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Ratgeber

Ratgeber Fliesen


Fliesen sind Boden- oder Wandbeläge, die aus Zement, gepresster Keramik oder Naturstein bestehen. Fliesen sind im Haushalt äußerst beliebt, da sie einfach zu reinigen und sehr belastbar sind. Ein Nachteil ist, dass sie sehr kalt sein können, falls keine Fußbodenheizung vorhanden ist. Beim Erwerb von Fliesen kann der Käufer zwischen vielen verschiedenen Mustern, Farben und Oberflächen wählen. Bevor Sie sich für eine konkrete Fliese entscheiden, sollten Sie sich ausreichend über die unterschiedlichen Materialien informieren. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Materialien und über die Eigenschaften, welche Sie beim Kauf zusätzlich noch beachten sollten.

Naturstein

Natürlich vorkommendes Gestein wie Granit oder Marmor sind die Rohstoffe, aus denen Naturstein-Fliesen beziehungsweise Platten gefertigt werden. Auf diesen Fliesen finden Hausstaub-Milben keinen Nährboden, weshalb sie besonders für Allergiker geeignet sind.

Es sollte darauf geachtet werden, dass die Gesteinsarten verschiedene Eigenschaften aufweisen. Während beispielsweise Kalkstein durch seine raue Oberfläche sehr rutschfest und robust ist, ist Marmor mit seiner glatten Oberfläche leichter zu reinigen. Ein Nachteil von Marmor ist es dafür, dass es auf Laugen und Säuren sehr empfindlich reagiert, sodass es nicht im Bad oder in der Küche verlegt werden sollte, was bei Kalkstein wiederum durchaus möglich wäre. Granit hingegen ist im Außenbereich einsetzbar, da es sehr hart und unempfindlicher als Marmor ist. Sind die Oberflächen hier allerdings nicht abgeschliffen, so ist es schwierig zu reinigen. Eine versiegelte Oberfläche beugt Flecken vor. Ein vierter Gesteinstyp wäre Schiefer, das frostsicher, rutschfest und unempfindlich ist, allerdings ist hier eine Versiegelung der Oberfläche unbedingt notwendig und es ist ebenfalls schwer zu reinigen.
Der Vorteil von polierten bzw. geschliffenen Fliesen ist also die einfache Reinigung, Nachteil ist, dass sie über keine hohe Rutschfestigkeit verfügen. Durch Polieren werden die Fliesen widerstandsfähiger in Bezug auf Kratzer, daher ist dies besonders bei Marmor ratsam. Die Fliesen reflektieren im geschliffenen Zustand zwar Licht, die Oberfläche glänzt dafür aber umso mehr und auch die Farbe kommt besser zum Tragen.

Der Kostenpunkt hängt stark von der Wahl der Gesteinsart ab. So sind Fliesen aus weißem Marmor, die als am hochwertigsten gelten, mit bis zu 300 Euro/qm am teuersten, gefolgt von den andersfarbigen Marmorfliesen, die zwischen 100 und 150 Euro/qm liegen. Schiefer befindet sich mit circa 80 Euro/qm im soliden Mittelfeld, während Fliesen aus Naturstein mit rund 50 Euro/qm am günstigsten sind.

Kunststein
Kunststein-Fliesen sind eine Mischform aus Naturstein (zu einem geringen Anteil) und Zement. Sie ähneln von der Optik her den Naturstein-Fliesen, sind aber wesentlich günstiger. So kosten aus Betonwerkstein gefertigte Fliesen nur 8 Euro pro Quadratmeter, Terrazzo und Agglo-Marmor-Fliesen kommen auf bis zu 50 Euro/qm. Vorteile hierbei sind, dass die Reinigung einfacher ist, da die Verträglichkeit mit Putzmitteln wesentlich höher ist als bei Naturstein. Zudem sind sie resistenter gegen Verwitterung und sonstige Einflüsse der Umwelt, wie beispielsweise Niederschlag. Nachteilig ist allerdings, dass sie nicht frostsicher sind und auch in der Härte im Vergleich zu beispielsweise Granit abfallen. Dadurch steigt das Risiko, dass die Fliesen leichter beschädigt werden können.

Die verschiedenen Materialien, aus denen Kunststein-Fliesen hergestellt werden, sind Betonwerkstein, Terrazzo und Agglo-Marmor. Hierbei ist Betonwerkstein am preiswertesten, darüber hinaus schützt es die harte Oberfläche vor Kratzern und es ist fleckenunempfindlich. Terrazzo-Fliesen sind rutschfest und antibakteriell, sie sind fugenlos und belastbar und die Reinigung ist ebenfalls nicht schwierig. Dies trifft auch auf Agglo-Marmor-Fliesen zu, die eine günstigere Alternative zu Naturstein-Marmor darstellen, allerdings nicht beständig gegen Verwitterung sind.

Steingut
Steingut-Fliesen sind aus Feinkeramik gefertigt, welches Gesteinskörner von einer Größe von nur 0,1 Millimetern verwendet. Hierdurch sind sie stärker belastbar als normale Keramik-Fliesen, insgesamt aber weniger belastbar als andere Fliesentypen. Die Herstellung ist günstiger, die Fliesen bestehen aus gelblichen oder weißen Scherben und sind nicht besonders dicht gepresst, was zur geringen Belastbarkeit führt.

Um dies zu kompensieren, werden sie in der Regel an Wänden angebracht, da die Belastbarkeit hier eine untergeordnete Rolle spielt. Sie eignen sich nicht für den Außenbereich, da sie über ein zu hohes Wasseraufnahmevermögen verfügen (über 10 Prozent). Durch eine Glasur sind sie resistenter gegen Laugen und Säuren.
Der Kostenpunkt für Steingut-Fliesen liegt bei 8 bis 50 Euro/qm. Diese große Differenz ist abhängig von der Komplexität des Musters.

Terracotta
Fliesen aus Terracotta werden aus rötlich-farbiger Keramik hergestellt, was für eine warme Atmosphäre im Raum sorgt. Sie eignen sich sowohl als Wand- als auch als Bodenbelag. Sie sind zwar unglasiert, werden aber mittels einer Wachsschicht, die einmal im Jahr mithilfe einer Oberflächenbehandlung erneuert werden sollte, vor einfachen Verschmutzungen geschützt, was jedoch nicht für Flecken gilt. Aus diesem Grund eignen sich Terracotta-Fliesen nicht wirklich für das Bad oder für die Küche. Sie reagieren enorm empfindlich auf beispielsweise Rotwein oder Öl. Preislich liegen die hochwertigen Produkte bei 90 Euro/qm, während die preiswerte Alternative bereits ab 10 Euro/qm zu erstehen ist.

Wasseraufnahmevermögen
Im Außenbereich dürfen nur Fliesen eingesetzt werden, die über ein geringes Wasseraufnahmevermögen verfügen, da es sonst zu Rissen in den Fliesen kommen könnte.

Aufgrund dieser Problematik existiert eine in vier Gruppen untergliederte Einteilung.
Das hohe Wasseraufnahmevermögen erhöht allerdings nicht die Schimmelgefahr. Um dieser vorzubeugen, muss das Badezimmer zu jeder Jahreszeit unbedingt gelüftet werden, da zurückbleibende Feuchtigkeit einen Nährboden für Schimmelbakterien bietet.

Die Einteilung der vier Gruppen richtet sich prozentual nach dem Wasseraufnahmevermögen: Gruppe Ia nimmt höchstens 0,5 Prozent auf, Gruppe Ib maximal 3 Prozent, Gruppe IIa 3 bis 6 Prozent und Gruppe IIb sogar 6 bis 10 Prozent. Fliesen, die in den Gruppen IIa oder IIb eingeteilt sind, sind nicht frostsicher.

Rutschfestigkeit
Bevor Fliesen im Handel erhältlich sind, werden sie vom Bundesverband der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand (kurz BAGUV) hinsichtlich ihrer Rutschfestigkeit überprüft und anschließend in unterschiedliche Gruppen eingeteilt.
Der Test besteht darin, dass eine Person die Fliesen in mehreren Durchgängen abschreitet. Bei jedem Durchgang werden die Fliesen etwas stärker geneigt, sodass festgestellt werden kann, ab welchem Neigungswinkel die Person rutscht. Anhand dieser Feststellung erfolgt dann die Zuteilung zu einer Gruppe. Zu beachten gilt, dass diese Einteilung sich auf Fliesen, die auf geradem Boden verlegt werden sollen, bezieht. Sollen die Fliesen auf einer geneigten Oberfläche wie beispielsweise einer Rollstuhlfahrer-Rampe verlegt werden, so empfiehlt es sich, eine höhere Bewertungsgruppe zu wählen.
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