Säbelsägen

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Ratgeber Säbelsägen


Ratgeber Säbelsäge


Die Säge ist ein vielfältig einsetzbares Werkzeug. Mit ihr können nicht nur Holzbretter und dicke Äste zersägt werden. Elektrische Modelle mit starken Motoren und hochwertigen Sägeblättern schneiden auch Stahl. Für grobe Zertrennungsarbeiten, bei denen es auf Schnelligkeit und Kraft ankommt, hat sich die Säbelsäge etabliert. Ähnelt sie auch äußerlich der Stichsäge, so unterscheiden sich ihre Anwendungsbereiche doch voneinander. Der vorliegende Ratgeber gibt einen kurzen Überblick über ihre besondere Eigenschaften und Vorzüge. Kaufhinweise und Angaben zum Preisspektrum runden die kurze Einführung ab.

Aufbau, Funktion und Verwendung

Unter einer Säbelsäge versteht man eine elektronische Zertrennungsmaschine, die frei mit der Hand geführt wird. Sie wird auch als Reciprosäge oder in der schwächeren Ausführung als Elektro Fuchsschwänze bezeichnet. Ihr Sägeblatt ist schmal und ähnelt dem der Stichsäge. Es wird mit einem Knopf im Innern des Griffs aktiviert. Der Antrieb erfolgt über einen Elektromotor und den damit verbundenen Treibstab. Mit der zweiten Hand wird die Säge am Mittelstück gehalten und stabilisiert. Ihr bevorzugtes Anwendungsgebiet ist das schnelle Auseinanderschneiden von ausgedienten Bauelementen und Rohren. Die Sägeblätter sind austauschbar. Das Gewicht der Reciprosägen variiert zwischen 3 und 5 kg. Klimatechniker verwenden sie ebenso wie Zimmerleute, Anlagenmechaniker und Heizungsbauer.

Säbelsäge oder Stichsäge

Säbelsäge und Stichsäge ähneln sich unter manchem Gesichtspunkt und können einander bei vielen Baumaßnahmen ergänzen. Ein kurzer Überblick über ihre Eigenschaften verdeutlicht dies.

Stichsäge

Stichsägen sind geeignet, um auf engem Raum exakt sägen und Kurven schneiden zu können. Moderne Geräte ermöglichen eine Schnitttiefe von 10 cm. Stichsägen werden bei der Bearbeitung von Werkstoffen, im Sanitär- und Heizungsbau verwendet. Sie verfügen über viele Funktionen und können praktisch eingesetzt werden. Sowohl Holz als auch Stahl lassen sich mit ihnen bearbeiten. Stichsägen sind ergonomisch geformt und haben einen tiefen Schwerpunkt. Dadurch können sie auch bei Einhandgebrauch genau verwendet werden. Ein starker Elektromotor und eine robuste Außenhülle gewährleisten auch bei häufigem Gebrauch eine lange Lebensdauer. Ein besonderes Extra der meisten Geräte ist die Pendelhubeinrichtung. Durch sie wird das Sägeblatt gleichmäßig hin- und her bewegt, von oben nach unten und von vorn nach hinten. Die Sägespäne werden beim Schneiden so besser abgegeben und verteilt, der Sägeprozess wird erleichtert und beschleunigt. Bei der Vorwärtsbewegung des Sägeblattes wird die Reibung am Werkstoff verringert. Dies minimiert den Verschleiß der Säge ebenso wie den benötigten Kraftaufwand. Die Pendelhubeinrichtung ist bei harten Werkstoffen und eng zu schneidenden Kurven nicht empfehlenswert. Ihre Domäne sind gerade Schnitte.

Die Hubzahl hochwertiger Stichsägen kann stufenlos reguliert werden. Sie gibt an, wie oft sie sich in einer Minute hebt und senkt. Wie die Sägeblätter muss sie auf den Werkstoff abgestimmt werden. Für Kunststoffe und Stahl eignet sich Hochleistungs-Schnellstahl. Für Stahlbleche und ähnliche Materialien verwendet man Hartmetall-Blätter. Die dritte Variante sind Hartstahl-Bimetall-Sägeblätter. Sie haben einen weichen Blattkörper aus Hochleistungs-Schnellstahl und Sägezähne aus Hartstahl. Neben dem Material variieren die Sägeblätter im Abstand der Zähne und ihrem Winkel. Enge Zahnabstände und große Schnittwinkel sind zum Beispiel für den Sanitärbereich geeignet.

Säbelsäge

Anders als bei der Stichsäge liegt das Hauptaugenmerk der Säbelsäge auf der Geschwindigkeit. Mit ihren großen Sägeblättern ist sie für schnelle Schnitte geeignet. Für zusätzliche Exaktheit kann ergänzend eine andere Säge notwendig sein. Die Säbelsäge ist für Schnitttiefen bis zu 300 mm ausgelegt. Der starke Motor unterstützt Grobarbeiten. Sie funktioniert wie die Stichsäge mit Hubbewegungen. Der Unterschied besteht allein in der Richtung. Während mit der Stichsäge nach unten gearbeitet wird, bewegt sich das Sägeblatt bei der Säbelsäge nach vorn. Eine Gemeinsamkeit besteht in der Vielzahl unterschiedliche Sägeblätter. Auch bei dieser Variante sind sie austauschbar. Mit geringerer Hubzahl und größerem Sägeblatt werden lockerere Werkstoffe bearbeitet. Mit großer Hubzahl bis zu 3.000 U/min werden feste Stoffe wie Edelstahl bearbeitet. Besondere Extras sind biegbare Schneidflächen. Mit diesen können Rohre bündig zur Wand abgetrennt werden. Mittels eines verstellbaren Anschlags variiert man die Schnitttiefe. Darüber hinaus dämmt er Vibrationen ein, ermöglicht einen geraden Schnitt und schützt das Sägeblatt.

Worauf ist bei der Auswahl zu achten

Vor dem Kauf einer Säbelsäge sollte das Gerät probeweise bedient werden. Testberichte sind zusätzlich zurate zu ziehen. Hochwertige Modelle zeichnen sich durch vibrationsarmen Betrieb aus. Dies ist wichtig, da mit ihnen häufig ohne Stütze gearbeitet wird. Sämtliche Vibrationen werden von Arm und Hand des Nutzers aufgenommen. Neben eingebauten Antivibrationssystemen unterstützt ein starker Motor die Entlastung. Genügend Drehmoment und ein geringes Gewicht gewährleisten schnelles Arbeiten. Die Belastungen für den Arm werden eingeschränkt. Ein leistungsfähiger Motor sorgt für eine lange Haltbarkeit der Säge.

Bei einem guten Gerät muss der Pendelhub verstellbar sein. Nur so können verschiedene Materialien gesägt werden. Bei hohem Pendelhub wird schneller, aber unsauberer geschnitten. Für den Vergleich sind weiterhin die Leistung in Watt und die materialabhängige Schnitttiefe mitentscheidend. Die Sicherheit spielt wie bei allen anderen elektrischen Sägen eine besondere Rolle. Bei blockiertem Sägeblatt trägt hierzu ein Rückschlagschutz bei. Nutzerfreundliche Modelle sind so konstruiert, dass die Sägeblätter ohne zusätzliches Werkzeug gewechselt werden können. Flexibilität ermöglichen horizontal einsetzbare Sägeblätter. Ein zusätzlicher Seitengriff sorgt für mehr Stabilität und Sicherheit.

Für längeres Arbeiten im Freien ist ein Akku unbedingt erforderlich. Lithium-Ionen-Akkus sorgen für lange Laufzeit bei hoher Leistung. Die Säbelsäge ist für andere Aufgaben geeignet als die Stichsäge. Beide ergänzen sich sinnvoll. Vor der Auswahl ist daher zu berücksichtigen, welches Material in welcher Stärke, welcher Präzision und welcher Position zu sägen ist. Der Kauf beider Geräte kann im konkreten Bedarfsfall angeraten werden.

Hersteller und Preise

Säbelsägen werden in einem weiten Preisspektrum vertrieben. Günstige Modelle können ab 80,00 EUR erworben werden. Spitzengeräte für den professionellen Gebrauch kosten zwischen 300,00 und 900,00 EUR. Die Säbelsägen im unteren Preisspektrum haben geringere Schnitttiefen von etwa 200 mm. Der Pendelhub kann hier nur eingeschränkt bis gar nicht verändert werden. Ein Rückschlagschutz ist in der Regel nicht vorhanden.

Modelle im Bereich zwischen 200,00 und 400,00 EUR verfügen bereits über horizontal einstellbare Sägeblätter und eine stufenlose Drehzahlsteuerung. Teurere Modelle können bis zu 300 mm tief schneiden. 2-Gang-Getriebe ermöglichen die Veränderung der Geschwindigkeitseinstellungen. Ein hochwertiger Lithium-Ionen-Akku erlaubt lange Laufzeiten. Er wird über ein Schnellladegerät mit Energie versorgt. Einige Modelle können auch mit einem Netzteil betrieben werden. Zum sicheren Schutz tragen ein robustes Gehäuse und ein fester Aufbewahrungskoffer bei. Eine Garantie von 3-5 Jahren ist angemessen. Bekannte Hersteller sind AEG, Bosch, Milwaukee, Einhell und Metabo.
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