billiger.de Fazit:
MSI Cyborg 15 im Test: Auffälliger Budget-Gamer mit Display- und TGP-Bremse
Design und Verarbeitung
Das Cyborg 15 sticht optisch klar heraus: Der Deckel wirkt eher schlicht, die Baseunit fällt mit Muster und transparenten Elementen deutlich auf. MSI kombiniert Metall am Deckel mit Kunststoff an der Baseunit und liefert insgesamt eine stabile Verarbeitung. Praktisch: Der Bildschirm klappt bis 180 Grad auf.
Displayqualität
Das Full-HD-Panel mit 144 Hz enttäuscht vor allem beim Farbraum, weil nur 65 Prozent sRGB für ein blasses Bild sorgen. Rund 270 cd/m² bleiben zudem recht dunkel, während der Kontrast mit fast 1.700:1 dank niedrigem Schwarzwert ordentlich ausfällt. Reaktionszeiten und Blickwinkel liegen im Mittelfeld, PWM trat nicht auf.
Leistung und Geschwindigkeit
Der Core 7 240H ordnet sich in der Mittelklasse ein, und im Alltag reagiert das System angenehm flott. Positiv: RAM und SSD lassen sich über zwei SO-DIMM-Slots und einen M.2-2280-Slot erweitern. DPC-Latenzen zeigen jedoch Nachholbedarf.
Gaming
Die RTX 5050 arbeitet hier nur mit 45 Watt TGP, wodurch die GPU spürbar hinter stärkeren RTX-5050-Geräten und sogar leicht hinter dem Vorgänger mit RTX 4060 liegt. In Full HD laufen viele aktuelle Spiele meist mit mittleren bis hohen Details flüssig. Upscaling hilft deutlich, inklusive DLSS und Frame Generation.
Tastatur und Eingabegeräte
Das MSI-Layout braucht Eingewöhnung, auch wegen des Nummernblocks mit nur drei Spalten. Das Tippgefühl bleibt solide und die RGB-Beleuchtung fällt kräftig aus. Das 12 x 7,6 cm große Touchpad arbeitet unauffällig präzise.
Akkulaufzeit
Im Wi-Fi-Test hält das Notebook bei 150 cd/m² knapp 5,5 Stunden durch. Das reicht für diese Klasse, bleibt aber hinter dem Vorgänger zurück.
Anschlüsse und Erweiterbarkeit
Die Anschlüsse wirken eher dünn: Gigabit-LAN ist da, ein Kartenleser fehlt. Bei USB fehlen modernere Standards, Thunderbolt gibt es nicht. Das Intel-WLAN überzeugt beim Empfang, die Webcam liefert nur durchschnittliche Qualität, hat aber einen Privacy Shutter.
Geräuschentwicklung und Kühlung
Unter Last bleibt das Gerät leiser als viele Konkurrenten, weil CPU und GPU keine Spitzenwerte erreichen. In Cyberpunk 2077 liegen rund 45 dB(A) an, hörbar, aber nicht störend laut, im Idle steht der Lüfter teils still. Temperaturen bleiben unter Last mit bis zu 46 Grad an der Oberseite im Rahmen, im Leerlauf wirkt das Gerät etwas wärmer als Konkurrenz.