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Ob Grundnahrungsmittel, Knabberei oder Superfood: Lebensmittel gibt es nicht nur in Hülle und Fülle, immer erreichbar, sondern auch in den unterschiedlichsten Formen. Während viele Menschen heutzutage großen Wert darauf legen, sich vom „Convenience Food“, dem schnellen Gericht für die Mikrowelle oder der Dose Ravioli abzuwenden und stattdessen wieder selbst am Herd zu stehen, muss es manchmal einfach schnell gehen. Fertiggerichte stehen in dem Ruf, ungesund zu sein. Allerdings hat sich die Lebensmittelindustrie auch in diesem Bereich stark entwickelt. Viele Hersteller haben sich inzwischen darauf konzentriert, Fertiggerichte zu entwickeln, die trotz allem einen hohen Nährstoffgehalt besitzen und mit möglichst wenigen Zusatzstoffen versetzt sind. Auch haben wir heute die Möglichkeit, ganze Essensboxen inklusive Rezept und Gewürzen zu bestellen, um anschließend frisch zu Hause zuzubereiten.
 

Lebensmittel gibt es nicht nur im Supermarkt, sondern auch vom Feinkostladen oder dem internationalen Wochenmarkt. Fleisch und Wurstwaren können beim Metzger an der Theke erworben werden, Brotaufstriche gibt es mit den unterschiedlichsten Geschmäckern und sowohl für Vegetarier als auch für Veganer geeignet.
 

Auch was die Würze anbelangt, müssen wir in unseren westlichen Kreisen nicht mehr ausschließlich auf Salz und Pfeffer zurückgreifen. Wir haben die Möglichkeit, indische Gerichte mit der Unterstützung von Kardamom, Kurkuma, Curry oder Safran zu verfeinern, während das chinesische Wokgericht mit einem Hauch von Ingwer und seine besondere Note erhält.
 

Bereits die Auswahl an Grundnahrungsmitteln, die uns in unserem Kulturkreis zur Verfügung steht, ist riesig. So lässt sich kaum bestimmen, welche die Hauptbestandteile unserer täglichen Ernährung sind – denn jeder Mensch ernährt sich individuell. In anderen Ländern wie beispielsweise Asien gilt der Reis als das einzige Grundnahrungsmittel der Region. In der deutschen Tradition hingegen gelten vor allem Weizen- und Getreideprodukte wie Brot und Brötchen als Grundnahrungsmittel, die beinah täglich verzehrt werden.
 

Was ein Grundnahrungsmittel auszeichnet, ist nicht nur seine ständige Verfügbarkeit im jeweiligen Land, sondern auch sein oftmals geringer Preis. Weil sich die Inhaltsstoffe in direkter Nähe anbauen lassen, entfallen hohe Transportkosten. So gehören neben Weizen, Mais und Hirse auch Pflanzenknollen wie die der Kartoffel zu den Grundnahrungsmitteln der Deutschen. Weil es sich hierbei allerdings um keine guten Proteinlieferanten handelt, werden Kartoffeln, Nudeln, Brot und Co. meist von Fleisch, Fisch oder Gemüse begleitet. Vor allem tierische Grundnahrungsmittel wie Fisch, Fleisch, Milch und Eier sind hervorragende Eiweißlieferanten.
 

Milch, Käse, Joghurt: Die verschiedenen Milchprodukte

Milchprodukte gibt es in den unterschiedlichsten Arten, Konsistenzen und Geschmäckern. So reicht die Auswahl an Milchprodukten weit über fettarme und Vollmilch hinaus – sie umfasst Joghurt, Sahne und Kondensmilch, aber auch Käse in den unterschiedlichsten Sorten: Vom streichzarten Frischkäse über den cremigen Sahnekäse bis hin zum intensiven Gouda und verschiedenen Hartkäsesorten.
 

Hergestellt werden Milchprodukte auf unterschiedliche Weise, auch stammen sie von verschiedenen Tieren und werden – um eine bestimmte Konsistenz oder einen Geschmack zu erreichen – jeweils anders konserviert. Ein unbehandeltes Milchprodukt ist die einfache Rohmilch. Anders als andere Produkte wird sie nicht durch ein Wärmeverfahren behandelt. Allerdings ist sie dadurch auch weniger lange haltbar und muss vor dem Verzehr abgekocht werden. Verwendet wird sie für die Herstellung von Rohmilchkäse, eignet sich aber auch ideal zum Backen.
 

Bei der Frischmilch handelt es sich also keinesfalls um Rohmilch, sondern um pasteurisierte, also kurzzeitig erhitzte Milch. Das verlängert die Haltbarkeit der Frischmilch auf bis zu zehn Tage. Sie kann dann ohne Bedenken getrunken, zum Kochen oder Backen verwendet werden. Wer die Milch jedes Mal griffbereit zu Hause haben möchte, greift oft auf länger haltbare Frischmilch, die sogenannte ESL-Milch zurück. Bei einer Lagertemperatur von rund sieben Grad ist diese bis zu 20 Tage haltbar.
 

Käse und Frischkäse gehören neben der Frischmilch zu den beliebtesten Milchprodukten in Deutschland. Und das nicht ohne Grund: Mit ihnen lässt sich so einiges anstellen. Frischkäse eignet sich nicht nur als schmackhafter Brotbelag, sondern auch hervorragend zum Kochen und Backen. So kommt der Frischkäse beispielsweise bei der Zubereitung eines saftigen Käsekuchens zum Einsatz, aber auch das Nudelgericht oder den Auflauf verfeinert er mit seinem milden Geschmack und der cremigen Konsistenz. Frischkäse gibt es zudem von verschiedenen Herstellern in zahlreichen Geschmacksrichtungen: Beispielsweise mit einer kräftigen Tomate-Basilikum-Note, versetzt mit Kümmel oder buntem Pfeffer, verfeinert durch Pinienkerne, getrocknete Tomaten oder Petersilie. Die Bandbreite an industriell verarbeitetem Frischkäse ist riesig. Aber auch im Feinkostgeschäft wird uns eine breite Auswahl an verschieden gewürzten und erweiterten Frischkäsesorten angeboten.
 

Frischkäse gehört zur Kategorie der Sauermilchkäse. Gewonnen wird er aus Milch, die durch Milchsäurebakterien dick gelegt wird. Anschließend wird der Sauermilchkäse nach Bedarf durch Bakterienkulturen verfeinert, er erhält einen Edelschimmel oder eine Rotschmiere. Neben dem Sauermilchkäse gibt es den Labkäse, auch als Süßmilchkäse bekannt. Hierzu gehören Sorten wie der Gouda, Edamer oder Tilsiter. Unter Molkenkäse fallen Käsesorten wie der italienische Ricotta oder der griechische Monouri.
 

Die richtige Würze

Die Zeiten, in denen man um die ganze Welt segelte, vorher ganze Kulturen erobern und langjährige Handelskriege führen musste, um an Gewürze zu kommen, sind Gott sei Dank vorbei. Mittlerweile kommen wir ohne Probleme an so gut wie alle Gewürze dieser Welt. Sind sie nicht im Supermarktregal zu finden, stoßen wir auf dem Wochenmarkt oder im Asia-Laden auf sie. Auf sie verzichten möchte heute keiner mehr. Viel zu sehr haben wir uns mittlerweile an den besonderen Geschmack gewöhnt, den sie einfachen Lebensmitteln verleihen. Und: Gewürze sind äußerst gesund. Oftmals besitzen sie eine antioxidantische Wirkung, regen den Stoffwechsel an oder beruhigen.
 

Echte Allroundtalente unter den Gewürzen sind selbstverständlich Pfeffer und Salz. Vor allem der Pfeffer wurde in der Nachkriegszeit in Deutschland zum Sinnbild einer fantasielosen Küche stilisiert. Dabei war das pulverisierte Gewürz damals alles andere als selbstverständlich in der Küche: Nur die Oberschicht besaß das Privileg, in seinen Genuss zu kommen.
 

Einige Gewürze – wie beispielsweise der Zimt – eignen sich nicht nur zur Zubereitung herzhafter Speisen, sondern auch ideal für Desserts und zum Backen. Nicht mehr wegzudenken ist der Zimt als äußerst betörendes Gewürz mit doppelter Wirkung: Nicht nur, dass Kuchen, Milchreis oder Puddingspeise mit ihm perfekt abgerundet werden: Zimt regt auch den Stoffwechsel an und kann dadurch sogar förderlich beim Gewichtsverlust sein.
 

Auch der Ingwer, ursprünglich ein Gewürz aus der traditionellen chinesischen Medizin, gehört hierzulande längst zum Standard unter den Gewürzen. Seit mehr als 2.000 Jahren bewährt sich die Knolle bereits als beruhigende und unheimlich gesunde Wurzel, die mit der richtigen Dosierung ganz schön einheizen kann. 
 

Saisonale Lebensmittel

Auch bei der Auswahl an Obst und Gemüse müssen wir uns in unserem westlichen Kulturkreis nicht mehr einschränken. Exotische Obstsorten wie Ananas, Avocado und Mango haben längst ihren Weg in deutsche Supermärkte gefunden. Neben Obst und Gemüse aus fernen Ländern erfreuen sich aber vor allem regionale Sorten wieder einer zunehmenden Beliebtheit. Sich saisonal zu ernähren bedeutet, Erdbeeren, Kiwis oder Trauben dann zu kaufen, wenn sie tatsächlich Saison haben. Zwar schränkt sich die Auswahl damit ein wenig ein, die saisonale Ernährung hat aber große Vorteile: Lange Lagerzeiträume und hohe Transportkosten entfallen, wenn die Erdbeeren direkt von deutschen Feldern stammen. Hat ein Obst oder Gemüse Saison, ist es außerdem sehr viel günstiger zu erwerben. Viele Menschen setzen auch auf eine saisonale Ernährung, weil sie den frischen, intensiveren Geschmack der Lebensmittel schätzen.

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