Schlagbohrmaschinen

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Ratgeber Schlagbohrmaschinen


Ratgeber Schlagbohrmaschinen


Jeder Hobby- und Profihandwerker sollte über eine gewisse Grundausstattung an Werkzeug verfügen. Mit dem richtigen Werkzeug lässt sich nämlich nahezu jedes Problem lösen. Entgegen der weit verbreiteten Meinung braucht man dazu nicht einmal jedes Werkzeug in der drei- oder vierfachen Ausführung. Das Werkzeug sollte lediglich über eine gewisse Qualität verfügen. Wichtig ist zudem, dass es ordentlich und übersichtlich aufbewahrt wird. Dies beschleunigt und erleichtert die anschließende Arbeit erheblich.

In der Werkzeug-Ausstattung sollten enthalten sein: eine Wasserwaage, ein Maßband, ein Hammer, ein Schraubendreher und -schlüssel, eine Schlüsselzange, eine Kombizange und eine Säge. Natürlich kann die Ausstattung den individuellen Bedürfnissen entsprechend angepasst werden. Wer zum Beispiel viel zu bohren und zu schrauben hat, ist mit der Anschaffung einer Bohrmaschine oder eines Schlagschrauber gut beraten.

Schlagbohrmaschinen – Modelle

Die große Auswahl an Elektro-Schlagbohrmaschinen macht es dem Laien nicht gerade leicht, sich für das richtige Modell zu entscheiden. Worauf Sie beim Kauf einer Elektro-Schlagbohrmaschine achten müssen, haben wir im Folgenden genauer ausgeführt. Nachstehend finden Sie eine Liste der wichtigsten Punkte:

- Die Handhabung
- Die Verarbeitung und die Qualität
- Die Akku-Laufzeit
- Das Zubehör

Der Unterschied zwischen der klassischen Bohrmaschine und der Schlagbohrmaschine ist vielen oftmals nicht klar. Dabei ist er elementar und dementsprechend einfach an dem Haupteinsatzgebiet fest zu machen. Im Grunde kann mit beiden Maschinen auf allen Materialtypen gearbeitet werden. Jeder Maschinentyp hat aber auf seinem eigenen Gebiet seine Stärken und Schwächen. Die Schlagbohrmaschine kann aufgrund des integrierten mechanischen Schlagwerkes auf Stein und Beton zum Beispiel deutlich mehr Kraft erbringen. Die Schlagkraft der klassischen Bohrmaschine ist im Gegensatz dazu etwas geringer.

Die Funktionsweise
Wie bereits deutlich wurde, handelt es sich bei der Schlagbohrmaschine um eine spezielle Form der Bohrmaschine. Sie erzeugt, zusätzlich zur Drehbewegung, eine vibrierende Bewegung in axialer Richtung. Diese verleiht der Maschine eine zusätzliche Schlagkraft. Erzeugt werden die Schläge durch zwei schräg verzahnte Scheiben, auch Ratsche genannt. Die eine Scheibe sitzt auf der Antriebsachse der Maschine, während die andere vor dem Lager im Gehäusekörper zu finden ist. Aktiviert man nun die Antriebswelle, drückt diese die gesamte Maschine nach hinten, bis die Kanten der Scheiben übereinander rutschen. Im Anschluss schlägt die Maschine mit dem kompletten Gewicht nach vorne, wobei der Impuls auf den gesamten Bohrer übertragen wird. Alles in allem verfügen Schlagbohrmaschinen über eine relativ geringe Impulsenergie pro Schlageinheit, wodurch eine insgesamt hohe Schlagfrequenz zustande kommt. Der Bohrfortschritt ist demzufolge auch umso besser, je mehr Druck der Anwender auf die Ratsche ausübt.

Das Einsatzgebiet
Vor allem aufgrund der erhöhten Schlagkraft eignen sich Elektronik-Schlagbohrmaschinen gut für die Bearbeitung von Stein, Beton und festem Mauerwerk. Dabei ermöglichen sie nicht nur das Bohren von Löchern, sondern auch das gezielte Abtragen der Materialien. Durch die Schlagbohrfunktion, auch Meisselfunktion genannt, wird nämlich das abzutragende Material porös gemacht. Das bedeutet, dass die Struktur des Materials zerstört wird und dieses besser abgetragen werden kann.

Das Abfallmaterial, das während der Arbeit mit dem Bohrer entsteht, wird auch als Bohrmehl bezeichnet. Es kann sowohl im nassen, als auch im trockenen Zustand entfernt werden. Empfohlen wird die nasse Entsorgung des Materials. Grund dafür ist der Bohrer, der sich beim Bohren schnell erhitzt und durch die kühlende Flüssigkeit auf einer niedrigen Arbeitstemperatur bleibt. Auf eine trockene Entfernung sollte zudem verzichtet werden, da der beim Bohren entstehende Feinstaub schädlich für die Lungen ist. Außerdem setzt sich dieser schnell in den kleinsten Lücken fest und lässt sich von dort nur schwer entfernen.

Die Leistung
Die Leistung von Schlagbohrmaschinen liegt meist in dem sehr weit gefächerten Bereich von 400 bis 1.500 Watt. Bei modernen Maschinen lässt sich diese mit Hilfe einer stufenlosen Drehzahlregelung den individuellen Bedürfnissen entsprechend anpassen. Im Großen und Ganzen spielt jedoch nicht nur die Leistung an sich, sondern auch die Umsetzung der Leistung durch den Bohrer eine wichtige Rolle. Diese muss schließlich bis auf die Spitze des Bohrers übertragen werden. Ursachen für die zum Teil großen Unterschiede zwischen den Bohrer-Modellen sind die verschiedenen Bauarten, die eine unterschiedliche Kraftübersetzung realisieren. Beim Kauf des Gerätes sollten Sie daher immer auf die Geometrie des Schlagwerks und das verwendete Material achten. Vor allem teurere und hochwertige Materialien haben sich in diesem Zusammenhang nämlich schon oft als robust und langlebig erwiesen.

Die Zusatzausstattung
Ein Schlagbohrer mit einer durchdachten Ausstattung kann nicht selten auch mit einer guten Handhabung glänzen. Üblich ist, dass die Schlagbohrfunktion eines jeden Schlagbohrschraubers ausgeschaltet werden kann. Dadurch verwandelt sich das Gerät in eine einfache Bohrmaschine, die für das Bohren in Holz, Metall und in Kunststoff geeignet ist. Ein weiterer Vorteil der modernen Schlagbohrer ist das sogenannte Schnellspannbohrfutter. Dieses ersetzt das ursprüngliche Bohrfutter mit Schlüssel und ermöglicht den werkzeuglosen Bohrerwechsel. Daraus resultiert eine erleichterte und vor allen Dingen beschleunigte Bedienung, die zum Teil auch einhändig möglich ist.

Einige Schlagbohrmaschinen verfügen zudem über einen integrierten Akku. Im Gegensatz zum Schnellspannbohrfutter wirkt sich dieser jedoch oft negativ auf die Handhabung der Maschine aus. Grund dafür ist, dass Akku-Schlagbohrmaschinen ein entsprechend höheres Gewicht besitzen. Dieses führt in erster Linie zu einer höheren Belastung des Nutzers, da das Gewicht vor allem bei längeren Überkopfarbeiten nur schwer zu meistern ist. An dieser Stelle sollten Sie also lieber auf die deutlich leichteren Geräte mit Netzkabel zurückgreifen. Wenn das Kabel eine ausreichende Länge hat, ist das Gerät leicht und flexibel zu handhaben. Bei Akku-betriebenen Geräten kann ebenfalls das Problem der zu kurzen Akku-Laufzeit auftreten. Diese führt im Falle von längeren Einsätzen dazu, dass die Schlagbohrmaschine mitten im Einsatz oder sogar an einer besonders schwierigen Stelle den Betrieb einstellt.

Eine bessere Handhabung des Bohrers wird im Allgemeinen durch rutschsichere, ergonomisch geformte Handgriffe erzielt. Viele Marken, wie Bosch, Hilti, Metabo und AEG statten ihr Gerät zudem gerne mit einer LED-Leuchte aus. Diese sitzt in der Regel im Frontbereich der Schlagbohrmaschine und sorgt bei schlechter Sicht für bessere Lichtverhältnisse.

Wichtige Sicherheitsvorkehrungen

Da es sich bei der Schlagbohrmaschine um ein Werkzeug handelt, müssen für die Arbeit mit dieser bestimmte Vorkehrungen getroffen werden. Grundsätzlich gilt: Schlagbohrmaschinen und andere Bohrer sollten aufgrund ihrer großen Rückschlagkraft nur verwendet werden, wenn sie sich in einwandfreiem Zustand befinden. Überprüfen Sie also vor der Nutzung, ob das Anschlusskabel intakt ist. Außerdem muss das Bohrfutter des Schlagbohrers voll funktionsfähig sein. Da Schlagbohrer einen hohen Geräuschpegel von bis zu 108 dB besitzen, sollte man während der Arbeit mit dem Bohrer nicht auf einen Gehörschutz verzichten.

Ein hoher Sicherheitsstandard wird zudem durch einen integrierten Überhitzungsschutz und zusätzliche Warnfunktionen gewährleistet. Außerdem sollten Sie die Maschine immer vom Stromnetz entfernen, wenn Sie den Bohrer wechseln. Pannen, wie zum Beispiel das Anbohren von elektrischen Leitungen, können durch den Einsatz von speziellen Ortungsgeräten vermieden werden. Diese sind im Elektrofachhandel oder im Baumarkt erhältlich. Das primäre Ziel solcher Ortungsgeräte besteht darin, die Wände auf dahinter liegende Kabel zu überprüfen. Ein angebohrtes Kabel hat im einfachsten Falle eine heraus gesprungene Sicherung zur Folge. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Kabelbrand, der, zu spät entdeckt, beträchtliche Schäden anrichten kann. Allerdings sollte man auch hier Wert auf Qualität legen: Günstige Ortungsgeräte neigen nämlich dazu, an jeder Stelle der Wand ein Kabel zu erkennen und wie wild zu piepsen bzw. Signale von sich zu geben.

Beim Bohren sollten Sie des Weiteren keine weite Kleidung oder offene Haare tragen. Kleidung und Haare können sich nämlich im schnell drehenden Bohrkopf verfangen. Achten Sie zudem darauf, dass nicht zu viele Leute in unmittelbarer Nähe des Bohrers stehen. Schließlich kann die genaue Beschaffenheit der Wände nicht immer präzise eingeschätzt werden und die Verletzungsgefahr im Falle des Abrutschens wäre einfach zu groß.
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