Weinbrände

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Ratgeber Weinbrände


Weinbrände Ratgeber


Ein bisschen Zeit, ein gemütlicher Abend vor dem Kamin und ein guter Weinbrand in der Hand – beschaulicher kann ein Tag gar nicht zu Ende gehen. Weinbrand wird durch die Destillation von Wein erstellt und bekommt seinen aromatischen, intensiven Geschmack durch die Mindestreifezeit von sechs Monaten. Je älter ein Weinbrand, desto hochwertiger ist er. Ein Weinbrand hat einen Mindestalkoholwert von 36 Prozent. Damit sollte Weinbrand nur als Genussmittel für Erwachsene konsumiert werden und gilt als Luxusklasse der Spirituosen.

Am bekanntesten unter den Weinbränden sind der Cognac oder auch der Brandy. Stilvoll werden sie in speziellen Gläsern getrunken und benötigen viel Zeit, um ihr Aroma entfalten zu können. Bereits vor 100 Jahren wurden die Weinbrände nach dem Essen als Abschluss eines gelungenen Mahls getrunken und mit einer Zigarre oder Pfeife kombiniert.

Auch heute noch gelten Weinbrände als elegante Spirituosen und werden zu besonderen Anlässen in Ruhe getrunken. Wer sich einen Weinbrand kaufen möchte, sollte zunächst auf das Alter und die Herkunft achten und sich ebenfalls über die Trinktemperatur und die passende Umgebung Gedanken machen.

Name und Herstellung

Im normalen Sprachgebrauch fällt das Wort Cognac häufiger als die Grundbezeichnung Weinbrand. Bis zum Ende des ersten Weltkriegs wurden alle Weinbrände als Cognac bezeichnet, erst nach dem Versailler Vertrag sicherten sich die Franzosen den Namen Cognac für Weinbrände, die aus der namensgebundenen Stadt sowie ihrer Region stammen. Der Cognac wird aus Weißwein erstellt, welcher in Kesseln erhitzt wird. Hierbei verdampft der Alkohol schneller, da er eine geringere Siedetemperatur besitzt als Wasser und wird in speziellen Rohren aufgefangen. Am Ende erhält man einen Feinbrand mit rund 60 bis 70 Prozent Alkohol.

Hiernach folgt der entscheidende Schritt für jeden Weinbrand: Die Lagerung. Der Feinbrand wird hierfür in hochwertigen Holzfässern gelagert, die ihre Aromen an den Wein abgeben. Durch die Lagerung erhält der Cognac seine typische dunkle Farbe und verliert von Jahr zu Jahr an Alkohol. Die klassischste Variante wäre, den Cognac so lange zu lagern, bis der Alkoholgehalt bei etwa 40 Prozent liegt. Schneller geht es jedoch, wenn man den Feinbrand mit Wasser streckt und mit Zuckerlikör anreichert.

Je älter ein Weinbrand wird, desto milder wird er dementsprechend im Geschmack. Wer sich für einen besonders hochwertigen Weinbrand interessiert, sollte auf einen klassischen Reifeprozess achten – hier macht sich der Preis später im Geschmack bezahlt.

Die Qualität eines Weinbrandes

Ein Weinbrand gilt als Luxusartikel der Spirituosen und benötigt viel Zeit, um sein Aroma zu entfalten. Die Mindestlagerung eines hochwertigen Cognacs sollte zwei Jahre nicht unterschreiten.

Je länger der Weinbrand in den Echtholzfässern gelagert wird, desto milder und hochwertiger wird er am Ende. Die am häufigsten gekaufte Altersklasse ist die von 3 Jahre. Hier erhält der Cognac bereits seinen vollmundigen Geschmack und kann pur genossen werden. Noch eine Klasse höher geht es mit Weinbränden, die vier Jahre gelagert wurden. Die Königsklasse beginnt bei Cognacs, die über 6 Jahre lang in den Eichenfässern gelagert wurden – hier findet man die Creme de la Creme der Weinbrände, zahlt jedoch auch dementsprechend das Alter der Spirituose.

Ebenfalls spielt die Herkunftsgegend eine große Rolle für den Geschmack und die Qualität. Je nachdem, welche Qualität die verarbeiteten Weine besaßen, steigt auch der Wert des entstehenden Cognacs. Die Weingebiete sind damit maßgeblich entscheidend für die Qualität des Endprodukts.

Wichtig ist auch zu wissen, dass der Cognac in der Flasche nicht mehr weiter altert. Durch den Alkoholgehalt hält sich der Weinbrand nahezu ewig und kann problemlos aufbewahrt werden. Der Geschmack verändert sich über die Jahre jedoch nicht. Wer also einen drei Jahre alten Cognac kauft, wird den Geschmack des 3-Jährigen auch nach mehreren Jahren noch so schmecken – der Reifeprozess ist bei der Abfüllung aus den Fässern abgeschlossen.

Temperatur und Gläser für den perfekten Weinbrand-Moment

Weinbrand wurde lange Zeit in den Schwenkgläsern hin und her bewegt, um die Flüssigkeit anzuwärmen. Dieser Style hat sich jedoch als unpassend erwiesen, da bei diesem Verfahren das Aroma durch den Verlust der Duftstoffe verloren geht. Ebenfalls ist die Erwärmung zwischen den Händen überholt, da die optimale Trinktemperatur eines Weinbrands bei 16 bis 18 Grad liegt. Daher ist es empfehlenswert, das Glas zum Ruhen auf den Tisch zu stellen und nicht länger als nötig in der Hand zu behalten. Es sollte in jedem Fall vermieden werden, den Cognac wärmer als 20 Grad werden zu lassen. Damit ist Weinbrand generell eher ein Getränk für die kältere Jahreszeit, kann jedoch von Fans selbstverständlich auch im Sommer getrunken werden. Hier sollte man jedoch auf Eiswürfel verzichten, da sie den Weinbrand verwässern.

Für das stilvolle Erlebnis sollten auch die Gläser zum Getränk passen. Die lange Zeit so üblichen Cognacschwenker sind als Gläser nur bedingt empfehlenswert, da durch die große Oberfläche die Aromen schnell verfliegen können. Besser geeignet sind die sogenannten Sniffer- oder Nosing- Gläser. Diese sind oben sehr schmal und hochwandig gebaut und besitzen unten einen breiten Bauch. So kann sich das Aroma im Glas selbst entfalten, verfliegt jedoch nicht so schnell. Ebenso verteilt sich die Wärme der Hände nicht so schnell auf die Spirituose.

Weinbrände gelten als Genussmittel und sollten in Ruhe alleine oder mit Freunden getrunken werden. Cognac eignet sich hervorragend als Aperitif, sollte jedoch in genügendem Abstand nach dem Essen ausgeschenkt werden, um die Geschmacksnerven vor dem Genuss zu neutralisieren. Nur so kann man das ganze Aroma und die Duftstoffe des Weinbrands genießen. Ein ruhiger Moment im Urlaub, am Abend oder am Wochenende eignet sich daher perfekt, um sich dem Genuss eines hochwertigen und stilvollen Weinbrandes hinzugeben. Beachtet man das Herkunftsgebiet sowie das Alter der gewünschten Sorte, kann man sich unbekümmert auf einen Gaumengenuss freuen.
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