch, können Sie die Belastung erhöhen oder verringern.


Was ist besser für mich geeignet: eine Pulsuhr oder ein Fitness-Tracker?

Wenn Sie ambitionierter Sportler oder Anfänger sind und Ihre Herzfrequenz präzise überprüfen möchten, ist eine Pulsuhr für Sie das Richtige. Mit ihrer Hilfe können Sie alle Daten zu Ihrem Training aufzeichnen und genau auswerten. Auf Grundlage dieser Werte ist es Ihnen möglich, Ihr Training anzupassen und so Ihre sportliche Leistung zu steigern bzw. gezielt zu trainieren. 

Zusätzlich zu den klassischen Funktionen einer Pulsuhr bieten viele Modelle mittlerweile auch Features eines Fitness-Trackers wie z. B. Activity- oder Schlaf-Tracking. Auch Smartwatch-Funktionen sind bei zahlreichen Gerätetypen zu finden.

Geht es Ihnen weniger um präzise Daten Ihrer sportlichen Aktivität und möchten Sie dagegen Ihren Alltag aktiver gestalten, sind Fitness-Tracker für Sie passend. Deren Features fordern Sie auf, sich zu bewegen, wenn Sie inaktiv sind. 

Bedenken Sie

Ein Fitness-Tracker ersetzt keine Pulsuhr.

Fitness-Tracker liefern Ihnen im Gegensatz zu Pulsmessern keine exakte Herzfrequenzmessung.

Begriff

Was sind Pulsuhren?

Pulsuhren sind Sportuhren und verfügen zunächst über die gewöhnlichen Funktionen einer Uhr. Darüber hinaus sind sie mit einem Sensor ausgestattet, der die Herzfrequenz pro Minute misst. Viele Sportuhren messen außerdem Geschwindigkeit, Länge und Zeit einer zurückgelegten Strecke. Damit können Sie Ihr Training nicht nur genau überwachen, sondern auch effizienter gestalten.

Erfahren Sie in unserem Kaufberater mehr zu den unterschiedlichen Pulsuhren-Typen.

Billig-Pulsuhren

Messen günstige Modelle genauso exakt wie teure Geräte?

Günstige Pulsuhren stehen in Sachen Messergebnis teuren Modellen in nichts nach. Auch die günstigen Geräte namhafter Hersteller messen nahezu so exakt wie ein EKG.

Recherche Tipp

Das Magazin Fit for Fun hat 8 Pulsuhren getestet.

Der Preis einer Pulsuhr hängt vielmehr von der Anzahl der Funktionen ab, die sie besitzt. Deshalb sollten Sie sich vor dem Kauf genau überlegen, welche für Sie wichtig sind und auf welche Sie verzichten können.

Informieren Sie sich in der gleichnamigen Inhaltsrubrik über gängige Funktionen einer Sportuhr.

Brustgurt

Wozu dient der Brustgurt?

Am Brustgurt befindet sich der sogenannte Herzfrequenzsensor. Er misst die Herzfrequenz über Elektroden und sendet das Herzfrequenz-Signal an den Empfänger in der Armbanduhr. Die dadurch erzielten Werte sind beinahe so genau wie die eines EKG-Messgeräts.

Erfahren Sie mehr über die Funktionsweise von Pulsuhren mit Brustgurt in der gleichnamigen Themenrubrik unseres Kaufberaters.


Wie lege ich einen Brustgurt richtig an?

Der Brustgurt sollte Sie weder beim Training noch beim Atmen stören. Voraussetzung dafür ist, dass Sie ihn richtig einstellen und anlegen.

So tragen Sie den Brustgurt richtig:

  1. Befeuchten Sie die Elektroden, um ein besseres Messergebnis zu erhalten.
  2. Befestigen Sie den Sender am Brustgurt.
  3. Stellen Sie die Gurtlänge ein. 
  4. Legen Sie den Gurt um Ihren Brustkorb und schließen Sie den Verschluss.
Tipp

Damen sollten den Gurt unter dem Brustansatz tragen.

Bei Herren sollte der Brustgurt unter dem Brustmuskel sitzen.


Was taugt eine Pulsuhr ohne Brustgurt?

Neben der Messmethode mittels Brustgurt gibt es 2 weitere Arten, wie Pulsuhren die Herzfrequenz messen können:

  • Mit einem Fingersensor
    Bei einer Pulsuhr mit Fingersensor müssen Sie während des Sports den Finger auf die Sensorfläche der Armbanduhr legen. Dadurch erhalten Sie ein punktuelles Messergebnis. Das heißt, Sie können Ihre Herzfrequenz nicht dauerhaft während des Sports überwachen.
  • Mit einem Handgelenkssensor
    Pulsuhren mit Handgelenkssensor messen die Herzfrequenz mit einem optoelektrischen Sensor im Armband. Das Messergebnis ist fast so präzise wie das eines Modells mit Brustgurt.

Sie interessieren sich für die unterschiedlichen Pulsuhren-Typen? Mehr Informationen dazu finden Sie in unserem Kaufberater.


Warum stellt die Pulsuhr keine Verbindung zum Brustgurt her?

Folgende Ursachen können für die gestörte Verbindung der Pulsuhr mit dem Brustgurt verantwortlich sein:

  • Sie haben den Brustgurt falsch angelegt.
  • Der Brustgurt sitzt falsch herum – die Innenseite befindet sich außen.
  • Schmutz auf den Sensoren verhindert die Messung der Herzfrequenz.
  • Sie haben die Sensoren vor dem Training nicht angefeuchtet.
  • Die Batterie der Sensoren ist leer.

Funktionsweise

Wie funktioniert eine Pulsuhr?

Entweder der Brustgurt misst Ihre Herzfrequenz und funkt das Ergebnis an die Armbanduhr oder Ihre Pulsuhr misst die Herzfrequenz mithilfe eines optoelektrischen Sensors im Armband.

Mehr Infos zur Funktionsweise von Pulsuhren finden Sie in unserer Rubrik Wissen kompakt.


Was kann ich tun, damit meine Pulsuhr besser funktioniert?

Wenn Sie ein Pulsuhr-Set bestehend aus Uhr und Brustgurt verwenden, können Sie die Elektroden des Brustgurts anfeuchten. Sie können dazu auch Kontaktgel verwenden. Die Feuchtigkeit ist wichtig, um den Hautwiderstand zu verringern. Dadurch verbessert sich die Leitfähigkeit – das Messergebnis wird korrekt übertragen.


Was muss die Pulsuhr anzeigen, damit ich weiß, dass ich sicher und effektiv trainiere?

Die Herzfrequenz ist individuell unterschiedlich. Sie können diese deshalb nicht mit der Herzfrequenz anderer Personen vergleichen. Orientierung bieten jedoch die unterschiedlichen Pulszonen in Hinblick auf Ihr Trainingsziel. Dazu müssen Sie vorab Ihre maximale Herzfrequenz (HF) bestimmen.

Tipp

Die genaueste Methode, um Ihre maximale Herzfrequenz (HF) zu ermitteln, ist ein sportmedizinischer Leistungstest. Bei dieser Leistungsdiagnose bestimmt der Arzt die Laktatkonzentration unter standardisierten Bedingungen. Das Stoffwechselprodukt Laktat entsteht bei sportlicher Aktivität und gibt Aufschluss über Ihre Leistungsfähigkeit: Je weniger Laktat sich beim Sport in Ihrem Blut nachweisen lässt, desto leistungsfähiger sind Sie.


Es gibt 5 Pulszonen:

  1. Gesundheitszone: 50–60% der maximalen HF
    ⇒ Trainieren Sie innerhalb dieser Zone, stärken Sie Ihr Herz-Kreislauf-System. Dieser Bereich ist vor allem für Anfänger und Reha-Patienten geeignet.
  2. Fettverbrennungszone: 60–70% der maximalen HF
    ⇒ In dieser Pulszone verbrennen Sie Fett. Das dient der Gewichtsreduktion. Zusätzlich stärken Sie Ihr Herz-Kreislauf-System.
  3. Aerobe Zone: 70–80 % der maximalen HF
    ⇒ Das Training in der aeroben Zone steigert die Ausdauer und stärkt das Herz-Kreislauf-System. Zudem verbrennen Sie in diesem Bereich mehr Kohlenhydrate als Fette. Es eignet sich für fortgeschrittene Sportler. 
  4. Anaerobe Zone: 80–90 % der maximalen HF
    ⇒ In der anaeroben Zone können Sie Ihre anaerobe Schwelle nach oben verschieben. Dieser Bereich ist Leistungssportlern vorbehalten. Das Training zielt auf den verbesserten Abbau von Laktaten ab. Die Folge: Eine längere Belastung bei höherer Herzfrequenz.
  5. Warnzone: 90–100 % der maximalen HF
    ⇒ Ein Training in der Warnzone bzw. roten Zone führt zur Überbelastung. Die Verletzungsgefahr ist hoch und im schlimmsten Fall können Sie sterben.
  6. Um sicher und effektiv zu trainieren, empfiehlt es sich, das Pulslimit Ihrer Pulsuhr passend zur gewünschten Pulszone einzustellen. Dann signalisiert Ihnen die Uhr, wann Sie den idealen Trainingsbereich über- oder unterschreiten.

GPS-Uhr

Wofür kann ich eine GPS-Uhr einsetzen?

Bei GPS-Uhren handelt es sich in der Regel um Pulsuhren mit GPS-Funktion. Dieser Produkttyp eignet sich für Sie, wenn Sie beispielsweise als Trailrunner in unbekanntem Gelände unterwegs sind. Eine GPS-Uhr zeigt Ihnen an, wo Sie sich befinden und wie Sie den Weg zurückfinden.

Aber auch für ambitionierte Läufer und Radfahrer, die präzise Daten über Ihre Strecke erhalten möchten, ist eine GPS-Uhr das Richtige. Die GPS-Funktion zeichnet dabei nicht nur die zurückgelegten Kilometer auf. Sie erfasst auch den Streckenverlauf, die Geschwindigkeit und je nach Modell sogar die überwundenen Höhenmeter.

Kalorien

Kann ich mit der Pulsuhr meinen Grundumsatz an Kalorien ermitteln, wenn ich sie tagsüber trage?

Der tägliche Grundumsatz an Kalorien gibt an, wie viele Kalorien Ihr Körper im Ruhezustand verbraucht, um Funktionen wie Atmung, Verdauung und Organtätigkeiten aufrechtzuerhalten.

Der Kalorien-Grundumsatz hängt im Wesentlichen von folgenden Faktoren ab:

  • Alter
  • Geschlecht
  • Körpergröße
  • Gewicht

Besitzen Sie eine Pulsuhr mit integriertem Kalorienzähler oder Activity-Tracker, können Sie ermitteln, wie viele Kalorien Sie an einem Tag verbraucht haben. Das Ergebnis stellt jedoch nicht den exakten Energieverbrauch dar, sondern eher eine Schätzung, an der Sie sich orientieren können.

Kauf

Worauf muss ich beim Kauf einer Pulsuhr achten?

Überlegen Sie zunächst, wie Ihre Herzfrequenz gemessen werden soll.

Dafür gibt es 3 Methoden:

  • Brustgurt
  • Fingersensor
  • Handgelenksmessung

Als Zweites sollten Sie vor dem Kauf entscheiden, welche Funktionen Sie benötigen und welche Sie beim Sport auch wirklich nutzen möchten.

In unserem Kaufberater in der Inhaltsrubrik Pulsuhren-Typen haben wir die unterschiedlichen Messmethoden von Pulsuhren für Sie zusammengestellt. Dort erklären wir zudem, wie diese Ihre Herzfrequenz messen.


Worin liegt der Unterschied zwischen analogen und digitalen Pulsuhren?

Digitale Pulsuhren codieren das Signal des Brustgurts. Dadurch ist sichergestellt, dass der Pulsmesser nur Ihre Herzfrequenz misst und nicht durch andere Signale gestört wird. Zusätzlich sind digitale Sportuhren vor Störungen durch Hochspannungsleitungen geschützt. Ein Nachteil ist: Diese Modelle verbrauchen mehr Strom. Trotzdem ist diese Variante mittlerweile Standard.

Es gibt Pulsmesser und Brustgurte, die Signal analog übertragen. Die Datenübertragung findet auf einer Frequenz von 5 Kilohertz (kHz) statt. 

Eine Herzfrequenzübertragung im Wasser ist nur mit analoger Technik möglich. Deshalb und weil viele Fitnessgeräte in Fitnessstudios mit analogen Empfangsteilen ausgestattet sind, ist es vorteilhaft, wenn Ihr Brustgurt beide Übertragungstechniken beherrscht.

Nutzung

Wie benutze ich eine Pulsuhr?

So verwenden Sie eine Pulsuhr:

  1. Legen Sie die Uhr an.
  2. Ziehen Sie den Brustgurt an, falls vorhanden.
  3. Starten Sie die Aufzeichnung.
  4. Die Stoppuhr beginnt zu laufen.
  5. Ihre Herzfrequenz wird angezeigt.

Wie Sie den Brustgurt richtig anlegen, erfahren Sie im FAQ Wie lege ich einen Brustgurt richtig an?


Kann ich eine Pulsuhr auch auf einem Laufband nutzen?

Einige stationäre Fitnessgeräte können die Signale einer Pulsuhr bzw. eines Brustgurts empfangen und etwa Ihre Herzfrequenz anzeigen. Möchten Sie Ihre Uhr im Fitnessstudio nutzen, sollten Sie sich vorab dort informieren, welche Pulsmesser mit den dort vorhandenen Fitnessgeräten nutzbar sind.


Muss ich abbremsen, wenn die Pulsuhr piepst?

Je nach Ihren individuellen Trainingsbedürfnissen können Sie die Pulslimit-Funktion nutzen. Dabei legen Sie einen maximale und eine minimale Herzfrequenz fest. Gerät diese beim Sport unter oder über dieses festgelegte Pulslimit, teilt Ihnen die Uhr das mithilfe eines Signals mit. 

Das bedeutet: Unterschreiten Sie den Wert, unterfordern Sie sich – überschreiten Sie den Wert, überfordern Sie sich. 

Tipp

Bei einer Überforderung sollten Sie die Belastung verringern. Falls Sie laufen, heißt das für Sie, dass Sie abbremsen sollten, bis sich ihr Puls wieder innerhalb des optimalen Bereichs befindet.

Preis

Wie viel kostet eine Pulsuhr?

Pulsuhren gibt es bereits ab etwa 5 € zu kaufen. Dabei handelt es sich meist um Einsteigermodelle, die lediglich Basisfunktionen besitzen. Für das Training als Hobby-Sportler sind diese Modelle jedoch völlig ausreichend, denn die günstigen Uhren geben die Herzfrequenz nahezu exakt wieder.

Pulsmesser im mittleren Preissegment, also um 100 €, besitzen meist zusätzliche Funktionen. Dazu gehören integrierte Fitnesstests sowie die Möglichkeit, ein Trainingsprofil zu erstellen.

Preislich sind nach oben keine Grenzen gesetzt. Verfügt ein Gerät über viele zusätzliche Trainingsfunktionen und technische Finessen ähnlich einer Smartwatch, ist es auch teurer. Grundsätzlich gilt: Je mehr Funktionen, desto höher der Preis.

Puls

Warum sollte ich beim Sport auf meinen Puls achten?

Trainieren Sie mit dem idealen Trainingspuls, stärken Sie Ihr Herz, ohne es zu strapazieren. Daher ist es wichtig, während des Sports die Herzfrequenz zu kontrollieren. Nur dann wissen Sie, ob Sie sich im optimalen Trainingsbereich ertüchtigen. So können Sie Ihr Sportprogramm gezielt auf Ihre Bedürfnisse anpassen.

Welches die unterschiedlichen Pulszonen sind, erfahren Sie in unserem FAQ unter der Frage Was muss die Pulsuhr anzeigen, damit ich weiß, dass ich sicher und effektiv trainiere?


Pulsformel: Was ist der optimale Puls beim Sport?

Die optimale Herzfrequenz können Sie mithilfe verschiedener Formeln berechnen. Dazu benötigen Sie folgende Daten: Ihre maximale Herzfrequenz (HFmax), Ihr Alter sowie Ihr Gewicht.

Formeln zur Bestimmung des Maximalpulses finden Sie in der folgenden Tabelle.

Wissenschaftler Formel Frauen Formel Männer
Verschiedene Quellen/Faustregel 226 – Lebensalter 226 – Lebensalter
Sally Edwards 210 – 0,5 x Lebensalter – 0,11 x Körpergewicht in kg 214 – 0,5 x Lebensalter – 0,11 x Körpergewicht in kg
Winfried Spanaus 226 – 1,0 x Lebensalter 223 – 0,9 x Lebensalter

Ihren Trainingspuls können Sie nach der Formel von Prof. Dr. Kuno Hottenrott ermitteln. Für Läufer lautet sie wie folgt:

HFmax x 0,7 x Fitnesslevel (LFi) x Ziel (Tzi) x Geschlecht (GFi) x Sportfaktor (SPi)

Dabei bedeutet:

  • LFi = Einsteiger: 1,0; Fitnesssportler: 1,03; Leistungssportler: 1,06
  • TZi = Fettstoffwechseltraining: 1,0; Herz-Kreislauf-Training: 1,1; Ausdauertraining: 1,2
  • GFi = Männer: 1,0; Frauen niedrige Intensität: 1,10; mittlere Intensität: 1,06; hohe Intensität: 1,03
  • SPi = 1,0 
Recherche Tipp

Mit dem von Prof. Dr. Kuno Hottenrott entwickelten PulsAdviser können Sie Ihre optimale Trainingsherzfrequenz auch für andere Sportarten berechnen.

Smartphone

Kann ich eine Pulsuhr durch ein Smartphone ersetzen?

Ein Smartphone besitzt nicht zwangsläufig die gleichen Funktionen wie eine Pulsuhr. Jedoch gibt es Brustgurte mit Herzfrequenzsender, die Sie mit dem Smartphone verbinden und mit einer App bedienen können. 

Über die App können Sie Ihre Herzfrequenz mit Ihrem Smartphone überwachen und auswerten. Zusätzliche Trainingsfunktionen, wie sie eine Pulsuhr besitzt, sind aber nicht nutzbar.

Shopping Tipp

Achten Sie darauf, ob der Hersteller Ihres Brustgurts eine Trainings-App anbietet. Falls nicht, prüfen Sie, ob Sie den Brustgurt auch mit einer anderen App benutzen können. Nicht alle Systeme sind miteinander kombinierbar.

Wasser

Kann ich mit einer Pulsuhr schwimmen gehen?

Viele Pulsuhren sind wasserdicht. Das bedeutet, dass Sie sie auch beim Schwimmen tragen können, vorausgesetzt Ihr Wunschmodell besitzt einen Schwimm-Modus. Denn nur dann können Sie die Daten des Schwimm-Trainings auswerten.

Achtung!

Prüfen Sie, ob Ihre Pulsuhr wasserdicht ist, sonst drohen Schäden.

Lesen Sie in der Gebrauchsanleitung nach oder fragen Sie den Hersteller, ob die Uhr wasserdicht ist und beim Schwimmen getragen werden darf. 

Je nach Hersteller kann es sein, dass Sie die Knöpfe im Wasser nicht betätigen dürfen, um eine Wasserdichtigkeit zu garantieren. Ansonsten nimmt Ihre Uhr Schaden.


Über Kerstin Hölzel

Über den klassischen Journalismus bei Fernsehen und Zeitung bin ich in meiner Wunsch-Branche angekommen: dem E-Commerce. Seit 2016 schreibe ich als überzeugte Online-Shopperin für billiger.de und unterstütze Sie mit nützlichen Tipps und interessanten Informationen bei der Entscheidung für das richtige Produkt.


Nach oben