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Ratgeber Whisky


Erstellt: 06.04.2018 | Aktualisiert: 17.05.2018 | Autor: Andrea Schreiner

Wissen kompakt

Whisky ist nicht irgendein hochprozentiges Getränk: Er ist eine Klasse für sich. Ähnlich wie Wein ist das Getränk etwas für Genießer, die seine vielen Geschmacksnuancen schätzen. Von vielen anderen Spirituosen unterscheidet er sich durch die Art und Dauer der Reifung: Er lagert vor dem Abfüllen mehrere Jahre im Eichenholz-Fass.  

Von den Rohstoffen bis zur Lagerung gibt es unendlich viele Faktoren, die Geschmack und Qualität ausmachen. Bevor Sie den ersten Tropfen genießen, hat die jeweilige Destillerie schon viele Entscheidungen getroffen: Aus welchem Getreide soll er entstehen, welche Qualität sollen die Ausgangsprodukte haben? Welches Wasser wird verwendet? Welches Fass ist das richtige und wie lange bleibt der edle Tropfen drin? All das hat Einfluss darauf, wie Ihr Getränk schmeckt und wie viel es kostet. 

Vorläufer des Whiskys gab es bereits im 5. Jahrhundert n. Chr., als christliche Mönche Schottland und Irland missionierten. Sie brachten auch Geräte und technisches Wissen mit, um durch Destillation Hochprozentiges zu erzeugen. Im gälischen Sprachraum der beiden Länder hieß das Gebräu Uisge Beatha – Lebenswasser, woraus sich das heutige Wort Whisky ableitet. 

Wissenswert

Je nach Herkunftsland schreibt sich Whisky mit oder ohne e: In Irland und den USA ist fast immer die Schreibweise Whiskey bekannt. Schottland und der Rest der Welt schreiben Whisky. 

Die Zutaten und die ersten Produktionsschritte ähneln der Bierherstellung: Gerstenmalz und Wasser sind die Grundbestandteile gängiger Bier- und Whisky-Sorten. Es ist daher sogar möglich, aus einem hopfenfreien Biersud Whisky zu machen. Den Unterschied macht die Destillation in so genannten Brennblasen, meist aus Kupfer. Hier entsteht der hohe Alkoholgehalt von mindestens 40 %. Nach der Produktion folgt die Lagerung in Fässern. Beim Bier trägt das Fass nicht wesentlich zum Geschmack bei, denn für die Würze sorgt bereits der Hopfen. Beim Whisky ist das anders: Das Fass ist sehr wichtig für den späteren Geschmack. 

Um Ihnen einen Überblick zu verschaffen und Sie beim Kauf eines Whiskys zu unterstützen, haben wir in unserem nachfolgenden Kaufberater die wichtigsten Informationen zusammengetragen.


Kaufberater

Bedenken Sie für die Auswahl Ihres Whiskys vor allem folgende Gesichtspunkte:

  • Die verschiedenen Sorten bestehen aus unterschiedlichen Ausgangsprodukten. 
    Roggen, Mais, Gerste und viele andere Getreidesorten sorgen für unterschiedliche Geschmackserlebnisse.
  • Der Reifungsgrad beeinflusst den Geschmack und den Preis enorm.
    Whiskys können jahrzehntelang im Fass lagern, bevor sie in den Verkauf gelangen. Sie verändern dabei ihr Aroma. 
  • Auch die Herkunft hat Einfluss auf seinen Geschmack.
    Besonderes Wasser oder regionale Methoden der Herstellung beeinflussen den Geschmack. 
  • Es gibt sehr unterschiedliche Geschmacksrichtungen.  
    Zwischen sehr milden und sehr prägnanten Varianten ist die Auswahl riesig. 

Whisky-Sorten

Die verschiedenen Sorten werden nach deren Ausgangsprodukten voneinander unterschieden. Whisky besteht aus Getreide, wobei verschiedene Getreidesorten zum Einsatz kommen: Gerste in den beliebten Malts, Roggen im Rye, Mais im Corn, verschiedene Brot-Getreide im Grain und eine Mischung aus potenziell all diesen Getreiden in Blends. Bourbons enthalten festgelegte Mischungsverhältnisse. 

Malt 

Malt (engl.: Malz) entsteht aus gemälzter Gerste. Das bedeutet, das Getreide wird kurz gekeimt und im Anschluss getrocknet. Jeder Malt schmeckt anders und kann unterschiedliche Geschmacksaromen aufweisen. Viele Genießer halten Malts für die Klassiker schlechthin, an denen sich alle anderen Sorten messen lassen. 

Für einen Single Malt müssen zusätzlich alle Bestandteile aus der gleichen Brennerei stammen. Dabei kann der Inhalt verschiedener Fässer zum Einsatz kommen. Der Zusatz „Single Malt“ deutet demnach auf einen besonderen Qualitätsanspruch hin. 

Malts werden in der Regel lange gelagert – meist 10 Jahre oder länger.

1 l Malt ist ab etwa 35 € erhältlich, einzelne Single Malts können bis zu 5.500 € pro Liter kosten. 

Rye 

Rye (engl.: Roggen) besteht aus mindestens 51 % Roggen. Der restliche Anteil ist aus Gerste oder Mais gebrannt. Ryes schmecken vergleichsweise würzig, trocken und bitter. 

Wissenswert

Aus historischen Gründen darf jeder Whisky aus Kanada Rye heißen, selbst wenn er keinen Roggen enthält. Es ist eine Art Gewohnheitsrecht, weil Roggen in Kanada lange Zeit der prägende Bestandteil des Getränks war. 

Rye kostet zwischen ca. 23 € und 1.000 € pro Liter.

Corn 

Corn-Whiskeys bestehen zu mindestens 80 % aus Mais. Dieser wird nicht zu Malz verarbeitet, sondern gekocht. Corns schmecken in der Regel sehr neutral. Sie werden daher oft für die Herstellung von Blends verwendet. 

Corns sind ein amerikanisches Produkt und oft besonders hochprozentig. 

Im Gegensatz zu allen anderen Sorten braucht Corn nicht zwingend eine Fassreifung. Falls er im Fass gelagert wird, dauert die Lagerung oft weniger als ein Jahr. Nach einer Lagerung von mindestens 2 Jahren hat der Corn bereits einige Aromen vom Fass aufgenommen und darf Straight Corn heißen.

Wissenswert

Lagert Whisky mindestens 4 Jahre, kann er das Prädikat „Bottled in Bond“ (engl.: unter Zollaufsicht abgefüllt) tragen. Dies ist eher ein historischer Bezug, weil staatliche Qualitätskontrollen früher nicht für jeden Whisky üblich waren. Bottled in Bond muss immer das Produkt einer einzelnen Destillerie sein und aus der gleichen Produktionssaison stammen. 

Nicht nur in den USA gilt Corn als Trendgetränk. Besonders reizvoll sind meist die dekorativen Flaschen, die von den konventionellen stark abweichen: Oftmals kommen Weckgläser oder Tonkrüge zum Einsatz.

Corn-Whiskeys erhalten Sie zu Preisen von rund 20 € bis 50 € pro Liter. 

Grain 

In Grain (engl.: Getreide) sind verschiedene Getreidesorten wie Weizen, Roggen oder Hafer enthalten. Grains unterscheiden sich geschmacklich deutlich von anderen Sorten. Die meisten schmecken neutral. Reine Grains sind jedoch selten. Oft mischen die Hersteller sie mit Malts, um ein ausgewogenes Geschmacksergebnis zu erhalten. 

Sie gelten allgemein als leicht, sehr dezent und wenig komplex. 

Grains kosten etwa 24 € bis 100 € pro Liter.

Blend 

Blends oder Blended-Whiskys (engl.: gemischt) sind Mischungen verschiedener Destillate. Sie besitzen einen gleichbleibenden Geschmack. Eine Flasche Blend kann mehrere Malts enthalten, aber auch eine Mischung aus Whiskys verschiedener Getreidearten darstellen. 

Wissenswert

Der weitaus größte Teil der weltweit erhältlichen Whiskys ist blended. Die Herstellung eines guten Blends ist komplex – es geht darum, über viele Jahre hinweg das gleiche Geschmacksergebnis zu erhalten. Verantwortlich dafür ist in jeder Brennerei der Master Blender. Auch bei der Kreation neuer Kompositionen ist er gefragt. 

Blends kosten rund 35 € bis 4.350 € pro Liter.

Bourbon

Bourbon besteht aus mindestens 51 % Mais. Gerste und Roggen können ebenfalls enthalten sein. Wird ein Bourbon nach der Reifung nicht mehr verschnitten, heißt er Straight. Viele Bourbons schmecken süßlich und weich. Sie können außerdem rauchige Anteile haben. 

Bourbon stammt aus den USA und erfreut sich dort großer Beliebtheit. 

Bourbons erhalten Sie ab etwa 12 € pro Liter, exklusivere Produkte können bis zu 2.000 € kosten. 

Weitere Informationen zu Whiskeys aus den USA erhalten Sie in unserem Kapitel Herkunft.


Destillationsverfahren 

Durch Destillieren ist es möglich, Substanzen voneinander zu trennen. Um Whisky herzustellen, müssen Alkohol, Wasser und Aromastoffe kontrolliert aus der Maische gewonnen werden. Durch Erhitzen der Maische in so genannten Brennblasen (engl.: Stills) aus Kupfer oder Stahl verdunsten diese Stoffe. Der Dampf wird abgeleitet und durch Abkühlen anschließend wieder verflüssigt. So entsteht das Rohprodukt mit dem gewünschten Alkoholgehalt, der dann zum Reifen in die Fässer kommt. Je nach Verfahren wird dieser erneut destilliert, um das gewünschte Aroma zu erhalten. 

Vom Getreide zum fertigen Getränk

Lesen Sie in unseren FAQ unter der Frage Wie wird Whisky hergestellt? nach, wie aus den Rohstoffen über verschiedene Zwischenstufen Whisky wird. Dort erfahren Sie auch mehr über die entsprechenden Fachbegriffe wie Maische, Würze oder Destillation. 

Es lassen sich 3 Destillationsverfahren voneinander unterscheiden, wobei das Verfahren sowie die Form und das Material der Brennblasen erheblichen Einfluss auf die Aromen haben:

Pot-Still-Verfahren

Pot Stills sind große Kupfer-Brennblasen, in denen 2 bis 3 Destillationsvorgänge bis zum Roh-Whisky stattfinden. Sie verjüngen sich nach oben und laufen schwanenhals-förmig aus. 

Die Maische wird portionsweise in die Brennblase gefüllt. Es kann immer nur eine Maische-Charge verarbeitet werden, danach werden die Brennblasen gesäubert. Deshalb wird das Pot-Still-Verfahren auch als diskontinuierliches Brennen bezeichnet.

Wissenswert

Im Pot-Still-Verfahren entstehen die meisten Malts. 

Vor jedem neuen Brennvorgang müssen die Brennblasen jedoch aufwändig und zeitintensiv gereinigt werden. Außerdem sind Stills aus Kupfer teuer und können sich im Laufe der Zeit abnutzen. 

Patent-Still-Verfahren 

Im Gegensatz zu den Pot Stills bestehen die Brennblasen beim Patent-Still-Verfahren aus Stahl, weshalb sie in der Regel auch haltbarer sind. Für dieses Verfahren ist nur 1 Brennvorgang notwendig. Es ist daher günstiger.

Wissenswert

Weitere Namen des Verfahrens sind Coffey Still nach seinem Erfinder Aeneas Coffey sowie Column Still nach der säulenartigen Form der Brennblasen. 

Für dieses Verfahren kommt eine Mischung aus gemälztem und ungemälztem Getreide zum Einsatz, die ohne Unterbrechung gebrannt wird – deshalb wird es auch als kontinuierliches Brennen oder Continuous-Still-Verfahren bezeichnet. 

Das Destillat aus diesem Verfahren hat meist ein eher leichteres Aroma. Um es zu erhalten, reifen diese Whiskys nicht ganz so lange im Fass wie Brände aus dem Pot-Still-Verfahren.

Das Verfahren führt zu einer höheren Alkohol-Ausbeute. Der Alkoholgehalt des Brandes lässt sich auf bis zu 94,8 % steigern. Meist entstehen Grains im Patent-Still-Verfahren.

Lomond-Still-Verfahren

Die Brennblasen des Lomond Still besitzen eine zylindrische Form und verfügen im Inneren über Kupferplatten, die für die Regulierung des Rückflusses zuständig sind. Ein Lomond Still ermöglicht die Destillation mehrerer Whisky-Arten in der gleichen Brennblase. Sie können leicht und fruchtig, aber auch schwer und fast ölig sein. 

Dieses Verfahren konnte sich jedoch nicht durchsetzen. 


Reifung

Der charakteristische Geschmack eines Whiskys vollendet sich durch die Reifung im Eichenholz-Fass. Die Fassbeschaffenheit und die Reifungsdauer sind die wichtigsten Faktoren für das endgültige Geschmacksergebnis. 

Fassbeschaffenheit

Anders als Wein reift Whisky nicht in der Flasche, sondern einzig und allein im Fass. Hier entstehen im Laufe der Zeit die charakteristischen Aromen. 

Wichtig für den späteren Geschmack sind folgende Eigenschaften des Fasses: 

Holzart

Die Holzart des Fasses hat einen sehr starken Einfluss auf die geschmacklichen Unterschiede zwischen den verschiedenen Sorten: Wichtig sind seine chemische Struktur sowie das Zusammenspiel von Holz, Destillat und Luft. 

In den wichtigsten Herstellerländern sind Eichenfässer für den Reifungsprozess üblich, zum Teil sind sie auch vorgeschrieben. Dabei werden 2 unterschiedliche Eichenarten zum Fassbau verwendet: 

  • Amerikanische Weiß-Eiche 
    Die amerikanische Weiß-Eiche ist ertragreich, wächst vergleichsweise schnell und liefert ein besonders dichtes Holz. Sie färbt das gelagerte Getränk nur langsam und in geringem Maß ein. Sie sorgt für ein weniger von Gerbstoffen geprägtes Aroma als die Europäische Eiche. Die meisten schottischen Destillate reifen in Fässern aus dieser Eichen-Art. 
  • Europäische Eiche 
    Die langsam wachsenden europäischen Eichen-Arten sind wesentlich reicher an Gerbstoffen, den so genannten Tanninen. Sie führen bei gleich langer Reifung zu tieferer Farbe, einem markanteren Duft sowie robusten, kräftigen Geschmacksnoten. Viele Whiskys, die nicht aus den USA oder Kanada stammen, reifen in Fässern aus diesem Holz. 

In anderen Ländern kommen auch andere Holzarten zum Einsatz, etwa Kastanie.

Wissenswert

Finishing betitelt das systematische Umfüllen des Whiskys von einem Fass in ein anderes. Zunächst reift er bis zu 10 Jahre lang in Fässern Amerikanischer Weiß-Eichen. Danach kommt er für 1 bis 2 Jahre in Fässer Europäischen Eichen. Ziel ist immer ein harmonisches Geschmackserlebnis, das den Charakter der Brennerei und der Fässer optimal zum Vorschein bringt. Dieser Whisky ist auf dem Etikett als Double Matured oder Triple Matured (doppelt bzw. 3-fach gereift) gekennzeichnet. 

Hitzebehandlung

Whisky-Fässer haben immer eine Hitzebehandlung hinter sich.

Diese hat nachfolgende Effekte: 

  • Sie karamellisiert den Holzzucker.
    Dadurch verleiht sie dem Getränk Vanille- und Karamellnoten. 
  • Die Holzkohleschicht agiert als Filter.
    Sie entfernt scharfe Stoffe aus dem Destillat und macht es so weicher. Die Stärke des Ausbrennens bestimmt daher den Einfluss, den die Holzkohleschicht auf das Aroma nimmt.
  • Die Hitzebehandlung zersetzt harzige Substanzen. 
    Das entfernt unangenehm scharfe Geschmacksanteile. 

Nachfolgend finden Sie die gängigen Methoden der Hitzebehandlung:

  • Toasten 
    Das Toasten oder Toasting eines Fasses ist eine sanfte, längere Hitzebehandlung, die ohne offene Flamme möglich ist. Es bildet sich keine Holzkohleschicht. Die so behandelten Fässer hinterlassen ausgeprägte Geschmacksnoten. 
  • Ausbrennen
    Das Ausbrennen (engl.: Charring) ist die schnellere Variante gegenüber dem Toasten. Die Innenseite des Fasses wird dabei entflammt, ohne dass das Fass selbst Feuer fängt. Dieser Arbeitsschritt karamellisiert den Zucker, der im Holz enthalten ist. Eine gewisse Dicke der Holzkohleschicht ist wichtig für einen weichen, ausgewogenen Geschmack. 
  • Verjüngung  
    Um ein bewährtes, aber ausgelaugtes Fass weiter verwenden zu können, ist seit einigen Jahrzehnten die als Verjüngung oder Rejuvenation bezeichnete Aufarbeitung beliebt. Dabei werden mehrere Millimeter des Fass-Inneren ausgekratzt und danach getoastet oder ausgebrannt. Nach dieser Behandlung ist es erneuert und kann noch einige Jahre dienen. In der Regel erhält ein solches Fass an seiner Ober- und Unterseite neue Fassböden. In der Fachsprache heißen sie Scheiben (engl.: Ends). Das Verfahren spart Geld für neue Fässer – und bringt neue Geschmacksnuancen ins Spiel. 
Größe

Whiskys in kleinen Fässern reifen schneller, denn sie kommen mit mehr Oberfläche pro Liter in Kontakt. Die Aromen gelangen auf diese Art schneller in das Getränk. Die Untergrenze für ein geschmacklich gutes Ergebnis liegt bei einem Fassungsvermögen von rund 50 l, die Obergrenze bei rund 600 l. Größere Fässer können aus konstruktiven Gründen leichter undicht werden. Für die verschiedenen Fassgrößen gibt es eigene Bezeichnungen.

Dies sind die Standard-Größen für Whisky-Fässer und ihre Bezeichnungen: 

  • Butt, Port Pipe, Puncheon
    Diese 3 Fass-Arten fassen mindestens 500 l. Port Pipes sind ehemalige Portwein-Fässer. Butts sind in der Sherry-Industrie gebräuchlich. Puncheons kommen aus der Rum-Herstellung, es gibt sie auch mit anderen Fassungsvermögen. 
  • Hogshead 
    Hogsheads fassen rund 250 l. Der Name bezeichnet ein altes englisches Flüssigkeitsmaß, das keine einheitliche Menge angibt, sondern je nach gemessener Flüssigkeit variiert. 
  • Barrel 
    Bourbon Barrels und American Standard Barrels (ASB) fassen um die 200 l.  
  • Quarter Cask 
    Das Viertelfass umfasst ein Viertel des normalen Barrel, also rund 50 l. 
  • Octave
    Das Achtel-Fass mit 25 l ist für die Lagerung in Privatkellern beliebt. 
Vorheriger Fassinhalt 

Ein neu hergestelltes Eichenfass ist für die meisten Whiskys nicht geeignet. Es ist derart reich an Aromen, dass es bei längeren Lagerungszeiten unangenehm auffiele. Amerikanischer Bourbon mit seinen kurzen Lagerungszeiten ist die einzige Ausnahme. Alle anderen reifen in Fässern, die vorher bereits mit anderen Alkoholika gefüllt waren. 

Verwendet werden ehemalige Bourbon-Fässer, aber auch die Fässer von Rum, Sherry oder Wein. Die Geschmacksnoten der ursprünglichen Inhalte gehen in den Whisky über. Entscheidend für die Intensität ist unter anderem die Dauer der Reifung. 

Die folgende Tabelle zeigt Ihnen die wichtigsten Ursprungsinhalte und die resultierenden Geschmackseinflüsse. 

Vorheriger Fassinhalt Mögliche Geschmacksnoten
Bourbon Süße, Karamell, Vanille
Portwein süß Süße, getrocknete Früchte, Würze
Portwein trocken Getrocknete Früchte, Würze
Sauternes (Weißwein) Süße, Zitrone, Früchte
Weißer Rum Süße, Mandel, tropische Früchte
Dunkler Rum Süße, Sirup, Eiche, Karamell, Vanille
Sherry Je nach Sorte, Süße fast immer enthalten
Wiederbefüllung

Das Alter eines Fasses spielt für den Geschmack des Getränks insofern eine Rolle, als dass sich die Aromastoffe aus dem Eichenholz mit zunehmender Lebensdauer erschöpfen. Die Wiederbefüllung (engl: Refill) eines Fasses ist 3- bis 4-mal möglich, bevor die Aromen ausgelaugt sind. 

Wie intensiv der Abbau von Aromastoffen ist, hat auch mit der ursprünglichen Befüllung zu tun: Sherry-Fässer etwa halten das Aroma deutlich länger als Bourbon-Fässer. Für den Geschmack des Whiskys ist es daher wichtig, wie oft das Fass vorher bereits gefüllt war. Die Reihenfolge bei der Wiederbefüllung ist wichtig und wird auf einigen Etiketten auch angegeben. Vor allem bei irischen und schottischen Malts sind Wiederbefüllungen und entsprechende Angaben üblich:

  • 1st Fill
    Besonders charaktervoll ist die 1. Füllung des Fasses. Außer bei Bourbon ist dies nicht die ursprüngliche Füllung des Fasses, sondern der erste Whisky, der danach ins Fass kommt. 
  • 2nd Fill
    Während der 2. Füllung haben die Fass-Aromen noch einen Einfluss von 25 % bis 50 %. 
  • 3rd Fill
    Die 3. Füllung nimmt noch etwa 10 % bis 20 % der ursprünglichen Fass-Aromen auf. 
Reifungsdauer

Ein ungereifter, also frisch destillierter Whisky besitzt in der Regel scharfe, metallische Aromen. Ein mehrjähriger Reifungsprozess im Holzfass baut diesen unangenehmen Geschmack ab. Eine besonders lange Reifung fügt dann nach und nach immer mehr Aromen hinzu, die das Holz des Fasses liefert. Auch die Umgebungsluft hat einen gewissen Einfluss. 

Wissenswert

Angels‘ Share – der Anteil der Engel: Das ist die Flüssigkeitsmenge, die während der Lagerung aus dem Fass verdunstet. Im Jahr sind das bis zu 5 % der Gesamtmenge. Bevor er das Fass verlässt, ist der Angels‘ Share gasförmig. Die flüchtigen Gasteilchen beeinflussen das Aroma der verbleibenden Flüssigkeit. In feuchtem Klima verdunstet mehr Alkohol, in trockenem dagegen mehr Wasser. 

Das Fass muss für die beabsichtigte Lagerungsdauer außerdem so beschaffen sein, dass es die richtige Menge an Aromastoffen an den Whisky abgibt. Ein ausgelaugtes Fass beispielsweise fügt dem Getränk bei kurzer Lagerung wenig Charakter hinzu. 

Starker oder schwacher Einfluss?

Wie viel geschmacklichen Einfluss ein Fass auf das Destillat nimmt, hängt von mehreren Faktoren ab. In unserem Kapitel Fassbeschaffenheit lesen Sie mehr darüber.

Darum sind die geschmacklichen Auswirkungen der Lagerdauer sehr unterschiedlich und es lassen sich nur allgemeine Aussagen dazu treffen. 

Die Reifungsdauer von Whisky fällt unterschiedlich lang aus.

Wenige Sorten reifen gar nicht, andere können mehrere Jahre lagern:

Ungereift

Ein Destillat darf sich in Europa erst nach 3 Jahren Lagerung im Eichenholz-Fass Whisky nennen. Die Vorschriften zur Lagerungsdauer variieren von Land zu Land. Da aber viele Genießer sich für die Qualitäten des frisch hergestellten Produkts interessieren, bieten einige Hersteller hin und wieder Verkostungen der neu angesetzten Brände an. 

Andere Hersteller nutzen Gesetzeslücken: In den USA dürfen manche Brände ohne vorherige Fasslagerung in den Handel kommen und dennoch Whisky heißen. Sie sind gebrannt wie diese, werden dann aber sofort abgefüllt. Sie sind klar wie Wodka und verfügen nicht über die für Whisky typischen Aromen. Sie erkennen sie auf dem Etikett an einem dieser Hinweise: 

  • Unaged (engl.: ungealtert) 
  • New Make (engl.: neu hergestellt)
  • White Whisky (engl.: weißer Whisky)
  • Moonshine (engl.: Mondschein)
Wissenswert

Die Bezeichnung Moonshine spielt auf die illegale Tradition an, Whisky heimlich und nachts zu brennen. In den USA war dies zu Zeiten der Prohibition (1920–1933) eine gängige Art, um bei der illegalen Herstellung von Alkoholika nicht erwischt zu werden. Moonshiners werden nach dem Brennen abgefüllt, sie reifen nicht im Fass. 

Ungereifte Produkte sind pur oder als Basis für Longdrinks beliebt. Die ungealterten Brände eignen sich außerdem für Genießer, die neugierig auf neue Geschmackserlebnisse sind. 

Unter 3 Jahren 

Mittlerweile gibt es einige Destillerien, die mit sehr jungen Whiskys Erfolg haben.

In verschiedenen Produktnamen können sich kurz gereifte Brände verbergen: 

  • Blend
    Zu einem großen Teil landen junge Brände zusammen mit älteren in Blends. Sie tragen bei geschickter Mischung zu einem ausgewogenen Geschmack bei. 
  • Cleveland-Whiskey
    Seit einigen Jahren sind auch Whiskys im Umlauf, die nach einem speziellen Verfahren einer Turbo-Reifung unterzogen wurden. Dabei lagert das Getränk nur rund 6 Monate im Eichenfass und wird danach speziell behandelt. Dieser so genannte Cleveland Whiskey ist in der Fachwelt umstritten. 
  • Acquavite
    Außerhalb der USA müssen die Hersteller ihren jungen Bränden andere Namen geben. So heißt ein extrem kurz gereiftes Getränk eines Herstellers aus Italien zum Beispiel Acquavite. Neben Whiskys können das auch gänzlich ungereifte Spirituosen sein, etwa Getreideschnaps.  

Die kurz gereiften Brände nach Whisky-Art lassen sich für besondere Geschmackserlebnisse verkosten. 

3–7 Jahre 

Die Mindest-Lagerungszeit für einen Whisky beträgt in vielen Ländern 3 Jahre. Meist wird davon ausgegangen, dass nach 3 Jahren ausreichend Fass-Aromen in die Spirituose übergegangen sind, um ihr charakteristische Aromen zu verleihen. Die unangenehmen Aromen des frischen Brandes verflüchtigen sich in diesem Zeitraum meist. 

Diese vergleichsweise kurz gereiften Produkte können bereits sehr vielfältig und edel schmecken. Viele von ihnen zeichnen sich durch eine charakteristische Leichtigkeit aus. 

Jüngere Erzeugnisse sind oft deutlich günstiger als lange gereifte Produkte. Sie eignen sich daher für preisbewusste Genießer.

8–10 Jahre

Eine Lagerungsdauer um die 10 Jahre kann eine bewusste Entscheidung für bestimmte Qualitäten sein – oder ein Kompromiss. Manche Whiskys erreichen in diesem Zeitraum ihren geschmacklichen Höhepunkt. Andere sind erst kurz vor der Vollendung und werden aus ökonomischen Gründen in den Handel gebracht. 

Preisbewusste Gelegenheitsgenießer, aber auch Kenner finden in dieser Altersklasse viele lohnende Varianten.

Mehr als 10 Jahre 

Mehr als 10 Jahre Lagerung ist für die Hersteller ein ökonomisches Wagnis, denn die Lagerung ist ein wichtiger Kostenfaktor. Sie gehen das Risiko nur ein, wenn sie das Ergebnis gut einschätzen können. Für Käufer bedeutet dies, dass sie ab dieser Altersklasse hochwertige und geschmacklich ansprechende Produkte erwarten dürfen. 

Sie sind jedoch meist teurer als Produkte mit geringerer Lagerungsdauer.

NAS Whiskys
Dies sind Destillate ohne Altersangabe. NAS steht für No Age Statement. Oft sind dies Mischungen verschiedenen Alters. Es können aber auch jüngere Sorten sein, die aus der Sicht der Hersteller bereits Genussreife erreicht haben.
In der Fachwelt ist der Trend zu NAS sehr umstritten. Denn das Alter gilt nach wie vor als wichtiges traditionelles Qualitätsmerkmal. In kundigen Händen können allerdings NAS entstehen, die beste Qualität mit moderaten Preisen vereinen.
Mischungen 
Das Alter auf dem Label gibt bei Mischungen immer das Alter des jüngsten enthaltenen Whiskys an, der abgefüllt wurde. Das Verfahren ist sehr gebräuchlich, denn es ermöglicht den Herstellern, über Jahre hinweg einen gleichbleibenden, möglichst harmonischen Geschmack zu erzeugen. Für Single Malts ist gewährleistet, dass die gemischten Sorten aus der gleichen Brennerei stammen. 

Abfüllung

Nach der Zeit im Fass kommt es zu einem weiteren entscheidenden Produktionsschritt. Nun erfolgen die Mischung verschiedener Fass-Inhalte, das Filtern sowie weitere Schritte, die das Endprodukt prägen. 

2 Faktoren sind hier besonders wichtig: der Abfüller selbst und die Art der Abfüllung

Abfüller

Unabhängige Abfüller und Original-Abfüller arbeiten nach verschiedenen Prinzipien. Mehr Gestaltungsspielraum haben in der Regel jedoch die unabhängigen Abfüller.

  • Unabhängige Abfüller
    Unternehmen, die Fässer von Destillerien erwerben und sie dann unter eigenem Namen abfüllen, nennen sich Independents (engl.: Unabhängige). Oft findet sich zusätzlich der Name der Destillerie auf dem Label. Häufig bieten sie unterschiedliche Varianten an. So gelangen neue geschmackliche Nuancen auf den Markt. Außerdem können sie abwarten, bis ein Destillat im Fass sein ganzes Potenzial entfaltet hat. 
  • Original-Abfüller 
    Füllt eine Destillerie selbst ab oder gibt diese mit genauen Anweisungen in Auftrag, kann sie die eigenen Produkte unter eigenem Namen in den Handel bringen. Brennereien mit langer Tradition füllen oft selbst ab, weil die Verbraucher bestimmte geschmackliche Eigenschaften kennen und schätzen gelernt haben. Gerade kleine Brennereien heben durch die eigene Abfüllung ihre wiedererkennbaren geschmacklichen Charakteristika hervor. Sie müssen jedoch im Gegensatz zu Independents oft schon früher abfüllen.

Folgende Merkmale unterscheiden Independents von vielen Original-Abfüllern:

Unabhängige Abfüller Original-Abfüller
Reifungsdauer Optimal für Einzelabfüllungen Optimal für Blends
Charakter Variabel Wiedererkennbar
Varianten Verschiedene Alkoholgehalte Stets gleicher Alkoholgehalt
Qualität Hohe freiwillige Standards Unterschiedlich
Art der Abfüllung 

Ob ein Whisky gemischt oder ungemischt, gefiltert oder ungefiltert in die Flasche kommt, entscheiden die Abfüller.

Dies sind die möglichen Varianten: 

  • Cask Strength 
    Cask Strength (engl.: Fass-Stärke) bedeutet: Dem Destillat wurde vor der Abfüllung kein Wasser mehr zugesetzt. In der Regel wurde es dabei auch nicht gefiltert. Wer den unverfälschten Geschmack eines Whiskys kennenlernen möchte, kann zu dieser Variante greifen.
  • Single Cask 
    Single Cask bezeichnet ein Einzelfass. Der Whisky stammt demnach aus einem einzigen Fass. Diese Art der Abfüllung ist besonders in Schottland üblich. Die Flaschen sind häufig nummeriert. Über die Qualität sagt diese Art der Abfüllung nichts aus. 
  • Vintage 
    Vintage bezeichnet Produkte, die aus einem Jahrgang stammen müssen. Sie dürfen aber aus dem Inhalt verschiedener Fässer verschnitten sein.
  • Filterung
    Manche Abfüller kühlen den Whisky bis auf wenige Grad Celsius ab, um alle gering löslichen Bestandteile bei der Filterung aufzufangen. Dieses Chill Filtering (engl.: Kühlfilterung oder Kältefilterung) verhindert eine Eintrübung des Getränks bei Kälte – etwa, wenn Eiswürfel hinzukommen. Trübe Whiskys werden oft reklamiert. Viele Hersteller sind daher dazu übergegangen, den Vermerk Non Chill Filtered auf dem Etikett zu platzieren.

Folgende Vor- und Nachteile bietet das Chill Filtering:

Chill Filtering Non Chill Filtering
Optik Kalter Whisky bleibt klar Eintrübung bei Kühlung
Qualität Umstritten Gilt oft als Qualitätsmerkmal
Geschmack Geschmackserlebnis verändert sich Pures, unverändertes Aroma

Herkunft

Kenner sind sich einig, dass der Herstellungsort ebenso wichtig für den Geschmack ist wie der Standort, an dem die Fässer für die Reifung stehen. In der traditionellen Herstellung reift der Whisky direkt auf dem Gelände der Brennerei, nur wenige Hersteller weichen davon ab. 

Bestimmte Herstellungsmethoden und Zutaten sind typisch für bestimmte Länder oder Regionen: Schottland und Irland gelten als die klassischen Herkunftsländer, gefolgt von Kanada und den USA. Anbieter fassen die außerhalb der klassischen Herstellerländer hergestellten Produkte oft unter dem Begriff World Whisky zusammen. 

Schottland

Ausschließlich in Schottland gebrannter Whisky darf die geschützte Herkunftsbezeichnung Scotch tragen. Es gibt dort rund 100 Brennereien. Den einzelnen Regionen sagen Fachleute bestimmte Charakteristika nach. Die Unterteilung der Regionen basiert auf traditionellen Festlegungen und Gewohnheiten. 

Zu den charakteristischen Eigenschaften von Scotch gehören: 

  • Lagerung in Eichenholz-Fässern
    Es ist gesetzlich vorgeschrieben, den Scotch für mindestens 3 Jahre in diesen Fässern zu lagern.
  • Verzicht auf Mais als Bestandteil
    Mais gedeiht in Schottland nicht gut, darum hat er dort keine Tradition. 
  • Brennen im Pot-Still-Verfahren
    Es ist das aufwändigere der üblichen Destillationsverfahren. 
  • Trocknung des Malzes über Torf-Feuern
    Das Trocknen des gekeimten Getreides wird oftmals als Darren bezeichnet. Torf-Feuer trocknen es langsam und kontinuierlich. Bis auf wenige Ausnahmen haben schottische Brände einen klaren Torf-Charakter im Geschmack. 
Wissenswert

Scotch wird in einer speziellen Einheit bemessen, dem Dram. Es entspricht etwa 1,77 ml. Im schottischen Sprachgebrauch taucht es oft als Wee Dram auf, was sich als „kleines Schlückchen“ verstehen lässt. Es heißt, dass die genaue Menge eines Dram von der Großzügigkeit des Ausschenkenden abhängt. Selbstverständlich ist auf allen Etiketten im Handel die gewohnte Mengenangabe in Litern zu finden.

Die Angaben über einen Scotch sind dann vollständig, wenn seine Herkunftsregion bekannt ist.

Jede Region besitzt hierbei bestimmte Charakteristika:

  • Lowlands
    In den Lowlands wird traditionell oft 3-fach destilliert, was das Endprodukt vergleichsweise hell und sanft macht. Durch den Verzicht auf Torf beim Trocknen des gekeimten Getreides gibt es oft geschmackliche Ähnlichkeiten mit irischem Whiskey. 
  • Highlands
    Auf dem Festland nördlich der Lowlands finden sich sehr unterschiedliche Whiskys, die fast alle geschmacklichen Charakteristika abdecken. Es gibt eine Fein-Einteilung dieser Region nach Himmelsrichtungen, die aber nicht scharf abgrenzbar ist.
  • Speyside
    Diese Region liegt inmitten der Highlands um den Fluss Spey. Fast die Hälfte aller Destillerien des Landes ist hier angesiedelt. Der Torfcharakter dieser Produkte ist oft eher schwach ausgeprägt. Süße und parfümierte Eindrücke herrschen vor. Die so genannten Speysiders dienen oft der Veredelung von Blends. Die wenigen Originalabfüllungen der Destillerien sind oft weltweit bekannt. 
  • Islands 
    Der leichte Salzgeschmack ist die einzige deutliche Gemeinsamkeit von Whiskys der 6 Inselgruppen, auf denen schottische Destillerien aktiv sind. 
  • Islay
    Die südlichste Insel der Inneren Hebriden gilt als Heimat der rauchig-torfigen Brände. An der Südküste (Kildalton) entstehen dabei die torfigsten Produkte mit salzigen und jodhaltigen Anklängen. Viele Kenner empfinden Islay mit ihren 8 Brennereien als Herzland des Whiskys.
  • Campbeltown
    Die Kleinstadt am Ende der Kintyre-Halbinsel war noch vor 150 Jahren das Zentrum der Whisky-Herstellung. Heute sind noch 3 Brennereien aktiv. Ihre Produkte sollen besonders volle und tiefe Aromen aufweisen sowie geschmackliche Vielfalt und einen leicht salzigen Abgang. 
Irland

Irischer Whiskey wird nicht wie der schottische über Torf-Feuern gedarrt. So entsteht ein milderer, oft fast süßlicher Geschmack.

Zu den wichtigsten Eigenschaften von irischem Whiskey gehören die folgenden: 

  • Für die Herstellung wird Hafer verwendet. 
  • Die Lagerzeit in Irland beträgt mindestens 3 Jahre. 

Die meisten irischen Whiskeys sind so genannte Blends. Allerdings kommen die Mischungen hier anders zu Stande als bei der schottischen Variante: Hier werden verschiedene Reifeprozesse aus unterschiedlichen Fasstypen kombiniert. 

Wissenswert

Von den 2.000 Destillerien im 19. Jahrhundert blieben einige wenige – zusammen kein Dutzend. Doch seit kurzem kommt neues Leben in die irische Whiskey-Welt: 2012 haben einige neue Häuser den Betrieb aufgenommen. 

Ebenfalls geschmacksprägend ist die oft übliche Mischung aus ungemälzter und gemälzter Gerste. Darüber hinaus brennen die irischen Destillerien 2- oder 3-mal in relativ großen Brennblasen. Gelagert sind die edlen Spirituosen meist in ehemaligen Bourbon- oder Sherry-Fässern. 

Kanada 

Kanada war eine der großen Hersteller-Nationen, bis die Prohibition in den USA den Handel einschränkte. Übrig geblieben sind gut 40 Marken. Der wichtigste Bestandteil des Canadian Whisky ist häufig Roggen. Zusätze von Sherry, Obstwein und Säften sind daneben möglich. Ihr Anteil ist gesetzlich auf unter 2 % festgelegt. 

  • Canadian Blended 
    Die meisten Produkte aus Kanada sind Blends, also Mischungen aus verschiedenen Getreidearten und Herstellern. Das unterscheidet sie von den meisten US-amerikanischen Marken. Eine 3-jährige Reifungszeit ist vorgeschrieben. 
  • Canadian Straights 
    Canadian Straights (engl.: straight, sortenrein) enthalten einen dominanten Hauptbestandteil. Canadian Bourbons mit Mais als Hauptbestandteil schmecken häufig eher neutral. Canadian Rye dagegen kann vor allem Roggen enthalten. Allerdings: In Kanada darf prinzipiell jeder Whisky Rye heißen, selbst wenn er keinerlei Roggen enthält. Rye ist in Kanada fast schon ein Synonym für den heimischen Brand. 
USA

Die Grundlage von US-amerikanischem Whiskey können Roggen, Mais, Gerste und etwas seltener Weizen sein. Die Zusammensetzung variiert von Region zu Region. Die traditionelle Heimat sind die Staaten Tennessee und Kentucky. 

Wissenswert

Amerikanische Brennereien brennen meist nach dem Sour-Mash-Verfahren (engl.: saure Maische). Rückstände eines Brennvorgangs werden dabei vor der Gärung der Maische zugesetzt. Das soll den Geschmack verbessern. Es dient aber vor allem dazu, den passenden pH-Wert einzustellen, damit die Hefen sich im gewünschten Maß vermehren. 

Zur Unterscheidung der US-amerikanischen Sorten gibt es 2 Kategorien. Diese trennen die verschnittenen (blended) Sorten von jenen Whiskeys, die sortenrein (straight) aus der gleichen Brennerei stammen. 
Generell müssen beide Sorten in neuen Weiß-Eichen-Fässern gelagert werden und weniger als 80 % Alkohol enthalten. 
Im Folgenden erklären wir die Kategorien American Blended und American Straight genauer. 
American Blended

American Blended Whiskeys sind weniger verbreitet als Straight Whiskeys. Sie bestehen aus verschiedenen Whiskey-Sorten, deren Grundlage meist Mais und Roggen sind. Ziel des so genannten Verschnitts sind ein gleichbleibender Geschmack und eine gleichbleibende Qualität. Nach dem Mischen lagern die Blends meist noch einige Zeit im gleichen Fass. 

Es gibt vergleichsweise günstige American Blends, aber auch exklusivere Mischungen, die hohe Preise erzielen. 

American Straight 

Straights müssen mindestens 2 Jahre reifen. Sie machen unter den amerikanischen Bränden nur einen kleinen Anteil aus.

Je nach verwendetem Rohstoff werden sie folgendermaßen unterteilt: 

  • Rye 
    Die Maische muss mindestens 51 % Roggen enthalten. Ryes schmecken herb und sind in vielen Cocktails beliebt. 
  • Bourbon
    Bourbon besteht aus 51 % bis 80 % Mais. Sie reifen schnell, was dem frischen Eichenholz und den klimatischen Bedingungen der meisten Hersteller-Regionen geschuldet ist. Ergänzt wird die Getreidemischung mit Roggen oder in einigen Fällen mit Weizen. Bourbons unterteilen sich in folgende Sorten: Kentucky Straight Bourbon muss im US-Bundesstaat Kentucky gebrannt und mindestens 1 Jahr dort gereift sein. Tennessee Bourbon muss aus dem Bundesstaat Tennessee kommen. Vor dem Einfüllen in das Fass wird er über Holzkohle gefiltert. 
  • Corn 
    Corn Whiskey ist Mais-Whiskey mit einem Mais-Anteil von mindestens 80 %. Dies ist eine der wenigen Sorten, die nicht gereift werden müssen. 
World Whisky

Whisky-Destillerien gibt es auch in Ländern, die ein Laie nicht gleich mit dieser Spirituose in Verbindung bringen würde. Ihre Tradition reicht weniger weit zurück als bei den klassischen Herstellern. Solche Produkte erhalten Sie heute als World Whiskys. 

Einige Hersteller-Länder seien hier exemplarisch genannt:Indien als großer Exporteur, Japan als Qualitätsgarant sowie Italien und Deutschland als Neulinge. 

Indien

In Indien ist Whisky seit einigen Jahrzehnten so populär, dass das Land Spitzenreiter im Konsum ist. Auch beim Export hat Indien sich international einen Namen gemacht. 

Indischer Whisky besteht aus Neutralalkohol. Dieser ist auch bekannt als Extra Neutral Alcohol, kurz ENA. Die Zutat wird aus Zuckerrohr gewonnen. Je hochwertiger das Produkt ist, desto weniger ENA ist enthalten. 

Wissenswert

Die klimatischen Voraussetzungen in Indien begünstigen den Reifeprozess des Getränks. So erreicht es schon nach 4 Jahren einen Reifegrad, der in Schottland 12 Jahre benötigen würde.

Indischen Whisky gibt es in folgenden Qualitätsstufen: 

  • Economy 
    Er besteht ausschließlich aus ENA mit Zusätzen von Aromastoffen.
  • Regular
    Enthält einen relativ hohen Anteil an ENA, vermischt mit Scotch-Malts. 
  • Prestige
    Enthält weniger ENA als Regular. Die genauen Prozentzahlen halten die Hersteller geheim. 
  • Premium 
    Besitzt einen höheren Anteil Scotch Malt als ENA. 
Japan 

Japan macht sich seit rund 70 Jahren einen Namen unter Whisky-Kennern. Die Japaner haben weltweit den höchsten Pro-Kopf-Verbrauch. Einige japanische Produkte gehören zur Weltspitze in puncto Qualität. Geschmackliches Vorbild ist sehr oft der schottische Malt. 

In Japan dreht sich vieles um den Gehalt an Malt, also gemälzter Gerste. Etwa die Hälfte der japanischen Hersteller produziert Single Malts. Die andere Hälfte ist auf Grains spezialisiert.

Die Qualitäten beim japanischen Grain lassen sich in 5 Stufen unterteilen: 
  • Super Premium
    Enthält einen Malt-Anteil über 40 %. 
  • Premium 
    Der Malt-Anteil liegt bei 35 % bis 40 %.
  • Special 
    Rund 30 % bestehen aus Malt.
  • First 
    Mehr als 20 % Malt müssen enthalten sein.
  • Second 
    Mehr als 10 % Malt-Anteil sind enthalten.

Informieren Sie sich über die unterschiedlichen Whisky-Sorten in unserem gleichnamigen Kapitel.

Deutschland 

Deutsche Whiskys finden seit einigen Jahren auch in der Fachwelt Anklang. Rund 160 Brauereien und Brennereien haben sich dem Getränk verschrieben. 

Recherche Tipp

Bleiben Sie informiert über die Entwicklungen in deutschen Brennereien: Der Verband deutscher Whiskybrenner vermittelt Aktuelles und Wissenswertes auf seiner Homepage. 

Charakteristisch sind zurzeit jüngere Produkte, die noch kein Jahrzehnt gereift sind. Relativ neue Hersteller möchten so dafür sorgen, dass die Genießer möglichst zügig die Qualitäten ihrer Produkte erfahren können. Was langfristig in den Kellern und Lagern deutscher Destillerien reift, wird vor allem Kennern noch einige Überraschungen bescheren. Die neuen Kreationen versprechen viele spannende Geschmackserlebnisse. 

Italien

Italien hat keine weit zurückreichende Whisky-Tradition wie etwa Schottland. Einige Destillerien haben sich aber in den letzten Jahren entschlossen, ihr Fachwissen auch für Whisky zu verwenden. 

Im Angebot sind auch interessante Destillate, die noch nicht das vorgeschriebene Mindestalter für Whisky haben. Sie heißen dann Acquavite. Auch bei den italienischen Destillaten gilt: Sie sind besonders interessant, wenn Sie nach ungewohnten Geschmackserlebnissen suchen. 


Genuss-Aspekte

Whisky ist ein Erlebnis für die Sinne. Die Skala reicht von neutral-zurückhaltend bis extrem. Die Spirituose ist somit sehr vielseitig. Ähnlich wie beim Wein ist es kaum möglich, jede Nuance bewusst wahrzunehmen und das Ergebnis in Worte zu fassen. Der Geschmack ist dabei ein wichtiger Aspekt. 

Doch es gibt noch weitere Kriterien, nach denen sich das jeweilige Getränk einordnen und beschreiben lässt: Dazu gehört die Farbe, die Rückschlüsse auf Art und Dauer der Reifung zulässt. Geruch und Geschmack sowie der so genannte Körper und der Abgang kommen hinzu. 

Farbe

Die Farbstoffe gelangen erst während des Reifungsprozesses allmählich in das Getränk. Die Farbe ist ein erster Anhaltspunkt, um einen Whisky einzuschätzen. Vom klaren, hellen Brand bis zur fast schwarzen Flüssigkeit gibt es alle Abstufungen innerhalb der gelben und braunen Farbfamilien. Meist ist ein dunkler Whisky geschmacklich intensiver als ein heller. 

Folgende Faktoren beeinflussen die Farbe:

  • Reifungsdauer
    Je länger der Kontakt mit dem Holz des Fasses ist, desto kräftiger werden Farbe und Geschmack
  • Fass-Sorte
    Holzart und vorherige Nutzung des Fasses beeinflussen die Farbe. Kenner können daraus ihre Schlüsse ziehen: Ein kurz gereiftes, aber dunkles Destillat lässt oft auf starke Einflüsse durch das Fass schließen. 
  • Fassgröße
    Je kleiner ein Fass ist, desto mehr Kontakt hat das Destillat mit dem Holz und desto stärker wird die Farbe. Die Größe wirkt sich auch geschmacklich aus.
  • Temperatur bei der Reifung 
    Die Farbstoffe aus dem Fass lösen sich bei höheren Temperaturen schneller. 
  • Farbstoffe 
    Hin und wieder erhält das fertige Produkt nach der Reifung noch zusätzlich Farbe: Einige Brennereien setzen Zuckercouleur ein, um stets den gleichen Farbton zu erhalten – oder auch, um es dunkler und somit wertvoller erscheinen zu lassen. Das ist allerdings nicht in jedem Land erlaubt. 
Geruch und Geschmack 

Geruch und Geschmack eines Whiskys können sich auf erstaunliche Art unterscheiden oder ergänzen. Eine fachmännische Beratung enthält immer auch eine Beschreibung der Duftnoten, die für das Gesamterlebnis unverzichtbar ist. Daher gehört zur Verkostung (engl. Tasting) immer auch das Nosing (engl.: schnüffeln, schnuppern). 

Sehr bekannt ist das so genannte Nosing Wheel – ein Verkostungsrad, das in der schottischen Brennerei Macallan entstanden ist.

Mit ihm lassen sich folgende 11 Aromen in Intensitätsstufen von 1 bis 5 einordnen:

  • Apfel
  • Blumen
  • Holzig
  • Karamell
  • Malzig
  • Nussig
  • Ölig
  • Rauchig
  • Trockenfrucht
  • Würzig
  • Zitrone

Vielen Kritikern reicht diese Einteilung nicht aus. Zur feineren Abgrenzung entwickelten viele Brennereien eigene Nosing Wheels. Diese beschreiben oft über 100 Geruchswerte, die sich jeweils zu Gruppen zusammenfassen lassen. In aller Regel empfiehlt es sich für Anfänger, die lieblicheren und milderen Noten zuerst zu verkosten. So kann nicht der Eindruck entstehen, jeder Whisky sei mit einer stechend herausragenden Note behaftet. Fortgeschrittene kosten Varianten mit Rauch, Schwefel, Torf und anderen ausgeprägten Eindrücken. 

Recherche Tipp

Unter whisky-info.de erfahren Sie, wie die unterschiedlichen Nosing Wheels aussehen. 

Körper

Der Körper eines Whiskys ist das Mundgefühl, das ihn von anderen unterscheidet. Kenner bezeichnen diesen subjektiven Eindruck oft als Gewicht des Getränks, das auf der Zunge und im Gaumen spürbar ist. Er ist abhängig vom Alkoholgehalt, Restzucker und Mineraliengehalt eines Getränks. Dieses schmeckt dann eher schwer, mittelschwer oder leicht. 

Abgang

Alle Wahrnehmungen im Moment des Schluckens sind mit dem Begriff Abgang zusammengefasst. Die Eindrücke sind subjektiv, es kann sich um ein sanftes, samtiges Erlebnis handeln oder auch um ein Kratzen oder Stechen in der Kehle. 

Einige Anbieter beschreiben ihre Whiskys nach der Dauer des Abgangs. Sie beantworten damit die Frage, wie lange die Sinneseindrücke nach dem Schlucken erhalten bleiben. 

Für Anfänger sind Brände mit langem Abgang etwas interessanter, da sie ein längeres Zeitfenster für die Wahrnehmung gewährleisten. 


Häufige Fragen

Haben Sie offene Fragen zum Thema? Die häufigsten Fragen anderer Käufer finden Sie hier. 

Erhalten Sie in unserem FAQ-Bereich wichtige Antworten zu den Themenbereichen


Alkoholgehalt
Wie viel Alkohol darf ein Scotch höchstens enthalten?


Alter
Wird Whisky durch Altern besser?


Charakter
Was macht Whisky so besonders im Vergleich zu anderen Spirituosen?


Definition
Was ist Whisky?


Essen
Welches Essen passt zu Whisky?


Fachbegriffe
Was unterscheidet Malts von Blends?
Was ist ein NAS-Whisky?
Was ist Scotch Malt Whisky?
Was ist Whisky on the rocks?


Genießen
Wie trinke ich Whisky richtig?


Geschmack
Was beeinflusst den Geschmack eines Whiskys?


Gesundheit
Ist Whisky ungesund?


Glas
Aus welchem Glas trinke ich Whisky?


Geldanlage
Eignet sich Whisky als Geldanlage?
Wie viel ist mein alter Whisky wert?


Haltbarkeit
Wie schütze ich den Inhalt einer Whisky-Flasche?
Wie lange hält sich Whisky in einer Flasche?
Wie lange hält sich Whisky in einer Karaffe?


Herkunft
Schotten oder Iren – wer erfand den Whisky?


Herstellung
Wie wird Whisky hergestellt?


Informationen
Wo kann ich mehr über Whisky erfahren?


Kanadischer Whisky
Was macht einen kanadischen Whisky aus?


Kalorien
Wie viele Kalorien hat Whisky?


Mischen
Was ist Whisky Sour?
Kann ich Whisky mischen?
Sollte ich Whisky mit Wasser mischen?


Namen
Wie spreche ich Whisky-Namen richtig aus?


Öffnen
Wie öffne ich eine Whisky-Flasche richtig?


Preis
Was taugt billiger Whisky?


Qualität
Was macht einen guten Whisky aus?


Rauch-Aroma
Wie kommt der Rauch in den Whisky?


Reifung
Warum muss Whisky in Holzfässern reifen?


Schreibweise
Was ist der Unterschied zwischen Whisky und Whiskey?


Sorten
Welche Whisky-Arten gibt es?


Tannine
Was sind Tannine und wie kommen sie in den Whisky?


Tasting
Wie läuft ein Whisky-Tasting ab?


Temperatur
Bei welcher Temperatur trinke ich Whisky idealerweise?


Whisky-Steine
Was sind Whisky-Steine?

Alkoholgehalt 

Wie viel Alkohol darf ein Scotch höchstens enthalten?  

Innerhalb der gesetzlich erlaubten Skala von 40 % bis 94,8 % ist alles möglich. Hochwertige Destillate werden allerdings meist mit etwas höherem Alkoholgehalt abgefüllt. So hat der Kunde beim Erwerb einer teureren Flasche mehr vom unverdünnten Produkt und kann es dann nach eigenem Belieben verdünnen. Viele Whiskys schmecken verdünnt besser. 

Alter 

Wird Whisky durch Altern besser? 

Whisky wird nicht automatisch besser, wenn er lange im Fass lagert. In dieser Zeit wirken komplexe chemische Prozesse auf das Getränk ein: In einer ersten Phase verflüchtigen sich unerwünschte Aromen. Mit den Jahren kommt der Einfluss der Fass-Aromen immer mehr zum Tragen. 

Durch die Erfahrung des Herstellers und mit einer Portion Glück wird genau dann in Flaschen abgefüllt, wenn das Getränk seinen geschmacklichen Höhepunkt erreicht hat. Es kann aber durchaus anders kommen, denn die Erfordernisse des Markts, unvorhergesehene Abweichungen und viele andere Faktoren spielen zusätzlich eine Rolle. 

Die Abfüllung stoppt den Reifungsprozess. In der Flasche reift das Getränk nicht weiter.

Charakter

Was macht Whisky so besonders im Vergleich zu anderen Spirituosen? 

Die geschmackliche Vielfalt und die lange Lagerung im Eichenfass sind besondere Charakteristika, die Whisky von den meisten anderen Spirituosen unterscheidet. 

Definition

Was ist Whisky?

Whisky ist ein hochprozentiges destilliertes Getränk, das aus Getreide hergestellt und mehrere Monate bis Jahrzehnte in Holzfässern lagert. In den meisten Herstellerländern ist eine Lagerungsdauer in einem Eichenfass von mindestens 3 Jahren vorgesehen. 

Auch für die Fassgröße beim Lagern gibt es eine Obergrenze: 185 Gallonen darf es für Whisky maximal aufnehmen, das sind 700,3 l. Der Alkoholgehalt muss zwischen 40 % und 94,8 % betragen.

Essen

Welches Essen passt zu Whisky? 

Erlaubt ist, was gefällt. Anders als beim Wein herrscht der Trend vor, das Essen zum Getränk auszusuchen und nicht umgekehrt. 

Einige Beispiele: 

  • Milde Whiskys
    Milde Whiskys passen gut zu Grissini und feinen Schinkenstreifen.
  • Torfige Whiskys 
    Dunkle Schokolade oder geräucherter Lachs eignen sich für torfige Sorten. 
  • Kräftige Whiskys 
    Genießen Sie kräftige Produkte zu dunklem Brot mit gesalzener Butter.

Fachbegriffe

Was unterscheidet Malts von Blends? 

Blends sind immer gemischte Produkte aus verschiedenen Destillerien, verschiedenen Jahrgängen und/oder verschiedenen Ausgangsprodukten. Malts dagegen bestehen ausschließlich aus gemälzter Gerste. Sie können ebenfalls aus verschiedenen Destillerien stammen. Single Malts dagegen müssen aus der gleichen Destillerie stammen. 

Die verschiedenen Whisky-Sorten wie Blends und Malts stellen wir Ihnen ausführlich in unserem Kaufberater vor.

Was ist ein NAS-Whisky?

NAS bedeutet No Age Statement – keine Altersangabe. Diese Whiskys werden kreiert, um unter einer Marke durch Mischung stets den gleichen, erwartbaren Geschmack anzubieten oder um bestimmte Geschmacksqualitäten zu erreichen. Es gibt sehr gute, empfehlenswerte und günstige NAS-Destillate, aber auch unteren Durchschnitt. 
 

Was ist Scotch Malt Whisky? 

Scotch Malt kommt aus Schottland und ist aus gemälzter Gerste hergestellt. 
 

Was ist Whisky on the rocks? 

Eiswürfel im Whisky-Glas ähneln optisch Felsen, die von Flüssigkeit umspült sind (engl.: on the rocks, auf den Felsen). Einige Experten schwören auf diese Art, das Getränk zu genießen, weil sie verschiedene Geschmacksaspekte durch die zunehmende Verdünnung beim Schmelzen betonen kann. 

Shopping Tipp

Sie möchten einen kühlen Whisky genießen, aber nicht auf Eiswürfel zurückgreifen? Spezielle Kühlsteine erzielen ebenso eine kühlende Wirkung – bieten jedoch den Vorteil, dass sie das Getränk nicht verwässern.

Genießen 

Wie trinke ich Whisky richtig? 

Whisky lässt sich vielfältig genießen – ob mit Eis, als Cocktail oder pur. In erster Linie hängt der Genuss des Getränks von Ihren individuellen Vorlieben ab. Ein Genuss des puren Getränks bei Raumtemperatur gibt Ihnen eine gute Vergleichsbasis.

Nachfolgend noch einige Anregungen: 

  • Single Malts
    Schottische Single Malts sind unverdünnt und ohne Eis ein besonderer Genuss. 
  • Blends
    Blends sind beliebt in Longdrinks wie Scotch Cola, Scotch Collins, Scotch mit Soda oder Scotch Sour. 
  • Bourbon
    Klassisch servieren lässt sich Bourbon auf Eiswürfeln (on the rocks) oder als Longdrink. In Cocktails wie Old Fashioned oder Mint Julep ist er nicht wegzudenken. Hochwertige Bourbons können Sie auch gut pur genießen. 
  • Irish Whiskey
    Die meisten der irischen Blends sind wie Scotch oder Bourbon in Mischgetränken und Cocktails gut aufgehoben. Ausgewählte Single Malts und bessere Qualitäten verdienen es, pur probiert zu werden. 

Geschmack

Was beeinflusst den Geschmack eines Whiskys? 

Grob gesagt beeinflusst alles, was chemisch und physikalisch auf einen Whisky einwirkt, seinen Geschmack.

Bei der Herstellung und Abfüllung sind dies unter anderem folgende Faktoren: 

  • Ausgangsprodukte
  • Destillationsverfahren 
  • Art und Dauer der Reifung
  • Art der Abfüllung 

Beim Genießen des fertigen Produkts kommen dann Faktoren wie Trinktemperatur, Auswahl des Glases und das Mischungsverhältnis mit Wasser oder Eiswürfeln hinzu. 

Gesundheit

Ist Whisky ungesund? 

Wie alle Spirituosen hinterlässt auch Whisky für einige Stunden Alkohol im Blut. Der Abbau des Alkohols belastet die Leber. Das Suchtpotenzial ist so einzuschätzen wie bei anderen Spirituosen auch. Mäßiger Genuss kann die Gesundheitsrisiken verringern. Eine Garantie gibt es allerdings auch dann nicht. 

Recherche Tipp

Mit den Tipps der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung können Sie Ihre persönlichen Limits beim Alkoholkonsum erkennen und einhalten. 

Glas

Aus welchem Glas trinke ich Whisky?

Spezielle Whisky-Gläser sind besonders dann empfehlenswert, wenn Sie einen besonders edlen Tropfen maximal genießen wollen.  

Diese Gläser eignen sich für das Getränk:

  • Glencairn-Glas
    Das stiellose Glas ist stabil und sehr gut für Tastings geeignet. Außerdem lässt es sich einfach reinigen.
  • Kelch/Tulpe
    Im tulpenförmigen Glas, meist mit kurzem Stiel, sind die Aromen gut zu erkennen – das Getränk kann ideal atmen. Oft ist die Öffnung des Glases aber etwas zu groß und die Aromen verfliegen relativ schnell. 
  • Nosing/Tasting Glas
    Klassische Nosing-Gläser mit Stiel sind tulpenförmig und verjüngen sich nach oben. Sie heißen auch Tasting-Gläser und sind vor allem zum Verkosten ideal. Durch den Stiel kann sich die Handwärme nicht so leicht auf den Inhalt übertragen. Die Verjüngung des Glases hält die Aromen besser – Sie können die verschiedenen Komponenten leichter und länger wahrnehmen. Manche Nosing-Gläser öffnen sich am Rand auch wieder leicht. So läuft der Whisky beim Verkosten breiter auf die Zunge. Die Aromen bekommen so mehr Raum, um sich auszubreiten. 
  • Quaich
    Das traditionelle Trinkgefäß aus Schottland ist eine kleine, flache Schale mit 2 Henkeln. Der Quaich hat zwar historische Bedeutung, doch seine Form ist für ein volles Geschmackserlebnis leider nicht ideal. 
  • Tumbler
    Dabei handelt es sich um ein gerades Glas ohne Stiel und mit dickem Boden. Es eignet sich gut für den Genuss mit Eis, um Duftnoten wahrzunehmen ist es eher ungünstig. 

Geldanlage

Eignet sich Whisky als Geldanlage? 

Wer mit Whisky sein Vermögen vermehren möchte, braucht gute Kenntnisse oder fachmännischen Rat. Grundsätzlich gelten nur Produkte aus den Jahren vor 1975 als wertvoll. Lohnenswert sind auch Limited Editions oder Abfüllungen mit geringer Auflage. Wer das nötige Kleingeld besitzt, kann zudem seit 2014 in einen Whiskyfond investieren – allerdings erst ab einer Mindesteinlage von 250.000 $.  

Wie viel ist mein alter Whisky wert? 

Den Wert eines Whiskys können nur Fachleute schätzen. Das Alter allein ist noch keine Gewähr für eine Wertsteigerung. 

Haltbarkeit 

Wie schütze ich den Inhalt einer Whisky-Flasche?

Die ideale Lagerung der Flasche ist stehend, bei kühler Zimmertemperatur, dunkel und trocken. Im Gegensatz zu vielen Weinen wird Whisky in ungeöffneten Flaschen nicht besser. 

Der Korken schließt weniger dicht als etwa ein Weinkorken, da er für den mehrmaligen Gebrauch gedacht ist. Darum entweichen Alkohol und Gase, was auf die Dauer den Geschmack verändert. 

Wie lange hält sich Whisky in einer Flasche? 

Geschlossene, gut gelagerte Flaschen können mehrere Jahre ihrem Geschmack treu bleiben. Angebrochener Whisky hält sich bei idealer Lagerung etwa 6 Monate. Je weniger Luft sich in der Flasche befindet, desto optimaler ist das für die Haltbarkeit. Eine halb gefüllte Flasche ist daher weniger haltbar als eine fast noch volle. 

Wie lange hält sich Whisky in einer Karaffe?  

Nur wenige Karaffen sind wirklich dicht genug, um Whisky darin länger zu bevorraten. Über die Haltbarkeit in der Karaffe gibt es verschiedene Meinungen in der Fachwelt. Am besten füllen Sie nur so viel ein, wie Sie an einem Abend servieren möchten. 

Herkunft

Schotten oder Iren – wer erfand den Whisky? 

Irlands Schutzpatron St. Patrick soll der Legende nach im 4. Jahrhundert die Kunst des Destillierens in Frankreich erworben und nach Irland gebracht haben. Die Schotten, die Schottland als Heimat des Heiligen Patrick ansehen, beanspruchen ihrerseits die Erfindung des Getränks für sich. Fakt ist: Irischer Whiskey taucht erstmals in einer Quelle aus dem frühen 17. Jahrhundert auf, die sich auf das Jahr 1405 bezieht. Schottischer Whisky ist seit 1494 nachweisbar.

Herstellung

Wie wird Whisky hergestellt? 

Getreide und Wasser sind die Bestandteile jeden Whiskys. Seine Herstellung verläuft in mehreren Schritten: 

  1. Grünmalz herstellen (Mälzen)
    ⇒ Grünmalz entsteht, indem das ausgebreitete Getreide zum Keimen gebracht wird. Weil dabei Wärme entsteht, wird es stetig gewendet. Der Vorgang aktiviert Enzyme in der Gerste: Die Stärke wird dabei zu Malzzucker umgewandelt.
    ⇒ Für Whiskys, die aus Mais hergestellt sind, gilt: Mais wird zur Vorbehandlung grundsätzlich nicht gemälzt, sondern gekocht.
  2. Darren 
    ⇒ Die Keimung wird durch Hitze gestoppt, so wird das Malz trocken und lagerfähig. 
  3. Schroten 
    ⇒ Das Zerkleinern ist notwendig, um die Oberfläche des Rohstoffs zu erhöhen. In der geschroteten Mischung kann je nach Sorte auch ein bestimmter Anteil an ungemälztem Getreide enthalten sein. 
  4. Würze herstellen 
    ⇒ Der Schrot wird in der Mash Tun (Maische-Tonne) mit heißem Wasser vermischt und bewegt. So entsteht Malzzucker. 
  5. Trennen 
    ⇒ Flüssigkeit und Schrot werden getrennt, die Flüssigkeit heißt nun Würze.
  6. Maische herstellen 
    ⇒ Im Gärtank werden der Würze Hefebakterien beigemischt. Die Flüssigkeit beginnt zu gären. Das Endprodukt nach der Gärung heißt Maische.
    ⇒ Bis hierher ähnelt das Verfahren dem Brauen, darum nennt sich die destillierbereite Flüssigkeit auch oft Bier.
  7. Destillieren: Rohbrand 
    ⇒ In kupfernen Brennblasen werden Alkohol und die meisten Geschmacksstoffe vom Wasser getrennt.  
  8. Destillieren: Feinbrand 
    ⇒ Ein oder mehrere Feinbrände entfernen bei Bedarf unerwünschte Geruchs- und Geschmacksbestandteile. 
  9. Lagern 
    ⇒ Mit dem Abfüllen des Destillats in Eichenholz-Fässer beginnt in der Regel eine mehrjährige Lagerzeit. 
  10. Filtern 
    ⇒ Mit einer einfachen Filterung werden gröbere Bestandteile wie Holzspäne entfernt. 
  11. Kühlfiltern 
    ⇒ Die so genannten Kühlfilterung unterstützt das Entfernen einiger unerwünschter Inhaltsstoffe kurz vor der Flaschenabfüllung. So sollen Trübung und Schlierenbildung vermieden werden. 
    ⇒ Das Destillat wird unter Druck durch engmaschige Metallnetze und Papierfilter gepresst. Dies gelingt am besten, wenn der Whisky zuvor auf etwa 0 °C bis 4 °C gekühlt wurde: Dabei verklumpen die unerwünschten Inhaltsstoffe und bleiben besser im Filter hängen. Viele Hersteller verzichten auf die Filterung, weil sie der Auffassung sind, dass dadurch Geschmacksstoffe verloren gehen. 
  12. Abfüllen
    ⇒ Nicht alle Brennereinen besitzen eine eigene Flaschenabfüllung. Alle anderen transportieren ihren Whisky zu Abfüllern, die in der Regel auch das Filtrieren und gegebenenfalls das Mischen übernehmen. 
    ⇒ Oft wird beim Abfüllen der Alkoholgehalt auf bis zu 40 % herabgesetzt. Er wird dadurch milder. 
    ⇒ Bei Einzelfass-Abfüllungen bleibt dagegen häufig der Alkoholgehalt unangetastet. Diese Variante heißt Cask Strength (engl.: Fass-Stärke). 
  13. Etikettieren 
    ⇒ Das Etikett informiert über den Namen der Brennerei, den Namen der Marke (falls er vom Brennerei-Namen abweicht), die Sorte, das Alter in Jahren, den Alkoholgehalt und den Flascheninhalt. Es können noch weitere Informationen hinzukommen: das genaue Abfülldatum, die Flaschennummer, die Gesamtanzahl an Flaschen der jeweiligen Abfüllung sowie der Firmensitz und Name des Abfüllers. Hinweise zur Filtermethode können ebenfalls enthalten sein. 

Informationen 

Wo kann ich mehr über Whisky erfahren? 

Zahlreiche Blogs und Hersteller-Seiten informieren ausführlich über jede Nuance und jede Spezialität aus der Welt des Whiskys. Viele Bars und Restaurants bieten außerdem regelmäßig Tastings an, bei denen Sie einige Sorten kosten und Wissenswertes darüber erfahren können. 

Kanadischer Whisky

Was macht einen kanadischen Whisky aus? 

Die weitaus meisten kanadischen Whiskys sind Blends und bestehen aus verschiedenen Getreidearten, die zum Teil ungemälzt sind. Sehr oft ist Mais enthalten. Eine Besonderheit der kanadischen Variante ist, dass sie auch dann die Bezeichnung Rye (engl.: Roggen) tragen kann, wenn kein Roggen enthalten ist.

Kalorien

Wie viele Kalorien hat Whisky? 

Ein herkömmliches Tasting-Glas, gefüllt mit 40 ml Whisky, enthält rund 90 kcal (Kilokalorien). 

Mischen

Was ist Whisky Sour? 

Whisky Sour ist ein Cocktail. Neben Whisky enthält er eine saure und eine süße Komponente sowie je nach Variante besondere Zutaten wie Eiklar oder Soda. Wegen seiner US-amerikanischen Ursprünge und der dortigen Schreibweise ist der korrekte Name Whiskey Sour. 

Kann ich Whisky mischen? 

Natürlich können Sie Whisky mischen – er ist unverzichtbarer Bestandteil vieler Cocktails. Für einige Sorten empfehlen Kenner, sie wegen des feineren Geschmackserlebnisses mit Wasser zu mischen. 

Sollte ich Whisky mit Wasser mischen? 

Viele Whiskys schmecken vermischt mit etwas Wasser komplexer, weil es Aromen zusätzlich aufschließt. Das gilt besonders, wenn Sie ein Produkt in Fass-Stärke genießen. Mineralarmes Wasser ohne Kohlensäure eignet sich besonders gut. Experimentieren Sie zunächst mit wenigen Tropfen und steigern Sie nach persönlichem Geschmack. 

Namen 

Wie spreche ich Whisky-Namen richtig aus?

Die Namen schottischer und irischer Brände klingen oft ganz anders als vermutet. Sie kommen aus dem keltischen Sprachraum, genauer gesagt aus der in Irland und Schottland beheimateten gälischen Sprachfamilie. Einfacher als ein Studium des schottischen und des irischen Gälisch sind Aussprache-Beispiele, die Sie im Netz finden. 

Recherche Tipp

Lassen Sie sich den Namen Ihres irischen oder schottischen Whiskys einfach vorsprechen. Auf dem Youtube-Kanal Whiskytasters werden Sie fündig. 

Öffnen

Wie öffne ich eine Whisky-Flasche richtig?

Whisky-Korken sind Gebrauchskorken. Anders als bei Wein oder Sekt sind sie zur häufigen Verwendung gedacht. In der Regel besteht ein solcher Verschluss aus einem verkleideten Holzdeckel, in dessen Vertiefung der Korken eingeklebt ist. 

So öffnen Sie die Flasche:

  1. Drehen Sie langsam den Deckel. 
    ⇒ Sie spüren nach wenigen Drehungen das Nachlassen der Reibung, die den Korken festhält. 
  2. Ziehen Sie den Korken gerade aus der Flasche heraus.
    ⇒ Ein Verkanten zur Seite kann bewirken, dass sich der Korken vorzeitig aus der Verklebung löst. 
  3. Schaut der Korken zu 2 Dritteln aus der Flasche, ist Verkanten erlaubt.
    ⇒ Die meisten Korken sind im unteren Drittel verjüngt, weshalb ein Verkanten auf dieser Höhe keinen so starken Hebel mehr erzeugt wie im 1. Drittel. 

Preis

Was taugt billiger Whisky?

Bei einem Literpreis unter 30 € lassen sich keine Geschmackswunder erwarten. Für Cocktails und als einfaches Party-Getränk ist diese Variante hinreichend. 

Qualität

Was macht einen guten Whisky aus? 

Guter Whisky ist Geschmackssache. Wer Whisky entdecken möchte, kann im Laufe der Zeit ein Gefühl für die verschiedenen Geschmacksnuancen entwickeln und so herausfinden, was dem persönlichen Empfinden am meisten entgegenkommt. 

Rauch-Aroma

Wie kommt der Rauch in den Whisky? 

Das Raucharoma entsteht beim Trocknen des gemälzten Getreides, dem Darren. Geschieht dies über einem Torf-Feuer, ist das Aroma des Torfs wahrnehmbar. 

Reifung

Warum muss Whisky in Holzfässern reifen? 

Die Reifung in Eichenholz-Fässern erfolgt über mehrere Jahre. Mindestdauer und Holzart sind in den meisten Herstellerländern gesetzlich vorgeschrieben. Die Aromen des Fasses gehen dabei in das Getränk über, auch chemische Prozesse durch den Luftaustausch wirken sich auf den Geschmack aus. Versuche mit anderen Materialien hatten bisher selten den gewünschten Erfolg. 

Schreibweise

Was ist der Unterschied zwischen Whisky und Whiskey?

Die Schreibweise Whiskey kommt aus Irland und den USA. Die Schreibweise ohne den Buchstaben stammt aus Schottland. Hersteller aus anderen Ländern benennen ihre Produkte nach der Tradition, der sie sich verpflichtet fühlen. 

Sorten

Welche Whisky-Arten gibt es?

Je nach Herkunftsland, Herstellungsart, Getreideart und Lagerung bekommt Whisky spezielle Namenszusätze. Viele von ihnen sind gesetzlich geschützt. 

Wissenswertes rund um die verschiedenen Whisky-Sorten erhalten Sie in unserem Kaufberater.

Tannine

Was sind Tannine und wie kommen sie in den Whisky? 

Tannine sind pflanzliche Gerbstoffe, die sich aus dem Fass lösen, in dem der Whisky gelagert ist. Viele europäische Fässer sind wesentlich reicher an Tanninen als Fässer amerikanischer Herkunft. Auch Torfrauch bei der Herstellung fügt Tannine hinzu. 

Dem Getränk geben sie seine dunkle Farbe und eine ganz eigene geschmackliche Struktur. Gerbstoffe sorgen für ein adstringierendes (zusammenziehendes) Mundgefühl.

Tasting

Wie läuft ein Whisky-Tasting ab? 

Ein Tasting ist eine Verkostung mehrerer Sorten, meist 4 bis 8. Oft steht es unter einem bestimmten Motto. So kann zum Beispiel das Alter des Whiskys im Fokus stehen, wie auch dessen Herkunft oder bestimmte Fass-Varianten, in denen er gereift ist. Einen festen Ablauf gibt es nicht. 

Ausgewiesene Kenner bieten Tastings an. Gastronomen und einige große Whisky-Anbieter sind oft die Initiatoren. 

Recherche Tipp

Das manager magazin hält Vorschläge für ein privates Tasting bereit. 

Temperatur

Bei welcher Temperatur trinke ich Whisky idealerweise?

Mit Zimmertemperatur machen Sie selten einen Fehler. Für Temperaturen darüber und darunter gilt: Über 25 °C kommen süße, torfige und malzige Aromen besonders gut zur Geltung. 

Die Wahrnehmung des Geschmacks ändert sich bei Kühlschrank-Temperatur: Kälte reduziert vor allem Süße und Bitterkeit. Saure und salzige Aromen werden dagegen besser wahrnehmbar. 

Whisky-Steine

Was sind Whisky-Steine? 

Whisky-Steine sind Kühlsteine, die das Getränk kühlen, ohne es zu verwässern. Sie bestehen aus Granit, Speckstein oder Edelstahl.  


Über Andrea Schreiner

Als Verlagslektorin und Mit-Autorin für Gastroführer hatte ich einen kulinarischen Berufsstart. Es folgte erst ein längeres Intermezzo beim Radio, danach vielfältige Aufgaben als Zeitungsredakteurin. Nach spannenden Jahren bei einer PR-Agentur bin ich nun seit 2013 bei billiger.de rund ums Online-Shopping aktiv.


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