Schwingschleifer

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Ratgeber Schwingschleifer


Ratgeber Schwingschleifer


Fast jeder Handwerker, der Farbe und Lacke entfernen wollte, stand schon einmal vor der Entscheidung: Handschliff oder Schleifen mit einer Maschine?

Gerade wenn die Temperaturen wieder steigen, wird es Zeit, die Gartenmöbel mit frischer Farbe zu einem neuen Glanz zu verhelfen. Damit Sie die notwendigen Schleifarbeiten nicht mühsam per Hand erledigen müssen, können Sie einen Schwingschleifer erwerben. Dieser sorgt für den besonderen Feinschliff.

Schwingschleifgeräte verfügen über eine rechteckige Schleifplatte, die in Schwingungen versetzt wird. Für das eigentliche Schleifen wird die Schwingschleifmaschine in kreisenden Bewegungen über das Werkstück geführt. So können Sie große Flächen besonders schnell und komfortabel abschleifen und anschließend neu lackieren.

Der aktuelle Markt von Schwingschleifern bietet Ihnen eine große Auswahl verschiedener Modelle. Sie können hier nicht nur zwischen unterschiedlichen Leistungen, sondern auch zwischen verschiedenen Bauformen und Ausstattungen wählen. Legen Sie beispielsweise Wert auf einen besonders hohen Abrieb, so können Sie sich für einen sogenannten Exzenterschleifer entscheiden. Hierbei führt die Schleifscheibe eine zusätzliche Kreisbewegung aus, die für einen besonders hohen Materialabrieb sorgt. Besonders flexibel einsetzbar ist der Getriebeexzenterschleifer. Mit Hilfe eines zusätzlichen Getriebes verfügt diese Ausführung über zwei Geschwindigkeitsstufen, über die Sie den Abtrag regulieren können.

Dieser Ratgeber hilft Ihnen dabei, das für Sie passende Gerät zu finden. Zudem erhalten Sie nützliche Informationen rund um den Schwingschleifer und seine Funktionen.

Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, lesen Sie im Folgenden einige wichtige Details zu den technischen Daten.

Die Leistung
Die Leistung, auch Nennaufnahme genannt, gibt Ihnen Aufschluss darüber, welche Kraft der verbaute Motor entfalten kann. Je höher die Nennaufnahme eines Schwingschleifers ist, desto kräftiger arbeitet der Motor.

Für den alltäglichen Gebrauch hat sich eine Leistung von 200 bis 400 Watt bewährt. Geräte mit einer solchen Nennleistung sind für alle Aufgaben geeignet und können flexibel eingesetzt werden. Möchten Sie jedoch harte Materialien abschleifen, sollten Sie ein Gerät mit einer entsprechend höheren Leistung in Betracht ziehen. Diese Geräte sind zwar meist teurer, leisten dafür jedoch auch deutlich mehr.

Die Schleiffläche
Viele Hersteller geben im Datenblatt des Schwingschleifers die Größe der Schleiffläche an. Unter Umständen kann hier auch der Schleifscheibendurchmesser angegeben sein. Im Grunde handelt es sich bei der Angabe um die Fläche, die ein Schwingschleifgerät ohne Bewegung des Benutzers bearbeiten kann.

Die Größe der Schleiffläche spielt beim Kauf eine wichtige Rolle. Wenn Sie vornehmlich kleinere oder verwinkelte Werkstücke bearbeiten möchten, sollten Sie zu einer kleinen Schleiffläche greifen. Zwar müssen Sie hier unter Umständen mehrere Bahnen ziehen, um das gesamte Werkstück abzuschleifen, dafür können Sie jedoch mit einer erhöhten Präzision arbeiten. Eine kleine Schleiffläche ermöglicht es Ihnen, auch schlecht zugängliche Stelle zu erreichen.

Suchen Sie jedoch ein Gerät, mit dem Sie eine große Fläche in einer möglichst kurzen Zeit bearbeiten können, ist eine entsprechend große Schleiffläche zu empfehlen. Sie sparen sich dadurch mehrere Arbeitszüge, da Sie eine große Fläche mit nur einem Vorgang abschleifen können.

Der Härtegrad des Schleiftellers
Bei einigen Schwingschleifmaschinen finden Sie im Datenblatt auch eine Angabe zum Härtegrad des Schleiftellers. Hier unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Härtegraden, namentlich soft, medium und hart.

Der softe Schleifteller ist vor allem für gewölbte und schwer zugängliche Oberflächen geeignet. Durch die weiche Bauweise passt sich die Schleiffläche an die Oberfläche an. So können Sie besonders präzise arbeiten.

Möchten Sie jedoch vor allem glatte Oberflächen abschleifen, ist die harte Schleiffläche vorzuziehen. Durch die harte Schleiffläche können Sie einen höheren Druck auf das Werkstück ausüben und damit den Materialabrieb erhöhen.

Suchen Sie ein Gerät, welches Sie flexibel einsetzen können, greifen Sie am besten zu einem Schwingschleifgerät mit mittlerer Härte. Dieses kann für verschiedene Aufgaben eingesetzt werden und stellt einen guten Kompromiss zwischen Präzision und Materialabrieb dar.

Besondere Bauformen

Neben dem herkömmlichen Schwingschleifer existieren noch zwei weitere Sonderformen des Schwingschleifgerätes.

Der Exzenterschleifer
Beim Exzenterschleifer sitzt der Schleifteller exzentrisch auf der Antriebswelle. Dadurch führt die rotierende Schleifscheibe zusätzlich eine Kreisbewegung aus, durch die der Materialabrieb erhöht wird. Der Exzenterschleifer eignet sich aufgrund des hohen Materialabriebs gut, um große Flächen schnell abzuschleifen. Durch die Kreisbewegung vermeidet der Exzenterschleifer zudem die beim klassischen Schwingschleifer üblichen Riefen im Schleifgut und ist somit auch zum Feinschleifen von Flächen geeignet.

Der Getriebeexzenterschleifer
Der Getriebeexzenterschleifer verfügt über ein zusätzliches Getriebe, durch welches sich der Materialabrieb regulieren lässt. Meist sind Getriebeexzenterschleifer mit zwei Stufen ausgestattet. Während die erste Stufe mit einem hohen Abtrag für den Grobschliff sorgt, dient die zweite Stufe zum Feinschleifen oder Polieren. Falls Sie Ihre Holzmöbel auffrischen möchten, ist der Getriebeexzenterschleifer eine gute Wahl. Mit diesem Gerät können Sie das Holz zunächst abschleifen und anschließend polieren.

Das richtige Schleifpapier

Haben Sie sich für eine Schwingschleifmaschine entschieden, stehen Sie nun vor der Wahl des richtigen Schleifpapiers. Schleifpapier-Sorten werden nach ihrer Korngröße eingeordnet. Man unterscheidet hier zwischen einer groben, mittleren, feinen und superfeinen Körnung.

Um optimale Ergebnisse zu erzielen, ist die Wahl der richtigen Körnung von großer Bedeutung. Sie können hier auch mehrere Schleifgänge mit unterschiedlichen Körnungen durchführen, um Ihr Wunschergebnis zu erreichen. Beginnen Sie grundsätzlich mit einem groben Korn und arbeiten Sie sich dann zu einem feineren Korn vor. Der erste Schliff dient dabei dem Ebnen des Werkstücks. Mit feineren Körnungen beseitigen Sie die Reste des vorausgegangenen Schleifgangs. Zum Abschluss wird das Werkstück mit einer besonders feinen Körnung poliert.

Für grobe Arbeiten empfiehlt sich eine Körnung von 6-30. Dieses Schleifpapier eignet sich gut zum Entfernen von Lacken oder Farben. Einen mittleren Materialabrieb erreichen Körnungen von 36-80. Mit dieser Körnung können Sie Holzoberflächen grob vorschleifen. Für besonders präzise Arbeiten verwenden Sie am besten eine feine Körnung, die Sie an einer Kennzahl von 100 bis 180 erkennen können. Mit diesem Schleifpapier können Sie Holzflächen Feinschleifen. Möchten Sie die Oberfläche polieren oder zum Lackieren vorbereiten, dann greifen Sie zu einer sehr feinen Körnung, die mit einer Kennzahl zwischen 220 und 1.000 versehen ist.

So erkennen Sie einen hochwertigen Schwingschleifer

Verlassen Sie sich ruhig auf den optischen Eindruck. Geräte, die schon auf den ersten Blick eher an ein Plastikspielzeug als an ein Werkzeug erinnern, haben meist auch eine geringe Qualität. Ein Indiz für ein qualitativ hochwertiges Schwingschleifgerät ist eine hohe Anzahl metallener Bauteile. Diese sind im Vergleich zu Bauteilen aus Plastik besonders langlebig und weniger anfällig für Verschleiß.

Achten Sie vor dem Kauf auch darauf, dass der Schwingschleifer ergonomisch geformt ist. So können Sie besonders lange Arbeiten, ohne, dass es dabei zu Ermüdungserscheinungen kommt. Zudem liegt ein ergonomisch geformter Schwingschleifer besonders sicher in der Hand, was Unfälle vermeiden kann.

Haben Sie sich für eine Schwingschleifmaschine entschieden, werden Sie die Vorzüge des Helferleins schnell zu schätzen wissen. Möbelstücke sind in kurzer Zeit abgeschliffen und können für den Sommer mit frischer Farbe zum Leben erweckt werden.
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